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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Messer schärfen für Dumme?



superflow
22.01.2014, 16:24
Hallo,
eigentlich gehört das Messer zu den Ausrüstungsgegenständen, die bei mir keine besondere Wichtigkeit haben.
Ich benutze es legiglich zum Gemüse schneiden (esse kein Fleisch und habe auch sonst kein Interesse, Tiere zu zerteilen) Brot schneiden uns Schmieren. Meist habe ich ein Opinel dabei.
Trotzdem würde ich es gerne scharf halten.
Doch ehrlich gesagt möchte ich mich nicht viele Stunden oder gar Tage mit dem Thema Messer schärfen beschäftigen. Daher würde ich gerne mal in die Runde fragen, was Ihr mir für eine Schärf-Methode empfehlen würdet. Wenn es eine Methode ist, die nach Meinung von Messer-Experten zu viel Metall abträgt oder so, ist das wahrscheinlich nicht so schlimm, da ich ja keine Edelmesser habe, und eher pragmatisch mit dem Thema umgehe.

Generell wäre ich vielleicht bereit, mich noch mal eins zwei Stunden mit dem Thema zu beschäftigen, aber danach sollte es einfach funktionieren. Wenn ich noch mal 30 Euro oder so in irgendwas investieren müsste, wäre es auch okay, wenn der Erfolg relativ sicher ist und ich dann bis an mein Lebensende immer scharfe Messer habe.

Bisher versucht:
-So ein Teil: http://www.amazon.de/Medea-42534-Anysharp-Messerschärfer-Saugfuss/dp/B001DXVL6K/ref=pd_sim_k_4
bringt vielleicht ein bischen was, aber so richtig viel leider oft nicht, vor allem wenn das Messer schon sehr stumpf ist.

- Belgischer Brocken: Habe ich geschenkt bekommen, und mich ein paar Stunden mit auseinandergesetzt, Videos angeschaut, und versucht, damit zu schärfen. Hat in meinen Augen wenig gebracht. So wie ich es verstanden habe, ist der Belgische Brocken auch eher für den "letzten Schliff", und nicht so ganz das wahre, wenn das Messer schon recht stumpf ist.

Und will ich manchmal eher nachschärfen, wenn das Messer schon recht stumpf ist. Ich weiss, das ist nicht schlau.
Aber so bin ich halt. Und vielleicht gibt es ja auch eine eher grobe Methode, die auch dem gerecht wird...

Fritsche
22.01.2014, 16:42
Wenn du keine besonderen Ansprüche hast, sollte so ein Saugfuß-Allesschärfer funktionieren.

Belgischer Brocken ist für den letzten oder vorletzten Arbeitsschritt beim Messerschärfen der Fortgeschrittenen. Du wirst nie ein bereits stumpfes Messer auf einem belgischen Brocken scharf bekommen. Das ist was für scharfe Messer, die noch schärfer werden sollen.

Das einfachste wäre Baumarkt: einen Kombistein mit einer groben Seite und einen Stein für Sensen kaufen. Auf der groben Seite des Kombisteines das stumpfe Messer so lange auf einer Seite bearbeiten, bis ein Grat an der Schneide fühlbar wird. Dann kommt die andere Seite des Messers dran. Daraufhin die feinere Seite des Kombisteins nehmen. Wieder bis Grat etc. Dann zuletzt das Gleiche auf dem Sensenwetzstein.

Das Ergebnis wird bei den ersten Versuchen nicht toll sein, aber du wirst für wenig Geld das Prinzip üben können. Irgendwann, wenn es klappt, brauchst du ein neues Opinel und wirst einen besseren Kombistein für mehr Geld kaufen.

Erster Merksatz: je später du dich entschließt, das Messer zu schärfen, desto länger dauerts
Zweitens: am Anfang mehr Zeit auf den groben Steinen verbringen, nicht zu früh auf die feinen wechseln.

Ansonsten: SuFu und Youtube sind deine Freunde! Alles schon zig-tausendmal beschrieben worden.

superflow
22.01.2014, 16:56
Danke:
Bedeutet


Das Ergebnis wird bei den ersten Versuchen nicht toll sein, aber du wirst für wenig Geld das Prinzip üben können.

das es am Anfang etwas krumm aber trotzdem scharf wird (das wäre akzeptabel für mich), oder meinst Du, dass ich auch hier erst nach 4 Stunden oder noch mehr überhaupt eine Veränderung am Messer wahrnehme?

superflow
22.01.2014, 16:58
Ach ja: Du meinst so etwas http://www.amazon.de/Schleifstein-Sensenwetzstein-oval-230-mm/dp/B004XVLF5Q ?

Fritsche
22.01.2014, 17:02
Danke:
Bedeutet

das es am Anfang etwas krumm aber trotzdem scharf wird (das wäre akzeptabel für mich), oder meinst Du, dass ich auch hier erst nach 4 Stunden oder noch mehr überhaupt eine Veränderung am Messer wahrnehme?

Übung ist der Trick. Ich weiß nicht wie lange du brauchen wirst, aber nach 4h auf der groben Seite ist nichts mehr vom Opinel übrig....eine Besserung der Schärfe solltest du nach dem obigen Prinzip nach 15 Minuten erreichen. Irgendwann sinds dann bei stumpfem Messer 5 Minuten. Und irgendwann nur noch 3, weil du dann nicht wartest, bis das Messer stumpf ist.


Ach ja: Du meinst so etwas http://www.amazon.de/Schleifstein-Sensenwetzstein-oval-230-mm/dp/B004XVLF5Q ?

genau sowas ist das, was ich -für Anfänger- zur Feinarbeit empfehlenswert finde.

Buck Mod.93
22.01.2014, 18:22
Was du brauchst, ist jemand, der dir 40 Euro schenkt und einen Spyderco Sharpmaker (http://www.knivesandtools.de/de/pt/-spyderco-sharpmaker.htm?utm_source=google-shopping&utm_medium=organic&utm_campaign=DE&gclid=CJGj4OKlkrwCFYZa3gode08AYQ)! :grins:

superflow
22.01.2014, 20:46
Buch Mod da ich mich mit dem Thema nicht auskenne, verstehe ich leider nicht, ob das jetzt von Dir
- ein Witz sein soll
- ein Insider
- oder ob das Gerät wirklich zu was gut ist.
Bitte kläre mich auf.

Ultraheavy
22.01.2014, 21:50
Welches Messer hast du und wie ist es geschliffen?

Der weltbeste Messerschärfer macht eine bereits scharfe Schneide kaputt. Habe schon diverse Schärfer diesen Prinzips getestet und das ist für mich sinnfrei.
Edit: das meint auch der Profi (http://www.youtube.com/watch?v=TRKIx4IuUoU)

Der Sharpmaker ist kein Witz, sondern eine Hilfe, um den richtigen Winkel zu treffen.

Für Küchenmesser benutze ich einen Wetzstahl (http://www.wmf.de/shop/de_de/wetzstahl-wmf-profiselect.html).
Anwendung (http://www.youtube.com/watch?v=_ZDJH-zs4v0)

MartinSilenius
22.01.2014, 22:11
ich würde auch den Sharpmaker empfehlen, wäre er nicht über deinem Budget.

Es gab mal bei Pearl nen Schärfer mit dem selben Prinzip für kleines Geld, gibts aber nicht mehr - wäre genau dein Ding.

Ich hab etliche Schärfsysteme zuhause. Egal ob Bankstein, Klingentöter (spanendes Schärfen mit den V-Kerben), Lansky, Wetzstahl usw usf.

Der Sharpmaker ist einfach prima. Du triffst immer den Winkel.
Nicht geeignet ist der Sharpmaker für den ursprünglichen Anschliff von High-Tech Stählen oder dicken Klingen - weil es ewig dauert.

Für alles mit dünner Klinge oder nicht so tollen Stählen (die trotzdem völlig ausreichend sind) ist der Sharpmaker super. Gerade das Nachschärfen ist in ner Minute erledigt. Ein Messer sollte man scharf halten, das ist weniger Aufwand als es zu nutzen bis es stumpf ist um dann die Schneide neu aufzubauen.

Ultraheavy
22.01.2014, 22:37
Opinel hatte ich überlesen.
Beim Discounter oder im Baumarkt gibt es für rund 5 Euro Diamant Wetzstähle mit Aluhalter.
Wiegen nur ein paar Gramm und ist auch für unterwegs gut zu gebrauchen.

