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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erste Mehrtagestour an Ostern - Bayern? Oberpfalz? Übernachten?



tomm777
03.02.2015, 22:44
Hallo Leute,

nachdem ich schon lange Zeit hier mitlese und auch schon viel gelernt und viele Informationen erhalten habe, möchte ich mich mit einer speziellen Frage an Euch wenden.

Vorher möchte ich es aber auch nicht vermissen, mich kurz vorzustellen:
Ich, Tom, bin 37 Jahre alt, komme aus der Oberpfalz-Bayern und bin zur Zeit nicht gerade gut trainiert bzw. fit. Trotzdem versuche ich seit ca. 1 Jahr wieder mehr in Bewegung zu kommen - zu Fuß gegangen bin ich eigentlich immer gerne und so um ein Alter von ca. 16-22 Jahre war ich auch mal richtig fit und gut in den Bergen unterwegs. Dann kamen Schreibtischjob, Couch und viele Kilo Zusatzgepäck …. :-)
Wie gesagt, wirklich fit bin ich nicht, aber leichte Wanderungen bis ca. 15-20 km sind (wenn auch mit Beschwerden, extrem starkem Schwitzen, etc. - aber an der ärztlichen Abklärung bin ich dran) drin und habe ich auch immer wieder im letzten Jahr absolviert. Ich möchte mich aber auch steigern und möchte auch bis Ostern wieder mehr Ausdauertraining betreiben.

Jetzt habe ich aber vor, mir einen länger gehegten Traum zu erfüllen und für mehr als einen Tag am Stück unterwegs zu sein. Und da komme ich zu meiner Frage:

Ich habe in der Woche nach Ostern (alleine) Urlaub und würde gerne eine Tour über mehrere Tage angehen. Gedacht hatte ich an ca. 3-4 Tage auf Tour. Nachdem es an Ostern noch recht kalt sein dürfte und ich außerdem kein Zelt, keinen Schlafsack, etc. habe, dachte ich an eine Tour mit Übernachtung in Hütten, Pensionen, etc.
Aber hier habe ich einfach keine Ahnung und hoffe auf Eure Erfahrung. Was könnte sich hier für mich anbieten? Meine Zielrichtung war eher der Süddeutsche Raum, gerne in meiner Heimat. Anreise könnte mit dem Auto oder auch der Bahn (wenn praktikabel) erfolgen. Rundtour? Rückfahrt mit ÖPNV?

Vielleicht habt Ihr Tips für mich, was Routen angeht und vor Allem auch Tips bezüglich der Übernachtung. Wie gesagt, beim Zelt stellen sich für mich die Fragen: Ich habe keines, was müsste ich kaufen? Wetter, Temperaturen? Wo darf ich eigentlich Zelten (Wild ist ja eigentlich verboten)?

Ich hätte nichts gegen Pensionen, etc. am Tagesende. Wie gestaltet Ihr solche Touren - Abendessen dann im Restaurant/Pension? Oder selber kochen im Zimmer bzw. noch draussen in der Natur vor Bezug des Zimmers? Frühstück in der Pension und dann los?

Ich würde mich über Tips von Euch sehr freuen!

Danke schonmal
Tom

Sisterintherain
03.02.2015, 23:39
Hallo Tom, ich würde mir das fürs erste Mal mehrtägige Ausprobieren so einfach wie möglich machen. Eine für Ostern in Bayern geeignete Zeltausrüstung bedürfte einiger Überlegungen und Investitionen. Und heiß duschen und Klamotten und Schuhe trocknen können hat ja was...
Du bekommst hier bestimmt noch Tipps für spezielle Touren, aber für den Anfang
könntest Du ja mal schauen, was es in Deiner Nähe so an "fertig ausgearbeiteten" Wanderwegen gibt, wie den Goldsteig beispielsweise. Dazu gibt es dann ausführliche Internetseiten mit Etappenbeschreibungen und -längen, Gastgeberverzeichnissen und wo vorhanden, auch Campingplätzen. Oder du schaust mal bei toptrails z.B., was es noch so an Wegen gibt, wo es vielleicht ein bisschen flacher ist und eventuell vom Wetter etwas milder. Du könntest Dir eine kleine Koch-Grundausstattung zulegen, für heiße Mahlzeiten tagsüber und dann könntest Du es abends auch halten, wie es kommt und passt und bei schönem Wetter draußen essen oder wenn's Dir nicht danach ist, halt im Gasthof. Frühstück genauso - wenn es im Preis nicht dabei ist, kannst Du nach Lust und Laune auch draussen frühstücken.
Diese Dinge sind alle nicht in Stein gememeißelt, jeder wie er mag und kann. Wichtig ist, dass Du Deine Fähigkeiten richtig einschätzt und die Tour so planst, dass es Spaß macht und Lust auf die nächste. Ich reise wenn es geht gerne mit den öffentlichen an, mich nervt es, wenn mein Auto irgendwo rumsteht.

tuan
04.02.2015, 07:18
Bitteschön...
http://www.naturpark-altmuehltal.de/altmuehltal-panoramaweg/

unluckyluke
04.02.2015, 08:40
könig-lugwig-weg
lechhöhenweg
teil des maximilansweges, je nach schneelage
in steingaden fängt ein "meditations"weg an

du kommst auf allen täglich durch ortschaften mit übernachtungsmöglichkeiten, hast aber auch die möglichkeit im zelt zu schlafen.

was essen und übernachten angeht bin ich auf allen 4en schon mit dem zelt oder tarp unterwegs gewesen und hab immer selber gekocht. mich reut das viele geld, ich rechne immer dass ich für 2 übernachtungen locker eine ganze woche weiterwandern kann. ausserdem bin ich lieber draussen. in 40 jahren in den bergen war ich nur 2x in einer hütte. in katastrophalem wetter und wegen meiner begleitung. aber auf diesen wegen findest du sowohl einkaufs - als auch übernachtungsmöglichkeiten.

den prälatenweg gibts auch noch hier in der gegend ( östliches oberbayern, ammergauer alpen). alle diese wege sind übrigens bestens markiert.

happy trails
unlucky luke

opa
04.02.2015, 08:47
bin selbst nicht so der fernwanderer, aber die fränkische ist halt echt super. übernachtung in gasthofen zu erträglichen preisen mit guter verpflegung und bier sollte kein problem sein.

http://www.fraenkischer-gebirgsweg.de

selber kenne ich ihn aber nicht!

Mus
04.02.2015, 10:48
Da du ja offensichtlich keine Berührungsängste mit der Zivilisation und anderen Wanderer hast, dürften dir eine Menge Möglichkeiten offenstehen. Es ist schwierig etwas konkretes vorzuschlagen, da ja jeder so seine speziellen "mag ich" oder "mag ich nicht" Ecken hat.
Einmal kann ich dir empfehlen mal auf der Seite http://www.wanderbares-deutschland.de/ zu stöbern. Da dürften jede Menge Infos für dich dabei sein.

Oder du stöberst einfach mal in deinem alten Schulatlas die Klimakarten heraus. Geringen Niederschlag und eine frühen Frühlingseinzug hast du in Süddeutschland vor Allem in und an den Rändern der Flusstäler Rhein (Bergstraße), Main, Neckar, Tauber. Soweit ich weiß, gibt es dort auch jeweils am Hang entlanggeführte relativ gut ausgeschilderte Wanderwege die wirklich nett durch vielseitige Natur geführt sind. Große Waldeseinsamkeit hast du da natürlich nicht, ich glaube das suchst du aber auch nicht unbedingt. Und überlaufen sind sie auf keinen Fall. Googel einfach mal nach dem Fluss & "Wanderweg".
(Leider sind die Klimakarten natürlich nur ein Jahresmittel und von daher nur einen Hinweis auf eine bessere Chance auf gutes Wetter aber natürlich kein Garant dafür.)

Die Fluss-Wanderwege biete für dich den Vorteil, dass sie auf eine gute Infrastruktur zurückgreifen könne. Du wirst also kaum Schwierigkeiten haben, in vernünftigen Abständen eine bezahlbare Übernachtungsmöglichkeit zu bekommen. Du wirst meistens im Laufe des Tages eine Möglichkeit haben, warm zu essen. Du hast eine unkomplizierte und flexible An- und Abreise oder kannst auch mal per Bus/Bahn "abkürzen". Du hast i.d. Regel unten im Tal einen relativ eben verlaufenden breiten Radweg auf den du ausweichen kannst, wenn dich die Kondition oder Trittsicherheit verlässt.

Bezüglich Ausrüstung würde ich es langsam angehen lassen. Zelt&Co würde ich für diese Tour nicht kaufen. Da brauchst du noch eine ziemlich warme Ausrüstung, die im Sommer gar nicht nötig ist und verhältnismäßig schwerer und teuerer. Heb dir das auf, wenn du schon reingeschnuppert hast. Es ist auf diesen Strecken einfacher eine feste Unterkunft zu bekommen, als einen Campingplatz und ein vernünftiger Schlafsack kostet vermutlich mehr als vier Übernachtungen in einer Pension. Und das Zeug will ja auch geschleppt sein. Da bist du von vorn herein schon mal 5 kg leichter unterwegs.

