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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Silynlon markieren



itsTom
31.05.2015, 22:52
Hallo,


mit welchen Stiften lässt sich Silnylon (dunkles Grün) fürs Zuschneiden markieren?

Sarekmaniac
31.05.2015, 23:10
Edding soll angeblich halten.

Ich selbst nutze allerdings eine Schablone aus Papier, für alles was geschwungene Linien hat. Die Schablone vergrößere ich bereits um die Nahtzugabe, und schneide dann den Stoff mit einem Rollmesser aus.

Rechteckige Stücke kannst Du einfach mit der Schere ausschneiden, entlang eines Ripstop-Fadens

itsTom
31.05.2015, 23:16
Ich hab nur den Fußboden zum zuschneiden... da kommt Rollmesser nicht so gut.

Ich besorg mir morgen mal einen Edding, danke für den Tipp.

khyal
02.06.2015, 23:48
Edding soll angeblich halten...

Ja tut er prima, ich nehme da den Wasserfesten, habe ich eh zum CD beschriften...achja er sollte nicht dunkelgruen sein :bg:

rumpelstil
03.06.2015, 06:58
Angefeuchtete Aquarellfarbstifte gehen prima.
Und man kann sie sogar problemlos wieder abwischen.
Auf dunklem Stoff helle Farben verwenden (wer hätte das gedacht ;-))

Ich habe schon gehört, dass die Lösungsmittel in Eding und ähnlichen Kunstfaserstoffe zerstören oder schwächen können.

fw2
03.06.2015, 10:53
Für Silnylon kann man Schneiderkreide/Kreidestift aus dem Baumarkt, weißen weichen Buntstift, Folienschreiber oder Edding verwenden.

Edding geht von vielen Oberflächen mit Spiritus weg. In wie weit Lösemittel die Beschichtung angreifen, kann ich nicht sagen.

khyal
03.06.2015, 11:43
Angefeuchtete Aquarellfarbstifte gehen prima.
Und man kann sie sogar problemlos wieder abwischen....
Ich habe schon gehört, dass die Lösungsmittel in Eding und ähnlichen Kunstfaserstoffe zerstören oder schwächen können.

Mit solchen Stiften bzw "Schneiderkreide" ??? haben wir auch schon gearbeitet, aber das war ueberwiegend nix fuer mich, da ich doch dann haeufiger z.B. durch Umdrehen des Stoffes einen Teil auf dem Boden bzw Teppichen abgewischt hatte bzw wenn ich Stoffe uebereinandergelegt habe, Teile davon sich auf den anderen Stoff uebertragen haben...aber fuer jemand, der da mehr aufpasst, bestimmt ne Alternative...

Dass die Loesungsmittel in Eddings KF angreifen, halte ich eher fuer ne Urban Legend, im CD-Bereich hies es auch, das wuerde die Reflexschicht aufloesen, dazu gab es Tests von groesseren Magazinen, dass es nicht so ist und ich benutze die Stifte, seitdem es CDRs gibt und habe auf zigtausende CDRS noch keinen einzigen Ausfall gehabt.
.
Im Kletterbereich wurde der CD-Beschriftungsstift Edding 3000 darauf ueberprueft und fuer unbedenklich erklaert. Allerdings steht im guten Schubert drin, dass sie einen amerikanischen Seilmarkierungsstift, der nicht von einem Seilhersteller produziert wurde, getestet haben und der war "polyamid-agressiv" und hat die Anzahl der Normstuerze deutlich reduziert, also Edding ist nicht mit allen Permanentstiften gleichzusetzen (btw reduzierte sich durch drauf Pinkeln auch die Anzahl der Normstuerze um 13%, also immer schoen dafuer ein Stueck vom Zelt weggehen :bg:).

Mir fehlt jetzt allerdings ein klein wenig das Verstaendnis, warum das im Zuschnitt eine grosse Rolle spielen wuerde, ich markiere zumindest so, dass die Markierung den aeusseren Rand dessen darstellt, was ich wegschneide, bei geraden Schnitten markieren ich eher durch Einschnitte an den Enden und 2-3 schnelle Striche mit Kreide.
Wenn ich nun ein weggeschnittenes "Kurven-Reststueck" o.A. noch verwende, gehe ich auch nicht bis zum letzten mm an den Rand d.h. bei mir ist die Markierung eigentlich immer in Bereichen, die nicht mehr verwendet werden.


Für Silnylon kann man Schneiderkreide/Kreidestift aus dem Baumarkt, weißen weichen Buntstift, Folienschreiber oder Edding verwenden.

Edding geht von vielen Oberflächen mit Spiritus weg. In wie weit Lösemittel die Beschichtung angreifen, kann ich nicht sagen.

Da muss man jetzt bei Edding die Unterscheidung zwischen den non-permament (die sich auch schon mal so abwischen und die man auch mit einem feuchten Tuch auf vielen glatten Oberflaechen abwischen kann) und permanent machen und bei den permanent habe ich eher die Erfahrung gemacht, dass die sich, wenn sie erst mal getrocknet sind auf Stoffen nicht mehr gut entfernen lassen (ganz im Gegensatz zu Inhaltsbeschriftungen auf kleinen Ziplock-Beuteln fuer Gewuerze, wo ich haeufig nachmalen muss), auch nicht mit Spiritus oder Waschbenzin o.A.

Tendenziell wuerde ich bei derartigen Saeuberungsaktionen auch eher zum Waschbenzin greifen, aber das ist eine Laien-Bauchentscheidung, die wahrscheinlich dadurch mitbeeinflusst ist, dass alle Kocherdichtungen Waschbenzin aushalten, aber Manche von Spiritus angegriffen werden btw ist ja bei aelteren Autos und Alkohol eine aehnliche Situation...

Achja ist jetzt zwar OT aber hat mir schon manche Markierung erspart, Nehte stecke ich auch bei beschichteten Zeltmaterialien mit Stecknadeln zusammen, ich weiss dass es die These gibt, dadurch wuerden Undichtigkeiten entstehen, konnte ich bis jetzt noch nicht feststellen a) kommt es auf ein paar zusaetzliche Miniloecher durch Stecknadeln neben den Nahtstichen nicht an, bei Si-Nylon schiebt sich das eh wieder zu und auch bei Polyester z.B. fuer Bodenwannen konnte ich da noch keine Nachteile feststellen, mal davon abgesehen, dass ich zumindest sehr exponierte Naehte wie z.B. Firstnaht beim Tarp eh sicherheitshalber mit Silnet nachdichte...

sompio
03.06.2015, 12:02
Ich benutze inzwischen auch zumeist einen schlichten Buntstift, weil die Schneiderkreide allzu leicht abgewischt wird.

Wenn du die Nähte hinterher abdichtest, dann sind natürlich auch die Stecknadellöcher wieder dicht. Auf Anzeichnen würde ich aber trotzdem nicht verzichten wollen.

khyal
03.06.2015, 12:51
..Wenn du die Nähte hinterher abdichtest, dann sind natürlich auch die Stecknadellöcher wieder dicht...

Auch so, ich habe mich echt schlapp gelacht, als in einem der letzten Jahre ein Zelthersteller auf der Outdoor einen "revolutionaeren" neuen Si-Nylon Zeltstoff vorstellte, der sozusagen selbstheilend sei und dies mit kleinen Dirchstichloechern, die sie mit den Fingern wieder zugeschioben haben, presentierten.

Ich habe noch keinen Si-Nylon gehabt, wo das nicht ging und bei den Durchstichtests fuer Bodenmaterial ausgiebig getestet, probier es mal mit einem Reststueckchen...mach mal ein Loch rein, ruhig groesser als groesser als Naehnadel, zieh einmal von beiden Seiten mit den Fingern drueber und weg ist es.

Dazu kommt, dass ja, wenn Du z.B. Kappnaehte mit Stecknadeln zum Naehen feststeckst, die Loecher in den verschiedenen Schichten naech dem Naehen eh nicht mehr ueberenanderliegen und die Loecher eh zu klein fuer Wassertropfen waeren...wundert mich immer wieder bei alten BW-Zelten, wie gross die "Rottloecher" werden muessen, bis Wasser durch kommt...

sompio
03.06.2015, 13:53
Das die Nadellöcher in den meisten Fällen dicht bleiben, möchte ich gar nicht abstreiten, für einfache Bedingungen ist das sicherlich vollauf genügend. Aber ich würde mich nur ungerne darauf verlassen müssen, wenn das Wasser an den betroffenen Stellen mit ordentlich Druck draufgepresst wird.

khyal
03.06.2015, 14:17
Das die Nadellöcher in den meisten Fällen dicht bleiben, möchte ich gar nicht abstreiten, für einfache Bedingungen ist das sicherlich vollauf genügend. Aber ich würde mich nur ungerne darauf verlassen müssen, wenn das Wasser an den betroffenen Stellen mit ordentlich Druck draufgepresst wird.

Och ich bin nun wirklich nicht nur unter einfachen Bedingungen unterwegs :bg:

Und wenn wir mal von den Bodenwannen vor allem beim Knien absehen, hast Du auch beim Schuetten und ordentlich Wind doch keine hohen Wasserdruecke auf dem Zelt, mal davon abgesehen, dass durch die grosse "Molekuelanziehung" von Wasser bzw Oberflaechenspannung es eh nicht so leicht durch kleine Loecher eindringt, dann schon lieber mit dem Kapilareffekt entlang "Garnwegen" und wenn man sich ueber ein paar klene, in den einzelnen Stofflagen verschobenen Stecknadelloecher Sorgen macht, sollte man vielleicht als erstes mal alle Reissverschluesse entfernen, denn das sind im Vergleich auch mit Abdeckleiste lauter Riesenloecher, alle Belueftungsoeffnungen zunaehen usw

Ich wollte nur mal drauf hinweisen, da ich weiss, dass Viele erstmal gefuehlsmaessig davor zurueckschrecken, das schoene Si-Nylon mit Stecknadeln zu perforieren :bg:, wobei bei hilfreichem Abstand fuer´s Naehen das nur einen geringen Bruchteil der Loecher gegenueber den Nahtloechern ausmacht.

Und aus der Praxis kann ich nur sagen, keine Probleme und hilft das rutschige Si-Nylon schnell und ohne weitere Hilfsmittel zu naehen...

Aber das muss jeder so machen, wie es sich fuer ihn richtig anfuehlt, das ist das Wichtigste.

rumpelstil
03.06.2015, 15:53
Mit solchen Stiften bzw "Schneiderkreide" ??? haben wir auch schon gearbeitet, aber das war ueberwiegend nix fuer mich, da ich doch dann haeufiger z.B. durch Umdrehen des Stoffes einen Teil auf dem Boden bzw Teppichen abgewischt hatte bzw wenn ich Stoffe uebereinandergelegt habe, Teile davon sich auf den anderen Stoff uebertragen haben...aber fuer jemand, der da mehr aufpasst, bestimmt ne Alternative...

angefeuchtete Aquarellfarbstifte - da hat man das Problem nicht

khyal
03.06.2015, 16:09
angefeuchtete Aquarellfarbstifte - da hat man das Problem nicht

Echt, was benutzt Du fuer Welche ?

Bei unbeschichtetem Innenzeltstoff u.A. war das ok, aber eben bei Si-Nylon-Aussenzeltstoff hat es nicht gehalten, ich hatte es damit in Zusammenhang gebracht, dass wie mir von entsprechenden Kuenstlern gesagt wurde, ein A.Stift "immer einen saugfaehigen Untergrund brauchen wuerde", aber dann war es wohl der falsche Stift...

rumpelstil
04.06.2015, 07:43
Ich benutze Caran d'Ache Prismalo Aquarelle (für uns Schweizer die "ganz normalen" Farbstifte).
Wenn man die anfeuchtet, gibt es eine Art "Filmschicht". Ist diese angetrocknet, dann hält sie gut, ausser eben man feuchtet wieder an. Bei mir hat es bis jetzt auch auf Silnylon gut funktioniert.