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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Benpacker und Ultreïa Wanderanhänger Erfahrungen



Laroban
08.01.2014, 21:47
Hallo Community,

ich plane derzeit einen 6-monatigen Ausstieg/ eine Auszeit. In dieser Zeit wollte ich durch Irland mit Hilfe eines Wanderanhängers reisen.
Meine Frage ist: Hat einer von euch mit folgenden Modellen Erfahrungen (insbesondere Zuladung, Gewichtsverteilung, etc.)
- Ben Packer
- Ultreïa

PWD
09.01.2014, 00:26
Zum Ultreïa kannst Du die 'Wilde Milde (http://www.youtube.com/watch?v=qdgecg15pdU&t=1m47s)' befragen, die war damit auf dem Jakobsweg.

Wenn ich die Wahl zwischen diesen beiden genannten Exemplaren hätte, der Ben Packer wäre mir sympathischer. Anständige Kugellager und mehr.

Philipp
14.01.2014, 10:54
Hei!

Neben einem Eigenbau (s. die hier im Forum vorgestellten Lösungen) könnte auch ein modifizierter Andersen Royal Shopper eine gute Wahl sein (größere Räder dranmachen, Deichsel verlängern und ggf. mit Zuggeschirr versehen.

Gruß, Philipp

Philipp
17.01.2014, 14:51
Ein brauchbarer Gedanke könnte auch sein, die Tatonka Lastekraxe so umzumodeln, daß sie einfach und schnell mit Rädern und Zugdeichsel versehen werden könnte. Dann hätte man einen Pilgerwagen, den man auch mal wirklich gut schultern und über längere Strecken tragen könnte.
Die Kraxe gibt's derzeit für 120 bei Globi.

Gruß, Philipp

PWD
17.01.2014, 15:50
Hi Philipp,

da hast Du aber eine gute Idee gehabt. Läßt sich bestimmt auch relativ leicht umbauen: eine 50er Achse würde da gut passen mit den Klick Fix Rädern. Als Deichsel 2 Stangen in die senkrechten Rohre rechts u. links einlassen, ausgezogen mit Splint gesichert, beim Tragen eingefahren... nur würde ich dann während der 'Fahrt' die Tragefläche abschnallen, damit man nicht hängen bleibt.
so ungefähr:
http://rucksacktrailer.files.wordpress.com/2014/01/tatonka-lastenkraxe-modifiziert.jpg
modifiziertes Bild aus: http://www.survival-mediawiki.de/dewiki/index.php/Datei:Tatonka-Lastenkraxe-001.JPG
Auf diese Weise käme man auch noch mit unter 200€ incl. all hin.

Gruß, Joachim

ronaldo
17.01.2014, 16:19
Ein brauchbarer Gedanke könnte auch sein, die Tatonka Lastekraxe so umzumodeln, daß sie einfach und schnell mit Rädern und Zugdeichsel versehen werden könnte. Dann hätte man einen Pilgerwagen, den man auch mal wirklich gut schultern und über längere Strecken tragen könnte.
Die Kraxe gibt's derzeit für 120 bei Globi.

Gruß, Philipp

Genau das hab ich schon durch, zweimal. Ideal dafür ist eine alte Fjällräven-Kraxe, die seitliche "Wangen" hat, also Ausleger Richtung Hüfte des Trägers. An denen kann man sehr gut Räder anbringen. Hab das damals extra für ein 10kg-Faltboot von Pakboat gebastelt, hat wunderbar funktioniert, auch als Behelfsbootswagen.
Wenn für den TO das in Frage kommt, mach ich mal Bilders.

Philipp
17.01.2014, 17:36
Wenn für den TO das in Frage kommt, mach ich mal Bilders.

Ob vom Themeneröffner noch etwas kommt, halte ich für fraglich. Nichtsdestotrotz wäre ich (und sicherlich andere auch) stark an Bildern Deiner Bastelei interessiert!

Gruß, Philipp

Frivelly
22.01.2014, 16:29
Das würde mich auch interessieren, könntest du da vielleicht ein paar Bilder zeigen?

ronaldo
22.01.2014, 16:54
Ok ich versuch am Wochenende dran zu denken... stay tuned... ;-)

ronaldo
25.01.2014, 15:29
So, Leute... hab mal bisschen geknipst, um die Interessenten am "Rollrucksack" nicht länger warten zu lassen...

Ziel der Sache war, ein Transportmittel für ein Pakboat mit 10kg zu haben, das a) in rauhem Gelände tragbar und b) auf Wegen und Straßen rollbar sein soll. Bei Faltboottouren ist es ja nicht mit dem Bootsgewicht getan, auch die Ausrüstung wiegt, und Lasten lassen sich auf Rädern nun mal leichter bewegen...

Erster Versuch:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/fjaellraeven_ganz.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=93043&title=fjaellraeven-ganz&cat=500)
http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/fjaellraeven_detail.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=93042&title=fjaellraeven-detail&cat=500)

An die "Wangen" einer alten Fjaellraeven-Lastenkraxe montierte ich kleine Räder (Stützräder eines Kinderrads, ja lacht nur :p) in Einzelradaufhängung. Durch den Rahmen stehen sie leicht schräg, was dem Gefährt eine gute Straßenlage gibt. Der eine Längsholm des Rucksackgestells wurde mit einem Alurohr verlängert, abnehmbar natürlich.
Fazit: funktionierte prima. Bloß nervten mich Fjaellraevens Verschlussschnallen, die sind fummlig und einfach nicht mehr zeitgemäß. (Wenn den jemand haben will... ;-))

Zwoter Versuch:

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/blauer.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=93040&title=blauer&cat=500)
http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/blauer_detail.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=93041&title=blauer-detail&cat=500)

Diesen No-Name-Gestellrucksack kaufte ich auf dem Flohmarkt eigentlich nur wegen seiner wunderbaren Farbe, dieses Blau ist doch der Hammer... ;-)
Die Seitentaschen haben Überlänge, da hätten Zeltstangen und Bootsgestänge optimal Platz, also dann mal fix umgebaut: Am unteren Ende schoss ich einfach die Radachse eines "Rentnerporsches" durch, oben ans Gestänge kam wieder eine abnehmbare Griffverlängerung, hatte sich sehr bewährt.
Fazit: passt! Trägt sich gut, die Achse stört nicht da hinter dem Hüftgurt, die Räder sind zwar klein, aber doch kugelgelagert und in moderatem Gelände tauglich. Läuft nicht so stabil wie der Fjaellraeven. Zusätzlich konnte ich das Ding hinten umgekehrt aufs Boot schnallen (Rollen nach oben), was das Umtragen, also eher Umrollen des Pakboats sehr erleichterte: Boot rausziehen, Geraffel auf den Rücken schnallen, Boot umdrehen, vorn anlupfen, Hund rufen und los gehts... so einfach hab ich das noch nie hinbekommen.

Generell: Ob das Prinzip auch fürs Wandern taugt, kann ich nicht sagen. Ich fand das Ziehen mit ca. 15kg Last jedenfalls besser als das Tragen. Für weitere Strecken würde ich mir allerdings eher einen Hänger à la PWD bauen, um die Hände frei zu haben.

Hoffe das ist a weng hilfreich.
Grüße, Ronald

EisSchrauber
25.01.2014, 22:54
Klasse Anregungen!

Nur, mit DEN Rollen wäre ich nach wenigen Metern endsgenervt... Wenn man auch nur bisserl ins Gelände geht, hakt das schon gewaltig. Meiner Erfahrung nach mind. 12", besser 16"... und unbedingt luftbereift...

Grüsse
Eisi

ronaldo
26.01.2014, 09:52
...mit DEN Rollen wäre ich nach wenigen Metern endsgenervt... Wenn man auch nur bisserl ins Gelände geht, hakt das schon gewaltig. Meiner Erfahrung nach mind. 12", besser 16"... und unbedingt luftbereift...

Du hast völlig recht. Ich hab mich für die kleinen Räder quasi als Kompromiss entschieden, nachdem ich natürlich auch 12er (vom Radanhänger) getestet hatte - diese so ans Gestell zu bringen, dass sie beim Tragen nicht stören, ist nicht möglich. Da bräuchte es schon eine Klappmechanik, oder abnehmbar, oder... jedenfalls eine aufwendigere Konstruktion und das hatte ich nicht im Sinn...

PWD
26.01.2014, 10:52
Ja, das Thema Räder ist bei unseren Selbstbautransportern wohl die elementare Herausforderung. Sind sie zu klein, taugen sie wenig im Gelände, sind sie zu groß, werden sie zu schwer od. stören beim Schultern. Und dann noch die Befestigung.
Wir wollten auch schon einen neg. Sturz einbauen für eine stabilere Lage. Wird alles dann recht kompliziert für Laienarbeit ohne aufwendiges Werkzeug. Es wird immer ein Kompromiss werden.