Kocher ist so eine Sache. Wenn würde ich einen einfachen leichten Gaskocher mit Kartusche + einfacher, kleiner, leichter Topf + Melaninlöffel besorgen. Das ist günstig und leicht und reicht für vier Tage in Zivilisationsnähe völlig aus, man kann sich ja dann mit einfache Mahlzeiten begnügen. Alles andere muss wieder nur bezahlt& geschleppt werden. Je nach Wettervorhersage würde ich auch darauf verzichten. Denn bei miesem Wetter ist es sicher angenehmer Mittags mal ein Stündchen einzukehren und im warmen und trockenen zu sitzen. Da wäre das Kochergeld dann sinnvoller angelegt.

Viel wichtigere als der Kocher ist zu dieser Jahreszeit die Thermoskanne. Es ist sehr wohltuend sich wenigstens einen Teil der benötigten Flüssigkeit in warmer Form zuführen zu können. Falls du vorhast mittags einzukehren, dort beim Bezahlen einfach fragen, ob sie dir deine Flasche für unterwegs wieder mit heißem Wasser auffüllen. Das gleiche abends und morgens in der Unterkunft. Das kostet - wenn überhaupt - nur ein paar Cent und du kannst ja von deinem Lieblingstee ein paar Beutel dabei haben. Alternativ: Nescafesticks oder wenn es echt kalt ist auch sehr lecker: Brühwürfel oder Kakao zum in Wasser anrühren.

Ich persönlich würde nie auf dem Zimmer den Kocher anwerfen wollen (Das gibt im Zweifelsfall ziemlich Ärger.) sondern lieber Brot oder Müsli essen.

StepByStep
04.02.2015, 14:55
Hallo, als Oberpfälzer ein paar Tipps aus der Heimat:

Ein größeres Projekt, aus dem Du aber auch nur Teile laufen kannst wäre der Goldsteig. Ein sehr schöner und sehr gut markierter Fernwanderweg durch die Oberpfalz mit Ziel in Passau.Auf der Homepage (http://www.goldsteig-wandern.de) findest du eine Etappenübersicht.
Schön ist, dass die Etappen immer in Ortschaften enden, wo man auch ein Zimmer bekommt, womit die Unterkunft geklärt wäre (ich würde wohl gerade Ostern vorher mal anrufen...) Der Weg ist zumindest die Teile, die ich kenne sehr schön entworfen, und führt auch an der ein oder anderen Sehenswürdigkeit vorbei. Ob du jetzt ein Stück aus der Mitte, am Anfang oder Ende nimmst, ist egal, alle Teile haben ihren Reiz.

tomm777
04.02.2015, 19:22
Hallo Zusammen!

Ich danke Euch schonmal für Eure vielen hilfreichen Tipps!
Ich werde mir die genannten Wege jetzt mal alle anschauen - Goldsteig hatte ich auch schon auf der Rechnung, die anderen genannten klingen aber auch gut!
Beim bisherigen (kurzen) betrachten der Wege und der Etappenübersichten sticht mir ins Auge, dass die Tagesetappen doch sehr unterschiedlich ausfallen. Da sind es z.B. an einem Tag 10km und am nächsten wieder 23km - ich denke, das liegt wohl einfach am Abstand der Ortschaften mit Infrastruktur und ist somit auch verständlich. Ich tue mich halt momentan noch schwer, zum einen meine durchschnittliche mögliche Tagesleistung bei mehreren Tagen in Folge zu bestimmen, zum anderen abzuschätzen, wie lange ich damit am Tag unterwegs bin (schaffe ich z.B. die 23km, oder z.B. bin ich bei 10km viel zu früh am Tag am Ziel ...).

Ich denke auch, dass ich mir kein Zelt etc. anschaffen werde, sondern zum Beginn auf Übernachtungen in Pensionen, etc. setzen werde. Da habt Ihr mich auf jeden Fall in meiner Entscheidung bestärkt.

Einen kleinen, leichten Kartuschenkocher inkl. einfachem Topf etc. habe ich und wollte ich auch mitnehmen. So wäre das Zubereiten von einfachen (Fertig-)-Mahlzeiten unterwegs kein Problem. Wobei gegen ein Essen in einem Gasthaus und ein Bierchen auch nichts einzuwenden wäre :-)
Wie macht Ihr das - was nehmt Ihr für zusätzliche Klamotten mit, um z.B. im Gasthaus o.Ä. zum Abendessen zu gehen. Ich mein jetzt nicht den Smoking :-) aber die komplett verdreckten Klamotten und Stiefel vom Tag im Wald und im Regen müssen es in der Gaststube ja wahrscheinlich auch nicht sein, oder? :cool:

Vielen Dank für Eure Hilfe!
Tom

Hebi19
04.02.2015, 19:35
Hallo Tom

Als "Techniker" habe ich gelernt, bei Änderungen in einem System immer NUR EIN Element - aboslut maximal 2 auf einmale zu ändern. Sonst kann man das Ergebnis nicht mal ansatzweise vorhersagen und das Ergebnis ist auch in keiner Weise aussagekräftig.

So wie ich deinen Eingangsbeitrag lese hattest Du die letzten Jahre ein System, in dem keine große Bewegung vorkam, kein Kochen draußen, kein Übernachten draußen, keine Mehrtagestouren........die "leichten Wanderungen mit extrem starken Schwitzen" waren bisher scheinbar das einzige die letzte Zeit.

1.Ich finde es ganz toll, dass Du an Deiner Situation etwas ändern willst. Ich selber habe mit 34 Jahren (jetzt bin ich 55) damals 18 Kg abgenommen und ein "bewegtes Leben" begonnen. Von daher kann ich deine Situation nachempfinden.

2.Tipps hast Du ja schon schöne und gute. Beim Goldsteig wäre ich persönlich etwas vorsichtig, welchen Teil Du da eventuell laufen willst. Ein recht schöner und großer Teil geht durch die Höhenlagen des bayrischen Walds mit Gipfeln über 1400 m ..... Ostern ist dieses Jahr sehr früh und dort ist es wahrscheinlich ohne Schneeschuhe o.ä. wohl recht beschwerlich. Die Teile im Oberpfälzer Wald - also unter 600m dürften je nach Wetterlage aber gut geeignet sein. Genauso "die Fränkische (Schweiz)", wo ich herkomme und die ich gut kenne.

3. Wie im Eingang erwähnt empfehle ich Dir, an der Stellschraube "Mehrtageswanderung" zu drehen - machst Du ja automatisch mit deiner Planung - die Stellschraube "unterwegs bei widrigem Wetter" kommt durch den Termin im März eventuell automatisch dazu. Die Stellschrauben "übernachten im Zelt" sowie "selber kochen" würde ich in jedem Fall für später aufheben. Macht man beim ersten Mal zuviel als erstes Mal, kann man auch die Lust verlieren, weil man das eine und das andere nicht auf die Reihe bringt und die Sache unangenehm wird. Und natürlich freuen sich die günstigen Gasthäuser mit Fremdenzimmern, wenn der verdreckt und durchnässt eintretende Gast dann auch das Abendessen bei ihnen einnimmt. Im Zimmer mit Kocher dann selber zu kochen empfinde ich zumindest als unhöflich.

4. Aus eigener Erfahrung: mach die Etappe am ersten Tag nicht zu groß. Sonst macht, gerade wenn man nicht so doll trainiert ist, der zweite Tag keinen Spass mehr. Wenn Du bisher 15 bis 20 km gelaufen bist, dann mach am ersten Tag mal maximal 15 km, am zweiten 15 oder 20 und dann sieh mal, was am dritten geht. Du musst bzw sogar kannst nicht mit einer Tour in 4 Tagen von der Couach-Potato zum Ausdauer-Outdoor-Trapper mutieren. Ich selber bin schon den Wanderweg "Goldene Strasse", der bei mir in HEB 80m vom Wohnhaus vorbei geht, in etlichen Etappen zwischen 12 und 30 km gewandert und dabei meistens mit Zug zum Ausgangspunkt (letzter Endpunkt) gefahren und vom Endpunkt wieder heim.
Nach 5 solchen Etappen hab ich dann "weiter entfernt" mit Übernachtung im Zelt angefangen. Hör in Dich hinein, "was Dir wohl als Einstieg am besten gefallen würde".

Ich wünsche Dir 3 bis 4 ganz tolle Wandertage - die Dir vor allem Lust auf mehr machen. Dann kannst Du bei besserem Wetter auch mal mit Zelt planen und langsam (d)eine Ausrüstung aufbauen. Bis dahin hast Du hier auch mehr zu den "Zeltübernachtungen" gelesen. Das ist nämlich hier ein vieldiskutiertes Thema - unabhängig von der Jahreszeit.

