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buntekuh
30.09.2010, 10:56
Primus EtaPower EF Trail


Kaufdatum: Sept. 2010
Hersteller: Primus
Modellbezeichnung: EtaPower EF Trail
Modelljahr: 2010
Unverbindliche Preisempfehlung: 109,95
Ausstattung und besondere Details: Wärmetauscher, Piezozündung

Vorgeplänkel
Meinen Primus EtaPower EF Trail kürzlich geliefert und bevor ich mit ihm zukünftig durch die Gegend reise, werde ich ihn euch erstmal vorstellen. Da es ihn aktuell in den Hot Offers für den halben Neupreis zu kaufen gibt, beeile ich mich mit der Vorstellung, um euch vielleicht die Kaufentscheidung zu erleichtern oder überhaupt darauf hinzuweisen. Der Bericht hier ist eine leicht abgewandelte Version von dem, den man auf meinem Blog (http://othra.wordpress.com/2010/09/30/primus-etapower-ef-trail/) finden kann. Ich hoffe es wird mir niemand bös' sein, wenn ich vorerst drauf verzichtet habe, die Bilder auch hier hochzuladen. Auf meiner Seite (http://othra.wordpress.com/2010/09/30/primus-etapower-ef-trail/) findet ihr derer knapp 30. Sollten euch noch Infos fehlen, meldet euch einfach und ich versuche sie nachzureichen.
Kocher gibt es ja inzwischen fast wie Sand am Meer. Logischerweise greift ein jedes System auf einen oder mehrere Brennstoffe zurück (Gas, Benzin, Spiritus, Holz…) und jedes System hat seine Vor-, aber auch seine Nachteile. Nach wie vor sehr beliebt sind Gaskocher. Sie sind meist günstig, einfach in der Handhabung, die Verbrennung ist sehr sauber und sie leisten viel bei recht geringer Lautstärke. Leichte Kocher wiegen keine 100g. Nachteilig ist der hohe Preis der Gaskartuschen und die Abfallproblematik bei den diesen. Die Kocher werden meistens direkt auf die Gaskartusche geschraubt, was eine eher wackelige Angelegenheit sein kann (Abhilfe schaffen hier spezielle Dreibeine, die unter die Kartuschen gesteckt werden). Obendrauf kommt direkt der Topf. Klar, weiß wohl jeder.

Jetzt endlich: der Eta Trail
Seit einiger Zeit haben die Kocherhersteller Kochsysteme für sich entdeckt und mittlerweilegibt es auch hier eine große Auswahl… DerPrimus Eta Trailist ein solches System. Hat man früher den Kocher, die Töpfe und eventeuelles Zubehör einzeln gekauft, gibt es sie nun als komplettes und mehr oder weniger durchdachtes und aufeinander abgestimmte Set. Eines der Ziele eines solchen Systems ist die Brennstoffeinsparung durch einen effektiven Windschutz und, in diesem Fall, einen Wärmetauscher am Topfboden. Ein guter Teil der erzeugten Hitze verpufft am Topf vorbei und zischt ab in die umgebende Luft. Ein Wärmetauscher versucht den Wirkungsgrad des Systems zur erhöhen und die sonst verpuffende Hitze besser an den Topf weiterzugeben.

Lieferumfang
In dem Set desPrimus Eta Trailenthalten ist alles (von den Verbrauchsmaterialien mal abgesehen), was man zum Kochen einfacher Gerichte benötigt.
Fußteil (Ständer mit Piezozündung) 110g
Windschutz 120g
Kocher 162g
Topf (1,7L, effektiv ca. 1,4L) 219g
Deckel 87g
Griff 46g
Kratzschutz 16g
Transportbeutel 16g
Insgesamt kommt man also auf 766g, was schon gar nicht mal so wenig ist. Ein einfacher Gaskocher mit Topf bringt es auf überschlagene 250g. Warum sollte man bei diesem Gewichtsnachteil aber einen Systemkocher nutzen? Sollte man nicht unbedingt, kann man aber. Einen ordentlichen Windschutz kann man auch bei „normalen“ Gaskochern verwenden und ein Topf mit Wärmetauscher kann ebenso passen (die Wärmetauscher passen aber nicht auf jeden Kocher –> ausprobieren). Und die hohe Standfestigkeit? Es gibt auch herrkömmliche Gaskocher, die direkt auf dem Boden stehend betrieben werden, aber dann auch nicht mehr so leicht sind. Gas erhält der Kocher dann via Schlauch von der danebenstehenden Kartusche.
Entsprechend also, so scheint es mir, ist die Anschaffung eines Kochersystems nicht unbedingt nötig, aber je nach Ausführung doch sehr zusammen passend und praktisch und in meinem Fall auch sehr günstig! Ich meine hey, sucht doch mal einen günstigen Topf mit Wärmetauscher. Der des EtaPowers (dieser hier) kostet allein rund 35€ – und günstigere fallen zumindest mir gerade nicht ein. Teurere schon.

