PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Testbericht] Ultrahike 60



Geronimo
24.06.2010, 14:19
Kaufdatum: 14.06.2010
Hersteller: Lightwave
Modellbezeichnung: Ultrahike 60
Modelljahr: 2010
Unverbindliche Preisempfehlung: 160 EUR
Ausstattung und besondere Details: Leicht-Rucksack
Rucksacktyp: Innengestell
Liter: 60
Leergewicht: 1'250 gr
Verarbeitungsqualität: sehr gut
Passform: sehr gut
Komfort: sehr gut
Bedienung: sehr gut
Pro-Kauf-Argument (Stärken):
- Gewicht (1190 selber gewogen)
- Ohne nervigen Schnick-Schnack
Körpergrösse Testperson (in cm): 171
Geschlecht Testperson: männlich
Outdoorerfahrung Testperson (1-wenig bis 7-hoch): 4

Erstmal einige Bilder. Sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte.


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike1.jpg


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike2.jpg


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike3.jpg


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike4.jpg


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike5.jpg


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike6.jpg


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike7.jpg


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike8.jpg


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike9.jpg


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike10.jpg


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike11.jpg

Ein Punkt den ich nicht wirklich gut finde. Die Befestigung für die Eisbickel/Stöcke sind bei nicht ganz gefülltem Rucksack vom Riemen verdeckt. Meiner Meinung nach eine Fehlkonstruktion.
Da ich jedoch nie mit Eisbickel unterwegs bin und meine Stöcke in den Seitentaschen deponiere, überlege ich mir, die Dinger einfach abzuschneiden. ;-)


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike12.jpg


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike13.jpg


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike14.jpg


http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike15.jpg

Das ist das Innengestell. Wollte es nicht rausnehmen, da es dazu etwas Gewalt gebraucht hätte.



Erster Eindruck:

Als ich den Ultrahike 60 das erste mal in der Hand hatte, dachte ich zwei Dinge. "Wow, ist der leicht." und "Hat da echt 60 Liter platz?"
Das Gewicht wird vom Hersteller mit 1250 Gramm angegeben. Meine nicht geeichte Küchenwage zeigte genau 1192 Gramm an.
Nach dem erstenmal Packen des Ultrahike ist auch klar, dass es tatsächlich 60 Liter sind.

Die Verarbeitung finde ich sehr gut. Auch das Material macht einen guten Eindruck. Bei den Trag- und dem Hüftgurt ist das Innenmaterial (auf Körperseite) etwas anfällig auf Klett. Wie sich das entwickelt werde ich auf der nächsten Tour feststellen. Wenn man aber darauf achtet, sollte das kein Problem sein.


Trageigenschaften:

Das Wichtigste an einem Rucksack. Wie trägt sich der Ultrahike 60?
Habe ihn gleich am ersten Wochenende mit 22kg gefüllt. :bg: (In Island werde ich maximal 20kg tragen.)
Komfort vom Hersteller angegeben ist max. 18kg.
Die 22kg sind gute 20% mehr und beim "auf den Rücken hieven" merkt man das Gewicht recht gut, da die Rückenkonstruktion nicht so steiff ist wie bei anderen Rucksäcken. Doch ist das Gewicht erstmal auf dem Rücken - die Erkenntnis. Wow, der trägt sich ja super! :D Nach einigem Rumpröbeln mit den Einstellmöglichkeiten, liegt der Rucksack schön eng am Rücken.

Getragen habe ich die 22kg knapp 2 Stunden bei gut 9km Weg in strömendem Regen. Ich war die ganze Zeit vom Tragkonfort begeistert und kann mir gut vorstellen den Ultrahike 60 auch über 1-2 Tage mit diesem Gewicht zu tragen. Vielmehr als 22kg würde ich dem Rucksack aber nicht zumuten. Für das ist er jedoch auch nicht ausgelegt.
Was die Wasserdichtigkeit angeht, konnte ich die gleich mittesten. Auch nach 2 Stunden Dauerregen, war der Rucksack innen ganz trocken und das Material nicht vollgesaugt. Auch der Rückenbereich blieb trocken.


In 10 Tagen gehe ich für über 4 Wochen nach Island und der Ultrahike 60 ist der Rucksack meiner Wahl.
Einen Bericht über meine Erfahrungen im harten Alltag werde ich danach schreiben.


