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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Akkus vs Batterien? ( längere Wintertour)



GemeinsamDraussen
08.02.2015, 11:05
Hallo Leute,

wir ham da mal 'ne Frage: ;-)

Wir planen grade eine etwas längere Wintertour mit Schneeschuhen und Zelt. Wir werden nur gelegentlich an einer Steckdose vorbeikommen. Irgendwann werden Stirnlampen und GPS den Geist aufgeben. Schleppt Ihr eher einen Sack Batterien mit oder Akkus und Ladegerät? Solarlader kommt im Winter wahrscheinlich auch nicht in Frage, oder?

Wie macht Ihr das? Und wie viele Batterien rechnet Ihr so im Allgemeinen?

Herzliche Grüße
Susi & Ralf

lorenz7433
08.02.2015, 11:46
wirst anhand deiner Nutzung vermutlich selber ausrechnen müssen wie viele du mitnehmen musst.

ich rechne für mich pro 2 tage GPS und stirnlampenakkutausch bei vielnutzung von elektronik, was bedeutet GPS läuft den ganzen tag und stirnlampe mehrere stunden jeden abend in verwendung.
mehr Stromverbrauch bekommt man eh kaum hin.

das bedeutet dann alle 2 tage 3 Akkus mehr mitnehmen.
für ne Woche müsste in dem fall ~9 Akkus mitgenommen werden.

wenn man das elektrozeug deutlich weniger nutzt"was warscheinlich ist" rechnet man halt entsprechend weniger akkus.

JonasB
08.02.2015, 13:02
Wir planen grade eine etwas längere Wintertour mit Schneeschuhen und Zelt. Wir werden nur gelegentlich an einer Steckdose vorbeikommen. Irgendwann werden Stirnlampen und GPS den Geist aufgeben. Schleppt Ihr eher einen Sack Batterien mit oder Akkus und Ladegerät? Solarlader kommt im Winter wahrscheinlich auch nicht in Frage, oder?


Was heißt für euch länger?
Eneloop Akkus halten im Winter (ausser bei immer -30°C vvl.) nehezu genauso lange wie im Sommer.
Bei Stirnlampe braucht ihr (ausser ihr seit bei Dunkelheit unterwegs) fast nur die niedrigen Leuchtstufen, damit relativiert sich da der Mehrverbrauch.
Ich benutze ein GPS nur als Backup, DSLR und Stirnlampe halten eine Woche locker ohne neue Stromversorgung aus.
Ich würde allein aus Umweltgründen immer nur Akkus nehmen.
Bei Globi gibt es z.B. gerade noch Tensai AA Akkus im Angebot (https://www.globetrotter.de/shop/tensai-aa-akku-tr-6-2000mah-256802), diese sind ähnlich zu Eneloop.

GemeinsamDraussen
08.02.2015, 13:11
Danke für eure schnellen Antworten.

Bis jetzt haben wir nur Wintertouren kürzer als eine Woche gemacht, jetzt sind so anderthalb Wochen geplant. Man soll sich ja langsam steigern ;-)

Deshalb haben wir auch gar nicht so viele Akkus. An sich sind wir auch eher für Akkus, statt Batterien. Aber in diesem Ausnahmefall: rechnet ihr, dass eine Batterie etwa einem geladenen Akku entspricht oder verhalten die sich bei Kälte anders?

Fritsche
08.02.2015, 13:21
rechnet ihr, dass eine Batterie etwa einem geladenen Akku entspricht oder verhalten die sich bei Kälte anders?

Also diese Diskussionen sind hier recht aktuell bis zum Exzess geführt worden. -> SuFu

Um es kurz zu machen: für Geräte, die einen nennenswerten Strom ziehen: Akkus (es geht wohl um AA Größe bei euch? Damit steht auch die Zellenchemie fest) oder Lithiumbatterien.

NiMH LSD Akkus sind gut kältefest, Lithiumbatterien können das auch (ein kleines bißchen besser), aber zum vielfachen Preis.

Alkalines sind ungeeignet.

Nur Kapazitäten miteinander zu vergleichen bringt nichts, es kommt immer darauf an, bei welcher Last welche Kapazität eine Zelle hat. Alkalines haben etwas höhere Kapazitäten (wenn überhaupt) als NiMH, aber nur, wenn ein sehr geringer Strom gezogen wird.

GemeinsamDraussen
09.02.2015, 18:23
So, wir haben uns jetzt 16 Energizer Ultimate Lithium AA (Batterien) für 23€ bei Akku-Punkt bestellt. Das wird hoffentlich ausreichen fürs GPS (Karte + Tracking). Zuerst hatten wir noch über eine Kombination unserer vorhandenen NiMH-Akkus + Ladegerät + Lithium-Batterien als Backup nachgedacht, aber das wird dann nur unnötig schwer. Wir werden berichten, ob das funktioniert hat, wenn wir aus dem Böhmerwald zurück sind. Und natürlich werden die Batterien sachgerecht entsorgt, ist ja Ehrensache. :D

AlfBerlin
09.02.2015, 21:43
Energizer Ultimate Lithium Batterien haben etwa die vierfache Kapazität von LSD NiMH-Akkus pro Gewicht und sind 15 Jahre lagerbar. Wir hatten hier schon diverse ausführliche Diskussionen über NiMH-Akkus contra Lithium-Batterien. Meine Erkenntnisse findest Du auf meiner Website alfafox.info im Artikel NiMH-Akkus oder Batterien Mein Fazit: Bei sicherheitskritischen Anwendungen unter 0°C Lithium-Batterien: "Energizer belegt die Einsatzfähigkeit für Lithium-Batterien bei Temperaturen von -40°C bis +60°C mit einem Diagramm. Über -20° ist die Leistung gut. Alkalines sind unter 0°C nicht mehr für hohe Ströme geeignet. Gute NiMH arbeiten noch, werden aber schwächer. Und unter -20°C sie aus. Zudem vermeiden die Akku-Hersteller Angaben zum Verhalten bei Frost und geben in den Datenblättern nur 0°C bis 50°C als Arbeitsbereich an."

GemeinsamDraussen
10.02.2015, 14:14
... Meine Erkenntnisse findest Du auf meiner Website ...

Na das ist doch mal ne ordentliche Werbeseite, die Du da verlinkt hast. Kannst Du schon davon leben? ;-)
Einige der Sachen, die Du dort lobst, finde ich auch ganz gut, aber eigene Erfahrungen, statt zitierter Werbeaussagen, hätte ich lieber gelesen. Und gibt es auch negativ-Bewertungen auf der Seite?

AlfBerlin
10.02.2015, 16:28
Na das ist doch mal ne ordentliche Werbeseite, die Du da verlinkt hast.

Danke.

Die Werbung wollte ich mal reduzieren, bin aber noch nicht dazu gekommen :cry:


Kannst Du schon davon leben? ;-)

Nein :cry: aber ich habe die Seite auch etwas vernachlässigt.


Eigene Erfahrungen, statt zitierter Werbeaussagen, hätte ich lieber gelesen.

Bei den Energizer-Aussagen handelt es sich nicht um Werbeaussagen, sondern um Angaben von technischen Daten die gerichtsfest sein sollten. Schließlich können Menschenleben von den Batterien abhängen.

Außerdem zitiere ich Testergebnisse, zum Beispiel der Stiftung Warentest.

Im Gegensatz dazu habe ich keinen NiMH-Akku-Hersteller gefunden, der den Einsatz seiner Akkus bei Frost befürwortet und konkrete Angaben dazu macht. Deshalb wäre ich da trotz angeblich guter Erfahrungen einiger ODSler sehr vorsichtig.

Ich selber verwende die Energizer schon seit Jahren in meinem Digital-Fotoapparat und schaffe mit 2 Batterien (geschätzt) zwischen 500 bis 1000 Fotos (<5% mit Blitz). Außerdem in Temperatur-Fühlern, Taschenlampen, Stirnlampen und einigen anderen Geräten. Bei mäßigem Frost sind mir keine Leistungs-Einbrüche aufgefallen. Ich habe aber nicht systematisch getestet.

Meine eigenen Erfahrungen finde ich nicht so wichtig zumal unpräzise, außer wenn sie negativ wären.


Und gibt es auch negativ-Bewertungen auf der Seite?
Nein. Höchstens in Details. Ich stelle nur Sachen vor, die ich selber benutze, gründlichst recherchiert habe und gut finde. Allerdings sind inzwischen einige Artikel veraltet.

Juergen
10.02.2015, 17:38
Im Gegensatz dazu habe ich keinen NiMH-Akku-Hersteller gefunden, der den Einsatz seiner Akkus bei Frost befürwortet und konkrete Angaben dazu macht. Deshalb wäre ich da trotz angeblich guter Erfahrungen einiger ODSler sehr vorsichtig.
Ganz Deiner Meinung. Leider gibt es immer noch Leute die behaupten (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/84496-Welches-GPS-Ger%C3%A4t-f%C3%BCr-Polar-Touren-bei-grosser-K%C3%A4lte?p=1371592&viewfull=1#post1371592), die Eneloops
bei - vermutlich gefühlten nicht gemessenen - -30°C verwendet zu haben.

AlfBerlin
10.02.2015, 18:29
Danke Juergen. Dein Test (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/60017-GPS-und-Batterien-im-K%C3%A4ltetest) gefällt mir.

Dein GPS hat mit Eneloops noch bis -15°C gut funktioniert. Wie schätzt Du die Eneloop-Kapazität bei -15°C ein? Ich frage mich halt, wieso die NiMH-Akku-Hersteller Aussagen über Verwendung bei Frost meiden wie die Pest. Ich vermute mal, dass die Kapazität deutlich sinkt oder die Selbstentladung sich erheblich beschleunigt oder die Akkulebensdauer stark abnimmt. Es wäre natürlich schön, zu wissen was das Problem zwischen 0 und -15°C ist.

Ohne Aussage der Hersteller sollte man die NiMH Akkus bei Frost nicht in sicherheitsrkritischen Bereichen einsetzen. Für weniger kritische Einsätze reicht vielleicht ein Backup mit Lithium-Batterien, mit dem man sich notfalls in Sicherheit bringen kann.

nimrodxx
10.02.2015, 18:53
Ich frage mich halt, wieso die NiMH-Akku-Hersteller Aussagen über Verwendung bei Frost meiden wie die Pest. Ich vermute mal, dass die Kapazität deutlich sinkt oder die Selbstentladung sich erheblich beschleunigt oder die Akkulebensdauer stark abnimmt. Es wäre natürlich schön, zu wissen was das Problem zwischen 0 und -15°C ist.

Die Selbstentladung sinkt bei tieferen Temperaturen und bei Energizer gibt es in den Datenblättern auch Kapazitätsangaben bis -20°C.

http://data.energizer.com/PDFs/nickelmetalhydride_appman.pdf

Meine Vermutungen; Viel Kleingedrucktes vermeiden, da die Nennkapazität bei Temperaturen unter 0 einfach nicht erreicht wird. Und ich hab keine Ahnung wie sich die relativ großen Kapazitätsunterschiede bei verschiedenen Batterietemperaturen (eine Seite wird durch Elektronikabwärme oder den Körper stärker erwärmt als die andere) auswirkt, aber Kapazitätsunterschiede sollte man im Regelfall auch vermeiden...

Zz
11.02.2015, 02:26
Hallo gemeinsam draußen = Susi & Ralf!
Ich stand mal vor einer ähnlichen Problematik bei einer längeren Wintertour. Ich habe es hier sicherlich schon an andererm Stelle erwähnt: ich war bei http://www.solarc.de/cms/pages/de/produkte.php und da nahm man sich Zeit für ein ausführliches Gespräch zu meinem Anliegen und Problematik.Von Akkus (Chemische Prozeße verändern sich bei tiefen Temperaturen) wurde mir dort abgeraten. Ich habe es trotzdem versucht um Erfahrungen zusammeln: Akkus, Duracell Batterien und sogar Solarlader. Seitdem bleiben die Akkus etc. im Winter zu Hause. Zuviel Aufwand, Gewicht usw. insgesamt zu unzuverlässig bei großer Kälte (minus 10, 15, 20 und letztendlich 35 grad Celsius) im GPS und in der Digitalkamera. Für Wintertouren bin ich komplett auf Lithium Batterien umgestiegen, sehr teuer, aber am zuverlässigsten bei tiefen Temperaturen. Es war für mich letzendlich essential wenn die Kopflampe und das GPS funktionierten.
Ich denke, Ihr habt die richtige Entscheidung mit Lithiium Batterien getroffen. Habt eine schöne Zeit, Z

lorenz7433
11.02.2015, 07:14
Die Selbstentladung sinkt bei tieferen Temperaturen und bei Energizer gibt es in den Datenblättern auch Kapazitätsangaben bis -20°C.

machen auch andere man sollte nur bereit sein zu lesen.;-)

http://www.panasonic-batteries.com/eu/news/panasonic-launches-eneloop-rechargeable


Strong against cold temperatures; can even be used at -20°C*




Meine Vermutungen; Viel Kleingedrucktes vermeiden, da die Nennkapazität bei Temperaturen unter 0 einfach nicht erreicht wird.

ja,
im minus berreich sinken die nutzbaren Kapazitäten von Akkus und batterien.

steht auch im link:

Battery lifespan will be shorter than at room temperature.


die Erfahrung aller eneloop und anderer LSD akku Nutzer die man sich aus dem Forum zusammensuchen kann"das Thema wird ja seit jahren disskutiert" besagt in etwa ~10% kapazitätsverlust bei ~-20°, was im grunde ein bombiger wert ist wenn man bedenkt das Lithiums 25% Kapazität verlieren und diese damit "beworben" werden.:roll:

LSD Akkus laufen bei kälte bestens, der kapazitätsverlust ist nicht der rede wert weit weniger als bei Lithiums.
der Vorteil ist das LSD Akkus immer hochstromfest bleiben Lithiums bei kälte versagen.

soll jeder nutzen was er will.

Juergen
11.02.2015, 08:48
die Erfahrung aller eneloop und anderer LSD akku Nutzer die man sich aus dem Forum zusammensuchen kann"das Thema wird ja seit jahren disskutiert" besagt in etwa ~10% kapazitätsverlust bei ~-20°, was im grunde ein bombiger wert ist wenn man bedenkt das Lithiums 25% Kapazität verlieren und diese damit "beworben" werden.:roll:
Solche Aussagen könnte man nur machen, wenn man die Temperatur loggt und
parallel die Kapazität misst. Ich kenne keinen Bericht hier, in dem dies glaubhaft
behauptet und dokumentiert wird.

Bei -20°C zeigt mein Garmin eTrex Vista HCx, dass die Eneloop NiMH-Akkus leer
sind, d.h. die Spannung sinkt so weit, dass das GPS leere Akkus anzeigt. Das ist
kein gutes Zeichen und keine Basis für eine "Zusammenarbeit" bei -20°C.