Erste Tastversuche
Packt man den Kocher aus, so wird einem gleich ein weiterer Vorteil eines Kochersystems deutlich: es passt alles gut zusammen und ineinander (sollte es zumindest). Im Topf befindet sich der ganze Kleinkram… also Kocher & Griff. Vor diesen beiden schützt ihn ein kräftiger Lappen. Das ist notwendig, da der Topf antihaftbeschichtet ist und diese ist gegen mechanischen Abrieb nunmal relativ empfindlich. DieGriffzangemacht erstmal einen guten Eindruck. Durch zwei Gumminoppen am Greifer (ich hoffe, sie halten lange) schützt sie die Beschichtung des Topfes und die Hände durch den überall abgerundeten Griff. DerGasbrennerbesitzt eine Vorheizschlange und ich freue mich schon auf seine erste Inbetriebnahme – er macht „so“ erstmal einen guten Eindruck auf mich. Wie das gesamte Set.
DerTopfist… nun ja, ein Topf halt. Der Wärmetauscher ist natürlich super und super ist ebenfalls die recht fein eingeteilte (auf 200ml genaue) Volumenprägung, die man außen und innen erkennen kann. Eine Antihaftbeschichtung ist nicht jedermanns Sache. Klar, solange sie neu ist, ist sie super! Aber man kann den Topf unterwegs nicht mal grob mit Sand oder dergleichen reinigen, außer man möchte die Beschichtung gern schädigen oder zerstören. DerDeckelerscheint mir mit knapp 90 Gramm etwas schwer geraten. Hätte man ihn nicht dünner oder aus einem guten Kunststoff arbeiten können? DerWindschutznun und dasFußteilwirken solide und sind sehr standsfest und gut gearbeitet. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der herausstehende Piezozünder, auf ihn sollte man etwas aufpassen, damit er nicht bald das Zeitliche segnet. Aber selbst im Falle eines Defekts ist der Kocher natürlich betriebsbereit, man benötigt dann nur eine andere Zündquelle.

Bedienung
Hat man nun alle Teile vor sich liegen, wird zuerst der Kocher in das Fußteil eingesteckt,das ist ganz banal. Bevor nun die Topfstützen ausgeklappt werden, wird der Windschutz auf das Fußteil aufgesetzt und mit einem ganz kleinen Dreh festgeklemmt. Hierbei sollte man darauf achten, dass der Windschutz nicht auf den Nieten des Fußteils aufliegt, sonst klappt des alles nicht so… Jetzt werden die Topfstützen ausgeklappt, die Gaskartusche angeschlossen und es kann mit dem Kochen begonnen werden. Ein Feuerzeug kann daheim bleiben, der Brenner, bzw. das Fußteil, besitzt eine Piezozündung. Zusammengebaut ist das System sehr schnell und einfach, das Außeinanderbauen geht ebenso schnell… nur eben andersherum.
Ein selbstverständlicher Tipp: nutzt zum Umrühren im Topf ein nicht kratzendes Material (Kunststoff, Holz, Silikon…), um die Beschichtung zu schonen!
Na, bislang klingt das doch alles ziemlich gut, oder? Gibt es denn auch Schattenseiten? Klaro, die gibt es, aber dafür hohle ich etwas aus. Das Fußteil passt, wenn man den Primuslappen nutzt, hervorragend passgenau in den Topf hinein, da klappert nichts! Als nächstes legt man Kocher und Griffzange dazu und für beide gibt es keinen Extrabeutel mehr. Zumindest Radler sollten beides nochmals in ein Tuch oder dergleichen einwickeln, da es ansonsten wild durcheinander geworfen und klappern und vielleicht auch die ungeschützten Teile der Beschichtung beschädigen würde. Nun ist im Topf für Spüli & Besteck noch genügend Platz. Ein Light my fire Spork passt perfekt hinein. Zum endgütligen Verpacken kommt nun noch der Deckel drauf und das gesamte System wird nun in den Windschutz gestellt. Dieser, und das finde ich weniger schön, erscheint nun als ein Fremdkörper und ist viel größer, als der eigentlich Topf. Da größere Töpfe verfügbar sind, ist es wohl diesem Umstand geschuldet und eher praktisch zu nennen, aber wäre das Packmaß kleiner, würde es mir doch besser gefallen.

