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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : B1 Entwicklungsfaden - vom Bodensee nach Airolo



Becks
18.06.2015, 20:10
Worum geht es hier?:
Nachdem sich hier und woanders beim Thema Alpenüberquerung die Antworten auf den E5 und eventuell noch den Traumpfad München-Venedig beschränkten, kam ich auf die Idee, selber eine Route über die Alpen auszuarbeiten. Der Thread hier ist quasi der "Work in progress"-Faden, in dem Ideen aufkamen und auch teilweise wieder verworfen wurden.

Achtung:
Der aktuelle und finale Stand hinsichtlich Routenführung findet sich hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/87292-Routenbeschreibung-B1-vom-Bodensee-nach-Airolo?p=1503423&viewfull=1#post1503423). Der Thread hier ist ansonetn insgesamt eher ein Brainstorming und eine Ansammlung von Ideen.






Vorwort
Jedes Mal wenn jemand im Forum die Frage für eine Route über die Alpen stellt kommen die üblichen und weit bekannten Ideen hoch. Insbesondere der ständig erwähnte E5 ist mittlerweile so populär dass sich entlang der Strecke überall Transportservice für das Gepäck etabliert haben und man mittlerweile mit einem extra Bus vom Ende zurück zum Startpunkt gekarrt wird. Als Gegengewicht bzw. als etwas einsamere und weniger touristisch erschlossene Alternative dazu habe ich daher mit etwas Kartenhilfe und dem Wissen aus einigen Bergtouren eine eigene Route gebastelt.

Was erwartet einen?
Die Route führt ausgehend vom östlichen Bodenseeraum (Altstätten/St.Gallen/Herisau) in etwa 12 Etappen bis nach Airolo (180km, 10km rauf und 10km runter). Der Weg vermeidet dabei konsequent Stellen welche höhere Ansprüche an Ausrüstung stellen (Gletscher, Kletterpassagen). Lediglich eine Grundausstattung für Übernachtungen abseits bewirtschafteter Hütten wird benötigt, die Route kann zudem bis auf zwei Übernachtungen ohne Hüttennutzung abgewandert werden. Eine anspruchsvolle Alpinvariante sowie Abstecher auf Gipfel entlang des Routenverlaufs sind zu guter letzt ebenfalls vorgesehen.

Routenverlauf in der Übersicht (Achtung: leicht veraltet)
1) Brülisau -Bahn-> Hoher Kasten - Saxer Lücke - Roslenalp (Hütte bzw. Biwak)
2) Roslenalp - Mutschensattel - Flürentobel - Wildhaus (Campingplatz oder Gasthof)
3) Wildhaus - Nideri - Walensee - Murg (Campingplatz oder Gasthof)
4) Murg - Murgtal - Murgseehütte (Hütte, Naturschutzgebiet)
5) Murgseehütte - Widdersteiner Furggel - Engi - Elm (Naturcampingplatz oder Gasthof)
6) Elm - Panixerpass (unbewartete Schutzhütte)
7) Panixerpass - Fuorcla Cavirolas - Falla Lenn - Bifertenhütte (Hütte bzw. Biwak)
8) Bifertenhütte - Rubi Sura - Rubi Sut - Breil/Brigels - Trun (Campingplatz oder Gasthof)
9) Trun - Val Sumvitg - Terrihütte (Hütte, Naturschutzgebiet)
10) Terrihütte - Greinaebene - Campo Blenio - Cap. Bovarina (Hütte oder Biwak); 15km, 1350m hoch, 0m runter
11) Cap. Bovarina - Passo di Gana Negra - Lukanierpass - Passo dell Uomo - Lago Ritom - Ritombahn -Bahn-> Piotta -Bus-> Fusnengo (Campingplatz)

Alpinvariante:
8) Bifertenhütte - Val Frisal - Barcun Frisal Sut - Puntegliashütte (Hütte oder Biwak)
9a) Puntegliashütte - Trun
9b) Puntegliashütte - Fuorcla da Punteglias - Val Gliems - Val Russein - Sumvitg - Trun
9c) Puntegliashütte - Fuorcla da Punteglias - Val Gliems - Val Cavardiras - Cavardirashütte (Hütte oder Biwak)
10c) Cavardirashütte - Brunnipass - Disentis -Bahn-> Trun


Der grob gezeichnete Routenverlauf in der Übersicht: map.geoadmin.ch (https://map.geo.admin.ch/?X=235931.53&Y=744725.28&zoom=3&lang=de&topic=ech&bgLayer=ch.swisstopo.pixelkarte-farbe&layers=KML||https:%2F%2Fdl.dropboxusercontent.com%2Fu%2F17258285%2Fgpx%2FCross-CH01.kml)
Achtung: hier ist die Route noch im Bereich Bifertenhütte nicht angepasst worden.



Brülisau -> Wildhaus
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Alpstein-uebersicht.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=145357&title=alpstein-uebersicht&cat=500)

Der Alpstein zum Einstieg dient quasi als Trichter für die Route. Je nachdem wo man starten möchte bzw. wieviel Zeit für den/die ersten Tage eingeplant werden dauert dieser Abschnitt 1-2 Tage und besitzt diverse Varianten.

Die von mir erdachte Hauptroute beginnt in Brülisau. Von hier aus per Bahn hoch auf den Hohen Kasten (oder zu Fuss, etwa 1.5h) und dann dem roten Linienverlauf folgend oben auf dem Grat bzw. Höhenrücken nach Südwesten, vorbei an der Stauberenkanzel (hier Gasthof) in die Saxerlücke (hier kommt Route orange hoch) und weiter bis zur Roslenalp (tw. bewartet). Wer noch Zeit/Kondition hat kann noch 1-1.5h anhängen, zum Mutschensattel weitergehen und nach einem Abstecher auf den Mutschen (super Aussichtspunkt) über den Chreialpfirst bis zum Zwinglipass und die dortige Zwinglipasshütte weiter gehen. Von hier aus geht es dann zur Chreialp runter, eine kurze, gut ausgebaute Steilstufe folgend in den Talboden (Teselalp) hinab und abschliessend durch den Flürentobel nach Wildhaus.

Alternative Routen habe ich folgende eingezeichnet:
blau - wer auf den Höhenrücken/Grat verzichten möchte kommt über einen Fahrweg (ungeteert) von Brülisau nach Plattenbödeli (bewartetes Restaurant/Unterkunft), weiter nach Bollenwees (grüner Kreis, hier startet orange, Unterkunft) und durch den wildesten Bereich des Alpsteins entlang des Fählensees zum Zwinglipass.

grün - Ab den Zwinglipass kann an der Girenspitze vorbei zum Jöchli (2335m) und/oder Moor (2342m) aufgestiegen werden. Beides sind tolle Aussichtsberge. Dem Weg weiter in Richtung Wildhauser Schafberg folgen und über eine steileren grasigen Hang letztendlich hinunter nach Wildhaus wandern. Wer möchte kann gerne noch oberhalb Wildhaus bei Gamplüt einen Schlenker nach Osten einlegen und über den Flürentobel absteigen (ist schöner als der breite Weg hinunter nach Wildhaus).

orange - ist die Roslenalp belegt oder nicht bewartet kann man in grob 1 h nach Bollenwees absteigen. Umgekehrt bietet sich die Route auch als Übergang von blau nach rot an. Bei Neuschnee sollte man den oberen Sommerweg an der Saxerlücke meiden, etwas in Richtung Rheintal absteigen und von hier aus dann zur Lücke hoch (etwa 100 Hm rauf und runter extra).

gelb - wer schnell durch den Alpstein möchte kann per Bus bis zur Schwägalp, per Bahn auf den Säntis und dann als Tageswanderung über den Altmann zum Zwinglipass und weiter nach Wildhaus.

pink - Kurz vor demm Altmann kann vom Rotsteinpass auch direkt nach Wildhaus abgesteiegen werden.

Nicht näher markiert: Auch von Wasserauen aus kann man über mehr oder weniger Varianten nach Wildhaus, z.B. von der Ebenalp oberhalb Wasserauen (Kabinenbahn) über Schäffler und Öhrli zum Blauschnee, von dort auf den Säntis und dann weiter.



Wildhaus -> Walenstadt (-> Murg)
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Churfirsten.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=145364&title=churfirsten&cat=500)

Nachdem mit dem "Trichter" aka Alpstein die Route kanalisiert wurde kommt im nächsten Abschnitt die Überschreitung von Wildhaus an den Walensee östlich der Churfirsten. Die Hauptroute (rot) folgt dabei östlich um den Gamserrugg herum folgendem Verlauf:

Vom Campinplatz aus gesehen etwa 100m nach Westen befindet sich Büchel 1027m. Dem Weg folgt man nach Süden bis an der Abzweigung Munzenriet ein Pfad nach Grossrüti abzweigt. Weiter nach Rosshag, am Wurzetobel vorbei, über den Würzen bis bei P1347 und weiter nach Gatter. Achtung: hier gibt es diverse Varianten, man kann auch von Grossrütti in Richtung Oberdorf (Lift) und dann nach Gatter. Bei Gatter folgt man dem Weg etwa 500m nach Westen und dann vorbei an Ölberg, Lochgatter, Hinter Witi eetc. nach Süden bis Germil. Ab hier nach Alt Hütte 1577m und dann zur Alpsteinkante (Nideri, 1839m). Abstieg nach Lüsis (Berggasthof, Zimmer), dem Fahrweg folgend weiter nach Sonnenberg und abschliessend nach Walenstadt (Campingplatz am See). Vom Campingplatz in Walenstadt (blauer Kreis) folgt man der Strasse am See entlang bis nach Murg, wo sich ein weiterer Campingplatz befindet (blauer Kreis)

Alternative Routen:
blau - mit der Bahn hinauf zum Gamserrugg. Von dort nach Süden in Richtung Gipfelplateau, bei P1859 dann östlich vom Plateau herunter, um den Berg herum bis zum Sattel (P1948). Von dort nach Obersesshüttli und weiter zum Nideri.

grün - Mit der Bahn auf den Chäserrugg (ev. mit Biwak auf dem benachbarten Hinterrugg), von dort zum Schäferhüttli, durch das Valsloch hinunter und weiter zur westlich liegenden Alp Tschingla und von dort aus hinunter nach Walenstadtberg und Walenstadt.

Benötigte Zeit: Wildhaus-Walenstadt ca. 5 h, Walenstadt - Murg 1.5h. Bei Nutzung der Bahn bis Gamserrugg (blaue Route) verkürzt sich die Zeit um 1 Stunde.



Murg -> Murgseehütte -> Engi
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Murg.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=145365&title=murg&cat=500)

Von Murg am Walensee zieht sich eine enge Straße nach Süden in das Murgtal hinauf (Taxi ab Murg mietbar, mit Privat PKW bis Stäfeli befahrbar, kostenpflichtiger Parkplatz). Ab der Alp Bachlaui folgt der Weg dann einem stellenweise steilen aber gut ausgebautem Pfad den Murgbach entlang bis zum unteren und oberen Murgsee. Am oberen See liegt die Murgseehütte (reservieren, ist gerne ausgebucht) welche man passiert, dem Pfad nach Süden bis zur Widersteiner Furggel (2019m) folgt und anschließend dem Bach entlang bis nach Üblital (1190m) absteigt. Hier vereint sich der Weg mit dem Pfad welcher aus dem Mühlibachtal herunter zieht und folgt einem breiten Waldweg in südliche Richtung abwärts nach Engi. Ab hier entweder per Bus oder zu Fuss dem Talboden folgend nach Elm. Nimmt man den Bus und möchte auf den Nauturzeltplatz heisst es bei "Elm, Station" aussteigen.

Alternatie Routen:
blau - Im Abstieg zweigt man beim Widersteiner Hüttli (1831m) vom Weg nach Engi ab, wandert leicht aufsteigend bzw. Höhe haltend zum Innerbergli und steigt dann in das Mühlibachtal ab. Nach Überquerung des Mühlibachs wandert man zum dort in der Nähe befindlichen Gamszinggenhütte und weiter in südlicher Richtung den Hang hinauf zum Heueggli (beliebte Skiabfahrt vom Gulderstock). Auf etwa 1900m quert man dann den Hang nach Süden bis zum Zindelchopf und geht dann über Bärenboden / Skihaus hinunter nach Wissenberg (Berggasthof, Zimmer(?)). Von dort entweder per Kabinenbahn oder dem Fahrweg folgend nach Matt und weiter nach Elm.
Bei Elm existiert ein Naturcampingplatz (Elm-Wisliwald bei der Talstation Tschinglenbahn, auf der Swissmap nicht eingezeichnet)

Detailkarte Elm:
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/elm.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=145366&title=elm&cat=500)
blauer Kreis - Bushaltestation
grüner Kreis - Volg (Supermarkt)
roter Kreis - Naturcampingplatz Elm Wisliwald


Bilder: Nebelwanderung im Murgtal

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20131006-1109-DSC_6608.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129460&title=20131006-1109-dsc-6608&cat=500)
Fahrstraßenende kurz unter Bachlaui

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20131006-1127-DSC_6618.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129461&title=20131006-1127-dsc-6618&cat=500)
Pfad aufwärts

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20131006-1132-DSC_6620.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129462&title=20131006-1132-dsc-6620&cat=500)
Das Murgtal bekommt viel Feuchtigkeit ab. Überall wachsen Farne was den Wegabschnitt auch bei nebligem und feuchtem Wetter sehr farbenfroh macht.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20131006-1150-DSC_6636.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129463&title=20131006-1150-dsc-6636&cat=500)
Murgbach

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20131006-1206-DSC_6645.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129464&title=20131006-1206-dsc-6645&cat=500)
Nicht erst seit kurzer Zeit ein Schutzgebiet - der Park existiert seit 1935

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20131006-1207-DSC_6646.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129465&title=20131006-1207-dsc-6646&cat=500)
Wasserfall zwischen unterem und oberem Murgsee

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20131006-1217-DSC_6692.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129466&title=20131006-1217-dsc-6692&cat=500)
unterer Murgsee

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20131006-1242-DSC_6732.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129467&title=20131006-1242-dsc-6732&cat=500)
oberer See kurz vor der Hütte

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20131006-1316-DSC_6739.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129468&title=20131006-1316-dsc-6739&cat=500)
Hüttenbewohner

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20131006-1545-DSC_6782.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129469&title=20131006-1545-dsc-6782&cat=500)
Gipfelbereich oberhalb der Hütte

Bilder Teil 2 - Üblital -> Engi, Skitour 2015 (Überschreitung von Flums nach Engi)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150308-1553-DSC_0773.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129470&title=20150308-1553-dsc-0773&cat=500)
Üblital, der Weg kommt das linke Tal herunter

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150308-1554-DSC_0777.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129471&title=20150308-1554-dsc-0777&cat=500)
Blick in Richtung Bach abwärts (bei Üblital).

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150308-1605-DSC_0790.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129472&title=20150308-1605-dsc-0790&cat=500)
Talverengung kurz oberhalb Engi

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150308-1605-DSC_0797.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129473&title=20150308-1605-dsc-0797&cat=500)
*Brummbrumm* mit Ski geht der Abstieg bedeutend schneller als zu Fuß - der Weg runter nach Engi




Elm -> Panixerpaß
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/panixer.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=145367&title=panixer&cat=500)
Von Elm ausgehend folgt man dem Fussweg in Richtung Übungsplatz der Armee, welcher sich am Talende befindet. Hier biegt man nach Süden in ein deutlich eingeschnittenes Tal ab und folgt dem Pfad bis zum Panixerpaß (2404m). Auf Paßhöhe befindet sich eine offene unbewartete Schutzhütte


Alternative Routen
blau - vom Zeltplatz aus etwa 100m bis der dort anzutreffenden Kabinenbahn (Tschinglenbahn). Mit dieser hoch und den Wegweisern zur Martinsmadhütte folgen (grüner Kreis). Das Tal weiter hoch bis Büdnerbergjoch (Steilstufe mit Fixseile versichert). Dort dann Richtung Vorab Pign und an der südlichen Kante des Vorabgletschers auf den Bündner Vorab. Von hier der Gratkante bzw. nördlich davon bis Crena Martin. Ab hier der Gratschneide folgend zur Sether Unterkunft (T4 bis T5), weiter zum Rothorn und abschliessend zur Panixerpasshütte

grün - ab Bündnerbergjoch nach Norden auf den Glarner Vorab, weiter zum Büdnner Vorab und dann der blauen Route folgen.




Bilder (vom Juni 2008 - heute würde ich da wohl fast noch Ski nehmen...)
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC_00203.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129474&title=dsc-00203&cat=500)
Truppenübungsplatz, mit Blick nach Süden

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC_00231.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129475&title=dsc-00231&cat=500)
Blick zurück zum Übunsplatz, beim Aufstieg

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC_00392.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129476&title=dsc-00392&cat=500)
Am Paß, hier mit Hausstock

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC_00402.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129477&title=dsc-00402&cat=500)
Hüttenleben 1

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC_00423.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129478&title=dsc-00423&cat=500)
Hüttenleben 2

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC_00436.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129479&title=dsc-00436&cat=500)
Hütte von außen

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC_00495.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129480&title=dsc-00495&cat=500)
Blick vom Paß in Richtung Elm


Panixerpass -> Bifertenhütte
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Biferten.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=145368&title=biferten&cat=500)

Von der Panixerpasshütte zu P2312, dann anch Süden in die Plaun da Cavals, etwa 150m nach der Bachüberquerung dann in westliche Richtung von diesem Pfad weg. Südlich von Fil dil Fluaz über den Rücken, der sich von Norden her herunterzieht in das westlich davn gelegene Gavirolas und weiter zur Fuorcla da Gavirolas. Hier Höhe haltend durch das Tal südlich vom Muttenstock, hinüber zur Falla Lenn und abschliessend über die flache Hochebene zur Bifertenhütte.


Alternativrouten
Nicht eingezeichnet da eher zu schwer und noch nicht ausprobiert komplett: Vom Panixerpass aus kann eventuell der Hausstock entlang der Ostkante erstiegen werden. Von hier aus dann führt eine brüchige Route über den Verbindungsgrat zum Chli Ruchi und Ruchi (einzelne Stahlstangen zur Sicherung) (Stellen II). Vom Ruchi aus dann hinunter zur Muttseehütte und von dort aus nach Süden bis zur Bifertenhütte.


und dem Weg folgend über Tgaus la Crusch bis Acla Davon. Ab hier folgt man der Strasse nach Süden talwärts bis man nach 1km bei Cuolms (1266m) auf die westliche Bachseite wechselt. Dem Pfad folgend geht es parallel zum Bach nach Süden bis Andigast und von hier aus westwärts nach Curtginet und weiter nach Breil/Brigels. Hier ist eventuell Zelten möglich, der Parkplatz am See ist für Wohnmobile freigegeben.
Von Breil aus kann in das Rheintal abgestiegen und über die Orte Dardin und Schlans nach Trun angesteuert werden, alternativ dazu folgt man dem Rhein auf der nördlichen Seite in rund 1500m-1700m über diverse Fahrwege an Alpen vorbei bis zum Val Punteglias und dann dem Tal abwärts nach Trun.


Bifertenhütte -> Trun
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/frisal.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=145369&title=frisal&cat=500)

Der Abschnitt Bifertenhütte/Trun ist die Spielwiese des B1. Wie man schon an den vielen Farben erkennen kann gibt es einige sehr hübsche Varianten die von sehr einfach bis recht schwierig (T5, ev. T6) reichen und die zum Teil weder markiert sind noch über Wegspuren aufweisen.
Die Hauptroute (rot) startet an der Bifertenhütte und steigt nach einem kurzen Schlenker nach Osten bei der Alp Rubi Sura in das Val Frisal ab. Unten am Talboden wandert man nach Süden bis etwa 300m vor Alp da Stiarls. Auf etwa 1450m zweigt ein Forstweg vom Talweg ab und führt Höhe haltend um den Piz Dao bzw. seinen Ausläufern herum zur Plaun da Lenna. Von hier folgt man einem Wege nach Schlans und hinunter nach Trun (Zeltplatz)

Alternativrouten
blau - Anstelle des Abstiegs in das Val Frisal folgt man dem Höhenrücken weiter nach Süden, steigt dort dem Fahrweg folgend bzw. über Pfade nach Breil/Briegels ab und geht von dort zur Plaun da Lenna

grün - Von der Bifertenhütte aus nach Westen in einen Kessel, diesen Kessel weglos einem kleinen Bachbett folgend nach unten bis knapp vor einem Steilabbruch. Hier nach rechts aus dem Kessel über ein breiteres Grasband folgend in den westlich davon Grashang, diesen knapp an der östlichen Kante herunter, über ein kurzes Felsband auf den darunter liegendesn Hang und dann nach links, absteigend nach Faschas. Von hier dem überwucherten aber in der Karte eingezeichneten Pfad hinunter ins Val Frisal (GPX-Track liegt vor, Bilder und mehr Details kommen noch).
Achtung: dieser Abschnitt ist weglos und bis auf wenig hilfreiche uralte sporadische Farbkleckse nicht markiert und führt über steilere Grashänge sowie Felsbänder. Wer sich dies nicht zutraut sollte den Umweg über die Alp Rubi Sura wählen.
Im Val Frisal weglos nach Westen. Am hinteren Ende dann über die zentrale Rippe südlich des Hauptzwegs des Baches hoch (hier einzelne Steinmännchen), über Schutt weiter und zuletzt über losen Kies zum Übergang in das Val Punteglias (Barcun Frisal Sut). Von hier steil und teilweise ausgesetzt an Ketten und Stahlseilen die steinschlägige Rinne hinunter, an weiteren Ketten über den Westhang bis zum Ende des Steigs in das Tal hinab und dann weglos bis zur Puntegliashütte (grüner Kreis, Hüttenübernachtung oder Biwak im Val Punteglias).
Am nächsten Tag nach Norden, dann den Wegspuren folgend nach Westen aufwärts in das Tal zur Fuorcla da Punteglias. Der Weg wird öfters begangen da über ihn der Zugang zum Tödi erfolgt.
Vom Pass (2814m) nach Westen bis in die Nähe von P2652, diesen nördlich umrunden und hier südlich einer Felsrippe in einer Rinne zu P2476 hinunter (Wegspuren, orange Farbmarkierungenn). Dem Bach entlang durch das Val Gliems, entlang eines nicht eingezeichneten Pfads (teilweise orange Markierungen) zu P2228 und weiter den Steilhang entlang Höhe haltend einem guten aber schmalen Pfad folgend nachSW bis zu P2268. Hier verliert sich der Pfad, man steigt weglos über Büsche und Gras dem Hang nach Süden folgend abwärts und hält dabei auf eine markante Nase an der Südkante (P2053) zu. Der Bereich ist im Gegensatz zum grasbedeckten Rest in der Nähe mit Nadelbäumen bewachsen. Hier beginnt ein breiterer Pfad welcher nach Norden in das Val Russein hinunter leitet. Im Tal angelangt folgt man dem breiten Pfad bzw. Fahrweg nach Süden, bis bei Punt Gronda letztendlich die Bahnlinie und Strasse ach Disentis erreicht wird. Von hier aus einige Meter bis zum Rhein und diesen flussabwärts nach Osten nach Cumpadials. Nördlich vom Bahnhof befindet sich ein Zeltpletz.

orange - von der Puntegliashütte nach Süden und hinunter nach Trun. Hier entweder direkt oder über die Alp Schlans

gelb - Nach dem Abstieg in das Val Frisal dem Tal nach Westen folgen bis zum Aufschwung entlang der Rippe. Hier weglos nach Süden aufwärts und dann südlich von P2563 weglos über den Schutthang in Richtung südost aufwärts bis zum Sattel nördlich vom Piz Dadens. Nach einem Abstecher auf den Gipfel dann ebenso weglos über Weiden/Gras in das Val Miez und weiter abwärts bis man auf etwa 2000m auf den Pfad bei der Alp Tschegn Dadens Sura trifft. Von hier über eine der Möglichkeiten nach Schlans und weiter nach Trun.



Bilder: Aufnahmen von einer Durchquerung der Glarner von Breil/Brigels nach Linthal sowie einer Bifertenstocktour.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20110820-1339-DSC_6941.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=82390&title=20110820-1339-dsc-6941&cat=500)
Die Hochebene bei der Bifertenhütte. Links Kistenstock, rechts an der Schattenkante die Hütte. Blick nach Osten in Richtung Panixerpass bzw. Falla Lenn

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20110821-0729-DSC_72931.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=82395&title=20110821-0729-dsc-72931&cat=500)
Biwakplatz in der Nähe der Bifertenhütte

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20110821-0744-DSC_73111.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=82396&title=20110821-0744-dsc-73111&cat=500)
Diese Kollegen sieht man bei der Bifertenhütte recht häufig

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20110820-1146-DSC_6923.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=82389&title=20110820-1146-dsc-6923&cat=500)
Val Frisal, gesehen beim Aufstieg zur Bifertenhütte (Blick nach Westen R. Übergang Punteglias)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20110820-1123-DSC_6909.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=82388&title=20110820-1123-dsc-6909&cat=500)
Bifertenstock und Piz Frisal, gesehen beim Aufstieg zur Hütte ab Breil/Brigels

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20120811-0712-DSC_4913.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=82381&title=20120811-0712-dsc-4913&cat=500)
Sonnenaufgang oberhalb von Breil nach einem Biwak an einer Alm


https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20120811-0755-DSC_4915.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=82382&title=20120811-0755-dsc-4915&cat=500)
Blick in Richtung Greinaebene, gesehen von Tscheggn Dado (Westlich des Val Frisal)


Trun -> Terrihütte
Anmerkung: für die Greina existiert bereits ein kleiner Fotothread (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/74149-CH-Bildersammlung-Greina) der einem die Gegend schmackhaft macht.

Von Trun aus folgt man am besten dem Wanderweg entlang des Rheins und überqeurt diesen bei der Plaun Rensch bei P864 östlich von Trun. Weiter dem Rhein aufwärts bis kurz vor Surrein. Hier biegt man nach Süden ins Val Sumvitg ab und erreicht bei P1208 / Val die enge Fahrstrasse. Dieser folgt man bis zu ihrem Ende am Stausee bei Runcahez. Ab hier geht es dem ungeteerten Fahrweg entlang bis zur Alp Tegia Nova. 200m südlich davon zweigt man vom Fahrweg ab und gelangt über eine Brücke auf die westliche Seite des Rein da Sumvitg. Ab hier folgt man dem markierten Bergpfad aufwärts, wobei man sich immer mal wieder einen Abstecher zum Rhein gönnen sollte, der sich hier über diverse Wasserfälle von der Greinaebene herunterarbeitet (grandioses Tal). Am oberen Talende hat man dann bei P 2129m entweder die Möglichkeit, zur Terrihütte zu gehen (5 min ab dem Punkt) oder dem Weg weiter nach Süden in die Ebene selbst zu folgen.



Terrihütte -> Lukmanierpass



Lukmanierpaß -> Cadlimohütte.
Vom Lukamierpaß (1917m) einem Fahrweg dem Stauseerand folgend nach Westen. Am westlichen Ende über den Bach (Brücke bzw. einfach über Steine hüpfen) und dem Bach in westliche Richtung aufwärts nach Stabbio Nuovo (2250m, Alp) folgen. Von hier aus leicht ansteigend weiter nach Westen das Tal entlang bis P2379 und abschließend etwas steiler bis zur Cap. Cadlimo (2570m)

Bilder Teil 1 - von einer Sommersaisonabschlußtour am 2.November 2014, bei der wir auf dem Rückweg die Gratroute vom Piz Blas
zum Piz Rondadura nahmen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20141101-1540-DSC_8255.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129449&title=20141101-1540-dsc-8255&cat=500)
Lukamierpaß mit Stausee, Blick nach Wsetn in Richtung Piz Scai und Piz Lai Blau

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20141101-1618-DSC_8259.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129450&title=20141101-1618-dsc-8259&cat=500)
Knapp oberhalb des Sees, Blick nach Osten mit Scopi und Pizzo del Corvo. Der Weg über den Passo di Gana Negra verläuft rechts im Bild über die Schulter

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20141101-1712-DSC_8275.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129451&title=20141101-1712-dsc-8275&cat=500)
Val Cadlimo früh am Abend, Blick nach Westen

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20141102-0756-DSC_8324.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129452&title=20141102-0756-dsc-8324&cat=500)
Aufnahme vom Sonntag morgen vor Sonnenaufgang mit Blick nach SO von der Hütte aus

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20141102-0856-DSC_8346.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129453&title=20141102-0856-dsc-8346&cat=500)
Cap. Cadlimo, dahinter das Tal welches nach Airolo hinunter führt

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20141102-1002-DSC_8376.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129455&title=20141102-1002-dsc-8376&cat=500)
Unterwegs südlich vom Piz Tanelin, rechts das Cadlimotal

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20141102-1136-DSC_8400.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129456&title=20141102-1136-dsc-8400&cat=500)
Gratverlauf Piz Blas - Piz Rondandura

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20141102-1229-DSC_8428.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129457&title=20141102-1229-dsc-8428&cat=500)
Blockkletterei am Grat

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20141102-1532-DSC_8473.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129458&title=20141102-1532-dsc-8473&cat=500)
Beim Abstieg, Blick nach Osten in Richtung Paß mit Scopi und Co sowie dem Passo di Ganga Negra


Bilder Teil 2 - Greinabesuch 2008

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC_00342.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129481&title=dsc-00342&cat=500)
Biwak am Lukmanierpaß

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/DSC_00393.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=129482&title=dsc-00393&cat=500)
Hier die umliegenden Berge ohne Schnee

Tie_Fish
18.06.2015, 21:08
Sauber! Da brauche ich nichtmal die Bilder selbst zu machen :p G'fallt mer!

Becks
19.06.2015, 10:55
Weitere Bilder und Texte sind drin. Man beachte die Bilder - da sind keine Menchenmassen drauf. Jetzt fehlt mir noch Bildermaterial und Text Greina, dann ist die Route schon doch nett beschrieben. Bilder aus dem Alpstein müsste ich auch noch haben, die bastel ich auch noch ein.


Der B1A - eine Variante zwischen Engi und Sumvitg
Anstelle über Elm/Panixerpass nach Trun und weiter nach Sumvitg zu wandern kann auch die Route Engi - Schwandi - Linthal - Planurahütte - Val Russein - Sumvitg begangen werden. Nach Linthal gelangt man nebenbei auch wenn man von Elm ausgehend südlich vom Chärpf über den Richetlipass (2261m) nach Westen quert.

Von Linthal aus geht es der Strasse entlang bis nach Tierfehd. Bei der Kabinenbahn am Ortsende, mit der man übrigens zur Muttseehütte hochfahren und dann nach Süden zur Bifertenhütte gehen kann, folgt man dem Sandbach das enge Tal aufwärts bis Hinter Sand (Fahrstrasse, Taxi ab Linthal bis Hinter Sand möglich). Hier gabelt sich der Weg. Während der Weg nach Süden zur Fridolinshütte aufsteigt (hier gehen die meisten Taximitfahrer hin und weiter auf den Tödi) folgt man dem Weg nach SW und erreicht so Ober Sand (1937m). Von hier aus dem Talverlauf aufwärts bis man kurz unterhalb der Planurahütte den Firnbereich erreicht, welcher sich bis knapp unter die Hütte erstreckt. Von der Hütte aus zunäachst nach Süden, dann Höhe haltend durch den Kessel des Sandfirns (Spalten) zum südlich gelegenen Sandpass. Diesen Pfad gehen auch alle Gruppen die auf den Tödi gehen, es dürfte daher eine Spur vorhanden sein. Ob man das Ganze nun angeseilt gehen muss/soll oder sich solo drüber wagt bleibt jedem selber überlassen. Eher später in der Saison wenn der Gletscher ausgeapert ist würde ich mich da solo drüber trauen, aber das ist meine eigene Meinung. Hier (http://www.cornelsuter.ch/fotoalbum/2008/ClaridenScherhorn/DSC05753.JPG) sieht man den kritischen Bereich recht gut. Die Spaltenzone öässt sich imo recht gut umgehen indem man sich am oberen Gletscherrand dicht am Felsen hält.

Vom Sandpass aus über kaum sichtbare Wegspuren (den Weg geht quasi keiner) eher östlich in Richtung P2594 peilend absteigen um so auf weitere vereinzelte Wegspuren bei Gondas die Talsohle zu erreichen. Alternativ kann auch im Schutt unterhalb des Sandpass nach Westen gequert und sobald man sich westlich von P 2496 befindet in Fallinie ins Tal abgestiegen werden. Im Val Russein folgt man dem Bachverlauf auf östlicher Seite (Geröll, kaum Wegspuren) dem Talverlauf nach Süden, übersieht dabei eventuell die Russein Sura (ist mir passiert) und gelangt dann bei der Alp Russein da Trun auf einen deutlich erkennbaren Weg der letztendlich nach Punt Grondo führt, wo er an der Fahrstrasse nach Disentis auf 1032m endet. Von hier folgt man einem Fussweg in Bachnähe nach Cumpadials, wo sich an der Bahnstation ein Zeltplatz befindet. Kurz danach in Sumvitg vereint sich dann die Variante mit dem anderen Weg in die Greina.

Tie_Fish
19.06.2015, 11:06
Bin gespannt! Vielen Dank!

Wozu kaufe ich mir denn eine 600€-XCR-GTI-Royal-TS-Spezial-Hardshell, wenn keine Menschenmassen da sind, denen ich die zeigen kann. Dann lieber E5 ;-)

Becks
19.08.2015, 16:53
Die Idee mit dem Weg nimmt nun etwas mehr Gestalt an. Die Route Bifertenhütte - Punteglias - Val Russein - Trun ist eindeutig machbar (Bilder kommen) und Auch die Etappen schälen sich nun grob heraus:

1) Wasserauen -> Bogartlücke - >bollenwees
2) -> Saxer Lücke -> Wildhaus (Camping)
3) -> Nideri -> Walenstadt (Camping, keine Hunde)
4) -> Murg -> Murgtal -> Murgseehütte
5) -> Engi -> Elm (Campingplatz)
6) -> Panixerpasshütte (unbew. Hütte)
7) -> Bifertenhütte
8) -> Val Frisal -> Barcun Frisal Sut -> Punteglias
9) -> Val Gliems -> Val Russein -> Cumpadias -> Trun (Camping)
10) -> Sumvitg -> Val Sumvitg -> Terrihütte (-> Mottersacio)
11) -> Campo Blenio -> Cap. Bovarina
12) -> Lukmanierpass -> Ritomstausee -> Piotta -> Airolo

Ein paar Etappen sind noch etwas kurz, lassen aber dafür Zeit für Ausrihen/Gipfel rings herum besteigen (z.B. 6) sind grob 4.5 Stunden, da kann man den Kistenstock mitnehmen oder den Muttstock), Macimalschiwerigkeit wäre dann T5.

Becks
02.01.2016, 11:17
Weiter geht es mit der Beschreibung einzelner Stücke und Varianten. Sorry übrigens für das Durcheinander bei den Abschnitten, sobald ich alle Teile zusammen habe sortiere ich einmal alles in die richtige Reihenfolge...

Abschnitt 12) - Lukmanierpaß - Airolo
Diesen Abschnitt sind wir in umgekehrter Richtung gelaufen nachdem wir zuvor den VAV (Via Alta della Versasca) durchgewandert sind. Wer also in Airolo noch Zeit/Luft/Lust hat kann die Route noch bis an den Lago Maggiore verlängern. Alternativ dazu muß man sich lediglich etwas nach Westen dem Nufenenpaß annähern und kann dann den GTA (http://www.alpenquerung.info/Alpenueberquerung/GTA-Grande-Traversata-delle-Alpi) gleich auch noch abklappern....





Ab dem Stausee bieten sich mehrere Varianten an, um zum Lukmanierpaß zu kommen. So kann man z.B. zur Cadlimohütte wandern, dort eventuell noch einen Nacht verbringen und dann dem Val Cadlimo zum Paß folgen oder wie wir zuerst zum Lago di Tom (hier Bademöglichkeit), dann zum Lago Cadagno und weiter nach Osten bis kurz vor den Lago della Segna. Von hier aus nach NO zum Passo dell Uomo und letztendlich zum Lukmanierpaß. Alle Wege sind markiert, einige Abschnitte zudem sogar als Versorgungsstraßen für die Alpen ausgebaut.


Bilder:
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150807-0858-DSC_4561.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141629&title=20150807-0858-dsc-4561&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150807-0925-DSC_4568.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141630&title=20150807-0925-dsc-4568&cat=500)
Von Piotta (hier Bushaltestelle) aus mit der alten Standseilbahn (http://www.ritom.ch/german/home/) hoch zum Lago Ritom.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150807-0950-DSC_4573.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141631&title=20150807-0950-dsc-4573&cat=500)
Am Lago Ritom. Hier findet sich schon der Wegweiser zur Cadlimohütte.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150807-1032-DSC_4583.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141632&title=20150807-1032-dsc-4583&cat=500)
Lago di Tom mit Sandstrand.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150807-1115-DSC_4595.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141633&title=20150807-1115-dsc-4595&cat=500)
Lago Cadagno mit dem Val Piora.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150807-1200-DSC_4615.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141634&title=20150807-1200-dsc-4615&cat=500)
Die touristisch ausgebaute Cap. Cadagno (beliebter Ausflugsort) bei der man aber trotzdem sehr gut essen kann.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150807-1301-DSC_4618.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141635&title=20150807-1301-dsc-4618&cat=500)
Im Val Piora

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150807-1332-DSC_4622.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141636&title=20150807-1332-dsc-4622&cat=500)
Blick zurück in Richtung Westen im Val Piora


https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150807-1438-DSC_4636.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141637&title=20150807-1438-dsc-4636&cat=500)
Stausee am Lukmanierpaß, gesehen vom Passo dell Uomo.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150807-1507-DSC_4640.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141638&title=20150807-1507-dsc-4640&cat=500)
An dem Punkt an dem man den See erreicht zweigt der Weg in Richtung Cadlimohütte ab (siehe Beschreibung dort).

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150807-1530-DSC_4644.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141639&title=20150807-1530-dsc-4644&cat=500)
Gasthof am Paß (hier ist auch die Bushaltestelle für eine Fahrt nach Disentis)

Becks
02.01.2016, 12:20
Alpinvariante zwischen Bifertenhütte und Disentis.
Die zahme Route des B1 verläuft ab der Bifertenhütte nach Breil/Brigels und oberhalb des Vorderrheins nach Westen bis Trun (hier Zeltplatz). Von dort kann dann letztendlich durch das Val Sumvitg in die Greinaebene aufgestiegen werden.

Mit entsprechender Alpinerfahrung und eventuell Leitsteigeisen im Gepäck kann man diesen Bereich entsprechend "würzen" indem man nicht ium Rheintal selbst wandert sondern den Tälern nördlich davon bis Disentis folgt (hier Zeltplatz, dazwischen Hütten bzw. Biwak). Von Disentis aus lohnt sich dann der Weg nach Curaglia, durch das Val Plattas zur Cna. Da Medel und weiter nach Osten das Val Lava herunter bis ins Val Sumvitg.

Bifertenhütte - Val Frisal - Punteglias
Von der Bifertenhütte aus kann direkt in das Val Frisal abgestiegen werden. Die Route ist quasi undokumentiert, auf der Homepage der Hütte finden sich ein paar Bilder mit eingerichteten Ketten aber der Weg selbst ist quasi unmarkiert. Auf der Suche nach dem Weg bin ich so letztendlich einen alternativen Weg abgestiegen, welcher jedoch keine größeren technischen Schwierigkeiten aufweist. Das GPS-Logfile dazu habe ich noch irgendwo herumliegen...

Beschreibung des Abstiegs:
Von der Bifertenhütte aus in Richtung Bifertenstock. Bei 2500m Höhe haltend vom Weg abzweigen und über einen deutlich ausgetretenen Schafspfad in einen Kessel westlich der Hütte. Zwischen dem sich oberhalb befindlichen Felsband und dem sich unterhalb befindenden nächsten Band den Kessel bis an das westliche Ende in eine Schuttrinne queren. Die Schuttrinne in südöstliche Richtung abwärts folgen bis sie in Form eines kleinen Bachbetts kurz unterhalb 2440m das nächste Felsband erreicht. Hier nach rechts in süd/südwestliche Richtung auf Wegspuren aus dem Kessel heraus an eine Kante und weiter in die dahinter liegende Südflanke (drei verblichene blaue Markierungen, Steinmann an der Kante und kurze Stahlstange an der Kante).
Der Kante über Gras/Fels abwärts folgen bis auf etwa 2300m ein weiteres Felsband erreicht wird. Hier schräg nach rechts unten durch ein Felsband (I,eventuell II-), einige Meter nach links und die letzten Meter (I) über leichten Fels hinunter auf die darunter liegende Weide (Faschas). Von hier zum eingezeichneten, aber überwucherten und unsichtbaren Pfad bei P2215 und diesem entlang in das Val Frisal. Der Pfad selbst ist ab etwa 2100m dann gut erkennbar und ausgetreten.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150810-1656-DSC_4873.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141640&title=20150810-1656-dsc-4873&cat=500)
Die kleine Bifertenhütte. Eine Übernachtung lohnt sich.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150810-1702-DSC_4879.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141641&title=20150810-1702-dsc-4879&cat=500)
Der Ess-, Aufenthalts- und ....

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150810-1811-DSC_4889.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141642&title=20150810-1811-dsc-4889&cat=500)
...Schlafraum in einem. So etwas findet sich kaum noch in den Alpen.


https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0617-DSC_4912.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141643&title=20150811-0617-dsc-4912&cat=500)
Morgens, auf dem Weg in Richtung Bifertenstock (die kleine Felspyramide rechts im Hintergrund). Links hinter dem Val Frisal die Brigelser Hörner. Zudem ist der Kessel erkennbar in den man einsteigt.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0626-DSC_4914.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141644&title=20150811-0626-dsc-4914&cat=500)
Der Kessel durch den man absteigt

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0658-DSC_4929.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141645&title=20150811-0658-dsc-4929&cat=500)
Blick den Kessel hinauf. Man folgt dem sich hier bildenden Bachbett bis zur Abbruchkante abwärts

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0719-DSC_4937.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141646&title=20150811-0719-dsc-4937&cat=500)
Blick zurück zur Abbruchkante bei der man nach rechts über das ebenfalls erkennbare Grasband aus dem Kessel ausbricht.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0728-DSC_4940.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141647&title=20150811-0728-dsc-4940&cat=500)
Hier findet man sogar noch verblichene alte Wegmarkierungen

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0728-DSC_4941.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141648&title=20150811-0728-dsc-4941&cat=500)
Blick aus dem Kessel heraus auf das Grasband

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0730-DSC_4947.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141649&title=20150811-0730-dsc-4947&cat=500)
Der Lante entlang geht es nun abwärts in Gras/Fels

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0736-DSC_4958.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141650&title=20150811-0736-dsc-4958&cat=500)
bis zu einem kleineren Felsband welches abgeklettert wird.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0739-DSC_4960.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141652&title=20150811-0739-dsc-4960&cat=500)
Hier erreicht man eine Grasterasse auf dem man sich nach links wendet und die im Bild erkennbare grasige Kuppe (Bildmitte) ansteuert. Unterhalb dieser Kuppe befindet sich der überwucherte Pfad.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0749-DSC_4970.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141653&title=20150811-0749-dsc-4970&cat=500)
Blick zurück. Rechts oben der Kessel durch den man herunter kommt sowie die Kante der man nach links unten abwärts folgt. Sieht gruseliger aus als es ist.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0802-DSC_4983.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141654&title=20150811-0802-dsc-4983&cat=500)
Blick abwärts ins Val Frisal, der (noch) unkenntliche Pfad folgt dem Grasverlauf abwärts...

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0807-DSC_4989.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141655&title=20150811-0807-dsc-4989&cat=500)
...und tritt dann im Verlauf des Abstiegs immer mehr hervor.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0824-DSC_5007.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141656&title=20150811-0824-dsc-5007&cat=500)
Im Val Frisal. Hier hat es bestes Quellwasser bis knapp unter den Paßübergang ins Val Punteglias.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0902-DSC_5014.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141657&title=20150811-0902-dsc-5014&cat=500)
Auf dem Weg nach Westen


Ist man im Val Frisal angelangt folgt man diesem nach Westen bis hin zur Barcun Frisal Sut, dem Übergang ins Val Punteglias. Dem Talverlauf folgt man nach Belieben bzw. je nach Wasserverlauf (keine Wegspuren) bis bei grob P1948 sich einige Wegmarkierungen finden lassen (südliche Talseite). Diesen Wegmarkierungen kann, muß man aber nicht folgen da der Pfad und die Markierungen sich recht schnell wieder verlieren und man zu viel Zeit verschwendet, um diese zu suchen.

Statt dessen folgt man einfach südlich vom Bach das Tal aufwärts bis zum ersten größeren Aufschwung zwischen 2000 und 2300m. Hier peilt man die zentrale, grasbewachsene Rippe südlich (links) vom Bachhauptverlauf an und steigt die Kante entlang zu P2298 auf (einzelne Steinmännchen sowie Farbmarkierungen).

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0928-DSC_5022.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141658&title=20150811-0928-dsc-5022&cat=500)
Der erste Talaufschwung. In der Bildmitte die grasige zentrale Rippe der man aufwärts folgt. Rechts daneben befindet sich der deutlich eingefressene und steinige Verlauf des Bachs.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0950-DSC_5027.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141659&title=20150811-0950-dsc-5027&cat=500)
Im oberen Bereich der Rippe - eine Markierung

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-0952-DSC_5029.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141660&title=20150811-0952-dsc-5029&cat=500)
Blick zurück entlang der Aufstiegsroute

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1016-DSC_5037.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141661&title=20150811-1016-dsc-5037&cat=500)
Bei P2298 mit Blick auf den Paß


Ab P2298 geht man grob der Talmitte folgend über Schutt weiter in Richtung Barcun Frisal Sut (Wasser bis knapp auf 2700m findbar). Etwas mühsam gestalten sich die letzten Meter im steilen Kies aufwärts. Wir sind hier möglichst knapp unterhalb der linken Felskante zur Lücke aufgesteiegn, eventuell kann man von rechts (nördlich) kommend eine bessere weil weniger rollende Route finden.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1034-DSC_50481.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141662&title=20150811-1034-dsc-50481&cat=500)
Im Bereich um 2600m - hier kann man einen Schuttkoller erleiden....

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1116-DSC_5063.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141663&title=20150811-1116-dsc-5063&cat=500)
...denn an Steinen mangelt es nicht. Rechts im Bild der Piz Frisal für den keine aktuelle Routenbeschreibung existiert.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1155-DSC_5081.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141664&title=20150811-1155-dsc-5081&cat=500)
Die letzten Meter. Wir sind hier von links kommend hoch, man kann auch den zentralen kleinen Felskopf rechts umrunden und eventuell günstiger aufsteigen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1207-DSC_5090.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141665&title=20150811-1207-dsc-5090&cat=500)
Schutt plaisier. Hier rutscht einfach alles.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1207-DSC_50911.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141666&title=20150811-1207-dsc-50911&cat=500)
Barcun Frisal Sut von unten

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1229-DSC_5095.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141667&title=20150811-1229-dsc-5095&cat=500)
Und der Blick hinunter auf den Abstieg.