Grüße aus Franken "in der Nachbarschaft"
Martin

Edit - bist mir mit Deiner Antwort erst mal zuvor gekommen

Hebi19
04.02.2015, 19:44
................. aber die komplett verdreckten Klamotten und Stiefel vom Tag im Wald und im Regen müssen es in der Gaststube ja wahrscheinlich auch nicht sein, oder? :cool:


Ganz bestimmt nicht.
Ich hab bei Gaststätten- und bei Hüttenübernachtungen eigentlich immer einen Satz frische Wäsche incl Socken, T-shirt, eine leichte Baumwollhose und so leichte Filzpantoffeln dabei - (Duschgel und Deo in diesen kleinen Dosen, die es inzwischen in den Drogeriemärkten für den Reisebedarf gibt, Zahnbürste, Zahnpasta - aber jetzt sind wir schon bei der "Packliste" - da gibts hier eigentlich genug zum lesen)

Martin

Mus
05.02.2015, 09:14
Da wir zelten und mittags warm essen haben wir keine zusätzlichen Klamotten mit. Wäre dann noch mehr Gewicht und wir hätten ja keine Gelegenheit zum Umziehen.
Ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht, wenn wir so direkt vom Weg runter und mit Rucksäcken ins Lokal kamen. Die ganz vornehmen steuern wir sowieso nicht an, am liebsten haben wir im Sommer natürlich was mit Biergarten oder eben ein klassisches Ausflugslokal, wo die Montur ja üblich ist. Aber wir sind auch schon "gutbürgerlich" gelandet und immer herzlich empfangen worden. In der Regel wollen sie immer ganz schnell wissen von wo nach wo und wie lange wir schon unterwegs sind und dann ist das Eis gebrochen.

Da du allerdings eine feste Übernachtungsmöglichkeit hast, tut vielleicht so eine dünne Hose und ein Hemd zusätzlich nicht weh und es ist ja auch angenehm nach dem Duschen in etwas unverschwitztes steigen zu können.

lina
05.02.2015, 11:54
Kannst auch leichte Gamaschen über die Hosenbeine ziehen.

Monika
06.02.2015, 11:25
Ich war letztes Jahr um Ostern in Bayer zwischen Tegernsee und Königssee unterwegs.
Bis auf die wirklichen Osterfeiertage waren die Hotels und Pensionen quasi leer (Meist haben wir nur mit 1-2 anderen Päarchen gefrühstückt!).
Und mit ein wenig finanziellen Spielraum hätten wir selbst Ostersamstag noch fast direkt am Königssee ein Hotel bekommen.
Da uns das doch ein wenig zu unsicher war, haben wir 2 Tage vorher eine Ferienwohnung vorgebucht und hatten noch eine recht breite Auswahl.


Monika

tomm777
06.02.2015, 21:58
Danke nochmal für Eure vielen Tipps.
Ich werde mich jetzt mal intensiver mit dem Goldsteig beschäftigen. Die Bahnanbindung zum Startpunkt in Marktredwitz wäre optimal. Die ersten vier Etappen würden bis ca. Weiden i.d.Opf. führen. Dort wäre wiederum die Bahnverbindung nach Hause super. Ich schau mir jetzt mal die Übernachtungsmöglichkeiten an den Etappenzielen an.
Ihr habt schon recht - der Gedanke an eine warme Dusche, ein leckeres Essen und ein schönes Bierchen nach der Tagesetappe ist sehr verlockend :-)

Ich werde jetzt mal sehen, ob ich am Wochenende ein bisschen Zeit finde. Dann packe ich mal meinen vorhandenen "größeren" Rucksack zur Probe mit allem, was ich mir bis jetzt so für die Tour gedacht habe. Es ist ein Salewa-Rucksack mit 50+15 Litern - das sollte bei Übernachtungen in Pensionen/Gasthöfen ja sicher ausreichen, denke ich.
Meine neuen, diese Woche gelieferten Stiefel muss ich auch mal anfangen einzulaufen ... vielleicht bring ich morgen die ersten Kilometer drauf :-) Ich freu mich schon auf meine neuen Lowa Mountain Boot :-)

Viele Grüße und Euch allen ein schönes Wochenende!
Tom

StepByStep
07.02.2015, 00:46
Hi, sollte es echt das Stück werden und du Hilfe brauchst mit nem Lift, dann melde dich vorher schonmal, ich kann dir da helfen, komm direkt aus der Ecke Weiden. Kann höchstens sein, dass ich da genitalien unterwegs biin.

Wafer
08.02.2015, 12:04
Hallo.

Wenn du doch noch nach Alternativen schauen willst: Ich würde dir den Alb-Nordrand-Weg (HW1) von Donauwörth nach Tuttlingen empfehlen. Du wirst nicht unbedingt in den 4 Tagen alles schaffen aber du kannst dir ja eine Etappe raussuchen. Da der höchste Punkt nur knapp über 1000 Meter liegt dürfte das im April schon ganz gut gehen. Du hast eine grandiose Aussicht von der Albkante in das Albvorland und bist doch nie sehr weit von Ortschaften weg, wo man häufig Übernachtungsmöglichkeiten findet. Ich bin ihn nun schon fast ganz gegangen (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/74189) und finde ihn absolut empfehlenswert!
Wenn er in Frage kommt dann melde dich einfach kurz bei weiteren Fragen.

Gruß Wafer

tomm777
08.02.2015, 21:44
Danke für das Angebot, StepByStep! Ich werde ggf. gerne darauf zurück kommen!
Danke auch für den Hinweis auf den Alb-Nordrand-Weg, Wafer - schau ich mir an.

Ich habe heute mal den Tag genutzt und meinen vorhanden Salewa-Rucksack (50+10Liter) zur Probe gepackt. Ich bin dabei schon an die Kapazitätsgrenzen des Rucksacks gestoßen und hatte dabei noch keine Nahrung drin.

Was sehr viel Platz weggenommen hat, waren einfache Turnschuhe für die Abende (Essen im Restaurant / in der Pension). Beim Erste-Hilfe-Set muss ich wohl auch noch nachbessern. Ich habe momentan ein relativ großes Set für alle Eventualitäten - das bringt allerdings auch stolze 650g auf die Waage - da muss ich nochmal ran.
Ebenfalls viel Platz brauchte die Softshelljacke und die Hardshelljacke (eine 2lagige Mammut Goretex - ursprünglich als 3-in-1-Jacke mit einzipbarer Fleecejacke gekauft - aber mittlerweile nur noch als Hardshell im Einsatz). Ich muss dazu sagen, dass ich sehr schnell und sehr viel schwitze. Daher gehe ich auch bei relativ niedrigen Temperaturen mit einem Langarmshirt und einer Fleecejacke darüber. Gegen den Wind nehme ich dann gerne eine zusätzliche Fleeceweste, eine Softshellweste (-jacke) oder wenn´s ganz extrem windig wird oder zu regnen beginnt, eben die Hardshelljacke.

Zur Nahrung:
Nachdem ich mich auf Übernachtung in Pensionen/Hotels festgelegt habe, benötige ich kein Frühstück und kein Abendessen (außer vielleicht einem kleinen "Gute-Nacht-Snack").
Mittags würde ich gerne auf eine Einkehr verzichten und dachte daher an Trecking-Mahlzeiten. Einen leichten Gaskocher habe ich. Zusätzlich evt. noch irgendwelche Snacks, etc.. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht der Leichteste bin und auch ein bisschen Nahrung brauche, bis ich satt bin :-) Was würdet Ihr dazu einpacken? Vielleicht trotzdem nur kalte Küche tagsüber? Aber was?

Wie gesagt, hier ist wohl noch Optimierungspotential ... aber immerhin passte alles schonmal (wenn auch knapp) in den Rucksack :-)

Die neuen Stiefel haben gestern schonmal die ersten Kilometer bekommen. Die Schnürung muss ich noch ein bisschen optimieren, aber ansonsten machen sie schon einen sehr guten Eindruck. Bei Lowa hab ich mich noch immer wohl gefühlt! Die scheinen genau den Schuh für meine (recht anspruchsvolle) Fußform zu bauen :-)

Viele Grüße
Tom

Katun
08.02.2015, 22:37
Wir haben uns auch mal am Goldsteig stückweise versucht. Von den Anfängen ab Marktredwitz ist mir ein Schild in Erinnerung: "Gott segne die Flurbereinigung" und der Traktor zog seine Kreise über'm Acker. Die Ackerwege in D sind inzwischen meist geteert, man ging öfters im Quadrat. Ne Autobahnüberquerung ist auch dabei. Irgendeine Ringelnatter kreuzte den Weg, Wildlife.

In guter Erinnerung habe ich die Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Falkenberg. Zoiglbier. Da ist natürlich das Waldnaabtal, gespickt mit Tempotaschentüchern, unterwegs so eine Forelleneinkehr.

