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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welches mit dem Zug erreichbare Alpengebiet?



ChiliPalmer
16.07.2015, 00:47
Hallo zusammen,

nach vielen Stunden mit Forums-Suchen, Google Maps und vielen Fotos kann ich mich noch immer einfach nicht entscheiden, und da frage ich einfach mal nach.

Ich habe vor im August für etwa 5 Tage in den Alpen mit dem Zelt wandern zu gehen. In den Alpen war ich zuletzt als Kleinkind, kenne mich also selbst gar nicht aus. Dabei bin ich generell auf nichts festgelegt, will aber diese Rahmenbedingungen einhalten:

Das Gebiet muss unbedingt mit dem Zug gut erreichbar sein. Es muss also für Ankunft und Abfahrt einen Bahnhof geben, mit dem man möglichst gut zum ICE Netz kommt.
Ich habe kein Interesse, auf Berge zu besteigen, will sie aber sehen. Ich will mich bei den Wegen an die Täler halten, echtes "Alpenfeeling" mit einem schönen Bergpanorama wäre aber toll. Etwas in der Richtung meine ich damit. (https://www.google.com/maps/views/view/115927332125360361673/gphoto/5772582922966639362)
An Hüttenwandern bin ich gar nicht interessiert und will mich eher an kleine, wilde Pfade mit möglichst eher wenig Menschen halten.


Bisher bin ich dabei auf diese Gebiete gekommen:

Alpenpark Karwendel direkt nördlich von Innsbruck
Brandenberger Alpen
Die Gegend rund um das Kaisergebirge
Allgäuer Alpen bei Oberstdorf
Glarner Alpen
Tessin nördlich von Locarno


Kann mir jemand vielleicht einen Rat geben, welches Gebiet das schönste wäre, gut zu meinen Bedingungen passt, und vielleicht auch eher "ungefährlich" ist, wenn man nicht für jede Nacht einen Campingplatz findet? Wäre super.

fcelch
16.07.2015, 08:35
Allgäuer Alpen sind prima. Ab Oberstdorfer Bahnhof eine MENGE autofreier Täler.

Nachteile bei Talwanderungen:
1. Meist sind die Täler schnell zu ende
2. Viele Mountenbiker und ältere die es nicht mehr auf die Berge schaffen
3. Im Tal meist Alpen oder Ausfluglokale.....also nicht einsam
4. Auch im Tal gehts in den Alpen oft bergauf

Ich habe einiges vom Lechtalweg gehört. Von der Quelle bei Lech bis Füssen. Das könnte was sein für dich. Auto in Füssen parken und in 3 h mit dem Bus zum Ausgangspunkt.

Gruss
Fcelch

qwertzui
16.07.2015, 10:56
Fcelch hat außer dem Ratschlag mit dem Auto in Füssen zu parken (Füssen hat einen Bahnhof und eine Zugverbindung nach München) völlig recht. Schmale einsame Pfade trifft man in schöner Landschaft eher weiter oben. Die Aussicht ist von oben auch besser.
Gut geeignet für Deine Zwecke wäre auch die Gegend um Schliersee und Tegernsee. Zwar im August gara tiert nicht einsam, aber gut zu erreichen und sehr schön.

Tie_Fish
16.07.2015, 11:34
Interlaken wird auch gut von Deutschland aus angefahren, also hier z.B. direkt von Hannover/Hildesheim/Kassel/Fulda usw.

Dann ein paar Touren raussuchen, die User Becks hier vorgeschlagen hat, z.B. hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/87762-Alpenüberquerung-Variantensuche)

Becks
16.07.2015, 11:52
Wenn ÖV und Berge kombiniert werden soll ist eigentlich die Schweiz ideal. Eventuell solltest Du schon für die 5 Tage ein Halbtax kaufen, man bekommt damit auf Bus, Bahn und auch Bergbahnen Rabbat. Das ist aber abhängig davon ob Du stationär an einen Ort willst und von dort aus dann Wanderugen in verschiedene Richtungen starten willst oder ob Du die 5 Tage herumreisen und dann an verschiedenen Orten Touren unternehmen willst.

Zu Touren (aus verschiedenenen Gegenden), da hätte ich so spontan als Ideen:

- Zermatt bietet schon online einiges an Auswahl: http://www.zermatt.ch/Media/Wanderungen-Touren-planen
Der Höhbalmweg ist aussichtsreich, den würde ich ev. mit einer Übernachtung in der Schönbielhütte erweitern
Die Ecke östlich Zermatts (Pfulwe, Berghaus Flue) kann per Bahn erreicht werden und bietet eine tolle Aussicht
Die Ecke ist kombinierbar mit Saas Fee und dort würde ich mal nach Hochsaas rauf, runter zur Mittelstation und ab dort mit einem Trolly zurück nach Saas Grund. Auch sehr schön ist per Bus zum Mattmarksee und dann den Pfad zum Schwarzberggletscher rauf und/oder das Schwarzberghorn hochlaufen.
Ein Rundweg in Saas Fee ist auch schön, kombinierbar (was sich lohnt) mit einer Wanderung ab Kabinenbahn zur Britanniahütte

Wenn das nicht reicht kann man nach Leuk, mit der Bahn hoch und geht dann den Gemmipass nach Norden und runter nach Kandersteg (Bahn). Von Kandersteg aus lohnt sich ein Ausflug ins Gasterntal oder hoch zum Oeschinensee (Bergbahn).


Glarner Berge:
Hier ist mehr Fussarbeit gefragt, es hat weniger Bahnen. Sehr hübsch finde ich:

Vom Klausenpass ausgehend etwas herumwandern (kurze Tagestouren)
Von Urnerboden aus per Bahn hoch zum Fisettengrat und zur Claridenhütte. EV. (wenn man es sich zutraut) am nächsten Tag Wechsel zur Fridolinshütte und am dritten Tag dan runter nach Linthal (per Taxi ab Hinter Sand wenn einem der Fussweg zu lang ist)

Ins Muothathal, da nach Süden, Per Bahn hoch und zur Glattalphütte. Hier dann übernachten und an dem Tag und am nächsten Tag die Glattalp und umliegende Gegend abklappern. Am zweiten Tag ev. von der Hütte aus nach Nordost zum Klöntalsee wandern.



Urner: Von Bristen (region Gotthard) zur Etzlihütte, am nächsten Tag Wechsel zur Treschhütte und am dritten Tag Abstieg. Dann Wechsel, per Bus nach Erstfeld, hoch zur Kröntenhütte, ev. auf den Oberseemandli und wieder runter nach ERstfeld


Greina:
Mit Bahn/Bus nach Curaglia am Lukmanier. Aufstieg zur Medelhütte. Am zweiten Tag nach Osten hinunter und durch das Val Sumvitg zur Cab. Terri. Am dritten Tag nach Süden zur Motterasciohütte. Am vierten Tag zur Scalettehütte entlang der Greinaebene und am fünften Tag nach Campo und per Bus zurück nach Disentis.

Becks
16.07.2015, 12:01
Soll es jetzt eher im Tal sein mit Häuseer angucken und einen Blick auf die Berge ist eventuell Bergün -> Albulapass -> La Punt interessant, insbesondere wenn man den Rückweg per Bahn durchführt (Albulalinie).

Will man das Ganze um ein paar Tage strecken kann man per Bus bis zum Flüelapass bzw. etwas weiter nach Süden, dann zur Grialetschhütte und dort schlafen. Am nächsten Tag dann in Richtung Dürrboden (welcher ebenfalls ab Davos per Bus erreichbar ist -> 1 Tag weniger) und von dort zur Keschhütte. Danach dann von der Kesch runter nach Bergün und weiter nach Süden.

Becks
16.07.2015, 12:06
Noch eine Talroute:

Bis nach Thusis. Von hier die Viamalaschlucht entlang nach Zillis und weiter entweder am Talboden oder über einen der Wege etwas weiter oben am Hang über Roflaschlucht, Sufers, Splügen bis Hinterrhein. Will man verlängern biegt man in Splügen nach Norden ab und geht über den Safierberg weiter nach Norden in das Safiental. Beim Turahus ist die Bushhaltestelle und eine Unterkunft.

Tie_Fish
16.07.2015, 12:11
Noch eine Talroute:

Bis nach Thusis. Von hier die Viamalaschlucht entlang nach Zillis und weiter entweder am Talboden oder über einen der Wege etwas weiter oben am Hang über Roflaschlucht, Sufers, Splügen bis Hinterrhein. Will man verlängern biegt man in Splügen nach Norden ab und geht über den Safierberg weiter nach Norden in das Safiental. Beim Turahus ist die Bushhaltestelle und eine Unterkunft.

@Becks, schonmal drüber nachgedacht, einen Wanderführer rauszubringen :bg:

Becks
16.07.2015, 13:11
Das lohnt sich nicht, ich kenne die Bedingungen der Verlage - und das willste nicht machen. :bg:

ich überlege mir da lieber welche Ecken besonders hübsch waren und schau dann auf der Onlinekarte was man geschickt zusammenpacken kann. Und nebenbei fahre ich dann auf der Heimreise von den Bergen auch gerne einmal ein paar Nebenstrecken ab wenn es zeitlich drin ist und schaue nach was denn so herum steht.

Die alte Viamalastrecke z.B. zusammen mit der Roflaschlucht ist so eine Strecke die ich mir gezielt mal angesehen habe und ich habe es nicht bereut.

Wenn der TO jetzt noch weitere Infos gibt (z.B. mit Hüttenübernachtung, Rundreise oder Mehrtagestouren vs. Tagestouren von einem Punkt aus, Schlafen im Zelt/Restaurant/Hotel/Biwak) kann mn noch mehr dazupacken.

Ich hätte noch Ideen beim Walensee (Murgtal und weiter nach Osten R. Pizol), bei Brienz kann man schön die Seen entlang (Hasliberg und Co), Splügenpass ist eine Reise ebenso wert wie Grimsel und eigentlich sollte man auch mal zur Gspaltenhornhütte und da den Weg wieder runter bei dem man freien Blick auf Eiger und Co hat.

cane
16.07.2015, 17:16
Tolle Infos, den Topic abonniere ich mal :)

mfg
cane

ChiliPalmer
19.07.2015, 13:35
Hi zusammen,

vielen Dank für die vielen tollen Infos, besonders auch an Beck.

Und ja, ich hätte weitere Infos geben können/sollen:
Es sollen keine Tagestouren von einer Basissation aus sein. Mein Ziel war es, an einem Bahnhof auszusteigen, und von dort ohne andere Verkehrsmittel zum Abfahrtsbahnhof zu laufen. Das könnte natürlich auch wieder der gleiche Bahnhof sein, muss es aber sicher nicht.
Was die Übernachtungen angeht möchte ich eigentlich Hütten und Hotels vermeiden. Mein Wunsch wäre es, soweit möglich Campingplätze zu nutzen, und ansonsten eben Zelten oder Biwaks.
Noch etwas zu mir: Ich bin jung und fit genug um mir auch entsprechend bergige Strecken zuzutrauen, aber ich bin einfach eher ein Fan von Wäldern und Flüssen als von kahlen Hochebenen. Ich wollte mich also primär wegen der Optik eher an die Täler halten :) Dabei dann auch durch Orte zu laufen ist definitiv nichts verkehrtes. Solange man dann nicht nur an Straßen lang läuft, dafür kann ich auch in die Eifel ;)

Die nördlichen Brandenberger- und Allgäuer Alpen werde ich mir dann nochmal etwas genauer ansehen.