JonasB
11.02.2015, 09:27
Ganz Deiner Meinung. Leider gibt es immer noch Leute die behaupten (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/84496-Welches-GPS-Ger%C3%A4t-f%C3%BCr-Polar-Touren-bei-grosser-K%C3%A4lte?p=1371592&viewfull=1#post1371592), die Eneloops
bei - vermutlich gefühlten nicht gemessenen - -30°C verwendet zu haben.
Leider?
Die DSLR Hersteller sagen auch das ihre Cams nicht unter ~ -15°C eingesetzt werden können, trotzdem wird es erfolgreich gemacht.
Selbst Petzl sagt bei den Expeditions(!) Stirnlampen das sie zwischen -30 und +50°C eingesetzt werden müssen. D.h. ich habe kein Licht mehr wenn es -33°C hat?

Ich denke die Problematik liegt nicht bei den (Eneloop) Akkus, sondern beim GPS!

Natürlich fällt die Leistung eines Akkus bei Kälte ab, aber rechtfertigt das gleich den Nutzen von Batterien?

walnut
11.02.2015, 09:49
Da ich einer der bösen Leute sind die das behaupten, verspreche ich hiermit es nie wieder zu tun, einfach persönliche Erfahrungen aus der Praxis weiter zu geben, wo andere es doch vom Sofa aus Datenblättern viel besser wissen.

@ Juergen: schon mal probiert dein Gps wissen zu lassen, daß es jetzt Akkus statt Batterien bekommt?

Mein Vista tuts problemlos mit Eneloops bei minus 20, 25, 29 auch wenn ichs über Nacht nicht am Körper hatte, man schläft so unbequem auf nem Gps.

Allerdings halt auch wie bereits gesagt, tagsüber minus 30 Grad hatte ich persönlich noch nicht, da geht die Temperatur doch zumeist etwas höher und wer sein Gps bei den Temperaturen aufer Pulka spaziereren fährt, statt es in der Jacke zu haben, was soll man da noch zu sagen.

Ebenso gilt, wer sich alleine aufs Gps verläßt, hat bei den Temperaturen bei Mehrtagesentfernungen von ner Hütte nicht wirklich was verloren.

AlfBerlin
11.02.2015, 09:55
Nach dem Hersteller-Diagramm zu den Energizer Ultimate Lithium (http://data.energizer.com/PDFs/l91.pdf) ("Temperature Effects on Capacity: Constant Current Discharge") ist die Kapazität im Vergleich von -20°C mit +20°C etwa folgendermaßen (von mir aus dem Diagramm abgelesen):
Bei 25mA Strom: 3050mAh von 3100mAh = 98%
Bei 250mA Strom: 2800mAh von 3100mAh = 90%
Bei 1000mA Strom: 2250mAh von 3100mAh = 73%

Auch bei -30°C können mit 1000mA Strom noch etwa 1250mAh (40%) entnommen werden. Bei -40°C bei 250mA Strom noch etwa 1500mAh (48%). Bei -40°C sind 1000mA Strom nicht mehr erreichbar.

Juergen
11.02.2015, 10:12
@ Juergen: schon mal probiert dein Gps wissen zu lassen, daß es jetzt Akkus statt Batterien bekommt?Ich arbeite seit über 20 Jahren mit Garmin GPSen, danke für den Hinweis,
aber das ist mir nicht neu, dass man den Batterie-/Akkutyp einstellen muss.


Mein Vista tuts problemlos mit Eneloops bei minus 20, 25, 29 auch wenn ichs über Nacht nicht am Körper hatte, man schläft so unbequem auf nem Gps.
Dann musst Du ganz besondere Eneloops haben. Vielleicht eine Sonderanfertigung
mit hohem Lithium-Anteil.

AlfBerlin
11.02.2015, 10:23
Mein Vista tuts problemlos mit Eneloops bei minus 20, 25, 29 auch wenn ichs über Nacht nicht am Körper hatte, man schläft so unbequem auf nem Gps. Allerdings halt auch wie bereits gesagt, tagsüber minus 30 Grad hatte ich persönlich noch nicht, da geht die Temperatur doch zumeist etwas höher und wer sein Gps bei den Temperaturen aufer Pulka spaziereren fährt, statt es in der Jacke zu haben, was soll man da noch zu sagen.

Also ich verstehe das so: Du lagerst das GPS mit Eneloop-Akkus nachts bei unter -20°C, maximal -30°C und verwendest es tagsüber bei höheren Temperaturen indem Du es in der Jacke trägst und nur kurz raus holst? Also immerhin scheinen die Eneloops bei -20°C nicht kaputt zu gehen. Das heißt aber nicht, dass sie bei -20°C zuverlässig arbeiten.

Ich würde mich halt sicherer fühlen, wenn mein Gerät auch bei den vorherrschenden Außentemperaturen arbeitet.

walnut
11.02.2015, 14:12
Exakt Alf, nur fehlt noch zu erwähnen, daß das Gps auch morgens seinen Dienst tut, ohne daß ich es zuerst in die Jacke stecke.
Und weder das Gps noch ich können etwas dafür wenns bei normalsterblichen Touren tags eher selten mal minus 30 Grad hat, und klar ich kann mich auch nackt in den Wind stellen und das Gps an nen Drachen hängen, damit alles auf jeden Fall auch bei den härtesten Bedingungen funktioniert. Oder ich agiere mit Verstand.

Juergen
11.02.2015, 15:52
Exakt Alf, nur fehlt noch zu erwähnen, daß das Gps auch morgens seinen Dienst tut, ohne daß ich es zuerst in die Jacke stecke.
Und das tut es genau deswegen, weil das GPS mit den Eneloops eben keine -25°C oder -30°C kalt ist.
Du definierst eben "bei -30°C funktionieren" anders: Irgendwann war es in der Nacht gefühlte -30°C
und das GPS hat am nächsten Morgen bei unbekannter Temperatur funktioniert.

GemeinsamDraussen
11.02.2015, 16:05
Müssen wir jetzt wirklich nur zum Testen auch noch eneloops mit in den Böhmerwald schleppen? ;-)

Die Wetteraussichten sehen ja gar nicht soo nach tiefen Temperaturen aus. :roll: Hoffentlich bleibt es wenigstens unter Null, nicht dass wir unsrere Gepäckschlitten tragen müssen...

Aber die Lithium-Batterien sind heute gekommen und die wiegen ja tatsächlich nur die Hälfte der Akkus. Cool. :cool:

walnut
11.02.2015, 16:23
Nee, mußte nicht, die Lithium funktionieren auch, sind halt einweg, dazu schweineteuer, aber funktionieren auch, jedem seins.

@ Juergen, nicht gefühlt, mitm Thermometer gemeßen und zu deiner Hoffnung, daß wenn es nachts bannig kalt war, du morgens beim ersten Sonnenschein gleich Schweißausbrüche bekommst :roll:
Ansonsten, genau das ist der Punkt der zählt, ob das jetzt minus 27,8 oder doch minus 29,2 Grad sind, oder unbekannte Temperaturen sind, der Kram funktioniert.

khyal
11.02.2015, 16:50
Oh nee, schon wieder wird an der Urban Legend gestrickt :bg:

Es gibt hier im Forum bis zum Erbrechen Berichte von Usern, mich eingeschlossen, die im Winter auch bei Temps um - 20 Grad nur Eneloop benutzen und keinen wesentlichen Kapazitaetsabfall feststellen konnten.

Wohlgemerkt "benutzen", damit "Erfahrung gesammelt haben", sich nicht auf irgendwelche Hersteller-Datenblaetter beziehen.

Ich kann Eneloop dafuer nur empfehlen.


Was nun die anderen TO-Fragen betrifft, rucksacktaugliches Solarpanel wollte ich eigentlich gerne bei der letzten Wintertour benutzen, aber letztendlich hat sich bei entsprechenden Praxistests bzw Messungen eindeutig rausgestellt, dass sich das bei Trips bis ein paar Wochen gewichtstechnisch nicht auszahlt.

Du hast nur rel kurz Tageslicht, must also waehrend des Laufens laden, dabei hat ein Solarpanel immer wieder Ladestromeinbrueche durch Abschattungen und unguenstigen Winkel zur Sonne, dass viele Ladegeraete und Ladefunktionen von Geraete deswegen abbrechen, also must Du ne Powerbank, die mit niedrigen Ladestroemen klar kommt, zwischenschalten.
Mal davon abgesehen, dass es eh auch grundsaetzlich u.A. aufgrund des im Winter unguenstigen Sonnenwinkels einen so niedrigen Ladestrom liefert, dass viele Ladegeraete und Ladefunktionen von Geraete nicht funktionieren, womit wir auch wieder bei einer entsprechenden Powerbank sind.

Der Gesamt-Wirkungsgrad bei einer nicht zu schrottigen Powerbank, also was stecke ich an Leistung rein, was kann ich an verwertbarer Leistung rausholen, liegt so grob bei 50%, jetzt willst Du dahinter aber ja auch noch Deine Akkus laden, wenn wir dann da nochmal von 50% ausgehen, hast Du einen Gesamt-Wirkungsgrad von 25% ab Panel-Ausgang.

Ein Solarpanel, was Du entspannt auf dem Rucksack verwenden kannst, liefert Dir unter mitteleuropaeischen Winterbedingungen, wenn man es sich echt schoen rechnet :bg:, im Schnitt 50 mA. Die ersten 1,5 std Tag bringen nicht viel, die Letzte std Tageslicht auch nicht, also lass uns mal von 6 std / Tag und ausgehen, macht bei einem Wirkungsgrad von 25% am Tag ca 0,4 Wh d.h. Du brauchst etliche Tage fuer einen Eneloop-Akku.
Ein entsprechendes Solarpanel, kleine Powerbank, das Piixo oder Swisstech-Ladegeraet, Kabel liegt bei ca 500-600g.
Ein Eneloop-Akku mit gut 2,5 Wh wiegt 26g.
Fazit fuer mich war, dass ich mir fuer die letzte Wintertour ein paar zusaetzliche Eneloop und Kameraakku gekauft habe und damit gewichtstechnisch deutlich besser gefahren bin. Davon abgesehen, dass die Tour eh recht antstrengend war und ich dabei sowas von ueberhaupt keinen Bock gehabt haette, noch staendig mit dem Panel rumzufummeln.

Weenn ich mir sicher bin, dass ich nicht ab und zu Zugriff auf ne Steckdose habe, habe ich einfach genuegend Akkus bei, im anderen Fall entsprechende Ladegeraete, da gibt es schoen leichte Geschichten z.B. Swisstech-Ladeschale oder Pixo und betrieben ueber leichte USB-Adapter fuer 220 und 12 V.

Was nun den Verbrauch bzw die mitzunehmenden Akkukapazitaeten im Winter (natuerlich nicht nur da) betrifft, ist das ja nun extrem von den eingesetzten Geraeten und dem eigenen Verhalten abhaengig.

Bei mir ist der bei mir im Winter deutlich hoeher. Alle Li-Akkus knicken ein, also brauche ich da mehr Kapazitaet bzw waehrend ich im Sommer auch bei 2 oder 3 Wochen locker mit einem Kamera und Handy-Akku hin komme, nehme ich im Winter jeweils einen Reserve-Akku mit.
Ich bin meist in Gegenden unterwegs, wo das GPS tagsueber, ausser in Pausen "durchlaeuft", da ich auch selten ein zuhause komplett geplante Tour ablaufe, sondern unterwegs halt schaue, wo ich weiterlaufen moechte, kommt abends im Zelt zur Planung nochmal ca 1 std mit heller HR-Beleuchtung dazu, dazu schon mal Laufphasen im Dunkeln, mit sporadisch angeschalteter HR-Beleuchtung. Macht beim 62er 2 Eneloop Black / 2,5 Tage, beim Etrex 30 oder 20 reichen sie fuer gut 3 Tage.
Stirnlampe faellt natuerlich normales Wandern, Zeltaufbauen, Kochen nicht weiter ins Gewicht, da man da mit dunklen Leuchtstufen prima hin kommt, da ich aber haeufiger in der Daemmerung bzw Dunkeln beim Laufen nach einem geeigneten Zeltplatz Ausschau halte und eben im Zelt laengere Zeit mit Karten Routenplannung mache und ich dafuer eben hohe Lichtstaerke brauche, reicht ein normaler Eneloop-Akku fuer 2,5 Tage.
Also sind es bei den 10 Tagen vom TO z.B. 8 Eneloop Black fuer´s 62er bzw gut 6 Eneloop Black fuer´s 30er und 4 Eneloop fuer die Stirnlampe, sind also 6 bzw 8 * knapp 30g + 4 * 26g = 284 bzw 344g.

lorenz7433
11.02.2015, 19:26
Auch bei -30°C können mit 1000mA Strom noch etwa 1250mAh (40%) entnommen werden. Bei -40°C bei 250mA Strom noch etwa 1500mAh (48%). Bei -40°C sind 1000mA Strom nicht mehr erreichbar.

nur meine stirnlampe zieht im main mode 1700mA und im Turbo 3400mA die ich des öfteren brauche, mit Eneloops bei -20°C kein Thema geht locker, mit Lithiums oder anderen Batterien hab ich ne tote lampe.

ich brauch ne zuverlässige Stromquelle für meine stirnlampen, allein dafür sind Lithiums nun mal völlig unbrauchbar.;-)



Bei -20°C zeigt mein Garmin eTrex Vista HCx, dass die Eneloop NiMH-Akkus leer
sind, d.h. die Spannung sinkt so weit, dass das GPS leere Akkus anzeigt. Das ist
kein gutes Zeichen und keine Basis für eine "Zusammenarbeit" bei -20°C.

mag sein das dein Vista mit Akkus generell nicht klarkommt und ne schlechte softwareseitige Grundeinstellung hat.
ich hab selber seit paar jahren ein garmin"das etrex 30" das hab ich ebenfalls schon bei weit unter -10°C genutzt und es war keinerlei unterschied zum sommer hinsichtlich Laufzeit feststellbar.

man kann dieses auf jeden fall auf akkunutzung einstellen wodurch schon mal ein grundsätzlich niedrigere zellenspannung als Basis dient und auch die garmin firmware ist bei mir für akkubetrieb ordentlich programmiert kann ich daraus ableiten.

wenn irgend ein gerät für akkunutzung ungeeignet oder schlecht geeignet ist kann man nicht pauschal den Akkus den schwarzen Peter zuschieben.;-)

khyal
11.02.2015, 19:37
nur meine stirnlampe zieht im main mode 1700mA und im Turbo 3400mA die ich des öfteren brauche, mit Eneloops bei -20°C kein Thema geht locker, mit Lithiums oder anderen Batterien hab ich ne tote lampe.

ich brauch ne zuverlässige Stromquelle für meine stirnlampen, allein dafür sind Lithiums nun mal völlig unbrauchbar.;-)

Naja das ist jetzt der Unterschied zwischen Erfahrungen in der Praxis und Rumdeuteln an irgendwelchen Herstellerangaben in Internet und Prospekten.

Soll jeder fuer sich entscheiden, wie er will, aber die wiederholte Interpretation eines Users, dass Eneloop im Winter nicht tauglich sein wuerden, weil der Hersteller keine Angabe zur Stromstaerke bei bestimmten Minusgraden macht, finde ich, auch gerade angesichts der viele positiven Erfahrungsberichte und Empfehlungen fuer Eneloop im Winter schon sehr waghalsig und grobe Fehlberatung.