Beim zweiten Versuch hatten wir Bayrisch Eisenstein als Ziel, ich weiß leider nicht mehr, wo wir gestartet sind. Irgendwie Herzogau evtl., ich würde eher diesen Abschnitt wählen.
Berggasthof Gibacht, man trifft erstaunliche Leute, nette Atmosphäre, was zu Essen gibt es evtl. auch.

Höchst charmant ist die Pension Osserblick - von da sind wir dann bis zum Großen Arber, evtl. ist dir das zu lang, aber dazwischen ist noch Eck mit schickerem Gasthof (der mir nicht so gefiel, dort hat man es nicht nötig).
Zumindest, Osserblick hat beste hausgemachte Küche und die Zimmer - haben den Charme einer Wohnung von 1978. Der Holzbalkon ist hoffentlich nach wie vor nicht eingekracht.

Das Arber-Schutzhaus war ziemlich neu renoviert und auch nett. Der Weg dorthin, die sog. "1000er"-Tour, ist frequentiert - ich würde das Erste-Hilfe-Set auf Blasenpflaster einstampfen ... auch sonst ist man selten abgelegen unterwegs. - ich würde mal schauen, was so am Weg an Einkehr liegt und eher weniger "Trekkermahlzeiten" mitnehmen. Ab und an ist ja auch ein Ort mit Bäcker.

StepByStep
09.02.2015, 00:04
Also bei Täglicher einkehr würde ich auf warmes essen mittags wohl eher verzichten. Ich würde sogar so gut wie nichts mitnehmen. Morgens in der Ortschaft kann man meist nach dem Frühstück beim örtlichen Metzger oder Bäcker was für den Tag einkaufen (Vorsicht am Wochenede ;)). Einfach mal vorher auf die Karte schauen. Allerdigs würde ich anfag April nicht auf nen Tee verzichten wollen. Den oder zumindest das warme Wasser dafür, machen allerdings die Gastgeber auf nette nachfrage gerne.

Kochen würde ich tagsüber nur, wenn ich explizit darauf lust hätte. Auch wenn ich mit Kocher unterwegs bin, koche ich nur seltenst (eigentlihc nur wenn eh wasser da ist und ich durchgefrohren bin und keinen Tee mehr in der Kanne habe) tagsüber.
Denk dran, dass Kochen auch immer Wasser benötigt (ich spüle wannimmer es geht sofort ab). Kocher kann aber nett sein, wenn man sich ab und an mal n Teechen oder Käffchen machen will, sind aber schnell 1-1,5 kg bis man kochausrüctung und Gas hat.
Ansonsten bich ich selber nicht der ganz große Fan der Trekkingmahlzeiten, die sind sehr teuer und nur teilweise lecker. (Vorteile wären, dass man die Töpfe nicht dreckig macht, was ja bei dir kein Problem wäre, da du spätestens Abends in der unterkunft ordentlich abwaschen kannst (Ich nutze die eigentlich nur noch, wenn ich weiß, dass Wasser für einige Zeit sehr knapp ist und ich meine Reserven nicht zum Spülen nutzen will), und dass sie merklich mehr Eiweiß haben als "normale" Tütenfertigmahlzeiten, was ich nur dann für Kriegsentscheidend halte, wenn man länger weg von der Zivilisation ist...). Mein absoluter Persönlicher Favorit ist Fertigtomatensuppe (ohne Einlage) und dann Suppennudel (die kleinen Muscheln!) als Einlage - sehr energiereich, einfach zu Kochen (kein Nudel-Nudelsoße dilemma) und lecker. Ähnlich verfahre ich mit Hühner- oder Rindsuppe. Wenns mal was anderes sein soll, Maggi Asia oder Knorr Hüttenzauber, brauchen aber beide etwas mehr Brennstoff. Von so Asia Nudelblöcken bin ich wieder abgekommen, als Suppe mMn ungnießbar und allgemein sehr sehr sehr glutamathaltig...

Als Abendschuhe schwöre ich mittlerweile auf Crocs, die sind sehr leicht und recht bequem. Bin damit auch schon mal ein paar Tage nach dem GR221 in Palma rumgelaufen (da wäre mir aber leiber gewesen, doch die vorher üblichen Tevas dabei zu haben...). Die lassen sich auch einwandfrei aussen am Rucksack transportieren.

Ich persönlich (auch kräftig und schwitze sehr viel) habe bei Trekkingtouren nie Hard- und Softshell dabei. So schön eine Softshell z.B. im herbst beim Bergsteigen ist, so schwer ist sie im Rucksack wenn man sie nicht braucht. Halte Softshells für Tagstouren mit absehbaren Wetter genial, doch für was mehrtägiges find ich sie zu unflexibel. Habe zur dicken Hardshell meist Fleece, Merinolangarmshirts und nen ganzganz leichten Windstopper (für pausen) dabei. Das ist flexibler und leichter als eine extra Softshell, die dann auch oft schnell beim gehen recht warm wird.

Ich würde übrigens zu 3 Garnituren Klamotten raten: einen Satz nur für abends udn die Rückfahrt (sehr gut fürs soziale Standing zun Bus und Bahn sowie im Restaurant) und 2 Sätze zum wandern, sollte mal was allzu nass werden, hats mehr Zeit zu trocknen, willst oder musst due Gewicht sparen tuts auch ein Satz zum wandern.

Hebi19
09.02.2015, 05:59
Und ich dachte schon "was will er denn mit einem riesen 50+10Liter-Rucksack bei einer Tour mit Gatshausübernachtung" ... :ignore:

Naja - voll bekommen hast Du den ja auch. Trotzdem würde ich persönlich versuchen, den Rucksack so leicht wie möglich zu bekommen, weil dann die Tour mehr Spass macht - vor allem wenn man viel schwitzt.......

Wie meine Vorschreiber auch halte ich Kochequipment zusätzlich zu einer Thermos bei Übernachtung a la Halbpension für entbehrlich. Ausgewachsene Turnschuhe für den Abend und das "social standing" (wieder einen neuen neudeutschen Ausdruck gelernt :ignore::bg:) wären mir viel zu sperrig. Ein 650g-Erste-Hilfe-Set scheint ja die Ausrüstung eines Reisebuses zu sein ??
Ich hab incl der Blasenpflaster außen an meinen Rucksack so ein rotes "wander-first-aid-kit" von der Großen-Supermarkt-Kette-Süd mit deutlich unter 100g - selber ergänzt mit Kabelbindern, die kann man immer irgendwann brauchen (die haben im übrigen ab heute wieder outdoor-Woche).

Zu deiner Jackenausrüstung haben ja andere schon was geschrieben. Dem schließe ich mich uneingeschränkt an.

Wenn ich inzwischen Mehrtagestouren mache, hab ich für die Mittagsvesper unterwegs eine Salamistange, eine kleine Packung Vollkornbrot und eine (möglichst kleine) TUBE Margarine o.ä. dabei. Obst und Gemüse versuch ich nach Aufbrauch meiner 3 Äpfel und 2 Bananen frisch unterwegs zu kaufen.

Zum Thema zu den Höhenlagen des Goldsteigs (vor und nach Bayr.-Eisenstein) in der diesjährigen Osterwoche (also noch März) hatte ich meine Meinung ja bereits geschrieben. Sollte bis dorthin die Große-Oberschneeschmelze eingetreten sein, kannste dich ggfs ja kurzfristig dazu entscheiden.

Hauptaufgabe jetzt: Packliste entrümpeln und auf unter 5 Kg kommen (dürfte bei vollem 50+10Liter ja momentan drüber liegen ??)

Grüße
Martin

lina
09.02.2015, 08:58
Du kannst auch einfach abends die Wanderschuhe abbürsten, dann brauchst Du kein extra Paar Restaurant-Schuhe. Wenn die Restaurants so sind, dass Du dort mit Sneakers reingehen kannst, sind saubere Wanderschuhe ebenfalls ok.



Ebenfalls viel Platz brauchte die Softshelljacke und die Hardshelljacke (eine 2lagige Mammut Goretex - ursprünglich als 3-in-1-Jacke mit einzipbarer Fleecejacke gekauft - aber mittlerweile nur noch als Hardshell im Einsatz). Ich muss dazu sagen, dass ich sehr schnell und sehr viel schwitze. Daher gehe ich auch bei relativ niedrigen Temperaturen mit einem Langarmshirt und einer Fleecejacke darüber. Gegen den Wind nehme ich dann gerne eine zusätzliche Fleeceweste, eine Softshellweste (-jacke) oder wenn´s ganz extrem windig wird oder zu regnen beginnt, eben die Hardshelljacke.

Du schreibst jetzt nicht, was es für Materialien sind, aber wenn Du nur Kunststoffklamotten hast, schwitzst Du noch viel mehr. Meine Erfahrung ist, dass alles Fleece (außer einer Weste) eigentlich besser ist für Ruhezeiten, weniger für Bewegung. Fleece nimmt außerdem viel Platz in Anspruch. Ein, zwei schlichte Merinoteile, die man auch übereinander anziehen kann, eignen sich IMO besser, müffeln nicht so schnell und eignen sich auch als Restaurant-Shirts (wofür ich aber schon noch eins extra mitnehmen würde).

Bzgl. Essen unterwegs: Es ist ein Wanderweg mit Übernachtungen – vielleicht kannst Du bei der Übernachtungsstelle ja am Wochenende ein Proviantpaket bekommen? Thermoskanne würde ich auf jeden Fall mitnehmen.

Mus
09.02.2015, 11:43
Ich würde mich meinen Vorredner anschließen:
Versuch mal ein bisschen Kram reduzieren. Für alle Eventualitäten ist man unterwegs sowieso nicht gewappnet, von daher sollte man sich lieber gleich an den Gedanken gewöhne, notfalls mal zu improvisieren oder freundlich um Hilfe zu bitten. Du bist ja nicht jenseits jeder Zivilisation unterwegs. Also: Nimm nur das mit, was du wirklich sicher benötigst und das was mit kleinem Aufwand große Katastrophen verhindert.
Jedes Teil was du mehr trägst bringt einen riesen Komfortverlust, weil es geschleppt werden muss. Wenn du magst, kannst du ja auch einfach mal deine Packliste hier einstellen (die einzelnen Dinge auf der Küchenwage wiegen).

So ad hoch würde ich aber auch sagen: das Erste-Hilfe-Set scheint zu schwer. Bei den Zweitschuhen würde ich noch mal drüber schauen, ob da nicht was leichteres geht. Und brauchst du den Kocher wirklich: Die Trekkingmalzeiten komme ja preislich z.T. so teuer wie der Imbiss beim Metzger oder Bäcker. Wenn es wirklich noch kühl ist in um Ostern herum hast du vermutlich auch gar nicht so viel Lust lang herum zu sitzen und den Kram auszupacken, zu köcheln, zu essen, zu spülen, alles wieder zu verstauen,...Da ist es angenehmer öfter mal einen kleinen Zwischenstopp zu machen und sich mit einem Biss in die Stulle und einem heißen Schluck aus der Thermoskanne zu versorgen.

Was ich dagegen auf jeden Fall mitnehmen würde ist ein Stück (billige) Isomatte o.ä.. Es dürfte sehr angenehm sein, wenn man sich das in den Pause unterlegen kann und nicht so mit dem Po auf der (vielleicht nassen) Bank/ dem Stein / Baumstamm/... sitzen muss.

Monika
09.02.2015, 15:19
Kleine Idee / Verbesserungstipp vorab:
Statt Turnschuhe hab ich mittlerweile sogennante Barfußschuhe dabei - da gibt es auchwelche, die fast so aussehen wie Turnschuhe aber deutlich leichter und kleiner als Turnschuhe sind.
Auf jeden Fall noch mal Jacke/Pulli überprüfen.
Zum Vergleich: ich war vorletztes Wochenende im Harz unterwegs (ohne Kocher aber mit viel Kleidungsreserve) und bin mit einem 33l+ Rucksack ausgekommen (Mein Mann hatte seinen 45l Rucksack dabei und auch einiges eigentlich unnötiges dabei)
(Unnötig in meinen Augen war u.A. die Kombination Softshelljacke + Daunenjacke UND 2* Fleecepulli ... )
Wenn die Küche nicht zwingend ist (weil mal Geld sparen will/muß oder auf der Strecke keine Einkehrmöglichkeiten sind) würde ich mir lieber das Gewicht sparen und die Einkehrmöglichkeiten unterwegs nutzen.
Für Notfälle hab ich dann halt etwas kalte Küche oder einen Riegel dabei.

Monika

tomm777
09.02.2015, 21:26
Vielen Dank für Eure Antworten!

Okay, ob ich den Kocher usw. mitnehme werde ich dann nochmal überdenken. Eure Argumente haben sicher vieles für sich. Mein Gedanke war halt nicht unbedingt die Notwendigkeit oder Kosteneinsparung sondern eher das "Training" mit draussen kochen etc. für evt. spätere Touren mit Zelt.

Die Schuhe sind größenmäßig noch ein wirkliches Problem. Mit Größe 46 haben "vernünftige" Schuhe eben eine ordentliche Größe und Gewicht. Nachdem ich bei einer ersten Sondierung der Übernachtungsmöglichkeiten auch auf Gasthöfe gestoßen bin, die zwar eine Übernachtung am gewünschten Tag anbieten, aber im Restaurant Ruhetag haben, wollte ich halt auch mal eine kurze Strecke durch ein Dorf laufen können um mir ein Abendmahl zu suchen. Sicher kann ich auch die Wanderstiefel grob reinigen, aber ich dachte halt, dass ein paar leichte Schuhe Abends ganz angenehm wären.

Das Erste-Hilfe-Pack hat mit seinen 650g ja ganz schön Eindruck bei Euch gemacht :-)
Das ist das derzeitige Kit, welches bei uns in jeden Urlaub etc. mitkommt und auch mal eine Versorgung einer dritten Person berücksichtigt. Gewicht war hier bisher kein Problem. Sicher muss ich hier neu planen und mir was Kleines zusammenstellen - das wird sicher die erste Korrektur werden und sollte auch kein Problem sein.

Was das weitere Einsparpotential angeht bin ich echt unschlüssig. Gewichtsmäßig war gestern noch nicht alles gepackt und ungefähr 2 Liter Wasser dabei - das ergab inklusive Rucksack ca. 11kg.
Gerne gehe ich auf das Angebot ein und poste im Folgenden die grobe Packliste (hier noch - wie gestern gepackt - mit Kochausrüstung). Leider habe ich noch nicht alles abgewogen. Wo würdet Ihr hier anpacken? (Gewichte wo vorhanden in g)

Am Körper:

Stiefel Lowa Mountain Boot 2100
Treckingsocken Falke TK1 115
Wanderhose North Face 600
Langarmshirt Merino - Quechua 250
Unterhose 55
Fleecejacke North Face 450
Buff 40

Gepäck:

Rucksack Salewa 2000
Regenhülle Salewa 115
Wanderstöcke Leki Micro Vario Carbon 540

Softshelljacke Icepeak 740
Hardshelljacke Mammut 900
Regenhose 280
Langarmshirt Merino - Quechua 250
Fleecejacke North Face 450
2 Unterhosen 110
Ersatzsocken Falke TK1 115
Mütze
Handschuhe
Freizeithose (Leichte Trekkinghose) 325
T-Shirt (f. Abends) 150
Leichte Socken 45
"Freizeitschuhe" 900

Deo
Zahnbürste
Zahnpasta
Kamm
Duschgel
Seife
Toilettenpapier
Taschentücher
Feuchttücher
Kleines Handtuch 125

GPS Garmin GPSMap 62 220
Akkus Eneloop 230
Smartphone 150
Feuerzeug 50
Digitalkamera 210
Messer 111
Stirnlampe Petzl TacTikka 80
Notizbuch 50
Stifte 20
Erste-Hilfe-Set (wird erneuert)
Landkarten
Ebook-Reader Tolino Vision 2 in Hülle 270
Fernglas 200

2x Faltflasche Platypus 2l
Trinkschlauch Source Convertube
Gaskartusche 350
Gaskocher 110
Topf 265
Spork 20
Müllbeutel
Messer - Opinel 60
Windschutz 140
Schwamm 15
Spültuch
Thermosflasche

Wasser
Mittagessen warm/kalt
Snacks
Obst



Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Katun
09.02.2015, 23:39
Ich seh bei 11 kg kein Problem. Noch leichter mag nett sein, aber alles im Bereich um 10 kg bringt einen nicht wirklich um - statt Kocher kannst du da testen: was von dem, was ich eingepackt habe, war vielleicht nicht unbedingt nötig. Kocher ist kein wirklicher Test, weil du ja viel anderes daneben isst. Den zu bedienen ist keine Hexerei, wenn man Hunger hat und nichts anderes, schmeckt es dann irgendwie bzw. bei Nudeln weiß man, wie sie schmecken. Interessant wäre die Frage, wie viel brauche ich als Selbstversorger bei wenig Einkehr.

Turnschuhe halte ich an sich für keine schlechte Idee (würde die Trainings-Konditionsschuhe nehmen), reale Wechselschuhe - vielleicht erweisen sich die Wanderstiefel ja als nicht so ideal (So'n Schottlandwanderer hier hat da wohl gerade seine Erfahrungen gemacht). Ich glaube, ich hatte Schwimmbadbadelatschen, die wirklich nix wiegen, und gezielt nicht die härtesten Trekkerstiefel ....

Sonst, ich mag Softshell für so Gelegenheiten, bisschen ne zivilere Jacke, wenn man zum Restaurant geht, im Winter, sollte es kalt sein, gut zum Laufen. Würde ich auch austesten.
Gaskartusche reicht wohl ne 100er und das Messer ist zu schwer.:p
Bisschen viele Tüchersorten, aber auch so ein Fall, probier halt aus.


Bei so einer verlängerten Kurztour lande ich letztendlich auch immer in dem Bereich: weil ich mir sage: so sehr kommt es nicht drauf an. (abgesehen davon ist der Bedarf für 5 Tage oder 14 Tage recht ähnlich wenn nicht gleich). Interessant wird das erst, wenn es wirklich schwerer wird, dann spart man gerne irgendwo und nimmt das Komfortzusatzteil eben nicht noch mit und in D wird eher mehr Wasser getragen.

StepByStep
10.02.2015, 00:37
Nur kurz ein zwei Gedanken bevor ich mich ins Bettchen mache:

2*2l Platypus und ein Wasserschlauch? Finde ich ist zu viel. Mir würden (wie gesagt schwitze ich viel) im Frühjahr in Deutschland ohne Kochen 1,5l am Tag im Rucksack (und da sind reserven dabei) und evtl. 2l mit kochen absolut ausreichen. (Wobei ich da als Schottlandwanderer mittlerweile auch so abgebrüht bin, zu sagen, dass man schonmal Wasser findet (Friedhöfe sind immer gut) und als Mittlemeerraumwanderer weiß, dass ich immer dann viel Trinke, wenns grad Wasser gibt.)
Denk dran, nichts ist im Rucksack schwerer als zuviel Wasser!

Zum Erste-Hilfe-Set:
Da hab ich mittlerweile auf das wichtigste Reduziert:
ein paar Kompressen, eine Mullbinde, 2 elastische Binden (Umknicken und notfalls Druckverband), ein Dreieckstuch, Rettungsdecke (WICHTIG!!!), WAs gegen Stiche, ein wenig Pflaster, Nadel und Faden, ein Desinfizierspray (hab ich v.a. wegen den Kontaktlinsen auch immer wieder im Gebrauch), eine recht frische Rolle Leukoplast (ich schwör aufs rote, hält besser), das ich v.a. zum Verarzten (auch Vorbeugend) bei Blasen nutze. Sobals sich was zeigen sollte, wird die gegend am Fuß großzügig abgetaped, sodass dann nur am Pflaster scheuert, meistens ist da dann das Problem gelöst und zu guter letzt Schmerzmittel (ich nimm Ibus...)ein Pinzette und/oder eine Zeckenzange, ein Feuerzeig. Ganz wichtig noch ist bei die Zinksalbe für den Fall, dass der Wolf kommt! Wirkt sehr schnell und zuverlässig, Nivea o.ä. ist bei weitem nicht so wirksam! Bin ich länger und v.a. im Ausland unterwegs, kommt dann noch etwas für den Magen (Durchfall und Abfürmittel hinzu und sollte es wo hingehen, wo ein ordentlciher Arzt weit weg ist, pack ich gern noch ein Breitbandantibiotikum ein).
Was ich übrigens vor allem bisher gebraucht habe daraus war das Leukoplast um Blasen vorzubeugen oder wenns schon passert war, kurz anpieksen und dann drüber... Ich bin gar kein Freund von Blasenpflaster!


ICH würde in dem Fall auf alle Fälle wechselschuhe mitnehmen! Es müssen ja nur die Stiefel bei Regen klitschnass sen, dann "vergeudet" man die zeit, in der sie abtrocknen können und muss dazu noch mit nassen Füßen Abendessen. Auch wenns Blasenprobleme gibt, ist man froh, abends wenn man noch etwas flaniert in andere Schuhe zu kommen. Du hast ja dicke Socken eingeplant: überleg wirklich die Crocs: die sind zwar nicht schick aber super zu transportieren und gerade wenns am Fuß zwickt abends meist sehr angenehm.

Zu den Klamotten: ich würde nur wenns arg kalt ist mit fleece laufen, das nutze ich normal nur in Pausen oder abends. Wenn du sie shcon mitnimmst ist eigentlich die Softshell das Teil der wahl beim Laufen. 2 Fleece finde ich ein wenig viel, ich würde glaub ich eher ein Fleece weglassen und wennd afür noch ein weiteres Merinolongsleeve einpacken, find ich praktischer, musst aber selber ausprobieren...

Dass es ein wenig viel Tücher sind stimmt:bg: ist aber bei ein paar Tagen nicht tragisch. Klamotten sind schon etwas luxuriös (ich hab meist auch eher zu viel als zu wenig dabei!) aber ist ok. Ich würd übrigens verschiedene Unterkosentypen probieren (wenn man nicht zu oft unterwegs ist oder das erste mal nach einiger Zeit, dann läuft man ishc leicht nen Wolf, oder wenns Nass ist reicht auch schon). ich würde wohl noch auf alle Fällle ein 2. Buff oder ein Mütze bzw. einen hut einpacken und evtl auch leichte Handschuhe (wenns in MIttelgebirgslagen geht)


Sojetzt ist es doch a bissi mehr geworden... ich hoffe ich konnte etwas helfen

tomm777
10.02.2015, 22:23
Wieder zuerst vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten!

Zu den Wasserbehältern. Gemeint waren 2x die 2l Platypus-Faltflaschen zum Wassertransport. Ich kann noch gar nicht einschätzen, was ich auf so einen ganzen Tag an Wasser verbrauche. In der Arbeit bei Bürotätigkeit trinke ich während des Arbeitstags ca. 1,5-2 Liter Wasser ...
Mit dem Trinkschlauch war nicht noch ein Wasserbehälter gemeint, sondern so ein Trinksystem zum Aufschrauben auf PET usw. (also auch auf die Platypus). Die Flaschen würde ich dann morgens in der Pension wieder mit Leitungswasser füllen - sollte passen, oder?

Das Erste-Hilfe-Pack nehme ich mir jetzt am Wochenende mal vor und werde ein wesentlich kleineres Set packen. Ich denke, in der dicht besiedelten Gegend sollten Pflaster, ein Verbandpäckchen, ein paar Medikamente, Zeckenpinzette, Zeckenkarte, Rettungsdecke und ein paar Kleinigkeiten reichen, oder?

Das mit den Schuhen muss ich mir nochmal anschauen. Vielleicht schau ich bei Gelegenheit mal, was es noch zu kaufen gibt, was leicht ist und trotzdem ein vollwertiger Schuh. Das Argument, die Schuhe auch als Ersatz zu nutzen, falls die Stiefel nicht mehr gehen finde ich sehr gut. Ich hätte noch super passende Lowa Halbschuhe dafür. Aber die werden eher noch schwerer und größer ... mhh ...

Okay, Kocher hab ich eigentlich schon abgeschrieben. Ich suche dann wohl mal in Richtung Salami, Brot, Obst ,etc. weiter für die Verpflegung tagsüber ("Instant-Brot"? Müsliriegel? Was noch?). Hoffentlich finde ich dann am Abend ein Gasthaus, sonst kommt der Hungerast :-)

Zu den Klamotten:
Bisher bin ich eigentlich immer gerne mit dem dünnen Fleece gegangen. Das sind so 100er Fleece-Jacken von North Face. Ich konnte mit Ärmel hochkrempeln und Reissverschluss variieren ganz gut die Temperatur regulieren. Die Merino-Sachen muss ich mir mal in einem Laden genauer anschauen. Ich habe bis jetzt nur relativ dünne Langarmshirts als unterste Schicht. Die sind super. Aber dickere Lagen als Fleece-Ersatz habe ich jetzt nicht bildlich vor Augen. Das muss ich mal live sehen.

Das mit den Unterhosen ist auch ein wertvoller Tip. Da werde ich mich am Wochenende auch mal umsehen. Das mit dem Wolf ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Nachdem ich nächste Woche mal eine Testtour (eintägig, mal sehen, wie weit es geht) vorhabe, sollte ich vorher mal schauen, was man da noch besser tragen könnte. Danke für den Tip!

Mütze und Handschuhe werde ich auf jeden Fall einpacken, falls es nicht zu Ostern schon sommerlich werden sollte. Nimmt ja auch kaum Platz und Gewicht ein.

Rucksack wird es wohl der 50+10 bleiben. Ich habe zwar noch einen kleinen (unter 30l) Rucksack, den ich bei Tagestouren super gerne trage, aber der hat bei weitem nicht das Tragesystem, um das Gewicht auf das Becken zu bekommen. Da bleib ich sehr sicher beim "großen" Salewa der mit ca. 2kg auch nicht so schwer ist, denke ich.

Ich danke Euch für Eure Hilfe!

Grüße
Tom

Katun
10.02.2015, 23:02
Hast du diese Flaschen schon? Rein von der Ansicht find ich die ja haptisch eher nicht so prickelnd und schon etwas teuer. Die Beschwerden dazu sprechen für mich auch nicht für ene Anschaffung.
PET-Flaschen sind auch nicht ideal, aber auch leicht. Saftflasche vom Discounter, die mit dem leckeren Blutorangensaft. Da muss ich nur manchmal aufpassen, dass ich den Deckel ordentlich gerade zudrehe. Dafür sind sie nicht so lang und passen eher unter einen Wasserhahn.
Naja, und Trinkschläuche muss man dann auch wieder trocknen, damit sie nicht schimmeln. Diese Trinkmanie gibt es ja eigentlich auch erst seit ein paar Jahren.

Gut wäre natürlich, wenn der Rucksack Seitentaschen für die Flaschen hat.

tomm777
10.02.2015, 23:18
Ja, die Flaschen habe ich schon.
Ich muss Dir Recht geben, was die Haptik angeht. So richtig handlich sind sie nicht, wenn man sie in der Hand zum trinken hat.
Das mit dem Trinksystem ist für mich daher schon eine gute Sache. Ich habe auch einen relativ hohen Flüssigkeitsbedarf. Und wenn ich immer anhalten, den Rucksack (im Dreck) abstellen muss usw. dann trinke ich tendentiell eher zu wenig und merke das nicht, bis ich dann Probleme bekomme. Ich kenne das aus dem Arbeitsalltag: Bin ich lange am Schreibtisch, dann steht die Wasserflasche daneben und ich trinke automatisch meine 1,5-2l. Bin ich aber viel im Außendienst, kommt es leicht vor, dass ich bis Nachmittag kaum etwas getrunken habe ... und ich wundere mich über Kopfschmerzen, etc..
Daher nutze ich gerne das Trinksystem, wenn ich alleine unterwegs bin.
Sicher muss man es trocknen, was aber nicht das große Problem ist. Einfach offen aufhängen und es trocknet relativ schnell aus. Auch die Platypus-Faltflaschen trocknen ordentlich schnell, wenn man sie mit Kochlöffel o.Ä. ein bisschen aufspreizt.

Der Rucksack hat leider keine Seitentaschen, die Flaschen o.Ä. aufnehmen könnten. Die müssen also ins Hauptfach (sicher, nahe an den Rücken).

Hebi19
11.02.2015, 06:50
Hallo Tom

Ich denke, Du bist inzwischen auf einem "guten Weg" deine Packliste anzugehen und neu zu strukturieren. Ich will zu dem einen oder anderen Punkt doch noch meine Meinung schreiben und du kannst sehen, ob die für dich relevant ist.

Als Vorrede nochmal grundsätzlich:
Du planst in der Zivilisation unterwegs zu sein. Der Nordteil des Goldsteigs in der Grenzregion zwischen Oberfranken und Oberpfalz ist nicht weit von Dir zu Hause weg, so dass Du von jedem Punkt aus wohl in spätestens einem halben Tag wieder in Deiner Küche stehen könntest.

+ Wassermenge
ich nehme bei Temperaturen unter 20°C meistens 1 l, maximal 1,5l mit in "unserer Gegend" - bei mir sind das die 0,5l PETS aus dem Supermarkt. Eine ist davon schnell erreichbar in der Rucksack-Seitentasche. Da Du die nicht hast - ich hatte vom Joggen mal so eine Gürteltasche wo genau so ein Fläschchen reinpasst. In jedem Dorf/Ort kannst Du eine Möglichkeit finden, die nachzufüllen (z.B. Friedhof, Bäcker, Gasthaus, Bauer)

+ Erste Hilfe
da "packst Du ja um". "Bei uns" hab ich eigentlich beim Wandern nie Medikamente dabei, schon gar nicht "unter der Woche", wo Apotheken sowieso offen haben. Wenn Du "ernsthaft krank bist" fährst Du wohl direkt nach Hause - und ich hoffe mit gutem Gewissen. Auf mehrtägiger Alpen-Hütten-Tour ist ein Grundprogramm (Ibu, Durchfall) dann eher sinnvoll.
Dies gilt NICHT für eine Tube Bepapthen oder Zinksalbe UND Sonnencreme (auch im März)!

+ Ersatzschuhe
dass ich Zweitschuhe für den Abend für erstrebenswert halte, habe ich bereits geschrieben. Als Ersatz, "wenn mit den Wanderschuhen etwas sein sollte" wäre mir der Aufwand zu groß. Musst Du zwischen Marktredwitz und Weiden sowas tatsächlich dabei haben?? Geh in einen Schuhladen und schau, was DIR gefällt, leicht ist und wenig Platz braucht. Der eine findet Crogs ideal - für mich sind die nichts...... ich hab so "Stoffschuhe" mit "asphalt- und leicht geländegängiger" dünner Sohle. Habe ich als "Bootsschuhe" gekauft.

Natürlich "sind 11 Kg kein Problem" - Mit Zelt und evtl Kocher kommst Du später sowieso drüber - deutlich. Aber jedes Kilo, welches man einspart, erhöht nach meinem Empfinden den Spass - vor allem auch, wenn man noch nicht so ganz trainiert ist und sowieso noch ein paar Kilos zu viel mit sich rumträgt......

Grüße aus Franken
Martin

Mus
11.02.2015, 10:07
In jedem Dorf/Ort kannst Du eine Möglichkeit finden, die nachzufüllen (z.B. Friedhof, Bäcker, Gasthaus, Bauer)
Würde ich so unterschreiben. Wenn man nicht völlig menschenscheu oder maulfaul ist, ergebe sich dabei auch schon mal wirklich nette Gespräche.


"Bei uns" hab ich eigentlich beim Wandern nie Medikamente dabei, schon gar nicht "unter der Woche", wo Apotheken sowieso offen haben. Wenn Du "ernsthaft krank bist" fährst Du wohl direkt nach Hause - und ich hoffe mit gutem Gewissen. Auf mehrtägiger Alpen-Hütten-Tour ist ein Grundprogramm (Ibu, Durchfall) dann eher sinnvoll.
Ibuprofen würde ich auf jeden Fall mitnehmen. Nicht die ganze Packung aber 2-3 Tabletten vom Blister abgeschnitten und entweder zum Zahnputzzeug oder in den Geldbeutel gepackt ist immer dabei. Und wenn es nur eine Nacht in einem Hotel ist. Bei plötzlichem Fieber oder heftigen Kopfschmerzen ist es doch deutlich besser, als erst mal eine Apotheke suchen zu müssen.
Dass man die Wanderung anschließend je nach Lage abbricht ist davon ja unberührt.

tomm777
11.02.2015, 20:47
Mit Medikamenten meinte ich nicht die ganze Tropenapotheke :-)
Ich werde nur ein paar Schmerzmittel (Ibu) gegen Kopfschmerzen o.Ä. einpacken. So wie von Mus genannt - da hab ich auch öfter mal Probleme. Dazu noch ein benötigtes Medikament und sonst nur noch wie empfohlen ein bisschen Salbe.

Wegen der Schuhe schaue ich mich am Wochenende mal in den Läden um. Mal sehen, was sich da noch finden lässt.
Außerdem werde ich mich im Handel wohl mal nach Merino-Alternativen zum Fleece umsehen. Bin gespannt, was es da so gibt - ich kann mir die Dicke bzw. Wärmeleistung bei den Internet-Angeboten nicht so vorstellen - das muss ich mal live sehen.

Wasser werde ich wie geplant wohl die 2x 2l Platypus-Faltflaschen einpacken. Wenn ich feststelle, dass 1,5-2 Liter reichen, ist die leere Faltflasche wenigstens fast ohne Gewicht :-)

tomm777
14.02.2015, 17:22
So, nochmal vielen Dank für Eure vielen Tipps und Hinweise. Ich konnte viel mitnehmen.

Eigentlich wollte ich am Dienstag eine kleine Testtour starten und mal sehen wie weit ich komme und wie sich die neuen Stiefel machen. Das kann ich jetzt leider erstmal vergessen :-(
Am Donnerstag habe ich eine Treppenstufe übersehen und bin ins Leere getreten. Dabei habe ich mir das linke Sprunggelenk ruiniert. Gebrochen ist zum Glück nichts aber der Fuss ist dick geschwollenen und ich kann überhaupt nicht auftreten. Der Doc hat mich erstmal zu Krücken und Couch verdonnert ...

Damit bin ich auch für Ostern nicht mehr recht optimistisch.

:-(

Katun
14.02.2015, 18:20
Ich verweise wieder auf Schottland (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/60834-UK-Mit-Kr%C3%BCcken-in-den-Highlands?highlight=kr%FCcken+highlands). ;-)

Hebi19
14.02.2015, 19:22
Der Doc hat mich erstmal zu Krücken und Couch verdonnert ...
:-(

Hallo Tom

erst mal meine Anteilnahme !! Ich bin letzten September auch bei einer Treppe daneben getretten und 4 Stufen abwärts aufs Knie gedonnert. Hat über 2 Monate bis zur Tour > 10 km gedauert - die dann mit Bandage.
Vor 3 Jahren habe ich mir bei der Krankengymnastik !! eine Maison-neuffe-Fraktur zugezogen mit OP, 2 Stellschrauben und 8 Wochen Gips....

Ganz wichtig: achte in der "couch-Zeit" auf deine Ernährung. Grad bei dem ganzen Frust kann man da ganz schön zulegen.
NEIN - es geht auch anders. Nimm ein neues Ziel ins Auge und versuche, da darauf hin zu leben.

Bei mir hat das viel geholfen.

Grüße und gute Besserung
Martin

tomm777
14.02.2015, 20:35
Das mit Schottland ist ein toller Link - interessant zu lesen! Und Lesestoff kann ich gerade gut brauchen ;-)
Aber ich bin momentan schon froh, den Weg von der Couch zur Küche mit den Krücken zu schaffen (darf gar nicht belasten - und durch den Umstand, dass ich mich ja auch auf die Treppe hingelegt habe, tut auch bei jedem Aufstützen der Rücken noch schön weh) ...

... und die Küche führt mich auch zu dem wertvollen Hinweis mit der Ernährung. Leider kann ich das aus eigener - jüngster - Erfahrung bestätigen. Ich hatte mir ja erst im letzten Juli das andere Sprunggelenk ruiniert und hab in den 4 Wochen Couch und noch weiteren 2-3 Wochen "schonen" gute 6 von den gerade erst abgenommenen 15 Kilo wieder zugelegt :-(
Ich versuche mich dieses Mal besser zu halten! Und schneller wieder auf die Füße (bzw. auf den linken Fuß) zu kommen ...

tomm777
27.02.2015, 22:08
So, zwei Wochen seit meinem Missgeschick sind rum und ich darf laut Arzt nun wieder ohne Krücken belasten. Das klappt auch soweit ganz gut, wenn auch noch etwas schmerzhaft - ist aber auszuhalten und es sieht schon wieder fast wie normales gehen aus :-) Die Schwellung ist auch so gut wie weg - bunt ist der Fuß noch :-)
Laut Arzt soll ich aber noch weitere vier Wochen die verordnete Aircast-Schiene Tag und Nacht tragen. Nachts kein Problem - tagsüber komm ich damit aber nicht in normale Schuhe rein. Ich habe aber von der letzten Sprunggelenkverletzung noch eine andere (McDavid) Orthese - die werde ich wohl tagsüber in den Schuhen tragen.
So kann ich ab Montag wenigstens wieder in die Arbeit gehen.

Wie würdet Ihr das Training für neue Touren jetzt wieder anfangen? Soll ich einfach mit der Orthese rein in die Stiefel und mal sehen, wie weit mich mein Fuß trägt? Wobei die Orthese eigentlich nur neues Umknicken verhindert - das kann ich in den Lowa Mountain Boot sowieso nicht. Oder lieber erstmal mit dem Fahrrad-Ergometer anfangen?

Den Termin an Ostern für die geplante Tour werde ich wohl versuchen, nach hinten zu verschieben.

Zu den Shirts bzw. Ersatz für die Fleece-Jacken beim gehen: Leider konnte ich durch die Verletzung jetzt nicht wie geplant mal bei Decathlon vorbei schauen und mir die Merino-Sachen ansehen. Ihr hattet mir ja geraten, das Fleece durch (Merino-)Langarmshirts zu ersetzen. Könnt Ihr mir da mal Beispiele nennen, damit ich mir besser vorstellen kann, was es da so gibt? (Dünnes Langarmshirt als Baselayer, dann ??, dann Softshell oder Hardshelljacke als dritte Lage)

Danke für Eure Hilfe und Euch allen ein schönes Wochenende!
Tom

Hebi19
01.03.2015, 16:24
Hallo Tom

Alles Gute weiterhin für die Genesung !!!
Wenn Du die Tour nach hinten schieben kannst ists sicherlich gut. -
Falls Du ab 30. April die Woche drauf Urlaub kriegen solltest bist Du natürlich für Schottland/WHW eingeladen !!
Sonst gibts genügend Möglichkeiten "in der Heimat".

Grüße
Martin

tomm777
01.03.2015, 19:51
Hallo Martin,

vielen Dank für das Angebot. Das wird zeitlich bei mir leider nicht klappen - werde wohl keine Woche am Stück mehr zusammen bekommen. Klingt aber traumhaft!

Viele Grüße
Tom

tomm777
20.11.2015, 16:16
Hallo Zusammen!

Ich hole mal meinen uralten Thread nach oben um mich nochmal bei euch für eure Unterstützung zu bedanken!
Mein Vorhaben musste ich im Frühjahr ja leider absagen, da zuerst mein Sprunggelenk ruiniert war und ich dann auch noch in anderer Richtung massive gesundheitliche Probleme hatte.

Jetzt konnte ich aber mein Vorhaben "Mehrtagestour" endlich nachholen und habe mich am Montag aufgemacht, einen Teil des Donaupanoramawegs zu gehen. Ich habe mich bewusst für diesen Weg entschieden, da er durch seine Streckenführung entlang der Donau kaum Höhenmeter beinhaltet und so meiner noch angeschlagenen Kondition entgegen kommt.
Die Übernachtungen habe ich in Pensionen/Hotels geplant - so konnte ich auf die hier diskutierte Packliste zurückgreifen. Ich hatte insgesamt ein Rucksackgewicht von ca. 12 kg inklusive 3l Wasser. Das war sicher zuviel Wasser, gerade bei den jetzigen Temperaturen. Aber was Wasser angeht habe ich immer lieber zuviel dabei. Das Rucksackgewicht war aber wirklich angenehm und gut ohne Probleme zu tragen.

Leider konnte ich die Tour nicht bis zum Zielort Passau durchziehen, da ich am Mittwoch massive Probleme im rechten Knie bekommen habe und so abbrechen musste um nicht eine größere Sache am Knie zu riskieren. So waren es zwar nur zwei statt der geplanten vier Übernachtungen aber es war trotzdem eine tolle Tour und eine gute Möglichkeit, Equipment, Packliste und mich zu testen.

Also nochmal vielen DANK für eure Tipps hier!

Besteht in der Rubrik Reiseberichte auch an solch relativ kurzen Touren Interesse? Zum Donaupanoramaweg habe ich noch nichts gefunden.

Viele Grüße
Tom

Wafer
20.11.2015, 17:44
Hallo Zusammen!

Ich hole mal meinen uralten Thread nach oben um mich nochmal bei euch für eure Unterstützung zu bedanken!

...

Also nochmal vielen DANK für eure Tipps hier!
Das finde ich ja mal richtig gut! Viel habe ich ja nicht beigetrage aber das ist sehr gerne geschehen!


Besteht in der Rubrik Reiseberichte auch an solch relativ kurzen Touren Interesse? Zum Donaupanoramaweg habe ich noch nichts gefunden.
Immer! An jeder Art von Reisebericht besteht immer Bedarf und Interesse! Am besten auch mit einem Verweis auf deine Vorbereitung hier.

Gruß Wafer

qwertzui
20.11.2015, 19:12
Was, das war ein uralter Faden und ich hab mir jetzt umsonst die Finger wundgetippt

tomm777
20.11.2015, 21:03
Äh ... ja, das ist ein älterer Thread aus dem Frühjahr. Deshalb steht da ja auch "... hole mal meinen uralten Thread nach oben ..." usw.

Den Reisebericht zu dieser Tour stelle ich dann mal im entsprechenden Forum online. Ich hoffe, er passt so (ist ja mein erster Reisebericht) und gefällt vielleicht dem Einen oder Anderen.

tomm777
23.11.2015, 23:39
Das ist übrigens der Link zum Reisebericht:
https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/89895-DE-Donaupanoramaweg-von-Regensburg-bis-Niederalteich

Und das war so grob der Rucksackinhalt:

http://www.svb-wiesner.de/inet_photos/dpw_00.jpg

Hier hat mir das Forum hier schon gut auf den richtigen Weg geholfen.
In der Nachbetrachtung war nichts wirklich falsch und ich würde es wohl wieder so ähnlich machen. Die Isolationsjacke habe ich nicht benutzt ... es hätte aber deutlich kälter werden können. Immerhin war es Mitte November.
Okay, die Regenhose war schei...
Hier werde ich für Ersatz sorgen. Ein erster Versuch ist schon auf dem Postweg.

Katun
23.11.2015, 23:52
Regenhosen hat der übliche Discounter immer im Frühjahr, nennen sich Fahrradhosen. Die Version mit komplett zu öffnendem Reißverschluss auch am Bund. Allg. sind Regenhosen immer warm. Für deine Unternehmung find ich einen Regenschirm nicht abwegig. Man sollte sich ggfs. eine Befestigung am Rucksack überlegen - muss kein expliziter "Trekkerschirm" sein - sonst geht es doch mal in den Nacken bei um die 10 kg.