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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frieren im Defence 4? (Schlafsack)



Wolfgang B
10.05.2005, 17:44
Hi Experten,

neulich bin ich draussen bei grosser Nachtfeuchte im Carinthia Defence 4 sozusagen abgesoffen: Der Schlafsack, angeblich super bis tiefen Frost und eigentlich auch schön dick, hat bei Temps knapp über Null bei mir nicht gereicht. Nun friere ich ja generell im Schlaf leicht, aber kann sowas angehen? Mir schien die Feuchtigkeit auch nicht sonderlich in die Füllung vorgedrungen zu sein, nur die Aussenhaut war klatschnass. Und windgeschützt gelegen hab ich auch.

Wer kann was sagen zu:
a) dem Defence 4 im Speziellen bei feuchtkaltem Wetter?
b) so feuchten Nächten im Freien allgemein?

Habe ich was falsch gemacht, zu viel erwartet? Brauche ich einen anderen Schlafsack?

(Anmerkung: Ich dachte eigentlich, dass ich kein so Anfänger mehr bin, aber bisher habe ich eher in der isolierten Hängematte übernachtet, wo man ja zu 70% noch eingehüllt ist. Mit Isomatte auf dem Boden ist das was anderes und da habe ich nur Schönwettererfahrungen)

Gruss, Wolfgang

Snuffy
10.05.2005, 19:03
Da bist Du sicherlich nicht der erste, der bei solch Mititärprodukten eine im Keim auftauchende Unzufriedenheit feststellt. Hättest Du vorher hier ein wenig gesucht, hätte sich das sicherlich vermeiden lassen.


Aber jetzt würd die Suche Ihren großen Auftritt bei Dir haben?!


Snuffy

Wolfgang B
10.05.2005, 19:53
Also der Hinweis auf die Suchfunktion ist leider zu einfach, denn die habe ich vorher durchaus verwendet. Zum Carinthia Defence gibts da nicht viel, ausser ein paar Bemerkungen von Corton, dass die Temperaturangaben übertrieben sind. Von einer 2kg Kufa-Tüte erwarte ich auch keine Wunder, aber oberhalb Null Grad habe ich dann doch einiges mehr erwartet.

Grund für die Entscheidung war der Mittelreissverschluss. Mit einem seitlichen RV kann ich nichts anfangen. Snuffy, wenn Du wissen willst, wieso -> Suchfunktion :bg:

Gruss, Wolfgang

Snuffy
10.05.2005, 21:18
Versteh zwar nicht warum man einen Sack kauft der schlecht bewertet wurde, aber hoffentlich erspart das manch anderen Fehlkäufe.


Snuffy

Thorsten
10.05.2005, 22:12
Der Defence4 ist seit einiger Zeit bei Teilen der Bundeswehr eingeführt und stellt gegenüber den bisherigen Penntüten durchaus eine erhebliche Verbesserung dar.

Nach nur einer kalten Naht würde ich jetzt nicht voreilig den Stab brechen- in extrem feuchte Nächten kann man auch schonmal in einem Ajungilak Tyin kurz vor dem Gefrierpunkt frösteln.

Ansonsten kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, daß die von Carinthia genannten Komfortemperaturen weit übertrieben sind.
Bei meinem Explorer Down800, Komfortemperatur -23°, wirds in der Nähe des Gerierpunktes ebenfalls langsam kritisch.

mclupo
11.05.2005, 11:59
Der Defence 4 ist meiner Erfahrung nach bis max. -5 Grad tauglich. Allerdings habe ich ihn immer nur in trocken-kalten Nächten verwandt. Ein Gore-Tex Biwaksack und eine Inlett erhöht den Temepraturwert nochmal um ca. 5 Grad (also bis -10) Dann ist aber mit dem Defence 4 der Ofen endgültig aus. Ab dann vertraue ich als Leichtfrierer auf einen Tyin Arctic.

Der Defence 4 ist ein Militärschlafsack, der ein gutes Leistungs/Gewichtsverhältnis hat. Für zivile Touren gibt es besseres allerdings nur in auffälligeren Farben.


McLupo

underwater
11.05.2005, 13:16
Der Defence4 ist seit einiger Zeit bei Teilen der Bundeswehr eingeführt und stellt gegenüber den bisherigen Penntüten durchaus eine erhebliche Verbesserung dar.
.

Hahaha, seit wann hat unsere BW gutes Material??? Einzig die Moleskin-Hose des Kampfanzugs würde ich als sehr gut bezeichnen - alles andere ist die unterste Schmerzgrenze...

Die Bundeswehr ist doch ne Lachnummer: Rekruten, die größtenteils nur 100 Schuß Kleinkaliber (was anderes ist die .223 doch gar nicht) gemacht haben & dann schießen können sollen... Lachhaft!

Corton
11.05.2005, 13:28
Hahaha, seit wann hat unsere BW gutes Material??? Einzig die Moleskin-Hose des Kampfanzugs würde ich als sehr gut bezeichnen - alles andere ist die unterste Schmerzgrenze...

Die Bundeswehr ist doch ne Lachnummer: Rekruten, die größtenteils nur 100 Schuß Kleinkaliber (was anderes ist die .223 doch gar nicht) gemacht haben & dann schießen können sollen... Lachhaft!
Ob lachhaft oder nicht - mit dem Schlafsack hat das jedenfalls nichts zu tun. Wenn Du eine Grundsatz-Diskussion zur Ausrüstung der Bundeswehr führen möchtest, mach bitte nen neuen Thread auf - am besten im Laberforum. :)

Erledigt - hier (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=8919) geht´s weiter.

Corton

Wolfgang B
11.05.2005, 16:18
Also gut, inzwischen habe ich glaubich herausgefunden, was ich falsch gemacht habe: Ich habe mich mitsamt dem Schlafsack auf die Seite gedreht. Nur ist der Loft auf der Unterseite wesentlich dünner als oben. Gefroren habe ich dann auch im Rücken/Po.

Da ich insgesamt nicht so zufrieden bin, gebe ich den Schlafsack wieder ab.

Und ich ersetze ihn durch einen Ray-Way Quilt mit Xtra Layer. Meine Schlafsäcke habe ich bisher auch meistens als Decke benutzt, da ist das nur konsequent. Ausserdem wiegt der ungefähr nur die Hälfte bei 6cm Anfangs-Loft.

Damit muss das Thema dann für mich mal durch sein. Hoffe ich :wink:

Auf die Zollgebühren bin ich mal gespannt, aber das ist ja ein anderer Thread...

Danke und Gruss, Wolfgang :P

Thorsten
11.05.2005, 19:00
Man soll sich wundern, Underwater- Carinthia Defence4 und Carinthia Tropen werden alsSchafsacksystem tatsächlich mittlerweile an etliche (natürlich nicht alle :wink: )BW Soldaten ausgegeben- neben Windstopper-Mützen , Berghaus- Rucksäcken und Goretex-Tarps.
Es geschehen noch Zeichen und Wunder......


Daß der Defence4 auf Ober- und Unterseite unterschiedlich stark gefüllt wäre, ist mir allerdings bisher nicht bekannt gewesen.