AlfBerlin
11.02.2015, 19:55
... Die wiederholte Interpretation eines Users, dass Eneloop im Winter nicht tauglich sein wuerden, weil der Hersteller keine Angabe zur Stromstaerke bei bestimmten Minusgraden macht, finde ich, auch gerade angesichts der viele positiven Erfahrungsberichte und Empfehlungen fuer Eneloop im Winter schon sehr waghalsig und grobe Fehlberatung.

Leider sind die Erfahrungsberichte verstreut, widersprüchlich und unpräzise. Außerdem gibt es mehrere Eneloop-Typen. Die meisten Leute sagen nur, dass sie bei Kälte keine Probleme haben, machen aber keine Angaben zum verwendeten Eneloop-Typ, Temperatur, Stromstärke, Spannung und Kapazität.

Aus den vielen Diskussionen habe ich mit Mühe den Schluss gezogen, dass die am meisten verwendeten weißen Eneloop-Akku-Typen wahrscheinlich bei mildem Frost bis -15°C einsetzbar sind. Darüber hinaus scheinen mir die Angaben zu widersprüchlich.

Könnte nicht einfach mal jemand, der einen Lichtstärke-Messer besitzt, die Ausdauer und Lichtstärke seiner Stirnlampe mit eindeutig benanntem Eneloop-Typ in verschiedenen Leuchtstärkestufen bei Zimmertemperatur und bei -20°C im Tiefkühlfach testen, um mich zu überzeugen?

nimrodxx
11.02.2015, 20:21
Nweil der Hersteller keine Angabe zur Stromstaerke bei bestimmten Minusgraden macht, finde ich, auch gerade angesichts der viele positiven Erfahrungsberichte und Empfehlungen fuer Eneloop im Winter schon sehr waghalsig und grobe Fehlberatung.

Das Problem ist doch aber, das die Hersteller Angaben machen... Ich frag mich nur, welchen Grund die haben, Ihre Produkte dermaßen schlecht darzustellen wenn das anscheinend nicht stimmt und sie in der Praxis so viel besser sind?

lorenz7433
11.02.2015, 20:22
es geht nicht darum dich überzeugen zu wollen alf.

wie du bei jürgens post siest kommt sein garmin legend mit Akkus nicht klar mein etrex dagegen bestens.

es kommt weit mehr auf die verwendeten geräte an ob diese überhaupst mit Akkus klar kommen oder für akkunutzung angepasst/gedacht sind.

beispielsweise gibt es zu LED lenser stirnlampen horrorbericht das diese überhitzen und abrauchen....
der Hersteller selber hat nicht nur jahrelang empfohlen keine Akkus zu nutzen, bei einigen Produkten war es sogar "verboten" Akkus reinzumachen wegen möglicher schäden an der elektronik.

die neueren modelle sollen immerhin jetzt mit Akkus einigermassen klarkommen was ich zuletzt im netz gelesen hab.

das Gegenteil dazu sieste bei meiner stirnlampe,
die ist so anspruchsvoll an die Stromquelle an sich das ne Lithium ein nogo ist weil eben zu schwach und ich mit nem totallausfall der lampe rechnen müsste.

es kommt auf die geräte an die man selber besitzt und verwendet welche Stromquelle man da besser reinmacht.;-)

khyal
11.02.2015, 21:34
Leider sind die Erfahrungsberichte verstreut, widersprüchlich und unpräzise. Außerdem gibt es mehrere Eneloop-Typen. Die meisten Leute sagen nur, dass sie bei Kälte keine Probleme haben, machen aber keine Angaben zum verwendeten Eneloop-Typ, Temperatur, Stromstärke, Spannung und Kapazität.

Aus den vielen Diskussionen habe ich mit Mühe den Schluss gezogen, dass die am meisten verwendeten weißen Eneloop-Akku-Typen wahrscheinlich bei mildem Frost bis -15°C einsetzbar sind. Darüber hinaus scheinen mir die Angaben zu widersprüchlich.

Könnte nicht einfach mal jemand, der einen Lichtstärke-Messer besitzt, die Ausdauer und Lichtstärke seiner Stirnlampe mit eindeutig benanntem Eneloop-Typ in verschiedenen Leuchtstärkestufen bei Zimmertemperatur und bei -20°C im Tiefkühlfach testen, um mich zu überzeugen?

Unpraezise, ah ja, und dann lieber irgendwelchen Hersteller-Prospektangaben bei Lithium trauen...

Haeufig werden Angaben zur Temp gemacht...
Was meinst Du denn mit Spannung ? die haben alle Dieselbe...
Was meinst Du denn mit Kapazitaet ? alle Weissen haben zwischen 1900 und 2100 mAh

Dich ueberzeugen...
1.warum ? ...
2.Haben hier schon viele, incl mir, eine Menge Lebenszeit dafuer eingesetzt, dir div Praxiserfahrungen ausfuehrlich nahezubringen, deine teilweise unlogische Schluesse, was Eneloop betrifft aufzuzeigend usw, damit Du eben nicht mehr diese schraegen Aussagen ueber Eneloop machst, da das eben u.U. dazu fuehrt, dass Leser der Threads, statt eine nachhaltige und kostenguenstige Energiequelle unterwegs zu nutzen dann evtl so verunsichert sind, dass sie stattdessen auf nicht nachhaltige und teure Li-Bat zurueckgreifen...ich sehe da keinen Sinn drin, da mit Dir in die xte Runde zu gehen...
Vor allem, da ich mehr von Erfahrung, als irgendwelchem theoretischen Rumdiskutieren halte...

Was die Laufzeiten von Eneloop betrifft, gibt es genuegend klare und eindeutige Aussagen u.A. von mir...
Und wenn man eine stabilisierte und geregelte Lampe nimmt, macht auch ein zusaetzliches Luxmeter ueberhaupt keinen Sinn, bei einem GPS erst recht nicht...mal ganz davon abgesehen, dass eine leistungsstaerkere Stirnlampe die ganze Sache ziemlich verfaelschen wuerde und wenn man vernuenftige Vergleichswerte bekommen will, man lieber in einem Messaufbau mit einem ohmschen Widerstand arbeiten sollte.

Und statt von Anderen zu verlangen, dass sie irgendeinen Messaufbau nach Deinen Vorstellungen machen sollen, um dich zu ueberzeugen, wie waere es denn, wenn Du statt dessen deinem theoretischen Wissen ueber Eneloop ein praktische Komponente beifuegen wuerdest, in dem Du diesen Messaufbau nach deinen Vorstellungen durchfuehren wuerdest und uns dann die Messergebnisse berichten wuerdest.
Ich bin, wenn Du das machen willst, auch gerne bereit,falls es von Dir gewuenscht wird, Dir vorher Feedback zu deinem Messaufbau zu geben, wo evtl Messfehler verursacht werden usw

Falls Du ueber kein Luxmeter o.A. verfuegst kann ich Dir gerne beschreiben, wie Du diese von Dir angedachten Messungen mit einem einfachen Multimeter fuer 10-20 €, was ja wohl eh bei Dir vorhanden sein duerfte und einem Bauteil fuer 1-2 € durchfuehren kannst.

Wenn Du willst, darfst aber auch gerne bei mir vorbeikommen, und nette Entladekurven mit dem Speicher-Oszilooskop aufzeichnen, die Temp ganz genau mit dem Pyrometer bestimmen, mit mehreren baugleichen Ladegeraeten und vielen Eneloop dafuer sorgen, dass die Abweichungen klein bleiben usw

Das waere doch mal was, so richtig praktische Erfahrungen mit Eneloop zu sammeln, statt theoretisch rumzudiskutieren :bg:

AlfBerlin
11.02.2015, 21:40
:o Wenn das so ist, lorenz7433, müssen wir ja jede Kombination aus Gerät, Batterie und Temperatur selber testen. Das heißt, wir leben in einer Welt ohne Sicherheit.

Und vermutlich hast Du leider für manche Geräte recht: So ist meine Mammut S-Flex Stirnleuchte zweimal mit einer neuen Lithium-Batterie :o bei mäßigem Frost innerhalb von ein bis zwei Stunden plötzlich total ausgefallen :cry: Mit NiMH-Akkus habe ich sie allerdings nicht gegengetestet, weil ich mich mit meiner S-Flex nicht mehr aus dem Haus traue. Und Alkalines sollte man ja definitiv nicht bei Frost verwenden.

AlfBerlin
11.02.2015, 21:47
Was meinst Du denn mit Spannung ? die haben alle Dieselbe...
Was meinst Du denn mit Kapazitaet ? alle Weissen haben zwischen 1900 und 2100 mAh

Spannung bei der jeweiligen Temperatur unter der jeweiligen Last (Strom).
Kapazität bei der jeweiligen Temperatur und unter der jeweiligen Last (Strom).

Ich hoffe, dass irgend ein Elektrotechniker oder so da mal ordentliche Messreihen macht. Das sollte doch für eine technische Diplomarbeit reichen.

nimrodxx
11.02.2015, 22:12
Ich bin, wenn Du das machen willst, auch gerne bereit,falls es von Dir gewuenscht wird, Dir vorher Feedback zu deinem Messaufbau zu geben, wo evtl Messfehler verursacht werden usw

Ich bin jetzt neugierig und mach das (sobald die Postbote die AA Adapter bringt), das restliche Equipment steht hier sowieso rum ;-)

Wie viel Strom zieht denn ein typisches GPS aus einer Eneloop, damit ich einen Ansatzpunkt habe (von mir aus auch die Anzahl der Akkus und die Laufzeit im Dauerbetrieb, Rest kann ich mir ausrechnen)?

Juergen
11.02.2015, 22:32
Außerdem gibt es mehrere Eneloop-Typen.
Das ist genau der Punkt! Die Eneloops wurden früher von Sanyo hergestellt
oder unter derem Namen vertrieben, Sanyo ist jetzt eine Tochter von Panasonic.
Die bauen bekanntlich sehr gute Akkus und haben sicher ihre technologischen
Erfahrungen einfließen lassen.

Ich habe hier die Typen BK-3MCCE, HR-3UTG. Erstere habe ich heute gekauft,
letztere sind aus 2008 und 2010. Die BK-3MCCE sind wesentlich besser als
die HR-3UTG, wobei das auch am Alter liegen kann. Jedenfalls haben die neuen
BK-3MCCE noch bei -24°C funktioniert.

Es macht also keinen Sinn über Eneloops zu reden, sondern nur über bestimmte
Typen. Und die Erfahrungen mit Taschenlampen kann man nicht dem GPS
vergleichen, weil sich die Batterien und die Taschenlampe durch die hohen Ströme
erwärmen.


Wie viel Strom zieht denn ein typisches GPS aus einer Eneloop
Der Garmin eTrex Vista HCx zieht ca. 70 mA ohne Beleuchtung. Typisch gibt es nicht,
die neuen eTrex brauchen wohl ähnlich wenig, andere mehr als das Doppelte.

GemeinsamDraussen
11.02.2015, 22:44
Ihr macht Euch ja hier eine Arbeit, ist uns ja schon fast peinlich. Also Danke erstmal dafür!

Die Entscheidung war ja schon für Lithium (bzw. jetzt einen Kompromiss) gefallen, kurz unsere Gründe (das Lampen-Thema lassen wir hier mal der Einfachheit halber ganz raus, sind ohnehin AAA):

am 1.1. haben wir bei einer ganztägigen Langlaufrunde mal das Garmin Oregon 400t mit Karte mitlaufen lassen, Temperatur knapp unter Null, relativ neue NiMH Akkus (2600 mAh). Ein Akkusatz hat nicht den ganzen Tag durchgehalten, vielleicht war aber auch versehentlich der interne Kompass an, nicht ganz sicher. Und das Display des Oregon ist nicht gerade der Hit, da muss man bei schlechten Lichtverhältnissen auch manchmal tagsüber die HG-Beleuchtung anschalten. (Einem geschenkten Gaul...)

Jedenfalls gehen wir deshalb mal pessimistisch von einem Akkusatz (2 Stück) pro Tag aus, hieße also bei 10 Tagen Tour 20 Akkus. So viele haben wir gar nicht, also müssten wir auch welche nachkaufen, egal ob jetzt eneloop oder welche auch immer. Im Sommer brauchten wir so viele bisher nie (weniger HG-Beleuchtung, bessere Kapazität usw.), also lägen die nur bis zur nächsten Wintertour in der Schublade.

20 NiMH Akkus wiegen ca. 575 g; 20 eneloop 525 g, 20 Lithium Batterien 300 g.
Akkus + Ladegerät ist gewichtsmäßig sicher schlechter, aber vor allem unsicher, ob wir die zwischendurch laden könnten.

16 Lithium Energizer Ultimate gab es für 23 €, teuer, aber ok. 4 eneloop sind vorhanden. Also werden genau die alle eingepackt. Gesamt 345 g. Zuerst lassen wir die eneloops leer laufen, danach geht es mit Lithium weiter. Wie lange die einzelnen tatsächlich durchgehalten haben, werde ich notieren und hier berichten. Als Backup gibt es noch die Karte aus Papier.

Sicher, Batterien sind nicht nachhaltig, aber zusätzliche Akkus in der Schublade sind es auch nicht. Wir unternehmen aus Umweltgründen keine Flug-Fernreisen. Deshalb erlauben wir uns die kleine Umwelt-Sünde mit den Batterien. Und da die Lithium-Batterien sehr lange lagerfähig sind, können wir die immer noch später aufbrauchen, falls welche übrig sind.

Viel wichtiger ist jetzt, dass uns der Schnee im Böhmerwald nicht bis dahin wegtaut oder dass vielleicht sogar noch neuer kommt, zur Zeit liegen auf dem Falkenstein ca. 50cm. Also drückt uns mal bitte die Daumen dafür!

Danke allerseits und herzliche Grüße
Susi & Ralf

Juergen
11.02.2015, 22:55
Seid Ihr sicher, dass das Touchdisplay die Kälte abkann? Das war doch
immer ein viel größeres Problem als die Batterien.

GemeinsamDraussen
11.02.2015, 23:02
Seid Ihr sicher, dass das Touchdisplay die Kälte abkann? Das war doch
immer ein viel größeres Problem als die Batterien.
Und wo bekommt man 16 Energizer Lithium für 23 € ?

Touchdisplay war bisher bei Wintertouren nie ein Problem, auch nicht bei vielleicht -10°C (nachts gemessen -20°C) im Höllengebirge. Da hatten wir auch einen Mix aus normalen NiMH und eneloop mit, ging auch, waren aber eben nur 3 Tage Tour.