Besonders gefällt mir im Moment die letzte von Becks vorgeschlagene Strecke. Im Moment würde ich mir das so vorstellen:
Mit der Bahn nach Thusis, von da durch die Viamalaschlucht nach Splügen, über den Safierberg und dann durchs Tal nach Norden, bis ich nicht mehr kann/will und in den Bus nach Versam steige, oder Versam so erreiche. Vor dem Safierberg gäbe es auch 3 Campingplätze, ab dann allerdings keine mehr.

ChiliPalmer
20.07.2015, 17:40
Gerade bin ich auf noch eine Variante gekommen.

Gleiche Richtung von Thusis aus, aber statt nach Splügen abzubiegen weiter nach Süden bis etwa hier (https://www.google.de/maps/place/46%C2%B030'38.5%22N+9%C2%B028'07.5%22E/@46.51069,9.468741,804m/data=!3m2!1e3!4b1!4m2!3m1!1s0x0:0x0).
Da dann nach Osten, irgendwie nach Savognin. Von dort wieder zurück nach Thusis oder, falls das zu weit ist, nach Tiefencastel.
Ein Problem: gibt es einen Pass über Fuorcla Spalera oder Fuorcla Curtegns zwischen Piz Alv und Usser Wissberg? Auf Google Maps sind jeweils Pfade von meinem verlinkten Punkt zu den Fuorclas und von Murlegns bzw. Riom Parsonz zu den Fuorclas zu sehen, aber nicht ob sie sich treffen.

Becks
21.07.2015, 09:02
Warum nutzt Du das gruselige Googledingens? :o

"Ein Problem: gibt es einen Pass über Fuorcla Spalera oder Fuorcla Curtegns zwischen Piz Alv und Usser Wissberg?"

Ja (https://map.geo.admin.ch/?X=152790.45&Y=759790.28&zoom=8&lang=en&topic=ech&bgLayer=ch.swisstopo.pixelkarte-farbe)

Swiss Topo ist viel besser als Google in der Schweiz :bg:

ChiliPalmer
22.07.2015, 16:07
Kannte ich noch nicht, danke :)

Aber falls niemand noch etwas besseres weiß wirds dann wohl die Strecke von Thusis nach Versam. Vielen Dank nochmal :)

Kaesehobler
22.07.2015, 16:13
Ich will noch schnell zwei Seiten des DAV zum Thema Mobilität einwerfen, die ich auch nutze.

Die Hautpseite (http://www.alpenverein.de/Natur-Umwelt/Mobilitaet/) und die Broschüre (http://www.alpenverein.de/natur-umwelt/extra-des-bergsteigers-in-kooperation-mit-dem-dav-bergsteigen-natuerlich_aid_15854.html)

Nita
23.07.2015, 09:52
Ich werfe mal noch ein, dass man mit dem Zelten/ Biwakieren unterhalb der Waldgrenze vorsichtig sein sollte.

Wenn Du schon in die Berge fährst, wäre es meiner Meinung nach schade, nur in den Tälern zu bleiben."Kahle Hochebene" mag vielleicht auf den skandinavischen Fjell zutreffen, hat aber mit den Alpen nichts zu tun - (bis zu einer gewissen Höhe) blüht alles und die Ausblicke sind wesentlich schöner als unten im Wald.

Wenn Du es ganz einfach haben möchtest, würde ich von München aus die Isar runter laufen bis nach z.B. Mittenwald. Zuerst Wälder und Fluss, dann etwas bergiger und die Strecke Hinterriss - Mittenwald habe ich als richtig schön in Erinnerung. Das sind die ersten Etappen des Traumpfades München-Venedig, evtl. etwas modifiziert.

Alternativ Könntest Du von Mittenwald aus zum Ferchensee, dann weiter zum Schachenhaus, dann ins Reintal runter (traumhaft) und entweder direkt nach Ehrwald oder noch die Zugspitze mitnehmen (von dieser Seite kein Problem). Gern die Partnachklamm irgendwie unterbringen (SEHR voll, aber wenn man so etwas noch nicht gesehen hat, mMn ein Muss). Bei entsprechender Planung kriegt man auch 4-5 Tage voll. Hier wird es definitiv nicht menschenleer sein, die Gegend ist aber auch schön.

Wafer
23.07.2015, 11:07
Hallo.

Ich würde dann mal das Tessin in den Ring werfen. Da kommt man mit der Bahn sehr gut hin und die Täler sind lang und die Berge drum rum hoch. Wenn du dann etwas auf die Italienische Seite wechselst wird es auch teilweise richtig einsam. Vielleicht interessieren dich Teile dieser Tour? (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?63451) Du kannst ja den Gipfel weglassen. Was ich auch mal gemacht habe und absolut super fand war ein Tour vom Bodensee an den Lago Maggiore (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?50792). Von Konstanz bis Chur ist ein Zuganschluss in jedem Dorf. Dann wird es bis Bellinzona etwas dünn. Der Abstieg von San Bernardino nach Bellinzona war aber der Hammer! und die Via Mala war auch nicht schlecht! Leider habe ich keine Bilder mehr davon. Wenn du nicht auf Standquartier bestehst wäre sowas eine Variante.

Gruß Wafer

ChiliPalmer
24.07.2015, 21:10
Das sind auch tolle Vorschläge, Nita und Wafer, vielen Dank. Die werde ich mir noch genauer ansehen.
Ich denke aber, dass die Strecke Thusis-Versamm prima für einen Einsteiger ist, weil sie ein bisschen von allem bietet. Eine Schlucht, dann ein waldiges Tal, das aber auch schon an den Bergseiten Pfade bietet, dann einen Bergkamm, eine etwas höhere Ebene und zum Abschluss nochmal einen Pfad an der Bergseite entlang (https://www.google.com/maps/@46.748527,9.362833,3a,75y,338.64h,66t/data=!3m8!1e1!3m6!1s5XP1pUvYsrgAAAQXBKBk5w!2e0!3e11!6s%2F%2Fgeo3.ggpht.com%2Fcbk%3Fpanoid%3D5XP1pUvYsrgAAAQXBKBk5w%26output%3Dthumbnail%26cb_client%3Dmaps_sv.tactile.gps%26thumb%3D2%26w%3D203%26h%3D100%26yaw%3D219%26pitch%3D0!7i7168!8i3584).
Ich wünschte ich könnte einfach alle Strecken ausprobieren ;) Aber ich kann ja auch nächstes Jahr wieder runter kommen...


Ich werfe mal noch ein, dass man mit dem Zelten/ Biwakieren unterhalb der Waldgrenze vorsichtig sein sollte.

Inwiefern muss man da vorsichtig sein? Wegen Förstern?
Wie gehen die denn eigentlich mit einem um? Ich wurde bisher noch nie erwischt.

Nita
27.07.2015, 00:25
Inwiefern muss man da vorsichtig sein? Wegen Förstern?
Wie gehen die denn eigentlich mit einem um? Ich wurde bisher noch nie erwischt.

Gut, dass es Dir bekannt ist, dass es verboten ist :) Passieren wird wohl in der Regel nichts, gerade wenn man sich ordentlich benimmt (und nicht in Italien ist), aber vielleicht findest Du hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/86510-Wildcampen-wer-ist-schon-mal-erwischt-worden) etwas Brauchbares.

Becks
27.07.2015, 08:34
Gut möglich dass wir in Graubünden auch unterwegs sind. Ich plane gerade den Urlaub (Start: am Freitag diese Woche :bg:) und picke mir mehrere längere Runden heraus so dass wir wettertechnisch flexibel wechseln können und nicht zwangsweise in der Gegend bleiben müssen in der es gerade eher schlechtes Wetter hat.

Eine Route führt vom Walensee nach Airolo (Variante meines "B1" bei der wir etwas alpiner unterwegs sind), die zweite Route ist der Via alta della Verzasca (https://de.wikipedia.org/wiki/Via_Alta_della_Verzasca), jetzt bastel ich noch etwas in den Bündner Alpen zusammen (eventuell in Anlehnung an die Mehrtagestour vom Flüela aus Richtung Kesch) und ganz zum Schluss schau ich mir Wallis an.

