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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spektakuläre Alpenüberquerung



nn0
21.11.2014, 12:29
Hallo ich plane zurzeit mit ein paar Freuenden eine Alpenüberquerung.
Die Länge der Strecke soll ca. 10 Tage betragen. Es sollen auf jeden Fall ein paar Klettersteige mit drin sein die jedoch keinen Umweg da stellen sollen. Bisher tendieren wir zu dem E5 mit Kaunergrat Variante (http://www.gipfel-glueck.de/e5kaunergrat/) und Steinbocksteig (http://www.klettersteig.de/klettersteig/steinbocksteig/1731).
Die Uinaschlucht (https://de.wikipedia.org/wiki/Val_d%E2%80%99Uina) finden wir auch ganz nett.
Hat jemand schon mal etwas ähnliches gemacht und hat vielleicht ein paar Tipps?
Es geht uns im Moment darum die schönste Route zu finden....

Gruß

Randonneur
21.11.2014, 21:30
Wenns spektakulaer sein soll waere es gut Elefanten mitzunehmen. :ignore:

Hat allerdings auch schon mal jemand gemacht.










Oder war die Überschrift ein Versehen?

Sternenstaub
21.11.2014, 21:38
also Ran, du hast jetzt echt zu hohe Erwartungen. wer weiß schon, wer Elefanten als Reisebegleiter genommen hat?

Randonneur
21.11.2014, 21:51
Wie, was? Das ist kein Allgemeinwissen?













Fuer die, die es tatsächlich nicht wissen sollten: Hannibal natürlich. Damit er den Römern ihr Cannae bereiten konnte.

Sternenstaub
21.11.2014, 21:56
obwohl Elefanten ja hart im Nehmen sind, tat es mir um jeden von ihnen leid, der den weiten Weg nicht schaffte. :(
Immer diese scheiß Heerführer und Welteneroberer.

Randonneur
21.11.2014, 22:02
Aber spektakulär war es. :bg:

Und es mit Elefanten nachzulaufen wäre auch spektakulär.








Aber nun genug über die Überschrift gelästert. Eine Alpenüberquerung ist eine schöne Tour. Allerdings kann ich mit den Kletterstellen nicht wirklich helfen.

Sternenstaub
21.11.2014, 22:06
das fände ich sogar super interessant, es muss ja nicht im Winter sein. Elefanten sind halt besondere Tiere für mich.
mit Klettern habe ich auch nichts am Hut, aber was schwebt dir vor, werter Fragender?

Lookas
21.11.2014, 22:15
Der E5 ist sicherlich eine tolle Route, aber auch sehr stark frequentiert. Es käme also auch etwas darauf an, ob ihr eher so Crowd-People seid oder auch mal einen entspannten Tag ohne Begegnungen vertragt.

Ihr könnt natürlich übers Oberinntal zum Uinatal laufen, aber das kostet auch Zeit. Überlegt euch das gut, denn ihr kommt dann über Schlanders nach Meran, das ist de facto eine Talsohlenwanderung. Hm. Klingt für mich nicht so vielversprechend in den Alpen. Südlich geht es über'n Gletscher oder alternativ nur sehr weit östlich um alles herum ...

Warum versucht ihr nicht den Traumweg (http://www.muenchenvenedig.de/)? Ist zwar auch sehr bekannt, aber tatsächlich lange nicht so voll wie der blöde E5.

Becks
22.11.2014, 11:57
E5 und spektakulär als Kombination halte ich für ausgeschlossen. Diese Nordsüdautobahn läuft gefühlt jeder als Aufnahmeprüfung beim DAV. Ich hätte da ganz andere Routen auf Lager.

markuman
23.11.2014, 21:16
Ich hätte da ganz andere Routen auf Lager.

Und welche?

Becks
24.11.2014, 10:51
Fangen wir einmal an: https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/78232-Tipps-Alternativen-Routen-Ausr%C3%BCstung-E5

Da einfach nachlesen was der Becks so reingetippt hat. Es gibt glaub ich einen zweiten Faden mit ähnlichem Thema.