Die 16 Energizer gab es für genau 22,98€ incl. Versand bei akku-punkt über Amazon.

lorenz7433
12.02.2015, 07:20
Und vermutlich hast Du leider für manche Geräte recht: So ist meine Mammut S-Flex Stirnleuchte zweimal mit einer neuen Lithium-Batterie :o bei mäßigem Frost innerhalb von ein bis zwei Stunden plötzlich total ausgefallen :cry:

da wundert es mich doch ein bishen das du Lithiums über den klee lobst und als zuverlässig für kälte bezeichnest.:o

hab diese S-Flex mal im netz angeschaut und sieht nicht so aus als ob das ding für Akkus nicht geeignet sein würde"keine elektronische regelung,usw...", eher ein Batterie only gerät.

AlfBerlin
12.02.2015, 08:10
Außer in der Mammut S-Flex Leuchte habe ich in allen Geräten (Fotoapparat, Leuchten und Temperaturfühler von Wetterstationen) sehr gute Erfahrungen mit Lithium-Batterien, überwiegend im Temperaturbereich bis -10°C, selten tiefer.

Über NiMH-Akkus diskutiere ich hier mit, weil ich es wissen möchte und nicht weil ich grundsätzlich dagegen bin. Durch Eure Einwirkung habe ich mir ja inzwischen selber ein Ladegerät und einige Akkus gekauft, aber eher für Indoor-Stromfresser (Radio und Mini-Lautsprecher).

Indoor-Geringverbraucher werde ich weiterhin mit Alkaline-Batterien bestücken, weil billiger, geringere Selbstendladung und höhere Kapazität als NiMH. Akkus würden sich z.B. in Uhren erst nach Jahrzehnten lohnen. Und nur, wenn man die Geld-Verzinsung weglässt und wenn sie überhaupt so lange halten. Und die Akkus müssten wegen der geringeren Kapazität und höheren Selbstentladung öfter nachgeladen werden als Batterien gewechselt.

Outdoor werde ich aufgrund des geringeren Gewichts und der pro Gewicht 3fachen Kapazität (Eneloop 0,092Wh/g; Energizer 0,3Wh/g,) wohl bei Lithium-Batterien bleiben. Falls ich öfter Outdoor wäre oder Stromfresser wie GPS hätte, würde ich für Kurztouren mal über NiMH-Akkus nachdenken.

Juergen
12.02.2015, 09:20
Ich habe es über Nacht mal getestet: Die BK-3MCCE (gibt es seit 04/2013, siehe hier (http://de.wikipedia.org/wiki/NiMH-Akkumulator_mit_geringer_Selbstentladung))
funktionieren problemlos bei -28°C (Spannung 2,7 V), die HR-3UTG (seit 2005 erhältlich)
machen keinen Stich (heute wie damals). Die HR-3UTG habe ich 2010 gekauft und 02/2012
getestet (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/60017-GPS-und-Batterien-im-K%C3%A4ltetest), die Akkus waren also damals nicht alt.

JonasB
12.02.2015, 09:28
Mein Stand war immer das viele Geräte keine Lithium Akkus oder Batterien abkönnen und durch den höheren bereitgestellten Strom abrauchen können... Jetzt lese ich hier das eher NiMH Akkus ein Problem darstellen können?
Über Akkus als Alternative zu Alkali habe ich mir nie Gedanken gemacht, sondern einfach ausgetauscht, bis auch ein Fall wo das Gerät [DSLR Kabelfernbedienung] mit Akkus einfach nicht läuft, immer ohne Probleme

Zudem GPS.... Karte als Backup? Wie wäre es, es anders herum zu machen, dann braucht man sich auch nicht so viele Gedanken um die Stromversorgung zu machen.

Juergen
12.02.2015, 09:32
Mein Stand war immer das viele Geräte keine Lithium Akkus oder Batterien abkönnen ...
In den neueren Garmin GPS-Geräten kannst Du Lithium als Batterietyp einstellen,
bei anderen Geräten habe ich mir diese Frage auch gestellt und teilweise extra beim
Hersteller angefragt, um mir mit 1,85 V Leerlaufspannung nicht das Gerät kaputt
zu machen.

nimrodxx
12.02.2015, 10:59
Mein Stand war immer das viele Geräte keine Lithium Akkus oder Batterien abkönnen und durch den höheren bereitgestellten Strom abrauchen können... Jetzt lese ich hier das eher NiMH Akkus ein Problem darstellen können?
Über Akkus als Alternative zu Alkali habe ich mir nie Gedanken gemacht, sondern einfach ausgetauscht, bis auch ein Fall wo das Gerät [DSLR Kabelfernbedienung] mit Akkus einfach nicht läuft, immer ohne Probleme


Es kommt auf das Gerät an, wie es reagiert. Sowohl Lithium Akkus/Batterien als auch NiMH können Probleme verursachen, wenn die Geräte nur für "normale" Alkali Zellen ausgelegt sind. Die Einstellungen an den Geräten selbst dienen aber meistens nur noch der verbesserten Schätzung der Restkapazität.

Bei Geräten mit geringem Energiebedarf (z.B. Fernbedienungen) können NiMH bereits zu niedrige Spannungen haben um das Gerät vernünftig funktionieren zu lassen. Bei Verbrauchern mit höherem Energiebedarf (z.B. LED Lampen) können NiMH Zellen zu viel Energie liefern, wenn das Gerät darauf ausgelegt ist, das der Strom über den hohen Innenwiderstand einer Alkali Zelle begrenzt wird...

Lithium Zellen haben meist von Anfang an höhere Spannungen und niedrigere Innenwiderstände...

Manchmal ist das so schlimm, das Geräte nur mit Akkus von exakt einem Hersteller funktionieren, weil die Elektronik auf genau diese eine Zellchemie ausgelegt ist...

Juergen
12.02.2015, 14:00
Die Einstellungen an den Geräten selbst dienen aber meistens nur noch der verbesserten Schätzung der Restkapazität.
Richtig, aber wenn man einen bestimmten Batterietyp einstellen kann,
wird der auch wohl verwendbar sein. Zumindest hab ich noch nichts
anderes erlebt.

GemeinsamDraussen
12.02.2015, 14:42
Zudem GPS.... Karte als Backup? Wie wäre es, es anders herum zu machen, dann braucht man sich auch nicht so viele Gedanken um die Stromversorgung zu machen.

Kann ja jeder machen wie er will, finde ich. Ich hatte ja weiter oben schon auf eine Tour verwiesen (Website in meiner Signatur -> Wintertouren -> Höllengebirge), dort waren wir im absoluten Nebel unterwegs und hätten mit der Karte gar nix anfangen können, per. GPS ging es ganz gut. (Wir waren zu viert, hatten 2 GPS dabei, sonst wären wir vielleicht nicht mal losgegangen.)

cephalotus
12.02.2015, 15:18
Ein Solarpanel, was Du entspannt auf dem Rucksack verwenden kannst, liefert Dir unter mitteleuropaeischen Winterbedingungen, wenn man es sich echt schoen rechnet :bg:, im Schnitt 50 mA. Die ersten 1,5 std Tag bringen nicht viel, die Letzte std Tageslicht auch nicht, also lass uns mal von 6 std / Tag und ausgehen, macht bei einem Wirkungsgrad von 25% am Tag ca 0,4 Wh d.h. Du brauchst etliche Tage fuer einen Eneloop-Akku.
Ein entsprechendes Solarpanel, kleine Powerbank, das Piixo oder Swisstech-Ladegeraet, Kabel liegt bei ca 500-600g.


Naja. Ich hab ein 18W Solarmodul (mäßig flexibel) mit Sunpower Zellen, das in etwa die Größe einer gealteten Bundeswehr Isomatte hat und daher außen an meinen Rucksack passt. Gewicht mit leichtem Kabel ist deutlich unter 500g.
Wenn der Wintertag normal trüb ist sind damit ca. 3-5Wh drin, an helleren Wintertagen aber noch ohne direkte Sonneneinstrahlung sind es eher 5-10Wh, mit Sonne noch deutlich mehr. Es gibt allerdings auch vereinzelte supertrübe Tage ganz ohne Ertrag.

Da man aber das Wetter nicht kennt ist es trotzdem ein hohes Risiko. Ich würde daher auch Lithiumbatterien mitnehmen und gut ist es. Solar ist ws von Frühjahr bis Herbst ´´und muss grundsätzlich strak überdimensioniert sein.

Perspektivisch hoffe ich für den Winter auf die für Ende 2015 angekündigte neue Brennstoffzelle von eZelleron, die aus 40-45g Butan/Propan innerhalb von 24 Stunden rund 60Wh Strom erzeugen kann. Ob die bei -30°C noch funktioniert weiß ich auch nicht (theoretisch ist es zumindets vorstellbar, da das eine 800°C heiße SOFC ist und das Wasser daher dampfförmig entweicht)

mfG

khyal
12.02.2015, 16:51
...Da man aber das Wetter nicht kennt ist es trotzdem ein hohes Risiko. ...
Perspektivisch hoffe ich für den Winter auf die für Ende 2015 angekündigte neue Brennstoffzelle von eZelleron...

Dazu hat man im Gegensatz zu vielen Ersatzakkus eine deutlich hoehere Ausfall-Wahrscheinlichkeit, da man keine Redundanz hat.

Wie hast Du die Lade-Kapazitaet ueber den Tag waehrend des Laufens gemessen ?

Das Kichstarterteil, was nur 0,4 A als Ladestrom liefern kann ?

khyal
12.02.2015, 17:46
In den neueren Garmin GPS-Geräten kannst Du Lithium als Batterietyp einstellen...

lt Auskunft des Garmin-Supports aber keine Li-Akkus (nur weil Du die miterwaehnt hattest).


...Wie viel Strom zieht denn ein typisches GPS aus einer Eneloop, damit ich einen Ansatzpunkt habe (von mir aus auch die Anzahl der Akkus und die Laufzeit im Dauerbetrieb, Rest kann ich mir ausrechnen)?

Sind 2 in Reihenschaltung, Strom haengt stark von der HR-Beleuchtung ab, bei mir kommt es beim 62er im Winter im Schnitt auf gut 100 mA, beim 30er oder 20er eher auf 80 mA raus.

Kommst also bei einer Zelle ganz gut mit 12 Ohm hin, hast Du ja ab E12 drin.
Denke bei der Belastung kannst Du es einfach durchlaufen lassen, dann hast Du hinterher auf dem Oszi eine nette Kurve, die Du nicht nachbearbeiten must.

Beim Messaufbau fuer Stirnlampenverbrauch bei hohen Leuchtstaerken, wirst Du um on/off nicht drum herum kommen, ich wuerde max 30% nehmen, auch wenn Du die Zelle extern anschliesst bzw einen ohmschen Widerstand statt Lampe verwendest, um Abweichungen durch die "LED-Heizung" auszuschliessen, da faellt ja doch Einiges an Leistung am Innen-R ab


...werde ich weiterhin mit Alkaline-Batterien bestücken, weil ...und höhere Kapazität als NiMH....
Das meinst Du jetzt aber nicht ernst, oder bist Du noch in den 90er Jahren :bg:


Mein Stand war immer das viele Geräte keine Lithium Akkus oder Batterien abkönnen und durch den höheren bereitgestellten Strom abrauchen können... Jetzt lese ich hier das eher NiMH Akkus ein Problem darstellen können?...
Hat nix mit dem Strom, sondern mit der hoheren Spannung von Li zu tun.

Wenn das Geraet nicht absolut grottig konstruiert ist, wirst Du keinen Geraeteschaden durch Nimh statt Alkaline bekommen. Es gibt natuerlich immer noch Geraete, die laufen mit Nimh nicht, da sie die hoehere Spannung von Alkalines benutzen.


..Bei Verbrauchern mit höherem Energiebedarf (z.B. LED Lampen) können NiMH Zellen zu viel Energie liefern, wenn das Gerät darauf ausgelegt ist, das der Strom über den hohen Innenwiderstand einer Alkali Zelle begrenzt wird...
Wenn ein Teil so grottig konstruiert ist, wuerde ich es eher in die Rundablage entsorgen.

Aber was klar ist, die perfekte Loesung fuer alle gibt es nicht.

Dass ich z.B. mit 3 Monaten / Jahr "draussen" eher ueber Nachhaltigkeit bei der Energieversorgung nachdenke, als jemand, der ein paar Wochenenden / Jahr unterwegs ist, ist auch klar.

Dass jemand, der im Jahr nur 3 Bat verbraucht, auch nicht gerade motiviert ist, sich ein vernuenftiges Ladegeraet zu kaufen, auch.


Was ich nicht verstehe, ist das ganze theoretische Rumdiskutiere Mancher und die ganzen Ideen zu umfangreichen Kuehlschrank-Messversuchen. Kommt ihr nicht mehr raus, oder ist euch im Winter draussen zu kalt :bg:, dass ihr, statt mal auf 1 oder 2 kleineren Touren, wo es auf 100g nicht an kommt, unterschidiche Energiespeicher mitzunehmen und einfach in der Praxis zu testen, lieber irgendwelche Hersteller-Datenblaetter studiert und Wohnzimmer-Messungen am Tiefkuehlschrank macht :bg::ignore:

Juergen
12.02.2015, 18:12
lt Auskunft des Garmin-Supports aber keine Li-Akkus (nur weil Du die miterwaehnt hattest).
Das war JonasB.



Was ich nicht verstehe, ist das ganze theoretische Rumdiskutiere Mancher und die ganzen Ideen zu umfangreichen Kuehlschrank-Messversuchen. Kommt ihr nicht mehr raus, oder ist euch im Winter draussen zu kalt :bg:, dass ihr, statt mal auf 1 oder 2 kleineren Touren, wo es auf 100g nicht an kommt, unterschidiche Energiespeicher mitzunehmen und einfach in der Praxis zu testen, lieber irgendwelche Hersteller-Datenblaetter studiert und Wohnzimmer-Messungen am Tiefkuehlschrank macht :bg::ignore:
Es ist alles drei wichtig und berechtigt: Datenblätter studieren, Experimente machen
und schauen, was sich auf einer Tour bewährt. Wo die Temperaturgrenzen sind, ist
viel einfacher in einem Eisfach festzustellen. Die -25°C im Eisfach sind genau die
gleichen wie die -25°C in der Natur. Ich schleppe doch keine Batterien mit, von denen
ich von Anfang an weiß, dass sie die Grätsche machen.

AlfBerlin
12.02.2015, 18:25
@GemeinsamDraussen: Sorry, für Euren Strafpunkt. Spontan habe ich auf Eurer Seite keine Werbung gesehen. Eure Beiträge und Euren Schlitten finde ich interessant und auf Batterie- und Akku-Erfahrungen bin ich gespannt. Selber bin ich hier auch schon mehrfach vorbestraft, wegen Links auf meine, zugegeben, etwas werbelastige Website. Aber ich kanns halt nicht lassen, gelegentlich einen Link zu setzen, weil ich nicht einfach ganze Artikel zu ODS kopieren möchte.

@khyal: Ich habe einige Wecker, Timer und andere Geräte wo Alkaline-Batterien (ca 0,25€ pro Stück) ca 3 Jahre halten. Wenn ich die Batterien durch NiMH-Akkus ersetzte, müsste ich die Akkus wegen geringerer Kapazität und Selbstentladung etwas öfter nachladen und etwa 30 Jahre warten, bis sich die Akkus (ca 2,50€ pro Stück) "lohnen", falls sie nicht vorher kaputt gehen und ganz abgesehen von den Finanzierungskosten.

nimrodxx
12.02.2015, 18:28
Was ich nicht verstehe, ist das ganze theoretische Rumdiskutiere Mancher und die ganzen Ideen zu umfangreichen Kuehlschrank-Messversuchen. Kommt ihr nicht mehr raus, oder ist euch im Winter draussen zu kalt :bg:, dass ihr, statt mal auf 1 oder 2 kleineren Touren, wo es auf 100g nicht an kommt, unterschidiche Energiespeicher mitzunehmen und einfach in der Praxis zu testen, lieber irgendwelche Hersteller-Datenblaetter studiert und Wohnzimmer-Messungen am Tiefkuehlschrank macht :bg::ignore:


Touren bei -20°C oder kälter kommen bei mir recht selten vor (kann mich in Norddeutschland nur an eine Handvoll Nächte im letzten Jahrzehnt erinnern) um mal eben Ausrüstung zu testen. Wenn ist es eine längere geplante Tour die ich im Zweifelsfall nicht einfach abbrechen kann (weil am A....llerwertesten der Welt bin) oder will (nichts ist ärgerlicher als eine geplante Tour abzubrechen, weil man sich nicht vernünftig vorbereitet hat). Deshalb kriege ich entweder garantierte Daten von (vertrauenswürdigen) Herstellern oder (nichts gegen eure Erfahrungen, aber es sind am Ende doch nur anonyme Forenmeinungen denen ich nicht meine Gesundheit anvertraue) ich teste selbst die Reaktion der Technik auf Werte die sich deutlich außerhalb der Herstellerspezifikation befinden... und zumindest bei den Lithium Akkus, die ich viel verwende, waren die eigenen Messwerte verdammt nah an der Datenblatt Angaben, weshalb ich mich frage, warum das bei NiMH so anders ist...

Danke für die Werte, werde berichten wenn das Kleinkram da ist, sooo ein großer Aufwand, nen Akku ins Gefrierfach zu schmeißen, dem Computer die Anweisung zu geben mit 80mA zu entladen, die Kapazität aufzuzeichnen und dabei die Zellentemperatur mitzuloggen, ist es ja nun auch nicht ;-)

lorenz7433
12.02.2015, 18:52
@khyal: Ich habe einige Wecker, Timer und andere Geräte wo Alkaline-Batterien (ca 0,25€ pro Stück) ca 3 Jahre halten. Wenn ich die Batterien durch NiMH-Akkus ersetzte, müsste ich die Akkus wegen geringerer Kapazität und Selbstentladung etwas öfter nachladen und etwa 30 Jahre warten, bis sich die Akkus (ca 2,50€ pro Stück) "lohnen", falls sie nicht vorher kaputt gehen und ganz abgesehen von den Finanzierungskosten.

bei dir rechnen sich Akkus nach 30 jahren.
ich hab in gut 5 jahren in dehnen ich auf eneloops umgestiegen bin mehrere tausend euros gespart, wenn du wissen willst warum lies weiter.

sehr viel im Haushalt wenn man mal genau schaut läuft mit dem zeug nicht nur der wecker.

bei mir sind alle fehrnbedienungen mit eneloops bestückt, Wetterstation, funkuhren, funkmaus vom laptop und andere kleinststromverbrauchen wo es sich trotzdem auch rechnet.

weit interesanter sind aber die stromfresser!!

es gibt aber nun mal Sachen die richtig saft schlucken:
Fahrrad vorne und Rücklicht je 2 und 4 Akkus zusammen 6 Batterien die ich jede Woche neu kaufen müsste.
kurzstreckenfunkgeräte jedes gerät 3xAA, 6 stück die ich alle 3 Wochen neu kaufen müsste.
GPS bei häufiger Verwendung"bei mir ist das täglich" da es am Rad auch jeden tag läuft zecks tracking und als Tacho 1x die Woche ist wechseln angesagt.
meine elektrische Zahnbürste schluckt 2xAA und die müssen 1x die Woche gewechselt werden.
dann das Thema taschen und stirnlampen, hab ich auch ne ganze Schublade voll von 4xAA bis 1xAA lampen ist alles vertreten.
selbst die schlüsselbundlampe von mir 1xAAA muss jede Woche neu gefüttert werden da sie in der arbeit viel genutzt wird.

ich hab da nicht mal alles aufgezählt sondern nur paar Sachen.;-)

ich für meinen teil müsste auf jeden fall jede Woche locker 3 Packungen Batterien kaufen, aufs jahr gerechnet sind das viele viele hundert euro"bei markenzellen" wenn nicht sogar der tausender überschritten wird. :ignore:

wer lust hat kanns ja mal grob ausrechnen wieviel tausend euros ich pro jahr für Lithium Batterien da hinlegen müsste.:bg:

das sich Akkus nicht innerhalb kürzester zeit rechen wenn nicht sogar nach einer outdoortour man deutlich ins plus fällt.........ich bin auf jeden fall happy 1x Akkus kaufen und sein leben lang ruhe von diesem teuren batterien zu haben.

Juergen
13.02.2015, 11:24
ich bin auf jeden fall happy 1x Akkus kaufen und sein leben lang ruhe von diesem teuren batterien zu haben.
Akkus haben auch nur eine begrenzte Lebensdauer.

khyal
13.02.2015, 15:07
Akkus haben auch nur eine begrenzte Lebensdauer.

Genau und da ist es ja dann kein grosser Unterschied mehr, ob ich nach einmaliger "Entleerung" ne Batterie entsorge, oder nach etlichen 100 Entleerungen ein Akku allmaehlich Kapazitaetseinbussen hat, das ich ihn dann aus Gewichtsgruenden eher fuer inhouse Zwecke, als fuer Touren verwende.:bg:

Nee ist schon ok, hatte ja spontan denselben Gedanken...

Richtig defekt, dass ich ihn aussortieren musste, war ueber die Jahre bei intensiver Nutzung und vielen Eneloop, wenn ich mich gerade richtig erinnere erst ein Akku...frueher bei normalen Nimh sah die Quote schon anders aus...

Und ich benutze sie echt intensiv, bei mir laufen inzwischen im Schnitt 8 Akkus / Woche durch´s Ladegeraet, eher deutlich mehr...


Aber ich denke mir, es kommt immer auf den Einzelfall an, ob Akkus Sinn machen, ich kenne z.B. auch Leute, die brauchen kein helles Licht bei der Stirnlampe, haben kein GPS, Kamera usw bei, verwenden z.B. so ein ungeregeltes Ledlenserteil, was ja eh nach kuerzester Zeit entsprechend nur noch ziemlich truebe leuchtet und komme dann fuer ihre 4 Wochenenden und einmal 1 Woche Wandern prima mit 1 oder 2 Alkalines vom Aldi / Jahr hin.

So jemand wuerde ich dann auch nicht empfehlen, sich Eneloops, ein gutes Ladegeraet mit entsprechenden Adaptern zu holen...

Ich finde es halt fuer mich gut, durch die Verwendung von Akkus wenig schwer zu entsorgenden Muell zu produzieren und fuer weniger Rohstoffverbrauch zu sorgen und der Naechste macht ueberwiegend Urlaub zuhause und verbraucht dadurch noch wenige Rohstoffe...:cool:

Abgesehen davon, kann man sich auch totdiskutieren, letztendlich ist es auch ein Bauchentscheidung, wie vieles im Outdoorbereich und Leben..

lorenz7433
13.02.2015, 19:03
Genau und da ist es ja dann kein grosser Unterschied mehr, ob ich nach einmaliger "Entleerung" ne Batterie entsorge, oder nach etlichen 100 Entleerungen ein Akku allmaehlich Kapazitaetseinbussen hat....

naja paar hundert sinds nicht gerade das war noch in der zeit vor den modernen LSD Akkus üblich,
glaub aktuelle LSD Akkus haben 2000-2500 ladezyklen.
nach anfrage bei sanyo"vor paar jahren" zur Lebenszeit einer zelle an sich, hatten die mir mal per mail mitgeteilt das eneloops locker 40-50 jahre leben.:ignore:

sehr unwarscheinlich das man so ne zelle in seinem leben mal zugrunde richtet würd ich da vermuten.:bg:

aber stimmt natürlich sie sind nicht unsterblich irgendwann werden sie sterben in xx jahren.


dann sollte man die Stromkosten natürlich nicht vergessen die mir mal von nem Nutzer an den kopf geworfen wurde die ich bei meiner akkuverschwendung nicht berücksichtige.:roll:

was kostet es eigentlich 4xeneloops in nem Ladegerät aufzuladen, falls es jemanden interessiert was die Folgekosten von reiner akkunutzung sind, da es doch sehr viele Nutzer nicht wissen oder auch dadurch verunsichert sind was das kostet.

4xeneloop im Klassiker"BC 700" von leer auf voll aufzuladen benötigt"~38Wh" und kostet mich bei meinem stromanbieter "28cent/KWh" ~1 Cent !!!!!

AlfBerlin
13.02.2015, 19:26
Die Stiftung Warentest hat 2014 einige LSD Akkus getestet. (https://www.test.de/Akkus-und-Ladegeraete-Top-Akkus-im-Test-ersetzen-mehr-als-150-Batterien-4721461-0/) Die beliebten weißen Eneloop-Akkus waren aber leider nicht dabei. Während einige Akkus nach 200 Schnellladevorgängen noch die volle Nennkapazität hatten, sank bei einigen anderen die Kapazität auf etwa 50% und bei anderen noch tiefer, unter anderem bei den schwarzen Eneloop XX AAA-Akkus auf ca 20%.

Gut ist da ein hochwertiges Ladegerät, das für jeden Akku die geladene Kapazität anzeigt und mit dem man bei Bedarf auch die Entladekapazität einzeln messen kann.

lorenz7433
13.02.2015, 19:40
unter anderem bei den schwarzen Eneloop XX AAA-Akkus auf ca 20%.

lies dann dazu die Kommentare unter deinem link,
da wurde anscheinend die "erste Generation???" dieser XX vom jahr 2011 in den test genommen,
diese haben ne weit höhere Selbstentladung als aktuellere Generationen von den XX und zudem ne weit höhere Selbstentladung als weiße eneloops und da sie ne andere nutzergruppe ansprechen soll auch nur bekanntlich 1/4 der ladezyklen von weißen eneloops haben.

wie man diese in nen vergleich zu universellen LSD Akkus nehmen kann ist von grund auf unverständlich.
das ganze wird Stiftung...auch von eneloop nutzern an den kopf geworfen und die versuchen sich zu verteidigen.:bg:

dann wurde die spannungslage der zellen an sich und somit die eigentliche Qualität der zellen erst garnicht getestet ..... der ganze test kaum Aussagekraft wenns ichs richtig lese.:ignore:

die haben überhaupst ne grauenvolle Auswahl von so genannter LSD"ready to use" Akkus genommen zum testen was auch bemängelt wird.

die energizer fehlen auch im test auch wenn ichs richtig sehe.......:roll:

AlfBerlin
13.02.2015, 19:49
Die Tests waren sicher ok, aber die Akku-Auswahl war unglücklich, weil die meistgekauften und sinnvollen weißen Eneloops fehlten. Weil ich auf objektive Tests wert lege, musste ich mir dann statt Eneloops halt die GP AA-Akkus und von Varta die AAAs kaufen. Energizer Akkus haben nicht ganz so gut abgeschnitten und sind relativ teuer. Batterien wurden nicht getestet.

lorenz7433
13.02.2015, 20:04
der test ist völliger unsin lies die Kommentare zum test, die grösste Aussagekraft über die Qualität von Akkus ist die spannungslage.
und diese wurde grundsätzlich weggelassen.

bricht die Spannung unter last ein und wie weit?
bei welchen lasten werden welche Spannungen gehalten.
wenn der Akku leer wird wie gut kann die grundspannug gehalten werden den um so schneller diese einbricht um so schneller erkennt ein gerät nen Akku als leer an selbst wenn dieser noch halb voll oder voller sein sollte.

eneloops und ein typ der von energizer kommen soll sind da die Referenz, nix kommt an diese zellen von der Qualität ran."war bis 2013 definitiv so"
ob andere Hersteller 2014 konkurenzfähiges abliefern hab ich zwar nicht mehr genau recherchiert aber von GP bezweifle ich es mehr als nur sehr.

zu GP,
diese zellen werden anscheinend umgelabelt mit dem goalzero guide 10 plus den ich mal gekauft hab mitgeliefert mit goalzero ettiket drauf halt.
http://www.vireo-store.de/de/goalzero-4-x-aa-nimh-akkus-2000mah-fuer-guide-10-plus_974799.html

solch grauenvoll schlechte zellen hab ich schon lang nicht mehr gesehn"10 jahre sicher", wenn sowas wirklich von GP abgeliefert wird habe die ehre.:ignore:

die sind übrigends bei mir in der Mülltonne gelandet.:bg:

dann wo ist was davon zu lesen ob GP oder Varta seine zelle für -20/-30° Temperaturen optimiert????



Weil ich auf objektive Tests wert lege,....

bedeutet genau was?
kannst das bishen aufschlüsseln.

AlfBerlin
13.02.2015, 20:31
Objektiv heißt, dass alle Batterien unter den gleichen und nachvollziehbaren Bedingungen getestet wurden.

Die Stiftung Warentest beschreibt das Messverfahren: "... Entladestrom entsprechend 1/5 Nennkapazität bis Entladeschlussspannung 1,0V. ..."

Tests bei Frost wurden leider nicht durchgeführt.

lorenz7433
13.02.2015, 21:29
Objektiv heißt, dass alle Batterien unter den gleichen und nachvollziehbaren Bedingungen getestet wurden.

deine nachvolziehbaren bedigungen sind nun mal praxisfremd und nicht viel wert, scheint dir aber egal zu sein.

das 90% der Sachen die Stiftung xyz betreibt praxisfremd ende nie sind sind und darüber oft lustige Diskussionen entstehen haste auch noch nie was davon gehört vermutlich.
in diesem fall wie leider zu oft auch der fall.


dann da du Varta noch erwähnst,
hab ich zwar keine AA von dort würd ich allein schon wegen dem was ich allerdings 2013 gekauft hab auch nie wieder.

kurz vorweg, ich nutze ja für absolut alles Akkus und das schon seit über 20 jahren da sind auch andere akkutypen vorhanden, ein paar geräte brauchen nun mal auch sonderakkus wie beispielsweise 9V blocks.

zuletzt hatte ich durch zufall 2006 nen Glückstreffer gelanden und aussergewönlich gute Akkus erwischt die ich bis gut 2013 nutzte, da mir einen dann leider ausgefallen ist und der zweite auch nicht mehr sonderlich fitt war wollte ich natürlich was eneloopartiges auch in dem berreich.
sanyo baut da leider nix und zieg billiglabels zu testen bis endlich was gefunden ist auch keine lust daher zu Varta gegriffen, da das Angebot bei uns mehr als mager ist.

das Ergebnis war alles andere als überzeugend, die spannungslage bricht nach 1/4 genutzer Kapazität stärker ein als der noch lauffähige billigakku von 2006!!!

daher hab ich mich zwangsweise nochmal auf die suche gemacht und hatte dann von Nutzer endlich was vernünftiges empfohlen bekommen das ich in den USA gute 9V Akkus finde, am DE markt gibt's irgendwie nix.
dort bin ich schlussendlich bei tenergy gelandet, bestellt und siehe da aus US gibt wirklich brauchbare Akkus die ähnliche Qualitäten wie eneloops haben.

hab mir die Freiheit genommen da ich noch alle Akkus besitze die schnell mal in meinen Gefrierschrank"-15°" für 30 min zu packen und zu schaun was die da so können.

