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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wildzelten - mal konkret



Achilles
05.04.2005, 16:39
Meine Freundin und ich wollen so langsam vom theoretischen zum praktischen Outdoorleben wechseln :lol: Naja, egal. Das nur so nebenbei.

Worauf ich eigentlich hinaus will: Ich habe mich sowohl hier im Forum, als auch sonst wo im Internet über Wildzelten in Deutschland schlau gemacht. Meine Frage an euch ist: Hat jemand schon einmal eine (Geld)Strafe einbüßen müssen? Kann mir jemand von einem ganz konkreten Fall berichten, als er beim Wildzelten erwischt wurde und dies außer einer mündlichen Ermahnung noch andere Konsequenzen hatte? :ill: Oder ist das hier im Forum noch nie jemandem passiert?

Freue mich auf eure Berichte.

Achilles
06.04.2005, 09:16
Niemand? Echt nicht?

Na dann versuche ich es einmal anders herum. Übernachtet ihr oft draußen "wild"? Also im Prinzip illegal? Dazu zähle ich zelten, Tarp, Schutzhütten, Biwak oder einfach nur Schlafsack auf Isomatte irgendwo, wo es eigentlich nicht erlaubt ist. Und wenn ja, habt ihr da ständig ein ungutes Gefühl, dass ihr gleich entdeckt werdet?

Monika
06.04.2005, 09:28
Ostern sind wir das erste mal "erwischt" worden.
Allerdings gab es nur den Hinweis, dass das eigentlich verboten ist, und nachdem der Förster noch mal genau geschaut hatte und nachgefragt hatte, ob wir auf dem Fernwanderweg unterwegs sind, ist er wieder gefahren.

Wir hatten aber auch genau an einer "Waldautobahnkreuzung" (Asphaltierte Wege durch den Wald) hinter einer Schutzhütte unser Zelt aufgebaut.

Normalerweise suchen wir uns etwas verstecktere Orte.

Ansonsten ist das Thema schon ausgiebig diskutiert worden.
Bemühe einfach mal die Suchfunktion.

Gruß Monika

PS: einzig in direkter Nähe eines Hochsitzes hätte ich ein ungutes Gefühl draussen zu übernachten.

winnetoux
06.04.2005, 09:31
Also, es liegt wohl wirklich an der Art deiner Fragen. legal - illegal - ... Strafen, büßen, huch!
wenn ihr so an die Sache rangeht und dich das Gewissen jetzt schon quält, solltet ihr vielleicht besser Campingplätze aufsuchen. Sonst habt ihr wohl wenig Spaß. Ansonsten: Kommunikation ist alles, fragen erlaubt - auch Wiesen-Feld- und Waldbesitzer kann man fragen - sofern sie erreichbar sind ;-)

Arne
06.04.2005, 09:38
Moin,

ich habe schon häufiger wild gezeltet, auch in der Nähe von Dörfern. Wurde aber noch nie erwischt. In der Nähe von menschlichen Siedlungen mache ich mir meist auch mehr Sorgen vor Kriminellen. Die meisten Menschen sehen es, die Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht, eher locker, wenn man keinen Müll hinterläßt und nicht gerade den frischen Acker verwüstet.

Arne

Hawe
06.04.2005, 10:38
"Erwischt" worden bin ich selber im Wald nur einmal, als ich unter dem Über-Dach einer Forsthütte lag. Gab etwas Gebrummel, hatte aber als prima Entschuldigung den plötzlichen Schneesturm vom Abend vorher und ca. 8 km bis zum nächsten Dorf...
In Strohschobern und auf Wiesen neben relativ einsamen Fahrwegen bin ich schon mehrfach von der grünen Zunft besucht worden (nicht vom Forst, die anderen). Die haben aber nur mal nachgesehen, wer da ist und was ich da treibe.
Wer vernünftig hantiert, z.B. auch kein Feuer macht, und nicht gerade beim Besuch des Försters (oder Rangers) meterhohe Flammen aus dem Kocher werfen lässt, der sollte relativ unbelästigt bleiben.

Am besten: endgültig lagern erst nach Einbruch der Dunkelheit, nicht direkt neben einem Hochsitz, bei Tagesanbruch wieder weg.
Entspannend: Bauern fragen, dann weiss man, dass niemand kommt und einen "verjagd".

Schlechte Erfahrungen mit entsprechenden Befürchtungen zu "im Wald erwischen" habe ich wie früher schon mal geschrieben mit Nationalpark-Rangern gemacht - die fühlen sich wichtiger als Polizei oder Forst, einige offenbar verkappte Möchtegern-Sherifs.

Gruss Hawe

johnsilver
06.04.2005, 15:27
zwei "erwischt"-Situationen:

1) im Frühjahr 200x in der Eifel am späteren Nachmittag mit einer Gruppe von 8 Leuten an einer Hütte (Brotpfadhütte), die wir als Nachtquartier bestimmt hatten. wir wollten zwei Zelte aufbauen, als ein Auto mit Waldarbeiter zur Hütte kommt (keine asphaltierte Straße). Frage, was wir so machen, woher, wohin.
wir drucksen rum, erzählen was von Pause und dem nächsten Ort, wo wir noch hinwollen (eigentlich erst am nächsten Tag), auf einmal sagt der Typ: "an eurer Stelle würde ich heute nicht mehr weitergehen, sondern hier übernachten", setzt sich in sein Auto und fährt.

2) 199x, keine outdoor-tour, sondern eine Sommer-Badetour mit Grill und Dosenbier an eine nahegelegene Talsperre (Glör, Camping verboten). unser Zelt direkt am Ufer, nachmittags kommt eine berittene Polizeistreife vorbei, klärt uns auf, das Zelten verboten ist und "es ist jetzt fünf vor vier, wir haben um 16.00 Schichtende, fangt mal an aufzuräumen". am nächsten morgen um 8 Uhr wieder Polizei, diesmal großes Aufgebot, um Wildcamper hopszunehmen.
diesmal direkt abbauen, mündliche Verwarnung, Personalien aufnehmen, aber KEINE Geldstrafe. sie waren übrigens recht nett zu uns, da sie das Zelt nicht lange im Wald suchen mußten. die Leute, die sich etwas mehr Mühe gegeben hatten, "unsichtbar" zu bleiben, also auch mehr Aufwand verlangten, wurden nicht so nett geweckt.

dazu noch diverse Kontakte mit Spaziergängern, Reitern, Langläufern (Zelt im Dunkeln auf ne Loipe gestellt), nie Ärger gehabt

Fazit: nie Strafe zahlen müssen, selbst Polizeiaktion gegen Wildcampen am Badesee, was wirklich nichts mehr mit Notlager/Biwak zu tun hatte, war kostenlos.

Jens

Achilles
06.04.2005, 16:08
... dazu noch diverse Kontakte mit Spaziergängern, Reitern, Langläufern (Zelt im Dunkeln auf ne Loipe gestellt), nie Ärger gehabt

Fazit: nie Strafe zahlen müssen, selbst Polizeiaktion gegen Wildcampen am Badesee, was wirklich nichts mehr mit Notlager/Biwak zu tun hatte, war kostenlos.

Das hört sich doch alles recht harmlos an. Falls durch meine Fragen der Eindruck entstanden ist, dass ich/wir panische Angst hätten erwischt zu werden - dem ist nicht so. Aber da ich an so vielen Stellen schon darüber gelesen habe hat es mich einfach interessiert, ob schon jemand ernste Probleme bekommen hat. Nichts weiter. Aber vielen Dank für die Beiträge.

Monika
06.04.2005, 17:09
zwei "erwischt"-Situationen:


wir drucksen rum, erzählen was von Pause und dem nächsten Ort, wo wir noch hinwollen (eigentlich erst am nächsten Tag), auf einmal sagt der Typ: "an eurer Stelle würde ich heute nicht mehr weitergehen, sondern hier übernachten", setzt sich in sein Auto und fährt.


Das ist eigentlich auch bisher meine Vorgehensweise gewesen.
Dabei hatten wir letztes Jahr dann ein Exemplar von "Oberwichtigtuer" "erwischt" (ein Sparziegänger), der uns erzählte bei dem Wetter könne man ja auch nicht Zelten und uns gleich Tipps bzgl. Unterkunft aufgedrängt hat - wobei wir Ihm natürlich bzgl. Zelten zugestimmt haben und uns für den Tipp artig bedankt haben! :wink:

Zur Info: Es war Frühling - leichter Nachtfrost - und wir hatten jeder einen grossen Rucksack dabei, da wir den etwas wärmeren Schlafsack eingepackt hatten. Den daher fast gefüllten 70-Liter-Rucksack hat er irgendwie nicht mit Zelten in Verbindung gebracht - und wir haben tunlichst vermieden ihn darauf aufmerksam zu machen, dass wir als Hotelgäste nicht unseren kompletten Hausstand durch den Wald tragen :lol:

Gruß Monika

ThomasMerten
07.04.2005, 14:04
Einmal wurden wir erwischt, auf einem Truppenübungsplatz bei Plön an der Grenze zu einem Landschaftsschutzgebiet. Ist bestimmt schon 13 Jahre her, wir saßen gemütlich auf einem Baum, unsere gigantschen Survial-Messer steckten neben uns im Holz, auf dem kochlosen Rauchfeuer bruzelten leckere Weinbergschnecken. Das fand ein Jogger wohl so merkwürdig, dass er die Pol alarmierte, die uns auch noch 20 Mark Strafe pro Person abknöpfte. Dabei hatten wir denen angeboten, mit ihnen die Schnecken zu teilen :bg:

Seitdem hat sich unsere Ausrüstung noch mehr der Umgebungsfarbe angepasst, Feuer gibt es seltener - erwischt wurden wir nie wieder, nicht mal beim Brückencamping oder im Autobahnkleeblatt 8)

Grüße,

Thomas

boehm22
07.04.2005, 14:20
Seitdem hat sich unsere Ausrüstung noch mehr der Umgebungsfarbe angepasst, Feuer gibt es seltener - erwischt wurden wir nie wieder, nicht mal beim Brückencamping oder im Autobahnkleeblatt 8)



Autobahnkleeblatt hört sich gut an - wie kommt man da rein? :bg:

Achilles
07.04.2005, 14:24
Wahrscheinlich Augen zu und ab durch die Mitte :P

ThomasMerten
07.04.2005, 14:26
Autobahnkleeblatt hört sich gut an - wie kommt man da rein? :bg:

Da gab es verschiedene Möglichkeiten. Die langweiligste war über die BAB-Auffahrt, die interessanteste unter der Auffahrt durch ein Entwässerungsrohr. In dem Kleeblatt waren wir vor der Nachtruhe auch tauchen - wenn man das bei 150 cm Wassertiefe so nennen darf :bg:

Flachlandtiroler
07.04.2005, 14:41
Dazu passen die Zelte, die gelegentlich innerhalb des großen Kreisverkehrs _mitten_ hier in der Innenstadt (!) standen und mutmaßlich von ansonsten Obdachlosen bewohnt wurden. Der Kreisverkehr ist teilweise vierspurig und daher ist man auf der Wiese innerhalb wohl recht ungestört :bg:

Gruß, Martin (der nie ernsthafte Probleme beim Zelten hatte)

ThomasMerten
07.04.2005, 14:45
Der Kreisverkehr ist teilweise vierspurig und daher ist man auf der Wiese innerhalb wohl recht ungestört :bg:


Klingt nach Wildcampingplatz Hamburg-Horn. Aber ungestört kann man nicht wirklich behaupten (hier fehlt jetzt ein Smiley mit Gehörschutz)

Orchid MKII
07.04.2005, 15:14
habt ihr mal den artikel auf der outdoor-magazinseite dazu gelesen?
das kann einem theoretisch ja schon den spaß verderben

Achilles
07.04.2005, 15:38
Ich denke bei dem Thema klaffen Theorie und Praxis recht weit auseinander. Und das wohl zugunsten der Praxis. Jedenfalls hat hier noch niemand von ernsthaften Konsequenzen erzählt.

Jürgen
07.04.2005, 17:35
Hi,

in chronologischer Reihenfolge:

Februar 2005: zwei "Eifel-Naturpark-Ranger" mit Hund und in schicker Uniform haben uns ca. 30m entfernt von einem Hauptweg am frühen Morgen aufgestöbert und uns unmißverständlich klar gemacht, dass wir innerhalb kürzester Zeit das Zelt abzubauen hätten. Ansonsten müßten sie zu härteren Maßnahmen greifen, was sie ungern tun wollten. Zum Glück hatten sie die Reste unseres Lagerfeuers nicht gesehen. Wir waren halt - entgegen unseren sonstigen Gewohnheiten - zu unvorsichtig in der Platzwahl.

Mai 2002: Paddeltour auf der Wümme. Abends kommt auf der gegenüberliegenden Uferseite ein grünlich gekleideter "Privatförster" vorbei und sagt sofort: "Zelten ist verboten! Ach und Feuer machen Sie auch noch! Dann hat es ja gar keinen Zweck, dass ich mich noch länger mit Ihnen unterhalte. Ich rufe sofort die Polizei." War schon dunkel und wir haben das Feuer aus gemacht. Polizei ist nicht gekommen. Der Typ hatte nicht mal die Tageszeit gesagt, so erbost war er.

Juni 1998: Paddeltour Sieg. Haben auf einer Wiese direkt an einer Straße gezeltet. Als grade das Feuer brannte kam ein Typ, der sich als "Jagdpächter" ausgab, ist total ausgeflippt, hat uns ein Ultimatum von 20 Minuten gestellt, innerhalb dessen wir das Zelt abzubauen hätten, sonst würde er die Polizei holen. Wir haben uns beeilt, weg zu kommen. Später haben wir ein Polizeiauto gesehen, das an der Feuerstelle hielt und zwei Beamte, die ausstiegen. Die haben aber nicht weiter nach uns gesucht, so dass wir auf unserem neuen Platz (am Rande eines leeren Autoparkplatzes) nicht entdeckt wurden.

Mai 1996: Wasserschutzpolizei und Forstverwaltung Lahn-Sieg-Kreis, morgens gegen 7:30h "Guten Morgen, mein Name ist XY, ich bin von der Wasserschutzpolizei Lahn - Sieg - Kreis, dies ist Herr XYZ von der Forstverwaltung Lahn- Sieg - Kreis. Sie haben hier im Naturschutzgebeit drei Zelte aufgestellt und darin übernachtet. Außerdem haben sie unerlaubter Weise ein Feuer entzündet. Das ist nach §§§xzyoweowe eine Ordnungswidrigkeit. Sind sie mit einem Bußgeld von 10,- DM pro Zelt einverstanden?" "Ja, ist okay." Wir haben gezahlt und wurden aufgefordert, innerhalb der nächsten halben Stunde den Platz zu räumen. Frühstücken könnten wir ca. 3km flußabwärts, dort sei ein ausgewiesener Grillplatz. Die Quittung hat mein Kumpel bis heute aufbewahrt.

Verglichen mit der Häufigkeit an "wilden" Zeltnächten würde ich schätzen, dass wir zwischen 1996 und 2005 ca. 250 - 300 Nächte wild in Deutschland übernachtet haben. Ein Mal erwischt mit Geldbuße, einmal von Rangern bzw. Wildpächter erwischt, einmal von einem Wichtigtuer leicht verunsichert. Ich find, das ist ´ne gute Quote.

Gruss
Jürgen

Orchid MKII
07.04.2005, 19:55
da haste recht das sit ne gute quote
aber mit dem im naturschutzgebiet.... das war klar, dass das verboten ist
-g-

ice
08.04.2005, 03:15
Hallo erstmal an alle
Also, prinzipiell gilt übernachten in Deutschland mit Zelt als verboten (in der "Wildniss" sprich nicht Zeltplätzen oder ausgewiesenen Übernachtungsplätzen, oder Privatgrundstücken.Mit Tarp oder nur mit Schlafsack ist es erlaubt (Wobei immer die Schwierigkeit besteht einem Polizisten zu erklären, daß ein Tarp kein Zelt ist) Ansonsten gilt ganz einfach: Geh an Plätze wo dich kein Mensch sieht, ist auch sicherheitstechnisch wesentlich besser. Jeh abgelegener desto besser. Und was ganz wichtig ist lass keinen Müll rumliegen. Am besten ist dass nacher keiner ersehen kann dass jemand da war. Sprich kein Müll keine sichtbare Feuerstelle u.s.w. Ansonsten viel Spaß bei eurem das erste mal draußen sein.

Hawe
08.04.2005, 09:24
Bei aller persönlichen Sympathie: an einer "wilden" Campstelle, am besten auch noch im Naturschutzgebiet, ein Feuer zu machen - das bettelt doch geradezu um Auffallen und Bestraftwerden.
Feuer ist heutzutage tabu, ausser an offiziell ausgewiesenen Feuerstellen.

Auch wenn ich die Stimmung nachvollziehen kann.

Hawe

weltläufer
08.04.2005, 18:19
Wir sind heute Nacht von nem Förster im Taunus vertrieben worden. Wir hatten gerade das Tarp aufgestellt, das Feuerloch gegraben, Holz gesammelt. Martins Freudenschrei "Juhu, die Birke brennt", als er die Birkenrinde mit dem Ortec angezündet hat, war wohl zu laut :lol: Er war ganz freundlich, auch wenns natürlich genervt hat: "Jaja, Survival-Training ist ja schön und gut, aber wenn das alle machen würden, hätten wir nen Campingplatz im Wald." Er wurde nichtmal wütend wegen unserer Feuerstelle, da "ein Waldbrand momentan ja fast ausgeschlossen ist." Wir haben dann abgebaut, sind ne viertel Stunde zu einem besser versteckten Ort gelatscht, der auch nicht mehr in seinem Revier war und haben dort wieder aufgebaut. Das war auch das erste Mal, dass ich erwischt wurde.

Ollie
08.04.2005, 19:58
..wenn man das Zelt/Tarp an einer "vernünftigen" Stelle aufstellt und wirklich gar keine Spuren hinterlässt gibt es eigentlich keine Probleme... im Schwarzwald sind schon mehrfach Förster/Ranger an uns vorbeigeloffen..nie Probs... ABER es gibt halt immer wieder ASSIS, welche mitten im Hochmoor oder sonstigen fragilem Bewuchs erst mal alles platt machen um ihr Zelt dann "in der schönen Natur" aufstellen zu können.... und bei solchen Fällen hab ich echt gar kein Mitleid und halt es schon sehr i.O., wenn diese Leute dann angemessen zur Rechenschaft gezogen werden!

Sebi
18.03.2006, 20:23
Hallo erstmal an alle
Also, prinzipiell gilt übernachten in Deutschland mit Zelt als verboten (in der "Wildniss" sprich nicht Zeltplätzen oder ausgewiesenen Übernachtungsplätzen, oder Privatgrundstücken.Mit Tarp oder nur mit Schlafsack ist es erlaubt (Wobei immer die Schwierigkeit besteht einem Polizisten zu erklären, daß ein Tarp kein Zelt ist) Ansonsten gilt ganz einfach: Geh an Plätze wo dich kein Mensch sieht, ist auch sicherheitstechnisch wesentlich besser. Jeh abgelegener desto besser. Und was ganz wichtig ist lass keinen Müll rumliegen. Am besten ist dass nacher keiner ersehen kann dass jemand da war. Sprich kein Müll keine sichtbare Feuerstelle u.s.w. Ansonsten viel Spaß bei eurem das erste mal draußen sein.


Hi

also wie ice schon schreibt ist zelten in deutschland verboten

aber biwakieren mit nem tarp oder nem poncho darf man schon.

ich versuche den platz nachher genau so aussehenzulasen oder sogar noch beser als voher

feuer is natürlich verboten

ach ja bis jetzt wurde ich noch nicht " geschimpft "


interesant wäre ja ob es dafür bestimmte gesetze gibt

waterfriend
19.03.2006, 02:36
Ich versuche in der Regel auf abseits gelegenen, dicht verkrauteten und seit langer Zeit unbenutzten Waldwegen mein Haus aufzuschlagen. Dann habe ich das Argument auf meiner Seite, dass ich mich auf einem öffentlichen Weg befinde. Dies hat außerdem den Vorteil, dass ich im bergigen Gelände einen halbwegs ebenen Boden habe. Wenn dann kein Hochsitz in der Nähe ist, kann ich ziemlich sicher sein, dass kein Besuch kommt.

Im übrigen sollte man das Zelt erst mit dem allerletzten Tageslicht aufbauen und morges um 8.00 Uhr wieder abgebaut haben. Wenn das Zelt dann zum Trocknen hängt und man in aller Ruhe frühstückt, gibt es keinen Tatbestand mehr.

Feuer mache ich allerdings nur an Feuerstellen. Mein Kocher arbeitet schneller. Wenn ich den Platz verlasse ist er sauberer, als ich ihn angetroffen habe.

Klaus

19.03.2006, 10:21
Wenn ich den Platz verlasse ist er sauberer, als ich ihn angetroffen habe.

Du nimmst also einen Outdoor-Ultraleicht- Besen, einen solarbetriebenen Staubsauger oder sowas mit.
Und eine Outdoor- Mitnahme- Toilette Typ "R. Nehberg" ??
:bg:

Peter

waterfriend
19.03.2006, 10:43
Nee - ich nehme den Abfall von meinen netten Mitmenschen mit, wenn dort welcher rumlag. Das geht auch noch von Hand.

Klaus

waterfriend
19.03.2006, 11:17
interesant wäre ja ob es dafür bestimmte gesetze gibt

Zuständig ist in in den meisten Fällen das Landes-Waldgesetz des jeweiligen Bundeslandes. Was dort nicht geregelt ist, bestimmt das Bundes-Waldgesetz. Findest Du alles im Internet.

Es ist kein Fehler, wenn man sich da ein wenig auskennt. Manche Jäger sind nämlich der Meinung, dass der Wald ganz alleine ihnen gehört und andere dort keine Rechte haben.

Nach der aktuellen Rechtsprechung können übrigens weder Forstbeamte noch Jäger Weisungen erteilen ofer irgend etwas erzwingen. Hierzu ist aussschließlich die Polizei befugt. Sie können Dich lediglich zur Anzeige bringen

Klaus

Crosswind
19.03.2006, 20:32
Hallo!

Zu kaum einem Thema gibt es so viele beiträge wie zum Thema wild campen.

Aber noch nirgends habe ich von jemandem gehört, weder hier noch im Ausland, dass er richtig negative Erfahrungen damit gemacht hätte.

Klar wird mal auch mal weitergeschickt (ist mir noch nie passiert), aber meistens findet man wunderschöne Plätze, und einen rießen Aufwand muss man dabei auch nicht treiben. Nur sauberhalten, das ist wichtig.

Ansonsten schaue ich bei meinen Touren (meistens per Rad) schon Tagsüber wie sich das Gelände entwickelt und wo man wohl günstig übernachten kann. Am liebsten schlafe ich in der Nähe von Bächen oder anderem fließendem Wasser (nur Achtung wegen der Mücken), in Obstplantagen oder anderen Wiesen und auf den freien Grasflächen zwischen Maisfeldern.

Wenn man Leute trifft, egal ob in einem Ort, auf einer Wiese oder wo auch immer, kann man meistens fragen wo man wohl ein gutes plätzchen zum wild zelten finden könnte...bisher habe ich nur Hilfe erhalten, tolle bekanntschaften gemacht und nette Einladungen bekommen, auf der Wiese hinterm Haus zelten zu dürfen.

Also: Nicht reden, machen! Und Leute ansprechen. Ist wirklich oft sehr interessant!

Viel Erfolg dabei

Philip

Thunderbird
19.03.2006, 22:09
Wie Crosswind schon sagte ist Ansprechen immer eine gute Idee, denn sprechenden Menschen kann man helfen!

Ein kleiner Tipp noch von mir, der noch gar nicht genannt wurde:
Ich Campiere oft auch an stellen, die nur sehr schlecht zugänglich sind. In der Eifel zum Beispiel habe ich mal auf einem Felsvorsprung unterhalb eines Spazierweges geschlafen, an den man nur mit etwas Klettererfahrung herankommt. So ist man nicht nur vor den Ordnungshütern, sondern auch vor anderen ungewollten Gästen (Diebe, Unruhestifter, Jäger....) geschützt *g*

MfG Dennis

Sawyer
20.03.2006, 23:54
Jäger sind nach meiner bisherigen Erfahrung, oftmals die wahre Pest im Wald. Ich hatte da schon Diskussionen, nur weil ich im VW-Bus auf einem Wanderer-Parkplatz am Waldrand übernachten wollte. Um weiteren Ärger zu vermeiden, bin ich dann auf den, von den Hochsitz-Trotteln empfohlenen Platz. Schön schlammig und uneben. Am nächsten Morgen in der Früh kam dann noch so ´ne Gamsbartpfeife vorbei. Offensichtlich wurde er von seinen Kollegen informiert und wollte mich kontrollieren. Eigentlich kein Problem, als er dann aber seine Nase an der getönten Scheibe platt gedrückt hat, um Einblicke zu erhalten, habe ich von der anderen Seite mal mit der Teva-Sandale auf die Scheibe gehauen. Der arme Grünschimmel war ziemlich erschrocken und hat sich dann getrollt.
Wie ich dann später von einem einheimischen Jäger u. Naturfreund erfuhr, handelte es sich um gutbetuchte Waidmannsgesippschaft von außerhalb, die in der Gegend für ihr elitäres Auftreten bekannt und nicht beliebt war.

Seitdem gilt beim Treffen auf Jäger immer meine erste Frage nach der Herkunft. Ist er außerhalb und nutzt seines ganzes Geplöngel nur um seine Etikette zu pflegen, dann bin ich nur "Durchreisender" und an keinem weiteren Geprächen interssiert. Wenn´s ein einheimischer Jägersmann ist, dann spiele ich mit offenen Karten und frage ihn, ob die Übernachtung ok. ist. Wenn er dann, nach einem netten Gespräch der Meinung ist, dass ich nicht an dieser Stelle nächtigen sollte, dann ziehe ich kompromißlos weiter.

Förster finde ich in dieser Hinsicht um vieles hilfsbereiter. Wenn klar ist, dass man eine naturschützende Gesinnung in sich trägt, dann steht der Nacht im Wald kaum noch was entgegen und ein paar Lehrstunden in Wald- u. Wildökologie sind dann durchaus schonmal mit drin.

Polizeilische Bekanntschaft hatte ich einmal mit zwei Freunden im Winter im Harz. Wir hatten unser Tarp aufgespannt und ein kleines Feuer am sandigen Ufers eines Sees entfacht, als zwei alamierte Polizisten kamen und ertsmal Hektik im Dunkeln verbreiteten. Wir hatten zwei Malamutes dabei und die Herren in Uniform reagierten erstmal angespannt.
Als wir Ihnen zuriefen, dass wir zu dritt seien mit zwei Hunden die angeleint sind, wurden sie etwas lockerer. Nach kurzem Informationsaustausch über das Wer, Woher, Warum und wie lange, wurden wir gebeten, nach dem Trocknen unserer Sachen, das Feuer zu löschen und am nächsten Morgen keine Spuren zu hinterlassen.
Am nächsten Morgen, als wir unser Lager schon längst abgebrochen hatten, kam noch eine weitere Streife und hat uns gefragt, ob wir gut genächtigt haben. Das war alles.

Fazit:

Wenn ein Verantwortlicher da ist (damit meine ich keine der Etikettenbüchsen), dann fragen.
Wenn keiner da ist, dann einfach machen und an die Regeln halten.
Wenn jemand kommt und vor allem im Dunkeln, gleich klar machen zu wievielt man ist, dass Hunde angeleint sind, etc. und keine Gefahr von einem ausgeht.
Wenn´s einen Belehrungserguß mit Strafandrohung gibt, dann einsichtig sein und zahlen.



Gruß Sawyer


PS: Die Halali-Wichtel sind hier nicht gut weggekommen. Keep cool. Jagdschutz muss sein. Die, die es aus Berufung machen, verdienen meine Anerkennung; und die die es machen, weil es bei den Reichen hip ist finde ich total daneben.

cd
27.04.2006, 16:49
Heute hab ich zufällig im Amtsblatt Leonberg was darüber gelesen, wie man sich denn doch bitte im Wald verhalten möge.
Titel des Artikels war "Wald als Festplatz? Nur in Grenzen". (http://www.leonberg.de/pres.phtml?call=detail&css=basic.css&La=1&FID=447.1982.1&)
Und der letzte Satz darin war dann auch:

...Auch Übernachtungen im Wald sind nicht erwünscht.
Scheint ja wohl nicht explizit verboten zu sein... :bg:

chris

Rajiv
27.04.2006, 17:21
Etwas vorher steht, daß keine Zelte aufgestellt werden dürfen.

Dies sollte man schon auch sagen, wenn da steht, daß Übernachtungen im Wald nicht erwünscht sind.
Dann sind wir wieder an dem Punkt(der schon so oft geschrieben wurde), daß man nur mit Schlafsack(Grau-Bereich dürfte dann Tarp bzw. Biwaksack sein) eigentlich schon übernachten darf.

Rajiv

cd
27.04.2006, 18:41
Ich denke, das mit den Zelten bezieht sich hier auf die "kleineren privaten Grillfeste".
Aber beim leonberger Forstamt scheint eben das Übernachten allgemein, dazu zählt ja auch, sich einfach so in den Wald zu legen, nicht erwünscht ist.
Aber eben "nur" nicht erwünscht. Wenn es regelrecht verboten wäre, hätten sie hoffentlich auch "verboten" oder "nicht erlaubt" geschrieben.
Sprich: Der vorbeikommende Förster dürfte einen zwar höchstwahrscheinlich anraunzen bzw. bitten, nicht im Wald zu übernachten, er dürfte einen aber nicht "verweisen" oder die Polizei holen. Wobei ich da nicht unbedingt drauf aus wäre, mit dem Förster darüber zu streiten... Lieber gleich gar nicht erwischen lassen...

So genau weiß man bei solchen Lokalschreiberlingen ja auch nicht immer ob die jetzt genau das meinen, was sie schreiben... :-?

chris

camptramp
27.04.2006, 18:58
Also ich hatte bisher noch überhaubt keine Probleme mit Förstern oder so.
Und die meisten Spaziergänger sind freundlich und sehr sehr neugierig wo die Reise denn hin geht. :)

TÄTÄRÄ
27.04.2006, 20:15
Also, auch wenn hier die sog. Gamsbartträger nicht so gut wegkommen...

ICH BIN EINER VON "DENEN" :shock: :shock: :shock:

Klar treffen beim Zelten im Wald zwei Interessen aufeinander!
Der eine, der gerne in der schönen Natur zelten will und diese geniessen möchte.
Auf der anderen Seite der Jäger, der heutzutage einen nicht unerheblichen Betrag bezahlen muss, um dort jagen zu können.
Nun wird aber nicht im jeden Revier zu jederzeit jemand jagen möchten.
Wenn man also einen Jäger trifft, am besten einfach fragen.
Es gibt im jeden Revier Ecken, die jaglich nicht so interessant sind, bzw. die sich zum Zelten eignen - in der Hinsicht, dass man beide Interessen unter einen Hut bekommt!

Nun würde ich mich auch nicht heimlich nachts irgendwo "hinhauen", wenn gerade Vollmond ist.
DANN kann es nämlich gut sein, dass jemand nachts nach der Dämmerung noch mal auf den Ansitz geht... Wildschweine!
Nicht, dass es dann gefährlich für den "Camper" wird, aber ärgerlich ist es schon, wenn man sich halbe Nacht um die Ohren schlägt, um dann am nächsten Morgen festzustellen, dass inmitten der Dickung jemand geschlafen hat... DANN wäre wohl jeder etwas ennervt und dem entsprechend "freundlich"...

Die Landschaft geniesse ich ja so oder so tagsüber. Wo ich dann schlafe, ist ja dann auch relativ egal.
Deshalb einfach fragen!!! Und vielleicht auch einen kleinen Kompromiss eingehen... Auf Kontra zu gehen, bringt da relativ wenig, ausser reichlich Ärger.

Wo ich bis jetzt gejagt habe, hätte jeder einzelne in den Dörfern gewußt, wen man fragen muss, um zu wissen, wo man sich beruhigt hinlegen kann, ohne anderen (Jägern) gezielt gegen den Strich zu gehen.

Wie man nun letztes Endes zur Jagd steht, sollte hierbei auch relativ egal sein.
Es gibt nicht wenige, die, wenn sie einen Jäger sehen, ganz bewußt noch mal drei Runden über die Wiese drehen, nur um zu demonstrieren, dass sie ja machen können, was sie wollen.
Das sowas dann oftmals zu unnötigen Ausandersetzungen führt, ist wohl jedem klar.



Vielleicht dies noch am Rande:

Sicher ist Jagd ein Hobby. Das hierbei auch sicher einige "schwarze Schafe" unterwegs sind, ist auch klar. Stichwort Prestige!
Aber trotz alledem ist Jagd auch ein Riesenaufwand! Das ist leider vielen nicht klar. Die Abschusspläne werden nicht von den Jägern gemacht!!!!
Und diese manchmal zu erfüllen, ist nicht immer einfach und nur mit einem enormen Zeitaufwand zu bewältigen!
Wenn ich mir das ganze Wochenende um die Ohren schlage, weil die Bauern über die hohen Wildschweinpopulationen klagen, jede Nacht draussen verbringe und dann am nächsten Morgen feststelle, dass ich mir das alles hätte sparen können, dann ... (dürfte klar sein!)

Hilfreich: Vorher denken und fragen und vor allem nicht "absichtlich" provozieren.


Tobias

Thunderbird
27.04.2006, 20:31
Hilfreich: Vorher denken und fragen und vor allem nicht "absichtlich" provozieren.


Nur was ist wenn da niemand ist zum Fragen?? Ich denke mal, dass ich nicht immer Jäger treffe beim Wandern ;)

cd
27.04.2006, 22:32
Eigentlich wollte ich ja nur posten, was wo ich wohne von offizieller Seite so dazu gesagt wird...
Und nicht die ganze Diskussion wieder anheizen...

@TÄTÄRÄ:
Ich hab nix gegen Jäger oder Föster. Ich würde selber liebend gerne die Jägerausbildung machen, hab aber zur Zeit einfach nicht das Geld dazu.
Ich bin der Meinung, dass hier beide Seiten Verständnis zeigen sollten. Die "Camper" sollten sich wirklich bemühen, den jagdlichen und forstlichen Interessen nicht in die Quere zu kommen, sei es durch fragen oder sonstwie. Aber auch Förster und Jäger sollten Verständnis für die "Camper" haben, die einfach ein ziemlich schönes Naturerlebnis haben wollen. Das heißt, sie sollten bei einer Begegnung nicht einfach rummosern (was ich im übrigen selber noch nie erlebt habe), sondern das ganze auf die freundliche Tour machen und im gleichen Atemzug Tips geben, wo man sich nicht in die Quere kommt. Und wenn die "Camper" mindestens genauso "kooperativ" sind und auch ernsthaftes Interesse an der Tätigkeit des anderen zeigen (Fällt zumindestens mir nicht schwer :wink: ), dann sollte man das alles doch gut geregelt kriegen, oder?

chris

TÄTÄRÄ
28.04.2006, 08:59
Vielleicht ein kleines Beispiel:

Spätherbst vor ca 2 Jahren, zunehmender Mond, Wochenende lange angepeilt

Nach Einbruch der Dämmerung sollte es dann auf den Ansitz gehen und ZACK:

"HÖLLLLLE, HÖLLLLLE, HÖLLLLE......" "HEEEEEEEEEEEYYYYY, GIIIIIIIIIIIIIBBBBB DEM PEEEEEEEEEEETTTEEEEER NOCH NEEEEE PULLLÄÄÄÄÄÄ!!!!!!"
Party in ner kleinen Hütte im Revier. TOLL!

Naja, ich hab mich dann auf die andere Seite des Reviers gesetzt und mich die Nacht halb totgelacht, weil die dann irgendwann mit Megaphon angefangen haben zu "singen"...


Was ich damit sagen will:

Wenn man nicht absichtlich sich irgendwo im Wald "versteckt", sich vielleicht vorher erkundigt (o.g. Kampftruppe war die Dorfjugend :) ), dann findet sich def. IMMER ein Weg...

derklaus
29.04.2006, 12:40
es gibt leider nicht immer einen weg.
das dämlichste was ich bisher erlebt habe:
war mit meiner jugend unterwegs und hatten uns deswegen extra auf einen zeltplatz begeben.
kothe ausgepackt, ab in den wald und die stange besorgt.
kam irgendein zuständiger vorbei und hat uns angepfiffen, weil wir doch nicht einfach holz aus dem wald nehmen dürfen um unser zelt aufzustellen (war natürlich ein toter baum).
das ende vom lied war, dass wir unsere klamotten wieder eingepackt haben und wild gezeltet haben.
so einen blödsinn hatte vorher echt noch nicht gehört

Schloma
01.05.2006, 00:50
Hi, hatte ein Erlebnis der besonderen Art.

ERWISCHT um 22.00 Uhr !!!!!!! allerdings war es ausnahmsweise mal anders, nicht wir wurden erwischt, sondern wir haben einen Holzdieb auf frischer TAT ertappt. Mein Waldkamerad und ich lagen gemütlich am Lagerfeuer als auf einmal ein Auto mit Anhänger einen Forstweg entlang kam. Natürlich hat es uns interessiert was jemand um 22.00 Uhr im Wald macht ( abgesehen von uns :bg: ) , wir sahen, lauschten und erwischten IHN mit den Worten " Halt Forstaufsicht!!! :grrr: " --> Weg mit dem Holz und ab mit Vollgas!!

War echt der Lacher!!!

SY

Snuffy
01.05.2006, 01:05
Da es hier ja um Konkretes geht wollte ich mal fragen ob jemand die Gesetze kennt, bzw zitieren könnte.

Auf Wiesen darf man eigentlich zelten, für eine Nacht. Feuer machen auch, wenn 100m weg vom Wald.
Alles solange es kein Privatgrünstück ist, aber wie findet man das raus?

Wie es im Wald aussieht mit zelten ist ja dann von Bundesland zu Bundesland verschieden, wo finde ich die Info zu meinen Wunsch/ZielBundesland?



Snuffy

Schloma
01.05.2006, 01:08
Konkrete Gestzestexte wurden erst vor kurzem behandelt.

Suchfunktion nutzen " Wildzelten....usw" :P


SY

Snuffy
01.05.2006, 01:24
Tja muss man nur noch finden :bg: :roll:




Durfte gerade unser 12jahre altes, noch warmes Mietzekätzchen von der Strasse kratzen :-?



Snuffy
der wo nicht fündig geworden ist

cd
01.05.2006, 16:23
Guck mal hier:
http://www.wald-online.de/
Über einen Klick auf das entsprechende Bundesland kommst du zur HP der jeweiligen Landesbehörde.
Viele (ich bin mir nicht sicher, ob alle) haben irgendwo das jeweilige Landeswaldgesetz oder wie das auch immer heißt entweder schön als pdf versteckt oder zumindestens irgendwelche "Verhaltensregeln" mit Bezug auf das Gesetz.

chris

So, damit man bei der Suche in Zununft auch fündig werden kann noch ein paar Stichwörter:
Landeswaldgesetz, Waldgesetz, LWaldG, BWaldG, Bundeswaldgesetz, Wildzelten, Wildcampen, Betretungsrecht, Waldnutzung, Gesetz, Gesetzestext, Forstbehörde, Forstamt, Forstverwaltung, Forstbetrieb, Forstgesetz,...

Lightfoot
09.05.2006, 09:32
Wegen zweier Sachen möchte ich noch mal was bemerken.

1. Es scheint ja Übereinkunft zu herrschen, daß man nicht zelten, aber mit dem Schlafsack/Biwaksack übernachten darf. Tarp sei eine Grauzone.

Ich wäre da vorsichtig. Ich habe auch schon andere Meinungen dazu gehört (von juristischen Kollegen aus dem fachlichen Dunstkreis).

In Niedersachsen verbietet z.B. § 23 NWaldLG in der freien Landschaft "das Zelten,...", sowie den "Aufenthalt in Zelten". Jetzt stellt sich die spannende Frage, was das Gesetz meint. Es fällt unter Nutzung bestimmter juristischer Auslegungsmethoden nicht schwer, unter "Zelten" auch jede vergleichbare Verweilart, z.B. zum Übernachten, zu zählen. Oder man kann sich an den Wortlaut halten und Biwaksäcke nicht zum "Zelten" zählen. Meiner Ansicht nach ist der Begriff (leider) weit auszulegen und bezeichnet jede längere, zeltende oder dem Zelten vergleichbare Verweildauer an einem Ort. Schließlich geht von einem Übernachten im Biwaksack oder Tarp eine vergleichbare Beeinträchtigung der Umwelt aus wie beim Zelten.
So viel zu dieser auch für den juristischen Laien unglaublich spannenden Frage. :roll:

2. Es wurde gesagt, Förster hätten im Wald nichts zu sagen, nur Polizeibeamte dürften einem Anweisungen geben. Das stimmt so nicht ganz.

In Niedersachsen sind z.B. die primären Gefahrenabwehrbehörden und zugleich auch die Feld- und Forstordnungsbehörden die Gemeinden, die Feld- und Forsthüter ernennen. Ein solcher gemeindlicher Vollzugsbeamter hat grds. die gleichen Kompetenzen wie ein Polizeibeamter (minus betimmter Sachen bei Zwang), ja, eigentlich hätte der Polizist den Mund zu halten, wenn ein Forsthüter da wäre, weil er nur nachrangig zuständig wäre.

Im Landesforst nehmen bestimmte Forstbeamte (näheres würde zu weit führen) diese Ordnungsaufgaben nach dem NWaldLG wahr, haben also alle Befugnisse vergleichbar Polizeibeamten. Außerdem sind sie dann regelmäßig auch Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft und können daher auch Strafverfolgungsmaßnahmen einleiten.

Wenn also ein Förster vor einem steht, sollte man nicht den dicken Willi markieren ("Sie können mir ja mal gar nix."), sondern recht freundlich und kooperationsbereit sein. Normale Jäger sind dagegen "Zivilisten" und haben nur die Jedermann zustehenden Rechte, auch wenn sie Jagdschutz ausüben, der im übrigen mit den Feld- und Forstordnungsvorschriften nichts zu tun hat, was Jäger manchmal gerne vergessen.

Dirk N.
11.05.2006, 21:16
1. Es scheint ja Übereinkunft zu herrschen, daß man nicht zelten, aber mit dem Schlafsack/Biwaksack übernachten darf. Tarp sei eine Grauzone.


Bei einer Vielzahl von Leuten hier herrscht die unausgesprochene Übereinkunft das man nicht soviel darüber palavert sondern, es jederzeit
tut("wild zelten") und sich nicht dabei erwischen lässt, :wink: was, wenn man sich nicht zu dämlich bei der Platzwahl anstellt, nur sehr selten der Fall sein wird und in nochmals viel selteneren Fällen tatsächlich zu Konsequenzen führt.

Holt sich denn jeder auch so viele Auskünfte ein wenn er das nächste Mal vor hat eben mit 120 statt der erlaubten 100 über die Straße zu rauschen,oder zu parken wo... .
Und wie oft wurden dabei hier schon welche erwischt? :ill:

Dirk

Indi
11.05.2006, 22:07
auf elegante Art beigebracht 8)

derMac
11.05.2006, 22:18
Ich wäre da vorsichtig. Ich habe auch schon andere Meinungen dazu gehört (von juristischen Kollegen aus dem fachlichen Dunstkreis).
Was hast du konkret gehört? Dass ich Nachts nicht im Wald sein darf? Dass ich mich nicht gegen Kälte schützen darf? Dass ich mich auf meinen Touren nicht ausruhen darf?


2. Es wurde gesagt, Förster hätten im Wald nichts zu sagen, nur Polizeibeamte dürften einem Anweisungen geben. Das stimmt so nicht ganz.

In Niedersachsen sind z.B. die primären Gefahrenabwehrbehörden und zugleich auch die Feld- und Forstordnungsbehörden die Gemeinden, die Feld- und Forsthüter ernennen. Ein solcher gemeindlicher Vollzugsbeamter hat grds. die gleichen Kompetenzen wie ein Polizeibeamter (minus betimmter Sachen bei Zwang), ja, eigentlich hätte der Polizist den Mund zu halten, wenn ein Forsthüter da wäre, weil er nur nachrangig zuständig wäre.
Für Leute die gern selber lesen. (http://rlp.juris.de/rlp/gesamt/PolG_RP.htm#PolG_RP_G3) Dürfte in den meisten Bundesländern recht ähnlich sein.

Mein Standpunkt ist ja eher: verhaltet euch vernünfigt, dann habt ihr in den meisten Fällen kein Problem.

Mac

Christine M
11.05.2006, 23:08
§ 36 (http://www.ljv-rlp.de/html/downloads/lwg.pdf) :popcorn: :bg:

Christine

Dekkert
15.05.2006, 21:36
Hallo
nochmal zum Zelten auf Wegen.
Zelten auf öffentlichen Wegen stellt mit Sicherheit eine Sondernutzung dar, derer es eine Sondernutzungserlaubnis bedarf.

Gruß

isegrim13
18.05.2006, 23:23
---

Thorsten
19.05.2006, 08:33
Die Zeltfrage bei den Karpfen-)anglern bringt uns hier nicht wesentlich weiter.
Schon deswegen, da sie von vornherein durch ihren Erlaubnis("Angel-")Schein berechtigt sind, sich auch nachts auf dem betreffenden Grundstück aufzuhalten.
Allgemein besteht unter vielen Anglern die Auffassung, daß ein Zelt nicht als Zelt anzusehen sei, wenn es keinen festen Boden hat.
Dummerweise gibt es, von einzelnen lokalen Gewässerordnungen abgesehen, keine verbindliche Quelle, die das belegen könnte.

..aber da sich das in vielen Köpfen festgebrannt hat, kommt man damit meistens durch.

In letzter Zeit mehren sich jedoch die Berichte, daß auch Angler in M-V wg. wilden campierens mit Bußgeldern von 80Eur aufwärts belegt werden, da viele Angelgewässer in Schutzgebieten liegen.
Die Auslöser sind hier weniger Förster oder Fischereiaufsicht als Mitarbeiter von Ordnungs- oder Naturschutzbehörden, die frühmorgens mit
Kameras auftauchen, um das Fehlverhalten beweissicher zu dokumentieren.

Irgendeine Art von Wetterschutz+Schlafsack reicht da manchmal schon aus.

iamon
19.05.2006, 20:19
okay, das mit dem tarp und zelt habe ich nun verstanden. wie verhält es sich mit hängematten à la hennessy hammock?

gibt es hier eine besondere nähe zum biwkieren?

ansonsten gilt wie immer das elfte gebot: nicht erwischen lassen :wink:


iamon

Dekkert
29.05.2006, 20:48
Hallo,

nochmal zum Thema Wildzelten, aber in Österreich.

Ich habe mich letztlich mit einem Pfadfinder unterhalten, der meinte daß es für seine Gruppen in Österreich wesentlich einfacher sei, da dort das Wildzelten grundsätzlich erlaubt sei.

Weiß da jemand was drüber?

Grüße

Dekkert

Schloma
29.05.2006, 21:37
Das wäre mir als ÖSI aber was neues, es sei den Pfadfinder haben einen Sonderstatus?????ß


SY

akalos
30.05.2006, 11:57
nop is in österreich auch nich erlaubt soweit ich weiss. für die praxis gilt das gleich wie in D.
(iiiirgendwas scheints mir zu geben "über 2000 meter höhe erlaubt" oder so ... kA mehr)

ist eigetnlich eine schneehöhle juristisch ein zelt, ein tarp oder gar keine unterkunft oder was?

mätty
08.06.2006, 23:25
Hab heut Mittag mal bei unserem Förster nachgefragt wie es im Staatswald mit biwakieren bzw. zelte aussieht. Wie er meinte ist im Wald nicht nur zelten sondern auch biwakieren verboten aber gegen jemanden der im Wald zeltet und sich ruhig verhält, keinen Müll hinterlässt und kein Feuer baut hätte kein Förster was einzuwenden.


mfg Mätty

Erwin
09.06.2006, 11:53
Volle Zustimmung an Mätty. Mein Bruder und ich haben vor 1 Monat in Wales 12 Tage zwar im "unausgebauten VW-Bus" genächtigt, aber im Prinzip das selbe wie bei einem Zelt. Das wilde Campen wird besonders in Wales nur geduldet. Wir haben immer eine "50 cm Stahlschlüssel" für's Feuer benutzt. Als Untergrund immer Steine. Dazu 2 Wasserkanister, Säge, Beil, Kohleschaufel, Holzzange um die Lagerstelle verteilt. Den Abfall gleich in den Müllbeutel und kein Grünzeug zertrampeln. Einmal kam sogar der Ranger mit dem Auto vorbei, grüßte kurz und fuhr weiter. Wobei es in den Bergen lockerer als am Strand gesehen wurde. Hinweise von Einheimischen sollte man Ernst nehmen (z. B. an einem Strand in Northwales haben wir kein Feuer entfacht, weil sonst die Polizei gleich gekommen wäre).

Beim Feuern denke ich, weis der Jäger, Ranger ... ob einer sorglos oder mit Vorsicht vorgeht und was für eine "Art Mensch" man ist.

Christine M
25.07.2006, 10:42
Mal so interessehalber: wie würdet ihr hier ein erlaubtes "hochalpines Biwak" vom verbotenen Biwakieren mit Zelten abgrenzen? Oberhalb der Baumgrenze? Wenn es nur noch Fels und Schotter hat? Oder mehr vom Zweck her?


Gleichfalls untersagt ist: (...) sowie das Lagern oder Biwakieren mit Zelten, Wohnwagen und dergleichen, mit Ausnahme des hochalpinen Biwaks und außerhalb der eigens eingerichteten Flächen (...)

Christine

Flachlandtiroler
25.07.2006, 11:37
Rein praktisch:
- Wenn Du abends von einem Ranger angetroffen wirst ist ein Talabstieg nicht mehr zumutbar
- Wenn Du morgens angetroffen wirst bist Du schon weg :bg:

Gruß, Martin

pfadfinder
26.07.2006, 09:32
Moin,
kenne da jemanden,der gestern und vorgestern vor einem Naturschutzgebiet im schilfgras gezeltet und auf Müll,Natur und Feuer geachtet hat. Der hat möglichst wenig Naturraum geplättet und die Umgebung war sowieso ziemlich naturbelassen,da wenig von Menschen beachtet.
Kleines lagerfeuer gemacht und keinen Fisch gefangen... :ill:
Schlecht geschlafen,weil der Untergrund einer Kraterlandschaft glich.
Trotzdem eine wunderbare Sache.

LG-Der Pfadi

-Lap-
26.07.2006, 19:09
Nicht schlecht...Aber im Schilfgras ?? nicht zu sumpfig? Bei uns am See wächst das nur im Wasser....

pfadfinder
27.07.2006, 07:46
@Lap: Siehe Wetter...Bodenwanne normale 10.000mm Wassersäule.

LG

Lightfoot
27.07.2006, 08:42
Ich wäre da vorsichtig. Ich habe auch schon andere Meinungen dazu gehört (von juristischen Kollegen aus dem fachlichen Dunstkreis).
Was hast du konkret gehört? Dass ich Nachts nicht im Wald sein darf? Dass ich mich nicht gegen Kälte schützen darf? Dass ich mich auf meinen Touren nicht ausruhen darf?


Mac

Ich lese das leider erst jetzt: "gehört" habe ich von zuständigen Ministerialbeamten die Ansicht (die ich als Jurist teile), daß es unerheblich ist, ob man ein Zelt oder Tarp oder einen Biwaksack oder nur den Schlafsack benutzt. Das Verbot des "Zeltens" ist teleologisch erweitert dahin zu verstehen, daß damit das Übernachten im Wald/Feld verboten ist. Deine Fragen sind also sinngemäß mit "ja" zu beantworten.

Gerichtsurteile sind mir aber nicht bekannt, ich werd' mal bei Gelegenheit schauen.

Also eher unauffällig verhalten und/oder auf die übliche Lässigkeit der Ordnungskräfte vertrauen. :bg:


@ pfadfinder:

Wenn ich die Kombination Naturschutzgebiet und kleines Feuer etc. lese, hört's bei mir auf. Da hat man exemplarisch den Grund, warum bei uns das Übernachten in freier Natur verboten wurde.

-Lap-
27.07.2006, 08:46
Schlafen allgemein im Wald/Feld verboten? Okay wenn man erwischt wird einfach sagen ich hätte nur kurz aus Spaß die Augen zu ich schlafe hier nicht ich liege nur aus Spaß in meinem Schlafsack :sleep:

fritzn
28.08.2006, 13:00
Ich wurde ohnmächtig und jemand hat mir meinen Schalfsack angezogen und mein Zelt aufgestellt, mich auf meine Isomatte gebettet (gut, dass ich das alles heute zufällig eingepackt habe). Dass derjenige mein ganzes Bier ausgetrunken hat, finde ich nur fair!


/ wäre fast nen thread wert: die dümmsten auseden, warum man hier zeltet


Wenn man halbwegs einsichtig ist und zügig aufräumt und sich verzieht, geht vieles durch. Zündet halt nicht den Wald an.

Hat das eigentlich schon mal überhaupt jemand geschafft hier? Waldbrand wegen Lagerfeuer??

Schnubu
28.08.2006, 14:38
Tach!

Ich wurde schon ein paar Mal zum Zusammenpacken aufgefordert:

1. Norwegen: der grummelige Bauer hatte wohl einen schlechten Tag und da ließ er uns eben nicht auf einer "wilden" Wiese zwischen Feldweg und Fluss campen. Ich verstehe es bis heute nicht, aber sowas muss man akzeptieren.

2. Ostsee: direkt am häuslichen Strand in Markgrafenheide lauerten uns gegen 5 Uhr früh (!) Ordnungsamtsfritzen auf, die uns dann was von Brandgefahr usw. erzählten und schon waren wir mit 70 Euro dabei. Die Sache ist auch nicht nachvollziehbar, weil sich das ganze recht weit abseits der normalen Badestrände abspielte und dazu noch im November! Es gibt aber trotzdem nichts schöneres als am Strand zu zelten.

3. Spanien/ Costa Brava: alle umliegenden Zeltplätze waren überfüllt und wir wurden stehts weggeschickt. So haben wir uns auch an den Strand gelegt (es war schon dunkel). Morgens gegen 7 Uhr stand dann ein spanisches Polizistenpärchen aufgetaucht und hat ganz interssiert geguckt. Außer einer Aufforderung das Nachtlager ohne Spuren zu verlassen und einem Hinweis, dass wildzelten normaler Weise in Spanien verboten wäre, gab es weiter keine Unannehmlichkeiten.

Insgesamt muss man sagen, dass sogenannte Parkranger und Ordnungsamtsfuzzies in D am wenigsten durchgehen lassen und meist gleich Stift und Zettel zücken. Verständlich ist aber das rigide Durchgreifen schon, da die Strände (zumindest in McPomm) teilweise schon sehr mistig sind: Glas, Kippen, Müll aller Art und vor allem Lagerfeuerreste (teilweise leicht verbuddelt) sind ein Dauerärgernis.
Bei solchen "Umwelt"-Spezialisten kann man sich nur bedanken, weil die schon dazu beitragen, dass man als Camper ins Gerede kommt.

Gruß

Schnubu

Indi
28.08.2006, 14:49
Meistens hilft es gegenüber dem Naturfuzi oder Förster sehr freundlich und einsichtig zu sein und ihn nebenher in ein halbwegs interessantes "Naturgespräch ala Ohh ist das schön..ob die Convallaria majalis wohl im nächsten Jahr auch schon so früh und schön blüht" zu verwickeln.

Ich hatte zum Glück noch nie Probleme..

chrysostomos
28.08.2006, 15:20
Ich lese das leider erst jetzt: "gehört" habe ich von zuständigen Ministerialbeamten die Ansicht (die ich als Jurist teile), daß es unerheblich ist, ob man ein Zelt oder Tarp oder einen Biwaksack oder nur den Schlafsack benutzt. Das Verbot des "Zeltens" ist teleologisch erweitert dahin zu verstehen, daß damit das Übernachten im Wald/Feld verboten ist. Deine Fragen sind also sinngemäß mit "ja" zu beantworten.

2 Juristen - 4 Meinungen :wink:

Vielleicht bin ich als schweizer Jurist nicht ganz so im dogmatischen Netz verfangen, wie unsere nördlichen Kollegen...

Eine Norm teleologisch auslegen heisst, nach dem Sinn respektive beabsichtigten Zweck der Norm zu suchen. Mit dem Zelten sind erfahrungsgemäss gewisse Immisionen verbunden, welche das Verbot eben grad zu verhindern sucht. Solche Immissionen könnten Lärm, Zerstörung von ökologisch sensiblem Waldboden durch die Liegefläche, Entwässerungsgräben, Dunglöcher, Feuer und Abfall gehören. Allerdings könnten solche Immissionen auch durch andere zulässige Nutzungen im Wald wie durch Spiel, Wandern, Picknick, Jagd, Bewirtschaftung usw. erfolgen. Eine pauschales Übernachtungsverbot im Wald - sei es liegend, sitzend oder stehend - wäre daher meines Erachtens unverhältnismässig und unzulässig. Vielleicht müsste man in Erwägung ziehen, dass "Camping" und "Biwakieren" nicht das gleiche sind. Zumindest hier in den Alpen hat sich diese Auslegung (*.pdf) (http://www.sac-cas.ch/uploads/media/wildes_campieren_und_biwakieren.pdf) durchgesetzt.

Beste kollegiale Grüsse

Marc

traveler
30.08.2006, 06:44
Also ich zelte und campiere seid zig jahren nur und ausschliesslich "wild", rund so ca 15 Wochenenden im jahr in den Alpen zusätzlich noch mal so ca 1-2 Monate pro jahr auf irgendwelchen Touren in "fernen Ländern".
Ich hab nur ein Mal Ärger bekommen (Schweiz), da ham wir unser Zelt auf einem recht "vermüllten" Platz aufgestellt und der Grundstückseigner kam zufällig vorbei und dahcte, wir wären die Müllverursacher gewesen.
Ich halt mich streng an folgende Regeln: möglichst uneinsehbar von Straßen , Häusern und Wanderwegen zelten (sehr gut z.B.: Plätze wo Holz gelagert wird, Überbauten von Tunneln), NIE in Naturschutzgebieten zelten,kein lagerfeuer, Keinen Müll hinterlassen (somit bleibt der Platz auch zukünftig nutzbar), im schlimmsten fall das zelt erst bei Dämmerung aufstelleb und im ersten Morgengrauen abbauen.

Hutch
30.08.2006, 18:03
Jetzt möchte ich mich auch mal zu diesem Thema melden.

Ich hatte mal das Vergnügen für eine größere Gruppe (ca. 40 Mann) eine Kanutour auf der Oder zu organisieren.

Weil Grenzfluss und die Gruppe so groß war habe ich beim Bundesgrenzschutz nachgefragt. Die Anwort hat mich sehr verblüfft. Der Oberste Dienstherr vom BGS in Frankfurt/Oder hat mir geschrieben das es kein Problem wäre in Deutschland eine Nacht zu biwakieren. Natürlich die üblichen Verhaltensregeln nicht verletzend (keine Naturschutzgebiete, keine Lagerfeuer, keine Müll, keine Privatgrundstücke ohne Erlaubniss etc.). Er hat uns eine schöne Tour gewünscht und wir wurden auch nicht ein einzigstes Mal behelligt. Probleme gab bisher immer nur dann, wenn wir in Gegenden unterwegs waren, wo irgendwelche Idioten wilde Sau gespielt hatten und die Behörden und Anwohner sehr negative Erfahrungen gesammelt hatten. Aber mit einem Gespäch, nach Möglichkeit vorher, also bevor das Zelt steht, war es meist möglich zu übernachten. Wir haben uns sogar mal mit dem Eigentümer einer große Wiese am Morgen verabredet und er hat den Zustand seiner Wiese überprüft. Hat auch funktioniert.

Grüße Hutch

bastib
01.09.2006, 11:13
Ha Ha, Jagdpächter... die spielen sich meist nur auf, denn was zusagen hat nur der zuständige Revierförster, und mit denen kann man eigentlich ganz gut... wenn du dem förster hoch und heilig versprichst keinen müll liegen zu lassen und im notfall auch noch bereit bist deine personalien preiszugeben, lässt er dich (meiner erfahrung nach) gerne im Wald zelten. Du solltest allerdings nicht in hochsitz-nähe zelten, denn die gefahr droht nicht nur durch die jäger sondern auch durch das schwarzwild...

so long...

Grabenspringer
01.09.2006, 17:34
Ich hatte auch schon einige Konfrontationen mit hitzigen Jagdpächtern, aber auch nette Gespräche mit Bauern, Förstern und Jägern. Kommt halt drauf an, auf wen man trifft.
Lustig finde ich, dass die Strafe für Wildzelten in einigen Bundesländern niedriger als die Campingplatzgebühr ist...

bastib
01.09.2006, 17:49
da kann ich nur zustimmen, waren vor zwei wochen an der nordsee, da kostet die nacht für 2 personen im Zelt 26,00 €. Find ich schon ein bisschen übertrieben, dafür, dass ich mein "Haus" quasi selbst mitbringen und das Frühstück ja nun auch nicht inbegriffen ist...

koalabaer
10.07.2008, 16:39
hi ich weiss, der thread ist alt, wollte aber nicht extra einen neuen eröffnen.
Und zwar hab ich einige Fragen:
Weiss jemand wie es aussieht am Bodensee (BW) mit Wildzelten?
Gibt es dort Gelegenheiten zum Wildcampen, wenn ja, wo?
Worauf ist zu achten?
Wie sieht es gesetzlich aus?
Wenn es keine Möglichkeit gibt, wie sieht es preislich mit jugendfreundlichen Campingplätzen aus, könnt ihr vielleicht welche empfehlen?

Über Tipps bin ich sehr dankbar, möchte nämlich in den Sommerferien (ca. Anfang August) mit Kumpels am Bodensee campen, wenn möglich ohne Campingplatz.

Ich hoff ihr verzeiht die vielen Fragen :D

Scar
10.07.2008, 16:52
Bodensee ist Tourismusgebiet.
Da wirst du kaum eine Möglichkeit haben umsonst zu übernachten.

SmallTownBoy
10.07.2008, 17:06
Hab hier in den Zillertaler Alpen schon mehrfach gezeltet aber noch nie Probleme gehabt.

Ich kann nur soviel sagen, wer so dumm ist und auf einer Wiese oder sonstwo ein Feuer macht, soll Zahlen!!

Wozu gibts Kocher, die machen keinen Rauch, zerstören kein Grass und hinterlassen keine Spuren.

ROW Husky
10.07.2008, 17:13
hallo,
gleich vorweg ich bin so ein "Naturfuzzi" (ehrenamtlicher Naturschutzwart), der dem einen oder anderem schon das wilde Zelten verdorben hat.

Allerdings wenn man sich mit 5 Zelten mitten im Naturschutzgebiet auf einer blühenden Orchideenwiese breit macht, dabei ein ein großes Feuer anzündet und noch mit dem Ghettoblaster den Rest der Welt unterhalten will, muß man sich nicht wundern mit einer ordentlichen Geldstrafe (im genannten Fall Gesamtstrafen von 2500,-€) belegt zu werden.

Ansonsten halten wir (andere Naturschutzwarte und Förster) es in der Regel großzügig. Naturschutzgebiete sollten schon aus Achtung vor der Natur und den dortigen Bewohnern zum Übernachten tabu sein.

Akwaho

cd
10.07.2008, 17:19
Über die rechtliche Lage kannst du dich gut schlau machen, in dem du diesen Thread durchliest ;-)
Und in diesem Beitrag (http://forum.outdoorseiten.net/showthread.php?p=171840#post171840) von mir findest du einen Link, der dich zu den jeweiligen Landesforstverwaltungen führt. Dort kannst du mit etwas suchen erstens die Gesetzte und zweitens allgemeinverständliche Hinweise zum Thema finden.

In Baden-Württemberg ist die Landesforstverwaltung BW (http://www.wald-online-bw.de/index.php?id=178) zuständig, die allgemeinverständlichen Regeln sind hier (http://www.wald-online-bw.de/index.php?id=179) in etwas seltsamer Gedichtform veröffentlicht, immer gleich mit den entsprechenden Paragrafen, die Gesetze und Verordnungen findest du hier (http://www.wald-online-bw.de/index.php?id=139).

=> Zelten ist nicht erlaubt (§37 (4) 2. LWaldG). Dabei ist aber nicht festgelegt, ob das Schlafen unterm Tarp, im Biwaksack oder einfach im Schlafsack unter den Bäumen auch zu "Zelten" gerechnet wird. Mir ist auch kein Urteil bekannt, dass hier Klarheit schaffen würde ;-)


Meine persönliche Meinung:
Eher ohne Zelt, dann ist das ganze schon mal nicht ganz so offensichtlich.
Rücksichtsvoll sein, kein Feuer machen (außer an offiziellen Feuerstellen), keine Spuren hinterlassen, keine lauten Partys ums Zelt feiern, abseits der Wege Lagern, einem eventuellen Jagdbetrieb weiträumig aus dem Weg gehen. Und wenn ein Förster oder Jagdpächter daher kommt, immer freundlich bleiben, auch wenn dieser mal nicht soooo freundlich sein sollte. Im Zweifelsfall lieber gehen als stur bleiben.

Speziell zur Situation in der Bodenseeregion kann ich leider nix sagen.

Auf Uni-Exkursionen hab ich mal in 2 Heuhotels (http://www.bodensee-heuhotels.de/) in der Gegend geschlafen, das war auch echt nett und ist preislich auch erschwinglich (hier (http://www.pferdehof-weltin.de/index.html) und hier (http://www.sonnhof-aichem.de/index.htm)).

chris

koalabaer
10.07.2008, 18:21
@ROW Husky: Heisst also, dass wenn wir ein stilles Fleckchen ausserhalb eines Waldes oder Naturschutzgebietes finden und uns dort niederlassen, ohne Feuer und lauter Musik, sollte es keine großen Probleme geben, wenn man freundlich bleibt und seinen Müll wieder mitnimmt. Oder?

@cd: Genau wie im Rest dieses Threads beziehen sich deine Angaben immer auf Waldgebiete etc. Wir wollen ja nicht im Wald oder Nähe zelten, sondern auf freien Wiesen in Nähe des Sees.

Danke für eure Infos!

Andreas L
10.07.2008, 19:28
Also am Ufer des Bodensees? Seegrundstücke sind hochbegehrt und sauteuer. Das ist alles entweder bebaut, privat oder touristisch genutzt oder Schutzzone. Wiesen ausserhalb der Wälder sind in aller Regel im Eigentum von jemandem, der muss dann auch gefragt werden. Jedermansrecht gibt es bei uns ja leider nicht, so demokratisch sind wir dann auch wieder nicht.
Wir sind vor Jahren mal mit Kanus die Schussen runter und in den See. Dann das Ufer nach Langenargen abgefahren - alles gesperrt. Erst bei Gohren konnten wir im Grünen anlanden, und das war dann ein Campingplatz. Und so sieht das - meiner Meinung nach - rund um den See aus.

Tut mir leid!
Andreas

cd
10.07.2008, 23:50
Andreas hat schon alles dazu gesagt...
Wenn es in der Bodenseeregion überhaupt eine Chance gibt, "wild" und trotzdem halbwegs legal zu übernachten (ich sage jetzt bewusst "übernachten" statt "zelten"), dann wahrscheinlich im Wald. Am Bodenseeufer selber bleiben zum Zelten eigentlich nur Campingplätze.

In der Schweiz gibts übrigens eine Art Jedermannsrecht.
Allerdings sind auch hier Privatgrundstücke (zumindest nutzbares Land, wie um den Bodensee rum), Schutzgebiete, Landwirtschaftliche Flächen etc tabu. Da wirds am Bodensee also auch eher schlecht aussehen.

chris

ROW Husky
13.07.2008, 12:02
[QUOTE=koalabaer;368281]@ROW Husky: Heisst also, dass wenn wir ein stilles Fleckchen ausserhalb eines Waldes oder Naturschutzgebietes finden und uns dort niederlassen, ohne Feuer und lauter Musik, sollte es keine großen Probleme geben, wenn man freundlich bleibt und seinen Müll wieder mitnimmt. Oder?

Netter Versuch, brauche ich aber wohl nicht zu kommentieren...

Akwaho

Becks
17.07.2008, 18:47
Am Bodensee willste nicht wirklich direkt am Wasser pennen, glaubs mir. So viele Blutkonserven hast Du nicht dabei, wie Du wegen den Mücken brauchen wirst.

Ansonsten ist der See rings rum ziemlich verbaut, Schutzzone oder Badestrand. da bleibt kaum ein Plätzchen.

Der Vorteil: es gibt ebenfalls rings herum Campingplätze.

Alex

koalabaer
28.07.2008, 11:42
Danke für die Infos!
Hab nun mit mit meinen Kumpels beschlossen, doch auf einen Zeltplatz zu gehen. Wir treffen mit dem Zug in Friedrichshafen ein und wollen 5 Tage später auf das Konstanzer Seenachtsfest. Kann jemand einen guten und günstigen Campingplatz empfehlen, auf den auch Jugendliche dürfen, der von der Lage geschickt ist?

lina
28.07.2008, 11:48
Auf dr Schwiiizer Seeseite kommt man noch eher an's Wasser. Kommt drauf an, wie weit ihr vom Seenachtsfest weg sein wollt. Wie das mit der Erlaubnis zum Zelten ohne Campingplatz aussieht, weiß ich allerdings nicht.

Becks
28.07.2008, 11:59
Wenn Seenachtsfest, dann müsste eseiner in Nähe Konstanz sein.

Auf deutscher Seite währen da:
http://www.konstanz.de/tourismus/camping/index.htm

Der idealste für Seenachtfest ist der in Staad. Da könnt ihr zu Fuss zum Fest und wieder heim (Taschenlampe nicht vergessen,wenn ihr am See entlang wollt). Aber auch der am Klausenhorn oder der Platz "Bruderhofer" sind ok, da Konstanz ein gut ausgebautes Verkehsrssystem hat (Buslinien) und die gerade am Seenachtsfest dann eh mit Sonderfahrten bis spät in die Nacht für Anschluss sorgen.

http://www.campingplatz-himmelreich.de/
Der geht auch, denn er liegt an der Bahnlinie nach Konstanz (Haltestelle des Nahverkehrszugs.

Ich würde da mal anrufen und wegen Jugendlichen nachhaken. zur Not fragt doch einfach, ob sie auch einen Wisch mit der Unterschrift der Eltern akzeptieren.
Hier ist z.B. solch ein Formblatt:
http://www.campingplatz-himmelreich.de/download.html

Alex

koalabaer
30.07.2008, 16:07
Becks ich dank dir! :D

hedinsey
28.02.2010, 18:39
ich buddel den hier mal wieder aus.

ich habe die erfahrung gemacht, dass man ohne zelt, tarp, etc. nie probleme bekommt.
und nur im schlafsack ist bei gemäßigten temperaturen und im sommer das beste überhaupt.in unseren breiten lässt sich das wetter ja doch vorhersehen.
vor allem strand ist das wunderbar.decke drunter, in den schlafsack rein und man träumt von ambrosia =)

ansonsten, wenn man ein richtiges lager aufschlägt und jemand vorbeikommt, der was zu sagen hat gilt immer: redet mit den leuten.
und damit's glimpflich abgeht, kann man gleich seine personalien angeben, dann haben die herren etwas in der hand, können kontrollieren und wenns dreckig ist, ne anzeige erstatten.da wir aber unsere umwelt lieben bleibt's sauber und gut.

das pech, dass kurz danach jemand seinen müll dort ablädt halte ich für vernachlässigbar

Torres
28.02.2010, 19:03
Schön, und dann behalt mal Deine Erfahrungen ruhig für Dich. Wenn Du nämlich genau gelesen hättest, dann hättest Du mitbekommen:

1.) Wenn man erwischt wird und die Obrigkeit auf ihrem Recht beharrt, dann kostet es und zwar zurecht.
2.) Wenn man wildzelten systematisch propagiert, dann sorgt man dafür, dass andere das auch toll finden. Und je mehr das toll finden, desto mehr machen das. Und je mehr es machen, desto mehr wird kontrolliert und verboten. Auch in Skandinavien steht das Jedermannsrecht schon auf der Kippe, weil es einfach überhand nicht.
3.) Wer die Natur liebt, verzichtet auf das Zelten in Naturschutzgebieten und dazu gehört in Deutschland auch der Strand.

Torres

trekkster
28.02.2010, 19:51
@koalabaer:

am bodensee pass besonders in der schweiz auf sonst gibt es leicht stress mit den XXX (Admin: Volksverhetzende Wortwahl entfernt).

Vegareve
28.02.2010, 19:56
Man könnte auch sagen, wer die Natur liebt, sollte den Urlaub im Hotel verbringen und sämtliche Regeln einhalten. Nein, danke:baetsch:.

Zu viele Menschen+Reglementierungswahn egal............ich enthalte mich.

Memento89
28.02.2010, 19:57
sonst gibt es leicht stress mit den *****

Wie bitte darf man diese Wortwahl verstehen? Ich bin etwas verwirrt...

trekkster
28.02.2010, 20:38
Wie bitte darf man diese Wortwahl verstehen? Ich bin etwas verwirrt...
Menschen die nachts an Parkplätzen von Jugendherbergen sämtliche Fahrrad-und Autoreifen zerstechen?

Macintechno
28.02.2010, 20:40
jetzt entspann mal....

khyal
28.02.2010, 20:48
....
Da hatte ich jetzt schon eine Antwort geschrieben, aber Willo war ja pfeilschnell...:bg::wohoo:

Danke

Gruss

Khyal

willo
28.02.2010, 20:49
Benutzer wegen Rassismus und potenzieller Volksverhetzung gesperrt.

Memento89
28.02.2010, 22:21
Sehr schön! Leider ist mir das "Beitrag melden"-Dingens erst jetzt aufgefallen...

Gassan
28.02.2010, 22:55
Man könnte auch sagen, wer die Natur liebt, sollte den Urlaub im Hotel verbringen und sämtliche Regeln einhalten. Nein, danke:baetsch:.

Zu viele Menschen+Reglementierungswahn egal............ich enthalte mich.

Jaja die rumänische Mentalität:grins:

man könnte aber auch eine Rechnung aufstellen was Hochgerechnet mehr CO2, Wasser, Strom und andere indirekte Ressourcen verbruachen würde.

Das Hotel würde schlecht abschneiden.

Torres
01.03.2010, 09:07
Ungeklärte (ich meine damit - nicht durch Kläranlagen geleitete) menschliche Ausscheidungen in sensiblen Ökosystemen sind auch nicht so toll, von fetthaltigen Nahrungsresten und anderen Ressourcen (Gas, Spiritus, Benzin) ganz zu schweigen.

Gassan
01.03.2010, 09:27
Ungeklärte (ich meine damit - nicht durch Kläranlagen geleitete) menschliche Ausscheidungen in sensiblen Ökosystemen sind auch nicht so toll, von fetthaltigen Nahrungsresten und anderen Ressourcen (Gas, Spiritus, Benzin) ganz zu schweigen.

Wenn ein Reh ein Fuchs oder ein Wildschwein dahin köttelt ist es dann was anderes??

azaun
01.03.2010, 10:53
Geschweige denn massenhafte fünf Zentner schwere Paarhufer in den Alpen.

Becks
01.03.2010, 10:54
Jungs kriegt Euch mal wieder ein :)

Es sollte für jeden selbstverständlich sein, das besonders ausgewiesene Zonen gemieden werden (Naturschutz, Wasserschutz,...). Ausserdem sollte es selbstverständlich sein, dass man keinerlei Müll hinterlässt.
Sind die zwei Punkte erfüllt, und benimmt man sich auch ansonsten anständig (kein Gegröhle, keine Sauerrei während des Abends, kein Blockieren irgendwelcher Fahrwege), dann bekommt man in der Regel auch keinen Ärger.
Ausnahmen gibt es immer, insbesondere in Gegenden, wo sich viele "Wilde" herumtreiben, wird das gesetzliche Recht durchgesetzt. Campen oder Übernachten im Bus am Strassenrand im Maggiatal kosten z.B. ein paar hundert Franken, da gibt es keine Diskussionen.

De Fakto ist es nämlich so, dass wild Campen teilweise nur gedultet wird. Und leider sorgen allerhand schwarze Schafe dafür, dass es immer weniger Gebiete werden, wo man ohne strikte Regeln auskommt. Bislang hatte ich immer Glück und bekam maximal mitleidige Blicke ab, wenn ich morgens aus einem Schlafsack kroch, der aussen 5mm Rauhreif drauf hatte.


Alex

P.S. der Vergleich mit den Haufen von Zwei- und Vierbeinern hinkt. Wenn der Besitzer etwas dagegen hat, dann könnt ihr noch so lange mit dem Finger auf die Kuh zeigen, und sagen: "die baut grösseren Mist als ich". Die gehört dahin, ihr nicht.

azaun
01.03.2010, 11:09
Es sollte für jeden selbstverständlich sein, das besonders ausgewiesene Zonen gemieden werden (Naturschutz, Wasserschutz,...). Ausserdem sollte es selbstverständlich sein, dass man keinerlei Müll hinterlässt.

Das gebietet die Vernunft. Selbst Toilettenpapier ist kein Problem im Müllbeutel zur nächsten Entsorgungsstelle mitzunehmen (dem Rennsteig würde es gut tun). Ansonsten sind in vielen Gebieten so wenige auf diese Weise unterwegs, dass es vernachlässigbar wäre. Die hoffentlich vorhandene Vernunft bleibt trotzdem.
Btw. wurde ich auf meinem Lagerplatz in NRW von einer Hundestaffel und Suchmannschaft der Polizei geweckt (ca. 50m entfernt) 20 Busse, 10 Autos. Kein Kommentar zu meiner Art der Nächtigung und noch ein freundlicher Weghinweis, da sie mit ihren Busen die Markierung an der Wegkreuzung verstellten.

Nasus
01.03.2010, 11:10
De Fakto ist es nämlich so, dass wild Campen teilweise nur gedultet wird.
Ist so, aber diese 'Duldung' stellt doch kein Problem dar. Wenn klar ist, dass man nicht zum Saufen und Rumhuren draußen ist und dass gewisse Werte bzgl. der Naurverbundenheit da sind bzw. diese einen dazu antreiben, gibts mindestens ein 'OK', erst recht wenn man sich nicht erwischen lässt, sondern vorher kurz anfrägt.

Nasus
01.03.2010, 11:15
da sie mit ihren Busen die Markierung an der Wegkreuzung verstellten.
:bg: Der Anblick so einer Hundertschaft würde mir gefallen

azaun
01.03.2010, 12:10
OT: Der Anblick so einer Hundertschaft würde mir gefallen

Na ja, beim ersten Wagen dachte ich noch die kommen wegen mir:(, aber nachdem Busse an maß kamen dachte ich schon…..neee:cool:. Aber gefrühstückt hab ich dann doch ein bisschen weiter und nicht direkt am Lagerplatz noch Kaffee gekocht.:bg:


erst recht wenn man sich nicht erwischen lässt, sondern vorher kurz anfrägt.

Fragen beim Bauern wie etwa „ich bin auf dem x Weg unterwegs und ob ich übernachten dürfte“ wurden in 100% positiv beantwortet bzw. auch noch gefragt ob ich Wasser, Brot oder sonstiges benötige oder ein Platzt in der Scheune angeboten.
Kommt halt auch immer auf das Gebiet an. An manchen Stellen ist es einfach nicht möglich den Grundbesitzer ausfindig zu machen bzw. ist einfach kein Hof in der nähe.

Gassan
01.03.2010, 12:22
Alex

P.S. der Vergleich mit den Haufen von Zwei- und Vierbeinern hinkt. Wenn der Besitzer etwas dagegen hat, dann könnt ihr noch so lange mit dem Finger auf die Kuh zeigen, und sagen: "die baut grösseren Mist als ich". Die gehört dahin, ihr nicht.

Ein Grundsätzliches Problem unserer Weltanschauung, aber das wäre zu sehr Grundsatzdiskussion darum will ich nicht weiter drauf eingehen.

Andere Frage. Wie siehts eigentlich mitm Hobokocher aus? Im Prinzip macht man ja in dem Fall auch ein Feuer wenn auch ein sehr kleines und kontrolliertes welches zudem nicht mit dem Boden direkt in kontakt kommt.

Homer
01.03.2010, 12:35
beim illegalen camp im wald würde ich das lassen...
fürs zelten gibts meist nur mecker, aber bei feuer im wald hört der spaß auf. das ist auch gesetzlich deutlich geregelt.
außerdem würde ich es schon lassen, um nicht durch rauch und brandgeruch auf mich aufmerksam zu machen.
ich hänge da lieber den trangiabrenner in den hobo ein, um mir frühstückskaffe zu kochen, und mach mein kochfeuer dann mittags außerhalb des waldes.

Nasus
01.03.2010, 12:45
Na ja, beim ersten Wagen dachte ich noch die kommen wegen mir:Mir gings eher darum, dass die die Schilder mit ihren Busen (Brüste, Öbst, Holz vor der Hütten...) verdeckt haben ;)

azaun
01.03.2010, 13:15
:D:D:D, .........sorry. Ein "s" trage ich der Verstädigung willen nach. ;-)

Memo an mich PolizistInnen haben auch tw. Busen, fahren aber ausschließlich mit Bussen. Danke.

khyal
01.03.2010, 14:07
...Meine Frage an euch ist: Hat jemand schon einmal eine (Geld)Strafe einbüßen müssen? Kann mir jemand von einem ganz konkreten Fall berichten, als er beim Wildzelten erwischt wurde und dies außer einer mündlichen Ermahnung noch andere Konsequenzen hatte?...

Joo, da ich vor laengerer Zeit mal an genau derselben Frage interessiert war...

Bis vor 20 Jahren war das eigentlich nirgendwo ein Problem, wenn man sich nicht ordentlich danebenbenommen hat wie z.B. rumliegender Muell, Feuer im Wald, Nacktbaden an bestimmten griechischen Straenden, beschaedigte Natur, betreten von Privatbesitz, Gewaesserverunreinigung usw

Leider gab es dann immer mehr Nasen, die halt die Sau rausgelassen haben, nach dem Prinzip "nach mir die Sinnflut"...
Das hat natuerlich dazu gefuehrt, dass die Verbote im Laufe der Zeit immer mehr zugenommen haben und die angedrohten Strafen immer weiter gestiegen sind...z.B. gibt es durch die ganzen Wildsaeue inzwischen an der Sieg richtig Aerger, wenn man wild zeltet...

Meist ist man sich auch nicht ganz ueber das rechtliche Risiko klar, da die Strafe gerade in Landschafts oder Naturschutzgebieten sehr hoch sein kann...
Und inzwischen ist eben ein grosser Teil in den entsprechenden Plaenen als LSG oder NSG ausgewiesen, ohne dass das im Gebiet kenntlich gemacht oder in Karten vermerkt ist. z.B: gibt es im Bereich von Koeln ueber 500 KSG und NSG, teilweise auch voellig "schwachsinnig", wie der Aachener Weiher oder die Poller Wiesen (auf denen im Sommer ja halb Koeln grillt, aber entsprechend den Bestimmungen noch nicht mal die Wege verlassen duerfte) und in anderen Gebieten sieht es auch nicht anders aus...
Das kann so weit gehen, dass man z.B. in solchen Gebieten schon eine 50 Euro Knolle dafuer bekommen kann, wenn man Muell, wie eine Getraenkedose aufhebt, um sie in den Muell zu schmeissen "da das eine gesondert zu beantragende Sondernutzung ist und ein seltener Kaefer druntersitzen koennte"...konnte ich zuerst auch nicht glauben, aber musste mich da im Umweltamt in einem laengeren Gespraech anders belehren lassen...
Oder da bekommt man mal schnell eine Strafandrohung ueber 500.000 Euro weil man auf der falschen Seite einer oeffentlichen Strasse ein Auto oder Motorrad geparkt hat, was dann "gnaedigerweise" auf 100 Euro "ermaessigt" wird...btw mir auch schon passiert....
Dass dann das finanzielle Risiko beim Wildzelten entsprechend bedeutend hoeher ist, muss Jedem klar sein... wobe mir keine Leute "persoenlich" bekannt sind, die hoehere Verwarnungsgelder als 200 Euro bezahlt haben, war aber auch nie NSG...
Im "normalen" Wald sind auch Jaeger und Foerster sehr schnell mit Anzeigen zur Hand, vor Allem wenn sie offene Flammen, Muell oder Alk in Naehe des Uebernachtungsplatzes sehen oder man "sich einen Uebernachtungsplatz zurecht gemacht hat"...da habe ich bis jetzt, wenn es eine Knolle im Nachhinein gab, eher Tarife zwischen 50-100 Euro gehoert, allerdings war da nie Feuer im Spiel...
In NL braucht man noch nicht mal ein Zelt aufzubauen, da kann man schon eine 100 Euro Knolle (pro Nase) fuer´s Schlafen im Auto auf oeffentlichen Parkplaetzen bekommen...da kenne ich viele Faelle, auch z.b. den selben Tarif mit Schlafsack in einer Duene...
In Griechenland kann man statt der Knolle auch von der Polizei plattgetretene Zelte, oder fuer´s Wildzelten mal eben eine Woche im Polizeiknast landen...
In Skandinavien gibt es btw kein Jedermannsrecht, sondern nur ein Allemansraeten, was auch lange nicht Jeder in Anspruch nehmen kann und was viele Einschraenkungen hat (bitte auf der entsprechenden Webpage nachlesen) und da z.B. in Schweden aufgrund der Touristenmengen in vielen Gebieten Ranger angestellt sind, kann es da auch schnell teuer werden, wenn man sich nicht an alle Bestimmungen haelt...
Die oben aufgezaehlten verhaengten Strafen sind auch nicht eine Urban Legend sondern Alles Beispiele von Strafen, die ueber mich oder Andere, die ich getroffen habe bzw in meinem Bekanntenkreis sind, verhaengt worden sind...
Besonders bitter war da schon der Fall eines ca 19jaehrigen in GR, schon laenger her, den ich bei seiner Rueckreise auf der Faehre getroffen habe, der zuerst eine Woche auf den Kykladen im Polizeiknast sass wegen Wildzeltens, dann suchte er sich dafuer eine ganz besonderes einsame Stelle und als er gerade nackt badete, kam die Polizei mit einem Boot um die Ecke, nach weiteren 2 Wochen wegen kombiniertem Wildzeltens mit Nackbaden, war dann sein Urlaub rum...
Ach beim Nachdenken fallen mir noch mehr Faelle ein, bin ja inzwischen knapp 40 Jahre outdoormaessig "selbststaendig" unterwegs, aber ich denke das reicht erstmal...

Was ich jedem sehr an Herz legen moechte, ist sich unterwegs wirklich 100% an "No Impact / leave no Trace" zu halten, was halt in etwa die Bedeutung hat "hinterlasse absolut nix ausser deinen Fusspuren"...
Gibt genuegend Literatur und Webpages dazu, sehr zu empfehlen sind in der Hinsicht auch die Buecher aus dem Stein-Verlag "How to shit in the woods" und "Minimal Impact" (nur noch ueber den Verlag direkt zu bekommen)...

Gruss

Khyal

Asterixhuetchen
01.03.2010, 15:10
...Besonders bitter war da schon der Fall eines ca 19jaehrigen in GR, schon laenger her, den ich bei seiner Rueckreise auf der Faehre getroffen habe, der zuerst eine Woche auf den Kykladen im Polizeiknast sass wegen Wildzeltens, dann suchte er sich dafuer eine ganz besonderes einsame Stelle und als er gerade nackt badete, kam die Polizei mit einem Boot um die Ecke, nach weiteren 2 Wochen wegen kombiniertem Wildzeltens mit Nackbaden, war dann sein Urlaub rum...

So ein Urlaub im Knast hat doch auch was :bg::p Man muss sich um nichts kümmern, hat Vollpension... Ok, das Unterhaltungsprogramm ist etwas einseitig^^

khyal
01.03.2010, 15:22
So ein Urlaub im Knast hat doch auch was :bg::p Man muss sich um nichts kümmern, hat Vollpension... Ok, das Unterhaltungsprogramm ist etwas einseitig^^

Hatte ich schon erwaehnt, dass er in dem Urlaub am ersten vollen Tag in GR einkassiert worden ist, zwischendurch keine 24 std in Freiheit war, nur 3 Wochen Urlaub hatte und deswegen seine Rueckflug verpasst hat, da waere der Camping billiger gewesen :bg:
Aber man muss fairerweise auch sagen, dass eigentlich auch schon damals bekannt war, auf welchen Inseln die Cops hart und selbstherrlich durchgreifen und da stand die Insel mit ganz oben in der Liste und es auch andere Kleine gab, wo es toleriert wurde...

Gruss

Khyal

Quartermain
08.07.2010, 17:18
Shalom! Hab mich hier gerade im Forum angemeldet.
Es ist in Deutschland praktisch immer wildzelten ist, wenn man nicht auf Privatgrund oder einem Campingplatz ist.
Als ich noch jünger war, war hieß es nur "zelten". Ich finde, dass es in den letzten Jahren zu einem unötigen Naturschutzwahn gekommen ist.
Man sollte den Menschen wieder mehr an die "Natur" heranführen statt ihn systematisch auszusperren.
Ich persönlich muss mit ansehen, wie ein Gebiet, dass ich seit kleinauf zum Campen und Anglen aufsuche, zu einem Forschungsgebiet und somit zum Verbotenland erklärt wurde, während drumherum die gesamte Landschaft mit Kiesbaggereien zerstört wird. Ich persönlich sehe es mittlerweile eher als ein Naturghetto als ein Naturschutzgebiet.
Aber ich sehe nicht ein, dass man mich von diesem Gebiet aussperren will.
Wenn die Herren Aufseher und Wildhüter wüssten wieviel Müll wir mittlerweile aus "Ihrem Revier" aufgesammelt haben (Müll der nicht seit gestern da rum lag)
Das Problem ist halt das zu viele Menschen die dahinkommen keine Ahnung haben und ihren Müll hinterlassen, "Bäume abknicken und versuchen mit frischem Holz Feuer zu machen" (was mich sehr sauer macht)
Und die Verbote haben daran nichts geändert.

Wär ja schön wenn es in Deutschland sowas wie einen "Zelterlaubnisschein" gäbe, ähnlich wie der Angelschein. Man könnte mit einem solchen Programm mmn mehr für den Naturschutz erreichen. Und Geld würde dadurch auch in die Kassen gespült.

Curare
08.07.2010, 18:41
Willkommen im Forum

Also nen Erlaubnisschein zum Zelten oder Biwacktieren mit Tarp/Hängematte
neeee Danke.Wo kommen wir dahin wenn wir für alles Erlaubnisscheine bräuchten.Werden doch sowieso schon überwacht und für alles muß man fragen und diverse Scheine haben.

smeagolvomloh
08.07.2010, 19:20
Wär ja schön wenn es in Deutschland sowas wie einen "Zelterlaubnisschein" gäbe, ähnlich wie der Angelschein.

Und dann ist der Weg zum "Wanderschein" nicht mehr weit!:o

khyal
08.07.2010, 19:34
Wie waere es mit nem "Atmungserlaubnisschein" und einem "Dummschwaetzerschein" fuer Foren, selbstverstaendlich gibt es auch einen "Schlauschwaetzerschein" aber da sind die Pruefungen bedeutend ausfuehrlicher und die Bearbeitungsgebuehr hoeher...:bg:

Nee vergiss es, keinen Schein...

Ist schon komisch dieser Scheinwahn, gibt es eigentlich nur in D und A dass Buerger derartig beim Staat darum betteln, dass er sie noch mehr ueberwachen soll...

Gruss

Khyal

Quartermain
08.07.2010, 19:34
@ Curare
Naja wenn die Alternative der Verbot ist.
Mir wär natürlich auch lieber, wenn man hier das jedermannsrecht einführn würde, aber das würde nicht klappen.
Wenn ich ungestraft an den wenigen schönen Orten die es in BRD gibt zelten darf, laß ich mich auch ab und zu von nem Ranger oder so was kontrollieren.

@khyal
Ein Sarkassmusschein wär doch auch toll oder;-)

Natürlich ist dieser ganze Bürokratiekram mit Darfscheinen absurd. Aber so ist es nunmal in Deutschland. Hab auch schon mehrere Male versucht die Revolution auszurufen...leider mit wenig Erfolg.

walkingalone
08.07.2010, 19:40
@ Curare
Naja wenn die Alternative der Verbot ist.
Mir wär natürlich auch lieber, wenn man hier das jedermannsrecht einführn würde, aber das würde nicht klappen.
Wenn ich ungestraft an den wenigen schönen Orten die es in BRD gibt zelten darf, laß ich mich auch ab und zu von nem Ranger oder so was kontrollieren.

Genau das ist bei uns in D ja das Problem: wenige schöne Orte und viele, viele Menschen, die die gerne (am liebsten allein) nutzen würden!

Da haben es die 5 Mio. Finnen ein bisschen leichter in ihrem großen Land ...

khyal
08.07.2010, 20:55
...Wenn ich ungestraft an den wenigen schönen Orten die es in BRD gibt zelten darf...Natürlich ist dieser ganze Bürokratiekram mit Darfscheinen absurd. Aber so ist es nunmal in Deutschland. Hab auch schon mehrere Male versucht die Revolution auszurufen...leider mit wenig Erfolg.

Das sind die wahren mutigen Revoluzzer :bg:, wenn es grad mal passt ein bisschen Freizeit-Revolution, aber wenn es dann dem persoenlichen Vorteil dient, doch lieber schnell von der Revolution zum Opportunismus wechseln :bg:

Gruss

Khyal

Asterixhuetchen
09.07.2010, 00:35
Wär ja schön wenn es in Deutschland sowas wie einen "Zelterlaubnisschein" gäbe, ähnlich wie der Angelschein. Man könnte mit einem solchen Programm mmn mehr für den Naturschutz erreichen. Und Geld würde dadurch auch in die Kassen gespült.

Genau, und dann nehmen wir für Premium-wanderwege auch noch ne Eintrittsgebühr. :o

entropie
09.07.2010, 03:56
In leipzig und umgebung: kein problem. waren erst vor ner woche auf tour um naunhof und haben dort diverse steinbrüche/ehemalige tagebauten abgeklapptet. meistens keine 5 meter vom see entfernt 2 zelte aufgebaut.

ab und zu gabs kontakt zu irgendwelchen dörflern, die baden wollten etc. wir haben uns bemüht ihnen "sehr" freundlich entgegenzugehen, zu grüssen und auch die frage zu stellen ob wir sie stören. in amelsheim waren wir 2 tage, wunderbarer steinbruch und sowas wie der geheimtip der einwohner. ham paar tauchergruppen getroffen und uns gut unterhalten. keiner hatte ein problem.
abends kam dann nen dörfler der offensichtiglich recht aggressiv war und uns für den abend angedroht hat "heute knallts - und das mit ansage". war nur ich mit kumpel da, die anderen beiden unterwegs. nach kurzer beratung ham wir uns einfach nen neues pfleckchen gesucht.

vor 2 jahren oder so hab ich (bei regen) mitten im leipziger auewald nen kleines feuerchen gemacht und mir nen süppchen gekocht - keine ahnung was mich dabei geritten hat. hatte eigenes holz dabei, keine raucherzeugung. naja, der förster (oder auch pächter - keine ahnung) kam jedenfalls in voller mongtur an und hat sich zu mir gesetzt und mich gefragt was mich reitet sowas zu veranstalten. "der hund muss eh raus, und ich hatte hunger" war meine antwort. er hatte jedenfalls nich das kleinste problem damit. ich brauchte ihm nicht zu versichern das ich meinen müll wieder mitnehmen oder sonstiges. er hat dann noch 2 löffel meiner kartoffelsuppe probiert und ist weitergezogen.

wir grillen relativ regelmässig in der umgebung. entweder an einer der seen, oder im flutbet der elster, mitten in der stadt auf dem fockeberg (http://maps.google.de/?ie=UTF8&hq=&hnear=Fichtestra%C3%9Fe,+Leipzig+S%C3%BCdvorstadt+04275+Leipzig,+Sachsen&ll=51.317474,12.362347&spn=0.001564,0.003165&t=h&z=19) (manchmal gibts da oben 3-4 feuer auf einmal).
ab und zu patrouliert ein polizeiwagen (naja, eher selten) und keiner hat meines wissen je auch nur gesagt bekommen er möge das feuer ausmachen und gehen.

ich denke es ist
a) wichtig wie man den leuten die eventuell beanstandungen haben gegenüber tritt
b) wichtig wie man sich verhält. nen 2 meter hohes feuer im hochsommer in nem nadelwald - wenn ich was zu sagen hätte würde ich ihn einknasten ;)
c) location, location. geht glaube weniger darum sich zu verstecken, als eher der eventuell auftauchenden person zu zeigen das man kein volldepp ist und respekt vor der natur hat

am cospudener see gibts regelmässig parties mit feuern, und das ist mittlerweile sehr gut besuchtes gebiet.

ostsee vor 2 jahren, wild am strand unterm tarp gepennt, keine 500m vom campingplatz entfernt. keine probleme.
(es war höchste waldbrandstufe und irgendwelche deppen zünden am strand diese kleinen balongs an die dann in in richtung nadelgehölz geflogen sind und mitunter in den bäumen hängen geblieben sind... whatever, morons)


PS: mein erster post, nachdem ich gestern nacht und heute insgesammt ca 12 stunden threads durchforstet habe. schönes forum, viele kompetente leute. Hi! ;)
(der thread mit den fehlern der leute war der unterhaltsamste und auch langwierigste)