Die Strecke kann hier eingesehen werden: http://map.geo.admin.ch/?X=202120.00&Y=736700.00&zoom=3&lang=de&topic=ech&bgLayer=ch.swisstopo.pixelkarte-farbe&layers=KML%7C%7Chttps:%2F%2Fdl.dropboxusercontent.com%2Fu%2F17258285%2Fgpx%2FCross-CH01.kml

Diese Route ist insbesondere in den Süden noch ausbaufähig und kann z.B. noch problemlos bis Locarno erweitert werden (die Höhenwege entlang des Maggia- und Verzacatals kann man da anhängen).

Diese Route ist weitaus spannender aus folgenden Gründen: Man durchquert mehrere Naturschutzgebiete mit einer unglaublichen Abwechslung in Punkto Fauna und Geologie (Murgtal, Val Sumvitg, Greina, Val Cadlimo), benötigt dafür keine Steigeisen/Eispickel und ist eben auf einer "Nichtwanderautobahn" unterwegs. Den gesamten Weg bin ich noch nicht gelaufen, wohl aber die meisten Streckenabschnitte als Teiltouren.

Wenn jemand dann noch gewillt ist, eventuell etwas mehr zu tragen (Leichtsteigeisen, ev. Eispickel, 30m Seil, Hüfgurte für die Leute) dann sind noch einige andere Varianten drin die durch Abgeschiednheit und/oder Aussicht herrausragen. Der Sandpas an der Planurahütte (knapp 500m Gletscher, im Sommer aper -> Steigeisen notwendig) ist solch ein Übergang.

Nimmt man die oben erwähnte Route kann man diese folgendermassen abändern: Zunächst bis Elm laut Route, dann noch etwas den Pfad folgen und bei Wichlen nach Westen über den Richetlipass nach Linthal. Von Linthal dann nach Süden (Tierfehd) und das Tal hoch nach Hinter Sand. Von hier dann nach SW zur Planurahütte, zum Sandpass und nach Süden das Tal runter (Val Russein) bis man auf die ursprüngliche Route trifft.
Den Weg macht fast keiner, sogar die Farbamrkierungen auf den Steinen stehen mitten in der grünen Wiese und rings herum hat es keine Trampelwege.

Becks
24.11.2014, 11:14
Eine weitere mögliche Route läuft westlich davon.

Start in Glarus (Bahnhof). Von hier zum Klöntalsee hoch, weiter nach Hinter Klöntal, nach Süden bis Wärben, weiter zwischen Pfannenstock und Bös Fulen durch mit Ziel Glattalphütte (mehrere Varianten bis hier).
Nach SSW zur Ruosalp und den Ost-West Bergriegel beim Balmer Grätli überwinden, Abstieg nach Äsch durch den Weg bei der Balmwand (Tipp: ist auch von oben vom Auto aus extrem spektakulär, tief eingeschnitten, wild).
Nach Unterschächen, dann nach Süden bis Brunni, weiter Griestal, Übergang nach Süden zum Seewli, den Windgällen umrunden und nach Bristen. Von hier nach Süden zum Etzliboden, Etzlihütte, Übergang nach Westen zur Treschhütte, weiter nach Süden zur Fellilücke, zum Oberalppass, weiter zur Cna Maighels, über den Pass Bornengo zur Cadlimohütte und dann nach Airolo runter.

Wer etwas "extra" An Höhenmeter und eine tolle Aussicht haben will sollte ab Bristen nicht direkt in das Tal rein sondern den Bristen (Gipfel) besteigen. Am besten als Quasiüberschreitung, den NNW-Grat rauf bis zum Gipfel, den NO-Grat wieder runter bis kurz vor den Lauchergrat P2374 und von dort aus dnn nach Osten in das Etzlital runter. Verlangt etwas Navigation in ungespurtem Gras sowie Klettern II frei und addiert noch ein paar tausend Höhenmeter auf die Rechnung drauf. (Habe ich als Tagestour Bristen(Ort)-> Bristen (Gipfel) -> Etzlital -> Bristen(Ort) gemacht)


Und jupp, auch wenn ich den E5 noch nicht gewandert bin kann ich doch beim Blick auf die Bilder sagen: das ist alles ziemlich kalter Kaffee im Vergleich zu den Anblicken den es auf den Routen gibt die ich hier beschrieben habe.