Ergebnis:
billigakku tot, Varta tot, tenergy läuft.;-)

soviel zu vartas ready to use Qualität und frost von mir getestet.:bg:

hier die testkandidaten:
[IMG-L]http://www11.pic-upload.de/13.02.15/mu5j352t65o.jpg[/IMG-L]

AlfBerlin
13.02.2015, 21:50
5sterne Danke für den Test. Tenergy werde ich mir merken.

lorenz7433
13.02.2015, 22:24
das ist ne sonderakkuart die du vermutlich nie brauchen wirst da diese wieder ein eigenes Ladegerät und co erfordert.:bg:

das einzige Produkt das ich seit jahren wieder mal von varta gekauft hab hat nicht überzeugt, war die kernaussage, darum werde ich von dort auch nix mehr kaufen.

kannst ja wenn du vartas gekaufst hast auch ins Gefrierfach legen und schaun ob die noch im stande sind Strom abzugeben und wenn ja wieviel und die Erfahrung weitergeben.;-)

geht in dem beitrag ja immerhin um kältefeste Energiequellen.

Juergen
13.02.2015, 22:42
glaub aktuelle LSD Akkus haben 2000-2500 ladezyklen.
Die BK-3MCCE haben 2100 Zyklen, siehe hier (http://de.wikipedia.org/wiki/NiMH-Akkumulator_mit_geringer_Selbstentladung). Die Frage ist halt, wie sich die Kapazität
entwickelt und ob das Alter alleine auch einen Einfluß auf die Kapazität hat.



nach anfrage bei sanyo"vor paar jahren" zur Lebenszeit einer zelle an sich, hatten die mir mal per mail mitgeteilt das eneloops locker 40-50 jahre leben.:ignore:
Die können viel behaupten von einem Produkt, das noch keine 10 Jahre alt ist.

Ob sich Eneloops z.B. in einer Uhr oder einem Thermo-/Hygrometer lohnen,
in denen eine Alkali-Manganzelle 5 Jahre hält, finde ich sehr fraglich.


Wenn Du willst, darfst aber auch gerne bei mir vorbeikommen, und nette Entladekurven mit dem Speicher-Oszilooskop aufzeichnen, ...
Wo dieses Thema gerade angeschnitten wird: Welche PC-Oszilloskope kann man empfehlen?

lorenz7433
13.02.2015, 23:14
Die Frage ist halt, wie sich die Kapazität
entwickelt und ob das Alter alleine auch einen Einfluß auf die Kapazität hat.

das kann man natürlich schwer sagen hatte gerade ne sehr alte eneloop von mir gerade im Ladegerät daher dazu ne kleine info.

ich nutze eneloops erst seit 2009 und Generation 2 "HR-3UTGA", die erste Generation hatte Probleme mit kälte und paar andere schwächen wurde dann erst optimiert, ich hab diese nie gekauft.
hab so eine"HR-3UTGA" gerade aus dem lader genommen die sicher schon viele hundert ladezyklen hinter sich hat und fast 6 jahre alt ist "bei meiner extremnutzung:ignore: " 1850mah sind jetzt drin, bombiger wert find ich.

verhalten ist nach 6 jahren bei meinen Modellen auch gleich wie am ersten tag, konnte ich nix negatives feststellen.


Die können viel behaupten von einem Produkt, das noch keine 10 Jahre alt ist.

sicher können sie das,
nur wenn ich bedenke das seinerzeit vor ~15 jahren+ meine lieblingszellen noch ni-cd waren und es ebenfalls ein Produkt von sanyo war"n-3us goldene Version".
die ich gerade teste und die noch immer 1a zu funktionieren scheint nach 15 jahren obwohl da keine angaben von zieg jahren lebenszeit gemacht wurden......mich würds nicht wundern wenn eneloops hundert jahre halten.:ignore:

hier ein Screen von paar akkus:
links die legendäre goldzelle"n-3us",HR-3UTGA, HR-3UTGB ,HR-3UWXB ,BK-4MCC
[IMG-L]http://www11.pic-upload.de/13.02.15/82k29oa6gbgb.jpg[/IMG-L]

AlfBerlin
13.02.2015, 23:39
Die Kapazität des vorletzten Akkus HR-3UWXB ist bei der Stiftung Warentest nach 200 Schnellladezyklen auf etwa 200mAh gesunken, was möglicherweise aber an den hohen Ladeströmen lag. Robuster sind aber wohl die weißen Eneloop Akkus.

khyal
14.02.2015, 00:31
naja paar hundert sinds nicht gerade das war noch in der zeit vor den modernen LSD Akkus üblich, glaub aktuelle LSD Akkus haben 2000-2500 ladezyklen.
...

Auch das ist halt wieder nur eine Hersteller-Angabe, die eigentlich kaum einer vernuenftig ueberpruefen kann, weil ja fuer einen alltagsgerechte Beurteilung nicht nur die Ladezyklen dazu gehoeren und die neueren Eneloop dafuer noch nicht lange genug auf dem Markt sind.

In dem Sinne, ist auch eine Frage, was das heissen soll, dass sie dann komplett die Graetsche machen (also sozusagen die MTBF-Angabe, dann glauben ich die 2500 sofort), dass dann die Akkus noch 50% Nennkapazitaet speichern koennen, oder was ?

Ist halt wie bei den Laufzeitangaben zu billigen, ungeregelten Taschenlampen, Petzl und co gibt als Laufzeit die Zeit an, nach der die Lampe nur noch mit halber Helligkeit leuchtet, Ledlenser haeufig irgendwelche Fantasiewerte, bei denen dann die Lampe noch so gerade glimmt.

Mein Erfahrung ist, dass weisse Eneloop neu, erstmal 5-10% ueber Nennkapazitaet (bei niedriger Belastung) liegen, nach ein paar hundert Ladezyklen in einem guten Ladegeraet mit angemessener Stromstaerke, dann die Haelfte immer noch Nennkapazitaet hat und der Rest im Schnitt vielleicht 8 % drunter liegt. Irgendwo habe ich auch meine genauenen Messergebnisse dazu liegen, aber ich denke mir, ist eher die Tendenz wichtig d.h. nach ein paar weiteren Hundert Ladezyklen ist fuer Manchen der Punkt erreicht, wo man sie vielleicht noch gerne fuer Kurztouren usw nimmt, wenn man aber z.B. laenger im Winter unterwegs ist, aus Gewichtsgruenden dann mal ein paar Neue dazu kauft...

Das wird aber nach meiner Einschaetzung, je nach eigenen Anspruechen, benutztem Ladegeraet (wenn es nicht absolut schrottig ist, oder man zu hoehe Ladestroeme einstellt) und sonstigem Handling irgendwo zwischen 400 und 800 Ladezyklen der Fall sein...

Fazit : Leicht vereinfacht gesagt, nach meinen Erfahrungen halten weisse Eneloop fuer "Normalnutzer" sehr lange und bei richtiger Behandlung locker 500 Ladezyklen mit sehr viel Kapazitaet.

Was nun die Black betrifft, haben die zwar eine Ecke mehr Kapazitaet, aber sind auch etwas schwerer, so dass der Gewichtsvorteil nicht ganz so gross ausfaellt.

Ob die geringere Anzahl an Ladezyklen eine groessere Rolle spielt, haengt halt vom Einsatzzweck ab, fuer mich & Freunde, die sich auch benutzen, nicht so relevant, da wir fuer den Alltag und kuerzere Touren genuegend normale Eneloop hatten und das mehr die Ergaenzung fuer laengere Wintertouren ist, also sie nicht so besonders viele Ladezyklen bekommen.

Wuerde sie fuer Standard-Anwendungen bzw beim Einstieg in Eneloop nicht so empfehlen, da sie aufgrund des hoeheren Gewichts letztendlich nur ca 10% Gewicht sparen, aber deutlich teurer sind.



Die Stiftung Warentest hat 2014 einige LSD Akkus getestet. (https://www.test.de/Akkus-und-Ladegeraete-Top-Akkus-im-Test-ersetzen-mehr-als-150-Batterien-4721461-0/) Die beliebten weißen Eneloop-Akkus waren aber leider nicht dabei. Während einige Akkus nach 200 Schnellladevorgängen noch die volle Nennkapazität hatten, sank bei einigen anderen die Kapazität auf etwa 50% und bei anderen noch tiefer, unter anderem bei den schwarzen Eneloop XX AAA-Akkus auf ca 20%.

Gut ist da ein hochwertiges Ladegerät, das für jeden Akku die geladene Kapazität anzeigt und mit dem man bei Bedarf auch die Entladekapazität einzeln messen kann.

Ja im Test nach u.A. 100 Ladezyklen mit einem Strom von 1 C, wer das mit seinen Akkus anstellt, sollte lieber bei Batterien bleiben :bg:. Die meisten anderen Punkte, wo der Test hakt, wurde ja schon genannt.

Aber alleine schon der fettgedruckte Einfuehrungstext, laesst die wahre Kompetenz und Tiefe erkennen, in der sich der Autor des Tests mit dem Thema beschaeftigt hat :bg: :
"...Herkömmliche Nickelmetallhydrid-Zellen alterten, wenn sie einige Zeit untätig herumlagen und gingen kaputt, wenn sie im Ladegerät mit Strom überfüttert wurden. Die neuen behalten auch ungenutzt ihre Energie und eignen sich so für fast jedes Gerät..."
Ich finde es auch wichtig, dass sie die Gebrauchshinweise und Werbeaussagen mit 20% in die Wertung genommen haben :bg:

Ist fast so gut, wie mal ein Verstaerkertest vor langer Zeit, wo ein Verstaerker, der eigentlich klanglich zu den Vordersten gehoerte, auf mangelhaft abgewertet wurde, weil, wenn man ihn auseinandergeschraubt / zerlegt hatte und dabei den Stecker in der Steckdose lies, man einen elektrischen Schlag bekommen konnte, wenn man innen im Geraet den blanken Anschluss des Netzkabels angepackt hat :roll:


Die angezeigte geladene Kapazitaet beim Ladegeraet, sagt meiner Meinung nach nix aus, aber vielleicht uebersehe ich da was, Alf wodrin siehst Du denn in dieser Anzeige einen Vorteil ?
Die Entlade-Kapazitaet ist schon besser, allerdings kommt das stark darauf an, wie sie gemessen wurde, man kann aber damit zumindest schon mal absolute Gurken aussortieren und wenn man diesselbe Messung schon frueher gemacht hat, Alterungstendenzen feststellen.

Vernuenftige Messwerte, die den Namen verdienen, bekommt man nur ueber Spannungs-Messreihen mit unterschiedlicher Belastung...

Aber der groesste Teil dieser ganzen Mess und Rumtesterei ist imho doch, wenn man genuegend raus kommt, eigentlich nicht so noetig fuer die eigene Ausruestung.

Wenn jemand selber zuhause viel Lebenszeit darein investieren moechte, um der Sache auf den Grund zu gehen, weil er einfach den "Wissensdurst" hat, oder er gerne Anderen mit den entsprechenden Ergebnissen eine Entscheidungshilfe an die Hand geben wiill, klar, habe ich auch schon gemacht, Mancher erinnert sich vielleicht an meine Kocher-Verbrauchs-Vergleichstests mit unterschiedlichen Toepfen, Windschutz und Brennern :bg:
Aber fuer eine Tour-Vorbereitung wuerde ich den Aufwand nicht treiben...

Denn lassen wir mal die Kirche im Dorf, worum geht es letztendlich...?
Dass ich mit der mitgenommen Kapazitaet die Geraete ueber die geplante Zeit betreiben kann.

Klar nehme ich nicht gerade auf ne 14 Tages-Wintertour noch zusaetzlich viele andere Sachen zum Testen mit, aber etwas geht doch immer easy und wenn man sich ueber die Kapazitaet von ein paar neuen Akkus die man im Vergleich zu den Alten benutzt / testet nicht sicher ist, kann man ja ein oder 2 Reserve-Akkus mitnehmen, meist kommt man ja bei einer laengeren Tour auch irgendwann an einer Einkaufsquelle vorbei, wo man notfalls auf Bat umsteigen kann.
Wenn dann der neue Typ im Winter doch etwas mehr einknickt, dann nimmt man ihn halt bei der naechsten Wintertour nicht mehr mit. Wir reden hier nur ueber ein paar Standard-Akkus mit entsprechendem Kaufpreis / Gewicht, nicht ueber Hilleberg-Zelte :bg:

lorenz7433
14.02.2015, 00:52
Die Kapazität des vorletzten Akkus HR-3UWXB ist bei der Stiftung Warentest nach 200 Schnellladezyklen auf etwa 200mAh gesunken, was möglicherweise aber an den hohen Ladeströmen lag. Robuster sind aber wohl die weißen Eneloop Akkus.

1 welcher Stromstärke wurde verwendet?
2 welche ladetechnik und Abschaltung?
3. wie und womit entladen und bis wann voll entladen oder nur halb....?

wenn man Akkus sehr falsch lädt, das muss nicht mal an ner schnellladung liegen "ich hab eneloops auch schon mit 2A geladen und das juckt die wenig"kann man diese ebenfalls nahezu schrotten.

man kann aber ebefalls nen erzeugten kapazitätsverlust beispielsweise den bekannten memoryeffekt wieder rauskristalisieren bei eneloops durch tiefentladung beispielsweise.
Akkus immer nur halb nutzen dann wieder vollladen=memoryeffekt.

tiefentladungsmethode= Spannung gegen 0V under hin ins -V nen tag so lassen, dann wieder laden schon zersetzten sich die kristalle und die nutzbare Kapazität geht wieder nach oben....

so ne art kristallbildung"im elektrolyt?" bei falscher Nutzung ist die Ursache für kapazitätsverluste die man aber zersetzten kann.
den tipp hab ich von nem RC-Modellbauer den ich aber noch nie testen konnte bei eneloops.