Primus vs. Trangia
Schattenseite? Na, das war wohl etwas übertrieben und ich möchte es doch lieber einfach nur „unschön“ oder nicht ganz optimal nennen.
Unschön ist noch etwas, nämlich das Gewicht des Gesamtsystems. Das liegt immerhin bei nachgewogenen 770g. Hmm, für ein Kochsystem scheint das nun wirklich nicht viel zu sein, vergleichbare Systeme, ich denke da vor allem an den Trangia und diverse Nachbauten, wiegen z.T. Wesentlich mehr. Dennoch habe ich es so im Gefühl, dass man dieses System noch ganz ordentlich tunen könnte.
…ein paar Minuten später: Auf meiner Waage liegt nun der 25er Trangia mit oberem und unterem Windschutz (UL), dem 1,75er Topf (HA), Deckel (nicht: Pfanne), Griff und dem Primus Gaskocher aus dem getesteten Eta-Set (der Primus Gaskocher für den Trangia wiegt ähnlich viel). Zusammen komme ich auf 740g und liege bei gleichem Umfang wie beim getesteten System auf fast dem gleichen Gewicht. Eeh, ihr Primusse… da muss doch noch was zu machen sein?!
Wo ich grad schonmal beim Vergleichen bin. Der Trangia hat dem Primus eine höhere… oder sagen wir praktischere Variabilität voraus. Man kann nicht nur aus verschiedenen Töpfen wählen (Ultralight-Alu, HA-Alu und antihaftbeschichtetes Alu), es gibt mit einem Wasserkessel (wer ihn auch immer brauchen mag), dem Trangia-Schneidebrett etc. auch mehr oder weniger sinnvolles Zubehör, welches man, und das meine ich mit der praktischeren Variabilität, gleich im Set verstauen kann. Schließlich kann man auch zwischen verschiedenen Kochervarianten wählen. Standard ist der Spirituskocher, darüberhinaus kann man ihn auch noch mit Gas betreiben oder mit einem Mutlifuelkocher. Der Gaskocher ist zwar nicht schlecht, aber mit 60€ doch auch weit überteuert. Auch der Mutlifuel ist preislich nicht von schlechten Eltern und schlägt mit bald 180€ gegen das eigene Konto. Batsch. Alternativ kann man sich den hervorragenden Edelrid Hexon zusammen mit dem Tradapter kaufen und einiges an Geld gegenüber dem Original sparen. Der Eta Trail lässt sich nur mit dem Gaskocher betreiben. Entweder das passt einem oder eben nicht. Mit Auf- oder Umrüsten schaut es schlecht aus. Aber auch derEta Trailhat so seine Vorteile, denn im Gegensatz zum Trangia bindet er einen nicht unbedingt an eine maximale Topfgröße. Beim Trangia steht der Topf im oberen Windschutz und muss entsprechend kleiner sein als dieser. BeimEtalässt man den Windschutz einfach weg und packt ruhig breitere (größere) Töpfe oder Pfannen drauf. Und ganz nebenbei und nicht zu vergessen, die Verarbeitung des Primus ist wesentlich besser, als bei Trangia.
Ach, eigentlich wollte ich hier doch gar keinen Vergleich starten, aber er drängt sich mir einfach auf. Der Trangia hat unbestrittene Vorteile, der Eta Trail hat sie aber auch.
Ultraleichtfreunde werde mit dem Eta Trail vielleicht nicht unbedingt glücklich werden, denn bevor man via Wärmetauscher und Windschutz +/- 500g Brennstoff einspart (die Differenz von leichten Teilen zu diesem), muss man schon einiges verfeuern. Ob der Kocher etwas für wahre Gourmets ist? Die müssten dann aber evtl. noch einen weiteren Topf oder auch eine Pfanne dazukaufen und (eventuell) separat transportieren. Dafür ist der Trail extrem standfest und komfortabel und mit einem extrem feinen und gut zu regulierenden Gasbrenner ausgestattet.
Zuletzt, der Preis:54,95€sind ein super Schnäppchen! Von den angegebenen Fehlern in der Eloxierung habe ich nichts gemerkt – und selbst wenn: wurscht! Allein der Trangia Gaskocher kostet schon mehr als hier das gesamte Set (im Angebot). Und wenn man einen kompletten Trangia mit Gaskocher kauft, so kommt man auch mal locker auf 130€.
Insgesamt erhält man mit demEta Trailein Kochsystem ohne wirkliche Schwächen – außer, dass man zum Kochen (erstmal) nur eins hat: genau einen Topf.

Und meine Empfehlung?
Sehr empfehlenswert
Die nächste Zeit gehts hoffentlich wieder raus, raus raus! DerEta Trailkommt dann mit und die Ergebnisse aus der Praxis werde ich wie gewohnt veröffentlichen.

mcgredi
30.09.2010, 11:14
Sehr schöner Test

Kleien Bemerkung von meiner Seite, mit einem 120mm PC-Lüftergitter bekommt man auch jede Espresso/Mokkakanne auf dem EtaPower zum stehen :p

Trisselwand
30.09.2010, 15:05
Ich hab das Teil ebenfalls vor ein paar Wochen für 54,95 € bei Globi erstanden und bin bisher sehr zufrieden. Alles ging bisher ohne Probleme, die Speisen werden schnell warm und der Verbrauch ist niedrig. Irgendeinen Fehler in der Eloxierung habe ich auch nicht bemerkt. Die Verarbeitung ist sehr gut!
Mich wundert nur, das bei den Preisen das Teil immer noch lieferbar ist...



Trisselwand

SilentRunning
10.12.2010, 20:35
Ich hab das Teil gerade für 45€ bei Globetrotter gekauft!

Passt der Brenner in den Trangia? Funktioniert Flüssiggasbetrieb?

Mecoptera
11.12.2010, 13:01
Flüssiggas funktioniert (allerdings damit natürlich dann kaum noch regelbar, es gibt eigentlich nur noch zwei Stufen: Vollgas und Armageddon...). Trangia habe ich noch nicht ausprobiert, macht aber meiner Meinung nach keinen Sinn, der mitgelieferte Windschutz ist leichter und hat einen Piezzozünder.

Mecoptera
11.12.2010, 13:09
Ach ja, noch was: Die mitgelieferte Topfzange ist der reinste Schwachsinn! Die ist so konstruiert, dass man bei etwas mehr Druck den Topf verbiegt, meiner ist oben am Rand deswegen schon ziehmlich ausgebeult. Im Gegensatz zur Trangiazange greift diese nähmlich von beiden Seiten mit vertikal versetzt liegenden Backen aufeinander. Ich verwende inzwischen nur noch die Trangia-Zange, die geht auch (einige Tropfen seamgrip oder Ducktape auf der Zange verhindern dann auch gut ein zerkratzen des Topfes).

Sternenreisender
11.12.2010, 19:23
Hallo,
in den überwiegend positiven globetrotter Kundenbewertungen erwähnten zwei Kunden, daß ihr Kocherexemplar nach einiger Zeit bei kleiner Flamme etwas an zu spucken und fauchen anfing. Kann dies jemand bestätigen?

buntekuh
11.12.2010, 19:27
Nö...

Mecoptera
11.12.2010, 19:38
Nein

Sternenreisender
11.12.2010, 19:58
Na dann bin ich ja beruhigt.
Habe gleich zwei Sets bestellt als es sie bei der globi-Adventsaktion vor einigen Tagen für 45,-€ gab. Einen für mich und einer wird ein Weihnachtsgeschenk. So bin ich auch gleich den 10,-€-Gutschein aus dem Winterkatalog losgeworden :D.
Kann es sein, daß der Brenner bis auf die fehlenden Füße mit dem Primus Express Spider identisch ist? Betrachtet man nur den EtaPower Brenner + Standfuß, dann ist er ja mit 272g nur 74g schwerer als der grazile Express Spider, wirkt aber viel stabiler. freue mich schon auf die erste Mahlzeit auf dem Ding und werde dann auch kurz berichten ob alles i.O. ist.

mcgredi
11.12.2010, 20:18
Hallo,
in den überwiegend positiven globetrotter Kundenbewertungen erwähnten zwei Kunden, daß ihr Kocherexemplar nach einiger Zeit bei kleiner Flamme etwas an zu spucken und fauchen anfing. Kann dies jemand bestätigen?

Habe dieses verhalten beim Testen meines Kochers erlebt. Beim entspr. Test kam eine 70/20/10 Mischung (70% Butan) bei -3.5° zum Einsatz. Nach wenigen Minuten kam es zum von dir beschriebenen Verhalten - letztlich völlig zu Recht, da Butangas sich nicht für unter 0 Grad eignet.

Sagen wir mal so, wenn die Verfasser der Globibewertung ebenfalls den Kocher bei niedrigen Temperaturen mit Standard-Gas betrieben haben kann der Kocher dafür nichts.

Mit einer den Bedingungen angepassten Gasmischung hatte ich dieses Verhalten noch nicht auf Tour, auch nicht bei -20° (Kann hier das Snow Peak GigaPower ProIso empfehlen)

Habe das Verhalten übrigens auf Video, falls du es "genau" sehen möchtest kann ich es evtl. mal auf Youtube hochschupsen (600MB)

Mecoptera
11.12.2010, 20:25
Du hast ein 600mb-Video von deinem Brenner? :o:o:o

buntekuh
11.12.2010, 21:17
Er muss verliebt sein!:grins:

Jogi
11.12.2010, 21:44
Tach zusammen und Danke an buntekuh für den ausführlichen Test!
Ich bin sehr an den Töpfen interessiert, und zwar für eine Wintertour in Kombination mit einem (alten) MSR-XGK. Hauptaufgabe der Töpfe wird also das Schneeschmelzen sein. Meine Hoffnung dabei ist, dass man durch den Wärmetauscher relevant Sprit sparen kann. Meine Befürchtung ist allerdings, dass sich im Gebrauch die Lamellen am Topfboden mit Schnee zusetzten und der dann bei Kochen auf den Brenner tropft und so mit Leistung des Kochers reduziert. Hat von Euch schon mal jemand die Töpfe im Schnee ausprobiert? Sind meine Bedenken berechtigt oder ist das halb so wild?
Danke schon mal für Eure Anmerkungen!
Jogi

buntekuh
11.12.2010, 21:50
Mit dem Schneeschmelzen habe ich noch keine Erfahrung, aber: tropft das Tauwasser denn überhaupt auf den Brenner? Die Lamellen liegen ja außen. Und falls doch, so wird das doch auch nur ein sehr kurzer Effekt sein, da es ja ruckizucki weggetaut sein sollte. ...oder täusche ich mich da?

Jogi
11.12.2010, 22:01
Mit dem Schneeschmelzen habe ich noch keine Erfahrung, aber: tropft das Tauwasser denn überhaupt auf den Brenner? Die Lamellen liegen ja außen. Und falls doch, so wird das doch auch nur ein sehr kurzer Effekt sein, da es ja ruckizucki weggetaut sein sollte. ...oder täusche ich mich da?

Tja, das ist halt die Frage. Bei unseren normalen Töpfen hats zumindest immer ordentlich gezischt, wenn wir die Töpfe auf der Unterseite nicht richtig vom anbappendem Schnee befreit haben. Das hat auch schon mal den Kocher "gelöscht".
Aber von wo bist Du denn, liegt bei Dir nicht auch gerade Schnee? Dann könnteste Du ja mal mit Deinen neuen Topf kurz vor die Tür und Dir dann noch einen Gute-Nacht-Tee kochen... :ignore:

buntekuh
11.12.2010, 22:08
Der Schnee hat leider keine Lust mehr auf Frankfurt... oder umgekehrt, das weiß ich jetzt auch nicht so genau. Aber immerhin erspart mir das jetzt mein Hörbuch zu unterbrechen. ;-)

Jogi
11.12.2010, 22:14
Der Schnee hat leider keine Lust mehr auf Frankfurt... oder umgekehrt, das weiß ich jetzt auch nicht so genau. Aber immerhin erspart mir das jetzt mein Hörbuch zu unterbrechen. ;-)

Dann wünsche ich noch einen vergnüglichen Abend! Aber vielleicht hast Du ja beim nächsten Schneefall spontan Lust auf eine Tasse Tee ;-)

Mecoptera
12.12.2010, 12:29
Schnee in den Lamellen ist so eine Sache: Wenn man den Topf mal in den Schnee gestellt hat dann tropft das ganz schön, teilweise auch in den Brenner, insbesondere im Zelt recht unangenehm. Wenn man es vermeidet die Töpfe abzustellen dann geht das aber ganz gut, ich verwende sie Winters nur noch, die Brennstoffersparniss bügelt den Nachteil mehr als aus.

Sternenreisender
23.12.2010, 11:45
Hallo,
heute kamen meine beiden EtaPower EF Trail zum Aktionspreis von globetrotter an. Mir fiel auf, daß beide Brenner schon einmal benutzt waren. Konnte man an den Hitzeverfärbungen an den Brennerköpfen sehen. War dies bei euren reduzierten Globetrotter-Exemplaren auch so? Ich frage mich grad, ob dies ein schlechtes Zeichen ist und es sich evtl. um Rückläufer handelt mit denen evtl. irgendwas nicht ganz ok ist. Also vlt. die erwähnten, bei niedriger Flamme nach einiger Zeit fauchenden, spuckenden Exemplare. Falls aber eure gut laufenden Brenner auch schon benutzt waren, dann würde es ja nichts bedeuten.

buntekuh
23.12.2010, 11:48
So, erstmal zum Thema Schnee in den Lamellen: ich hatte es nun und es war jetzt nicht wahnsinnig problematisch. In meinem Fall ist nichts auf den Brenner getropft, es hat nur schön gedampft und entsprechend unpraktisch wäre es im Zelt gewesen. Aber von der Leistung her gabs keine Probleme.

Zum Thema Brenner schon benutzt: meiner war ganz neu. Schreibs halt an Globi...

Sternenreisender
23.12.2010, 12:17
Zum Thema Brenner schon benutzt: meiner war ganz neu. Schreibs halt an Globi...
Hmm, klingt nicht gut. Wie sieht es bei euch anderen Besitzern aus?

Also scheine ich da zwei Rückläufer erwischt zu haben mit denen vlt. irgendwas nicht stimmt oder vlt. reparierte Brenner. Aber was würde es mir bringen, wenn ich es an globi schreibe? Meinst Du, die tauschen sie mir dann um, obwohl die Ware so stark reduziert ist? In der Produktbeschreibung haben sie allerdings nur geschrieben, daß die gelieferte Ware kleine optische Mängel an der Eloxierung aufweise.
Zu den Töpfen: bei einem Exemplar sind die Lamellen an einer Stelle etwas eingedellt und beim anderen kleine Abschürfungen an der Beschichtung.
Etwas blöd finde ich auch, daß man den Piezo-Zünder nicht entfernen kann. Der ist ja genietet. Dummerweise ist sein Halteblech auch noch rot lackiert, obwohl es nur knapp drei Zentimeter vom Brennerkopf entfernt angenietet ist. Ob da nicht bald der Lack an zu schmorren fängt? Ein weitere Kritikpunt ist dieses Tuch zum Schutz der Beschichtung. Das ist ja aus schön festem Gewebe und erfüllt seinen Zweck sicher ganz gut, aber es riecht penetrant frischer Farbe. Meine Finger sind zwar noch nicht schwarz, aber mittlerweile riechen auch sie schon danach. Als ob das aufgedruckte Tiefschwarz einfache Druckerschwärze ist und da es innen weiß ist scheint es tatsächlich nur dick aufgedruckt zu sein. Sicher nicht "lebensmittelecht". Also tauscht das Tuch besser aus gegen einen anderen Lumpen.

Hmm, ich denke ich bestelle einfach nochmal zwei Exemplare und schau, ob ich unbenutzte mit besseren Töpfen erwische. Kostet dann halt nochmal 2,45,-€ Porto. Finde das System macht an sich nämlich einen ganz guten Eindruck und prima, daß man auch größer Töpfe auf den Windschutz stellen kann.

shorst
23.12.2010, 12:44
Warum benutzt du sie nicht einfach erstmal? Falls sie nicht ordentlich funktionieren kannst du sie immer noch zurücken.

JonasB
23.12.2010, 14:39
Hallo,
heute kamen meine beiden EtaPower EF Trail zum Aktionspreis von globetrotter an. Mir fiel auf, daß beide Brenner schon einmal benutzt waren. War dies bei euren reduzierten Globetrotter-Exemplaren auch so?

Keine ahnung, da habe ich bei mir nicht drauf geachtet. Der Brenner funktioniert- das ist doch die Hauptsache! Wenn später Probleme auftauchen, schickst du ihn halt zurück.

Edit:
Ups, 2. Seite übersehen. Da haben ja schon andere was ähnliches gesagt

Sternenreisender
23.12.2010, 14:46
Warum benutzt du sie nicht einfach erstmal? Falls sie nicht ordentlich funktionieren kannst du sie immer noch zurücken.
Hast schon Recht. Aber wenn die Brennerköpfe und die Vorheizschlaufe durch weitere Verfärbungen dann noch gebrauchter aussehen habe ich Bedenken, ob globi eine wie in zwei Bewertungen beschriebene schlechte Regelbarkeit im unteren Leistungsbereich als Reklamationsgrund anerkennt. Außerdem ist der eine ja als Geschenk gedacht und die Kratzer an der Beschichtung sind bei dem einen Topf auch etwas blöd. Einer der Topfböden sieht von unten auch abgeschrubbt aus. Der wurde dann wohl auch schon benutzt. Ich denke wenn die zwei Exemplare nicht irgendwelche Haken hätten die vorigen Kunden sie nach dem Testen sicher nicht zurückgesandt.

Die Konstruktion an sich gefällt mir aber bis auf den fest genieteten Piezozünder ganz gut. Finde die Dinger eh überflüssig. Wer geht schon ohne Feuerzeug auf Tour, nur weil der Brenner so einen Zünder hat? Dazu sind die Dinger doch viel zu schnell defekt.

Trisselwand
23.12.2010, 18:07
Mein Primus läuft immer noch wie am ersten Tag. Auch die Piezo Zündung. Bin bisher sehr zufrieden!


Trisselwand

Jogi
03.01.2011, 16:01
So, erstmal zum Thema Schnee in den Lamellen: ich hatte es nun und es war jetzt nicht wahnsinnig problematisch. In meinem Fall ist nichts auf den Brenner getropft, es hat nur schön gedampft und entsprechend unpraktisch wäre es im Zelt gewesen. Aber von der Leistung her gabs keine Probleme.


Prima, vielen Dank für die Info! Wir kochen meist in der Apsis bei guter Belüftung, da kommt's auf ein bisschen mehr Dampf nicht an. Die Töppe kommen mit auf die nächste Wintertour. Wenn's schief geht bist Du natürlich schuld ;-) ...

Sternenreisender
09.01.2011, 14:27
So, habe den Brenner jetzt nochmal ausgiebig getestet und bin doch rundum zufrieden mit der Regelbarkeit. Einziger Kritikpunkt bleibt somit das durch den Windschutz etwas große Packmaß. Aber ich möchte meist eh einen größeren Topf benutzen. Da der Topf anders als beim Trangia nicht in den Windschutz eingehängt wird sondern direkt auf dem Fußteil steht könnte man sich eigentlich auch aus Alufolie einen leichteren, zusammenfaltbaren Windschutz basteln.

Nachdem ich sehe, wie der Brennerkopf sich nach einmaliger Benutzung durch die Hitze verfärbt merke ich übrigens, daß die Brenner bei Auslieferung doch nicht benutzt waren. Ich war nur irritiert, weil auf dem Brennerkopf sechs kleine, runde verfärbte Bereiche mit je ~5mm Durchmesser waren. Aber auf den Globetrotter Produktfotos vom normalen EtaPower EF sieht man das auch. Scheinen wohl produktionsbedingt zu sein.

Bruce
11.02.2011, 19:31
Habe mir nicht alles durchgelesen. Daher bitte ich um Entschuldigung, falls das eine Wiederholung ist:

Zuerst: Ich bin sehr zufrieden mit dem Kocher, da er sehr sparsam ist, stabil steht und absolut klapperfest verstaut werden kann. Wasser habe ich noch nie so schnell zum Kochen gebracht!
Allerdings sollte der Anwender wissen, dass bei der Benutzung des Deckels als Pfanne die Flamme offenbar zuwenig Luft kriegt und ausgeht. Außerdem habe ich den Brenner am Windschutz mit einer rostfreien M4 Schraube fixiert, da mir nach ein paar Mal Auseinander- und Zusammenbauen das Dingsbumsklippblech abgebrochen war.

Zange? Wozu braucht man eine Zange? Gibt doch Ärmel und Socken! :bg:











Ich hab' für das Teil im Sommer bei Grobi weit über 100 Tacken gelöhnt! :grrr:

Sternenreisender
18.02.2011, 22:21
Hallo,
hat hier schon jemand Erfahrung mit dem Betrieb des EtaPowers bei tiefen Minustemperaturen?

lina
18.02.2011, 22:24
Ist das derselbe wie dieser hier beschriebene (http://qbloggt.blogspot.com/2010/03/primus-etapacklite.html)?

Sternenreisender
18.02.2011, 23:14
Ist das derselbe wie dieser hier beschriebene (http://qbloggt.blogspot.com/2010/03/primus-etapacklite.html)?Ja, ich denke der Brenner ist identisch.


Pro Stunde hat er bei durchschnittlich -18 Grad etwa 4,5 Liter kochendes Wasser aus Schnee gewonnen und dabei etwa 40 Gramm Gas pro Liter verbraucht.
[...]
Benutzt habe ich normale Coleman-Kartuschen sowie das Powergas von Primus - beide nicht wirklich vorgewärmt. Verbrannt hat er auch bei -20 Grad so ziemlich alles, allerdings mochte er das Powergas deutlich lieber - ist halt eine Wintermischung. Hmm, leider schreibt er nicht, ob der Gasverbrauch mit den Coleman-Kartuschen höher war als beim Primus Powergas. Das hätte mich mal interessiert, da ich die günstigen Stechkartuschen bevorzuge. Ansonsten würde das Schneeschmelzen zum Luxusvergnügen.

40g Gasverbrauch pro kochendem Liter aus Schnee bei -18°C. Wäre interessant zu wissen, wie hoch der Verbrauch eines Benzinkochers wäre.

lutz-berlin
19.02.2011, 07:36
@Sternenreisender
Stechkartuchen für den Winterbetrieb:o,das wird nicht gut gehen
:o

Sternenreisender
19.02.2011, 10:23
@Sternenreisender
Stechkartuchen für den Winterbetrieb:o,das wird nicht gut gehen
:o
Warum? Auf den Kopf stellen für Flüssiggasbetrieb kann man den Adapter doch auch, wenn man ihn irgendwo zwischenklemmt. Oder gibt es Probleme mit dem zusätzlichen Ventil des Adapters oder ist es die Gasmischung (Buran/Propan 80/20? in Coleman Stechkartuschen)?

40g Gas für einen Liter kochendes Wasser aus Schnee bei -18°C, das wären bei Verwendung von Schraubkartuschen ~60 Cent/Liter :o.

Mecoptera
19.02.2011, 12:17
Ja, ist teuer; Ich habe den Etapower bisher bis so um die -20 verwendet, rechne inzwischen pro Tag und Person mit 100G Gas (komplettes Wasser aus Schnee), funktioniert prima. Bei Stechkartuschen gibt es welche mit Propan/Butan-Gemisch, die sollten gehen; reines Butan geht auch mit Flüssiggas nicht, erstens kann man da nicht vorheizen, und zweitens gibt es in der Gaskartusche bei den Temperaturen keinen Druck der das Gas nach draußen bewegen würde. Zumindest im Gebirge lohnen sich die Stechkartuschen mit Adapter aber nicht, zu schwer und umständlich. 440er Kartuschen sind auch nicht soo teuer...

Mecoptera
19.02.2011, 12:19
Ach ja, schätze wir hatten im Schnitt so 4-5l/Person (fürs Essen kochend zum trinken kalt), das wären dann eher 20-25G pro Liter.

Sternenreisender
19.02.2011, 12:45
@Mecoptera: danke für die Info. Ok, man zeltet ja auch keine 2-3 Wochen am Stück bei -20°C im Gebirge. Somit werden einen die Energiekosten wohl nicht gleich in Privatinsolvenz treiben.

Wäre interessant zu wissen, wie hoch die prozentuale Energieersparnis durch Verwendung der EtaPower-Töpfe bei so tiefen Minustemperaturen ist. Ob sie da höher ist als bei gemäßigten Temperaturen? Beim EtaPower EF Trail liegt der Windschutz ja nicht gerade eng an und ist auch etwas niedrig. Ob man durch einen enger anliegenden Windschutz wohl nochmal eine spürbare Effizienssteigerung bewirken könnte?
Mir ist der 1,7L-Topf mit seinen max. 1,4L nutzbaren Volumen aber auch etwas zu klein. Habe noch das MSR Base Pot 2 Topfset gekauft, da ist ein ordentlicher 2,5L-Topf dabei. Aber eben leider ohne Wärmeaustauscher.

Mecoptera
19.02.2011, 13:11
Verwende im Winter die 2.1L-Version, das geht ganz gut. Ich denke der Austauscher bringt schon einiges, wenn man die Hand neben den Topf hält spürt man kaum warme Luft, die Wärme wird wirklich gut abgegeben. Ein etwas engerer Windschutz wäre wirklich besser, ich habe auch schon überlegt, ob man da nicht etwas rumbasteln könnte, kam aber bisher noch nicht dazu...

lutz-berlin
03.03.2011, 06:01
Lamellenwindschutz(100gr) oder selber basteln,Standkocher mit 2,1l ETA Power:bg:
http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/P1010737.JPG

den 2,1l Topf gibt es gerade bei S&P im Angebot

Linnaeus
27.04.2011, 19:47
Standkocher mit 2,1l ETA Power:bg:

den 2,1l Topf gibt es gerade bei S&P im Angebot

@lutz & @Mecoptera

Könnt ihr mir helfen: Passt der 2,1l-Topf auf den EtaPower EF Trail?

Danke schon mal!
lg

Mecoptera
27.04.2011, 21:56
Ja, perfekt

derfred
20.06.2011, 00:11
Hallo,

der Kocher ist jetzt auch auf dem Weg zu mir nach Hause, würde das Set aber gerne um eine Pfanne ergänzen. Würde die Gourmet oder Litech von Primus noch mit in das Netz passen, so wie es bei der "nicht Trail" Version gehandhabt wird? Den Deckel könnte ich mir ja dann sparen.

Grüße, Fred

Mecoptera
20.06.2011, 17:02
Das Netz ist recht groß und ich glaube in der MF-Version ist die Pfanne mit drinnen, sollte also gehen...

observatoer
23.06.2011, 13:27
Gibt es einen bekannten Grund, warum die Primus Sets aktuell fast überall "rausgeschleudert" werden? Woick hat den MF runtergesetzt usw.

Hab meinen Trail wegen Problemen mit dem wackeligen Piezzo und mieser Beschichtungshaltbarkeit zurückgeschickt. Ach ja, und die Zange verbiegt den Topfrand, wenn was schweres im Topf ist und der gehoben wird.

Mietzekatz
23.06.2011, 13:56
Hi,

definiere mal "überall"! Ich kenne nur das Globi Angebot!

Grüße

observatoer
23.06.2011, 14:10
Hi,

definiere mal "überall"! Ich kenne nur das Globi Angebot!

Grüße

http://www.woick.de/catalog/index.php?cPath=111111111_97000000

bierathlet
29.06.2011, 21:07
Bei meinem funktioniert die Piezozündung nicht. Allerdings nur, wenn er kalt ist. Wenn das Teil mal an war, gehts. Kann man da was selbst machen oder bleibt nur die Rücksendung an Globi?

Gruß Markus

Mecoptera
29.06.2011, 21:45
Ich glaube man kann die Piezzozündung auch als Ersatzteil bekommen; was ist richtig kalt? meine Funktioniert bis -25 problemlos.

observatoer
30.06.2011, 19:31
Das Problem mit dem Piezzo ist der Abstand zum Brenner. Mit Kontakt zum Brenner kann kein Funke springen und wenn er zu weit weg ist, natürlich auch nicht. Hatte das gleiche Problem fast immer nach dem Aufbau. Inzwischen hab ich das Teil an Globi zurückgeschickt. Für mich kommt keine dieser Primus Gurken mehr in den Rucksack.