Sonstiges

Der Rucksack lässt sich gut mit Gummischnur pimpen. Habe auch auf der einen Seite die Kompressionsschnur mit einer Gummischnur ersetzt.

http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike16.jpg


Eine weitere Modifikation ist bei der Bickelhalterung unten geplant. Mehr dann später.

Chiloe
24.06.2010, 15:00
Wow, das ging jetzt aber ganz schön fix, Respekt!
Wenn ich erstmal durch das Rückenlängen-Chaos durchgestiegen bin :motz:, hoffe ich, dass auch ich mit dem Ultrahike meinen neuen Lieblings-Rucksack bekomme. Die Konstruktion und die Reduktion auf's Wesentliche gefällt mir jedenfalls auch an meinem M2er ;-) richtig gut...

Geronimo
24.06.2010, 15:28
Fix? Wollte den Testbericht schon vor 11 Tagen schreiben. Doch bis jetzt war einfach beruflich zuviel los.

He he, das mit der Grösse ist so eine Sache. Doch im Endeffekt ganz einfach. Es gibt M2 & M3. Dann Rückenlänge messen und den Richtigen bestellen.

Wegen den Kompressionsschnüren, sieht man beim letzten Bild, dass ich den rechten gegen eine starke Gummischnur gewechselt habe. Da ich eigentlich immer alls IM Rucksack habe, werden die 60 Liter beinahe immer voll sein. So brauche ich keine Kompression. Die Gummis haben den Vorteil, dass man schnell was reinklemmen kann.

Chiloe
24.06.2010, 15:45
Naja, im Nachhinein ist mir auch klar, dass Lightwave die alten Größen scheinbar auch beim Ultrahike einfach beibehalten hat.
Ich dachte halt durch deren Ankündigung auf der Homepage, dass mit dem Ultrahike auch mal ein Sack für etwas längere Menschen wie mich im Angebot ist und dass sie deshalb ihr bisheriges System überarbeitet haben und den Ultrahike statt mit 55cm nun mit 58cm und der Bezeichnung "M2" anbieten.

Meine Rückenlänge beträgt lt. hochoffizieller Messaktion ;-) genau 58 cm und falls auch die 58cm eine Fehlinformation sind, dann kann es gut sein, dass mir auch die lange Version nicht passen wird und das wäre dann echt :grrr:!

Mal sehen, was Fliegfix dazu sagt...

strauch
24.06.2010, 23:53
Meine Rückenlänge beträgt lt. hochoffizieller Messaktion ;-) genau 58 cm und falls auch die 58cm eine Fehlinformation sind, dann kann es gut sein, dass mir auch die lange Version nicht passen wird und das wäre dann echt :grrr:!

Hast du den Osprey Exos 58 schon ausprobiert in L. ich habe 57cm Rücken und er passt mir sehr gut, man kann auch ruhig noch länger sein.

Chiloe
25.06.2010, 09:36
Tja, wird wohl zwangsläufig auf ein anderes Modell hinauslaufen.
Da die lange Version statt der versprochenen 58cm nur die sonst üblichen 55cm Rückenlänge hat und somit für Personen zw. 1,80m und 1,90m Körpergröße gedacht ist, lasse ich mit meinen 1,95m eine neue Bestellung wohl besser bleiben...
Gibt es denn außer dem Exos 58 noch andere Leichtrucksäcke mit etwa 60l Inhalt für großgewachsene Menschen?
Oder hat schon jemand über 1,90m den Wildtrek (Rückenteil dürfte ja vergleichbar sein) getestet und kann etwas zur Passform sagen?

Libertas
30.06.2010, 06:32
Dieses Ultrahike Teil ist ja sehr interessant ! Wesentlich,leicht und sogar wasserdicht. Cool !
Zitat aus Alien :"Ich bewundere seine konzeptionelle Reinheit..."

Im Ernst, derlei durchdachte Gegenstände strahlen eine gewisse Ästhetik aus.

Beim genauen Hindenken habe die Leute von Lightwave wohl auch gemerkt, dass es ein Widerspruch ist, eine Regenhülle für einen Rucksack haben zu müssen.

