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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Solo Anfang Oktober



geige284
30.06.2015, 16:04
Hallo zusammen,
da sich nacheinander alle potentiellen Reisepartner verabschiedet haben, möchte ich Ende September/Anfang Oktober eine Solotour machen - die erste.

Ich würde gern in die Berge, d.h. Alpen (oder evtl. sogar noch südlicher, aber die Alpen reizen mich schon sehr) und eine Hüttentour machen, da Zelt, Schlafsack, Matte, etc. nicht vorhanden sind und ich auch mit etwas leichterem Gepäck unterwegs sein möchte.
Von der Dauer schweben mir 4-6 Wandertage vor.

Ich war noch nicht wirklich viel in den Bergen unterwegs. In den Alpen eigentlich noch gar nicht. Im August geht es noch einmal nach Garmisch-Partenkirchen, wo ein paar Tagestouren anstehen.

D.h., meine Tour sollte nicht soooo anspruchsvoll sein - aber dennoch interessant ;-)

Jetzt bin ich auf die Via alta vallemaggia gestoßen, von Fusio nach Locarno. Sieht alles sehr cool aus! :D
Wie gesagt, noch keine Erfahrungen im Hüttenwandern.
Einen Hüttenschlafsack werde ich mir mitnehmen, Essen auch, da offenbar zu der Zeit nur die erste Hütte, Capanna Soveltra, bewirtschaftet ist. Die anderen haben noch auf, aber sind unbewirtschaftet.

Ein paar Fragen stellen sich mir noch:

1. Ist die Tour "machbar"? Einmal zu der Zeit (klar, es kann niemand in die Glaskugel gucken... Aber Tendenzen gibt es ja schon) und dann auch vom Schwierigkeitsgrad? Ist dringend davon abzuraten, die zweiten Erfahrungen gleich solo zu machen? Auch deshalb finde ich die VAVM interessant, da recht viele Abstiegsmöglichkeiten zwischendurch da sind.

2. Wie läuft das auf unbewirtschafteten Hütten? Geh ich einfach hin, lege mich hin, schlafe und werfe morgens Geld in eine Vertrauenskasse? Da kann ich ja offenbar auch reservieren, aber wenn ich zu spät komme und in meinem reservierten Bett schon jmd. anderes schnarcht? Pech gehabt?

3. Kennt jmd. die Capanna Nimi? Ist die ab Mitte September komplett zu oder nur unbewirtschaftet? Alternativ müsste ich den letzten Wandertag ausdehnen und gleich von Rifugio Masnee bis Cimetta oder Cardada und da schlafen bzw. zur Seilbahn, wenn es noch klappt.

4. Wie sieht es mit Wasserquellen entlang des Weges aus?

5. Wie hoch ist das Risiko zum Ende der Saison, dass die Hütten sehr voll sind? Hängt wohl mit dem Wetter zusammen, aber wer weiß....

6. Gibt es sonst schöne Touren, die auf mein Anforderungsprofil passen würden? (Kurz Zusammengefasst: Anfang Oktober, Solo, Hüttentour, 4-6 Tage, fortgeschrittener Anfänger, eher südlich gelegen mit milden Temperaturen)

Das war es fürs erste, nach dem ich mich ein bisschen beschäftigt habe. Konkretere Fragen kommen sicher noch im Laufe der Vorbereitung :D
Danke im Voraus!

below
30.06.2015, 17:36
Ich war selbst noch nicht da, aber ich lese da spontan das:


Via Alta Vallemaggia: Alpinwandern für Fortgeschrittene
Die sechstägige Gratwanderung zwischen Maggia- und Verzascatal ist zur Hälfte ein weiss-rot-weiss markierter Wanderweg, die andere Hälfte ist blau-weiss-blaue, anspruchsvolle Alpinroute. Sie ist wiederholt pfadlos und ausgesetzt und mit einigen leichten Kletterstellen. Schwierigkeit bis T 4, die höchste Klassierung ist T 6.

und das kollidiert meiner Meinung nach stark mit dem:


Ich war noch nicht wirklich viel in den Bergen unterwegs. In den Alpen eigentlich noch gar nicht.

und dem


D.h., meine Tour sollte nicht soooo anspruchsvoll sein - aber dennoch interessant ;-)

und dem


Wie gesagt, noch keine Erfahrungen im Hüttenwandern.

Evtl. kann hier aber noch jemand was sagen, der die Strecke schon gelaufen ist. Der Zeitpunkt isst meiner Meinung nach auch arg spät für eine Anfänger-Tour.

Wie definierst Du "fortschrittlicher Anfänger" wenn Du noch nie in den Alpen warst?

Die SAC Wanderskala kennst Du?

https://de.wikipedia.org/wiki/SAC-Wanderskala

geige284
01.07.2015, 08:10
Hey Michael,
mhm, vielleicht hast du Recht, dass es doch etwas zu viel des Guten für den Anfang ist. Ich habe andere Berichte und Zusammenfassungen gelesen, wo es nicht so anspruchsvoll klang, wie in der von dir (habe sie auch nochmal ganz gelesen).
Ich werde mich nochmal nach Alternativen umschauen. Spontan habe ich den Meraner Höhenweg gefunden, auch wenn der nördliche Teil ein bisschen anspruchsvoller sein soll... Aber da muss ich mich mal durch die Reiseberichte wühlen.

Gibt sonst noch Ideen?

below
01.07.2015, 08:18
Versteh mich nicht falsch, ich will hier nicht den Miesepeter spielen, aber in den Alpen sollte man denke ich wissen worauf man sich einlässt. Insbesondere gegen Ende der Saison.

Muss es denn so spät sein?

Carsten010
01.07.2015, 08:44
Oktober kann aber auch vom Wetter her sensationell sein für die Alpen.

Die Steinbockrunde im Allgäu wär sicher auch ne Idee.

Hütten, Route von leicht bis anspruchsvoll veränderbar und gut hin- wie wegzukommen.

Gruß

Carsten

geige284
01.07.2015, 09:13
Versteh mich nicht falsch, ich will hier nicht den Miesepeter spielen, aber in den Alpen sollte man denke ich wissen worauf man sich einlässt. Insbesondere gegen Ende der Saison.

Muss es denn so spät sein?

Leider muss es tatsächlich so spät sein ;-)
Das ist sozusagen "alternativlos" :p

Als Miesepeter sehe ich dich nicht, eher als den mahnenden Zeigefinger. Ist wahrscheinlich sogar gut!
Aber klar, das Wetter kann man nicht vorhersagen. Falls es kurz vorher schlecht aussieht, müsste ich halt umplanen. Das halte ich mir schon offen und gehe nicht um jeden Preis eine Tour, das wäre quatsch und fahrlässig...

Danke Carsten, die Steinbockrunde schaue ich mir mal an!

Flachlandtiroler
01.07.2015, 09:48
Ende September / Anfgang Oktober ist keine schlechte Zeit, wenn's Wetter mitspielt. Wenn nicht... hakst Du die Tour am besten gleich ab ;-)

Beim Meraner Höhenweg ist die eine, zentrale (Stettiner/Eisjöchl-)Hütte im "alpinen" Teilstück letzten Winter vollständig einer Lawine zum Opfer gefallen, d.h. da muß man eine sehr lange Etappe in Kauf nehmen.

Becks
01.07.2015, 11:37
Du kannst ja mal einen Blick auf die (noch nicht ganz fertig bebilderte/beschriebene) Route durch die Alpen ansehen, die ich mir so aus dem Fingern gsagut habe: Klick (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/87292-Routenbeschreibung-B1-von-Altst%C3%A4tten-nach-Airolo). Wenn man die verkürzen will würde ich per Bahn bis Trun und dann durch die Greina, über den Lukmanier zur Cadlimo und dann nach Airolo runter.

geige284
01.07.2015, 11:39
Du kannst ja mal einen Blick auf die (noch nicht ganz fertig bebilderte/beschriebene) Route durch die Alpen ansehen, die ich mir so aus dem Fingern gsagut habe: Klick (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/87292-Routenbeschreibung-B1-von-Altst%C3%A4tten-nach-Airolo). Wenn man die verkürzen will würde ich per Bahn bis Trun und dann durch die Greina, über den Lukmanier zur Cadlimo und dann nach Airolo runter.

Ohja, als Zweitbegeher des B1 würde bestimmt auch noch einiger Ruhm auf mich abfallen! ;-)

Ich schau es mir mal an, danke!