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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : kaltes oder warmes essen?



gi
26.06.2005, 22:02
Olaa!

Gleich vorneweg: Die Suchfunktion wurde gequält und ich will hier auch keine Rezeptvorschläge oder Kocherspezifikationen.

Mein Interesse gilt den eventuellen Leistungseinbußen bei einer bis zu max. 4tägigen Sommer/Spätsommer/Frühherbsttour in den Alpen.

Das es ohne warmes Essen geht ist mir klar. Nur wie gut geht es?

Wie wichtig ist warmes Essen für unseren Körper? Oder genügt es, den Körper mit kaltem Brennstoff zu versorgen?

gespannt, gi

Erny
26.06.2005, 22:24
Kaltes Essen enzieht Energie.

Mephisto
26.06.2005, 22:40
Der Experte im Essen von kalten Sachen is Mene :bg:

Melanie
26.06.2005, 22:51
Kaltes Essen enzieht Energie.

Warum isst man dann überhaupt irgendwas kaltes? Just for fun?

4 Tage ohne was warmes sollten ohne Probleme gehen. Selbst wenn man aktiv ist. Der Energiegehalt macht's nicht die Temperatur.

Melanie

Erny
26.06.2005, 22:55
Kaltes Essen enzieht Energie.

Warum isst man dann überhaupt irgendwas kaltes? Just for fun?

4 Tage ohne was warmes sollten ohne Probleme gehen. Selbst wenn man aktiv ist. Der Energiegehalt macht's nicht die Temperatur.

Melanie


Wärme ist Energie. Auch die Wärme im Essen wird in Energie umgewandelt. Wenn du was kaltest ist. Was ja im Zeifel die gerade vorhandene Umgebungstemperatur ist, dann wird alleine schon vom Körper Energie benötigt, um die Nahrung auf Körpertemperatur zu bringen. Je kälter das Essen, desdo mehr Energie wird für die Aufwärmung durch den Körper benötigt.

Melanie
26.06.2005, 22:58
Ja, aber das geht ja nicht so weit, dass Du für das aufwärmen der Nahrung mehr Energie brauchst als diese Dir liefert. Von Wassereis vielleicht mal abgesehen.

Melanie

Erny
26.06.2005, 23:04
Na klar verbrauchst du beim kaltem Essen nicht mehr Energie, als sie dir bringt. Aber es ist na klar, vom Körper her nicht so effektiv. Und, gerade wenn man vielleicht auch in kühleren Gefilden ist, ist eine warme Mahlzeit wichtig, für die körperliche Verfassung.

Auch der Kopf muss mal das Gefühl der Wärme haben .

Melanie
26.06.2005, 23:16
Auch der Kopf muss mal das Gefühl der Wärme haben .

Also meinem Kopf ist es relativ schnurz was ich esse. Und innerhalb von vier Tagen mal sowieso.

alaskawolf1980
26.06.2005, 23:18
Warmes Essen gibt auch psychische Energie. Vielleicht sollte man dies neben all den anderen Überlegungen auch bedenken. Man fühlt sich besser als mit warmen Essen und kann auch mehr Leistung bringen. Der Körper ist nur bereit Leistung zu bringen, wenn er sich wohlfühlt. Und dazu gehört nicht xy-viel Kalorien. Wenn man sich down fühlt, dann hat man auch nichts noch so viel kalten Essen.

Erny
26.06.2005, 23:28
Melanie

Ich meinte, dass auch der Kopf eine warme Mahlzeit braucht, genau das, was Alaskawolf 1980 geschrieben hat.

Das Gefühl der Wärme, was dann auch im Gehirn positiv vermerkt wird, ist sehr wichtig. Erst recht, wenn man ausgelaugt ist.

Wenn du richtig kaputt bist, auch ein bisschen frierst, was vielleicht nicht mal wegen der äußerern Temperatur, sondern durch deinen kaputten Zustand kommt, haut dich eine warme Mahlzeit mehr raus, als eine kalte.

Tiago
27.06.2005, 08:21
Kann dem nur zustimmen, wenn ich einmal am Tag nix warmes esse bin ich den ganzen Tag auf Essenssuche!!! :bg:

Wobei das nicht der Hunger ist, sondern der Appetit, denke da muss man auch ganz klar differenzieren.... :popcorn:

Fledi
27.06.2005, 10:17
Na klar verbrauchst du beim kaltem Essen nicht mehr Energie, als sie dir bringt. Aber es ist na klar, vom Körper her nicht so effektiv. Und, gerade wenn man vielleicht auch in kühleren Gefilden ist, ist eine warme Mahlzeit wichtig, für die körperliche Verfassung.
Solange Du nicht gefrorenen Fisch am Nordpol isst (wobei ich annehme dass die Frage nicht auf solche Gefilde ausgelegt war), ist es völlig egal ob das Essen warm oder kalt ist- mit Ausnahme von Eis vielleicht.

Den Körper interessiert nur, wieviel Energie im Essen ist und wie schnell er diese daraus gewinnen kann- also zur körpereigenen Energiewährung ATP umsetzen kann. Es ist genauso effektiv wie warmes Essen!
Der Körper wärmt das Essen auf dem Weg zur Verdauung sowieso auf, bzw. kühlt es ab.
Das einzige was wahrscheinlich anders ist, ist eben die Tatsache, dass wir an eine warme Mahlzeit pro Tag mehr oder weniger gewöhnt sind und deshalb darauf Hunger haben oder meinen die ist nötig.
Im Winter oder in kalten Regionen tut eine warme Mahlzeit sicher sehr gut, aber brauchen tut man sie sicher nicht.

Gruß,
Britta

01.07.2005, 15:17
Man kann mit ausschliesslich kaltem Essen genau dieselbe Leistung erbringen wie mit warmem. Menschen, die sagen, warmes Essen brauche man fürs Gemüt, es stärke die Psyche, man sei es gewohnt etc. gehen von ihren eigenen Einstellungen/Erfahrungen/Vorlieben aus und machen daraus eine allgemeingültige Regel.

Ich persönlich nehme seit X Jahren sowohl zu Hause wie auch auf Tour - mit wenigen Ausnahmen wie z.B. bei Restaurantbesuchen - nur kaltes Essen zu mir und vermisse warmes Essen keinen Deut.

Beispiel für eine Tour, die ich ohne warmes Essen in der Kälte machte: Soloradtour im frühen März von Bern via Schwäbisch-Bayrische Hochebene nach Wien. Es war kalt (ständig unter Null, die meisten Landschaften lagen unter einer Schneedecke). Ich war sechs Tage unterwegs (es dauerte so lange, weil die Tage kurz waren und ich bis auf den letzten Nachmittag ununterbrochen Gegenwind hatte). In der Nacht hatte ich jeweils einen unruhigen Schlaf, weil ich in meinem Biwacksack ziemlich fror. Ich trug an den Füssen nur Socken und Turnschuhe; die ganzen sechs Tage spürte ich meine Zehen nicht (und meine Fersen tauten nur in der Nacht auf), und am vierten Tag kam mir in den Sinn, dass sie vielleicht abgefroren seien. Will sagen: Ich hatte dauernd kalt. Und ich habe ausschliesslich kalt gegessen. Aber ich wäre mit warmem Essen keine einzige Minute früher in Wien angekommen.

Es kommt auf die Willenskraft und die psychische Leistungsfähigkeit an und auf die Menge der brennstoffliefernden Kalorien. Ob kalt oder warm ist völlig egal. Wer kommt draussen näher an seine Grenzen heran? Derjenige, der bereit ist, auf alle Annehmlichkeiten zu verzichten, und nur noch für die Leistung lebt, oder derjenige, der auf Tour unbedingt sein warmes Essen braucht und wahrscheinlich auch auf andere Annehmlichkeiten nicht verzichten kann und im Gegenzug wahrscheinlich weniger Strapazen erträgt? Damit es klar ist: Ich sage nicht, dass es auf Tour unbedingt darum gehen muss, an seine Leistungsgrenzen zu kommen - jedem dass seine -, aber hier war spezifisch die Frage nach den Leistungseinbussen bei kaltem Essen. Meine Antwort: Es gibt keine.

Die Frage war auch: Wie gut geht es ohne warmes Essen? Antwort: Das kommt darauf an, wie wichtig warmes Essen für dich ist. Wenn du, wie die meisten Menschen, grossen Wert darauf legst, dann geht es ohne wahrscheinlich nicht so gut.

Tschüss

Karl

Erny
02.07.2005, 07:16
Urlaub ist glaube ich nicht, dazu da, um unbedingt an die Grenzen zu gehen.

Wer in Schottland, Irland, Nordskandinavien, oder sonst wo wandert, will doch erst einmal die Landschaft, die Ruhe usw. genießen. Solle man dabei in eien Extremsituation kommen, muss man sicher an seine Grenzen gehen.

Für die meisten ist aber der Weg das Ziel, nicht um seine eigenen Grenzen kennen zu lernen.

Ok, wenn man Survival machen will, ist es was anderes. Aber das ist ja wohl eher die Ausnahme. Und die meisten beschäftigen sich nur am Rande mit dem Thema, weil man eben mal in eine heikle Situation kommen kann.

Hoffmann
15.07.2005, 17:51
Also, irgendwie finde ich kaltes Essen unpraktischer als warmes Essen. Vor allem schwerer. So eine Nudelsuppe von Erasco ohne heißes Wasser genießbar machen dürfte echt nervig werden. Das selbe gilt für Kartoffelbrei, Couscous etc.

krischinaldo
18.07.2005, 10:56
Na ja wenn man auf kaltes Essen bei einer Tour setzt wird man wohl die Erasco Suppe eher durch brot , Aufstriche, Obst, schokolade etc. ersetzen.
war diesem Sommer 12 Tage auf dem kungsleden und habe mich vielleicht zu 80% kalt ernährt, aht sehr gut funktioniert, hatte allerdings auch warmes Wetter und 7 kilo abgenommen, was mich jetzt auch nicht ärgert:)

derMac
18.07.2005, 12:44
Na ja wenn man auf kaltes Essen bei einer Tour setzt wird man wohl die Erasco Suppe eher durch brot , Aufstriche, Obst, schokolade etc. ersetzen.
Gerade Brot und Obst sind aber recht schwer. Oder hast du selbst gebacken? Ich denke ob man warm isst hängt viel von der Gewohnheit ab. Aber dehydrierte Nahrung ist halt einfacher haltbar zu machen und leichter. Und zum Zubereiten muss sie in den meisten Fällen erhitzt werden. Ob man das hinterher warm isst oder kalt werden lässt ist ja jedem selbst überlassen. :wink:

Mac

gi
18.07.2005, 15:19
Na ja, die Frage ist wohl, ob ich nicht trotzdem Gewicht spare, wenn ich statt Kocher + Besteck + Topf + Deckel + Essen einfach nur Äpfel mitnehme (als beispielhafte Erklärung)! ;)

derMac
18.07.2005, 16:35
Na ja, die Frage ist wohl, ob ich nicht trotzdem Gewicht spare, wenn ich statt Kocher + Besteck + Topf + Deckel + Essen einfach nur Äpfel mitnehme (als beispielhafte Erklärung)! ;)
Stimmt. Bei kurzen Touren auf jeden Fall. Und je länger die Tour wird, um so günstiger wird es für die dehydrierte Nahrung.

Mac

Ade
03.08.2005, 12:20
Mal ne Frage an die, die auf Tour kalt essen: Was steht denn dann so auf dem Speiseplan?

Eddie
03.08.2005, 13:19
Na ja, die Frage ist wohl, ob ich nicht trotzdem Gewicht spare, wenn ich statt Kocher + Besteck + Topf + Deckel + Essen einfach nur Äpfel mitnehme (als beispielhafte Erklärung)! ;)
Stimmt. Bei kurzen Touren auf jeden Fall. Und je länger die Tour wird, um so günstiger wird es für die dehydrierte Nahrung.

Mac

Dehydriert hat doch nichts mit kochen zu tun :bash:
Nimm als Grundlage Erdnussbutter (Fett) Hartkekse (KH) Müsli mit VM-Pulver (Proteine)

Ist wesentlich brennwertreicher als Nudeln,Reis usw., dh statt mit 900g kommst vielleicht mit 700g pro Tag aus.

Jetzt rechne:
10 Tagestour, startgewicht Tag 1:
a) (Nudeln Reis) 9000g Essen, 1000g für Topf, Brennstoff, Kocher, Windschutz = 10 Kg
b) (Brot, Müsli, Fett) 7000g Essen 100g für Teller

Einsparung fast 3 Kg!

ant-online
03.08.2005, 13:44
sagt mal, esst ihr dann zu Hause auch immer warm?

Ich nehme auf Tour auch immer Fertignudeln mit (hauptsächlich aus Gewichtsgründen), aber daheim esse ich in der Regel höchstens 1mal pro Woche was warmes. Und das ich einen recht aktiven Lebensstil führe, ist sicherlich auch bekannt. Von Leistungseinbußen hab ich jedenfalls noch nichts gemerkt :)

Grüße,
Ant

03.08.2005, 14:14
Hallo Ade

"Mal ne Frage an die, die auf Tour kalt essen: Was steht denn dann so auf dem Speiseplan?"

Wurst, Geflügel, Fisch und so kommen bei mir nicht in Frage, weil ich Vegetarier bin (zum Veganismus habe ich mich noch nicht durchringen können).

Wenn ich in Gegenden mit guter Versorgungslage unterwegs bin (erste Welt), dann esse ich hauptsächlich Brot, Früchte, kaltes Gemüse, Joghurt, Käse und vegetarische Fertiggerichte, die kalt zubereitet werden können (z.B. Taboulé). Wenn ich Schokoriegel-Fan wäre, würde ich auch Schokoriegel verdrücken, dasselbe mit Kartoffelchips oder Müsliriegeln; in anderen Worten, ich esse das, worauf ich Lust habe.

In Gebieten mit schlechter Versorgungslage bleibt einem nichts anderes übrig, als das zu essen, was man auftreiben kann. Meiner Erfahrung nach gibt es in armen Gebieten oft nicht viel mehr als Schokolade und Kekse (und natürlich Schokoladekekse), wohl weil beides lange haltbar ist.

Ich kehre in siedlungsarmen Gebieten bei fehlender Einkaufsgelegenheit auch immer wieder mal in ein Restaurant ein, denn als Radfahrer kann man ja nicht einfach so schnell mal hundert Kilometer weiterhüpfen bis zum nächsten Laden.

Die Ernährung auf Tour darf meinetwegen durchaus einseitig sein, denn solange man zu Hause genug Abwechslung hat, kann man sich ohne weiteres über einige Monate hinweg mangelhaft ernähren, ohne bleibende Schäden davonzutragen - sogar bei grosser körperlicher Anstrengung.

Es gibt Menschen, die auf längere Touren prophylaktisch Vitamintabletten und solches Zeug zu sich nehmen, erstens um sich gesund zu halten und zweitens um eine bessere Leistung zu erzielen; andere machen sich Gedanken darüber, ob sie die benötigten Kalorien in Form von Fett, Kohlehydraten oder Proteinen zu sich nehmen sollen. Diese Faszination mit der Nahrungszusammensetzung ist mir genauso fremd wie das bei vielen Menschen offenbar sehr tiefe Bedürfnis nach warmem Essen.

Karl

Eddie
03.08.2005, 16:22
sagt mal, esst ihr dann zu Hause auch immer warm?

Ich nehme auf Tour auch immer Fertignudeln mit (hauptsächlich aus Gewichtsgründen),
Grüße,
Ant

Wie oft soll ich es noch sagen ;):

Aus Gewichtsgründen sind Nudeln eigentlich schlecht, da sind Hartkekse, Pemmikan, Olivenöl, Erdnussbutter, Nüsse, Müsli usw. wesentlich ergiebiger.

Schau dir einfach mal eine Nährwertabelle an.

ant-online
03.08.2005, 16:32
Wie oft soll ich es noch sagen ;):

Aus Gewichtsgründen sind Nudeln eigentlich schlecht, da sind Hartkekse, Pemmikan, Olivenöl, Erdnussbutter, Nüsse, Müsli usw. wesentlich ergiebiger.

Schau dir einfach mal eine Nährwertabelle an.

Na jaaaa, Nährtwert hin oder her. Ich ess auf Tour lieber ein paar leckere Brokkoli Nudeln als Hartkekse mit Olivenöl :kotz: :bg: Kalorien brauch ich eh nich so viele, da hab ich genug an den Hüften gespeichert :D :bg:

derMac
03.08.2005, 17:22
Dehydriert hat doch nichts mit kochen zu tun :bash:
Nimm als Grundlage Erdnussbutter (Fett) Hartkekse (KH) Müsli mit VM-Pulver (Proteine)
Ich hab auch nirgends geschreiben, dass jegliche dehydrierte Nahrung gekocht werden muss. :bash: Aber diese Fertignahrung schmeckt gekocht oft deutlich besser als einfach kalt aufgelöst. :wink: Und von den von dir erwähnten Dingen zählt nur das Milchpulver zu den dehydrierten Nahrungsmitteln. :bash: Ok, die Hartkekse noch, je nachdem wie hart sie sind. :wink: In der Fertignahrung sind ja nicht nur Nudeln drin, sondern auch noch ein paar Zutaten. Dann ist der Nährwert gar nicht so schlecht. Dass Hartkekse leichter als Nudeln sind seh ich auch noch nicht. Und Müsli ohne Nüsse und Schokolade ist nix weiter als Balaststoffe.