Oder für 15 Euro diesen hier. (http://www.für-männers.de/Messer---Zubehoer/Messerzubehoer/Wetzstaehle/Edgesport-Diamond-Retractable-Sharpener-Taschenwetzstahl.html)

Alprausch84
22.01.2014, 22:47
Etwas ähnliches gibt es auch von Lansky:

Klick (http://www.knivesandtools.de/de/pt/-lansky-professionelles-keramik-schleifsystem.htm), Klack (http://www.knivesandtools.de/de/pt/-lansky-pocket-keramik-schleifsystem.htm)

superflow
23.01.2014, 05:13
@Buckmod: Sorry für die Frage oben bei dem Smiley war ich mir nicht sicher, ob das jetzt ironisch gemeint ist. Wenn das Ding tatsächlich halbwegs "idiotensicher" ist, denke ich mal darüber nach. Eigentlich machen mich 70 Euro nicht arm, mein Gefühl wäre eher, dass das etwas to much für meine Bedürfnisse ist. Aber wenn das Teil mich für Ewigkeiten glücklich macht...

@Ultraheavy:
-wie oben geschrieben, bin ich mit einem Opinel unterwegs. Sonst nur einfache Obstmesser für die Küche, ich denke mal, das ist die selbe Kategorie, oder?
-das Video, in dem auch mein Saugnapf-Gerät vorgestellt wird, ist glaube ich für meine Verhältnisse kaum relevant, da ich als Anfangssituation nie ein Messer habe, das schon perfekt Papier schneiden kann), und gleichzeitig mit dem dort gezeigten Ergebnis (ein Messer, mit dem man, wenn auch ruckelig, dann doch Papier schneiden kann), erstmal schon sehr zufrieden wäre.
Ich habe bloß den Eindruck, das ich ein solches Ergebnis mit einem bereits sehr stumpfen Messer, hiermit nicht mehr hinbekomme. Kann das sein? Oder kann es sein, dass ich das Messer nicht nur ca. 20-30 Mal, sondern viel viel öfters über das Gerät ziehen muss?
-funktioniert der Wetzstahl auch bei bereits sehr stumpfen messern, oder komm ich da um einen groben Schleifstein nicht drumherum?

@ Alprausch und alle: ist das von Dir verlinkte Lansky Teil ähnlich "idiotensicher" wie der Spyderco, bloß nicht ganz so gut verarbeitet. Dann wäre es vielleicht das beste für mich.
Oder wo ist der Unterschied?

ALS FAZIT (da mehrfach empfohlen) aus den Antworten habe ich insgesamt herausgelesen, dass der Spyderco (und evt. das von Alprausch verlinkte Lansky) das Gerät mit der für Anfänger steilsten Lernkurve ist, wo man also mit relativ wenig Übung schon ziemlich brauchbare Ergebnisse bekommt, auch bei bereits recht stumpfen Messer. Stimmt das so?

Echnathon
23.01.2014, 05:33
Kombistein 400/800 für den Anfang.
Reicht für Opinel, Küchenmesser, Rasenschere, ...
Ich weiß ja nicht, wie genau du mit der Hand arbeitest, aber auf ein paar Grad kommt es nicht wirklich an.
Also wenn der Schleifwinkel ein wenig variiert macht das nicht wirklich viel.
Aber nach wenigen Schärfvorgängen merkst du Unterschied, kaufst die vllt noch einen 1000/4000 oder so und nimmst auch dein Rasiermesser in Angriff oder hältst an deinem 63Rockwell Japaner deine 12,5° +/- eine ertragbare Fehlermarge.

Ich halte das von Hand schärfen mit einem Wasserstein längerfristig für die flexiblere Variante.
Am Anfang kann man nicht so viel falsch machen (vor allem nichts was man nicht wieder raus schleifen könnte) und wenn man etwas Erfahrung hat kann man recht genau das gewünschte Ergebnis erzielen (zB recht "stumpf" oder ballig für grobe Arbeitsmesser, feiner für die Küche und sehr feine Schneiden für Sushi und Gesichtsbehaarung)

Einen Wetzstahl würde ich persönlich nur bei weicheren Stählen in der Gastronomie oder ähnlichen Bereichen hernehmen.
Die frischen das Messer nur kurz wieder auf, ist recht für die nächsten 20 Zwiebeln oder so, aber gestatten nur wenig gezielten Eingriff in die Schneidengeometrie. Etwas mehr ist dann der "Diamantwetzstahl" oder ähnliches, aber das ist dann auch weder Fleisch noch Fisch.

khyal
23.01.2014, 07:42
Was du brauchst, ist jemand, der dir 40 Euro schenkt und einen Spyderco Sharpmaker (http://www.knivesandtools.de/de/pt/-spyderco-sharpmaker.htm?utm_source=google-shopping&utm_medium=organic&utm_campaign=DE&gclid=CJGj4OKlkrwCFYZa3gode08AYQ)! :grins:

Ja, das Teil ist klasse, wenn man richtig scharfe Messer ohne viel Ueben bekommen will, nicht so umstaendlich wie Lansky & co und man spart sich auch im Vergleich zu Banksteinen die Rummatscherei mit Wasser oder Oel (mal ganz davon abgesehen, dass man am Anfang Schwierigkeiten hat, mit Banksteinen den Schleifwinkel waehrend des Schaerfens zu halten und dadurch die Schneiden eher rund als scharf schleift:bg:).
Ist das Geld dicke wert

Wenn aber wirklich nur um ein Opinel geht, ist zwischen 10 € fuer´s Opinel und 70-80 fuer den Schaerfer ein gewisses Missverhaeltnis, dann kannst Du auch dies ueberlegen :
a) falls Du nicht sowieso schon ein "rostendes" Opinel hast, wechsle von Inox auf Carbone, bekommst noch etwas leichter geschaerft und generell schaerfer.
b) kauf dir fuer ca 5-15 € einen kleinen ausklappbaren Diamant-Platten-Schaerfer, damit bekommst Du es sehr schnell wieder ziemlich scharf, kann natuerlich nicht mit dem Sharpmaker mithalten.

Buck Mod.93
23.01.2014, 07:54
Zumindest ein ziemlich stumpfes Opinel bekommst du damit wieder scharf. Härtere Stähle würde ich ab einem bestimmten Grad der Stumpfheit lieber auf einem gröberen Bankstein einstellen.

@kyhal
Genau: Noch einen Fällkniven DC4 dazu und gleich noch ein neues Messer!:grins:

khyal
23.01.2014, 08:56
Zumindest ein ziemlich stumpfes Opinel bekommst du damit wieder scharf. Härtere Stähle würde ich ab einem bestimmten Grad der Stumpfheit lieber auf einem gröberen Bankstein einstellen.

@kyhal
Genau: Noch einen Fällkniven DC4 dazu und gleich noch ein neues Messer!:grins:

Naja wenn ich ich die runtergewirtschafteten Kuechenmesser von Freunden zum Schaerfen bekomme, nehme ich auch nicht den Sharpmaker oder so ein Mini-Diamantteil, das wuerde ewig dauern, sondern schleife erstmal mit einer grosseren, groben Diamantplatte aus dem Werkzeugbereich vor.

Ja die kleinen Faellkniven Schaerfer sind nett, auf langen Touren habe ich den D4 bei...

superflow
23.01.2014, 09:16
Um die letzten Beiträge noch mal zusammenzufassen:
Wenn der Spyderco Sharpmaker zu teuer bzw. zu viel des guten für meine Billigmesser ist, entweder mit einem Kombistein (meint ihr sowas http://www.amazon.de/gp/product/B000U3NWNE/ref=ox_sc_act_title_2?ie=UTF8&psc=1&smid=A1Q093T4E6XN1Y ? ) anfangen, oder alternativ einen Diamantplattenschärfer (meint Ihr sowas https://www.globetrotter.de/shop/meru-diamantschaerfer-123135/ ? Alles andere unter dem Namen Diamant Schleifstein sehe ich eher im Preisbereich 30-50 Euro bin da etwas unsicher)
-Wo ist der Unterscheid zwischen beiden Varianten, was ist besser wenn Messer schon ziemlich stumpf sind?

MartinSilenius
23.01.2014, 13:11
der Unterschied liegt in deinen Beispielen schonmal in der Größe.

Wenn das Messer stumpf ist machen wenigstens 2 Körnungen Sinn. Grob um erstmal mehr Material runter zu bekommen, fein(er) dann für das Endergebnis.

Ob Diamant, Naturstein oder Kunst, ist eigentlich für deinen Zweck egal. Würde in deinem Fall bei Trockenschliff bleiben - einfacher.

Im Baumarkt gibts wie gesagt so ein Set mit 3 Diamantsteinen für unter 10€

Dennoch würde ich dir weiterhin zum Sharpmaker raten. Wenn du deine Küchenmesser mal initial scharf hast (das ist der größte Aufwand), hälst du sie dann mit wenigen Zügen auf Rasierschärfe. Und dann lohnt sich auch die Investition weil die Küchenarbeit direkt mehr Spaß macht.

Nur für das eine Opinel lohnt sich der Sharpmaker nicht. Dann lieber das Baumarktset.

hulkyoh
23.01.2014, 13:22
Ich habe gerade von meiner Holden zu Weihnachten den Sharpmaker geschenkt bekommen.
Am Anfang war ich leicht enttäuscht, da ich natürlich die stumpfesten Billigküchenmesser ausprobiert habe die in der Schublade gammelten. Bei weichem Stahl gings noch, etwas härterer war ein Abendfüllendes Programm.
Ergebnis so LALA. Danach gings an die nicht so runtergenudelten Taschen und Outdoormesser, dafür ist er ideal, macht die Messer schön scharf und versaut die Klinge nicht. Aber nun waren ja immernoch die billigen Küchenmesser da.
Im Ikea gibts einen Messerschärfer der dem Fiskars Roll Sharp sehr ähnlich sieht und nur 5.99€ kostet ;-)
Dort ziehe ich die ganz stumpfen Dinger durch bis sie wieder eine Schneide haben und mache dann das volle Sharpmaker-Programm.
Seit diesen beiden Käufen gibt´s bei uns keine stumpfen Messer mehr.
Wenn´s also nicht nur für das Opinel sein muss, gönn dir den Sharpmaker, der ist sein Geld echt wert und einfach in der Handhabung.


Gruß

Hulkyoh

cast
23.01.2014, 13:34
Um ein Opinel zu schärfen wie es der TO mitschleppt braucht es doch keinen sharpmaker für 85 €. :roll:

http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/30167003/

und wenn er gutes tun will noch einen Wetzstahl zum polieren als Abschluß.

MartinSilenius
23.01.2014, 13:36
Küchenmesser, die völlig verrundete Klingen haben weil ständig damit auf Keramik geschnitten wurde, benötigen initial relativ viel Arbeit, das ist wahrlich nicht die Paradedisziplin für den Sharpmaker (trägt nicht genug ab) und artet in ein Geduldspiel aus.

Zum scharfhalten aber ideal und eben auch für ungeübte gut zu Benutzen. Die Freundin wird es dir danken wenn man Tomaten nicht mehr zerdürckt sondern selbst die billigen Supermarktmesser durchgleiten wie durch Butter.

hulkyoh
23.01.2014, 13:46
Das war auch meine Intention hinter meinem Post, deswegen auch die Bezugnahme auf die Küchenmesser.
Meine Familie hat sich jedenfalls über den Sharpmaker gefreut, gingen da doch einige Küchenmesser der Verwandtschaft über den Sharpmaker.
Nen Opinel kann man ja fast besser neu kaufen als schärfen wenns durch ist :bg:

IloveScotland
23.01.2014, 13:58
Ich nehme sowas
http://www.amazon.de/Messerschleifer-Scherenschleifer-Messersch%C3%A4rfer-Scherensch%C3%A4rfer-Fixschliff/dp/B00D0QO6NS/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1390481268&sr=8-1&keywords=messersch%C3%A4rfer.

Es geht auch der Boden einer Keramiktasse, wenn das Messer nicht zu stumpf ist. Damit wird Opinel/Küchenmesser bei mir wieder richtig scharf. Das geht nur mit einer einfachen Klinge, nicht mit z.B. Schweizer Messer.

Buck Mod.93
23.01.2014, 18:23
Ich nehme sowas
http://www.amazon.de/Messerschleifer-Scherenschleifer-Messersch%C3%A4rfer-Scherensch%C3%A4rfer-Fixschliff/dp/B00D0QO6NS/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1390481268&sr=8-1&keywords=messersch%C3%A4rfer.


Mein Beileid!

Ultraheavy
23.01.2014, 18:35
Es wurde ja schon angesprochen: der Wetzstahl ist dafür da, ein scharfes Messer scharf zu halten.
Ein Messer scharf zu halten ist eine wirklich gute Idee. Das macht man auch gerne, wenn man einige Stunden investiert hat, um einem Messer eine Grundschärfe zu verpassen.

Um ein stumpfes Messer als Dummie oder Messerfreak optimal zu schärfen, kann man durchaus >500 Euro ausgeben, nur für die Grundausstattung.
Paßt jetzt aber nicht zu Opinel, da ein einziger guter Abziehstein schon mal 50 Euro kostet.

Alternative: bring dein Messer zum Profischleifer. Gibt es auch online.

Edit: Komma vergessen:-?

lorenz7433
23.01.2014, 21:34
-Wo ist der Unterscheid zwischen beiden Varianten, was ist besser wenn Messer schon ziemlich stumpf sind?

soo diamantplattenzeugs würd ich lassen, das setzt sich sofort zu, halt ich eher für pfusch......

um ein ramponiertes messer auf vorderman zu bringen ist wirklich ein Wasserstein das beste und einfachste.
eden hat meiner Ansicht nach mit beispielsweise dem ne sehr solidem im program.
http://www.knivesandtools.de/de/pt/-eden-quality-kombi-wasserstein-kornung-240-800.htm

mit der 240er seite bekommst sofort die richtige Grundform zurüch und die 800er seite bringt schnell ne sehr gute grundschärfe+gebrauchsschärfe.

für meine mutti hab ich mal sowas (http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/57145296/) besorgt für ihre küchenmesser, das teil ist besser als 90% aller messerdurchziehprodukte die es so gibt.

für unterwegs ist der schon erwähnte DC4 das beste was es gibt.
damit bekomm ich selbst noch so ein vermurkstes opinel in gut 5 min wieder auf "Neuzustand".

bei steinen ist halt allgemein bishen Übung nötig aber sobald mans intus hat......

cast
24.01.2014, 18:56
der Wetzstahl ist dafür da, ein scharfes Messer scharf zu halten


Um ein Opinel zu schärfen wie es der TO mitschleppt braucht es doch keinen sharpmaker für 85 €.

http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/30167003/

und wenn er gutes tun will noch einen Wetzstahl zum polieren als Abschluß.

Also nochmal.

Der verlinkte IKEA Keramikstab ist KEIN Wetzstahl, der schärft und kostet sagenhafte 8€, für ein Opinel allemal ausreichend.

Ultraheavy
24.01.2014, 21:00
Also nochmal.

Der verlinkte IKEA Keramikstab ist KEIN Wetzstahl, der schärft und kostet sagenhafte 8€, für ein Opinel allemal ausreichend.
Korrekt, das ist ein Keramikwetzstab:hahaa:
Aber danke für den Hinweis, den werde ich bei Töchterchen mal in Auftrag geben.
Ich selbst habe Ikea Verbot. Habe ich mir selbst auferlegt.:ignore:

cane
24.01.2014, 21:38
Kombistein 400/800 für den Anfang.
Reicht für Opinel, Küchenmesser, Rasenschere, ...
Ich weiß ja nicht, wie genau du mit der Hand arbeitest, aber auf ein paar Grad kommt es nicht wirklich an.
Also wenn der Schleifwinkel ein wenig variiert macht das nicht wirklich viel.
Aber nach wenigen Schärfvorgängen merkst du Unterschied, kaufst die vllt noch einen 1000/4000 oder so und nimmst auch dein Rasiermesser in Angriff oder hältst an deinem 63Rockwell Japaner deine 12,5° +/- eine ertragbare Fehlermarge.

Ich halte das von Hand schärfen mit einem Wasserstein längerfristig für die flexiblere Variante.
Am Anfang kann man nicht so viel falsch machen (vor allem nichts was man nicht wieder raus schleifen könnte) und wenn man etwas Erfahrung hat kann man recht genau das gewünschte Ergebnis erzielen (zB recht "stumpf" oder ballig für grobe Arbeitsmesser, feiner für die Küche und sehr feine Schneiden für Sushi und Gesichtsbehaarung)

Volle Zustimmung.

mfg
cane

superflow
26.01.2014, 00:23
Hallo,
zuerst einmal danke für die vielen Antworten.
Ich bin heute mal in den Baumarkt gegangen, um einen Kombistein zu kaufen.
Es gab nur einen Kombistein, ich habe ihn gekauft und hinter den selben auch Netz gefunden, hier : http://www.ebay.de/itm/COXT861330-Abziehstein-fuer-Nassschliff-/380798032415
Dort steht, das die Körnung 100 und 180 ist, also sehr grob.
Ich habe mein Opinel damit angefangen zu schleifen, und bin selbst bei diesem groben Stein mit dem Ergebnis schon mal ganz glücklich, weil sich so bereits schon dünne Tomatenscheiben völlig problemlos schneiden lassen, obwohl ich mir noch nicht einmal sicher bin, ob ich einen Grat hatte.
Trotzdem würde ich, da ich etwas Spaß an der Sache gefunden habe, gerne noch etwas weiter schärfen. Daher ein paar Fragen:
-Neben dem neuen Stein habe ich ja noch einen belgischen Brocken rumliegen, und zwar diesen hier bloß in einer länglicheren Form
http://www.manufactum.de/belgischer-brocken-p1388284/ . Ich sehe das richtig, das ich nach meinem groben Stein nicht mit dem belgischen Brocken weitermachen kann, oder? Wenn richtig, was für einen Stein bräuchte ich ungefähr dazwischen?

-Wie viel Feinarbeit macht bei meinem billigen rostenden Opinel oder bei 5-Euro-Küchenmessern überhaupt Sinn?
-Sind die Feinarbeiten nur für mehr Schärfe da, oder auch dafür, dass die vorhandene Schärfe länger beibehalten wird?
-Wenn ich mit dem Ergebnis der 180er Körnung eigentlich schon zufrieden bin, spricht dann etwas dagegen, einfach immer nur mit dieser Körnung weiter nachzuschärfen, und sonst nichts zu machen?
-Wie wichtig ist für mich die Sache mit dem Ledertuch?

Alle Fragen natürlich nicht aus der Perspektive eines Messer-Enthusiasten, sondern eines Menschen, der vor allem Gemüse schneidet.

cane
26.01.2014, 00:32
-Wie viel Feinarbeit macht bei meinem billigen rostenden Opinel oder bei 5-Euro-Küchenmessern überhaupt Sinn?

Das kannst nur Du beantworten.


-Sind die Feinarbeiten nur für mehr Schärfe da, oder auch dafür, dass die vorhandene Schärfe länger beibehalten wird?

Gute Frage, weiß ich auch nicht ob es länger scharf bleibt.
Experten Infos findest Du bei messerforum.net - falls es hier noemand sicher weiß.


-Wenn ich mit dem Ergebnis der 180er Körnung eigentlich schon zufrieden bin, spricht dann etwas dagegen, einfach immer nur mit dieser Körnung weiter nachzuschärfen, und sonst nichts zu machen?

Nein.


-Wie wichtig ist für mich die Sache mit dem Ledertuch?

Nach dem 180er würde ich sagen nicht wichtig.


Alle Fragen natürlich nicht aus der Perspektive eines Messer-Enthusiasten, sondern eines Menschen, der vor allem Gemüse schneidet.

Dann würde ich mir ein nettes Herder Messer gönnen, ich schneide zum Beispiel alles mit diesem, extrem dünne feine Klinge, alle 6 Monate schleifen reicht daher:
http://www.messerkontor.eu/Kochmesser-Klingenformen/Allzweckmesser/HERDER-K2-Kleines-Kochmesser-HRC-60-nicht-rostfrei-Pflaumenholzg::2003.html

mfg
cane

derMac
26.01.2014, 01:01
Wie viel Feinarbeit macht bei meinem billigen rostenden Opinel oder bei 5-Euro-Küchenmessern überhaupt Sinn?
Beim Opinel je nach Ziel beliebig viel. Das bekommst du mit ein wenig Aufwand extrem scharf (wörtlich gemeint, da sehr feine Stahlstruktur). In ein 5-€-Küchemesser würde ich nur wenig Arbeit stecken und lieber das Opinel in der Küche verwenden.


Sind die Feinarbeiten nur für mehr Schärfe da, oder auch dafür, dass die vorhandene Schärfe länger beibehalten wird?
Wenn du gut feingearbeitet hast, hält die Schärfe nicht unbedingt länger, du kannst sie aber durch Abziehen mit wenig Aufwand sehr schnell wieder herstellen und brauchst nur recht selten den vollen Aufwand des Nachschleifens zu betreiben. Das hängt aber natürlich auch vom Einsatz ab. In der Küche z.B. ausschließlich auf Holzbrettern schneiden.


Wenn ich mit dem Ergebnis der 180er Körnung eigentlich schon zufrieden bin, spricht dann etwas dagegen, einfach immer nur mit dieser Körnung weiter nachzuschärfen, und sonst nichts zu machen?
Mit so einer groben Körnung wird es 1. nicht richtig scharf (aber das ist natürlich deine Sache was du da erwartest) und 2. ist so ne dünne Opinelklinge innerhalb kürzester Zeit weggeschliffen (ohne dass du viel Schärfe hast).


Alle Fragen natürlich nicht aus der Perspektive eines Messer-Enthusiasten, sondern eines Menschen, der vor allem Gemüse schneidet.
Auch Gemüse schneiden macht mit einem scharfen Messer mehr Spaß. Man muss es da weder übertreiben noch muss man sich mit stumpfen Messern abgeben. Am Ende muss das jeder selbst rausfinden, aber so ein Opinel eignet sich schön um auszuprobieren was so geht. Und wenn man es versaut ist es nicht gleich der Weltuntergang.

Mac

superflow
26.01.2014, 01:12
Alles klar, danke:
Auch wenn mir die Schärfe mit dem 180er prinzipiell reicht, bin ich schon bereit, evt. noch einen günstigen Stein dazuzukaufen, wenn es Sinn macht.
Was wäre denn die nächste sinnvolle Abstufung nach dem 180er? Oder kann ich danach gleich mit dem (ja bereits vorhandenen) belgischen Brocken weitermachen, um nicht so viel Zeug kaufen zu müssen?

Und@ DerMac: Mit was soll ich abziehen, ich würde ungerne noch mehrere weitere Steine kaufen, nur um Gemüse zu schneiden

derMac
26.01.2014, 01:32
Was wäre denn die nächste sinnvolle Abstufung nach dem 180er? Oder kann ich danach gleich mit dem (ja bereits vorhandenen) belgischen Brocken weitermachen, um nicht so viel Zeug kaufen zu müssen?
Ich würde das mal versuchen, ja, auch wenn im allgemeinen noch eine Zwischenstufe empfohlen wird.


Mit was soll ich abziehen, ich würde ungerne noch mehrere weitere Steine kaufen, nur um Gemüse zu schneiden
Grade mal kurz ergooglet (http://www.messer-machen.de/schaerfen/fragen-und-antworten-zum-schaerfen/polierpaste-und-abziehen/polierpaste-und-abziehen.html), das iNetz ist voll von solchen Anleitungen, diese hat jetzt auf die Schnelle nicht den Anspruch die beste zu sein. Ein alter breiter Gürtel tut es auch, Polierpaste aus dem Baumarkt. Du willst ja nicht das absolut perfekte Messer.

Mac

Buck Mod.93
26.01.2014, 01:45
Ich plädiere immer noch für den Sharpmaker.
Wenn du nur dein Opinel und ab und an mal ein Küchenmesser schärfen möchtest, brauchst du lange, bis du mit Banksteinen ein befriedigendes Ergebnis erzielen kannst.
Vielleicht kommst du mit günstigen Steinen und einem Lederband mit Polierpaste ein bisschen günstiger weg, als mit dem Sharpmaker. Willst du aber (später) wirklich gute Steine haben, geht das arg ins Geld.
Ich habe auch vier Mittelklassesteine und die werden äußerst selten benutzt.
Wenn dir der Sharpmaker mit den zwei verschiedenkörnigen Stäben nicht mehr reicht, kannst du dir die Diamantstäbe und die Ultrafine Rods kaufen.

Mit dem Sharpmaker kommst du erst mal mit 70 Euro weg und kannst Opinel und Küchenmesser schön scharf halten ohne zu lange üben zu müssen. Ergänzt du das Set noch durch die Diamanstäbe und die ganz feinen Stäbe (falls du mal ambitionierter wirst), landest du bei rund 160 Euro. Sicher ist das Set dann immer noch nicht so gut, wie ein Wicked Edge und jemand der gute Banksteine hat und damit umgehen kann, wird sicher keine schlechteren Ergebnisse erzielen. Meine Meinung: Wenn man nicht plant, das Messerschärfen zu seiner neuen Passion zu machen (und so klingt das bei dir) ist man mit dem Sharpmaker besser bedient.

Ich benutze im Moment diesen wassergekühlten Stein, einen Sharpmaker und einen Streichriemen von Herold Solingen mit zwei Polierpasten.

http://abload.de/img/foto19.01.14114525pxfvm.jpg

Ob man mit den Diamantstäben wirklich einen gleichmäßigen, ganz neuen Grundschliff an ein Messer bekommt, weiß ich allerdings nicht.

LG

Ferdi

Buck Mod.93
26.01.2014, 01:55
Wenn es ein Inox Opinel ist, musst du ich meiner Meinung nach unbedingt hier (http://www.messerforum.net/showthread.php?63563-Review-Wicked-Edge-Precision-Sharpener) umsehen.:ignore:

cane
26.01.2014, 01:58
Ich plädiere immer noch für den Sharpmaker.
Wenn du nur dein Opinel und ab und an mal ein Küchenmesser schärfen möchtest, brauchst du lange, bis du mit Banksteinen ein befriedigendes Ergebnis erzielen kannst.
Vielleicht kommst du mit günstigen Steinen und einem Lederband mit Polierpaste ein bisschen günstiger weg, als mit dem Sharpmaker. Willst du aber (später) wirklich gute Steine haben, geht das arg ins Geld.
Ich habe auch vier Mittelklassesteine und die werden äußerst selten benutzt.

Sehe ich anders, ich habe mir einen Kombistein gekauft, den lege ich 10 Minuten ins Wasser, schleife dann erst auf der groben und ann auf der feinen Seite. Das dauert wenige Minuten und das Ergebnis ist rasiermesserscharf, den Winkel zu halten ist auch für Anfänger überhaupt kein Problem.

Das ist genauso einfach wie Schuhe binden, wundere mich immer das so eine Wissenschaft daraus gemacht wird.

EDIT: Ich habe mir nach Recherche in messerforum.net einen Cerax Super Stone Kombistein 1000/3000 zugelegt, hat 30 € gekostet.


mfg
cane

india
26.01.2014, 09:21
Buck lass doch mal die Kirche im Dorf!

Wieso sollte der TO noch ein Schleifgerät kaufen, wenn er eigentlich schon alles hat und kein Messerenthusiast ist?
Da meinen es manche doch ein bisschen zu gut...

Ich würde versuchen, die Messer nach dem groben Schleifstein mit dem Belgischen Brocken weiterzuschleifen.
Das sollte ein gutes Ergebnis bei gleichermaßen erträglichen Zeitaufwand bringen. Wenn Du Dich dann zum Schleiffanatiker wirst, kannst Du ja noch viel Geld in Schleifsteine und Maschinen stecken, um Dein 10€ Opinel als Rasiermesser verwenden zu können...


edit:
ich schleife alle meine Messer von Opinel über Wenger und Leatherman bis zu meinen Küchenmessern mit einem billigen Kombistein vom Flohmarkt und danach mit dem blauen oder wahlweise einem (kleinen) gelben Brocken. Zum Rasieren der Armhaare genügt das. Aber ich bin auch kein Vollblutmesserliebhaber. Mir genügt es, wenn ich mich beim Schneiden weicher Tomaten nicht über mein Messer ärgern muß.

Leitwolf
26.01.2014, 11:22
Hm wollte meinen Messern auch schon lange etwas Gutes Tun. (hab vor 2 Jahren ein Fackelman Kochmesser bekommen, lange kein high end aber am Anfang war ich echt super zufrieden-aber inzwischen wirds bei Zwiebeln oder Tomaten doch deutlich stumpf)-
Aber im netzt klang das imer alles widersprüchlich oder kompliziert.
Also langsam...
Für Normale Küchenmesser und einen Anfänger reichen ein Kombistein (Körnung?)und son sensending- verwendet man die nass oder trocken?
Oft hört man von abziehen an Leder? Macht das sinn und was für Leder kann man Nutzen (Rückseite von alten Gürtel?).
Könnte man nicht mit ner Gährungssäge nen Holzstück auf 20° Sägen das neben den Stein legen so das man das Messer nur am Holz lang führen muss um den 20° Winkel einzuhalten? oder denke ich mir das zu einfach

Kann man auch Wellenschliffe als Anfänger wieder scharf bekommen z.B. das Victorinox Spirit der das Brotmesser aus der Küche?
Das Victorninox hab ich jetzt seit gefühlt ast 10 Jahren (und wundermich über die schnithaltigkeit) es schneidet zwar noch gut aber so langsam merkt man dann doch das es mal schärfer war- aber hier ist vermutlich ein gang zum Profi sinnvoller.

PS: Bekommt man dann mit Kombistein und dem Sensen-Ding auch nen Beil wieder fit (wenn man scharten usw. vorher mit nem Elektroschleifstein oder der Flex raus schleift auch da 20°?

endhirn
26.01.2014, 11:29
Ich möchte noch ein weiteres System in die Runde werfen und hoffe es wurde nicht schon erwähnt. Das Edge Pro Apex. Ich war immer etwas skeptisch gegenüber den ganzen unterschiedlichen Schärfsystemen und hab meine Messer fleißig mit unterschiedlichen Backsteinen scharf gehalten. Aus Zufall bin ich auf einem Flohmarkt auf die original Schleifsteine des Edge Pro gestoßen. Ich hab mir dann zum Testen einen Nachbau des Edge Pro besorgt (hat ganze 25 € gekostet und ist super verarbeitet). Was soll ich sagen, ich bin wirklich begeistert von dem System. Es lassen sich sowohl ganz stumpfe Messer wieder schärfen oder Messer einfach scharf halten. Im Moment benutze ich nur noch meinen blauen belgischen Brocken für den letzten Feinschliff. Meine anderen Banksteine liegen nur noch rum.

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lorenz7433
26.01.2014, 15:11
Was wäre denn die nächste sinnvolle Abstufung nach dem 180er? Oder kann ich danach gleich mit dem (ja bereits vorhandenen) belgischen Brocken weitermachen, um nicht so viel Zeug kaufen zu müssen?

der von dir gekaufte 100/180er stein wurde doch von niemandem empfohlen? wiso kauft genau sowas?
das teil ist im besten fall für ne sense oder Hackebeil interessant nicht aber für messer!!!!

ich hatte dir den perfekten stein verlinkt der deinen ~200 und dazu nen 800er stein kombiniert und somit grob+ nen soliden feinschlief beinhaltet womit man ne praxistaugliche scharfe klinge bekommt.
http://www.knivesandtools.de/de/pt/-eden-quality-kombi-wasserstein-kornung-240-800.htm

und ~200er körnung nimmt man nur her wenn die klinge massive ausbrüche hat um die Grundform wieder aufzubauen ne praxistaugliche schneide kann mit sowas garnicht hergestellt werden, da das messer damit mehr ne säge ist als ne schneide.

du hast jetzt nen stein der 2x grob hat und praktisch nix bringt gekauft.......

den belgischen brocken würd ich links liegen lassen!!
da er im berreich ~8000 liegt und für perfektioniesten gedacht ist die ihre messer über 3-4 körnungen ziehen bis sie beim brocken dann die rassierklingenschärfe erreicht haben.
solche aufwendigen ritualle hast du ahnscheinend nicht vor.

das würde dann beispiesweise so aussehen:

200er ->1000er->4000er->8000er->lederabzug

ich bin genauso schon mal vom 1000er auf nen belgischen broken gegangen nur dann ist Zeitaufwand bis die klinge richtig glatt wird halt erheblich höher als wenn man über Abstufungen geht.

grundsätzlich reicht aber schon ein ~1000er stein um ne erstklassige schärfe für den alltag zu bekommen, das mit 3000-8000er körnungen ist eher was für Freaks.:ignore:

superflow
26.01.2014, 15:33
der von dir gekaufte 100/180er stein wurde doch von niemandem empfohlen? wiso kauft genau sowas?
das teil ist im besten fall für ne sense oder Hackebeil interessant nicht aber für messer!!!!

Ich glaube hier haben verschiedene Leute ganz unterscheidliche Steine bzw. Systheme empfohlen, und einen einfacher Kombistein haben mehrere Leute empfohlen, und wenn es nur einen gibt und keine Körnung draufsteht, bin ich davon ausgegangen, dass es schon passen wird.
Hat es ja auch insofern, dass mein Messer nun erstmals seit langem wieder sauber weiche Tomaten schneidet.
Woher hätte ich denn nun wissen sollen, dass von 15 Empfehlungen genau Deine die einzige Wahrheit ist (so klingt Dein Unterton zumindest für mich)?