Becks
28.07.2015, 10:15
Ich denke nun habe ich genug Auswahl um passend zur Wetterlage etwas auszusuchen und dann zu wechseln:

- Via alte della Verzasca im Süden
- eine Route vom Simplon nach Saas Grund im Wallis
- Von Disentis nach Elm (quer durch die Glarner)
- von Scuol nach Zernez
- von Kandersteg oder Lenk die Jungfrauregion entlang bis nach Brienz.

Ich denke wir fangen im Tessin an und schauen dann was das Wetter so am Ende sagt. Wenn es im Norden schlecht ist dann verläneger ich das Ding einfach um Campo Tencia / Airolo und drifte dann entweder Richtung Nufenenpass oder zum Lukmanier/Cadlimogegend ab.

Ist schon hübsch wenn man 14 Tage hat, ein Leichtzelt im Rucksack und ansonsten freie Wahl dank SBB und Postbus.

Alex

ChiliPalmer
03.08.2015, 01:48
Ich habe mir nun auch euren Rat, dass man in den Alpen nicht nur in den Tälern bleiben sollte, zu Herzen genommen und mir 2 Routen ausgedacht.
Wäre super, wenn jemand noch etwas wissen sollte, das für das eine oder andere Gebiet spricht.

Achja, bevor sich Becks wundert ;) - Die Schweiz ist da nun doch nicht dabei, da ich als Student doch ein wenig aufs Geld achten muss und sowohl die Zugtickets als auch Campingplatz-Gebühren in Deutschland/Österreich deutlich günstiger sind. Und vor allem gibt es zu/von beiden Gebieten einen Nachtzug, mit dem ich nicht einen ganzen Tag im Zug verlieren würde. In die Schweiz gibts das leider nicht.

Route 1 geht vom Norden aus einmal um den Großglockner herum:
Tag 1: Ankunft gegen 10 Uhr in Bruck-Fusch bei Zell am See. Dann so weit ich kann/mag in Richtung Ferleiten. Dort müsste ich Biwaken/Campen, Campingplätze gibts da keine.
Tag 2: Nach Süden über den Bergkamm beim Spielmann, je nach Fitness einen Abstecher zum Pasterze-Gletscher, Richtung Winkl zum Campingplatz
Tag 3: Südlich vom Großglockner entlang nach Kals und dort zum nächsten Campingplatz
Tag 4: Nach Norden Richtung Enzingerboden. Übernachtung in der Rudolfshütte oder Biwak irgendwo beim Tauernmoossee
Tag 5: Abstieg stur nach Norden nach Niedernsill. Von da dann über Zell am See mit dem Nachtzug zurück

Route 2 liegt im Allgäu, zwischen Füssen und Oberstdorf:
Tag 1: Ankunft in Vils gegen 10 Uhr. Am Viseler Kegel vorbei, dann einen von 2 Wegen zum Haldensee, dort auf den Campingplatz
Tag 2: Vom Haldensee zur Sulzspitze, weiter zum Schrecksee. Dort Biwaken.
Tag 3: Über eine von 3 Routen zum Seealpsee, dort wieder ein Biwak.
Tag 4.a: Über das Nebelhorn und mit einer Kurve nach Norden nach Oberstdorf. Von da dann mit dem Nachtzug zurück.
Tag 4.b: Sollte ich noch einen Tag mehr wollen nach Südosten Richtung Kanzberg und dann ins Traufbachtal.
Tag 5.b: Nach Oberstdorf

Becks
09.08.2015, 09:45
I Die Schweiz ist da nun doch nicht dabei, da ich als Student doch ein wenig aufs Geld achten muss und sowohl die Zugtickets als auch Campingplatz-Gebühren in Deutschland/Österreich deutlich günstiger sind.

Bei der Bahn liegst Du eventuell richtig aber die Campingplätze in .de/.at und .ch sind ähnlich günstig