Der Nachteil ist, dass man sich mit dem Ding voll auf die Ultraleicht-Schiene setzt, denn so einen Rucksack mit bleischwerer Normalo-Ausrüstung zu füllen wäre dämlich. Da muß man schon auch ansonsten ultralight unterwegs sein.
Als 100kg+ Mensch wäre das nur eingeschränkt mein Fall. zB würde ich zugunsten des Gewichts niemals so eine superdünne Isomatte mitnehmen und immer ein Modell mit min. 5cm kaufen. Erfahrungsgemäß ist mir gut schlafen wichtiger als leichtes Gepäck und es bringt mir auch mehr.
Was habe ich davon, mit ultraleichtem Gepäck herumzutigern und mich aufgrund des miesen Schlafs ständig durchgeschmiergelt zu fühlen.

Chiloe
30.06.2010, 09:38
So ganz kann ich das nicht bestätigen.
Natürlich muss man bei so einem Rucksack schon etwas auf's Gewicht und Packmaß seiner Ausrüstung achten aber "ultralight" ist man deswegen noch lange nicht unterwegs. Wenn man grundsätzlich mit 5cm-TAR & dgl. auf Tour geht, dann ist so ein Rucksack sicherlich nix aber meine Artiach-Kombo (Light Plus & Micro-Lite) hat an den entscheidenden Stellen auch 4cm, was mir komforttechnisch vollkommen ausreicht. Die Light Plus kommt einfach mittels Gummizug außen an den Rucksack, so kann sie in Pausen auch schnell als Sitzgelegenheit herhalten. Innen bieten die 60l dann ausreichend Platz für ein Kaitum 2, einen Badger, die Micro-Lite und den üblichen Kleinkram. Du siehst also, ich bin auch alles andere als ultraleicht unterwegs ;-)...
Für mein derzeitiges Ausrüstungsgewicht kommen die "echten" Leichtrucksäcke, ganz ohne Tragegestell, nicht in Frage und da sind Kandidaten wie der Ultrahike oder o.g. Exos schon ein guter Kompromiss, da sie im Vgl. zu einem Cerro Torre oder Aircontact etwa 2Kg weniger Eigengewicht haben und trotzdem auch mit 17Kg Beladung beim Tourstart noch genügend Tragekomfort bieten.
Wo man sich auf der breiten Skala zwischen absolutem Komfort am Lagerplatz und ultraleichtem Marschgepäck einordnen möchte, muss ja letztendlich jeder selbst entscheiden...

Carsten010
30.06.2010, 09:48
Als 100kg+ Mensch wäre das nur eingeschränkt mein Fall. zB würde ich zugunsten des Gewichts niemals so eine superdünne Isomatte mitnehmen und immer ein Modell mit min. 5cm kaufen. Erfahrungsgemäß ist mir gut schlafen wichtiger als leichtes Gepäck und es bringt mir auch mehr.

Mit 1200 Gramm ist der Ultrahike ja nicht ultraleicht im engeren Sinne.

Glücklicherweise gibt es für komfortbewußte Menschen, die nicht so
viel tragen wollen ja mittlerweile Isomatten wie die Light Pump von
Mammut mit 7,5 cm Dicke und 570 Gramm und die Thermarest
Neo Air mit 6 cm und um die 400 Gramm.

CU

Carsten

strauch
30.06.2010, 09:53
Als 100kg+ Mensch wäre das nur eingeschränkt mein Fall. zB würde ich zugunsten des Gewichts niemals so eine superdünne Isomatte mitnehmen und immer ein Modell mit min. 5cm kaufen.

Nunja man kann ja auch innerhalb eines ultraleichten Gepäcks seine Prioritäten verlagern. Ich kenne z.B. jemanden der schläft bei 0°C noch in Schlafsäcken mit einem Komfortbereich von 10°C, auch ein 100+ Mensch. Keine Ahnung ob er ein eingebautes BHKW hat. Aber so jemand kann beim Schlafsack Gewicht sparen und dafür eine dickere Matte mitnehmen, das macht er auch.

Wobei es mit der Neoair ja auch eine leichte 6cm Matte gibt. Oder eine Exped Synmat oder Downmat, die wiegen knapp 1kg.

Ich sehe Exos und Ultrahike auch nicht als UL an, eher als Leichtrucksäcke. In dieser Liga will ich mich persönlicha uch am liebsten aufhalten. Da es mir noch mehr Komfort bietet als UL, den ich für mich zur Zeit noch als nötig erachte.

Geronimo
30.06.2010, 15:32
Ich sehe Exos und Ultrahike auch nicht als UL an, eher als Leichtrucksäcke. In dieser Liga will ich mich persönlicha uch am liebsten aufhalten. Da es mir noch mehr Komfort bietet als UL, den ich für mich zur Zeit noch als nötig erachte.

Genau so sehe ich das auch!
Als Basisgewicht habe ich für Island ca. 13kg dabei. Das 3-Personenzelt alleine wiegt schon knapp 4kg. (Ja ich weiss - aber es ist ein Palast! :bg: )
Startgewicht wird also für die erste Etappe (8-10 Tage) so bei 18-20kg liegen.
Vor Jahren wäre ich auf solch einer Tour mit um die 29-31kg gestartet.
Dass ich mich mit den knapp 9kg (Ohne Zelt) nicht als UL zähle ist klar, aber leicht ist es allemal und der Komfort ist auch für 100+ gegeben.
Für genau diesen Bereich sehe ich den Ultrahike!
Aber ich schleppe doch keinen 2,5kg (Leergewicht) Rucksack durch die Gegend für max. 22kg Gewicht. Mal davon abgesehen, dass der Ultrahike das Gesamtgewicht wunderbar auf die Hüften verteilt und sich super an den Rücken schmiegt.
Wäre ich alleine unterwegs, würde ich ein Tarptent nehmen, weniger Kochutensilien usw. Dann würde auch ein UL-Rucksack in Frage kommen.

Mehr Erfahrungen mit dem Ultrahike, poste ich hier nach Island.

Chiloe
02.07.2010, 14:54
So, konnte jetzt doch die lange Version des Ultrahike ausprobieren und wider Erwarten sitzt er echt klasse. Nach Schweden wird mich aber auch dieses Jahr der Cerro Torre begleiten, weil ich das Futter für 12 Tage + die restliche Ausrüstung nicht in den Ultrahike reinbekomme. Das war mir aber schon im Voraus klar. Naja, die nächste Sommertour kommt bestimmt. Dann gibt's auch von mir ein paar Eindrücke nachgeliefert...

@ Geronimo: Viel Spaß in Island! Bin schon gespannt, ob sich der Ultrahike unter Belastung bewähren wird...

hrXXL
02.07.2010, 14:58
hab ihn auch hier liegen.
naja die begeisterung war vielleicht etwas überschwinglich bei mir. werde ihn wohl verkaufen, da er doch sehr schwer ist

Geronimo
02.07.2010, 15:00
Heute Abend werde ich sehen ob ich alles (Futter für 10 Tage Zelt) IN den Ultrahike bringe. Ansonsten nehme ich zwei Riemen zwischen die Bickelhalterung und den Riemen für den Rucksackdeckel. So könnte ich Aussen noch was anhängen für die ersten 2 Tage.
Die Gummis oben für die Eisbickel habe ich weggeschnitten. Nicht wege UL sondern weil ich die Dinger einfach nicht brauche und sie daher eher stören.

Jep, bin auch gespannt wie sich der Ultrahike in Island macht. Meine Partnerin ist übrigens mit einem Wildtrek 55 unterwegs. :cool:

Geronimo
02.07.2010, 15:04
hab ihn auch hier liegen.
naja die begeisterung war vielleicht etwas überschwinglich bei mir. werde ihn wohl verkaufen, da er doch sehr schwer ist

Schwer??? :roll: Na ja, 1,190 kg ist 1,190 kg ist 1,190kg....
Schneide doch mal die ganzen Zettel wech! :baetsch:

Für die Möglichkeiten die Du mit dem Ultrahike hast, findest Du im Moment keinen leichteren Rucksack!!! Wenn Du diese Möglichkeiten nicht brauchst, dann hast Du falsch gesucht als Du diesen Rucksack geordert hast.