Schattenparker
26.01.2014, 15:52
Superflow, dein Schärfstein funktioniert schon. Hast Du ja selber gemerkt.
Das Ding ist: Wenn es um das Schärfen von Messern geht, dann erstreben Messerliebhaber die perfekte Schärfe, die sich nur mit Steigerung bis hin zu allerfeinsten Körnungen (Belgischer Brocken) erreichen lässt.

Was Du mit deinem Stein erreichst, ist im Prinzip eine Säge mit mikroskopisch feiner Zahnung. Was ja dem Anspruch Gemüse zu schneiden durchaus gerecht wird (siehe die fein gezähnten Tomatenmesser, als Beispiel).
Was Du noch machen solltest: Nach dem Schärfen den Grat an der Klinge wegkriegen, obwohl der bei rostendem Stahl nicht soooo schlimm ist. Entweder zum Schluss noch ein paarmal über den Belgischen Brocken fahren (mit der scharfen Seite voraus). Einfacher wäre das Abziehen auf einem Küchen-Wetzstahl (Schärfe voraus!).
Wenn Dir das alles zu umständlich ist, ein alter Trick von einem Tischler: Schneide nach dem Schärfen ein- zweimal sachte durch die Kante eines Holzstückes ziehen, als ob Du es durchschneiden wolltest. EDIT: Hirnholz. Genau. Danke, Echnaton.

Ja, ja, ja. Ich weiß, dass ich mich jetzt wieder bei allen Messer-Freaks hier unmöglich gemacht habe. Aber das ist eben der Unterschied zwischen angestrebter Perfektion und schlichtem Pragmatismus.

Echnathon
26.01.2014, 16:37
Achwas,
oft genug hör ich auch nach dem 800er auf...
Und ich entgrate durch schneiden in das Hirnholz meiner Buchenholzarbeitsplatte. :D

Da kann man ne Menge Zeit und Energie und Geld investieren.
Aber für die Küche und zum Tomaten schneiden reicht eben auch ein 200er...

Aber schleifen ist auch ne Menge Glaubenssache :ignore:


Aber eigentlich muss die Schneide schon spiegeln.
6000er, und dann ab aufs Leder

derMac
26.01.2014, 17:23
Was Du mit deinem Stein erreichst, ist im Prinzip eine Säge mit mikroskopisch feiner Zahnung. Was ja dem Anspruch Gemüse zu schneiden durchaus gerecht wird (siehe die fein gezähnten Tomatenmesser, als Beispiel).
Genau. Wobei man IMO schon mal erlebt haben sollte, dass richtige Schärfe nichts mit Sägen zu tun hat und man einfach mit einem kraftlosen Druckschnitt durchs Gemüse gleitet. Ob man dann später doch lieber die Mikrosäge nimmt ist wieder Geschmackszache. Bei der Holzbearbeitung z.B. merkt man dann aber, dass so Mikrosägen Grenzen haben.

Mac

Leitwolf
26.01.2014, 17:36
Ich weiß nicht obs einfach nur untergegangen ist (zumal ich mich ja auch nur dazwischen geklinkt habe) oder ob nimand ne antwort hatte. aber evtl mag ja doch noch jemand der übersehen hatte was zu https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/77614-Messer-sch%C3%A4rfen-f%C3%BCr-Dumme?p=1262523&viewfull=1#post1262523 sagen:sorry:

derMac
26.01.2014, 17:54
Für Normale Küchenmesser und einen Anfänger reichen ein Kombistein (Körnung?)und son sensending- verwendet man die nass oder trocken?
Im allgemeinen nass. Diamant trocken.


Oft hört man von abziehen an Leder? Macht das sinn und was für Leder kann man Nutzen (Rückseite von alten Gürtel?).
Ja, Rückseite vom Gürtel geht. Sollte nicht zu rau sein, sonst wir Schneide eher gallig und nicht superscharf. Aber eigentlich für normal nicht so wichtig.


Könnte man nicht mit ner Gährungssäge nen Holzstück auf 20° Sägen das neben den Stein legen so das man das Messer nur am Holz lang führen muss um den 20° Winkel einzuhalten? oder denke ich mir das zu einfach
Formell geht das, einfach ausprobieren. Es gibt im iNetz auch viele Anleitungen für Schleifwinkeleinhalthilfen. Ich mach das ohne.


Kann man auch Wellenschliffe als Anfänger wieder scharf bekommen z.B. das Victorinox Spirit der das Brotmesser aus der Küche?
Wennenschliff ist etwas schwieriger. Du brauchst ein Schleif"gerät", das in den Wellentälern schleift. Dort liegt die wesentliche Schärfe. Und du musst jedes Wellental einzeln schleifen, geht IMO nicht anders.


PS: Bekommt man dann mit Kombistein und dem Sensen-Ding auch nen Beil wieder fit (wenn man scharten usw. vorher mit nem Elektroschleifstein oder der Flex raus schleift auch da 20°?
Beil geht genau wie Messer. Alles was den Stahl stark erhitzt nimmt ihm die Härte (es gibt lange Diskussionen im Netz am wann stark stark ist, aber prinzipiell ist das so). Wenn es was halbwegs gutes ist (egal ob Beil oder Messer) nicht mit irgendwelchem Elektrokram rangehen der die Klinge "zum glühen" bringt.

Mac

Echnathon
26.01.2014, 18:04
Für Normale Küchenmesser und einen Anfänger reichen ein Kombistein (Körnung?)und son sensending- verwendet man die nass oder trocken?
Oft hört man von abziehen an Leder? Macht das sinn und was für Leder kann man Nutzen (Rückseite von alten Gürtel?).

400/1000 oder ähnliches, anfangs mit Wasser versuchen (nicht trocken), wenn Wasser nicht gut zieht kann man es auch mit Petroleum versuchen, aber dann kann man nicht mehr zurück zu Wasser.
Lederriemen: Gürtel geht, aber halte ich für zuviel Aufwand, wenn man nur unter ner tausender Körnung schleift.

Könnte man nicht mit ner Gährungssäge nen Holzstück auf 20° Sägen das neben den Stein legen so das man das Messer nur am Holz lang führen muss um den 20° Winkel einzuhalten? oder denke ich mir das zu einfach
20° bedeutet einen Schneidenwinkel von 40°, würde eher 12,5-15° nehmen. Jedenfalls für ein Küchenmesser.

Kann man auch Wellenschliffe als Anfänger wieder scharf bekommen z.B. das Victorinox Spirit der das Brotmesser aus der Küche?
Das Victorninox hab ich jetzt seit gefühlt ast 10 Jahren (und wundermich über die schnithaltigkeit) es schneidet zwar noch gut aber so langsam merkt man dann doch das es mal schärfer war- aber hier ist vermutlich ein gang zum Profi sinnvoller.
Wellenschliff: Keine Ahnung

PS: Bekommt man dann mit Kombistein und dem Sensen-Ding auch nen Beil wieder fit (wenn man scharten usw. vorher mit nem Elektroschleifstein oder der Flex raus schleift auch da 20°?

Nimm lieber ne Feile oder nen groben Stein, braucht länger aber dafür überhitzt du die Klinge nicht.


Meine beiden Cents.

MartinSilenius
27.01.2014, 10:22
Wellenschliff geht mit dem Sharpmaker.


Ansonsten kann der OP doch bei seinem jetzigen Stein bleiben. Klar hat er ne Mikrosäge, aber die erfüllt seine Ansprüche. Wer Messer bis zum Haare Spalten schleift weiß, dass diese extreme Schärfe eh nicht lange hält.

Und der Schritt von "schneidet mit grober Körnung geschliffen wieder anständig" bis zu "rasiert gleichmäßig auf ganzer Klingenlänge" ist eben nicht wie hier beschrieben "so einfach wie Schuhe zu Binden".

Vielleicht für jemanden der ein super Fingergefühl hat, aber ganz offensichtlich nicht für jeden.


/edit
über Messer Schleifen zu diskutieren ist oft genau so produktiv wie über Religion, Autos,Fußballvereine oder Figuren von Frauen :D

lorenz7433
01.02.2014, 00:52
über Messer Schleifen zu diskutieren ist oft genau so produktiv wie über Religion, Autos,Fußballvereine oder Figuren von Frauen :D

jup nur für nen grundschliff/gebrauchschliff um den es ja im grunde geht ist keine Religion nötig.

1.
mit 200-400korn scharten raus falls drin sind oder nen grundschliff verpassen, egal ob naturstein oder synthetic.

2.
und für nen soliden gebrauchsschliff 800-1000 körnung.


alles andere ist ne Diskussion wie du sagts: Religion, Frauen......
ob über 8000korn sinn macht, ob nass oder trocken, Natur oder Kunststein, schneide abziehn mit leder/paste oder garnicht,.......

Mawa
03.02.2014, 20:33
Also ich verwende zum Schärfen meiner Küchen- und sonstigen Messer fast ausschließlich die Unterseite von Kaffebechern.
Wenn man sich zu Hause etwas umschaut gibt es das ausreichend unterschiedlich rauhe.
Kostet nix extra und funktioniert.
Einen Nachteil hat das ganze: die verwendeten Tassen werden unten grau.

derMac
03.02.2014, 21:28
Natur oder Kunststein, schneide abziehn mit leder/paste oder garnicht,.......
Wenn man einmal eine halbwegs hohe Grundschärfe hatte bringt das Abziehen (egal ob auf Leder ohner - wenn man es kann - an einem glatten! Abziehstahl) viel mehr, als ständig mit verschieden groben Steinen, Untertassen oder was weiß ich dran rumzuschleifen. Ab und zu Abziehen ist wenig Aufwand und man hat lange ein scharfes Messer.

Mac

lorenz7433
04.02.2014, 01:01
Ab und zu Abziehen ist wenig Aufwand und man hat lange ein scharfes Messer.

das ist sicher Ansichtssache mit dem aufwand oder ich versteh dich irgendwie falsch.

ob ich 5 min an nem leder rumrubeln in der hoffnung das noch ein grat vorhanden ist der sich aufrichtet.

oder eben max~2 min über ne feine Keramik, das ergibt immer ne echte schärfe!!!!!
was hört sich da aufwendiger/einfacher an?

zum nem praxisbeispiel:
hier in diesem youtube (http://www.youtube.com/watch?v=BotfyG0DadY) Video kannst dir nen keramikstein anschaun den ich beispielsweise auch hab.

bei 2-3min fängt er, ein absichtlich kapputgestupftes messer, an zu schärfen und nach ~1min schärfzeit!!!!!!! ist das messer im grunde schon sehr schraf, ist das jetzt wirklich ein aufwand???:roll:

gut er erklährt noch haufen und machts superlangsam normal ist das ganze ne Angelegenheit von max 2min.

die weiße seite ist im grunde unnötig ausser man liebt Rasierklingen und da dauert der vorgang kaum länger und wie man ohne Lederzeug ruckzuck automatisch mitengratet zeigt er auch.


ich hab früher ebenfalls das volle rituall durchgeführt!!!
heutzutage handhabe ich es so das ich es auf das wesentliche reduziert hab und das geht, ohne ein zauberer zu sein oder 5 verschiedene steine ruck zuck.;-)

dazu gehört das abziehen gänzlich weggelassen wird da eigentlich unnötig.

derMac
05.02.2014, 10:58
das ist sicher Ansichtssache mit dem aufwand oder ich versteh dich irgendwie falsch.

ob ich 5 min an nem leder rumrubeln in der hoffnung das noch ein grat vorhanden ist der sich aufrichtet.
Ja, du verstehst mich falsch. Ich rede von einem Messer das schon scharf ist. Wenn man das häufig abzieht (Aufwand unter 1 min) bleibt es lange scharf und man muss selten wirklich schleifen, was dann Aufwand ist. Deshalb halte ich Abziehen für sehr sinnvoll, wenn man eine hohe Schärfe mit wenig Aufwand halten will. Wenn es eh nie wirklich scharf war ist das was anderes.

Mac

Homer
05.02.2014, 11:11
Ab und zu Abziehen ist wenig Aufwand und man hat lange ein scharfes Messer.
Mac

das unterschreibe ich.
ich ziehe mein messer (http://www.messerspezialist.de/uploads/pics/G17_messer.jpg), mit dem ich außer fleischerarbeiten eigentlich alles mache, mehrmals täglich ab und gut is.
geschliffen wird 1-2 mal im jahr.

lorenz7433
05.02.2014, 18:38
Deshalb halte ich Abziehen für sehr sinnvoll, wenn man eine hohe Schärfe mit wenig Aufwand halten will.

ja dafür ist es ok und nimmt sich vermutlich wenig vom Zeitaufwand.
ich dachte es geht ums anschärfen an sich+abledern.


das unterschreibe ich.


womit machst das?
gibt ja unterschiede ob man es auf nem leder oder nem metal oder keramikwetzstab macht?
und wiso mehrmals täglich bist du koch? ist das wirklich so oft nötig?

ich habs zumindest noch nie gemacht und ein Küchenmesser 1 jahr ned geschliffen.

ich schleif alle 2-4 Wochen die klinge vom küchenmesser und gut ist es.

BDK
03.06.2014, 09:15
Mein Beileid!

Kannst Du das ein bisschen erläutern? Meine Eltern haben mir mal so ein Teil in die Hand gedrückt (allerdings von Victorinox, deutlich hochwertiger als die Billigvarianten, davon hatten wir mal eine in einer meiner WGs), das benutze ich seitdem für billige Küchenmesser und meine beiden Opinels. Wird alles sehr einfach sauscharf. Ich würde das Teil nicht für meine guten Messer benutzen, aber was spricht deiner Ansicht nach dagegen das bei 8€ Opinels anzuwenden?

Bitte nicht falsch verstehen, ich bezweifle deine Aussage nicht, sondern möchte gerne dazulernen. :cool:

Serienchiller
03.06.2014, 10:32
Ich habe noch nie so einen "Billigschleifer" benutzt, aber so wie ich es gehört habe, reißen die eher Zacken in die Klinge anstatt sie wirklich zu schärfen. Dadurch greift das Messer natürlich besser und kommt einem schärfer vor, aber gute Pflege ist was anderes.

Wenn ich mir meine Messer nach dem schleifen und polieren unter dem Mikroskop anschaue, ist wirklich alles richtig sauber und glatt (auch wenn ich immer noch keinen einheitlichen Winkel hinkriege...). Würde gerne mal den Vergleich mit so einem Schleifer machen, vielleicht finde ich günstig einen und probiere es mal aus.

Fabian485
03.06.2014, 10:41
Mal eben für Faule: Mit dem Sharpmaker, bzw. dem Nachbau lassen sich gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen?
Mir geht es darum, dass Messer mal vor dem Kochen 3-4 Minuten zu schärfen und nicht verschiedene Steine erst in Wasser einlegen zu müssen und dann keine Lust zu haben den richtigen Winkel zu finden.
Mir würden die besten Schleifsteine nicht helfen, wenn ich diese nicht benutze.

Gruß, Fabian.

lina
03.06.2014, 10:51
Ich habe neulich mal einen Rubin-Wetzstab ausprobieren können und fand die Schärfleistung beeindruckend, nicht zu grob und für Kochmesser ziemlich gut geeignet.

BDK
03.06.2014, 12:18
Ich habe noch nie so einen "Billigschleifer" benutzt, aber so wie ich es gehört habe, reißen die eher Zacken in die Klinge anstatt sie wirklich zu schärfen. Dadurch greift das Messer natürlich besser und kommt einem schärfer vor, aber gute Pflege ist was anderes.

Wenn ich mir meine Messer nach dem schleifen und polieren unter dem Mikroskop anschaue, ist wirklich alles richtig sauber und glatt (auch wenn ich immer noch keinen einheitlichen Winkel hinkriege...). Würde gerne mal den Vergleich mit so einem Schleifer machen, vielleicht finde ich günstig einen und probiere es mal aus.