Mecoptera
01.07.2011, 13:26
Wenn das das Problem wäre würde das aber nicht nur im kalten Zustand auftreten...
Was du mit Primus-Gurken meinst weis ich nicht, sicher ist mein Benziner robuster, aber unter den reinen Gaskochern sind die EtaPower meiner Meinung nach wenn man länger Unterwegs ist momentan die beste Option.

observatoer
02.07.2011, 18:42
Wenn das das Problem wäre würde das aber nicht nur im kalten Zustand auftreten....

Nun, wie oft wurde dieser besagte Kocher benutzt? 1x oder 2x oder 30x. Eine Aussage lässt sich eben erst nach einer gewissen Zeit machen und wenn das Teil oft genug gepackt und wieder aufgestellt wird. Das Zündsystem ist, meiner Meinung nach, nicht robust und störungsunanfällig und wenn du meinen Topf nach 23x Benutzung gesehen hättest, wäre die Meinung vielleicht anders.
Unumstößlich finde ich die sehr gute Leistung des Systems. Das ist ein Traum. Alles andere wie Haltbarkeit, Robustheit und Gewicht ist bescheiden.

bierathlet
02.07.2011, 21:05
Sorry, mit "kalt" meinte ich nicht minus 30 Grad, sondern das erstmalige "Anzünden" nach dem Auspacken. Den "Draht" hab ich jetzt bisschen Richtung Brenner verbogen und es funktioniert. Die Kochleistung ist wirklich beeindruckend (gegenüber meinem 20 Jahre alten Campingaz-Stechkartuschenkocher).

Grüße Markus

Mecoptera
03.07.2011, 14:44
Nun, wie oft wurde dieser besagte Kocher benutzt? 1x oder 2x oder 30x. Eine Aussage lässt sich eben erst nach einer gewissen Zeit machen und wenn das Teil oft genug gepackt und wieder aufgestellt wird. Das Zündsystem ist, meiner Meinung nach, nicht robust und störungsunanfällig und wenn du meinen Topf nach 23x Benutzung gesehen hättest, wäre die Meinung vielleicht anders.
Unumstößlich finde ich die sehr gute Leistung des Systems. Das ist ein Traum. Alles andere wie Haltbarkeit, Robustheit und Gewicht ist bescheiden.

Die Piezzozünder sind eigentlich bei jedem Kocher den ich kenne ein Problem, die ganz alten Benziner waren da besser, die hatten ein Drehrad und Feuersteine, simpel aber extrem zuverlässig...
Das einzige Problem das ich bisher mit dem Topf hatte ist, dass die fehlkonstruierte Griffzange den Topfrand verbeult, wenn man die gegen eine Trangiazange austauscht gehts aber prima.

slowlyhiker
02.08.2011, 12:47
Überlege gerade ob sich der Gasverbrauch durch die Verwendung eines MSR-Wärmetauschers nochmals erheblich reduzieren lässt. Hat schon jemand den Kocher in Kombination mit einem MSR-Wärmetauscher verwendet und die Gaseinsparung herausgefunden?
Wieviel Gramm Gas verbraucht Ihr bei einer Umgebungstemeratur von ca. 0°C und einer Wassertemperatur von ca. 5°C für die Erhitzung von einem Liter Wasser?

lutz-berlin
02.08.2011, 13:07
an den ETA-Töpfen sind doch Wärmetauscherlamellen??
Ich rechne mit 13gr GAS /Liter
damit bist du auf der sicheren Seite

slowlyhiker
02.08.2011, 13:12
Den Wärmeverlust der ETA-Töpfe (mit Lamellen) würde ich gerne noch weiter optimieren mit einem MSR-Wärmetauscher. Wäre schön wenn die 13g/l so noch etwas gesenkt werden könnten.

lutz-berlin
02.08.2011, 14:00
dann einen Jetboil oder Reaktor,

slowlyhiker
02.08.2011, 20:22
Habe es soeben in einem Kurztest (1l Wasser erhitzen, ohne Deckel) ausprobiert. Für einen ausgiebigen Test reicht derzeit leider meine Zeit nicht.
Die Kochzeit mit dem ETA-Topfe und MSR-Wärmetauscher lässt sich demnach um ca. 15-20% verringern. Werde die Werte bei Gelegenheit noch einmal überprüfen.

ebbo
16.11.2011, 09:05
Die Piezzozünder sind eigentlich bei jedem Kocher den ich kenne ein Problem, die ganz alten Benziner waren da besser, die hatten ein Drehrad und Feuersteine, simpel aber extrem zuverlässig...


Piezozünder funktionieren bei sehr sauberer Luft nicht: Luft ist ein Isolator und deshalb springt bei reiner Luft kein Funke zwischen den Elektroden. Partikel in der Luft reduzieren den elektrischen Widerstand und lassen den Funken überspringen...

chappi
29.11.2011, 00:48
Bei meinem funktioniert die Piezozündung nicht. Allerdings nur, wenn er kalt ist. Wenn das Teil mal an war, gehts. Kann man da was selbst machen oder bleibt nur die Rücksendung an Globi?

Gruß Markus

Ganz einfach zu lösen indem du die Spitze des Zünders ein wenig in Richtung Gas Öffnung biegst, so dass der Kontakt nicht so weit überspringen muss.

Ich habe jetzt nicht die EF Version, aber der Kocher ist ja an sich der Selbe. Ich liebe das Teil, das Gewicht ist ganz in Ordnung und das Wasser wird sehr schnell heiß. Außerdem ist das Set gut zu verstauen und bietet noch genug Platz um in seinem inneren Gewürze etc. zu verstauen!