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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wanderkarten selber drucken



Mortias
11.05.2015, 21:15
Moin,
ich plane für diesen August für 2 1/2 Wochen durch die Brooks Range in Nord-Alaska zu laufen. Da die offiziellen Wanderkarten von USGS entweder einen zu schlechten Maßstab haben oder nur ein extrem kleines Gebiet abdecken, habe ich mir das digitale Kartenmaterial der Gegend gekauft und wollte mir dann die entsprechenden Abschnitte als Wanderkarte ausdrucken. Jetzt frag ich mich nur, wie ich das am besten konkret umsetze.
Beispielsweise frage ich mich welches Papier eurer Meinung nach am besten zum Bedrucken von Wanderkarten geeignet ist. Es sollte ja möglichst robust sein, wetterfest und außerdem noch gut faltbar. Gibt es eventuell irgendwo bereits quasi Blanko-Kartenpapier (bereits mit Faltung) zu kaufen welches nur noch im Copy-Shop bedruckt werden muss? Normales Papier scheidet für mich klar aus, da es einfach nicht robust genug ist. Genauso sollte die Karte von der Größe am besten schon so A2 Format haben. Das ist mit dem eigenen Drucker auch nicht so gut zu realisieren. Und bevor ich jetzt die einzelnen Copy-Shops in meinem Umkreis abklappere, dachte ich erkundige ich mich erstmal ein bisschen genauer zu dem Thema.Würd mich deshalb mal freuen, wenn Leute die das schonmal gemacht haben hier ihren Senf dazu geben könnten. ;-)

Vielen Dank für Eure Hilfe,
Matthias

volx-wolf
11.05.2015, 21:52
(1.) auf normales Papier drucken (z.B. in a3 oder a2 und dann laminieren lassen
oder
(2.) gleich auf eine stabile, reisfeste Folie drucken lassen.

In beiden Fällen ist es aber schwerer als normale Wanderkarten und nicht unbedingt faltbar sondern zu rollen.

Variante 1 ist bei mir aber schon mit guten Erfahrungen umgesetzt worden.

Sarekmaniac
11.05.2015, 23:21
Diesen Faden kennst Du ja:

https://www.outdoorseiten.net/forum/archive/index.php/t-75977.html

Wenn Du nicht unbedingt ein UTM-Gitter haben willst, kannst Du direkt aus dem PDF Abschnitte rausschneiden.

Ich habe A3 Drucke gemacht. Die Notwendigkeit von A2 sehe ich nicht wirklich, das A3 Blatt kann man ja einmal gefaltet in eine beidseitig durchsichtige Kartentasche stecken, dass musst Du max 1 Mal am Tag das Blatt wechseln.

A3 ist schon größer als ein der übliche Kartentaschen-Ausschnitt, mit dem man (ich zumindest) auch große Wanderkarten nutzt, also eigentlich kein Unterschied zu einer "richtigen" Faltkarte. Und für einen großräumigen Überblick hast Du zusätzlich ja auch die 1:250.000 (falls nicht, vor Ort besorgen).

In der Kartentasche sind die Blätter auch nässegeschützt, d.h. Du brauchst dann kein wasserfestes Papier.

Ich habe lediglich im Copyshop eine etwas dickere Papierqualität gewählt.

lina
12.05.2015, 09:26
Du kannst auch von beiden Seiten Bucheinbandfolie draufkleben. Ich würde aber die Karten nach wie vor lieber nochmal in einen Ziplock-Beutel oder eine Kartentasche stecken.

Für die Ausdrucke nehme ich ganz normales A4-Druckerpapier.

Ahnender
12.05.2015, 10:13
Ich drucke als PDF in DIN A4 ca. 1:20.000 hohe Qualität mit Tintenstrahler

Wenn man Premiumpapier nimmt, kann man beidseitig drucken

3-4 dieser DIN A4 Karten wandern dann in ne wasserdichte Kartentasche, der Rest ist im
Rucksack.

swift
12.05.2015, 11:16
Ich nehm nur noch selbst gedruckte Karten mit weil mir (mehrere) Kartensätze zu schwer sind.
Ich benutz nur eine Klarsichthülle als Regenschutz und ggf meinen Regenschirm. Das hat bisher immer gereicht.
Wenns von vorne regnet dreh ich mich um und guck auf die Karte. Falls mal eine unlesbar wird, hab ich die Kartenausschnitte noch auf dem Smartphone als Bilddateien + den Trail als gpx ebenso auf dem GPS-Gerät.

Hinnerk
12.05.2015, 13:15
Ja, auch ich habe gleiche Erfahrungen gemacht.

Für Norwegen-Tour hatte ich die georeferenzierten Karten runtergeladen und mir im GIS zusammengestellt. Ausgedruckt habe ich dann die Tour in A3-Kacheln. Ging super, erforderte aber natürlich die GIS Software. Wie die KArten für Alaska geliefert wurden, weiß ich nicht...Vielleicht geht der Druck ja auch gut aus einem mitgelieferten Software-Paket!?

Für Kartendrucke gibt es mehrere Möglichkeiten, die Robustheit zu verbessern:

- Plotterpapier, welches "nassfest" ist, also auch im feuchten Zustand nicht direkt zerfällt, also in der Praxis baustellengeeignet ist oder als Schablone für Steinarbeiten...etc. Eine Rolle (90-100g/m²) hiervon kostet vielleicht 20€ (40m Länge x 90cm Breite)

- mit Laserdrucker drucken, so ist es nicht so verschmierbar (kann jeder Copyshop in bunt und A3)

- Kartendrucke in Kartentasche tun. Habe meine A3-Kacheln einmal gefaltet und dann so eingetütet, dass beide Hälften zu sehen waren. Die Tagesration war so immer in der Kartentasche und der Rest in dichter Tüte im Rucksack.

Konnte in meinem GIS auch die Maßstäbe nach Wunsch einstellen, neben den 50.000ern hatte ich auch immer eine 250.000er für den Überblick dabei.

LG Hinnerk

Mortias
12.05.2015, 22:50
Schonmal danke für die vielen Tips und Hinweise. ;-) Jetzt hab ich schonmal so einigermaßen nen Plan wie ich eventuell vorgehen kann. Hatte allerdings halt ein bisschen gehofft, dass man irgendwo wirklich richtiges Wanderkartenpapier kaufen kann und dann halt im Copy Shop bedrucken. Aber dann muss es halt auch anders gehen.
Was mein Kartenmaterial angeht, so habe ich mir bei National Geographic für Alaska das komplette Kartenmaterial auf DVD gekauft. Das hat den Vorteil, dass ich beliebig große Kartenausschnitte (in unterschiedlichen Maßstäben) rausschneiden und als tif.Datei speichern kann.