Mit dem bloßen Auge kann ich keine Unregelmäßigkeiten erkennen, das soll aber natürlich nichts heißen. Die Opinels bekomme ich problemlos rasierscharf, das würde für mich als Laien erstmal nach "wirklich schärfen" als "Zacken in der Klinge" klingen. Aber wie gesagt, der von Victorinox fühlt sich schon beim durchziehen deutlich anders an als die Billigvariante. Kann aber auch Einbildung sein.

cast
03.06.2014, 12:37
Ich habe neulich mal einen Rubin-Wetzstab ausprobieren können und fand die Schärfleistung beeindruckend, nicht zu grob und für Kochmesser ziemlich gut geeignet.

na dann probier mal den hier.

http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/30167003/

lorenz7433
03.06.2014, 18:46
Mal eben für Faule: Mit dem Sharpmaker, bzw. dem Nachbau lassen sich gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen?

ja



Mir geht es darum, dass Messer mal vor dem Kochen 3-4 Minuten zu schärfen und nicht verschiedene Steine erst in Wasser einlegen zu müssen und dann keine Lust zu haben den richtigen Winkel zu finden.
Mir würden die besten Schleifsteine nicht helfen, wenn ich diese nicht benutze.

den sharpmaker musste auch erst mal aufbauen das dauert..... dan steine wechseln... dauert... worauf ich weniger lust hätte nen stein mal nass machen oder sharpmaker aufbauen......:ignore:

hier das teil ist genial (http://www.knivesandtools.de/de/pt/-fallkniven-diamant-keramischer-schleifstein-dc4.htm?gclid=CLHW2aOR3r4CFa3LtAodKxgAAA),
hab ich auch immer auf der arbeit"spedition" mit im Rucksack, wenn mal mein arbeitsmesser durch gurte oder Kartons nicht mehr durchrutscht paar mal drüberziehen dauert ne minute und scharf ist es wieder.

letztens auch bei mutti ein stumpfes Küchenmesser gefunden,
den ministein ausgepackt, gut 2 min messer drübergezogen schon hat mutti wieder fast ne rassierklinge und ist super happy....

ich hab Wassersteine bis hin zum belgischen broken, auch den sharpmaker und etliche Spielzeuge wie den DC4 und spyderco 303MF.

ich verwende mittlerweile grossteils nur noch den DC4 und gelegentlich den 303Df aus reiner Faulheit, alles andere ist irgendwo Overkill und nur für leute die klingen unter dem microskop analysieren von Interesse.

wetzstab ist auch nix der poliert mehr als das er schleift,
ob ich jetzt 5 min an nem wetzstab rumruble in der hoffnung bishen schärfe zu bekommen oder ne min an nem echt schleifenden stein und da wirklich ne gebrauchsschärfe erhalte, was hört sich da unkomplizierter/schneller an.....

Lobo
04.06.2014, 16:52
na dann probier mal den hier.

http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/30167003/

Geiz ist Geil... :ignore:

blitz-schlag-mann
04.06.2014, 19:18
na dann probier mal den hier.

http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/30167003/

Das ist ein Wegwerfartikel. Ich schärfe nur mit einem Spyderco Sharpmaker.

Viele Grüße
Ingmar

Buck Mod.93
04.06.2014, 19:26
Mit dem Sharpmaker kann man aber weder einen völlig exakten Winkel an eine Klinge bringen (wie z.B mit dem Wicked Edge), noch kann man die Schneide neu einstellen. Das, was der Sharpmaker kann, kann er ganz gut aber viel ist es nicht.
Wenn cast sagt, dass das Teil ok ist, wird da schon was dran sein.;-)

cast
04.06.2014, 19:55
Ich schärfe nur mit einem Spyderco Sharpmaker

Der ist für Anfänger, Profis haben den passenden Winkel im Gefühl.:baetsch:

lorenz7433
04.06.2014, 20:30
das mit dem exakten winkel ist überbewertet,
ich schätze auch meist nur grob und zieh paar mal drüber und alle messer werden trotzdem immer scharf.......:o

Serienchiller
04.06.2014, 20:42
Scharf werden meine Messer auch, aber sie sehen hinterher immer aus wie ein Brilliant mit Facettenschliff. Habe wohl noch zu unruhige Hände.

ignatia amara
24.07.2014, 13:15
Hallo.

Also was das schärfen von Messern angeht bin ich hier richtig, weil ich ausser Küchenmessern mit dem Wetzstein noch nie Messer geschliffen habe.
Ich habe ein gutes Messer, gabs damals zu Wehrpflichtzeiten für 20 oder 30 DM von nem Kollegen der am Ende des Monats immer pleite war. Das bräuchte etwas Pflege. Die Klinge ist schon arg mitgenommen, der Wellenschliff allerdings immer noch sauber.
https://www.dropbox.com/s/i1r83diue914ll2/crkt1.JPG
https://www.dropbox.com/s/0b6ic0cpeh58ueb/crkt2.JPG

Braucht das erst mal einen ordentlichen Grundschliff den ich als Laie besser machen lasse oder kann man das auch selber?

Was ist denn hiervon zu halten? http://www.crkt.com/Veff-Sharp-600-Diamond-Grit-Stepped-Knife-Sharpener (der Verdacht liegt nahe das ich mich auf der Herstellerseite Schlau machen wollte)

Ich habe diesen Thread auch schon durchgelesen und wollte jetz weder in einen Wettbewerb um das schärfste Messer treten noch unsummen in unterschiedliche Schleifsteine stecken.

Vom Prinzip her gefällt mir der Veff. Kann man schön ins Auto zum Camping packen oder in die Werkzeugkiste. Auch scheint mir die Idee mit dem umwickeln mit feinem Schleifpapier um noch feiner schleifen zu können nicht doof.

Ich will nicht zum Hobbymesserschleifer werden sondern nur hin und wieder das obige Messer schärfen. Nachdem ich die Klinge wieder auf Vordermann gebracht habe.

Taugt der Veff für meine Zwecke oder hat mein Messer mehr Hingabe verdient?

woodcutter
24.07.2014, 15:12
https://www.dropbox.com/s/i1r83diue914ll2/crkt1.JPG
https://www.dropbox.com/s/0b6ic0cpeh58ueb/crkt2.JPG

Braucht das erst mal einen ordentlichen Grundschliff den ich als Laie besser machen lasse oder kann man das auch selber?
...
Taugt der Veff für meine Zwecke oder hat mein Messer mehr Hingabe verdient?

Deine Bilder zeigen mir zwei Dinge:

Die deutlichen Klingenausbrüche machen das Messer untauglich zum Schneiden.
Der Anschliffwinkel ist ausgeprägt.

Ich würde dir - als Einsteiger in Schleifsystem - deshalb von allen frei in der Hand zu haltenden Schleifgeräten abraten. Dafür braucht man Übung, sonst gibt es Kratzer auf der Klinge, bei Beschichtungen der Klinge sehr augenfällig. Die Abhilfe per Abkleben der zu schützenden Klinge ist hinreichend, jedoch bei Anfänger selten ausreichend, wer will und Kraft hat schleift durch das Klebeband hindurch. ;-)

Lansky, damit habe ich gute Erfahrungen gemacht, ist bezahlbar und hat eine im Winkel verstellbare Führung, diese wird zwar nicht 100%ig an deinen vorhandenen Schliffwinkel passen, aber du wirst wegen der Ausbrüche sowieso "runterschleifen" müssen, bis alle Grate aus der Klinge heraus sind. Aus den Fotos kann man nur schätzen, 25 oder 30 Grad dürften o.k. sein. Das must du selber messen, nachdem du den von dir gewählten Schleifstein anlegst.

Mit einem Schleifsystem kann man grundsätzlich einen neuen Schliffwinkel anbringen, der zu deinem Verwendungszweck passt.

Ich empfehle lieber ein dauerhaft und universell verwendbares System als einen einzelnen tollen Schleifstein, der versagt sobald man sich neue Messer und andere Klingenformen kauft. Klar, ich habe auch Diamant Schleifsteine, lang und breit für Holzwerkzeug, sowie ein Klappsystem mit 350/600 Körnung für unterwegs, das taugt sogar für Beile und Äxte, wird aber frei geführt, kleine Messer kann man darauf auf- und abstreichen, funktioniert tadellos. Kosten bei 15 Euro. Haltbarkeit ... im Gegensatz zu meiner teuren Diamantplatte, aufgrund der geringen Materialstärke reduziert, alles andere als ein Preis-Leistungssieger, aber für unterwegs und eher seltenen Einsatz ... why not.

Für zuhause und regelmäßig Verwendung kaufe dir lieber was Haltbares. Für einmaliges Klingenaufbereiten: lasse es vom Fachmann machen. Lohnt bei einer billigen Klinge meiner Meinung niemals. Die würde ich grob mit Metallfeile entgraten und auf einem günstigen Stein aus dem Baumarkt (zwei Seiten mit verschiedener Körnung) mit etwas Geduld (und dickem Abkleben) wieder scharf bzw. funktionsfähig machen.
Du hast verschiedene Optionen, wähle. :bg: