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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Regenhülle Tatonka - Luxusmodell oder Standardausführung?



mk9981
22.05.2005, 14:30
hi, da meine 4 seasons regenhülle im grunde nach 5 wochen einsatz unbrauchbar wurde (zerlöchert, schnürkanal ausgerissen...) will ich mir jetzt 'ne tatonka regenhülle zulegen. da gibt's ja nun das modell aus polyester und eines aus silikonisiertem nylon. letzteres ist immerhin doppelt so teuer!
hat jemand damit erfahrung? lohnt es sich für so ein verschleißteil um die 30 anstatt 15€ auszugeben? denke mal viel mehr als 6 wochen einsatz on tour sind eh nicht drin.

underwater
22.05.2005, 14:58
Wenn Du eine von Gregory nimmst kostet die vielleicht 50€, wenn Du ne 4-Season klein hast, ne Tatonka nimmst und die noch immer nicht so funzt wie sie soll, bist du auch 50€ los und stehst noch immer im Regen...

mk9981
22.05.2005, 15:16
und die gregory hält wie lange??? ich mein die regenfestigkeit war bei der 4-season (80 l) auch zufriedenstellend, nur irgendwann ist das material mal durch... (reibung beim hinlegen, wanderung durch gestrüpp etc.) und wenn die gregory auch nur 2 touren hält, dann doch lieber die billigvariante.

underwater
22.05.2005, 15:22
Ich robbe zwar nicht mit meiner Gregory durch den dicksten Busch, aber bisher hab ich sie seit gut 10 Jahren: Schweden, Norwegen, USA, NZ,...

Sie ist vor allem sehr gut am Rucksack zu befestigen und flattert nicht umher wenn Wind geht, allerdings war in NZ der Regen zu heftig für sie, aber da schwamm ohnehin alles nur noch im Rucksack was nicht im Ortlieb-Packsack (Daunenschlafsack) untergebracht war... :-?

outdoorbaer
22.05.2005, 15:23
haben ne Tatonka (die Preiswerte ) die hat nicht mal den 1. Regen ausgehalten... die Bach schon...

crash
23.05.2005, 13:11
hatte mal eine Bach Hülle Gewicht war toll, Dichtigkeit auch allerdings waren die Nähte nicht getapt und so lief die ganze Brühe einfach in die supi Bach hülle rein da die Nähte auch an, meiner Ansicht nach, ungünstige Stellen platziert waren. Bei der Regenhülle die in meinem Lowe Cerro Torre 75 steckte war es das gleiche Problem, zudem war sie auch noch deutlich schwerer als meine, mittlerweile zu vollster zufriedenheit getestete, Tatonka Hülle bei der, obwohl so günstig, leicht und dennoch stabil, auch die Nähte getapt sind.
Sil Beschichtungen auf einer Rucksackhülle würde ich aber, egal von welchem Hersteller, als ziemlich unnütz ansehen da sie einfach unnötig teuer für diesen Einsatz sind.

crash

emerde
23.05.2005, 18:51
Ohne daß ich jemandes Material madig machen will: Richtig dicht halten diese Regenhüllen selten. Ergo ist dafür jeder Cent einer zu viel.

Müllsäcke sind nicht sonderlich ansehnlich, halten aber Wasser zuverlässig von meinem Zeugs fern. Und helfen ein wenig beim Sortieren des Materials.


beste Grüße,
Michael

crash
24.05.2005, 12:26
Es ist natürlich unbestritten das die einzige sichere Methode das Gepäck trocken zu halten das Verpacken in Wasserdichte Packsäcke ist so wie auch ich das tuhe (rollpacksäcke, müllsack ist mir nicht stabil genug).
Allerdings ist ein komplett durchnässter Rucksack mehr als nervig und wenn man, wie ich, ein 100er Fleece oder sowas als schnell erreichbare Wärmereserve für Pausen am Rucksack trägt muss es nun mal auch vor Regen geschützt werden. Alles in allem würde ich nicht auf eine regenhülle verzichten.

crash

Nordland_peter
24.05.2005, 23:51
Ich finde Exped hat auch eine tollen Regenschutz "Packcover Poncho" für den Rucksacke. Es ist quasi ein Rucksacküberzug mit kurz Poncho. Es wird vorallem verhindert das Wasser zwischen Rucksack und Regenjacke kommen kann. Zu kaufen gibt es dieses Teil bei Lauche und Maas. Für eine 80 l Rucksack kostet er allerdings auch ca. 50 Euro.

alaskawolf1980
25.05.2005, 11:22
Rutscht ihr auf euren Rucksäcken die Berge hinunter? Ich bin immer wieder verwundert, wenn das Thema Verschleiß auftaucht. Ich habe auch die Regenhülle von 4Seasons. Und ich lege den Rucksack auch mit der Regenhülle stets auf die Erde, sei es bei einer Rast, oder wenn der Tag beendet ist. Aber selbst bei den billigsten Produkten schaff ich es nicht, da irgendwas zu zerstören.