Mac

Eddie
03.08.2005, 18:41
Dehydriert hat doch nichts mit kochen zu tun :bash:
Nimm als Grundlage Erdnussbutter (Fett) Hartkekse (KH) Müsli mit VM-Pulver (Proteine)
Ich hab auch nirgends geschreiben, dass jegliche dehydrierte Nahrung gekocht werden muss. :bash: Aber diese Fertignahrung schmeckt gekocht oft deutlich besser als einfach kalt aufgelöst. :wink: Und von den von dir erwähnten Dingen zählt nur das Milchpulver zu den dehydrierten Nahrungsmitteln. :bash: Ok, die Hartkekse noch, je nachdem wie hart sie sind. :wink: In der Fertignahrung sind ja nicht nur Nudeln drin, sondern auch noch ein paar Zutaten. Dann ist der Nährwert gar nicht so schlecht. Dass Hartkekse leichter als Nudeln sind seh ich auch noch nicht. Und Müsli ohne Nüsse und Schokolade ist nix weiter als Balaststoffe.

Mac

So schlecht sind Nudeln nicht, ich nehm auch welche mit, allerdings möglichst wenig Fertigtüten.

Nur das Argument: Nudeln, weil leichter ist nicht ganz richtig.
Nudeln haben etwa 1500 Kjoule, Hartkekse etwa 1800 Kjoule.

Rajiv
08.08.2005, 10:49
Hallo gi!
Einige Fragen bzw. Bemerkungen zur eigentlichen Fragestellung:
Deine 4-Tage-Alpen-Tour ist ein recht weitgespannter Begriff. In welcher Gegend seid ihr und in welchen Höhenlagen wollt ihr euch aufhalten. Was macht ihr dort: Wandern, Klettern? Seid ihr die gesamten 4 Tage draußen(also schlaft ihr im Zelt, Biwaksack etc.?)?
Ich nehme an, daß ihr draußen schlaft(bei Übernachtung in einer Hütte gäbe es ja meist die Möglichkeit der warmen Mahlzeit).
Ich denke, daß oben angeführte(angefragte) Detail-Informationen eine Rolle spielen, ob warmes Essen nötig oder nicht. Etliche haben hier auf die psychologische Wirkung des warmen Essens hingewiesen, es muß also jeder selbst nachdenken, ob er ohne warmes Essen einige Tage gut auskommt oder ob allein der Gedanke an 4 Tage kalte Mahlzeiten zu Unwohlsein führt. In unserem Fall bereitet uns es keine Probleme 14 Tage in den Alpen(im Juli, fast immer schönes Wetter, Wandern-kein Klettern) auf Tagestouren auf das warme Essen zu verzichten; wir gehen dann aber in diesen zwei Wochen genau einmal(ergab sich immer so, war nicht so genau geplant) in ein Gasthaus essen, damit wir die einheimische Küche erleben(im Piemont müßte man eigentlich täglich warm essen gehen, so gut wird da gekocht), gewissermaßen ein Kulturfaktor. Wenn wir (fast) jeden Tag an unsere (konditionellen etc.) Leistungsgrenzen gehen würden, dann würden wir eventuell auch versuchen täglich warmes Essen zu kriegen; so jedoch verzichten wir auf Kocher u. Zubehör(und kaufen auf einer Alm den Käse direkt vom Erzeuger und müssen im Tal dann nur noch Brot besorgen; wir sind keine Vegetarier oder ähnliches, aber aus gesundheitlichen Gründen, muß ich meinen Fleisch-/Fisch-/Hülsenfrüchte-Konsum etwas einschränken).
Ich denke, daß für jeden Menschen und dazu für jede Anstrengung im Gebirge eine gesonderte Meinung/Erfahrung zählt, ob nun warmes oder kaltes Essen. In gewisser Weise traurige Konsequenz: Probiere also auf eurer(ich sage immer eure Tour, vielleicht ist es 'ne Solo-Tour) Tour aus, ob es mit kaltem Essen geht und schreib hinterher einige Zeilen, das interessiert hier sicher die (Noch-)Warm-Esser(bitte nicht falsch verstehen, ich ordne das nicht in die Kategorie Warm-Duscher ein!).
Viel Spaß auf der Tour; Gruß Rajiv