PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umweltverträglichkeit von Outdoorkleidung



TeilzeitAbenteurer
09.09.2015, 10:16
abgekoppelt aus dem "Aktuelle Pressemitteilungen"-Thread (s. Zitatverlinkung)


Falsche Naturfreunde (http://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/falsche-naturfreunde)

Schade, dass die Saubermänner von Greenpeace mal wieder vergessen haben, darauf hinzuweisen, dass die Outdoorfraktion nicht die einzigen sind, die das Zeug einsetzen und daher das Problem bei weitem nicht gelöst wäre, wenn nur die darauf verzichten würden :roll:

Flachlandtiroler
09.09.2015, 10:22
Schade, dass die Saubermänner von Greenpeace mal wieder vergessen haben, darauf hinzuweisen, dass die Outdoorfraktion nicht die einzigen sind, die das Zeug einsetzen und daher das Problem bei weitem nicht gelöst wäre, wenn nur die darauf verzichten würden :roll:

ACK. Ob die paar hundert Tonnen Outdoorjacken (welche ja sogar zwecks Recycling zurückgenommen würden...) nennenswert zur globalen Emission dieser Chemikalien beitragen, darf stark bezweifelt werden --> Anwendungen von PFT (wikpedia) (https://de.wikipedia.org/wiki/Perfluorierte_Tenside#Verwendung) :roll:
Klarer Fall von Öko-Betroffenheits-Journalismus.

Herbstnebel
09.09.2015, 10:36
Schade, dass die Saubermänner von Greenpeace mal wieder vergessen haben, darauf hinzuweisen, dass die Outdoorfraktion nicht die einzigen sind, die das Zeug einsetzen und daher das Problem bei weitem nicht gelöst wäre, wenn nur die darauf verzichten würden :roll:

Stimmt. Zumal der Eindruck ensteht, die Verbraucher selbst würden die Stoffe in die Umwelt tragen - zumindest, wenn man nicht ganz genau liest. Aber man kann ja trotzdem beim Einkaufen darauf achten, schaden wird's nicht. :cool:

Flachlandtiroler
09.09.2015, 10:53
Stimmt. Zumal der Eindruck ensteht, die Verbraucher selbst würden die Stoffe in die Umwelt tragen - zumindest, wenn man nicht ganz genau liest. Aber man kann ja trotzdem beim Einkaufen darauf achten, schaden wird's nicht. :cool:
Naja ... die Erfahrung lehrt: Sobald ein Stoff von den Ökos gebrandmarkt wird und folglich dem Konsumenten nicht mehr verkäuflich ist, wird ein neues Material gehypt, von dem man nur noch nicht weiss, was es für Nebenwirkungen hat :grins:

edit:
Das stört mich ein wenig an dem Artikel:
Es wird ja gezielt in Wandergebieten "analysiert", als ob bereits das Tragen der PTFE-haltigen Kleidung diesen "Schadstoff" verbreiten würde.
Tatsächlich wird ja wohl mangelnde Sorgfalt bei der chemischen Herstellung (und ggf. Verarbeitung) des Stoffes die wahre Quelle sein. Vielleicht kümmert man sich mal darum :roll:
Hier dürften aber die Emissionen aufgrund industrieller Nutzung das bisschen textile Nutzung um Größenordnungen übersteigen -- sonst sollte man vielleicht auch über eine Katalysatorpflicht für Benzinkocher nachdenken :roll:
Deponierung oder Entsorgung der Klamotten ist bei den einschlägigen Herstellern doch wohl gelöst.

Inkunabula
09.09.2015, 11:05
Die Kleidung der Herren und Damen von Greenpeace sehen auch nicht gerade nach klassischem Ölzeug, Loden u.Ä. aus, sondern sind genauso "böse" Outdoorprodukte. Verlogener Haufen.

TeilzeitAbenteurer
09.09.2015, 11:57
Stimmt. Zumal der Eindruck ensteht, die Verbraucher selbst würden die Stoffe in die Umwelt tragen - zumindest, wenn man nicht ganz genau liest. Aber man kann ja trotzdem beim Einkaufen darauf achten, schaden wird's nicht. :cool:

Im Prinzip unterstütze ich das Anliegen absolut und finde es auch gut, dass auf den Widerspruch zwischen Öko-Tourismus und dem Großeinsatz von problematischen Chemikalien hingewiesen wird, aber diese gnadenlos in Wahrheitsverdrehung abdriftende selektive Darstellung finde ich reichlich daneben; zumal es eine Spezialität dieser Organistion ist.


Die Kleidung der Herren und Damen von Greenpeace sehen auch nicht gerade nach klassischem Ölzeug, Loden u.Ä. aus, sondern sind genauso "böse" Outdoorprodukte. Verlogener Haufen.

Das sehe ich nicht so. Mit ihrer Ausrüstung wollen sie ja gerade darauf hinweisen, dass es auch anders geht, ohne große Einschränkungen hinnehmen zu müssen. Zumindest, bis jemand auch da den Haken entdeckt :ignore:

Inkunabula
09.09.2015, 12:53
Das sehe ich nicht so. Mit ihrer Ausrüstung wollen sie ja gerade darauf hinweisen, dass es auch anders geht, ohne große Einschränkungen hinnehmen zu müssen. Zumindest, bis jemand auch da den Haken entdeckt :ignore:

Genau das ist ja NICHT der Fall. So wie ich die Klamottena uf den Fotos der "Forscher" sehe sind das ganz normale Outdoorprodukte. Selbst wenn das nicht TNF oder Patagonia ist bin ich mir sehr sicher, dass sie selbst zu der Verschmutzung beitragen mit ihren Klamotten.
Loden, Ölzeug und co wären ein gutes Signal, das die Typen von Greenpeace aber versäumt haben zu senden.

india
09.09.2015, 12:57
Genau das ist ja NICHT der Fall. So wie ich die Klamottena uf den Fotos der "Forscher" sehe sind das ganz normale Outdoorprodukte. Selbst wenn das nicht TNF oder Patagonia ist bin ich mir sehr sicher, dass sie selbst zu der Verschmutzung beitragen mit ihren Klamotten.
Loden, Ölzeug und co wären ein gutes Signal, das die Typen von Greenpeace aber versäumt haben zu senden.

Nur des Verständnisses halber - machst Du das selbst besser, oder richtest Du hier lediglich über andere?

TeilzeitAbenteurer
09.09.2015, 13:03
Mit Ölzeug steigt kein Mensch freiwillig auf einen Berg und Loden kann auch nicht alles, was eine Membranjacke kann. Sympatex (http://sympatex.com/de/membrane/20/oekologie) soll zum Beispiel eine funktionelle ohne die kritisierten ökologischen Nachteile sein. Wenn sie sich an das halten, was sie schreiben, dann sind sie mit derartigem Zeug unterwegs.

Herbstnebel
09.09.2015, 13:18
Es steht zumindest im Text der PDF-Datei über die Studie, dass sie mit PFT-freier Kleidung unterwegs waren.

Inkunabula
09.09.2015, 14:49
Nein, ich bin mit ganz "normaler" Outdoorkleidung unterwegs, prangere dafür aber auch nicht an, dass dadurch Verschmutzungen entstehen, das ist der Teil den ich kritisiere.
Was mich an derartigen Beiträgen von Greenpeace und Co so stört ist die Tatsache, dass Dinge angeprangert werden, die von denjenigen Personen selbst genutzt werden.
Selbst wenn in ihren Klamotten dieser konkrete Zusatz nicht enthalten ist, sind sicher andere Stoffe enthalten die Umweltschäden hervorrufen können. Nur sind diese unter Umständen noch nicht als solche bekannt.
NUR darauf bezog sich mein Kommentar des verlogenen Haufens.
Ähnliches Beispiel: die Personen, die im Gemeinderat meines Heiamtorts am meisten für Umweltschutz wettern fahren Audi A7, VW Touareg und Land Rover.

Bergzebra
09.09.2015, 15:27
Zitat aus der Greenpeace-PDF (http://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/s01761_greenpeace_chemie_natur_08092015.pdf)(Seite 6, unter Punkt 1.2 Die Greenpeace Expeditionen):
"Der Schnee durfte nicht von lokalen Quellen wie zum Beispiel Siedlungen, Skiaktivitäten, Wanderwegen, Tierhaltung, Industrie oder Verkehr beeinflusst worden sein.
Für die Wasserproben wurden Seen ausgewählt, die ebenfalls möglichst nicht von lokalen PFC-Quellen beeinflusst werden."

Als was ist dann Outdoor & Co. aufzufassen, als lokale Quelle?

Flachlandtiroler
09.09.2015, 15:37
Als was ist dann Outdoor & Co. aufzufassen, als lokale Quelle?
Siehe meinen Nachsatz (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/88819-Umweltvertr%C3%A4glichkeit-von-Outdoorkleidung?p=1433162&viewfull=1#post1433162):
Suggestiv:
Es wird für mich plakativ der Eindruck erweckt, man trage seine verschmutzende Jacke in die Natur... :bang:

Besonders pharisäerhaft erscheint mir, wo die überall in der Weltgeschichte hingeflogen (...) sind, um ihrem Geschäft nachzugehen -- mit Spenden gesponsorter Übersee-Trekkingurlaub?

Sachlich:
Es wird nicht näher darauf eingegangen, warum der Gefahrstoff bei der Produktion oder Entsorgung von Outdoor-Kleidung in die Umwelt gelangen sollte.
Der Gefahrstoff wird ja wohl auch großtechnisch für industrielle Zwecke (nicht textil) eingesetzt, ich gehe davon aus die Menge liegt dabei in ganz anderen Größenordnungen, Stichwort Teflon. (In der Fußnote steht: Es wurde angenommen, dass etwa die Hälfte für die Textilausrüstung eingesetzt wird. Quelle bund.net... Kommentar überflüssig)

TeilzeitAbenteurer
09.09.2015, 16:03
Es wird nicht näher darauf eingegangen, warum der Gefahrstoff bei der Produktion oder Entsorgung von Outdoor-Kleidung in die Umwelt gelangen sollte.
Der Gefahrstoff wird ja wohl auch großtechnisch für industrielle Zwecke (nicht textil) eingesetzt, ich gehe davon aus die Menge liegt dabei in ganz anderen Größenordnungen, Stichwort Teflon. (In der Fußnote steht: Es wurde angenommen, dass etwa die Hälfte für die Textilausrüstung eingesetzt wird. Quelle bund.net... Kommentar überflüssig)

Das ist ja der nächste Kracher: Patagonia wird explizit als Negativbeispiel aufgeführt, arbeitet aber laut eigener Aussage seit 15 Jahren nach Bluesign-Standards, was beinhaltet, dass das Chemiezeug, das in der Produktion eingesetzt wird, zumindest von dort nicht ins Abwasser gelangt. Sowas wird natürlich mit keinem Wort erwähnt :motz:

Gast180628
10.09.2015, 08:29
find ich nun keinen "kracher".
ist grundsätzlich ganz richtig, auf die schadstoffproblematik hinzuweisen, man sollte tatsächlich über andere konzepte nachdenken.
ULer z.B. gehen ja gerne in regenzeug ohne membran, kostet unter 10.-- und ist halt schnell hin (beschichtung ist mir unklar).

die grosse lücke der broschüre seh ich auch da, wo die nahegelegte feststellung, outdoorer trügen die schadstoffe dort hin, in ausdrücklicher form eben fehlt. die erwähnung von vergleichbaren werten in der antarktis könnte für und gegen diese sprechen. es ist halt nicht feststellbar, wie viele leute so durch die "entlegenen gegenden" laufen und es fehlt an gegensamples für "nicht-entlegene gegenden" und empirischer feststellung, ob mehr outdoorer höhere werte verursachen oder luftströme und die nähe zu produktionsstätten, an denen mit den materialien hantiert wird.

ronaldo
10.09.2015, 09:46
...Besonders pharisäerhaft erscheint mir, wo die überall in der Weltgeschichte hingeflogen (...) sind, um ihrem Geschäft nachzugehen -- mit Spenden gesponsorter Übersee-Trekkingurlaub?...

Da ist nix pharisäerhaft. Wenn man im Umweltschutz was (Leute) erreichen will, muss man schon Staub aufwirbeln und PR machen.
Willst du konsequent sein, müsstest du fordern, dass sie die diversen Konferenzen usw. per Pferdefuhrwerk oder zu Fuß aufsuchen.

Flachlandtiroler
10.09.2015, 09:56
Da ist nix pharisäerhaft. Wenn man im Umweltschutz was (Leute) erreichen will, muss man schon Staub aufwirbeln und PR machen.
Auf gut deutsch: Jedes Mittel ist recht.

Willst du konsequent sein, müsstest du fordern, dass sie die diversen Konferenzen usw. per Pferdefuhrwerk oder zu Fuß aufsuchen.
Wegen mir soll jeder nach seiner facon glücklich werden. Von mir aus kann er sich auch seinen Übersee-Trekkingurlaub von naiven Spendern finanzieren lasssen.
Wenn bei dem Artikel was zu fordern wäre, dann BEWEISE: Wo gelangt PFC aus oder für Outdoorkleidung in die Umwelt? Beim Hersteller? Während des Gebrauchs? :o Bei der Entsorgung?
Der kausale Zusammenhang beschränkt sich auf die statistische Aussage "wir finden überall PFC" und "in Outdoorkleidung ist auch welches drin". Ohne näheren Beweis eine schlichte Verleumdung IMHO.

ronaldo
10.09.2015, 10:35
Auf gut deutsch: Jedes Mittel ist recht...

Ganz bestimmt nicht.
Aber es ist zu einfach, mit dem Finger zu zeigen, pfui die Greenpeaceler fliegen ja selbst usw. usf.
Wir sollten schon die ganzen Zusammenhänge berücksichtigen. Wo wären wir heute, wenn der Verein nicht seit den 70ern ordentlich für Rabatz gesorgt hätte, ich verweise nur auf Walfang, Atomtests, Raubbau an den Urwäldern...
Dass hin und wieder mal übers Ziel hinausgeschossen wird, liegt in der Natur der Sache und - wenn ich das sagen darf - das sind ja auch nur Menschen.

JonasB
10.09.2015, 10:51
Greenpease hat mit der DETOX Kampagne sehr viel im Bereich der schädlichen Imprägnierungen geändert. Da waren eher Nike, Zara & Co die ersten Anlaufpunkte. Die Outdoorfirmen sind dann teilweise eher gezwungenermaßen nachgezogen.
Selbst wenn bei den Firmen der ökologische Faktor stimmt, hapert es nach wie vor an der Sozialen Seite. Patagonia, Fjäll Räven und auch einige Andere haben z.B. in meinen Augen unmögliche Arbeitsbedingungen. Die im Übrigen bei jeder Firma im Verhaltenskodex festgehalten sind und im Netz nachzulesen sind. Da kann sich jeder (der english versteht und sich durch die teilweise mehrere Dutzend Seiten langen Texte liest) eine eigene Meinung bilden, die eben oft ein ganz andere ist als das Marketing verspricht.


Die Kleidung der Herren und Damen von Greenpeace sehen auch nicht gerade nach klassischem Ölzeug, Loden u.Ä. aus, sondern sind genauso "böse" Outdoorprodukte. Verlogener Haufen.
Ist halt schwer wenn es schlicht keine Alternativen gibt. Selbst bei der Greenpeace Jacke, welche ohne FC- Imprägnierungen auskommt, sind FC Rückstände gefunden worden. Warum? Weil die Jacke im gleichen Werk hergestellt wird wie die Anderen.. und die Maschinen eben nicht 100%ig gereinigt werden (können)



Das ist ja der nächste Kracher: Patagonia wird explizit als Negativbeispiel aufgeführt, arbeitet aber laut eigener Aussage seit 15 Jahren nach Bluesign-Standards, was beinhaltet, dass das Chemiezeug, das in der Produktion eingesetzt wird, zumindest von dort nicht ins Abwasser gelangt. Sowas wird natürlich mit keinem Wort erwähnt :motz:
Damit schreibst du ja schon selber was das Problem ist. Selbst wenn die Chemie nicht vor Ort in das Abwasser gelangt wird sie trotzdem eingesetzt und findet sich eben auf dem Endprodukt, wo der Endkunde es fleißig mit der Haut aufnimmt oder in der heimischen Waschmaschine herauswäscht.
Die Öko Label sind nicht alles: http://www.ci-romero.de/gruenemode-siegel/

Bergzebra
10.09.2015, 11:06
Interessant am GP Bericht und der Homepageseite dazu ist, dass zwar inhaltlich über die Erzeugung dieser Schadstoffe durch die (Outdoor-)Industrie geschrieben wird, die Überschrift und die Bilder aber eher den Umstand suggerieren, Outdoorausrüstung + Mensch + draußen = Schadstoff.

Schlechtes Gewissen beim Kunden erzeugen um mehr Druck auf den Hersteller ausüben zu können?

Es wäre durchaus einmal interessant zu erfahren, wieviel PFC eigentlich freigesetzt wird beim Braten eines Steaks in einer teflonbeschichteten Pfanne (Teflon = PTFE).

Gast180628
10.09.2015, 11:51
zu der frage, man trage gifte nicht nur in den eigenen kleiderschrank, in den eigenen körper und in die wohnumgebung, sondern auch (warum ist das noch empörender? es ist doch grundsätzlich/qualitativ nur logisch?) in "entlegene gegenden", könnte "man" mal ne outdoorvogelscheuche irgendwo in den schnee stellen, wetter einwirken lassen und vorher/nachher messen (lassen). greenpeace wintertreffen?

Flachlandtiroler
10.09.2015, 12:27
IMHO macht gp sich da zunutze, dass der Konsument sowas gerne ziemlich schwarz-weiss dargestellt hat. "PFC ist böse und gehört verboten" ist einfach, kann man sich leicht merken.

Man kann nicht alle gefährlichen (aber auch nützlichen) Substanzen verbieten. Mancher Nutzen ist vielleicht nicht wichtig genug, so dass ein komplettes Verbot möglich ist. Andere muß man halt kontrollieren.

Diese Möglichkeit (Kontrolle statt Verbot) wird garnicht erst erwogen. Aus Rücksicht auf den einfach strukturierten Konsumenten? Es erscheint mir aber doch absolut naheliegend; schließlich bieten namhafte Hersteller doch die sachgerechte Entsorgung ihrer *tex Klamotten an. Die Herstellungsbedingungen ließen sich sicherlich auch kontrollieren usw. usf.

TeilzeitAbenteurer
10.09.2015, 14:35
Selbst wenn die Chemie nicht vor Ort in das Abwasser gelangt wird sie trotzdem eingesetzt und findet sich eben auf dem Endprodukt, wo der Endkunde es fleißig mit der Haut aufnimmt oder in der heimischen Waschmaschine herauswäscht.

Es gab vor einigen Jahren schon mal einen entsprechenden Artikel von Greenpeace und darauf auch ein Medienecho. Wenn ich mich recht entsinne, wurde da geschrieben, dass das Problem vor allem die Herstellung ist, weil vielfach die belasteten Abwässer ungefiltert entsorgt werden. Das fertige Produkt soll sowohl für den Träger, als auch für die Umwelt relativ unbedenklich sein. Daher rührt auch der Bluesign-Ansatz, dass bedenkliche Stoffe, wenn sich der Einsatz schon nicht vermeiden lässt, zumindest nicht in die Umwelt gelangen sollten. Über den Sinn kann man natürlich diskutieren, aber sowas gehört in dem Kontext zumindest mitbetrachtet.
Wie bereits erwähnt, stimme ich den Grundgedanken, der hinter der ganzen Aktion steht, durchaus überein. Ich erwarte auch nicht, dass Greenpeace vollkommen neutral auftritt, aber wenn man sich schon als große moralische Instanz aufschwingt, sollte zumindest fair bleiben. Wenn aber geschrieben wird

Die Ironie ist, dass für die Verunreinigungen Outdoor-Marken verantwortlich sind, die sich in der Werbung gerne als besonders naturverbunden darstellen
dann ist diese Formulierung nicht nur undifferenziert, sondern streng genommen schlicht und ergreifend inhaltlich falsch.
Da derartige Verzerrungen bei Greenpeace leider keine Ausnahme sind, sind sie als Informationsquelle meiner Meinung nach einfach nicht zu gebrauchen und taugen damit in meiner Welt auch nicht als die moralische Instanz, als die sie sich aufspielen.

immermuede
11.09.2015, 11:54
Greenpeace ist mMn. zur Öko-Bildzeitung verkommen, leider.

MyronGaines
29.09.2015, 22:59
Naja ... die Erfahrung lehrt: Sobald ein Stoff von den Ökos gebrandmarkt wird und folglich dem Konsumenten nicht mehr verkäuflich ist, wird ein neues Material gehypt, von dem man nur noch nicht weiss, was es für Nebenwirkungen hat :grins:

edit:
Das stört mich ein wenig an dem Artikel:
Es wird ja gezielt in Wandergebieten "analysiert", als ob bereits das Tragen der PTFE-haltigen Kleidung diesen "Schadstoff" verbreiten würde.
Tatsächlich wird ja wohl mangelnde Sorgfalt bei der chemischen Herstellung (und ggf. Verarbeitung) des Stoffes die wahre Quelle sein. Vielleicht kümmert man sich mal darum :roll:
Hier dürften aber die Emissionen aufgrund industrieller Nutzung das bisschen textile Nutzung um Größenordnungen übersteigen -- sonst sollte man vielleicht auch über eine Katalysatorpflicht für Benzinkocher nachdenken :roll:
Deponierung oder Entsorgung der Klamotten ist bei den einschlägigen Herstellern doch wohl gelöst.

Der Grund für die messbaren Verunreinigungen ist wohl tatsächlich das Tragen der Kleidung.
Zumindest würde die Übersicht der Messwerte je nach Region das nahe legen.
Es wurden in China und Russland die niedrigsten Werte gemessen, obwohl gerade China "großzügig" die Umwelt verschmutzt und einen großen Teil der Kleidung herstellt.
In der Schweiz wurden die höchsten Werte gemessen, was den Schluss nahelegt, dass hier die Touristen mit der Outdoorkleidung die Stoffe in die Natur tragen.
Hier der Link https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/s01761_greenpeace_chemie_natur_08092015.pdf

Was den Einwand bezüglich der Kleidung ihrer Mitarbeiter betrifft, stimme ich zu.
Vor Jahren wurde auch mal eine Greenpeacejacke geprüft. Diese hat ebenfalls Schadstoffe enthalten (wenn auch weniger als die meisten Marken).

Hier eine Studie die zeigt, dass einige Dioxine als Rückstände von Konservierungsmitteln für Kleidung im Klärschlamm und im Duschwasser enthalten sind.
http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.404.8011&rep=rep1&type=pdf

Ich überlege mittlerweile gar keine Outdoorkleidung mehr zu kaufen.
Ehrlich gesagt habe ich davon die Schnauze voll.
Dabei geht es mir auch weniger um die Umwelt (die wird durch ganz andere Dinge unnötig belastet).
Ich habe keine Lust Risiken einzugehen.
Wie oft liest man hier, dass ein neues Kleidungsstück merkwürdig gerochen hat (teilweise mehrere Wäschen lang)? Jeder kennt es auch selbst so, und das durchaus bei Premium Herstellern.
Ich denke man müsste richtig Druck auf die Hersteller auswirken.

entropie
07.10.2015, 03:08
Mal blöd gefragt, woher weiss ich denn ob ich sowas gekauft habe oder kaufe? Nur weils wasserdicht/abweisend ist?

JonasB
13.10.2015, 17:12
Mal blöd gefragt, woher weiss ich denn ob ich sowas gekauft habe oder kaufe? Nur weils wasserdicht/abweisend ist?

Was gekauft?

cast
13.10.2015, 22:29
Da gibt's ganz andere Probleme bei der Herstellung von Textilien für den Massenmarkt als einige Outdoorklamotten.

Christian J.
13.10.2015, 22:49
Outdoorklamotten sind doch Massenmarkt! Wenn North-Face-Klamotten auf dem Weihnachtsmarkt verboten wäre, käme man ganz schnell an den Glühweinstand.

TeilzeitAbenteurer
14.10.2015, 10:25
Mal blöd gefragt, woher weiss ich denn ob ich sowas gekauft habe oder kaufe? Nur weils wasserdicht/abweisend ist?

Problematisch sind wohl vor allem die wasserabweisenden Beschichtungen. Wenn Plastikzeug wasserabweisend ist und der Hersteller nicht explizit darauf hinweist, dass das Produkt frei von bösen Zutaten ist, kannst du in der Regel davon ausgehen, dass sie drin sind.

cast
14.10.2015, 11:26
Outdoorklamotten sind doch Massenmarkt!

Ich dachte eher an den weltweiten Markt.
Also die Umweltprobleme bei Jeans aus Ostasien oder Leder aus Indien/Pakistan, Baumwollanbau usw.

Das bisschen Outdoorkrempel ist da global gesehen vernachlässigbar, bzw. ist eher ein Luxusproblem in Deutschland.
Wenn die Leute auf dem Weihnachtsmarkt was vernüftiges UND kleidsames tragen würden gäbe es obige Probleme nicht.

Stephan Kiste
14.10.2015, 11:55
Wie man sieht alles eine Frage des maßstabs.
Letzten endes ist alles "schädlich".
Die Frage stellt sich doch mehr und mehr nach der
Gesammt Öko Bilanz.
Ob da jetzt ein Stoff drin ist, der ggf gefährlich ist, kommt
doch nur auf die Gesammtbilanz als tröpfchen oben drauf.
Gesammtheitlich betrachtet ist das meiste aus Erdöl,
da weis jeder was das macht, dann der Transport über
mehrere 10 000 km ( Schweröl bei Tankern etc)
bis hin zu dem natürlcihen Verschleis der Klamotten
( zB Problematik Micro Plastik (http://www.bund.net/mikroplastik) )
ist da ne ganze Kette an Umweltbelastenden Faktoren drann.
Besser siehts kaum bei natürlichen Materialien aus,
siehe Muleskin bei Merino zB.

Ich sehe es genau so, das der Impakt durch Outdoorklamotten global
eher gering ist, aber nicht zu verachten, da dort die neuesten Hightech
Chemikalien eingesetzt werden, die immer wieder abgefragt werden müssen.

Genauso ist der Impakt bei einer 2 Wöchigen trekking Tour
nicht gerade die Macht in Sachen Umweltverschmutzung,
da kommt eher der Faktor hinzu, das meist eher unbesiedelte Gebiete
kontaminiert werden und es dort auch viel offensichtlicher ist.
( Anreise, ok, ist ein Argument, aber in Urlaub fliegen viele sowiso,
ob zum trekken oder ins Al Inclusive)

Für mcih steht fest, der Impakt ist bei allen Klamotten
ähnlich und vor allem viel zu hoch, global gesehen.
Beispiel jeans: http://www.praxis-umweltbildung.de/dwnl/kleidung/info_jeans.pdf

Damit ist acuh die Frage der Wirtschaftlichkeit verbunden.
Wenn es billiger ist, die Klamotten durch die Gegend zu karren,
weil die Löhne so hundsmiserabel sind, dann wäre ein wichtiger Schritt,
das a) die Klamotten so viel Kosten müssen, das sich die Arbeiter diese
selber leisten könnten, b) die Hightechprodukte werfen so viel Gewinn ab,
das es Möglich wäre, die Arbeiter und Arbeitsbedingungen entsprechend
lebensfreundlich zu gestallten, c) wir hier in den Industrieländern
auch wieder fähig sein sollten, das was wir konsumieren, selber herzustellen.
( ja, geht, Sina Trinkwalder machts vor, respekt: https://www.manomama.de/ )

Für mich ist das eine Systemische Herausforderung,
die Wirtschaftlich wie Ökonomisch die bisherigen Systeme aushebeln,
bzw auf den Kopf stellen müsste.
Das geht in einem gewinnoptimierenden System schlichtweg nicht.

cast
14.10.2015, 14:04
Letzten endes ist alles "schädlich".

Die ersten Einwohner von Nordamerika haben schon einen merklichen Einfluß auf ihre Umgebung gehabt, lt. aktueller Forschung.
Das waren Steinzeitmenschen.
Also ist das sich Sorgen machen verständlich, aber sinnlos.
Der Mensch beeinflußt, egal was er tut seine Umwelt und wenn wir in geologischen Zeiträumen denken ist es marginal.

Der Glaube an die Notwendigkeit des festhalten des Ist-Zustands ist somit Unsinn und eben nicht mehr als Glaube.

Es ist völlig in Ordnung sich über gesündere Produktion von irgendwas Gedanken zu machen, aber andererseits auch müssig.
Das Ergebnis wird das gleiche bleiben.
Der Mensch beeinflußt seine Umgebung und zwar niemals positiv, wenn man als positiv die Umwelt nimmt bevor es den Homo sapiens in nennenswerter Stückzahl gab.

atlinblau
14.10.2015, 14:22
Der Mensch beeinflußt seine Umgebung und zwar niemals positiv, wenn man als positiv die Umwelt nimmt bevor es den Homo sapiens in nennenswerter Stückzahl gab.

Über die Folgen menschlichen Handelns kann man streiten, ist immer vom
Standpunkt abhängig...die Entdeckung
Amerikas wird da ja auch sehr unterschiedlich betrachtet.

Zur Energiewende habe ich zum Thema Klimaschutz mal folgendes Argument gelesen:

“ Da alles Technische ein Geschenk der Evolution ist, können Kraftwerke
der Natur nicht ernsthaft schaden.“

In diesem Sinne Outdoorbekleidung auch nicht.

Thomas

opa
14.10.2015, 15:25
Über die Folgen menschlichen Handelns kann man streiten, ist immer vom
Standpunkt abhängig...die Entdeckung
Amerikas wird da ja auch sehr unterschiedlich betrachtet.

Zur Energiewende habe ich zum Thema Klimaschutz mal folgendes Argument gelesen:

“ Da alles Technische ein Geschenk der Evolution ist, können Kraftwerke
der Natur nicht ernsthaft schaden.“

In diesem Sinne Outdoorbekleidung auch nicht.

Thomas

eigentümliches argument. stellt sich die Frage, ob die evolution üherhaupt in kategorien wie "geschenke verteilen" denkt - oder ob sie überhaupt denkt?:bg: damit kannst du alles rechtfertigen: waffen, atombomben, vw-skandal, syrien-konflikt: alles Geschenke der Evolution.

die technik geht halt schon zu lasten besthender lebensformen. wenn du versuchtst, die zu schützen, minderst du halt die chancen der lebensformen, die in der "warteschleife sitzen." auch wenn es zu lasten der insekten geht (die würden glaube ich den atomaren supergau auch überleben), finde ich es trotzdem löblich, zu versuchen, eben diesen supergau zu verhindern...

cast
14.10.2015, 16:45
Evolution ist immer try and error.

atlinblau
14.10.2015, 17:15
Evolution ist immer try and error.

...manchmal auch einfach nur Pech (denk mal an die Dinos).
oder zählen Meteoriteneinschläge auch zur Evolution?


Thomas

cast
14.10.2015, 17:24
Irgendwie schon, da die Jungs sich auf veränderte Lebensbedingungen nicht einstellen konnten.
Andere konnten das.
Massenaussterben gab es so einige in der Vergangheit und die Erde hat sich immer wieder erholt.
Das aussterben der Dinos an der Kreide-Tertiärgrenze war noch vergleichsweise harmlos.

ronaldo
14.10.2015, 17:32
...Das aussterben der Dinos an der Kreide-Tertiärgrenze war noch vergleichsweise harmlos.

... für die Betroffenen vmtl. weniger... ;-)

cast
14.10.2015, 17:49
Genau das ist das Problem.
Wen juckt es wenn die Menschheit ausstirbt, nur die betroffenen.

Deswegen ist es immer wieder seltsam, daß so getan wird als würde die Erde untergehen, wenn der Mensch eine Klimaveränderung bewirkt, oder Chemikalien in die Umwelt bringt die ihm das Überleben irgendwann unmöglich machen.
Einer der error Fälle der Evolution, mehr nicht.
Krokodile, Haie, ja selbst der Eisbär werden es überleben, von Insekten oder gar Pflanzen gar nicht zu reden, die haben schon ganz anderes geschafft.

ronaldo
14.10.2015, 17:53
Womöglich würdest du, wenn du Kinder hättest, das anders sehen? Schließlich kommt im menschlichen Genprogramm hinter Selbsterhaltung gleich das Weitergeben der Gene.

atlinblau
14.10.2015, 18:02
Genau das ist das Problem.
Wen juckt es wenn die Menschheit ausstirbt, nur die betroffenen.


Wusste ich doch, dass dich der Ansatz begeistert...:bg::bg::bg:





Thomas

berlinbyebye
14.10.2015, 18:05
Ich zumindest hatte gar nicht gewusst, dass diese Klamotten so bedenklich sind. Da gehe ich einfach mal davon aus, dass es noch eine sehr große Anzahl anderer gibt, denen es auch so geht.

cast
14.10.2015, 18:10
und ?

ob sie tatsächlich so bedenklich sind? Nur weil GP das behauptet?


Wusste ich doch, dass dich der Ansatz begeistert..

Als Geologe siehst du klimatische/geologische Entwicklungen entspannter.


Womöglich würdest du, wenn du Kinder hättest, das anders sehen? Schließlich kommt im menschlichen Genprogramm hinter Selbsterhaltung gleich das Weitergeben der Gene.

Ja, nur so funktioniert Evolution.
und wenn der homo sapiens nicht in der Lage ist sich anzupassen verschwindet er, das hat mit Kindern nichts zu tun.

Ich sage ja nicht, nur so weiter, alles egal. Warum nicht demnächst E-Autos oder was weiss ich fahren.
Das ganze Programm Mensch steht auf einem ständigen Prüfstand der Evolution und die erkennt alle illegalen Programme und sondert sie aus, egal was der programierer versucht.
Da das die meisten Menschen nicht aushalten gibts Religion, die machts einfacher.

opa
14.10.2015, 18:25
und ?

ob sie tatsächlich so bedenklich sind? Nur weil GP das behauptet?



Als Geologe siehst du klimatische/geologische Entwicklungen entspannter.



Ja, nur so funktioniert Evolution.
und wenn der homo sapiens nicht in der Lage ist sich anzupassen verschwindet er, das hat mit Kindern nichts zu tun.

Ich sage ja nicht, nur so weiter, alles egal. Warum nicht demnächst E-Autos oder was weiss ich fahren.
Das ganze Programm Mensch steht auf einem ständigen Prüfstand der Evolution und die erkennt alle illegalen Programme und sondert sie aus, egal was der programierer versucht.
Da das die meisten Menschen nicht aushalten gibts Religion, die machts einfacher.

nachdem, was ich hier von dir sonst so gelesen habe, erfüllt es mich mit ziemlichen unbehagen, dir zustimmen zu müssen, aber gelegentlich kommt man um solche peinlichkeiten nicht drumrum.:bg:
stellt sich halt schon die frage, ob es sich lohnt, das irgendwann sicherlich erfolgende aussterben der menschheit (und anderer aktuell existierenden spezies) ein wenig nach hinten zu verschieben. ich denke, einen versuch ist es schon wert...

cast
14.10.2015, 18:36
Wem soll das helfen?

Dadurch sterben noch mehr andere Arten aus mdie das nur tun, weil wir unser hiersein verlängern wollen.

opa
14.10.2015, 18:42
Wem soll das helfen?



gute frage. einigen generationen unserer nachfahren vielleicht, die dann noch nicht ausgestorben sind. oder etlichen generationen vorher, dass sich das leben dann insgesamt noch angenehmer gestaltet.

cast
14.10.2015, 18:48
Frag mal die Fische, die wir durch ständige Überfischung langsam aber sicher ausrotten. Um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Natürlich wird sich der Mensch was überlegen um höheren Wasserständen zu begegnen, oder Nahrungsmittelengpässe zu bewältigen usw.
Ist ja okay, nur wäre ein "sozial verträgliches ableben" dieser Spezies irgendwann einmal wahrscheinlich die beste Lösung für die Umwelt.
Aber mit Sicherheit sorgt die Evolution dann für einen adäquaten Nachfolger und der gleiche Unsinn beginnt von vorn.:bg:

Deswegen nicht alles so verbissen sehen wie das GP, Peta und wer weiss ich noch so alles so tut.

berlinbyebye
14.10.2015, 18:52
und ?

ob sie tatsächlich so bedenklich sind? Nur weil GP das behauptet?

Bedenklich im Sinne von "zumindest mal darüber nachdenken" wohl schon.

cast
14.10.2015, 20:52
Das Thema ist fast so alt wie die Textilien selber, wird nur dann und wann immer wieder hochgespült.

ronaldo
15.10.2015, 09:35
...Ich sage ja nicht, nur so weiter, alles egal...

Weiß ich. Nur können deine Aussagen leider so verstanden werden - das halte ich für gefährlich.

Stephan Kiste
15.10.2015, 10:01
Das ganze hat ja mehrere Ebenen.
Klar kann man nicht die Welt retten...
Leben wie vor 1000 Jahren ...
aber, wir zeichnen uns dadurch aus, bewusst handeln zu können
und eine sehr große Bandbreite an Möglichkeiten zu haben.
Also die Information ist da (wir verschlechtern unseren Lebensraum
Langfristig) und die Möglichkeit etwas zu ändern,
Warum tun wir es nicht einfach?
Weil es nicht einfach ist?
Ich glaube das Stammhirn hat noch
so viel einfluss, das bei elementaren
Bedürftnissen die Ratio untergeordnet wird.
Sollte es so sein,können wir uns lange
Gedanken machen, im zweifel sind wir dann doch wieder "Tiere".

cast
15.10.2015, 10:10
aber, wir zeichnen uns dadurch aus, bewusst handeln zu können
und eine sehr große Bandbreite an Möglichkeiten zu haben.

So lange die Überbevölkerung immer weiter zunimmt bleiben uns keine Möglichkeiten.

Das größte Problem ist und bleibt die Überbevölkerung. Das natürliche Korrektiv durch Krankheiten und Seuchen funktioniert nicht mehr, also fröhlich weiter in den Untergang.

Vegareve
15.10.2015, 12:04
Bitte bleibt beim Thema "Outdoorbekleidung" :gosche:

Goettergatte
21.10.2015, 08:41
Vielleicht kann Ronaldo, wenn er Quellen dazu hat, mal was schreiben, zur Umweltbelastung von Gewerbevierteln der Textil und lederverarbeitung des Mittelalters und Frühen Neuzeit,
wenn dann noch jemand das Ganze auf die heutige Bevölkerungsdichte hochrechnet ... ;-)

OK, ich gebe zu, die Klärung natürlicher Betriebsabwässer dürfte heute wohl leichter sein, als die chemisch belasteten, aber könnte man den Bedarf von heute mit den Mitteln von damals decken?

cast
21.10.2015, 15:07
auch wenn vega wieder mal ne Diskussion abgewürgt hat.
Wenn es interessiert. Gestern auf arte.

http://www.arte.tv/guide/de/051620-000/giftiges-leder

http://www.arte.tv/guide/de/plus7/?em=051619-000

Da werden auch genügend Outdoorklamotten hergestellt.

Vegareve
21.10.2015, 15:14
[OT]auch wenn vega wieder mal ne Diskussion abgewürgt hat.
.

Diskussionen über Weltbevölkerungsreduktion durch Seuchen oder Krieg kannst Du gern irgendwoanders führen.

cast
21.10.2015, 15:17
http://northfacedeathtraps.com/

Ich glaube, mit Verlaub, daß du nicht verstanden hast wohin all das führt und daß man Outdoorklamotten davon nicht separat diskutieren kann.

über deine Moderationsstil schreib ich dir mal bei Gelegenheit eine PN oder auch nicht.

MyronGaines
23.10.2015, 18:27
Das wundert mich, dass ihr euch solche Sorgen um die Umwelt macht.
In der Gesamtbilanz kann man die Spuren glaube ich durchaus vernachlässigen.
Man könnte an anderen Stellen viel eher ansetzen.

Macht ihr euch gar keine Sorgen über den Einfluss der Giftstoffe auf euch selbst?

Das wäre doch die primäre, wenn auch egoistische Sorge.

cast
23.10.2015, 19:20
Das ist nicht mal halb so problematisch wie du glaubst, man trägt eine Goretex ja nicht direkt auf der Haut.
Im übrigen lohnt es sich generell neue Kleidung vor dem ersten tragen zumindest einmal durch die Waschmaschine zu schicken.

Vegareve
23.10.2015, 22:37
Macht ihr euch gar keine Sorgen über den Einfluss der Giftstoffe auf euch selbst?

Das wäre doch die primäre, wenn auch egoistische Sorge.

In den Artikeln wird auch mehr oder weniger klar erklärt, dass sich diese Gifte nicht durch Kontakt übertragen.

Bassmeister
20.01.2016, 21:10
Vielleicht sind es auch hier wieder ganz einfache Fragen, die als Lösungsansätze dienen könnten:

# Muß es wirklich unbedingt die allerneueste und schickste Jacke sein?

# vielleicht sogar nur, weil die Farbe gerade out ist?

# rechtfertigen 20 g Gewicht weniger eine Neuanschaffung?

--> vielleicht tut sie es ja bei pfleglicher Behandlung ein paar Jahre länger

# ist vielleicht auch hier "Teilen statt Besitzen" eine Idee
(nicht gerade bei der Funktionsunterwäsche, aber dein Zelt ist vermutlich auch nicht aus Baumwolle ;-) )

damit wäre auch der "Neid-Faktor" ("Mein Freund hat das, also brauch ich das auch) weitgehend ausgeschaltet.
Gibt es schon einen "Outdoor-Kleiderkreisel"?


P.S. ich habe tatsächlich jemanden gefunden, die mir in meine schöne grüne Wetterjacke fachgerecht einen neuen Reißverschluss einnähen wird!

Fossil
26.01.2016, 08:44
Sind hier zwar eh alle der Meinung, dass das bisschen Fluor-Chemie in Outdoorzeugs keinesfalls relevante Auswirkungen auf Natur oder Gesundheit haben kann, ich verlinke den aktuellen Test (https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/greenpeace_outdoor_report_01_2016_21.pdf) trotzdem.

JonasB
26.01.2016, 11:43
Sind hier zwar eh alle der Meinung, dass das bisschen Fluor-Chemie in Outdoorzeugs keinesfalls relevante Auswirkungen auf Natur oder Gesundheit haben kann
Echt?
Oje, dann bedarf es aber noch RIESIGER Aufklärungsarbeit.

Die aktuelle Berichterstattung in den Medien bzgl. Greenpeace und PFC ist ja schon wieder teilweise Blödsinn; auf Funkhaus Europa wurde gestern gesagt: "Als Alternative für PFC wäre Polyester geeignet" :shock:

Fossil
26.01.2016, 13:43
Die aktuelle Berichterstattung in den Medien bzgl. Greenpeace und PFC ist ja schon wieder teilweise Blödsinn; auf Funkhaus Europa wurde gestern gesagt: "Als Alternative für PFC wäre Polyester geeignet" :shock:

Meine Schwester heißt Polyester,
die lutscht nun schon bald neun Jahre
immer den selben gelben Anorak.
Das ist eben Spitzenware!
Meine Schwester ist Polyfluortester,
die Polytetrafluorethylen!

Dogmann
26.01.2016, 16:15
Ich muss sagen so generel habe ich da noch gar kein Augenmerk drauf gelegt,aber man fängt doch an sich Gedanken zu machen wenn man das in den Medien so mit kriegt!Allerdings erwartet hätte ich das so nicht!

Hawe
28.01.2016, 11:52
...

Die aktuelle Berichterstattung in den Medien bzgl. Greenpeace und PFC ist ja schon wieder teilweise Blödsinn; auf Funkhaus Europa wurde gestern gesagt: "Als Alternative für PFC wäre Polyester geeignet" :shock:
Das ist die übliche Masche von Greenpeace - zu Zeiten der outdoor-Messen mal wieder daran erinnern, dass es sie auch noch gibt. Sonst hört man ja nix mehr von ihnen... und was gibt es Besseres als solche Aktionen, blind weiterverbreitet, um Spender zu finden...
Toll, dass die Medien dann immer so darauf abfahren - und ohne mal nachzudenken oder sich zu informieren die Pressetexte wörtlich übernehmen. Ich habe mich auch schlapp gelacht, dass Polyester die Alternative für PFC sei...

Klar ist es grundsätzlich richtig, dass auf Missstände aufmerksam gemacht wird. Aber da müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen: WIR sind es doch (und all die Normalos mit der Expedtionsklamotte fürs Gassigehen) die absolute Wasserdichte, mit wasserabperlender Aussenschicht, haben wollen... Wer glaubt, man bekäme Wirkungen ohne Nebenwirkungen, der muss ein wenig naiv sein... Dass es da erst einer Marketingaktion von Greenpeace bedarf, um uns da ans Denken zu bekommen... Einfach mal ne Runde weniger konsumieren und vor dem Konsum nachdenken hilft auch

Hawe

Fossil
28.01.2016, 17:50
Das ist die übliche Masche von Greenpeace ... Sonst hört man ja nix mehr von ihnen...
Hawe
Ersetzte "man durch "ich", dann stimmt deine Aussage vielleicht. Dass du nichts von ihnen hörst, liegt nicht daran, dass sie nichts unternehmen, sondern daran, dass "deine" Medien nichts darüber berichten. Dem zufolge ist es für Greenpeace dann sogar notwendig solches Marketing zu betreiben.

Hawe
28.01.2016, 18:10
... dass "deine" Medien nichts darüber berichten. Dem zufolge ist es für Greenpeace dann sogar notwendig solches Marketing zu betreiben.Sage ich ja... In den auch von mir zwangsfinanzierten Medien (das sind dann aber trotzdem noch nicht Meine) habe ich schon länger nix gehört...
Hawe

mitreisender
28.01.2016, 18:13
Sage ich ja... In den auch von mir zwangsfinanzierten Medien (das sind dann aber trotzdem noch nicht Meine) habe ich schon länger nix gehört...
Hawe

Du finanzierst so einiges per "Zwang" und es ist nicht Deins. Als da wären der Bundestag, die Polizei, Gerichte, Krankenkassen usw usw. Auch Privatfernsehen ist per Gebühr finanziert. Nennt sich Werbung und ein Produkt der Unternehmensketten erwischst Du immer.

Fossil
28.01.2016, 22:32
... das sind dann aber trotzdem noch nicht Meine... Hawe

"Deine" im Sinne von "die, die du dich geruhst zu nutzen". "Man" könnte natürlich auch ab und zu greenpeace.de anklicken, wenn "man" wissen wolte, was die so tun. Sich auf die öffentlich-rechtlichen zu verlassen, macht wirklich nur Sinn, wenn man unbedingt was für seine Gebühren bekommen will.

cast
30.01.2016, 23:51
Und was soll ich mit greenpeace?
Die suchen sich in erster Linie Themen die Spendengelder bringen. Da wissen sie genau wie man die in den Medien plaziert. Hier scheint es nicht so wichtig zu sein.
Im übrigen erinnert mich die Diskussion um PFC irgendwie an die schädliche Wurst oder Acrylamid.....

atlinblau
31.01.2016, 19:18
Stimmt, GP ist nach außen vorwiegend als Medienunternehmen sichtbar. Ohne gute
Bilder gibt es keine Spendengelder.
ABER...ohne Medienmacht kein "Zittern" der kritisierten Unternehmen bzw. Technologien
bzw. keine kritische Betrachtung.
Ohne Spendengelder auch keine Mittel um juristisch den Unternehmen paroli bieten zu können
oder neue Technologien anzuschieben.
Beispiel erster FCKW-freier Kühlschrankklick!!! (https://www.greenpeace.de/themen/klimawandel/klimaschutz/der-greenfreeze-geschichte-eines-siegeszugs-0).
Ohne Spendengelder auch keine Mittel für von der Wirtschaft unabhängige Studien.
Beispiel Quecksilber...klack!!! (http://www.greenpeace.de/files/publications/studie-quecksilber-kalberlahjennrich-20150526.pdf)
Es ist jeder Gesellschaft von Vorteil auch auf seine Kritiker zu hören, nur alleine kann ich meine
Kritik nicht in die Öffentlichkeit bringen. Ich arbeite daher mit GP seit Jahren gerne zusammen.

wuggi
05.02.2016, 23:53
....
P.S. ich habe tatsächlich jemanden gefunden, die mir in meine schöne grüne Wetterjacke fachgerecht einen neuen Reißverschluss einnähen wird!

Es gibt sogar Läden, die einzelne Zähne vom Reißverschluss austauschen/neu einsetzen.
Nur mal so am Rande erwähnt....