Vielleicht bist du ja zu unkoordiniert im Umgang mit der Ausrüstung :wink: :bg:

:D

Markus K.
25.05.2005, 11:50
Hallo Zusamen,
Eure Infos und Antworten sind mir zu undifferenziert.

Welche Verhältnisse herrschten, als Ihr mit den Regenhüllen unterwegs wart?
Dauerregen?
Schlagregen?
Nasses Gebüsch?
starker Regen in Verbindung mit Wind?
War die Regenhülle richtig befestigt oder wurde sie durch den Wind hin und hergeblasen, so dass der Regen direkt auf den Rucksack fiel?
Wie lange (Stunden/Tage) wart Ihr bei Regen unterwegs bis etwas durchkam?

Gruss Markus K.-stolzer Besitzer einer nagelneuen Tatonkaregenhülle für 16 Öro.

PS: Werde mal mit meiner Regenhülle über das WE ein paar Härtetests durchmachen.

Nicht übertreiben
25.05.2005, 12:44
Zu undifferenziert fuer was? :wink:

Mein Problem war bisher nicht so sehr der Preis oder die Wasserdichtigkeit von Regenhuellen, sondern ob sie an meinen Rucksack passen, oder nicht. Da gab es nämlich jeweils nur eine, die passte. Ich habe eine von Tatonka fuer den Wanderrucksack und eine von LoweAlpin fuer den Alpinrucksack. Die Tatonka hat dabei schon alle Arten von Regen abbekommen und alles dicht ueberstanden.

@alaskawolf: Wer wirft denn unkoordiniert Kocher gegen seine Zelte... :bg:

Wiesel
25.05.2005, 12:58
dann mal präzise:

zum beispiel:
vier wochen schottland
vier wochen zu fuß
vier wochen regen

meine tatonkahülle ist dicht genug und stabil.
Ich leg die sogar als boden in die apsis.
Ich habe seit zwei jahren die selbe hülle (häufig im einsatz), unterwegs hat sie zwei mal ein Loch bekommen (eins vom eispickel und eins von nem treckingstock) unterwegs gibts dagegen seamgrip, kostet zwar zugegeben die hälfte von der hülle aber ein tübchen hab ich auf tour immer dabei, und die reparierte stelle geht bei der nächsten tour bestimmt nicht wieder kaputt.

david0815
25.05.2005, 16:44
LoweAlpin fuer den Alpinrucksack.

:o da sagt ja schon der Name, dass die halten muß! :bg:

mk9981
29.05.2005, 02:10
....na da hab ich ja 'ne muntere diskussion losgetreten. :D

also auch wenn mir (vielleicht nicht ganz ernstgemeinter) unkoordinierter umgang mit meiner ausrüstung unterstellt wird, ist und bleibt die regenhülle für mich ein verschleißteil. gerade weil sie sich beim absetzten zwischen rucksack und boden befindet und das nicht nur bei regen sondern grundsätzlich. wenn ich unterwegs bin zieh ich das teil jeden tag über den rucksack, egal wie das wetter gerade ist. könnte ja 'nen schauer kommen und da bin ich dann zu faul extra 'ne pause einzulegen. wie auch Wiesel, nutz ich die regenhülle auch als unterlage in der apsis, wobei ich das als nicht sonderlich strapaziös für die hülle einschätze. setz mich da ja nicht selbst drauf.

zurück zur von mir erwähnten 4 seasons-hülle. solange sie nicht sichtbar löchrig war, war sie meiner meinung nach dicht! bin damit durch, den ganzen tag andauernden, schottischen regen in allen varianten gelaufen. rucksack und inhalt vom regen verschont!

bei meiner letzten tour und der zweiten der 4 seasons hülle im skandinavischen fjell hatte ich einen tag permanenten regen. die hülle war schon etwas lediert, zum teil geflickt, daher kam doch schon etwas regen durch. da sich die kleinen (später entdeckten) löcher eher seitlich und recht weit unten befanden wurde dennoch der größte teil des niederschlags abgehalten...

mitlerweile besteht die hülle im grunde aus mehr geflickten stellen als aus originalem material, und die ganze flickschusterei ist nicht wirklich wolkenbruchtauglich. daher die suche nach was neuem, das eventuell stabiler sein könnte.

zuvor hatte ich in meinem jugendlichen leichtsinn auf außenhülle komplett verzichtet, und "nur" den inhalt in müllsäcke verstaut. letzteres mache ich zusätzlich immer noch. ein durchnässter rucksack ist allerdings auch nicht so toll.

noch 'ne konkrete frage zu der schnürtechnik, wie ist das bei anderen modellen gelöst? bei der 4 season war vor allem die stelle, wo die hülle mittig zu fixieren ist, unzureichend verarbeitet. hatte beim ersten "anprobieren" beim zuschnüren gleich die schnur, die nur auf 5 mm mit einer naht mit dem stoff der hülle vernäht war, in der hand. :grrr:
tja, umgetauscht und dann die entsprechende stelle nur noch mit absolutem fingerspitzengefühl behandelt.

Markus K.
01.06.2005, 12:17
Hallo Zusammen,
so Test abgeschlossen.

Material 100% Polyester. Die Regenhülle ist auf 10x10cm zusammenfaltbar und hat eine angenähte Tasche in der man sie reinstopfen kann.

Also so dicht wie ich dachte, ist meine Regenhülle von Tatonka nicht:

Zuerst habe ich die Aussenseite mit dem Wasserschlauch bespritzt.
Da war noch alles wasserabweisend.

Danach habe ich mit der Aussenseite eine Kuhle gebildet und Wasser reinlaufen lassen. Die Enden habe ich zusammenverdreht, so dass ich Druck auf das Wasser ausüben konnte.
Dabei ist das Wasser durch den Stoff gesickert.

Also ich denke bei 2 Wochen Dauerregen, oder bei starkem Regen mit starkem Wind würde das Wasser durchdrücken.

Gruss Markus K.

mk9981
01.06.2005, 14:29
bei 2 Wochen Dauerregen ... würde das Wasser durchdrücken

also ist das mit den 2 wochen dauerregen nicht ein wenig übertrieben? wenn ich nicht gerade zur monsunzeit in entsprechenden gegenden unterwegs bin, dann ist dieses szenario doch etwas abwegig. und selbst wenn, dann bau ich doch irgendwann mein zelt auf (oder ist da irgendwer 2 wochen nonstop unterwegs :bg: ), in dem dann auch die regenhülle nicht den witterungen ausgesetzt ist. soll heißen am nächsten tag befindet sich die hülle, bis auf minimalen beschichtungs- bzw. stoffverschleiß durch wasser, wieder im ausgangszustand.

...und als badewanne will ich die hülle ja auch nicht nutzen, obwohl das vielleicht gar nicht schlecht wäre. :wink:


naja, mir geht es bei der hülle eigentlich mehr um die robustheit gegenüber durchscheuerung bzw. reißfestigkeit.

mfg
magnus

Wiesel
01.06.2005, 15:16
mir ist da noch was aufgefallen: meine tatonka regenhülle ist ein altes modell, aus einem wesentlich dickeren und robuster wirkenden material, als die, die ich jetzt für meine freundin besorgt habe. ich kann also zu den aktuellen modellen noch nicht so arg viel sagen. sorry, wegen dem was ich oben gepostet habe, da gehts also um ein altes modell! :roll:

B.A.
01.06.2005, 15:48
Hallo,
ich habe meine Tatona XXL Regenhülle jetzt schon seit Jahren und die hält immer noch dicht. Ich war jetzt in den Pfingstferien unterwegs und es hat einen Tag lang nur geregnet und es ist gar nix durchgekommen.
Also ich kann nur bestes sagen.
Gruß Jonas

Nordland_peter
01.06.2005, 22:48
Es ist das eine, das die Rucksackregenhülle, den Rucksack vor Regen schützen soll. Aber zwischen Regenjacke und Rucksack ist ein Spalt in dem Wasser nach unten und in die Rucksackregenhülle laufen kann. Einer Freundin ist es schon passiert, das sich unten in der Rucksackregenhülle Wasser gesammelt hat und leider ihren nicht wasserdicht eingepackten Schlafsack durchnässt hat :cry: . Ich habe eine alte Rucksackregenhülle von Lowe, dort war eine Öse zum ablaufen des Wassers vorgesehen :wink: . Leider ist sie später weggefallen aus Kostengründen

Christine M
02.06.2005, 11:48
Den gleichen Effekt kann man übrigens mit dem wasserdichten Bodenbereich des Chaos erleben. Aber wenn die Zeichen auf Regen stehen, verpacke ich ohnehin alles noch einmal wasserdicht im Rucksack. Die Regenhülle soll bei mir entweder leichten Regen abhalten oder bei heftigem Dauerregen verhindern, dass der Rucksack klatschnass wird und das Wasser im Rucksack "steht". So gesehen war ich mit meiner Deuter-Hülle bisher immer sehr zufrieden. Und seit ich den Rucksack mitsamt Regenhülle ein paar mal auf spitzen Steinen abgestellt habe, sollte auch das Wasser nach unten ablaufen können. :bash:

Christine