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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 14 Tage Rheinsteig über Ostern - Fragen über Fragen



Hades5
26.02.2015, 21:47
Hallihallo,

Wie schon im Threadtitel geschrieben werde ich über Ostern 14 Tage auf dem Rheinsteig unterwegs sein. Es ist meine erste Mehrtagestour und dazu noch alleine, wodurch eine Menge Fragen meinerseits entstanden sind.

Vorweg: Ja ich weiß, es ist vielleicht besser alleine erst mal eine kleinere Mehrtagestour zu machen um zu schauen wie das läuft. Jedoch war das bei mir schon immer so, ich mag das Extreme. Und ich sehe für mich persönlich auch sehr viel, was ich aus dieser Erfahrung mitnehmen möchte bzw glaube mitnehmen zu können. Aber das ist ein anderes Thema.

Jedoch ärgere ich mich gerade erst mal das alles mit meinem Handy tippen zu müssen weil mein Pc schon aus ist. Egal, weiter im Text.

Also. Vorneweg Teil 2: ich habe kaum Wandererfahrungen, außer Tagestouren bei mir in der Umgebung. Werde aber bis Ostern bestimmt noch 3-4 mal versuchen einen Tag mit 7-8 Std wanderzeit zu meistern, als Übung. Sportlich bin und ich denke ich traue mir das auch zu. Wenn es nicht klappen sollte, die öffentlichen sind am Rheinsteig ja gut vertreten. Aber das ist das nur bei Code Red eine OptIon.

In den 14 Tagen wollte ich eigtl den kompletten Steig laufen. Inwieweit ist das mit den ganzen Höhenmetern zu schaffen? Zur Not muss ich ein paar Etappen vor Wiesbaden bisschen mit der Bahn schummeln.

Equipment:
Ich habe einen 65L Rucksack, der Reichen wird. Dazu ein MSR Hubba Bubba 2-Mann-Zelt mit grandiosen Packmaßen, eine Neo Air, alten Schlafsack bis 4Grad, Topfset, eingelaufen. Schuhe, einige Klamotten.
Hinzu kommen noch paar fehlende Kleidungsstücke und ein Brenner sowie so ein Wasserbeutel.

Die Fragen: neuer Schlafsack? Und wie mache ich das am optimalsten mit der Verpflegung über die 14 Tage?
Welche essenziellen Dinge habe ich vergessen? und was ist bei der Kleidung am wichtigsten?


So, nun zur Übernachtung:
Es wird über Ostern sehr voll sein denke ich. Deswegen wird so oft es geht mein Zelt zum Einsatz kommen. Wild am ungernsten, aber es wird wohl nicht nach jeder Etappe ein Zeltplatz auf mich warten?

Etappen:
Die Etappen werde ich noch planen. 14 sollen es werden, das mach dann so pro Etappe im Durchschnitt 23km, machbar trotz Höhenmeter?


Danke schon mal an die, die mich an ihren Erfahrungen teilhaben lassen. Ich hoffe ich hab nichts vergessen und wenn doch, das hier läuft ja nicht weg. Und falls ihr noch Fragen an mich habt, keine Scheu!

Also danke und peaceout :D

Nita
27.02.2015, 01:48
Hi Hades5,

willkommen :)

Das Einzige, was mich an Deinem Plan stoert, ist das Zelten. Die Etappen sind so ausgelegt, dass man gut in den Ortschaften uebernachten kann; Zeltplaetze habe ich bei meinen zwei kompletten und mehreren Teil-Durchlaeufen (-> Reiseberichte-Link unten) kaum/ keine gesehen. Lasse mich aber diesbezueglich auch eines besseren belehren. Auch waere es ohne Zelt einfacher, die Kilometer zu schaffen.

23km sind prinzipiell zu machen, Du verraetst uns aber nicht, ob Du eine sportliche 75jaehrige oder ein sportlicher 18jaehriger bist ;)

Wenn ich richtig verstanden habe, willst Du in Bonn starten. Wenn Du evtl. etwas auslassen planst, wuerde ich es eher im ersten Teil bis ca. Bad Honnef machen. Vor Wiesbaden (ich war jeweils andersherum unterwegs, kann sein, dass die Erinnerungen etwas taeuschen) fand ich die Gegend zwar nicht soo spektakulaer, aber trotzdem sehr nett.

Solltest Du draussen schlafen, wuerde ich keinen neuen Schlafsack holen. Es kann schonmal knapp werden mit der Komforttemperatur, Du hast aber noch die Jacke etc. dabei. Auch ansonsten finde ich deine Ausruestung ok; der Rheinsteig geht zwar etwas rauf und runter, ist aber auch mit Jeans zu machen.

Viel Spass! Fuer mich April eine der schoensten Zeiten dort oben!

Werner Hohn
27.02.2015, 06:45
Moin Hades5,

23 km halte auch ich für machbar. Auslassen würde ich zwischendurch keine Etappe, eher dort aufhören, wo dir die Zeit ausgeht. Ich schließe mich Nita (fast) an, mit dem Start in Bad Honnef. Fast, weil ich Königswinter wählen würde. Dann ist der Drachenfels dabei, Hollands höchster Berg und aktuell auch der der UNESCO.

Wenn du einen Abschnitt zwischendrin auslassen willst, würde ich das Stück zwischen Leutesdorf und Lahnstein wählen. Weil ich zur Hälfte ungefähr dort wohne, darf ich mit Fug und Recht behaupten, dass dieser Abschnitt der langweiligste am ganzen Weg ist. Dort ist der Weg am wenigsten Steig und überhaupt kein Rhein.

Campingplätze gibt es einige am Steig. Auf der HP des Rheinsteigs (http://www.rheinsteig.de/unterkuenfte/camping-wohnmobilstellplaetze-und-jugendherbergen/) findest du ein PDF. Schutzhütten sind jede Menge am Weg. Dafür ein Stück leichte Bauplane in der Größe der Isomatte einpacken. Die Schutzhütten sind alle in der Rheinsteigkarte.

Ums Essen musst du dir keine Sorgen machen. Du kommst jeden Tag durch einen Ort.

Hades5
28.02.2015, 21:11
Danke erst mal für die überaus guten Antworten!!

Zum Zeitpunkt der Tour bin ich 21, und ich würde fast sagen "frische" 21. :D

Das mit dem Start in Bad Honnef bzw. Königswinter ist eine Überlegung wert. Ich schau mir das mal bei der Etappenplanung die Tage näher an.

Auf das Zelten würde ich ungern verzichten. Jedoch würde ich auch mal 3-4 Nächte in einer Herberge übernachten. Ich denke das mach ich dann davon abhängig, wie mein Zustand ist. Aber die Schutzhütten sind auch eine Alternative, wobei das für mich bestimmt erst mal Überwindung ist, ohne was wie eine Zeltwand um mich herum im Freien zu schlafen.

Eine Frage noch, wie plan ich am besten meine individuellen Etappen? Oder soll ich täglich schauen wie weit ich komme? Eine Planung erscheint mir sinnvoller oder? Und wenn ja wie plan ich das am besten? Also wie kann ich abschnittsweise prüfen, wie viele km meine selbst geplante Etappe hat? Gibt ja bestimmt ein paar nützliche Seiten oder Tools, bin gerade nur nicht so up-to-date über so etwas.

Ich hatte eigtl noch mehr Fragen, die fallen mir aber gerade nicht ein. Kommt bestimmt noch die Tage haha

Danke noch mal ihr zwei :) und danke schon mal an die, die mir jetzt antworten. Ist ja nicht selbstverständlich sowas.

Lg

Sternenstaub
28.02.2015, 21:54
Auf das Zelten würde ich ungern verzichten. Jedoch würde ich auch mal 3-4 Nächte in einer Herberge übernachten. Ich denke das mach ich dann davon abhängig, wie mein Zustand ist. Aber die Schutzhütten sind auch eine Alternative, wobei das für mich bestimmt erst mal Überwindung ist, ohne was wie eine Zeltwand um mich herum im Freien zu schlafen.
Das ist wirklich eine Sache der Gewöhnung. Falls du jemals in Schweden irgendwelche Wanderungen machen möchtest, wirst du zB auf vielen Strecken, wie zB dem Skaneleden auf Schutzhütten stoßen. Es macht wirklich Spaß (zumindest mir ;) ) ohne Zelt zu übernachten. Probiere es einfach aus. ;-)
Obwohl ein zelt würde ich auch immer mitnehmen, man weiß ja nie.


Eine Frage noch, wie plan ich am besten meine individuellen Etappen? Oder soll ich täglich schauen wie weit ich komme? Eine Planung erscheint mir sinnvoller oder? Und wenn ja wie plan ich das am besten? Also wie kann ich abschnittsweise prüfen, wie viele km meine selbst geplante Etappe hat? Gibt ja bestimmt ein paar nützliche Seiten oder Tools, bin gerade nur nicht so up-to-date über so etwas.


Wie man nun plant, ist temperamentsabhängig. Ich zB mache eine Grobplanung, aber eher keine Detailplanung, vor allem nicht, was Länge der jeweiligen Tagesstrecke betrifft. Ich hasse es, mich ggf unter Druck zu setzen, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Ich bin in Urlaub - auf Tour - und das bedeutet für mich Entspannung und nicht unnötiger Stress. Erstaunlicherweise kommt man damit oft weiter, als wenn man sich selber schon ein Pflichtenheft auferlegt. ;)

Als Tool könnte ich dir http://www.gpsies.com empfehlen, das ist ziemlich einfach, man kann die Karten ausdrucken. Es gibt auch bereits viele, viele Routen, die jemand anderes eingestellt hat. Vielleicht findest du da durchaus etwas passendes.

Werner Hohn
28.02.2015, 22:00
Eine Frage noch, wie plan ich am besten meine individuellen Etappen? Oder soll ich täglich schauen wie weit ich komme? Eine Planung erscheint mir sinnvoller oder?
Schau wie weit du kommst. Da der Mensch ein Ziel braucht, der innere Schweinhund neigt zur Faulheit, würde ich mir schon feste Tagesetappen vornehmen. Wenn es dann doch nicht hinhaut, mache eine kurze zum Erholen. Am nächsten Tag mit dem Vorsatz starten, den geplanten Tagesschnitt zu gehen. Bei 2 Wochen ist ein gewisser Spielraum drin. Ein Tool benötigst du nicht. Die Hp des Rheinsteigs liefert dir alles. Die Etappenvorschläge dort sind an Tagesleistungen durchschnittlicher Gelegenheitswanderer angepasst. Die gehen in der Regel nicht den kompletten Steig am Stück.

Der Rheinsteig ist in 21 Etappen mit durchschnittlich 15 km aufgeteilt. Angenommen du bist Spätstarter, sagen wir mal um 10 Uhr. Sogar wenn du nur 3 km/Stunde wanderst, erreichst du bei der vorgeschlagenen Etappenlänge um 15 Uhr das Tagesziel. 3 km in der Stunde ist Rentnergruppentrab. Machst du 4 km in der Stunde, sind deine geplanten 23 km beim Start um 10 gegen 16 Uhr erledigt. Noch zwei Stunden Pause drauf, reicht immer noch. Wenn du schon um 8 den Rucksack auf den Rücken schiebst, langt es dreimal.

Der Knackpunkt ist das Rucksackgewicht und das dein Körper sich an jenes, sowie an die Dauerbelastung erst noch gewöhnen muss. Da hilft entweder Zähne zusammenbeißen, die täglichen Etappen oder Gesamtlänge verkürzen oder vorher trainieren, sprich wandern gehen.

Nita
01.03.2015, 06:04
Wenn du einen Abschnitt zwischendrin auslassen willst, würde ich das Stück zwischen Leutesdorf und Lahnstein wählen. Weil ich zur Hälfte ungefähr dort wohne, darf ich mit Fug und Recht behaupten, dass dieser Abschnitt der langweiligste am ganzen Weg ist. Dort ist der Weg am wenigsten Steig und überhaupt kein Rhein.


100%, habe schon vergessen, wie ich dort beide Male geflucht hatte :)


Zum Zeitpunkt der Tour bin ich 21

Auf das Zelten würde ich ungern verzichten.

Wie die anderen schon sagten: Schutzhuette und dran gewoehnen ;) Haette ich auch so gemacht. Ein Zelt ist schwerer und auffaelliger.

Hades5
08.03.2015, 13:57
So, in diesem Sinne eine großes Danke an alle, die mir geholfen haben! Die Planung ist mitten im Gange und da ich auch gerne schreibe, hab ich dann diesen Anlass als Startschuss für meinen Blog gesehen, den ich ab jetzt nach und nach aufbauen werden.

Falls ihr mal auf meinem Blog vorbeischauen wollt, er ist in meiner Sigantur neuerer Posts zu finden :D

Ich bin jetzt mittlerweile auch so weit, dass ich eingesehen habe auch mal ohne Zelt zu übernachte :D Auch die "Was nehme ich zur Verpflegung" Frage habe ich mir durch andere Threads hier im Forum beantwortet.

Ich möchte es nur noch mal erwähnen: Das hier ist wirklich ein grandioses Forum!! Nette, kompetente und hilfsbereite Leute. Hut ab!

bluewizard
08.03.2015, 14:58
Du hast im link die outdoorseiten.de.-Adresse vorangestellt, funktioniert so nicht.
Einfach das Wort welches den link enthalten soll markieren, dann oben im Editor auf die Weltkugel klicken und Deine Domain eingeben ;)

KLICK (http://www.outdoornewbie.de)

Hades5
08.03.2015, 16:58
Oh, danke für den Tipp, habe wohl nur das https:// vergessen :D

bluewizard
08.03.2015, 18:13
Vielleicht trifft man sich ja unterwegs, ich starte voraussichtlich Ostersamstag in Koblenz, gehe bis Rüdesheim und gehe dann den Rheinburgenweg zurück ;)

Hades5
08.03.2015, 19:54
das wäre gut möglich, also ich bin der mit dem großen grünen Rucksak hehe :grins: