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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Winterschlafsack sebst herstellen



dahardy
27.08.2015, 09:55
Hallo, möchte gerne einen Winterschlafsack selbst herstellen. Gibt es dazu ein paar passende Anleitung im Internet ? Ich habe Dr. Google schon gefragt leider finde ich nicht allzuviel. Mir geht es darum eine Schlafsack zu "schneidern" der eine Komforttemperatur von ca -10°C haben soll, evtl. -15°C.

Auf was muss ich da alles aufpassen ?

Kammern ?
Daunenfüllung ?
Aussenmaterial ?
Innenmaterial ?
Kaputze ?

Vielen Dank schon mal für ein paar Tipps.

derray
27.08.2015, 10:23
Hallo!

Such mal nach MYOG Quilt. Quilts werden häufiger selbst genäht, weil die Konstruktion weitaus einfacher ist. Grudsätzliche Infos zu Material, Kammerkonstruktion, Daunenmenge lassen sich aber auch auf Schlafsäcke anwenden. Gute Anlaufplätze für solche Suchen sind unser MYOG-Forum (https://www.outdoorseiten.net/forum/forumdisplay.php/236-Schlafs%C3%A4cke-Co), unser Wiki (https://www.outdoorseiten.net/wiki/Daunen_Quilt), das Ultraleicht Trekking Forum (http://www.ultraleicht-trekking.com/forum/forum/48-myog-make-your-own-gear/) und Backpackinglight (http://www.backpackinglight.com/cgi-bin/backpackinglight/forums/display_forum.html?forum=38) (englisch).

Ein wichtiger Unterschied in der Planung zwischen Schlafsack und Quilt ist die Lofthöhe. Beim Schlafsack werden immer zwei Lagen gemessen, Vorder- und Rückseite. Beim Quilt nur eine. Ein Quilt hat also bei halber Lofthöhe das gleiche Isolationsvermögen.

Viel Spass beim Basteln!
mfg
der Ray

Schmusebaerchen
30.08.2015, 12:10
Das ist von dir viel zu allgemein formuliert, um darauf antworten zu können.

Deswegen auch eine allgemeine Antwort:
- Du sparst preislich nichts
- Es ist mega viel Aufwand und viel viel schwerer, als ein Quilt. Näherfahrung ist dringend angeraten.
- Material gibt es bei www.Extremtextil.de und www.shelby.fi

Kammern hängt von deinem Können und vom Einsatzzweck ab. Durchgesteppt (am einfachsten) fällt bei -10°C flach. V braucht sehr viel mehr Trennstegmaterial. Bleibt H oder Trapez übrig.

Daunenfüllung kommt darauf an, was du bekommst. Die Menge musst du dir berechnen. CUIN ( inch³/oz) in cm³/g oder liter/g umrechnen. Volumen des Schlafsacks ausrechnen mit Reserve(10-20%). Siehe unser Wiki zur Berechnung.

Außenmaterial hängt von deinen Wünschen ab: Gewicht, Spritzwasserfest, Farbe, Kosten. Nur "daunendicht" sollte es in jedem Fall sein. Ich habe Nylon Tafetta von Extremtextil genommen und bin zufrieden.
Innenmaterial das gleiche. Ich empfehle eine dunkle Farbe, so kannst du früh den Schlafsack auf links drehen und er trocknet in der Sonne schneller.
Kammertrennstoff: Moskitonetz, leicht und günstig

Kapuze musst du selbst wissen. Bei -10°C geht es noch mit Mütze. Einmummeln in den Schlafsack bei -15°C wird dann schwierig.

dahardy
01.09.2015, 14:22
Puh , wahrscheinlich hast du recht. Das das selbst herstellen viel zu aufwendig wird. Ich habe im Moment eine Mountain Equipment Classic 500. der geht bis .ca. -5°C dann wird`s kritisch. Wenn ich den noch in eine Biwaksack (PIEPS) steckt und ski Untersäsche anziehe und in einem Zelt Schalfe auf wieviel Grad Minus könnte ich dann maximal kommen ?

fw2
16.09.2015, 02:13
Ich hoffe, nach 2 Wochen ist eine Antwort noch erlaubt.


Wenn ich den noch in eine Biwaksack (PIEPS) steckt und ski Untersäsche anziehe und in einem Zelt schlafe auf wieviel Grad Minus könnte ich dann maximal kommen ?

Da der PIEPS winddicht und mit Silberbeschichtung weniger atmungsaktiv ist, könntest Du maximal 5° Wärmeleistung gewinnen. Das wird aber ohne VBL nur ein oder zwei Nächte lang gut gehen, da die Daune und damit auch die Wärmeleistung unter der zurückgehaltenen Feuchtigkeit (Schweiß etc) leiden wird.

Preiswerter als eine komplette Neuanschaffung eines Winterschlafsackes wäre evtl. ein Überquilt. Der ist zwar ein Gewichtsmalus, dafür aber auch als Sommer- oder je nach Konstruktion 3 Jahreszeitenquilt verwendbar.