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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alpenüberquerung Oberstdorf Meran mit Varianten



julyie
03.07.2015, 22:50
Hallo zusammen,

die Planung unserer Alpenüberquerung von Oberstdorf nach Meran nimmt langsam Formen an.
Unsere Etappen sehen nun so aus:
1. Oberstdorf - Stockach (Bach)
2. Stockach (Bach) - Württemberger Haus
3. Württemberger Haus - Venet Gipfelhütte
4. Venet Gipfelhütte - Nufels
5. Nufels - Kaunergrathütte
6. Kaunergrathütte - Mandarfen
7. Mandarfen - Zwieselstein (über Braunschweiger Hütte)
8. Zwieselstein - Moos
9. Moos - Bockerhütte
10. Bockerhütte - Meran

Gerne möchten wir auf Seilbahnen und Busse verzichten.

Was haltet ihr von den Etappen?
Vor allem bei Etappe 5 (Nufels - Kaunergrathüttte) sind wir nicht sicher, ob diese Strecke zu bewältigen ist.
Der Tourenplaner des Alpenvereins zeigt an, man bräuchte für diese Strecke nur 5:26 Stunden, aber wir befürchten, dass das wegen der enormen Höhenmeter und der anspruchsvolleren Stellen zwischen Verpeil- und Kaunergrathütte utopisch ist.
Hat jemand hier Erfahrungen?

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße

Julia

Tie_Fish
03.07.2015, 23:09
Hi, eine Variante, die wir damals mit den Kindern gemacht haben, ist:

Kaunergrathütte - Braunschweiger Hütte
Braunschweiger - Zwieselstein (Regensburger Hütte)
Das reicht auch.

Ggf. kann man auf halber Höhe nach Sölden mit der Seilbahn abfahren und nach Zwieselstein mit dem Bus. Der Gehweg zieht eine schöne Schleife ins Venter Tal rein, sehr schön, aber 2,5h mit Muss.

Genauso halte ich
Moos - Bockerhütte
für ambitioniert. Kommt halt drauf an, wie du/ihr draufseid.

Fällt mir noch ein: Venet Gipfelhütte fand ich scheußlich. Shihütte Zams, Galflunalm oder Larcher Alm (Anni's Spätzle sind sensationell!) sind da schöner und uriger.

moeTi
06.07.2015, 09:57
Vor allem bei Etappe 5 (Nufels - Kaunergrathüttte) sind wir nicht sicher, ob diese Strecke zu bewältigen ist.
Der Tourenplaner des Alpenvereins zeigt an, man bräuchte für diese Strecke nur 5:26 Stunden, aber wir befürchten, dass das wegen der enormen Höhenmeter und der anspruchsvolleren Stellen zwischen Verpeil- und Kaunergrathütte utopisch ist.
Hat jemand hier Erfahrungen?


Württemberger Haus bis zur Venet Gipfelhütte ist weit, ich fand den Aufstieg von Zams recht hart (war aber auch heiß).

Von Nufels ist man erstaunlich schnell auf der Verpeilhütte. Ich habe leider keine genau Zeit mehr im Kopf, aber ich war erstaunt als wir plötzlich schon da waren. Der Übergang zur Kaunergrathütte ist schon anstrengend, wird dann halt ein langer Tag. 5,5h find ich untertrieben, es geht ja bis auf 3000m hinauf. Alternativ vielleicht auf der Verpeilhütte schlafen und dann direkt nach Mandarfen. Allerdings fand ich die Kaunergrathütte fantastisch, würde ich nicht auslassen ;-)

julyie
06.07.2015, 15:23
Vielen Dank, das klingt ja schon mal so, als wäre es machbar :)

Kannst du dich denn noch erinnern, ob ihr von Nufels den ersten Teil im Tal bis kurz nach Vergötschen gegangen seid, um sodann zur Verpeilalm aufzusteigen, oder ob ihr bereits zur Gallrutalm aufgestiegen seid und dann weiter oben zur Verpeilalm?

Die zweite Variante erscheint uns deutlich schöner, aber das würde den Weg nochmals verlängern.

Sydoni
06.07.2015, 15:28
8. Zwieselstein - Moos
9. Moos - Bockerhütte
10. Bockerhütte - Meran

Da würde ich mich komplett vom E5 lösen, da es eine um Welten schönere und wohl auch spürbar weniger frequentierte Alternative gibt. Voraussetzung ist ordentliche Kondition und die Bereitschaft, jeweils ca. 50m am Drahtseil hoch- und runterzugehen:

8. Zwieselstein - Gasthof Hochfirst
9. Gasthof Hochfirst - Grubjoch - Rauhjoch - Zwickauer Hütte (insgesamt 2200 hm, die aber gemütlich zu gehen sind; wobei der letzte Hüttenanstieg von 450 hm zum Schluss doch ein klein wenig zach ist ;-) )
10. Zwickauer Hütte - Stettiner Hütte - Eisjöchl - Johannesscharte (Scharte ist drahtseilversichert) - Lodnerhütte
11. Lodnerhütte - Meran (zig Wegmöglichkeiten)

Was sonst noch auffällt ist, dass alle Etappen relativ lang sind. Da ist auch nichts dagegen einzuwenden, sofern ihr gut zu Fuß seid, habt aber halt auch einen geringeren Zeitpuffer, wenn mal was dazwischen kommt. Zudem, sofern ihr jetzt im Juli bzw. August gehen solltet, ist auf jeden Fall Nachmittags mit Wärmegewittern zu rechnen; das solltet ihr in jedem Fall ebenfalls aufm Radar haben. Von dem her würde ich persönlich bei den Etappen noch etwas umschichten.

moeTi
06.07.2015, 22:49
Vielen Dank, das klingt ja schon mal so, als wäre es machbar :)

Kannst du dich denn noch erinnern, ob ihr von Nufels den ersten Teil im Tal bis kurz nach Vergötschen gegangen seid, um sodann zur Verpeilalm aufzusteigen, oder ob ihr bereits zur Gallrutalm aufgestiegen seid und dann weiter oben zur Verpeilalm?

Die zweite Variante erscheint uns deutlich schöner, aber das würde den Weg nochmals verlängern.

Wir sind von der Falkaunsalm nach Nufels abgestiegen. Das war ein großer Mist weil man komplett auf einer Asphaltstraße läuft und wir irgendwann einfach die Schnauze voll hatten. Zusammen mit Holzgau-Bach der blödeste Teil der ganzen 13-tägigen Tour! Geht aber leider nicht wirklich anders...

Am nächsten Tag wollten wir ursprünglich wieder zur Falkaunsalm aufsteigen und auf dem Höhenweg weiter, aber darauf haben wir aufgrund der Straße verzichtet. Gallrutalm haben wir auch überlegt, aber da ist im Frühjahr ne Lawine runter und die Wirtin hat uns geraten lieber nicht den steilen Aufstieg zu nehmen und stattdessen über Vergötschen zur Verpeilalm aufzusteigen. War uns zu dem Zeitpunkt recht, das Wetter war herrlich und wir hatten einen Traum-Nachmittag auf der Verpeilhütte! Aber wenn man zeitig losgeht ist auch der Übergang zur Kaunergrathütte gut machbar (übrigens nachwievor ungeschlagen meine Lieblings AV-Hütte). Halt auf jeden Fall das Wetter checken, da oben wirds alpin.