In dem Sinne, ist auch eine Frage, was das heissen soll, dass sie dann komplett die Graetsche machen (also sozusagen die MTBF-Angabe, dann glauben ich die 2500 sofort), dass dann die Akkus noch 50% Nennkapazitaet speichern koennen, oder was ?

das wird dir keiner sagen können wie die die 2000 ladezyklen meinen, obs jetzt danach aus ist mit dem Akku oder dieser ab dann nur noch 50% Kapazität hat......

wer bekommt solche lademengen den hin frag ich mich da eher?
ich als extremakkunutzer hab jetzt in 6 jahren wenn ich die ersten akkus wirklich jede Woche 1x geladen hab geschätzte 300 ladezyklen hinbekommen ohne kapazitätsverlust....

da würd ich mir erlich gesagt keinen kopf machen und ne Schwachstelle suchen.:bg:

lemon
14.02.2015, 01:56
Ich hatte ne elektronisch geregelte Taschenlampe von Energizer, die je nach Batteriezustand sich automatisch herunter geregelt hat, entsprechend bei leichteren Spannungsabfall der Eneloops bereits herunter regelte. Das ist auf Dauer derart Nervig, dass im Winter (bei knapp +7 Grad über dem Gefrierpunkt) die buchstäblich alle paar Sekunden in einen anderen Modus gewechselt ist - das nervte extremst. Bei normalen Batterien war das nicht der Fall. Ich bin zwischenzeitlich lampentechnisch umgestiegen und da machten Eneloops keine Probleme.

Fazit: Frage doch mal nen Metzger deines Vertrauens, ob der dir für nen Test mal ne (verschlossene) und mit Sterillium gesäuberte Box ins Kühhlhaus (-18 Grad) legen würde - die du dann tags darauf durchgefroren wieder abholst. Vielfach wird gerne vergessen, dass manche Hardware bei starken Minustemperaturen gar nicht starten - was vielleicht den ein oder anderen veranlassen könnte, sich mit einer Karte, Kompass und Konsorten etwas genauer auseinander zu setzen, oder die Hardware am Körper oder so zu transportieren, das ssie nicht gänzliche auskühlt.

Anbei noch der Tipp: Versuch es mal mit einer Powerbank - wiegt zwar einiges, aber als "sichere" Reserve im Hinterkopf vielleicht unebzalbar. Ich habe (mangels Langzeiterfahrung) anfänglich echt derbe bei einer Kalkulation verschätzt, weil ich u.a. die Hersteller-Verbrauchsangabe als Richtwert angenommen habe, in Kombination mit der Leistung der Batterien - dabei vergessen habe, das die Akkus nicht 100% entladen. Was soll ich sagen: Nach 2 Tagen waren meine Batterien leer, die eigendlich 5 Tage halten sollten! Ich muss dazu sagen, dass ich damals auf Energizer Lithium Batterien gesetzt habe (wo eine genauso viel kostete, wie ein 8er Pack Normalos!) - in unserer Klimazone absoluter Blödsinn!

Noch etwas: Ich musste mal vor Jahren in einer art "Wochenende" mit einer Freizeitgruppe im Dunkeln im Wald spazieren und bin da fast mal abgestürzt - seit dem nutze ich Taschenlampen und die aus "Angst" vor einem Unfall leider selten im niedrigen Sparmodus, was vielleicht dämlich ist - aber entsprechend berücksichtigt werden muss, wenn man mehrere Tage unterwegs ist - also vorher alles mal testen und selbst beurteilen, ob man mit dem Sparmodus auskommt, oder bereit ist, für mehr Licht auch mehr Gewicht in Kauf zu nehmen!!

khyal
14.02.2015, 01:56
das wird dir keiner sagen können wie die die 2000 ladezyklen meinen, obs jetzt danach aus ist mit dem Akku oder dieser ab dann nur noch 50% Kapazität hat......

wer bekommt solche lademengen den hin frag ich mich da eher?
ich als extremakkunutzer hab jetzt in 6 jahren wenn ich die ersten akkus wirklich jede Woche 1x geladen hab geschätzte 300 ladezyklen hinbekommen ohne kapazitätsverlust....

da würd ich mir erlich gesagt keinen kopf machen und ne Schwachstelle suchen.:bg:

Das ist jetzt schon etwas witzig, ich hatte ja zuerst meine Praxiswerte erwaehnt, ich benutze ja Eneloop schon sehr lange und viel, ich brauche mir da bestimmt ueber nix mehr einen Kopf machen :bg:

Dann hattest Du korrigierend den Wert erwaehnt...deswegen hatte ich ja dazu zurueckgeschrieben, da ich eine derartige Zahl ohne naehere Angaben fuer ziemlich sinnlos halte...


Du hast also auch in der Praxis bei deinen Akkus nach ca 300 Ladezyklen mit jeweils demselben Messverfahren, wie damals bei neuen Akkus dieselbe Kapazitaet gemessen ? Also 0 Alterung nach 300 Zyklen ?
Oder meinst Du nur, dass Du jetzt als Entlade-Kapazitaet eine Groesse angezeigt bekommen hast, die in etwa der Nennkapazitaet entspricht ?

Btw ich habe es laengere Zeit so gemacht, dass ich bei neuen Akkus die gemessene Entlade-Kapazitaet via kleinem Aufkleber auf dem Akku vermerkt habe und wenn dann der Jahrescheck aller Akkus kam, entsprechend die alten Werte in eine Liste kamen und wenn der neue Wert abwich, ein neuer Aufkleber auf die Akkus kam.
Da aber
a) sich ueber die Zeit deutlich weniger Abweichungen ergeben haben, als ich urspruenglich erwartet hatte und
b) sich in meinen Strnlampe schon mal die Aufkleber abgerieben haben, bin ich da inzwischen zu einem einfachen Farbkodierungssystem mit Permanentmarker direkt auf dem Akku uebergegangen.

khyal
14.02.2015, 02:41
...Frage doch mal nen Metzger deines Vertrauens, ob der dir für nen Test mal ne (verschlossene) und mit Sterillium gesäuberte Box ins Kühhlhaus (-18 Grad) legen würde - die du dann tags darauf durchgefroren wieder abholst. Vielfach wird gerne vergessen, dass manche Hardware bei starken Minustemperaturen gar nicht starten - was vielleicht den ein oder anderen veranlassen könnte, sich mit einer Karte, Kompass und Konsorten etwas genauer auseinander zu setzen, oder die Hardware am Körper oder so zu transportieren, das ssie nicht gänzliche auskühlt.

Hmm aber dann wird das Zeug doch anschliessend warm, da macht doch, wenn man solche Tests machen will, das 3* Fach im Kuehlschrank oder die TK-Truhe zuhause mehr Sinn oder habe ich dich missverstanden ?

Das Problem ist ueberwiegend nicht die HW, sondern der bei tieferen Minus-Temps erhoehte Innenwiderstand mancher Akku-Sorten. Z.B. Lion, das fuehrt z.B. bei meinem Netbook dazu, dass es unter - 10 oder 15 nicht startet, da es dann besonders viel Strom zieht und dann die Akku-Klemmenspannung nicht mehr reicht, aber wenn es dann einmal an ist (halt z.B. kurz im Schlafsack angewaermt), auch durchlaeuft.



...Versuch es mal mit einer Powerbank - wiegt zwar einiges, aber als "sichere" Reserve im Hinterkopf vielleicht unebzalbar...
Aber leider bei Wintereinsatz eher nur im Hinterkopf :bg:, da eben alle "normalen" Powerbanks Li-Akkus drin haben, die bei Kaelte stark einknicken, ausserdem verlierst Du durch das nochmalige Umladen ca 50% Energie, dazu kommt, dass Du noch ein Akku-Ladegeraet mitnehmen must (wobei da das leichteste USB -> 4 AA oder AAA Ladegeraet, was was taugt, echt leicht ist und unter 60g wiegt.)

Mal ein typisches Beispiel, hatte Anfang des Jahres eine kleine Powerbank (von der Kapazitaet her auf die Tagesproduktion eines kleineren Solarpanels ausgelegt) vom Importeur zum Testen.
Angegeben mit 3200 mAh, das ist aber immer ein Hersteller-Blenderwert, der sich nicht auf den USB-Ausgang bezieht, sondern den internen Akku, der 3,7 V Klemmenspannung hat. Wenn man das dann auf den USB-Ausgang umrechnet, sind es nur noch 2400 mAh.
Bei 20 Grad hatte sie dann auf dem USB-Ausgang mal gerade 1200 mAh verwertbare Kapazitaet.
Als ich dann nachts im Zelt eine 2. Messung bei ca -5 Grad gemacht habe, ist nach 300mAh die USB-Spannung zusammengebrochen, nach einer halben Stunde "Erholung" konnte ich dann nochmal 280 mAh ziehen, dann war Schluss.
Btw war der "Messtrom" 400 mA, also auch nicht besonders hoch...

Mit anderen Worten bei Zimmertemp konnte ich von der vom Hersteller angegebenen Kapazitaet mal gerade knapp 40% entnehmen, bei - 5 Grad mit Schwierigkeiten 18 %. Das sind jetzt vielleicht etwas schlechtere Werte, als ich bei mancher anderen Powerbank gemessen habe, die ist schon tempmaessig rel frueh eingeknickt, aber die Tendenz ist schon etwa so...Wenn Du Dir jetzt noch ueberlegst, dass durch den Ladevorgang der AA nochmal 50% verloren gehen, macht das als AA-Backup gerade im Winter keinen Sinn mehr.

Nehmen wir mal an eine mit 8000mAh (also 30 Wh) angegebenen Powerbank wiegt 150g und nehmen wir mal zu ihrem Gunsten an, dass wir den ganzen Ladevorgang nachts im Schlafsack machen (was ich jetzt eher ungemuetlich faende) und seien wir grosszuegig, nehmen wir an, dass sie unter den Bedingungen 50% der Kapazitaet auf dem Ausgang liefern kann.
Dann geht davon nochmal grob die Haelfte durch den Ladevorgang der AA verloren, bleiben also 7,5 Wh, das entspricht etwa 3 Eneloop, die 78g wiegen, die Powerbank + Kabel + das leichteste vernuenftige Ladegeraet, was es fuer mehrere AA / AAA gibt, wiegt aber etwa das Dreifache...

lemon
14.02.2015, 07:25
Mit anderen Worten bei Zimmertemp konnte ich von der vom Hersteller angegebenen Kapazitaet mal gerade knapp 40% entnehmen, bei - 5 Grad mit Schwierigkeiten 18 %. Das sind jetzt vielleicht etwas schlechtere Werte, als ich bei mancher anderen Powerbank gemessen habe, die ist schon tempmaessig rel frueh eingeknickt, aber die Tendenz ist schon etwa so...Wenn Du Dir jetzt noch ueberlegst, dass durch den Ladevorgang der AA nochmal 50% verloren gehen, macht das als AA-Backup gerade im Winter keinen Sinn mehr.


Tja, wenn du es so rechnest, dann stimmt das! Aber ausgehend von deiner Rechnung, würde ich ein anders Konzept mal versuchen: Kauf dir etwas Dppellitze, sowie nen Batterieclip und nen Batteriehalter. Die Litze befestigst du am Verbraucher im Batteriefach (ggf. Akkus als Platzhalter nutzen (=Reserve), wo ein Pole mit Tesafilm abgeklebt werden). Das Kabel geht dann (entsprechend lang halten!) zu einem Batteriepack (mit Eneloops) an deiner z.B. Innentasche (Kabel nach Aussen legen!). So könntest du die schnelle Auskühlung deiner Batterien reduzieren und so deutlich mehr raus holen!

Es gibt dann noch die Möglichkeit so "Vorgängermodelle" von Powerbanks zu nutzen, die mit z.B. 4 Eneloops (Revoltec, Pearl) bestückt werden und einen USB-Ausgang haben. Viellicht das ideale Lösungskonzept für den Wintereinsatz?

Aber danke für deine Rechnung und Erfahrungsbericht - hat mir in vielerlei Hinsicht ein bisher unterschätztes Problem aufgezeigt! Wäre aber nett, wenn du auf meinen Vorschlag mal eingehen würdest, genauer: Ob das überhaupt geht, oder ob die Litze (=viele bewegliche Drähte) nicht bei starken Minustemperaturen poröser wird und bricht oder ggf. zu einer stärkeren Auskühlung beitragen würde?

lutz-berlin
14.02.2015, 08:01
Es gibt dann noch die Möglichkeit so "Vorgängermodelle" von Powerbanks zu nutzen, die mit z.B. 4 Eneloops (Revoltec, Pearl) bestückt werden und einen USB-Ausgang haben. Viellicht das ideale Lösungskonzept für den Wintereinsatz?



da braucht man noch ein Booster Kabel, weil sonst am USB- Ausgang nur 400-500mA verfügbar sind:bg:
soll aber jetzt welche mit 1000mA Ausgang geben

hat GoalZero auch erst nach einer Weile gemerkt dass das heutzutage nicht mehr reicht:ignore:

Spartaner
14.02.2015, 08:31
... mal versuchen: Kauf dir etwas Dppellitze, sowie nen Batterieclip und nen Batteriehalter. Die Litze befestigst du am Verbraucher im Batteriefach (ggf. Akkus als Platzhalter nutzen (=Reserve), wo ein Pole mit Tesafilm abgeklebt werden). Das Kabel geht dann (entsprechend lang halten!) zu einem Batteriepack (mit Eneloops) an deiner z.B. Innentasche (Kabel nach Aussen legen!). So könntest du die schnelle Auskühlung deiner Batterien reduzieren und so deutlich mehr raus holen!
So etwas ähnliches habe ich bereits zwei mal gemacht. In den 80er Jahren waren mir hier im Osten die AA-Batterien zu teuer (oder gab es sie gar nicht?) und ich habe fette R20 Monos in einer Teebüchse zusammengeschaltet und mit dem Power-Blitzgerät verbunden. Hat gut funktioniert.
Durch die 00er-Jahre habe ich eine Olympus C5050 (http://www.digitalkamera.de/Kamera/Olympus/C-5050_Zoom.aspx) (Gott hab sie selig, ein gutes Gerät!), welche mit 4 AAs gefüttert werden musste, mit den (ich hatte das Gefühl) nicht besonders leer gesaugten Akkus weiter betrieben, indem ich insgesamt 10 "leere" Akkus (2 x parallel x (5 in Reihe)) geschaltet und damit die Akkus noch ein gutes Stück leeren können und dabei die Kamera mit voller Power (zB für kurze Blitzladezeiten) füttern können.

Natürlich ist das Handling mit so einem Extrateil immer etwas fummelig, das muss man also wirklich wollen.
Naja, seit der Canon G12 reichen insgesamt 2 Akkus im Sommer auch für 5-Wochentouren, seitdem hält sich die Sorge um Akkus in Grenzen.

Gruß Michael

AlfBerlin
14.02.2015, 09:14
... Die angezeigte geladene Kapazitaet beim Ladegeraet, sagt meiner Meinung nach nix aus, aber vielleicht uebersehe ich da was, Alf wodrin siehst Du denn in dieser Anzeige einen Vorteil? ...

Doch, die angezeigte geladene Kapazität beim Ladegerät sagt aus, dass im Akku nicht mehr Leistung stecken kann als dieser Wert.

Bei meinen neuen NiMH-Akkus und meinem Ladegerät, beides wegen Euch gekauft :cry: liegt diese Anzeige nahe an der Nennkapazität. Könnte es sein, dass der Ladegeräte-Hersteller da schon einen Korrektur-Faktor eingeschaltet hat? Oder bleiben wirklich fast 100% der geladenen Kapazität im Akku?


... Die Entlade-Kapazitaet ist schon besser, allerdings kommt das stark darauf an, wie sie gemessen wurde, man kann aber damit zumindest schon mal absolute Gurken aussortieren und wenn man diesselbe Messung schon frueher gemacht hat, Alterungstendenzen feststellen.

Vernuenftige Messwerte, die den Namen verdienen, bekommt man nur ueber Spannungs-Messreihen mit unterschiedlicher Belastung. ...

Mein Ladegerät läd und entläd gepulst. Das soll aber angeblich auch ok sein.

Juergen
14.02.2015, 10:04
Oder bleiben wirklich fast 100% der geladenen Kapazität im Akku?
Definitiv nicht. Bei den früheren Ladegeräten mit konstantem Strom
und Zeitabschaltung musste man immer 140% darauf geben, damit
die Nennkapazität im Akku war. Manche Akkus werden beim Laden
auch ziemlich warm, das ist alles verlorene Ladeenergie.

AlfBerlin
14.02.2015, 11:05
Dann vermute ich mal, dass mein Ladegerät Basetech BM200 beim Laden die geschätzte im Akku verfügbare geladene Leistung anzeigt und nicht die vom Ladegerät abgegebene Leistung. Außerdem liegt die tatsächliche Ladezeit bei 400mA Ladestrom nur minimal über der Zeit, die bei verlustfreier Ladung nötig wäre. Also wird vermutlich stärker geladen als angezeigt. In Wirklichkeit wird ja ohnehin gepulst geladen mit 1250mA-Stromstößen, wie jemand nachgemessen hat. Das Ladegerät zeigt also Zahlen an, die für idealisierte verlustfreie Ladevorgänge gelten, damit der Nutzer nicht selber rechnen muss oder verwirrt wird.

nimrodxx
14.02.2015, 11:25
das wird dir keiner sagen können wie die die 2000 ladezyklen meinen, obs jetzt danach aus ist mit dem Akku oder dieser ab dann nur noch 50% Kapazität hat......

Jeder Vertrauenswürdige Hersteller nimmt dafür 80% der Nennkapazität. Bei NiMH hab ich nicht nachgeguckt, aber bei vielen LiIon Zellen steht das auch im Datenblatt (jaja ich weiß, die lest Ihr nicht, weil sowieso nicht Praxisrelevant...)

lorenz7433
14.02.2015, 13:14
Du hast also auch in der Praxis bei deinen Akkus nach ca 300 Ladezyklen mit jeweils demselben Messverfahren, wie damals bei neuen Akkus dieselbe Kapazitaet gemessen ? Also 0 Alterung nach 300 Zyklen ?

ne nicht 0 Alterung aber kaum wenn den überhaupst, ob vor 6 jahren villeicht 100ma mehr drinnen waren genau in dieser zelle kann ich dir beim besten wille nicht sagen.

aber du siest was ich genau reingeladen hab und kennst die fertigungstolerenz von eneloops die alle genau 1900ma haben oder ne spur mehr, daran erkennt man doch das wichtige?

auch refreshe ich zelle im grunde nie"laden-entladen-laden-entladen-laden" um leichte memoryeffekte zu entsorgen.
daher könnte es sein das ein winziger memoryeffekt auf der 6 jahre alten zelle ist und das sie im grunde noch mehr saft reinbekommt.:o

und ich habe da nicht mit irgend nem messvehrfahren gemessen sondern hab mittlerweile 4 ladegeräte zuhause rumliegen die alle geladene und entladene kapazitäten anzeigen.
den BC 700 verwende ich ebenfalls noch immer den ich auch vor gut 6 jahren gekauft hab.
da dieser leicht falsch anzeigt bei mir, rechne ich bei diesem ~10% von dem was er anzeigt weg dann komm ich auf ne Kapazität die sich mit meinen anderen Ladegeräten deckt.

viele IC überwachte Ladegeräte haben aber den check Modus und geben dir ne doch genaue Auskunft über das was geladen wird und was an kapazität drin ist indem ein Akku geladen->entladen wird und die genaue menge Strom die drin ist bis 0 gemessen wird.

selbst mein erstes echtes IC gesteuertes Ladegerät "Conrad chargmangar 2000" hatte das auch schon und gibt noch immer nach Uhrzeiten gute werte an"der ist gut 20 jahre alt bei mir".
den chargmanger verwende ich halt nur nicht mehr da er nur einzelschachtladung hat, es wird immer einer der 4 schächte geladen dann geht er erst zum nächsten schacht......aber ich hab die alte kiste noch im keller da sie teuer war einst.:roll:

wenn sich die angaben von verschiedenen Ladegeräten gut decken brauch ich keine messanordnung um das letzte % an Genauigkeit zu sehen, die angaben sind für mich ausreichend genau im alltag.:bg:



Es gibt dann noch die Möglichkeit so "Vorgängermodelle" von Powerbanks zu nutzen, die mit z.B. 4 Eneloops (Revoltec, Pearl) bestückt werden und einen USB-Ausgang haben. Viellicht das ideale Lösungskonzept für den Wintereinsatz?

sowas hat halt keine Kapazität und ist als reine powerbank nicht der knaller.
4x eneloops mach das zu ner 4,9V 2000mah powerbank damit bekomm ich nicht mal ein Smartphone 1xgelanden welches nen 1700mah Akku drin hat.

bei frost knicken auch eneloops ganz leicht ein, auch wenn es nicht sonderlich stark ist, das solltest dann für winter auch berücksichtigen.

als reine powerbank kann man sichs sparen find ich, bringt irgendwie nix da man kaum ein gerät geladen bekommt mit den 1900mah.
als reiner zwischenspeicher zwischen solarpanel und Verbraucher ist es dagegen ne tolle Sache, aber eben nur im sommer, im winter gibt's kaum sinvolle und ausreichend sonnenstunden.

kannst ja mal testen obs was taugt.:bg:

noch für eneloop fans und Nutzer von Interesse,
seit November/dezember letzten jahres werden eneloops auch in China nicht nur in Japan gefertigt wie es bei sanyo"dem Vorbesitzer" üblich war.
im US Forum wird auch gemunkelt das nach dem kauf von panasonic es dem neuen Hersteller nur um den Markennamen gegangen ist und die orginalwerke welche eneloops hergestellt haben ebenfalls verkauft werden/wurden und es in Zukunft unter umständen nur noch diese drittklassigen "China"eneloops geben wird.....:(

diese neuen "China"eneloops scheinen auf jeden fall von sehr schlechter Qualität zu sein nach verschiedenen tests von nutzern"dafür teilweise sehr billig zu bekommen im moment", ich hof mal panasonic schrotten dieses top Produkt nicht.

nimrodxx
14.02.2015, 21:50
Erster Schnelltest bei -18°C (mehr macht die Kühlbox nicht mit und alles in den Keller schleppen hatte ich keine Lust zu...)

Wenn man die empfohlene Zellenspannung von 1Volt nicht unterschreiten möchte, sind bei der Temperatur Ströme über 0.5C nicht möglich und über 0.3C auch nur wenige Minuten. Erst bei Strömen, die unter 0.15C liegen kann man längerfristig Energie entnehmen, dann kann man aber > 75% der Nennkapazität nutzen (noch weniger hab ich heute nicht probiert, da 25% Kapazitätsverlust für mich eine akzeptable Größenordnung ist und sich der gefühlten Wahrnehmungsschwelle nähert) .

Ich vermute (mal gucken ob ich das auch noch probieren) wenn man die minimale Zellenspannung von 1 Volt nicht so ernst nimmt, sind auch höhere Ströme möglich.

Passt also mit den Beschreibungen, das GPS Geräte mit aktuellen Eneloops keine Probleme haben, sehr gut zusammen. Bei höheren Strömen, wie sie bei LEDs auftreten können, dürfte die Spannung allerdings unter die empfohlenen 1Volt einbrechen (Erwärmung durch die LED-Abwärme hab ich aber nicht berücksichtigt, dürfte bei passendem Lampendesign jedoch eine wichtige Rolle spielen)

(Bitte beachten, das gesagte bezieht sich zum aktuellen Zeitpunkt jeweils auf einer Stichprobe von N=1 wobei ein Satz neuer Akkus mit jeweils weniger als 10 Zyklen verwendet wurden. Auch da hatte ich heute noch keine Lust eine größere Testreihe zu machen ;-))

AlfBerlin
15.02.2015, 00:50
http://alfafox.info/ods/2015-02-15+003455.jpg

lemon
15.02.2015, 04:06
sowas hat halt keine Kapazität und ist als reine powerbank nicht der knaller.
4x eneloops mach das zu ner 4,9V 2000mah powerbank damit bekomm ich nicht mal ein Smartphone 1xgelanden welches nen 1700mah Akku drin hat.

Darum ging es mir nicht! Ich wollte auf etwas ganz anderes hinaus: Wenn die Angaben meines Vorredners stimmen, wonach die nutzbare Kapazität der Batterien / Akkus (Eneloops) mit abnemender Temperatur deutlich fallen, dann wäre es doch sinnvoll, die Auskühlung zu reduzieren.

Erreichen kann man dies u.a. dadurch, dass man sich Batteriehalterungen für z.B. 2 AA-Eneloops kauft und diese dann in der "Innentasche" seiner Jacke aufbewahrt, wo die Temperatur deutlich höher sein wird, als z.B. im Batteriegehäuse eines Gerätes. Mit einer Kabelüberbrückung in den Batteriekasten des "Gerätes" wäre die Stromversorgung dann "outgesourct" und so besser gegen ein Auskühlen gesichert (= Mehr nutzbare Kapazität,). Selbiges für eine "normale" Powerbank, oder so ne Eneloop-bestückte "Vorgängerversion" (Revoltec Notstrom-Stick).

PS: Ich habe schon ettliche Touchscreens bei Minustemperaturen "streiken" gesehen, weshalb ich für einen Wintereinsatz eher auf ein Handy zurückgreifen würde, dass gerade mal rudimentäre Funktionen beherrscht, wie SMS, eMail-Abruf und z.B. Opera Webbrowser unterstützt, was mit derart leistungsschwachen Akkus ausgelegt sind, die diese Powerbank "problemlos" laden kann!

GemeinsamDraussen
01.03.2015, 17:44
Kurze Rückmeldung des TO: wir sind aus dem Böhmerwald zurück, sehr schöne Tour. Temperaturen geschätzt bis -5°C. Das Oregon 400T lief mit einem Satz Lithium-Batt. ca. 2 1/2 Tage (zur Erinnnerung: die NiMH hatten unter ähnlichen Bedingungen keinen ganzen Tag durchgehalten). Gewichtsverhältnis bei gleicher Leistung zwischen NiMH und Li also etwa 5:1. Ich würde/werde wieder Li nehmen, hat mich überzeugt.

Jetzt haben wir noch einige Li-Batt. übrig, aber bei 10 Jahren Lagerfähigkeit wird ja die nächste Wintertour noch kommen.

Falls sich jemand die Böhmerwald-Tour ansehen möchte: auf unserer Website (Signatur) unter "Neueste Touren" oder unter -> Winter-Touren -> Böhmerwald Wintertour.

Beste Grüße und danke nochmal für den Tipp mit den Li-Batt.
Ralf

de_expert
01.03.2015, 18:21
Guten Abend GemeinsamDraussen, mal eine Frage:

Schön das Ihr mit den Lithiumbatterieen zufrieden seid. Was habt Ihr denn noch an elektronischer Ausrüstung dabei gehabt?

Schön wäre eine Auflistung, Gerät, Gewicht, Stromversorgung.

Im vorraus Danke

de_expert

GemeinsamDraussen
01.03.2015, 23:47
Guten Abend GemeinsamDraussen, mal eine Frage:
Schön, dass Ihr mit den Lithiumbatterien zufrieden seid. Was habt Ihr denn noch an elektronischer Ausrüstung dabei gehabt?
Schön wäre eine Auflistung, Gerät, Gewicht, Stromversorgung.
Im vorraus Danke
de_expert
So viel elektronischen Kram hatten wir gar nicht dabei:

jeder sein Handy (meist ausgeschaltet)
Fotoapparat Lumix G2 incl. Ersatzakku
2 Stirnlampen Petzl (Tikka-Varianten) incl. Akkus ca. je 85g; plus ein paar AAA-Ersatz-Akkus
Reiner Luxus: kleine Black Diamond Laterne, incl. Akkus 135g, läuft auch mit AAA

lorenz7433
02.03.2015, 00:37
bei den tikkas haste im grunde eher Nachteile wenn du Akkus reinmachst selbst die besten Akkus"eneloops" bringen da nix.
ich nehme an du verwendest alte modelle?

kurzer helligkeitspeak dann brichts ein auf null."sehr kurze Laufzeit"

die tikkas am besten mit ganz gewöhnlichen Batterien verwenden, da hast dann ne kontante aber langsam abfallende Helligkeit welche dir signalisiert wann batteriewechsel abgesagt ist."maximale Laufzeit, nutzbarkeit"

erst die neueste und aktuelle Generation der tikkas hat ne echte regelung verbaut laut Hersteller, ein Diagramm wie sich diese mit Akkus vs Batterien schlägt hab ich noch nicht gesehen, aber Akkus sollten hier dann im Vorteil sein.

GemeinsamDraussen
02.03.2015, 10:49
bei den tikkas haste im grunde eher Nachteile wenn du Akkus reinmachst selbst die besten Akkus"eneloops" bringen da nix. ... ein Diagramm wie sich diese mit Akkus vs Batterien schlägt hab ich noch nicht gesehen, aber Akkus sollten hier dann im Vorteil sein.

Ich hab in der Aufzählung für de_expert nur der Einfachheit halber überall von Akkus geschrieben, ging ihm vermutlich nicht um dieses Detail. Ich wollte auch nicht einen neuen Disput Akkus vs. Batterien lostreten. ;-) Tatsächlich waren in den Tikkas Batterien, in der Black Diamond Laterne Akkus von swissbatteries.com. Die Laterne wäre bei Bedarf auch mit den Ersatzbatterien gelaufen. Die Ersatzbatterien haben wir aber gar nicht gebraucht.

Unsere Anforderungen an die Beleuchtung waren ohnehin nicht so hoch, wie die an das GPS. Für die paar geplanten Stunden im Dunkeln am Zelt hätten wahrscheinlich auch Akkus in den Stirnlampen gereicht. Wir nutzen meist die dunkelste Stufe der Lampen - gerade im Schnee meist ausreichend und auch wegen weniger gegenseitiger Blendung. Und wenn man sich am Tag ordentlich bewegt hat, geht man nach dem Sterneanschauen ohnehin früh ins Bett :D

Aber trotzdem danke für Deinen Hinweis, Lorenz.

lorenz7433
02.03.2015, 20:20
kein ding,
immerhin geht's hier ja um Akkus vs Batterien und eben auch wo am besten was rein zu machen.;-)

und ich benutze auch soweit möglich immer die niedrigsten leuchtstufen die irgendwo noch nutzbar sind.:bg: