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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trekking im Oktober/November + Ausstattung



simon91
20.09.2015, 18:28
Hallo,
zunächst einmal ein super Forum habe bereits vieles hier mitgelesen und mich nun mal angemeldet. Steinigt mich bitte nicht falls ich zu viele Fragen auf einmal stelle bzw im falschen Unterforum :o :bg:

Zunächst einmal zu mir. Bin zurzeit in Ausbildung, deshalb nur begrenzte Mittel zur Verfügung. Da ich im Oktober 6 Tage frei habe und im November eine weitere Woche frei nehmen kann, würde ich gerne für ein paar Tage wandern, trampen etc gehen.

folgende Fragen stellen sich mir dabei:

1. Wo kann ich zu dieser Jahreszeit günstig hin? Habt ihr da iwelche Erfahrungen gemacht? Wohne ca. 25 Kilometer von Düsseldorf entfernt. Aufgrund des recht geringen Budgets will ich nicht allzu weit fahren. Dachte dabei an die Eifel.

2. Zur Ausrüstung: Ich besitze bisher einen Deuter ACT Trail 32 und Sarpa Schuhe (B/C eher B). Bisher bin ich mit Jeans oder kurzer Hose gewandert jedoch nur Tagestouren, ca. 20-25 Kilometer, im Sommer und Frühjahr.
Was benötige ich noch. Wollte mir auf jeden Fall Funktionskleidung zulegen, also Unterhemd und Unterhose, sowie einen vernünftigen Powerstretch Fleece, den ich mit einer Softshell tragen möchte. Bisher das passende Modell habe ich leider noch nicht gefunden, wobei ich bereits ein paar aktiv auf Touren getestet habe.
Die Ausrüstung sollte möglichst langlebig sein, da ich nächstes Jahr eine einmonatige Reise plane durch Europa in Form von Trekking und Zug. Für dieses JAhr plane ich noch nciht mit einem Zelt unterwegs zu sein, da dies mein Budget sprengen würde.

3. Rucksack: Wie oben genannt besitze ich bereits einen Rucksack, jedoch werde ich mir noch einen größeren zulegen, um meine weiteren Rucksackreisen damit zu bestreiten. Hier habe ich an den Deuter Aircontact Pro 60+15 gedacht, sowie an den Gregory Baltoro 75 und den Osprey Xenith 75 oder den Osprey Aether 60. Ich lege hier besonderen Wert auf Materialqualität, sowie ein Trinksystem, einen Frontzugriff und ein seperates Zelt/Schlafsackfach im Boden.

4. Weitere "Grundaustattung"

beruflich werde ich ebenfalls draußen unterwegs sein. Dies wird sich auf Klettern, Wandern, Radfahren, Wassersport, Zelten usw. bei Wind und Wetter belaufen. Da ich privat natürlich selbst sehr gerne in der Natur unterwegs bin und dieses Hobby gerne ausweiten möchte. Wird man wahrscheinlich schon gemerkt haben :bg: :D möchte ich mir eine gewisse Grundaustattung zulegen. Da ich nächstes Jahr weiter studieren möchte und ihr dieses Jahr noch etwas mehr verdiene möchte ich mir diese Ausstattung im Laufe der nächsten 12 Monate zulegen.


Ich hoffe ihr habt nicht zu viel bekommen bei diesem Roman :bg: Vielen Dank für eure Mühen :)

PS: Die geplanten Touren im Laufe diesen Jahres werden allesamt in Deutschland bzw. dem westlichen Grenzgebiet stattfinden :)

Meer Berge
21.09.2015, 22:41
Hallo Simon!

Willkommen hier im Forum!

Eifel ist eine sehr schöne Gegend, besonders auch im Herbst, sofern das Wetter mitspielt.
Denkst du an den Eifelsteig?
Da du kein Zelt hast/kaufen willst, stellt sich die Frage, wie/wo du übernachten willst. Und ob das für 2 Wochen preisgünstiger ist als ein Zelt zu kaufen?

Oder willst du "nur" Tagestouren gehen? Da kannst du z.B. kostenlos im Kloster xxx (müsste ich nachsehen) übernachten.

Deine Schuhe sollten für die Eifel und D allgemein reichen, sofern sie wasserdicht sind. Es gibt dort weder Gletscher noch sonstige hochgebirglichen Herausforderungen. Alles Wanderwege. Ich bin oft in Trailrunnern dort unterwegs, auch mit mittlerem Gepäck.

Auch sonst brauchst du dort keine Hardcore OudoorAusrüstung. Aber wasserdicht sollte sie schon sein.
Daher geht die Jeans auch, wenn du bei Regen eine atmungsaktive Regenhose drüberziehst. Nur eine Softshell ohne richtig wasserdichte Hardshell würde ich aber nur bei stabilem Schönwetter nehmen. Wenn du sowieso mehr rausgehen willst, würde ich mir auch eine bequemere Hose kaufen, strech, schnell trocknende, wind- und wasserabweisend. Regenhose trotzdem.

Zum Rucksack kann ich dir nicht viel sagen. Kommt drauf an, wie viel rein soll. Ich habe einen mit ca. 60 L., der für 2-3-wöchige Touren reicht. Dabei passt das Essen für die gesamte Zeit mit rein, aber Zelt und Isomatte müssen außen dran. Mich stört es nur selten.

Für Touren, wo ich kein Zelt/Schlafsack/Kocher/Essen ... mitnehmen muss (also mit festen Unterkünften und Verpflegung), reicht locker mein 35 L. Rucksack für Essen/Trinken für den Tag und Regensachen, Pullover ...

Soweit erstmal.

Viele Grüße,
Sylvia

Prachttaucher
22.09.2015, 08:36
Es ist bestimmt gut im Oktober vor der Zeitumstellung anzufangen. Danach wird es durch die frühe Dunkelheit etwas schwieriger - Stirnlampe ist dann Pflicht. Der November ist ansonsten aber ideal um seine Ausrüstung zu testen, weil die Bedingungen dann gerne etwas ungemütlicher sind.

Einfach anfangen, dann siehst Du selbst was Dir wichtig ist. Solange Du keine genauen Vorstellungen/ Erfahrungen hast würde ich nicht zuviel kaufen. Da ist sonst schnell unpassendes dabei. Solange es bei Tagetouren bleibt, wird das meiste schon vorhanden sein.

Ich selbst bin gerne im Sauerland unterwegs. Das sollte auch nicht allzu weit von Düsseldorf entfernt sein.

berlinbyebye
22.09.2015, 09:39
Bei der Kleidung würde ich mir überlegen, ob du dir tatsächlich teure "Markenkleidung" zulegen willst. Diese sind oft sehr überteuert und man kann beobachten, dass auch erfahrene Vielwanderer an dieser Stelle oft auf "einfachere" Kleidung zurückgreifen. Das hat seinen Grund darin, dass die Kleidung recht kurzlebig ist. Auch eine superteure Regenjacke gibt recht schnell seinen Geist auf, hält aber natürlich schon ein paar Jahre. Der Run auf superteure Bekleidung bei "Anfängern" liegt wahrscheinlich an dem herrlichen Gedanken, dass man bei absolutem Sch***-Wetter sich gut geschützt in der Natur bewegen kann. Ja, das kann man. Und: Mittlerweile kann man das auch mit nicht so teurer Markenbekleidung. Die Atmungsaktivität wird viel zu sehr überschätzt und dient mehr als Werbeargument: wenn es draußen im Herbst klamm und feucht wird und du dich bewegst (sprich schwitzt) bleibt es unter keiner noch so teueren Jack richtig trocken. Es kondensiert darunter ohne dass die Jacke undicht ist. Mit der "Wassersäule" ist es das Gleiche, da braucht´s nicht unbedingt 10.000, damit sie dicht ist.

Fleecejacken kann man recht günstig bei Decathlon, Tchibo oder so kaufen, die Regenhose von Decathlon (Raincut) hat mit 10 EUR hier immer gute Kritik abbekommen, genauso wie die Regenjacke. Ob man eine Softshell-Jacke braucht ist zweifelhaft, denn man kann die Regenjacke auch gegen Wind einsetzen, schön ist so ein Teil aber sicherlich schon, erhöht aber das Gewicht. Als ganz gute "Hardshell" kann ich die Hurricane-Jacke von Schöffel empfehlen, die ist echt robust und echt wasserdicht und kostet 100 EUR und gibt´s oft als Schnäppchen.

Dein Rucksack dürfte für Tageswanderungen absolut ausreichend sein.

Ein oft unerwähntes, aber mMn unverzichtbares Utensil ist das Sitzkissen; mit dem kannst du auch im Feuchten und Kühleren bequem Pausen machen ohne dass du frierst.

Ich würde mir zunächst auch einen Gaskocher mit Töpfchen und Becherchen zulegen, z.B. Primus Express; so kann man sich bei Tagestouren ein bisschen unabhängiges "Outdoor-Feeling" verschaffen und kann auch mal was Warmes zu sich nehmen.

Weiterhin kannst du dir auch ein Tarp zulegen, dass durchaus auch eine günstige Plane aus dem Baumarkt sein kann. Damit macht das Pausieren bei Regen dann richtig Spaß. Das kann man mit Wanderstöcken aufstellen. Meine Stöcke aus dem Norma-Markt (12,- EUR mit Korkgriffen sogar) sind genauso gut wie die von Leki, vielleicht etwas schwerer.

Bei Schuhen, die eigentlich die erste größere Investition darstellen sollten, solltest du nicht sparen.

Tja, und wenn du bei Zelt und Schlafsack angekommen bist, dann fängt die Grübelei richtig an. ;-) Hier solltest du dir die Zeit lassen, die du ja auch noch hast. Der große Rucksack käme sinnigerweise zum Schluss, wenn du weißt wieviel Krempel da rein soll.

@MeerBerge
Das von dir erwähnte Kloster würde mich auch interessieren.

mitreisender
22.09.2015, 09:47
Tadelloses, halbwegs leichtes Zelt. Leicht aufzustellen. Kein Sturmbunker. Sicher etwas luftig wegen des Mesh. Aber in den USA ein Klassiker und zu dem Preis evtl. eine Überlegung wert. Das Spitfire Solo. Mit Austausch der Heringe und Weglassen des Packbeutels kriegt man es auf ca. 1,6kg. Ein Biwaksack ist nur unwesentlich billiger, aber weniger komfortabel.

https://www.dein-klettershop.de/zelte/1-personen-zelte/zelt-spitfire-solo-von-eureka-modell-2015/a-12281/?ReferrerID=7.00&gclid=CIqEk9eSisgCFYUIwwodNuAIjw

Der genannte Decathlon Kram ist sicher meist ausreichend. Leider sind die Schnitt oft eher knapp (Oberteile recht kurz).

rumpelstil
22.09.2015, 10:05
Wollte mir auf jeden Fall Funktionskleidung zulegen, also Unterhemd und Unterhose, sowie einen vernünftigen Powerstretch Fleece, den ich mit einer Softshell tragen möchte.

(...)

beruflich werde ich ebenfalls draußen unterwegs sein. Dies wird sich auf Klettern, Wandern, Radfahren, Wassersport, Zelten usw. bei Wind und Wetter belaufen.

Für mich geht das hier nicht so ganz zusammen:
Einerseits hast du noch keinerlei Ausrüstung und suchst etwas Günstiges für zwei Trekkingwochen diesen Herbst sowie einen Monat nächsten Sommer.

Andererseits schreibst du, dass du beruflich klettern, wandern, radfahren, Wassersport machen und zelten wirst.

Wie ist das zu verstehen? Wenn du beruflich sowas machst, dann wundert es mich, dass du keinerlei Ausrüstung hast. Ich würde in dem Fall aber davon absehen, einfach mal sehr preisgünstige Sachen zu kaufen. Auch würde ich mich nicht im Forum beraten lassen, sondern von den Berufskollegen. Oder ist das nur so eine Idee für die berufliche Zukunft?

immermuede
22.09.2015, 18:16
Für dieses JAhr plane ich noch nciht mit einem Zelt unterwegs zu sein, da dies mein Budget sprengen würde.
Dann kauf dir doch eine Plane oder ein billiges gebrauchtes Tarp.
Mit einen Dach über dem Kopf hast du doch viel mehr Möglichkeiten.

simon91
24.09.2015, 17:46
Soo vielen Dnak für die vielen Anregungen.

Es geht beruflich um eine Idee, eine Idee die bereits im Gange ist, d.h. ich war bisher schön öfters in der Richtung unterwegs, möchte das Maß und die Dauer solcher Aktionen gerne in beruflicher und privater Hinsicht steigern.

Den Rucksack schaffe ich mir definitiv zum Schluss an. Wollte nur mal eure Meinung zu den verschiedenen Modellen hören :)

Ein Sitzkissen habe ich mir bereits besorgt, war Anfang der Woche einfach nur unersetzlich :D ab sofort immer dabei :)

Günstiger nehme ich gerne, besonders bei Kleidung. Schuhe habe ich bereits sehr gute. Also decathlon ist eine gute Wahl? dann schaue ich mich danach mal um. Habt ihr denn gute Erfahrungen mit Decathlon gemacht?
Hose und Regenjacke von dort sind bestellt ::grins:

Das 1-Mann-Zelt sieht doch auf den ersten Blick wirklich toll aus. vor allem für den Preis. Nutzt es hier jemand auch? wie schaut es bei Regen mit dem Zelt aus?

mastersergeant
25.09.2015, 17:30
Wird nass bei Regen;-)

Im Ernst. War dies Jahr über die Alpen gelaufen und hatte bis auf Schlüpper und Stiefel nur Decathlon Zeugs mit .(Merino,Fleece,Lightshell,Poncho,Socken,Hose,Shirt....) War absolut perfekt.
Ausser daß es nur ein 5tel von dem Mammutzeug (90%haben das in den Alpen an) kostet.
Ausserdem ist genauso haltbar.

simon91
25.09.2015, 20:00
Super dann werde ich da mich da mal umschauen und mich dort eindecken :p hat denn jemand ne ahnung wegen der niedrige Preise? Möchte ungern dort einkaufen, wenn es bei ähnlichen Arbeitsbedingungen hergestellt wird wie bei Primark :( klar iwo werden abstriche gemacht wenn die Qualität gut ist, aber in welchem Ausmaß?

Also wird auch der darin Nächtigende auch nass :D?

Hapi
25.09.2015, 21:43
Super dann werde ich da mich da mal umschauen und mich dort eindecken :p hat denn jemand ne ahnung wegen der niedrige Preise? Möchte ungern dort einkaufen, wenn es bei ähnlichen Arbeitsbedingungen hergestellt wird wie bei Primark :( klar iwo werden abstriche gemacht wenn die Qualität gut ist, aber in welchem Ausmaß?

Also wird auch der darin Nächtigende auch nass :D?


decathlon = kik oder primark für outdoor- und sportzeugs. ich war mal im berliner decathlon store, hatte ständig 'n fiesen chemiegeruch in der nase. haben einige brauchbare Sachen, aber halt auch viel schrott. und da ich nicht bei kik, h&m, primark usw. kaufe, bleibt mein besuch bei decathlon wohl eher einmalig...

Prachttaucher
26.09.2015, 05:41
Tchibo wird sonst auch gerne genannt in punkto gutes Preis/Leistungsverhältnis, oder z.B. Moorhead/ Karstadt.

Wenn es an größere Touren geht, kann das Gewicht aber auch irgendwann interessant werden. Da kann´s dann schon dazu kommen, daß einiges nochmal geändert wird. Gerade für Tagestouren aber unerheblich.

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