@ Ronald: das mit dem Ziehen des einseitigen Holms reicht doch im Prinzip völlig aus - die professionellen Fahrradanhänger funktionieren ja auch so.

ronaldo
26.01.2014, 16:02
...Es wird immer ein Kompromiss werden.

@ Ronald: das mit dem Ziehen des einseitigen Holms reicht doch im Prinzip völlig aus - die professionellen Fahrradanhänger funktionieren ja auch so.

Bei so Minimalbasteleien stören mich Kompromisse nicht - zumal ich einen fatalen Hang zum Multifunktionsgerät hab, z.B. den Bootswagen/Radanhänger im anderen Ast.

Das einseitige Ziehen war bei kurzen Strecken ok. Für längeres Gehen auf halbwegs ebenem Boden hätte ich aber gern die Hände frei und würde dann wohl so eine Art Geschirr basteln.

EisSchrauber
26.01.2014, 18:41
Bei so Minimalbasteleien stören mich Kompromisse nicht - zumal ich einen fatalen Hang zum Multifunktionsgerät hab, z.B. den Bootswagen/Radanhänger im anderen Ast.


:bg:

MYOG hat ja immer auch was mit Kompromissen zu tun. Aber ich habe für meine Werkstatt bzw. Montagen schon ziemlich viele Arten von Transportwägen ausprobiert - die Räder oder Rollen oder was auch immer bringen einen manchmal um den Verstand. Wenn die zu klein sind oder die Falt-Sackkarre am ersten Bordstein scheitert und man ständig auf nervigste Weise übel viel Kraft aufwenden muss, trag ich die Sachen lieber.
Gehen bzw. Wandern usw. hat ja auch ne Wirkung (möchte jetzt nicht von Meditation reden :ignore:) aber wenns dann permanent ruckelt oder hakt, macht das einfach keinen Spass. Habe mal mit dem Monowalker geliebäugelt, weil der schon ziemlich genial gemacht ist, aber letztlich muss man dann auf den Trails immer Schubkarren fahren...
Lieber weniger mitnehmen. Oder das Geld in Hüttenübernachtungen investieren...

Das mit dem Multifunktionsgerät wär schon lecker - bin noch am Suchen nach brauchbaren Komponenten...
Wär doch z.B. nett, in eine Pulka oder ein Kajak so Aufnahmeadapter für Quick-Release-Steckachsen einzulaminieren... wasserdicht natürlich.
Dann bräuchte es keinen Bootswagen mehr - das Kajak selbst ist der Wagen/die Pulka kann dann auch mal längere Strecken über schneefreie Zonen transportiert oder mit dem Fahrrad gezogen werden ;-)

ronaldo
27.01.2014, 12:35
...
Wär doch z.B. nett, in eine Pulka oder ein Kajak so Aufnahmeadapter für Quick-Release-Steckachsen einzulaminieren... wasserdicht natürlich.
Dann bräuchte es keinen Bootswagen mehr - das Kajak selbst ist der Wagen/die Pulka kann dann auch mal längere Strecken über schneefreie Zonen transportiert oder mit dem Fahrrad gezogen werden ;-)

Hm... da bringst mich auf eine Idee...
Bei PE-Booten wäre das problemlos schon in der Spritzform umzusetzen, am besten in Hecknähe unter dem Sitz und von der Höhe her passend für 20"-Räder... Lass dir das patentieren und dann schreibst mal an den Herrn Sommer von Robson. ;-)

EisSchrauber
27.01.2014, 21:33
Lass dir das patentieren ...

Meine letzten Versuche mit Patent usw. haben gezeigt, dass die Kosten in strenger Abhängigkeit zum erwarteten Umsatz stehen sollten :ignore:
Ist dann aber immerhin noch ein Gebrauchsmusterschutz geworden. Kostet, wenn mans selber macht, grade mal 300 Euros.

Glaube, das Thema ist somit erledigt. Viel spannender finde ich, diese Sachen einfach zu bauen...
Die Schutzrechte lassen sich meistens sowieso von gewieften Firmen gezielt umgehen... Und dann solls so Typen geben, die sich in MYOG-Foren darüber austauschen, wie man das am Besten selbst hinbekommt... Nenenene...

Aber einlaminierte Steckachsenbuchsen wären schon nicht schlecht :bg: