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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Radweg im Moor



Lampi
28.03.2015, 00:20
:bang::bang::bang::bang::bang::bang::bang::bang::bang::bang:

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/Radweg-im-Moor,extra9096.html

:bang::bang::bang::bang::bang::bang::bang::bang::bang::bang:

Tarkowsky
28.03.2015, 11:47
Wobei ich die Nummer mit den outdoor campern auch Klasse finde 👍

Freierfall
28.03.2015, 11:49
Die Frage ist jetzt, was willst du uns damit sagen? Ich würde mich jederzeit der "Pro Radweg" Fraktion anschließen und halte die Behauptung, an die Autos hätten sich die Tiere schnell gewöhnt und die Stört das nicht im Gegensatz zum Rad/Wanderweg für absoluten BS.

MaxD
28.03.2015, 12:22
Die Sache mit der Wildstörung ist hier an anderer Stelle schon einmal ausgiebig diskutiert worden. Unsere jagd- & forstgrünen Fachleute hier im Forum haben das ähnlich dargestellt, wie der Behördenvertreter im Film.
Lärmendes Auto stört nicht....vorsichtig laufender Fußgänger schon. Der Sachverhalt mit dem Radweg mag vllt abstruser klingen, als es tatsächlich der Fall ist.

Abgesehen davon...RADFAHRER...ich bitte Euch!
Die sind ohnehin gemeingefährlich....
:angst:

AlfBerlin
28.03.2015, 13:50
An Fußgänger oder Radfahrer gewöhnen sich die Viecher auch. Das Problem sind die Hunde, die Jagd auf die Viecher machen :ignore:

Chouchen
28.03.2015, 13:56
An Fußgänger oder Radfahrer gewöhnen sich die Viecher auch. Das Problem sind die Hunde, die Jagd auf die Viecher machen :ignore:

Und auf die Radfahrer und die Wanderer und überhaupt. :roll:

iwp
28.03.2015, 13:59
Um mal auf das Thema "K(l)eine Spuren" zurückzukommen.
Ich habe kein Verständnis für das Anlegen von neuen Radwegen in Naturschutzgebieten, bloß weil ein paar Freizeitradler nicht auf bereits vorhandenen Wegen entlang fahren wollen, nur weil ihnen die dort fahrenden Autos nicht passen.

JonasB
28.03.2015, 14:09
Ist doch ganz klar; BAB, Zugtrasse, Bundesstraße bestehen bereits und der Vogel hat sich daran gewöhnt.

Wenn da jetzt aber Bagger, etc kommen um einen Radweg zu bauen, ist er weg!

Katun
28.03.2015, 14:11
Wären es Löwen, würden das die Radfahrer wahrscheinlich verstehen.

Freierfall
28.03.2015, 14:32
Um mal auf das Thema "K(l)eine Spuren" zurückzukommen.
Ich habe kein Verständnis für das Anlegen von neuen Radwegen in Naturschutzgebieten, bloß weil ein paar Freizeitradler nicht auf bereits vorhandenen Wegen entlang fahren wollen, nur weil ihnen die dort fahrenden Autos nicht passen.

Ich finde, man kann auch guten Gewissens die Autobahn bauen und dafür die bestehende Bundesstraße komplett für den Motorverkehr sperren.

iwp
28.03.2015, 14:37
Ich finde, man kann auch guten Gewissens die Autobahn bauen und dafür die bestehende Bundesstraße komplett für den Motorverkehr sperren.

Ich verstehe Deine Aussage nicht wirklich. Meine Aussage begründet auf der Tatsache, das ich kein Auto besitze und täglich öffentliche Straßen mit meinem Rad benutze und mich nicht als Freizeitradler bezeichnen würde...

Goettergatte
28.03.2015, 14:55
Um mal auf das Thema "K(l)eine Spuren" zurückzukommen.
Ich habe kein Verständnis für das Anlegen von neuen Radwegen in Naturschutzgebieten, bloß weil ein paar Freizeitradler nicht auf bereits vorhandenen Wegen entlang fahren wollen, nur weil ihnen die dort fahrenden Autos nicht passen.

Das kann auch ich so unterstützen,
keine neuen Wege in bestehenden nsg

Freierfall
28.03.2015, 14:56
Ich verstehe Deine Aussage nicht wirklich. Meine Aussage begründet auf der Tatsache, das ich kein Auto besitze und täglich öffentliche Straßen mit meinem Rad benutze und mich nicht als Freizeitradler bezeichnen würde...

Ich auch. Deswegen ist mir jedes Stück fahren, dass nicht auf einer Schnellstraße mit Autos die mich dicht überholen stattfindet, sehr wichtig. Insb. für das Ziel, die Bedeutung des Fahrrads als Haupt-Fehrkerhsmittel für Nahverkehrsstrecken zu etablieren, sind Aussagen wie "da ist doch schon ne Straße an der man entlang kann" kontraproduktiv. Ich fahre nicht auf so einer Strecke wenn es sich vermeiden lässt.

Wenn da auf der Strecke ein Fahrrad-Seitenstreifen o.ä. besteht will ich nix gesagt haben, das habe ich in dem Video aber anders verstanden.

ryo
31.03.2015, 01:06
Ich denke schon das es an der Bundesstraße einen Radstreifen gibt, bei dem was da lang gebrummt ist wäre ja alles andere fast schon Selbstmord. Das es da nicht schön ist zu radeln sehe ich ein, für Alltagsradler leider kein so gutes Argument, höchstens der Umweg. Zumal wenn ich das jetzt richtig gesehen habe die Bundesstraße ja weit weg vom Schutzgebiet ist.
Die Argumente die da contra Fußgänger Radfahrer gebracht werden sind auch erst mal soweit verständlich, wobei die Frage ist ob man dann wenigstens so konsequent ist und den Zugang komplett verbietet, sah nicht grad danach aus. Anscheinend endet das Schutzgebiet auch am Bahndamm, warum man nicht einfach auf der anderen Seite plant weiß ich nun auch nicht. Dafür war der Beitrag leider zu kurz, aber Information war ja auch nicht das Hauptziel.
(aber bloß nicht den Bahndamm anfassen, Eidechsen sind ein schlimmes Thema, Erfahrung aus Stuttgart :ignore: )

Naturschutz ist imemr ein heikles Thema bei jeder Baumaßnahme heutzutage, vor allem wenn man versucht es richtig zu machen.

(im Berufsalltag erlebt man da die lustigsten Argumente wenn es dann um Befindlichkeiten geht, heute hatten wir Bodenrassismus, eine bayrische Schutzgemeinschaft wollte wissen warum unser fremder schwäbischer Boden in ihre Tongrube zur Rekultivierung darf, den wolle man da nicht haben, man wolle nur eigenen Boden :roll: )

Torres
31.03.2015, 08:59
Zunächst einmal sollte man sich bewusst machen, dass es sich bei Extra 3 um eine Satiresendung handelt. Es gibt nämlich sehr wohl eine Radwegverbindung zwischen Neu-Wulmstorf und Buxtehude, ohne dass die B 73 benutzt werden muss. Die führt allerdings "oben" herum, nämlich über Rübke. Hier ein kleiner Eindruck der Strecke zwischen Fischbek und Buxtehude, ich bin sie im letzten Jahr geradelt. Ab Fischbek radelt man zuerst an der S-Bahn entlang.

https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/29203-Mein-Outdoorerlebnis-heute?p=1288925&viewfull=1#post1288925

Die Obstbaumbilder sind noch an der Bahntrasse aufgenommen. Diese endet an einem Bahnübergang in Neu Wulmstorf, d.h. man steht vor einem Wohngebiet, das - ich erinnere das nur noch dunkel - einen abgeschlossenen Bereich darstellt, der mit einem Tor abgesichert ist und für Fahrräder nicht erlaubt ist? / nur für die unmittelbaren Anwohner begehbar ist / nur eine Art Park darstellt? Genau weiß ich das nicht mehr. Ich erinnere mich nur noch an die Schautafeln, die darauf hinweisen, wie wichtig und besonders die Region ist.

Man biegt aus Fischbek kommend an dieser Stelle also rechts ab (Exkurs: man könnte auch links abbiegen zur B 73, aber warum sollte man. In der Radkarte ist der Weg rechts eingezeichnet), fährt dann ein Stück an einem Bach (und dem Wohngebiet) entlang (die Bilder vom Rückweg mit dem Pferd sind an der Stelle entstanden), ein kleines Stück Landstraße und dann über einen einsamen Moorweg im Naturschutzgebiet Richtung Rübke (im Bild). Wer von der S-Bahn Neu Wulmstorf kommt, kann diesen Weg ebenfalls nutzen, wenn er sich nördlich hält. Ich bin dann anschließend wenig befahrene Landstraße entlanggefahren, aber es muss meiner Karte / Navi nach auch weitere Nebenwege, geben, die man nehmen kann. Da ich in Eile war, bin ich auf Sicherheit gefahren. Es ist also nicht so, dass man nicht auf ruhigem Wege oder Naturschutzgebiet und Moor nach Buxte kommt. Es ist eben ein Umweg. Die direkte Strecke wäre schneller, angenehmer und verständlicher, zumal es ja nur ein kurzer Abschnitt ist, der nicht befestigt ist, und die Verbindung unterbricht.

Nun zum Gutachten. Ich kann es gut verstehen, wenn Radfahrer und Fußgänger als störender eingeschätzt werden, als Autos. Autos fahren im allgemeinen konstant, sind gut zu hören und Autofahrer steigen auch selten aus, um die Natur zu bewundern. Radrennfahrer wären sicherlich vom Fahrverhalten her auch kein Problem. Die surren vorbei ohne Blick in die Natur. Gibt man es aber für Rennradler frei, muss man es für alle frei geben. Ich selbst merke, wie sehr ich die Vögel in derartigen Gebieten störe, wenn ich absteige und Fotos mache. Fahre ich ruhig vorbei, beäugen sie mich misstrauisch, aber sobald ich anhalte, fliegen sie panisch davon. Mit ein Grund, warum ich die große Kamera kaum noch mitnehme, weil ich mit ihr nicht dauerhaft während der Fahrt fotografieren kann/möchte (weil zu schwer).

Ich kann folglich die Entscheidung nachvollziehen, dass es ein Gebiet geben soll, in dem keine Freizeitradler (und Spaziergänger, Hunde?) gewünscht sind. Ich brauche kaum zu erwähnen, dass die Hunde in dem "Hund an die Leine-Gebiet" nicht angeleint waren. Gut, das waren gut erzogene Hunde, also kein Problem. Aber es war ja auch noch halber Winter. Freizeitradler unterhalten sich, lachen, fahren Schlangenlinien, halten an, rascheln mit Papier, fotografieren, betätigen die Klingeln etc. Führen teilweise auch ihre Hunde mit sich. Diese bellen etc. Eine S-Bahn erzeugt ein Grundrauschen. Alle 20 Minuten. Dazu der Metronom. Eine Autobahn erzeugt ebenfalls ein Grundrauschen. Das Geräusch ist konstant. Radfahrer und Fußgänger sind das nicht.

P.S. Ich wäre auch liebend gerne auf der Abkürzung gefahren. Ich schätze den Umweg auf mindestens 20- 30 Minuten. So kam ich nämlich zu spät. Aber es ist nicht einsehbar, warum Naturschutz nur für "andere" gelten sollte.