Der Abstieg ins Val Punteglias erfolgt durch eine schuttige und Rinne. Ist man alleine unterwegs kann man eigentlich ohne Helm runter da die Hauptgefahr aus losgetretenen Steinen besteht. Der Weg wird aber kaum begangen, man ist also alleine unterwegs. Ist man zu zweit/dritt unterwegs empfiehlt sich ein Helm sowie ein gestaffelter Abstieg bei dem die Leute nach einigen Metern an geeigneten Stellen warten bis jeweils der nächste nachgestiegen ist.
Man folgt der Rinne an Ketten und Stahlseilen abwärts bis sich diese verbreitet und man im darunterliegenden Tal landet. Highlight des Abstiegs ist ein Hangelquergang bei dem man aus dem Rinnenboden heraus nach links einem schmalen bis stellenweise nicht existierenden Felsband heraus folgt und dann wieder in den Rinnenboden absteigt.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1232-DSC_50981.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141668&title=20150811-1232-dsc-50981&cat=500)
Los geht es - die ersten Stahlseile warten.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1234-DSC_51021.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141669&title=20150811-1234-dsc-51021&cat=500)
Einige Steilstufen bieten Abwechslung und Kraxelei

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1238-DSC_5111.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141670&title=20150811-1238-dsc-5111&cat=500)
Blick runter

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1252-DSC_51271.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141671&title=20150811-1252-dsc-51271&cat=500)
Weitere Ketten/Seile

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1256-DSC_5134.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141672&title=20150811-1256-dsc-5134&cat=500)
Hangelquergang, gesehen von unten

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1259-DSC_51351.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141673&title=20150811-1259-dsc-51351&cat=500)
Hier mit etwas weniger Brennweite. :bg:


Sobald sich die Rinne verbreitert steigt man in nordwestliche Richtung den breiten Hang abwärts. Es befinden sich hier weitere Stahlseile denen man folgt. Das Ende bzw. der Einstig des Steigs ist mit einem riesigen roten Punkt markiert. Hier wendet man sich nach Süden, steigt zunächst nicht all zu weit ab bis man einige sich unterhalb befindliche geschliffene Platten hinter sich gelassen hat, geht dann frei Schnauze hinter zum Talboden und in südliche Richtung bis zur Hütte.
Es lohnt sich hierbei zunächst bis zum westlichen Ende des Talbodens zu gehen und erst dann nach Süden abzudrehen da die Schwemmebene die man sonst durchquert ordentlich Schlamm aufweist. Auf den letzten Metern bis zur Hütte bildet sich ein deutlicher Pfad heraus, Steinmännchen sowie solarbetriebene Laternen(!) weisen zudem den richtigen Weg.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1307-DSC_5148.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141674&title=20150811-1307-dsc-5148&cat=500)
Am unteren Ende. Hier peilt man kleinen Felskopf an welcher sich links neben dem größeren Schneefeld befindet.


https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1309-DSC_5150.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141675&title=20150811-1309-dsc-5150&cat=500)
Blick zurück zur Rinne


https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1310-DSC_5152.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141676&title=20150811-1310-dsc-5152&cat=500)
Blick in Richtung Süden das Tal entlang

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1322-DSC_5159.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141677&title=20150811-1322-dsc-5159&cat=500)
Die Farbmarkierung des Einstiegs sowie die ersten abgeschliffenen Felsbereiche die man oberhalb davon in südliche Richtung passiert.


https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1329-DSC_5163.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141678&title=20150811-1329-dsc-5163&cat=500)
Blick nach Norden. Die Felsmauer wird vom Bündner Tödi gebildet.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1347-DSC_51741.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141679&title=20150811-1347-dsc-51741&cat=500)
In der Schwemmebene

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1348-DSC_5182.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141680&title=20150811-1348-dsc-5182&cat=500)
die man wie erwähnt besser westlich davon umgeht.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1409-DSC_5188.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141681&title=20150811-1409-dsc-5188&cat=500)
Auf den letzten Metern

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/20150811-1416-DSC_5190.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=141682&title=20150811-1416-dsc-5190&cat=500)
Puntegliashütte.

Unterkunft/Übernachtungsmöglichkeiten:
Biferten- und Puntegliashütte. Alternativ dazu Biwak auf dem Weg zwischen den Hütten. Außer in der Lücke sowie dem Abstieg ins Val Punteglias findet sich überall frisches Wasser. Gestört wird man wohl maximal im unteren Val Frisal durch Kühe.

Tie_Fish
07.02.2016, 10:15
Sind die auf den Bildern gezeigten Klettereien der höchste Schwierigkeitsgrad bei der alpinen Variante? Blieb der Pickl am Packl?

Vegareve
07.02.2016, 10:27
Für diesen Abschnitt war es die schwerste Stelle, aber wirklich schwierig war es nicht, man hat die Stahlseilen. Helm ist aber auf jedem Fall zu empfehlen. Pickel haben wir in den Glarnern diese 3 Tage nicht benutzt, da wir hauptsächlich Tälern erkundet haben, keine grosse Gipfel mit Gletscher.

Tie_Fish
07.02.2016, 11:14
Danke, das ist schonmal sehr hilfreich. Ich habe mal die non-alpine Variante ins Auge gefasst, dann kann ich Frauchen und Hundchen mitnehmen und brauche weder Helm noch Pickel (macht ja eigentlich keinen Sinn, nur eines davon mitzunehmen).

Kann man am Start- oder Zielpunkt das Auto irgendwo sicher abstellen und dann mit Öffis gut zum jeweils anderen Punkt kommen? (Habe da eine kleine Aversion gegen die Postbus-Preise :ignore:)

Vegareve
07.02.2016, 11:54
Von welchen Routenabschnitten sprichst Du? Ich habe ja nicht alles gemacht, was Becks hier schildert.
Mit dem Hund durch Val Frisal kann man schon mal vergessen.


brauche weder Helm noch Pickel (macht ja eigentlich keinen Sinn, nur eines davon mitzunehmen).
Doch, natürlich, Helm ist für (oder gegen) den bröseligen Fels, Pickel für Gletscher. Die Gletscher kann man meistens vermeiden bei so einer Route.

Postbus ist auch Öffi ;-).

Tie_Fish
07.02.2016, 16:49
Ich meine die Abschnitte 1-11 ohne die als Alpinvariante (8a bis 11c) genannten Abschnitte. Die Karte habe ich mir noch nicht angesehen. Oder ich habe die Strecke noch nicht verstanden...

Neee, ist klar. Ich meine, wenn ich Hochtouren plane, nehme ich Helm und Pickel mit, man weiß ja nie was kommt. Wenn ich nur Wandern gehe, dann nehme ich auch keinen Helm mit.

Gibt es eine günstigere Möglichkeit als den Postbus oder gibt es eine günstige Möglichkeit, den Postbus zu nutzen (außer diese Schweiz-Touri-Karte, die auch über 100€ kostet)?

basstardo
07.02.2016, 18:33
Hi

habe mal geschaut (offizielle Variante): SBB Park+Rail in Airolo kosten 7 Tage 35 Chf

(https://www.sbb.ch/ticketshop/b2c/adw.do?9062).

Ich habe so mal 2 Wochen an einem kleinen Bahnhof geparkt. Einfach 2 Parkkarten gekauft, fertig.

Ich weiss, dass es an der Talstation Airolo-Pesciüm einen grossen Parkplatz gibt. In wie fern man den nutzen kann, weiss ich aber nicht.

Dann von Airolo nach Brülisau, Kastenbahn sind knapp 4 Stunden und 67 Chf pro Person ohne Ermässigung.



Gruss
Westi

Tie_Fish
07.02.2016, 19:02
Aha, na toll. 2x Parkticket plus 2x Fahrschein plus 1x Hund macht summakrumma 230 Flänkli. Ansonsten mag ich die Schweiz.

Idee: Wir laufen einfach hin und zurück...

Ist es billiger, ein (Fress-)Paket von D in die Schweiz zu schicken oder innerhalb der Schweiz? Aus D 35,99€bis 10kg, 49,99€ bis 20kg. Das könnte man zum Wendepunkt schicken, neu Futter aufnehmen und (andere Strecke?) zurück.
Suchsuchsuch: Aha. 10 Kilo 10 CHF, 20 Kilo 15CHF. Gebongt.

Becks
09.02.2016, 10:27
Kann man am Start- oder Zielpunkt das Auto irgendwo sicher abstellen und dann mit Öffis gut zum jeweils anderen Punkt kommen? (Habe da eine kleine Aversion gegen die Postbus-Preise :ignore:)

Warum nicht per Bahn aus Deutschland anreisen, oder gibt es auch da Aversionen gegen die Bahnpreise? :bg:

In St.Gallen wüsste ich so spontan keinen kostenlosen Parkplatz. Sind alles Zonenparkplätze, ein Dauerparplatz an der Kreuzbleiche kann monatsweise gebucht werden, schlägt aber mit 160 CHF zu Buche. Eventuell in einem kleineren Ort in CH oder .AT parken und dann per Bus/Bahn hoch?

Tie_Fish
09.02.2016, 10:39
Warum nicht per Bahn aus Deutschland anreisen...?

1. Hund,
2. das löst auch nicht das Problem, vom Ende zum Startpunkt zu kommen (oder nur teilweise),
3. wollen wir noch weiter nach Italien und dort noch ein paar Touren machen,
4. wozu hat man ein Wohnmobil :grins:?,
5. deutsche Bahnpreise (manchmal ist es billiger, bei der SBB zu buchen, habe ich auf der Strecke Göttingen - Basel schon erlebt)


In St.Gallen wüsste ich so spontan keinen kostenlosen Parkplatz. Sind alles Zonenparkplätze, ein Dauerparplatz an der Kreuzbleiche kann monatsweise gebucht werden, schlägt aber mit 160 CHF zu Buche. Eventuell in einem kleineren Ort in CH oder .AT parken und dann per Bus/Bahn hoch?

Kleinere Orte sind wohl die Alternative. Ich habe schonmal in der Schweiz einen Bauern gefragt und er hat mich kostenlos 10 Tage parken lassen. Gab einen italienischen Käse für ihn. So werden wir das wieder versuchen. Einfach einen oder zwei Tage vorher anreisen und rumfragen.

Wenn du schon eine neue Alpenüberquerung in Reiseführerqualität hier etablierst, kann man ja erwarten, dass du dich auch um Rücktransport der Gäste kümmerst, oder nicht?! :motz: :grins:

Vegareve
09.02.2016, 10:45
Für 50 Euro könnten wir unsere Garage vermieten :baetsch:.

Tie_Fish
09.02.2016, 10:48
Wir kommen der Sache näher :grins: 2,90m hoch, 7m lang, 2,45m breit?

Becks
09.02.2016, 10:49
Naja,
ich habe eher weniger an Autos und Parkplätze gedacht sondern hatte zwei Punkte im Sinn die einfach per ÖV von sonstwo erreichbar und zudem per ÖV gut verbunden sind. Airolo liegt an der Nord-Süd-Achse (Italien -> DE), die auch von St Gallen angefahren wird (Zug nach Luzern, Voralpenexpress). Laut SBB.ch dauert die Fahrt knapp 3 Stunden und man ist mit 1x Umsteigen in SGA. Die letzte Fahrt ist um 22 Uhr abends.

Mal so als vergleich zum E5:


Vor allem auch deshalb, weil die Zugverbindung für die Fahrt von Meran nach Oberstdorf nicht die beste ist. Um 15:16 Uhr fährt der letzte sinnvolle Zug wochentags in Meran ab. Nach dreimal umsteigen in Bozen, München und Kempten fährt der Zug um 0:15 Uhr nach fast 9 Stunden Reisezeit in Oberstdorf ein.


Was eventuell gehen könnte wäre vor Ort auf der Strecke von St Gallen nach Wasserauen in den Orten mit Bahnhof einfach die Anwohner befragen. Eventuell hat da einer einen Parkplatz oder man kann solch ein WoMo auch direkt am Bahnhof in ein Eck drücken.

Tie_Fish
09.02.2016, 10:56
Schon klar!

Uns passt Airolo auch gut, von da aus kommen wir prima weiter. Ich hatte eher gedacht, den Autowagen in Airolo abzustellen und mit Öffi nach SGA zu fahren und da zu starten - es motiviert einfach mehr, wenn man auf das Auto sprich Essen zuläuft :p

Der E5 ist aber mittlerweile mit Busverbindungen recht gut versorgt, jeden Morgen um 6 Uhr fährt ein Bus vom Hotel Stiegler/Ziegler am Turm von Meran nach Oberstdorf, auch von Bozen aus gibt es schon direkte Busse (habe jetzt nicht recherchiert, aber neulich gelesen).

Lobo
09.02.2016, 16:15
@Tie_Fish

Vermiete doch dein Womo in St. Gallen... Rückgabe dann 10 Tage später in Airolo. :grins: Da hast du sogar noch was verdient. :baetsch:

Grüße
Thomas

Tie_Fish
09.02.2016, 16:23
@Tie_Fish

Vermiete doch dein Womo in St. Gallen... Rückgabe dann 10 Tage später in Airolo. :grins: Da hast du sogar noch was verdient. :baetsch:

Grüße
Thomas

Ich fürchte, da sieht das Bild vom WoMo in deinem Kopf anders aus als die Realität. Glaube kaum, dass sich das gegen Geld vermieten ließe. Eher spenden die Leute :grins:

Becks
01.03.2016, 18:06
Kurzes Update:

Nachdem ich jetzt auf Skitour (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/22788-Kann-ein-Sonntag-sch%C3%B6ner-sein?p=1474989&viewfull=1#post1474989) im Alpstein in der Ecke war wo der B1 durch geht habe ich beschlossen, die Route leicht abzuändern.

Anstelle vom Mutschensattel direkt zur Teselalp abzusteigen empfehle ich einen Umweg über Mutschensattel - Chreialpfirst - Zwinglipasshütte (hier Pause) und dann erst Abstieg ins Tal der Teselalp. Der Umweg dürfte etwa 1 Stunde Zeit mehr beanspruchen aber der Ausblick auf Girenspitze und Co. ist es wert. Die Steilstufe im Abstieg zur Teselalp ist zudem breit in den Fels gehauen, unschwierig und bietet auch noch eine schöne Aussicht in Richtung Churfirsten.

Daher: 1 Stunde plus und etwas mehr hübsche Umgebung.

Wer zudem extra Zeit hat kann/sollte noch einen Abstecher zum Jöchli und/oder Moor unternehmen. Gepäck in Chreialpnähe ablegen oder unterhalb der Zwinglipasshütte deponieren und dann zu Fuss dort hoch. Der Ausblick lohnt sich.

Ich bin auch noch am Überlegen, auch hier eine Alpinvariante zu beschreiben. Da muss ich noch etwas Infos sammeln aber folgende Route sollte ohne grössere Schwierigkeiten machbar sein:
Mutschensattel - Chreialpfirst - Zwinglipasshütte - Jöchli - Wildhuser Schofberg - Schäferhütte - Wildhaus.

Tie_Fish
01.03.2016, 20:36
Check! Danke! Wird umgeplant.

Wafer
02.03.2016, 08:07
Hallo Becks.

Gefällt mir gut was es hier zu lesen und zu sehen gibt! Vielen Dank! Nun ist nicht jeder so ambitioniert, dass er immer ein Zelt oder Schlafsack für Outoorübernachtung dabei haben will. Ich bin ganz ehrlich: Ich bevorzuge Hütteübernachtungen! Ich bin halt auch schon in der zweiten Hälfte des Lebens und habe einige Kriegsleiden an der Wirbelsäule. Daher die einfache Frage: Wie sähe dieser Weg mit Hüttenübernachtungen aus? Einige habe ich schon identifiziert. Nur kenne ich die Schweiz recht gut und weiß, dass die Hütten in der Regel recht weit auseinander stehen. Mit Ausnahme des Alpsteins. :p
Hast du zu dem B1 (wo kommt eigentlich der Name her? Becks Route Nr. 1?) einen GPX-Track?
Ich hätte auch Interesse an einer Süd-Erweiterung über Cristalinahütte und zum Lago Maggiore. Was würdest du hier für eine Route empfehlen?

Gruß Wafer

Becks
02.03.2016, 09:24
Zur Hütten:
Lediglich für die Panixerpasshütte benötigt man Schlafsack und einen Kocher da diese eine unbewartete Minihütte am Weg ist. Der Rest ist mit Hütten bzw. Unterkünften unten im Tal begehbar.

GPX-Track:
nur zum Teil und zwar auf zwei Abschnitten, die als Alpinalternativen zum leichteren Weg herhalten. Der erste Abschnitt ist vom Abstieg Bifertenhütte ins Val Frisal, der zweite dann der Übergang von der Puntegliashütte ins Val Gliems und weiter ins Val Russein. Die Abschnitte sind quasi weglos bzw. maximal dürftigst markiert und es existierte auch keine wirklich nutzerfreundliche Wegbeschreibung. Allerdings habe ich Screenshots. von geodamin.ch angefertigt und den Routenverlauf dort eingezeichnet. Diese kann ich auf Anfrage weiterreichen aber hier nicht offen einhängen da sie hochauflösend und zu gross sind und ich keine Erlaubnis dafür besitze.

Süderweiterung:
Man kann von Airolo aus in die Berge südlich davon aufsteigen und sich zum Pizzo Campo Tencia durcharbeiten. Details dazu müsste ich erfragen, ich kenne jemand der das schon gemacht hat. Von dort aus (Campo Tencia-Hütte) kann man zum Rif. Alpe Sponda und nach Westen zur Cap. Barone. Hier beginnt der Via Alta della Verzasca (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/88284-CH-Via-alta-della-Verzasca-VAV), den man auch in Nord-Süd-Richtung durchturnen kann. Falls jemand diesen Bereich etwas alpiner gestalten will: ich bin schon den Grat vom Campo Tencia in Richtung Pizzo Forno durchgeturnt. Einfacher als gedacht, nicht wirklich markiert und man hat seine Ruhe.

Natürlich kann man auch von Airolo aus direkt zur Cap. Cristallina aufsteigen. Wenn ich so auf die Karte schaue sieht die Distanz als Tagestour machbar aus. Man kann natürlich aber auch von Airolo zu Fuss das Tal in Richtung Nufenenpass und in All'Aquqa nächtigen, es hat dort eine Unterkunft. Von dort aus ist es nicht mehr all zu weit zur Cristallina bzw. wenn man etwas weiter gehen möchte zur Cap. Basodino. Von der Basodino dürfte es dann noch ein Tagesmarsch sein um durch das Verzsscatal nach Süden bis fast vor Locarno zu kommen. Ist die Strecke zu weit kann man unterwegs das gesamte Tal entlang ab Cavergno auch in einen Bus einsteigen, der einen nach Locarno bringt. Ist aber schade denn der Fussweg durch das Tal ist wirklich sehenswert.

Becks
02.03.2016, 15:28
Kleines Update:

Übersichtskarten für die Strecken zwischen Brülisau und Panixerpass sind nun eingebaut....

Fernwanderer
18.04.2016, 20:00
Ein sehr schönes Projekt Becks.
Die Route sollte auch noch im Oktober machbar sein, wenn das Wetter halbwegs mitspielt. Das wäre also noch eine Option für diesen Herbst. Sonst wird's 2017.
Danke.

Becks
19.04.2016, 10:19
Jo,
Oktober könnte noch gehen. Ist aber etwas wetterabhängig, es kann da schon runter bis ins Tal mal Schnee haben. Ausserdem müsste man dann wegen den Übernachtungen einmal die Strecke abklappern, ev. sind da schon zumindest ein Teil der Hütten dicht (-> Winterraum(?)).

Alex

basstardo
21.04.2016, 07:56
Hi Zusammen,

Wir sind Anfang November 2015 von Elm über den Panixerpass nach Rueun. Wir haben in der Panixerpasshütte übernachtet, wir waren insgesamt 4 Leute. Etwas oberhalb (2624 m) ist der Rotstock, was aber mehr Ebene als Gipfel ist. Da kann man auch gut biwakieren. In den 2 Tagen haben wir vllt. 8 Leute getroffen. Was natürlich auch der Jahreszeit geschuldet war. Ich bin die Strecke aber schon einmal im September 2014 gelaufen, da habe ich auch nur 2 Leute getroffen.

Gruss,
Westi

Becks
02.06.2016, 21:24
Worum geht es beim B1?
Schaut man sich hier und woanders zum beliebten Thema "Alpenüberquerung" um, erkennt man recht schnell, dass sich quasi alle Diskussionen um den E5 Oberstdorf - Meran drehen. Für diese komplett touristisch erschlossene und völlig überlaufenen Route wollte ich eine Alternative erstellen, welche ebenfalls nicht all zu hohe Vorraussetzungen hinsichtlich Ausrüstung und Wissen stellt, sich alternativ hüttengestützt oder mit Zelt/Biwaksack durchführen lässt und zudem möglichst konsequent alle Talverläufe meidet.



Stand:
Die Route ist fixiert und wird nicht mehr geändert. Sie ist zudem komplett bei alpenvereinaktiv.com hinterlegt. Es fehlen "nur" noch Detailbeschreibungen der Abschnitte, aktuelle Bilder sowie Tipps am Rande wie alternative Biwakplätze, Wasserversorgung unterwegs etc. Da sich bislang zudem kein Opfer gefunden hat, den Weg am Stück anzutesten, werde ich gegen Ende September das Ding unter die Hufe nehmen.



Die letzten Anpassungen:
Juni 2016:
- Aufgrund der Aussicht wurde die Route im Bereich des Alpsteins verlegt und verläuft nun standardmäßig zur Zwinglipaßhütte und von dort aus nach Wildhaus.
- Im Bereich der Greina wurde die Route so angepaßt, daß diese nun nicht nach Blenio führt, sondern über den Steinbockpfad am Pass d'Uffiern zur Cna Bovarina verläuft.

10.8.2016:
- Die Alpinvariante zw. Zwinglipaßhütte und Wildhaus (über Jöchli) ist nun kurz beschrieben und als Karte auf alpenvereinaktiv abrufbar.
- Die Alpinvariante zwischen Elm und Panixerpaß ist nun kurz beschrieben und als Karte auf alpenvereinaktiv abrufbar.
- Alpinvariante zwischen Pass d'Uffiern und Lukmanierpaß ausgearbeitet.

11.8.2016
- Schwierigkeitsbewertung nach SAC Wanderskala (http://www.sac-cas.ch/nc/unterwegs/schwierigkeits-skalen.html?cid=1512&did=1000352&sechash=bdae41d3) ergänzt. Achtung: die Einstufung ist tw. subjektiv, aber nach besetm Wissen und Gewissen.
- Landkarten für die Alpinvariante Pass d'Uffiern und Lukmanierpaß bzw. Airolo ergänzt.


Die Route in der Übersicht:
Der B1 vom Bodensee nach Airolo (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/der-b1-zu-fuss-vom-bodensee-bis-nach-airolo/106732011/?share=~zakaarfr$4osswtae)


Die Eckdaten:
- 185 km Strecke, 11200 m Aufstieg, 10700 m Abstieg und nur knapp 2km davon entlang einer Strasse.
- Der Weg durchquert 32 Schutz- und Sonderzonen.
- Maximalschwierigkeit: T4, welcher durch Umgehung des Stambecco-Pfades bei der Greina auf T3 gesenkt werden kann.
- Komplett mit Zelt begehbar, alternativ dazu auch komplett hüttengestützt, wobei für eine Übernachtung ein leichter Schlafsack sowie ev. ein Kocher und ein kleiner Topf notwendig ist.
- Keine mechanische Hilfsmittel (Taxi, Bergbahn,...) notwendig.


Die Einzeletappen:
Tag 1 - Brülisau - Zwinglipaßhütte (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-tag-01-variante-1/106730629/?share=~zakxyhxi$4osswt9x) T3
Tag 2 - Zwinglipaßhütte - Wildhaus (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-tag-02-variante-1/106725114/?share=~zaklpyqv$4osswryr) T3
Tag 3 - Wildhaus - Walenstadt (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-tag-03-variante-1/106730692/?share=~zakxhlnt$4osswt9x) T3
Tag 4 - Walenstadt - Murgseehütte (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-tag-04-variante-1/106730713/?share=~zakxjnir$4osswt9y) T1-T2
Tag 5 - Murgseehütte - Elm (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-tag-05-variante-1/106730735/?share=~zakxmesx$4osswt9y) T1-T2
Tag 6 - Elm - Panixerpaß (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-tag-06-variante-1/106730750/?share=~zakxnrae$4osswt9y) T2, 5h
Tag 7 - Panixerpaß - Bifertenhütte (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-tag-07-variante-1/106730769/?share=~zakxpcwa$4osswt9y) T3, 4.5-5h
Tag 8 - Bifertenhütte - Trun (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-tag-08-variante-1/106730159/?share=~zakwtitb$4osswt9u) T3, 5h
Tag 9 - Trun - Terrihütte (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-tag-09-variante-1/106730194/?share=~zakwxewp$4osswt9u) T3, 6h
Tag 10 - Terrihütte - Cap. Bovarina (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-tag-10-variante-1/106730405/?share=~zakx9kki$4osswt9w) T4, 8-8.5h
Tag 11 - Cap. Bovarina - Cap. Cadlimo (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-tag-11-variante-1/106730471/?share=~zakxjxfx$4osswt9w) T2, 6.5h-7h
Tag 12 - Cap. Cadlimo - Piota/Airolo (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-tag-12-variante-1/106730503/?share=~zakxmxce$4osswt9w) T2, 4h



Die Bergvarianten:
Auf einigen Abschnitten bieten sich für Geübtere Leute alpine Varianten an, welche eine höhere Schwierigkeit aufweisen. Folgende Varianten sind bis jetzt eingeplant:

Tag 2: Karte (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-alpinvariante-wildhaus/107637949/?share=~zbhcouxe$4ossehab) T4
Anstelle direkt nach Wildhaus abzusteigen, folgt man zunächst dem Weg Richtung Altmann bis P2334, wandert dann entlang des Nädliger (Grat, T4) zum Jöchli, weiter zum Wildhuser Schofberg und von dort über die Schäferhütte nach Wildhaus hinunter.

Tag 6: Karte (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-alpinvariante-elm-panixer/107638242/?share=~zbhcf4wg$4ossehas) T4
Von Elm über die Martinsmadhütte, Bündnerbergjoch (2620m), Glarner- und Bündner Vorab (3028m), Sether Unterkunft sowie Rotstock zur Panixerpaßhütte (T4, zeitweilig weglos, eventuell Firn)

Tag 8: Karte (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-alpinvariante-1-tag-2/106888685/?share=~zasg3x7p$4osswcqz), GPX-Track liegt vor und kann bei Bedarf verschickt werden. T5
Von der Bifertenhütte aus nach Westen und auf etwa 2500m in einen breiten Kessel, etwa 500m ab Hütte bis zum Einstieg. Dort weglos über steilere felsdurchsetzte Grashänge (T5- bis T5, Fels II) nach Faschas und über einen sich immer deutlicher abzeichnenden Pfad in das Val Frisal. Ab hier nach Westen, zum oberen Talende bei der Barcun Frisal Sut und steil in einer schuttigen und steinschlaggefährdeten Rinne an Ketten und Stahlseilen hinunter in das Val Punteglias (T5+, Fels II+ bis III-, seilversichert). Übernachtung im Tal bzw. auf der Hütte oder alternativ dazu Abstieg am gleichen Tag nach Trun (Campingplatz), wo die Normalroute wieder erreicht wird.

Tag 9: Karte (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-alpinvariante-1-tag-2/106888685/?share=~zasg3x7p$4osswcqz), GPX-Track vom Val Gliems-Ausstieg ist vorghanden. T4+
Vom Val Punteglias aus entlang des Zustiegwegs zum Tödi zur Fuorcla da Punteglias (T3, bei Dunkelheit etwas interessantere Wegsuche) und von hier aus über P2652 in das Val Gliems (weglos, einzelne Steinmännchen und Farbmarkierungen, T3). Durch das Val Gliems und aus diesem auf der südlichen Zalseite heraus, auf etwa 2200m einen steilen Grashang querend (Farbmarkierungen, gut ausgetretener, schmaler Pfad, T4+) bis zu P2268, dann weglos über Gras und niedrige Bpüsche zu P2053 und von hier aus zu einem Weg, welcher auf 1980m beginnt und in nördliche Richtung in das Val Russein hinunterleitet. Anschließend Abstieg nach Sumvitg (Campingplatz).

Tag 10/11: Karte Tag 1 (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-alpinvariante-greina-tag-1/107646628/?share=~zbhrpif4$4ossehnm) Karte Tag 2 (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/alpinvariante-greina-tag-2/107646809/?share=~zbhrarkn$4ossehnn) T4-T5 (?)
Cna Terri - Cna Bovarina. Ab Sasso Lanzone weglos über den Grat zur Cima die Garina, Pass Cristallina zur Cima della Bianca. Hier Biwak beim See westlich vom Gipfel. Am nächsten Tag über Pizzo del Corvo, Scopi zum Lukmanierpass und von hier nach Airolo. Streckenweise weglos, T5


Weitere Ideen:
Plant man einen zusätzlichen Tag ein, kann zudem eine Gratwandervariante ab Cna Terri eingelegt werden. Hier folgt man dem Kammverlauf Piz da Stiarls - Piz Greina - Piz Vial - Piz Gaglianera - Piz Valdraus, verlässt dann kurzfristig den Grat (Laut hikr Platten II/III im Abstieg), kehrt dann bei oder unterhalb P2903 zu diesem zurück und folgt über P2803 weiter dem Grat zum Piz Medel, Cima di Camadra und Piz Uffiern zur Fuorcla Cristallina, dann nach SO zum Pass Uffiern und von hier aus weiter dem Grat entlang bis zum Scopi. Leider verpasst man hierbei mit der Greina Hochebene eine sehr schöne Landschaft.
Achtung: Am Medel (halbwegs harmloser) Gletscher, Begehung auf eigene Gefahr, eventuell direkt an der südlichen Felskante entlang die Hochebene queren.


Kartenausschnitte der Tour:
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/B1_Uebersicht.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=153015&title=b1-uebersicht&cat=500)

beerlao
08.06.2016, 10:18
Wow, fantastische Beschreibung, das ist echt eine Leistung :o
Vielen Dank Becks, irre was du hier an Tourenvorschlägen raushaust!

Becks
08.06.2016, 11:17
Thx für die Blumen, und endlich kann ich sagen: die Route steht. Ich habe nun die Strecken/Zeiten an den einzelnen Tagen etwas ausbalanciert, den Routenverlauf basierend auf neuem Wissen (Zwinglipassecke im Alpstein sowie Ecke Greina "Steinbockweg") angepasst und feile jetzt noch etwas am Rahmenprogramm.

Am zweiten Tag z.B. steht nur der Abstieg Zwinglipass -> Wildhaus an, was mit 3 Stunden einigen Leuten zu wenig ist. Da kommt dann die Idee rein, eine Rundtour einzulegen und etwas die Aussicht zu geniessen, und zwar das hier:

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Tag_2_Ausflugsvariante.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=149949&title=tag-2-ausflugsvariante&cat=500)

Dem roten Weg folgend Richtung Altmann/Rotsteinpass, bei Lust und Laune Abstecher auf Altmann und/oder zur Rotsteinpasshütte, dann den Verbindungsgrat zum Jöchli (T4 - blau) rüber, auf das Jöchli (toller Aussichtsgipfel) und dann weglos, aber einfach über die grüne Route zurück zur Hütte. Dann ist der Tag ausgefüllt.

Spricht aber auch nichts dagegen, das auszulassen und stattdessen nach Wildhaus z.B. zu Fuss oder per Bahn direkt hoch auf den Gamserrugg oder Chäserrugg aufzusteigen und dort zu biwakieren. Dann ist Tag 3 nämlich kürzer und man kann sich so in Murg anstelle von Walendtadt auf dem Campingplatz einquartieren.


Jetzt hoffe ich mal, dass die Bänder halbwegs wieder flott zusammenwachsen, dann könnte das Ende September durchaus noch mein Ziel für meinen Sommerurlaub sein.

beigl
08.06.2016, 22:27
Großes Kino. Wenn ich jemals am 02er in Feldkirch ankomme, sollte ich da vielleicht gleich anschließen? Ostalpen Ost-West- und Nord-Süd-Überschreitung in einem Aufwasch!!

Antracis
08.06.2016, 22:47
Hab den Thread gerade erst entdeckt und lustigerweise haben meine Frau und ich uns gestern unterhalten, dass wir eigentlich gerne mal eine Alpenüberquerung machen würden, wenn die Routen nicht so voll wären. Jetzt sehe ich das Projekt plötzlich mit ganz anderen Augen.

Danke, Becks!! :cool:

Becks
09.06.2016, 09:44
Großes Kino. Wenn ich jemals am 02er in Feldkirch ankomme, sollte ich da vielleicht gleich anschließen? Ostalpen Ost-West- und Nord-Süd-Überschreitung in einem Aufwasch!!

Schon gewusst? Wenn Du in Airolo ankommst musst Du nur von dort aus das Tal Richtung Nufenenpass hoch wandern (1 Tag). Dann landest Du am nördlichen Startpunkt des GTA (https://en.wikipedia.org/wiki/Grande_Traversata_delle_Alpi). Alternativ benötigt man 2 Tage, um von Airolo aus zum Nordrand des VAV (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/88284-CH-Via-alta-della-Verzasca-VAV) zu kommen.

Sollten es meine Bänder zulassen und das Wetter passen, dann bin ich wohl Ende September auf dem B1 unterwegs. Mir fehlen noch ein paar kleinere Abschnitte, die ich noch nicht abgewandert habe.

Becks
17.06.2016, 21:55
Die Alpinvariante ist zur Hälfte fertig. Sie verbindet den Bereich Bifertenhütte - Trun (Etappe 8) über eeine zweitägige, alternative Route (Bifertenhüttte - Puntegliashütte und Puntegliashütte - Trun bzw. Cumpadials):

Alpinvariante 1 - Etappe 1 (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-alpinvariante-1-tag-1/106882975/?share=~zarqbcxm$4osswcoc)

Achtung: GPX-File bzw. GPS Track sowie die Bilder beachten, die ich eingebunden habe. So hat man einen guten Eindruck, was einen erwartet.

Becks
18.06.2016, 15:25
Alpinvariante 1 - Tag 2 (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/b1-alpinvariante-1-tag-2/106888685/?share=~zasg3x7p$4osswcqz) ist fertig.

Becks
10.08.2016, 21:04
Die aktuelle Routenbeschreibung findet sich nun hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/87292-Routenbeschreibung-B1-vom-Bodensee-nach-Airolo?p=1503423&viewfull=1#post1503423).

Die letzten Änderungen:
Alpinvarianten zwischen Elm und Panixer ausgearbeitet und eine Alpinvariante an der Greina ergänzt.

beigl
10.08.2016, 21:19
Nimmst du noch Begleitung für deine Testabwanderung Ende September? Ins Tessin wollte ich auch schon immer mal.

Becks
10.08.2016, 21:22
Bis jetzt hat sich keiner gemeldet. Muß mal sehen, wie schnell meine Füße wieder fit sind und wie gut das Wetter ist. Wenn es klappt, latsche ich das Teil mit allen Alpinvarianten ab.

Meine Planung/Einteilung bis jetzt ist grob:

Fr abend von SGA auf den Kamor beim Hohen Kasten, Biwak
Sa über Hoher Kasten und Zwinglipaß sowie Jöchli nach Wildhaus
So bis nach Murg
Mo bis Elm
Di Vorab und Panixerpaß
Mi bis zur Puntegliashütte
Do bis Trun
Fr Greina bis zur Scalettahütte
Sa Steinbockweg bis Pass Uffiern, dann die Gratkante entlang, zum Lago Retico und weiter bis zum See bei der Cima della Biance
So Gratwanderung bis zum Scopi, dann Lukmanier, Cadlimohütte und runter nach Airolo.

Muß aber noch über die Bücher wegen den Zeiten, ev. ist der Sonntag am Ende etwas lang. Alles zusammen käme man auf etwa 200km Strecke sowie 16000m Aufstieg und ebensoviel wieder runter. Ist schon viel....

beigl
10.08.2016, 21:23
Wenn ich mir freischaufeln kann wäre ich dabei. 2 Wochen wird sich vielleicht nicht ausgehen, aber mal sehen.

Becks
10.08.2016, 21:31
Großes Kino. Wenn ich jemals am 02er in Feldkirch ankomme, sollte ich da vielleicht gleich anschließen? Ostalpen Ost-West- und Nord-Süd-Überschreitung in einem Aufwasch!!

Jo, und nach dem B1 noch der GTA, denn der beginnt, wo der B1 endet. :bg:

Wenn Du mit willst, gerne. Sollte noch jemand mitkommen benötigen wir für die Frisal Sut einen Helm. Ab drei wird das dort echt eng und etwas steinschlägig.

beigl
10.08.2016, 21:33
Einen Helm zu dritt kriegen wir sicher UL hin.;-) Gib mir Bescheid wann du vorhast und dann schau ich mal. Restiamo in contatto.

Tie_Fish
10.08.2016, 22:10
Die aktuelle Routenbeschreibung findet sich nun hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/87292-Routenbeschreibung-B1-vom-Bodensee-nach-Airolo?p=1503423&viewfull=1#post1503423).

Die letzten Änderungen:
Alpinvarianten zwischen Elm und Panixer ausgearbeitet und eine Alpinvariante an der Greina ergänzt.

Suppi! 5sterne5sterne

Becks
11.08.2016, 08:51
Wenn ich mir freischaufeln kann wäre ich dabei. 2 Wochen wird sich vielleicht nicht ausgehen, aber mal sehen.

So sieht meine Liste gerade aus https://lighterpack.com/r/dir5dz (die rot gesternten sind Dinge, die ein Echter UL-ler sicherlich weglassen würde).

Gewichte stimmen noch nicht in allen Fällen, aber gegenstandsmässig dürfte da nicht mehr viel weg- oder dazu kommen. GPS und Diktiergerät sind der Dokumentation geschuldet, ich will den B1 nun vermessen.

Das Zelt würde für zwei Personen reichen, Gas müsste man eventuell noch aufstocken. Beim Topf müsste man zudem naoch nachrechnen, ob der reicht. Solltest Du, wie ich es gerade mache, auch auf Trekkinglunch setzen, dann wären 1.3L ausreichend, da nicht im Topf gekocht wird.

Kartenmaterial habe ich, ich nehme Ausdrucke der gesamten Route mit. Sonst habe ich ein halbes Kilo Karten im Rucksack (rumliegen tun sie immerhin schon).

Alex

beigl
11.08.2016, 09:33
Also in der vorletzten Dezemberwoche kann ich definitv nicht, in der letzten muss ich's mir mit Frau ausschnapsen.

Becks
11.08.2016, 12:49
Im Dezember will ich auch eher auf Skitour :bg:


uuund Update: Kartenmaterial Greina ist nun hinterlegt.

beigl
11.08.2016, 13:27
Ahem, September natürlich.

Becks
11.08.2016, 15:09
Wenns nur für einen Teil reicht, dann wäre meiner Meinung nach der Abschnitt Elm- Airolo am spannendsten. Da könnte man sich abends am Zelplatz beim Zündli treffen. Die Anfahrt ist recht trivial: Per Bahn nach Ziegelbrücke am Walensee und weiter bis nach Schwanden, dort in den Bus (fährt direkt vorm Bahnhof) bis Elm und etwa 1000m ab Haltestelle "Elm Station" in Richtung Stäfeli /Nideri. Zeltplatz liegt in einem Waldstück, etwa 100m vor der Talstation der Tschinglenbahn

basstardo
22.08.2016, 20:17
Hallo Zusammen

evtl mach ich ab Mittwoch die Etappen ab Trun bis Piotta. So wie ich das sehe, muss ich ja in der Terrihütte übernachten, oder? Danach ist ja mal bis kurz vor Lago Retico Jagdbanngebiet. Bin jetzt nicht so der Hüttenfan, kann mich aber damit arrangieren.

Ich berichte dann auch :).

Gruss
Westi

Becks
23.08.2016, 08:03
Dann viel Spaß. Das mit dem Biwak in der Ecke muß ich auch noch genau ansehen, das steht noch auf dem Plan für September.

Was ich weiß:
Das Warnschild wegen Campingverbot steht am Paß bei 2265m. Dahinter ist die Ebene (Naturschutzgebiet bzw. Jagdbanngebiet = Wildschutz).
Unterhalb der Terrihütte ist eine Fläche. Da kann man rein technisch gesehen auch ein Zelt hinstellen, ich weiß nur nicht, was die Wirte dazu sagen.
Die anderen zwei Hütten liegen innerhalb der geschützte Zone, da ist kein Biwak gestattet und ich bitte darum, dies einzuhalten.
Wenn Du die Hütten frei wählen kannst: die Motterasscio hat imo das beste Essen.
Du kommst von allen drei Hütten zum Steinbockweg und dann weiter, es ist ev. eben eine längere Strecke, die allerdings sehr schön ist.
Bei der Terri nicht direkt hoch zu P2265, sondern außen herum gehen (nach Osten und dann in die Ebene). Dort sind noch ein paar extra schöne Wasserarme zum fotografieren.
Wenn Du Zeit hast: Der Piz Gaglianera ist einfach aus der Greina besteigbar. Routenbeschreibung kann ich kurz noch tippen, wenn gewünscht.
Wenn Du biwakieren willst, geht das nach dem Abstieg von der Scaletta runter zu P1976. Dort hat es eine Wendeplatte für den Bus sowie ein Parkplatz.
Die Scaletta hat den schönsten Ausblick vom Schlafzimmer aus, wenn man Glück hat und an der Stirnseite ein bett ergattert.

Ergänzung: unterhalb der Scalette ist auch Jagdbanngebiet (=Wildschutzgebiet) und eigentlich Biwakverbot. Jo, ok, das akzeptiere ich, aber direkt beim Parkplatz finde ich das schon etwas seltsam, denn der ist nun nicht gerade eine Augenweide und zumindest hinsichtlich möglicher Zerstörung der Natur (im Gegenstz zur Hochebene selbst) nicht relevant.

Hier mal die Karte der Terriumgebung inkl. Jagdbanngrenze.
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/terri.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=153383&title=terri&cat=500)
Bei den roten Kreisen sehe ich eine Möglichkeit, zu biwakieren. Ich persönlich sehe Biwaks an den Plätzen kritischer, als wenn man die Isomatte auf dem Busparkplatz bei der Pian Geirett (http://www.filipponi.info/montagne/48-greina/P1010007.JPG) ausrollt.


Alex

basstardo
23.08.2016, 11:24
Erstmal danke für die Info. Top! Schutzgebiete etc. respektiere ich zu 100%, ist für mich auch ganz normal. Ich wollte halt nicht schon am ersten Tag ne Hütte ansteuern. Aber hab auch kein Problem damit. Vllt gehe ich die Strecke auch rückwärts, das schaue ich mir noch in Ruhe an. Ich hab bis Samstag und streng genommen sogar bis Sonntag Zeit. Hab mich eh noch nicht entschieden...

Becks
23.08.2016, 11:51
Ich würde mich wohl am ersten Tag von Trun bis zur Terri begeben, und dort ausserhalb des Schutzgebiets biwakieren. Da wäre auch der Disrutpass östlich interessant, er ist nach Osten hinunter oben herum flach, da wäre ein Plätzchen möglich.

Am zweiten Tag würde ich bis mindestens Lago Retico, wobei ich eigentlich noch vorhabe, von dort aus dem Grat weiter zu folgen und beim Seelein bei der Cima della Bianca zu nächtigen, um am dritten Tag dann den ganzen Grat über Pizzo Corvo und Scopi weiter zu gehen. Wie der Abstieg zum Pass Casatscha ist, kann ich nicht sagen.

Falls der Piz Gaglianera im Plan drin ist: in der Greinaebene den nördlichen Pfad nehmen, und dem Bachverlauf dann aufwärts folgen, der sich aus dem Kesselbereich zw. Gaglianera, Vial und Piz Greina herunter zieht (östlich vom Bach über einen Moränenrücken). Nach der Engstelle auf etwa 2500m dann in NW-Richtung dem Wasserverlauf folgen, der sich von P 2802 aus südlich um den Gaglianera herum eine Rinne runterschlängelt, irgendwo geschickt abbiegen und über Schutt zu P2760 hoch, von dort nach Westen in einen Einschnitt im breiten Gaglianera Südgrat, den breiten Südgrat bzw. etwas westlich davon hoch, auf etwa 3000m zurück zum Grat und über leichte Blockkletterei am Grat (II) zum Gipfel. Dann entweder von dort zu P2802 und weiter wegfrei runter in die Ebene, oder mit einem Abstecher über den Valdraus (Übergang Stellen II) runter. Von P2802 am einfachsten zu P2588 (Fuorcla Lavax) und dann runter, oder pfadfrei, sich eher nach Westen orientierend runter. Es hat ein paar Stufen drin, die man eventuell entlang der Bachverläuf abklettern muss (II).

Alex

basstardo
10.09.2016, 23:07
Nachdem es mich zuletzt, statt auf den B1, ins Averstal verschlagen hat, bin ich heute von Brülisau nach Wildhaus gewandert. Ich habe mich für folgenden Routenverlauf entschieden:

Brülisau - Sämtisersee - Fählensee - Zwinglipass - Chreialp - Wildhaus

Hier der Link dazu: https://map.wanderland.ch/?lang=de&bgLayer=pk&resolution=1&X=745513&Y=231036&layers=Wanderland%2CStation&trackId=3037113

Hier alle Fotos: https://www.flickr.com/photos/westbild/albums/72157673591640626

https://c1.staticflickr.com/9/8265/28964704624_9a42c66b72_z.jpg

Blick Richtung Hoher Kasten

https://c1.staticflickr.com/9/8494/29589932005_62da53973f_z.jpg

Blick vom Zwinglipass Richtung Fählersee

https://c1.staticflickr.com/9/8651/29480236782_c6cb970829_z.jpg

Teselalp, Wanderweg Richtung Flürentobel

Die Ecke war heute ziemlich überlaufen, vorallem der Höhenweg ab Hoher Kasten. Daher habe ich mich lieber für die andere, erwähnte Route entschieden. Bis Berggasthaus Bollenwees darf man (mit Bewilligung) mit dem Auto fahren. Das war zwischendurch ein wenig nervig. Sonst war der Weg bis Bollenwees gut besucht, aber alles im Rahmen. Brülisau hat einen Bäcker, wo man auch das nötigste einkaufen kann. U.a. eine Flasche 1,5 Liter Wasser ;-).

Eigentlich wollte ich ja in der Ecke Zwinglipass biwakieren, aber leider gab es am frühen Nachmittag einen Wetterumschwung und viel wichtiger: Auf meinem Routenverlauf gab es ab der Fählenalp kein Wasser. Ich hatte zwar einen Trinkwasservorrat von 1.5 Liter, aber der war ab Zwinglipass mehr oder weniger am Ende. Erst ab Pt. 1389 gab es wieder eine Wasserstelle. Bei der Teselalp gab es wohl auch Wasser, dort konnte man aber auch andere Getränke kaufen. Die standen draussen im Schatten (u.a. Bier).

Da ich in Zürich wohne und Wildhaus jetzt für eine Nacht nicht so spannend fand, bin ich nach der Tour (ÖV: 2 Stunden Fahrt) wieder nach Hause.

That`s all :-)

Gruss
Westi

HUIHUI
11.09.2016, 00:20
Becks, das sieht nach großem Kino aus, wirklich super. Vor allem finde ich es Richtungsweisend wie hier zu fast jeder Etappe "Wander-Trekker-Berggänger" Varianten gibt. Das ist vor allem aus der Tourenrealität doch äußerst attraktiv, selbst für den Berggänger, auch er hat mal einen schlechten Tag oder sich verkühlt und erfreut sich am Folgetag über die Möglichkeit zum einfachen Hatsch. Oder der motivierte Trekker der merkt "in der Schweiz doch eher Wandern, das andere ist mir zu malat".

Sollte mir je nach einner Trekkingwoche in der Schweiz sein, diese B1 wird oben auf der Liste möglicher Ziele landen!

basstardo
26.09.2016, 01:53
Bin dieses Wochenende (Samstag auf Sonntag) von Elm - Panixerpass - Fuorcla Cavirolas - Falla Lenn - Bifertenhütte bzw. Breil gewandert. Da ich ab Zürich komme und einen Teil schon gewandert bin, startete ich in Elm, Steinibach. Das spart paar Meter und Zeit :-).

https://c1.staticflickr.com/9/8305/29845410851_b9c7ddc530_z.jpg
Blick Richtung Elm

https://c1.staticflickr.com/9/8416/29302119183_6352d90b1c_z.jpg
Blick Richtung Hausstock

https://c1.staticflickr.com/9/8076/29302094783_a9837ed89c_z.jpg
Blick Richtung Häxenseeli

Statt am Panixerpass zu übernachten, bin ich runter zur Alp Mer Nähe Pt. 2086 und hab dort mein Biwak aufgeschlagen. Ich wollte zum einen meinen neuen Schlafsack testen (Carinthia G 280) und ich war zu früh an der Panixerhütte. Ich habe dort was gegessen und `ne Runde gepennt.

https://c2.staticflickr.com/6/5344/29301443344_4a0008b5ba_z.jpg
Alp Mer, Kurz nach Ende Wasserverlauf etwas rechts neben Wanderweg mein Biwakplatz

Da die Sonne aktuell die Alp Mer erst gegen 9.30 erreicht, hab ich quasi einen Sonntagsmorgen-Super-Abhänger eingelegt.

Gegen 10.30 Uhr dann los Richtung Breil. Top Tour durch wirklich einsames, steiniges Gebiet. Ganze 2 Tage ca. 8-10 Wanderer angetroffen. Wasser gab es auch genug. Wegmarkierung ist durchschnittlich, aber ok. Die Wegführung ist nicht immer eindeutlich, daher sollte man hier und da mal inne halten und sich umschauen ;-).

https://c1.staticflickr.com/9/8268/29301380134_4255bb1e60_z.jpg
Fuorcla da Gavirolas

https://c1.staticflickr.com/9/8484/29814315412_e7753649c8_z.jpg
Blick Richtung Val Frisal


Die Bifertenhütte ist aktuell bis 2017 (wegen Umbau) geschlossen.

Wie erwähnt: ich wohne in Zürich und bin daher runter nach Breil und ab nach Hause. Alle Bilder hier: https://www.flickr.com/photos/westbild/albums/72157673191837150

Gruss
Westi

Becks
27.09.2016, 09:03
Oh cool, und bei Flickr hat es auch die Bilder mit Exif-Daten. Da kann ich ein paar Abschnitte bezüglich benötigter Zeit mal nachrechnen. Thx.

Wenn ich mir die Bilder so ansehe, dann muss ich da unbedingt auch mal (wieder) hin. Die Ecke bei der Bifertenhütte ist wirklich grandios.

Becks
27.09.2016, 15:34
Irgendjemand wollte mal wissen, ob man den Pfad hier mit dem GTA verknüpfen kann. Die Antwort steht quasi hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/94885-4-Tage-Reha-in-den-Alpen). Man muss lediglich von Airolo zum Nufenenpass bzw. davor zur Cap. Corno Gries und in beiden Fällen dann zum Griespass, wo der GTA anfängt.

Laut Wegweiser am Bahnhof Airolo braucht man 3.5h bis All'Acqua und ca. 3 weitere Stunden bis zur Cap. Corno Griess. Die nächsten Etappen habe ich dann schon mal angewatschelt (siehe verlinkter Bericht)...

basstardo
27.09.2016, 19:46
Ab Panixerpass bis Bifertenhütte bzw. Breil fehlte mir ja noch. Und ich war/bin echt geflasht. Ähnlich geht es mir nur noch im Averstal :D.

Steinibach bin etwa 8:30 los, Ankunft Panixerpass 12:30. Nächsten Tag los gegen 10.30 ab Alp Mer, Ankunft Bifertenhütte (Nähe) ca. 15:40 Uhr. Hier hab ich länger gebraucht, als ausgerechnet. Aber ich habe mir auch Zeit gelassen und die Gegend genossen.

Wenn es dieses Jahr noch passt, mache ich evtl. die Alpine Etappe von Elm zum Panixerpass. Mal schauen.

Zum Thema GTA: Ab Airolo bis Alpe di Cristallina und dann durchs Val Torta, über den Passo del Naret, vorbei am Lago del Naret zum Lago Nero. Dort Biwak. Nächsten Tag über Robei durch das Valletta di Fiorina über die Btta di Val Maggia zum Laghi Boden. Vorher vllt. noch den Basodino ;-). Nächsten Tag über Riale hoch zur Alpe Nefelgiu. Ossasco bis Lago Nero (und über Cristallina zurück) siehe hier: https://www.flickr.com/photos/westbild/albums/72157658749427496.

Tie_Fish
03.10.2016, 23:45
Irgendjemand wollte mal wissen, ob man den Pfad hier mit dem GTA verknüpfen kann. Die Antwort steht quasi hier (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/94885-4-Tage-Reha-in-den-Alpen). Man muss lediglich von Airolo zum Nufenenpass bzw. davor zur Cap. Corno Gries und in beiden Fällen dann zum Griespass, wo der GTA anfängt.

Hier, ich! Habe mir das schon selbst so zusammengebastelt, ist ja nicht schwer mit den schönen schweizerischen Karten. Uns sehr schöner Bericht da drüben, ab Griespass bin ich die Strecke (ohne die Rutscherei) auch schon abgelaufen.

Becks
04.10.2016, 15:31
Nur als Vorwarnung:

In der Greinaregion und südlich davon entsteht 2018 der zweite Schweizer Nationalpark, der Park Adula. Wie man hier (http://www.parcadula.ch/de/Charta-Parc-Adula/download-charta) im Kapitel B (Nutzungsverordnung) nachlesen kann, gilt dann für die Kernzone (siehe dort velinktes pdf):

- Kein Übernachten im Freien (Biwakieren und Campieren verboten)
- Begehung der Kernzone ausschlisslich auf den in er Karte vermerkten Pfaden
- das Mitführen von Tieren ist grundsätzlich verboten.
- Das Sammeln von Gesteinen, Mineralien, Fossilien, Pflanzen und Pilzen sowie das Fangen von Tieren ist grundsätzlich verboten.
- Kein Baden in Seen und Bächen
- Kein Feuer machen

Becks
08.10.2016, 18:27
Wenn alles klappt, ist morgen der Südteil des B1 im Kasten. Ich muss nur noch von der Bovarinahütte bis piotta oder airolo. Sumvitg - Terri - steinbockweg - Bovarinahütte habe ich erlegt. Klasse Tour und grandiose Gegend.

Tie_Fish
08.10.2016, 18:43
Nur als Vorwarnung:

In der Greinaregion und südlich davon entsteht 2018 der zweite Schweizer Nationalpark, der Park Adula.

Muss ich also 2017 schnell noch durch... (mit Hund). Oder führt dein B1 nicht durch den Park (war jetzt zu faul auf die Karte zu gucken)?

Becks
09.10.2016, 07:11
Der geht mitten durch. Bilder kommen demnächst.

Tie_Fish
09.10.2016, 10:34
Der geht mitten durch. Bilder kommen demnächst.

Aber 2017 geht noch mit Hundchen, oder gibt es jetzt schon Einschränkungen (konnte außer den Regeln des zukünftigen Parks keine einschränkenden Regeln im Internet finden)?

Ab wann hältst du den Weg für machbar (normale Wetterverhältnisse, kein Neuschnee im Juni vorausgesetzt)? Ende Mai?

Becks
09.10.2016, 17:12
Mitte bis Ende Juni. Immerhin ist der Südteil jetzt erledigt, ich bin vor 1h in airolo angekommen. Eins kann ich schon sagen, ein zuckerschlecken ist der Abschnitt nicht.

Tie_Fish
09.10.2016, 21:47
Mitte bis Ende Juni. Immerhin ist der Südteil jetzt erledigt, ich bin vor 1h in airolo angekommen. Eins kann ich schon sagen, ein zuckerschlecken ist der Abschnitt nicht.

Hmm, befürchtet hatte ich's schon. Muss ich meinen Dienstplan nächstes Jahr noch ein bisserl umbasteln...

Kann jemand vielleicht mal von Juni bis Oktober kurz die Kosten für eine vierköpfige Familie übernehmen? :grrr:

Becks
10.10.2016, 09:48
B1 Südteil - Sumvitg/Trun nach Airolo
Der südliche Teil des B1 führt vom (Vorder)Rhein hinauf auf die Greina-Ebene, durch diese hindurch, über den technisch anspruchsvollsten Abschnitt ("Steinbockweg") zur Cap. Bovarina und letztendlich die Cadlimo-Ebene zum Ende des Wegs: Airolo.


Tag 1: Trun/Sumvitg - Terrihütte, T3
Abhängig davon, wo man aus dem zentralen Abschnitt des B1 kommend übernachtet hat, startet man in Trun (Normalweg) oder Sumvitg-Cumpadials (Alpinroute). In beiden Fällen ist das erste Ziel Surrein am nördlichen Ende des Val Sumvitg (bis hier ca. 1h Gehzeit). Ab hier ist der Weg durchgehend bis zur Terrihütte markiert (Start bei der Kirche bzw. beim Platz davor). Aus dem Dorf in östliche Richtung hinaus bis P917, und ab hier dem gut ausgebauten Pfad folgend durch das enge Tal hinauf bis Val (1208m) und der Bergstrasse folgend bis zum riesigen Gebäudekomplexes des Tenigerbads (https://de.wikipedia.org/wiki/Tenigerbad), wobei bei Acla Mulin die Strasse kurz verlassen werden kann, da hier der Weg über eine hübsche Hängebrücke führt.
Etwa 200m nach dem Gebäudekomplex teilt sich der Weg bei einem Bachverlauf, wobei beide Wege mit Terrihütte beschriftet sind. Nimmt man den oberen, westlicher gelegenen Pfad, spart man sich ein paar Höhenmeter und ist zudem auf einem ungeteerten Weg unterwegs. Beide Pfade treffen sich beim Staudamm auf 1277m wieder und führen zum Strassenende beim oberen Seeende.
Von hier aus folgt man der Alpstrasse östlich des Bachverlaufs aufwärts bis zu einer Brücke auf 1409m (etwa 1h Gehzeit vom Parkplatz bis hierher). Ab hier steilt der Bergpfad auf, überwindet zwischen 1650m und 2000m ein Steilstück (bei 2000m ein paar kettenversicherte Abschnitte), folgt dann einem Höhenrücken und letztendlich in einem weiten Bogen um den Talkessel bei der Terrihütte letztendlich zu dieser hinauf.

Zeitbedarf:
Trun - P917 bei Surrein: 1h, 4km, 60m rauf
Sumvitg-Cumpadials - P917 bei Surrein: 45min, 2.5km, 50m rauf, 120m runter
P917- Cap. Terri: 5:30h, 14km, 1380m rauf, 100m runter

Verpflegung:
Volg in Surrein (bei der Kirche) (weitere Volgs muss ich noch nachtragen)
Restaurant in Val (1208m)
Terrihütte SAC (keine Hunde erlaubt; Handyemfang bei der Hütte nur Sunrise, 220V Steckdosen im Aufenthaltsraum, Abendessen 19 Uhr, Frühstück 7-8 Uhr)

Wasser:
Entlang des gesamten Wegs Bäche, es lohnt sich nicht, grössere Mengen an Wasser zu tragen

Biwak/Zelt:
Achtung: Man bewegt sich beim Aufstieg ab P1409m immer an der Grenze des Jagbanngebiets (Biwakier- und Zeltverbot). Ab 2018 ist der Bereich zudem als Nationalpark deklariert.
- Zwischen Surrein und Val nur in Notfällen (auf dem Pfad selbst);
- An der Staumauer bei 1277m sowie beim Parkplatz grosse Flächen;
- Etwa 50m nach P2101 in einer Senke vor dem finalen Aufstieg auf eine Gratkante (hier aber kein Wasser)
- In der Ebene südwestlich der Hütte

Alternativen:
Wer frühzeitig startet, kann am gleichen Tag bereits die Greinaebene durchqueren und die Scalettahütte als Tagesziel ins Auge fassen (Zeitbedarf zusätzlich etwa 2.5h)

Becks
10.10.2016, 13:12
Ich denke, ich muss das Konzept etwas umstellen, die Routenbeschreibung(en) auf Alpenvereinaktiv pflegen und hier nur das Changelog und Details aufführen. Sonst wird es doch langsam sehr unübersichtlich hinsichtlich dessen, welche Strecke nun aktuell/die richtige ist. :(

Letztes Update:
Ich habe mir die gesetzlichen Regelungen im Bereich Murg - Elm angesehen. Die Route verläuft im Bereich Parkplatz Murgtal bis Schlössli (bei Engi) durch das Unesco Welkulturerbe "Tektonikarena Sardona", Campieren ist hier verboten. Ob man sich mit "Biwak" (welches in der Schweiz anders bewertet wird als Zelten/Campieren) herausreden kann, wage ich zumindest im Murgtal zu bezweifeln.

Die gefundenen Texte:
Managementplan für das UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona (http://www.unesco-sardona.ch/fileadmin/user_upload/customers/unesco-sardona/Das_Welterbe/Dokumente/Managementplan_Deutsch_mailversion.pdf) - Seite 87 ist die Übersichtskarte.

Für das Murgtal ist die Situation eindeutig, da hat die Gemeinde ein Campierverbot ausgesprochen (steht auch auf der HP der Murgseehütte). Wandert man über den Widersteiner Furggel, kommt man auf Glarner Boden. Der Bereich vom Pass runter bis Schlössli ist "Touristisches Ausschlussgebiet", welches im Richtplan Glarus (http://www.gl.ch/documents/Richtplan_Text.pdf) unter L-11 erwähnt, dass Campieren unzulässig ist.

Somit muss man also ab Murg entweder zumindest bis zur Schutzzonengrenze bei Schlössli (grob 7h Weg) in einem Rutsch durchgewandert werden, oder man muss in der Murgseehütte übernachten (Hunde erlaubt)

Becks
17.10.2016, 10:39
Kurzupdate: Elm - Trun ist nun auch nachwandertechnisch abgehakt. Jetzt fehlt noch Wasserauen bis Elm, dann ist der B1 komplett.

Becks
25.10.2016, 13:51
Brülisau(Wasserauen) bis Wildhaus und Murg bis Elm/Engi sind nun auch im Kasten. Fehlt noch 1 Etappe...

Becks
01.11.2016, 17:10
Brülisau(Wasserauen) bis Wildhaus und Murg bis Elm/Engi sind nun auch im Kasten. Fehlt noch 1 Etappe...

Nachdem ich heute von Wildhaus bis Murg gewandert bin ist die letzte Etappe im Kasten.

Becks
28.11.2016, 11:06
Schade, aber der Nationalparck Adula wurde abgelehnt. Somit können auch nach 2017 noch Hundebesitzer durch die Greina.

agricolina
12.08.2018, 09:36
Hallo Becks,
auch von mir: vielen, vielen DAnk für diese großartige Route und die viele Mühe damit. Genau so was habe ich gesucht - vor allem auch wegen dem Blick auf Biwakmöglichkeit, Wasser und Ausstiegsmöglichkeiten. Ich lade mir gerade die Tracks der einzelnen Etappen und habe gesehen, dass es ab Etappe 3 keine Wegdetails mehr gibt. Habe ich den falschen Faden aufgemacht oder gibt es keine Details dazu?
Für mich (mit Hund und daher Zelt, weil Hütte mit Hund oft ein Problem ist) sind Hundesperrzonen und Wasser ganz wichtig. Ich habe leider keine 2 Wochen mehr Zeit diese Jahr, aber von den ersten Etappen kann ich vielleicht noch mal was einstellen. Ganz tolle Tour in toller Landschaft, soweit ich bis jetzt bin. Bin sehr froh, sie gefunden zu haben.
Viele Grüße und Dank
Ulrike

BlackforestFR
30.08.2018, 16:57
Von mir auch erstmal ein RIESEN Dankenschön für diese tolle Arbeit.


Wie ich schon in einem andere Threat angekündigt habe möchte ich diese Route gehen.

Die Planungen sind auch schon weit fortgeschritten. Am 6. September geht es los. Ich werde mir mit An- und Abreise 16. Tage Zeit nehmen um diese Tour am Stück zu laufen. Wenn die Witterung es zulässt möchte ich alle Bergvarianten mitnehmen und möglich im Zelt schlafen. Hütten werde ich nur im "Notfall" nutzen. Die übrigen Tage werde ich als Ruhetage bzw. Schlechtwetter-Reserve nutzen. Die Bergvariante von Tag 8 würde ich wie beschrieben auf 2 Tage verteilen. Die Bergvariante von Tag 10 ebenso.

Die Wettervorhersage ist super, ich freue mich wie die Sau!

Meine Idee ist am Donnerstag morgen in der Früh mit dem Auto aus Freiburg anzufahren und dann direkt bis mindestens zur Roslenalp zu kommen. Von da an geht es dann nach Becks Etappen weiter.


Ich habe mir alle Infos zu Route zusammengetragen und muss sagen das es zu einigen Teilen wirklich absolut geniale und detaillierte Beschreibungen gibt. Zu anderen Etappen konnte ich leider keine oder nur sehr wenig Infos finden.

Zu Tag 3 / 4 / 5 der Normalroute habe ich leider gar keine Infos gefunden. Vielleicht hat da jemand noch was ;) Wobei das der Part zwischen Wildhaus und Elm ist der sicher auch weniger anspruchsvoll ist.

Interessanter wäre da eine detailliertere Beschreibung der Alpinvaritanten von Tag 7/10/11. Evtl war ich aber auch Blind und es gibt schon etwas dazu.

Sind diese Etappen auch ohne Kletterausrüstung zu machen, lohnt es ein Klettersteigset mit einzupacken?

Bis auf die Greinaebene habe ich jetzt kein Gebiet gefunden in dem Biwak abolut verboten ist oder habe ich was übersehen?

Grundsätzlich Fragen hätte ich noch zu den Parkmöglichkeiten in Brülisau. Da gibt es ja den großen Parkplatz der Bergbahn. Ich denke aber nicht das ich mein Auto da 2 Wochen stehen lassen kann ^^. Hat jemand eine Idee, ansonsten frage ich mich durchs Dorf.

Die Einkaufsmöglichkeiten auf der Tour sind ja auch für Selbstversorger super. Mehr wie 2-3 Tage Proviant muss man nie mitschleppen. Aber bekomme ich unterwegs auch Schraubkartuschen. Besonders nach Elm. Mit auch und Krach komme ich auch mit einer 220g Kartusche durch. Bisschen Reserve wäre später aber schön.

Hat jemand eine Idee wie am besten von Ariolo zurück nach Brülisau komme? Bahn oder Bus, welche unternehmen sind da tätig.

Nochmal kurz zum Wetter. Vielleicht wohnt jemand dort in der Gegend. Mit welchen Temperaturen muss ich Nachts auf ca 2000 hm rechnen. Eine Biwak der Alpinvariante ist sogar auf fast 3000 hm beim Cima della Bianca. Mit was muss ich da rechnen. Laut Wetterbericht wird es in den Tälern nicht unter 10 Grad kalt.

Und vielleicht weiß das hier auch ein "Anwohner". Sunrise soll ja das Beste Netz dort in der Gegend sein. Einen Prepaidvertrag bei Aldi (Sunrise) sollte man ja auch als Deutscher machen können und die Aktivierung nach 24h abgeschlossen sein?


Gruß Stephan

sudobringbeer
30.08.2018, 18:22
Nochmal kurz zum Wetter. Vielleicht wohnt jemand dort in der Gegend. Mit welchen Temperaturen muss ich Nachts auf ca 2000 hm rechnen. Eine Biwak der Alpinvariante ist sogar auf fast 3000 hm beim Cima della Bianca. Mit was muss ich da rechnen. Laut Wetterbericht wird es in den Tälern nicht unter 10 Grad kalt.

Temperatur Archiv CH für das letzte und dieses Jahr https://www.meteoblue.com/de/wetter/vorhersage/archive/cima-della-bianca_schweiz_6935372?fcstlength=1m&year=2018&month=9


Und vielleicht weiß das hier auch ein "Anwohner". Sunrise soll ja das Beste Netz dort in der Gegend sein. Einen Prepaidvertrag bei Aldi (Sunrise) sollte man ja auch als Deutscher machen können und die Aktivierung nach 24h abgeschlossen sein?
ja geht https://www.aldi-mobile.ch/servicenavigation/faqs/kauf-bestellung.html In den Bergen würde ich zwar eher auf Swisscom bzgl. bester Empfang tippen, aber ich denke auch mit Sunrise kommst du hin.

BlackforestFR
31.08.2018, 12:07
Temperatur Archiv CH für das letzte und dieses Jahr https://www.meteoblue.com/de/wetter/vorhersage/archive/cima-della-bianca_schweiz_6935372?fcstlength=1m&year=2018&month=9


Vielen Lieben Dank!!
Das hilft mir wirklich mal extrem weiter! Das ich diese Seite bisher nicht gefunden hatte...

Flachlandtiroler
31.08.2018, 12:15
Sind diese Etappen auch ohne Kletterausrüstung zu machen, lohnt es ein Klettersteigset mit einzupacken?


Ein Klettersteigset hat nichts in einer Kletterausrüstung verloren :ignore:
Beim Klettern bringt man sein Seil selber mit und sichert folglich anders als auf einem KST. KST-Gehen (!) würde ich unter Bergwandern / Bergsteigen einsortieren, nicht unter Klettern.

Zur eigentlichen, dahinstehenden Frage, ob es am B1 fixe Drahtseilversicherungen, Taue, Ketten o.ä. gibt, an denen man ein KST-Set brauchen könnte kann ich nichts sagen. Meistens nutzt einem das KST-Set an solchen Versicherungen nichts und ein extra dafür eingerichteter Klettersteig wird meines Wissens nach nicht berührt.

Vegareve
31.08.2018, 12:56
Vielleicht wäre es praktischer, alle deine Vorbereitungsfragen in einem einzigen ThreaD (threat= Drohung auf engl.) zu stellen? Ich empfehle deinen schon eröffneten separaten Faden ;).

BlackforestFR
31.08.2018, 13:49
[OT]
Ein Klettersteigset hat nichts in einer Kletterausrüstung verloren :ignore:


Ich hab mich da nur an die Bezeichnungen im Handel orientiert. Dort laufen Klettersteigsets unter Kletterausrüstung.

Ich habe auf einem Foto von Becks gesehen das da ein Gurt getragen wurde und habe deswegen mal nachgefragt.




Vielleicht wäre es praktischer, alle deine Vorbereitungsfragen in einem einzigen ThreaD (threat= Drohung auf engl.) zu stellen? Ich empfehle deinen schon eröffneten separaten Faden ;).

Daran habe ich zuerst auch gedacht. Dann dachte ich mir das einige Fragen im allgemeinen Faden sinnvoller wären.

Becks
31.08.2018, 14:00
Zu Tag 3 / 4 / 5 der Normalroute habe ich leider gar keine Infos gefunden. Vielleicht hat da jemand noch was ;) Wobei das der Part zwischen Wildhaus und Elm ist der sicher auch weniger anspruchsvoll ist.


Wundert mich jetzt, ich dachte den habe ich auch getippt und hier eingehängt.

Knackpunkte hat es eigentlich keine. Ich bin folgende Route als Tagestour von Wildhaus nach Murg gelaufen:
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/wildhaus.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=202967&title=wildhaus&cat=500)
nicht Bild: der Weg unten rum am See bis Murg

Lediglich beim orangen Kreis muss man kurz aufpassen, den Weg (nicht gut sichtbar) nicht zu verpassen und nach Osten abzudriften. Der Weg beginnt dort, wo man unter einem Schleppliftseil durch quert. Dort muss man den besser ausgetretenen Pfad verlassen und der Kante unter dem Lift nach Süden, hangaufwärts folgen. Ansonsten ist der Weg eindeutig markiert.

wem die Strecke am See unten zu lang und ev. langweilig ist, der kann ab Walenstadt die S-Bahn bis Murg nehmen (S4).


Der Weg von Murg ist ab dem Bahnhof beschriftet und ausgewiesen. Ab knapp hinter dem obersten Parkplatz im Murgatl läuft man in einem Naturschutzgebiet, welches bis zu den ersten Almen oberhalb von Engi reicht. Da ist Feuer- und Campierverbot. Entweder also in der Murgseehütte schlafen oder in einem Rutsch nach Engi und den Rest am besten per Bus bis Elm Station erlegen, sonst wird es zu weit.





Interessanter wäre da eine detailliertere Beschreibung der Alpinvaritanten von Tag 7/10/11. Evtl war ich aber auch Blind und es gibt schon etwas dazu.

Die Alpinvariante an Tag 7 (Elm -> Panixerpass über den Vorab) muss ich noch gehen. Die ist letzte Woche dem Neuschnee und Schlechtwetter zum Opfer gefallen. Die Route ist machbar, ein Kollege von mir ist sie schon abgewandert und auf hikr.org gibt es Beschreibungen dazu.


Gerade habe ich die Beschreibung zu Biferten -> Punteglias gefunden: https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/87292-B1-Entwicklungsfaden-vom-Bodensee-nach-Airolo?p=1461531&viewfull=1#post1461531

Der Abstieg von der Bifertenhütte steht hier: http://www.hikr.org/tour/post97947.html - nur gehen wenn es nicht nass ist, sonst ist der Weg zu gefährlich-

Der Übergang zur Punteglias ab Frisal ist hier drin: http://www.hikr.org/tour/post97947.html

und der Übergang Punteglias -> Val Gliems steht hier. http://www.hikr.org/tour/post97956.html

Mal sehen ob ich das nächste Woche noch hier im Forum zusammengefasst bekomme. Klettersteigset braucht es keins und wenn man alleine geht ist der Übergang zur Punteglias auch ohne Helm imo vertretbar. Steine kommen nur durch Leute oberhalb von einem (wenn man solo geht nicht der Fall) und bei Regen muss die Rinne gemieden werden. Da kommt aus allen Hängen rings herum wirklich alles herunter, was sich mit Wasser löst, und man steht in einer teilweise nur 2m breiten Rinne drin und bekommt alles ab. Auch mit helm imo zu riskant.



Die Einkaufsmöglichkeiten auf der Tour sind ja auch für Selbstversorger super. Mehr wie 2-3 Tage Proviant muss man nie mitschleppen. Aber bekomme ich unterwegs auch Schraubkartuschen. Besonders nach Elm. Mit auch und Krach komme ich auch mit einer 220g Kartusche durch. Bisschen Reserve wäre später aber schön.

Pack eine 400er Kartusche ein, dann haste ausreichend Reserve und musst dich da nicht drum kümmern.




Hat jemand eine Idee wie am besten von Ariolo zurück nach Brülisau komme? Bahn oder Bus, welche unternehmen sind da tätig.


www.sbb.ch -> Airolo - Brülisau eingeben. Ich tippe stark darauf, die einfachste Route ist per Bahn Airolo bis Goldau, dann mit dem Direktzug bis nach St.Gallen und von da dann nach Brülisau.

Becks
31.08.2018, 14:28
Es gibt noch eine unbeschriebene Variante von Wildhaus nach Murg, die ich fast noch hübscher finde als das Original:

Morgens mit dem Bus ab Wildhaus nach Unterwasser (etwa 3km östlich davon), dann mit der Standseilbahn rauf. Je nach Kondition auch noch per Bahn weiter, ansonsten zu Fuss hoch auf den Chäserrugg:
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/chaeserrugg1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=202968&title=chaeserrugg1&cat=500)

Dann oben an der Bahn hinter dem Haus rüber auf den Hinderrugg (Aussichtspunkt und schöner Biwakplatz ohne Wasser), zurück Richtung Bahn und auf halber Strecke dem Schild nach Süden runter ins Valsloch.
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/chaeserrugg2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=202969&title=chaeserrugg2&cat=500)

Nach dem Valsloch kommt man unten an eine Alm und folgt der nach Westen weiter bis runter zur Alp Tschingla (T3, eventuell auch schon T4-) und dort nicht den oberen, breiten Weg, sondern den schmäleren zum Sitzstein und weiter nach Grund, wo man einen Abstecher zum Paxmal einlegen sollte. Der Weg dorthin hat ein paar kurze versicherte Abschnitte mit Griffen und Stahltritten und dürfte daher wohl auch die T4 kratzen.

Ab Paxmal dann dem oberen, weitgehend breiten Weg folgen bis man sich oberhalb von Quinten befindet, dann steil runter nach Quinten und mit der Fähre über den See nach Murg.

Anmerkung: wahrscheinlich kann man sich etwas Höhenmeter sparen, indem man ab Paxmal über Walenstadtberg nach Engen absteigt und dann unten am See entlang nach Quinten wandert, aber das habe ich noch nicht antetestet. Ich fand den oberen Weg aber wegen der Aussicht von der Terasse oberhalb des Walensees aber sehr hübsch.

BlackforestFR
31.08.2018, 17:15
Vielen Lieben Dank Becks <3 <3 Genau die Infos habe ich noch gebraucht! Werde mich am Wochenende daran setzten und die Infos in meine Unterlagen einpflegen.




Der Übergang zur Punteglias ab Frisal ist hier drin: http://www.hikr.org/tour/post97947.html



Hier ist allerdings Bifertenhütte -> Val Frisal drin. Evtl bist du mit den Links durcheinander gekommen?

Warte doch mit der Zusammenfassung bis ich zurück bin. Evtl kann ich dann unterstützen. Werde mir Zeit nehmen und viele Fotos machen.

Die 400 passt leide nicht in meinen 750ml Pot. Ich pack einfach noch nen kleine dazu. Dann komme ich dicke aus :)

SBB ist perfekt.

Die neue Route Wildhaus nach Murg habe ich mir mal in Locus angelegt. Scheint alles sehr gut zu gehen? Gefällt mir so und wird eingeplant. Btw. Kostet eine einfach Fahrt mit der Bergbahn von Unterwasser zum Chäserrugg 45 Franken? Da lauf ich lieber, ist eh gesünder ^^