Chiloe
02.07.2010, 15:10
da er doch sehr schwer ist

Liegt aber sicher im Auge des Betrachters. Für jemanden, der sonst einen Cerro Torre mit 3200g gewöhnt ist, machen die 2Kg weniger doch einen riesigen Unterschied.
Wenn es die restliche Ausrüstung hingegen zulässt, dass man auch einen UL-Rucksack ohne Tragegestell benutzen kann, so ist der Ultrahike eindeutig zu schwer.
Ganz objektiv muss man aber schon anerkennen, dass ~1200g für einen Rucksack mit integriertem Tragegestell, 60l Volumen und robusten Materialien schon ein sehr guter Wert sind und der Ultrahike deshalb für Leute, die sich mit Ihrer Ausrüstung irgendwo zwischen [UH] und [UL] bewegen, eine echte Alternative darstellt...

hrXXL
02.07.2010, 15:11
ne hatte letztes jahr nen wildtrek gekauft und diesen in der falschen größe bekommen, da ich ihn brauchte und der andere nicht rechtzeitig lieferbar war gab es den ultrahike im austausch. ich hab noch nen super gräumigen huckePACK und nen exos 46. diese beiden decken alles gut ab. deswegen muss der ultrahike wieder weichen

mich stört auch das das gestänge wieder nicht rausnehmbar ist ohne die gurte zu zerschneiden

Chiloe
02.07.2010, 15:38
mich stört auch das das gestänge wieder nicht rausnehmbar ist ohne die gurte zu zerschneiden
Das ist so nicht richtig!
http://img132.imageshack.us/img132/8136/p1000663jf.th.jpg (http://img132.imageshack.us/i/p1000663jf.jpg/)

hrXXL
02.07.2010, 15:51
Liegt aber sicher im Auge des Betrachters. Für jemanden, der sonst einen Cerro Torre mit 3200g gewöhnt ist, machen die 2Kg weniger doch einen riesigen Unterschied.
Wenn es die restliche Ausrüstung hingegen zulässt, dass man auch einen UL-Rucksack ohne Tragegestell benutzen kann, so ist der Ultrahike eindeutig zu schwer.
Ganz objektiv muss man aber schon anerkennen, dass ~1200g für einen Rucksack mit integriertem Tragegestell, 60l Volumen und robusten Materialien schon ein sehr guter Wert sind und der Ultrahike deshalb für Leute, die sich mit Ihrer Ausrüstung irgendwo zwischen [UH] und [UL] bewegen, eine echte Alternative darstellt...

das stimmt schon so
war ja damals schon nen klasse schritt vom deuter mit 2,85 auf den wildtrek.
jedoch habe ich noch den nächsten schritt gemacht und bin damit sehr zufrieden.

ui geht ja doch raus das gestell, aber egal der rucksack kommt weg

Chiloe
02.07.2010, 15:54
ui geht ja doch raus das gestell
Wäre ja auch produktionstechnischer Schwachsinn, wenn man die Gurte aufwändig um das Gestell rumnähen müsste...

BubiBohnensack
22.08.2010, 17:13
Ich habe meinen bislang 5 x 4km mit 15kg beladen durch den Wald gehievt. Ich bin sehr zufrieden!
Einziger Nachteil, den ich bislang entdecken konnte: Die Rückplatte nimmt viel Schweiß auf und bleibt eine ganze Weile feucht. Das kenne ich vom Bach Slim Mac anders.
Zudem habe ich noch nicht so genau verstanden, wozu die insgesamt 4 Schnallen auf den beiden Hüftflossen genau gut sein sollen. Vielleich kann mich da mal jemand aufklären?

strauch
25.08.2010, 10:54
Einziger Nachteil, den ich bislang entdecken konnte: Die Rückplatte nimmt viel Schweiß auf und bleibt eine ganze Weile feucht. Das kenne ich vom Bach Slim Mac anders.

Mhh das ist das schöne am Osprey Exos, der hat ein Rückennetz, das liebe ich ja :-). Mit schwitzen hab ich da keinerlei Probleme.

Asparagus
25.08.2010, 11:50
Mhh das ist das schöne am Osprey Exos, der hat ein Rückennetz, das liebe ich ja :-). Mit schwitzen hab ich da keinerlei Probleme.

Jaaa, aber das Netz liegt ja auch auf dem Rücken auf (und drückt somit die Kleidung an den Rücken): Ich schwitze da trotzdem, bin nur besser belüftet.

Aber ich schwitze am Rücken immer, ob mit oder ohne Rucksack. ;-)

strauch
25.08.2010, 12:07
Jaaa, aber das Netz liegt ja auch auf dem Rücken auf (und drückt somit die Kleidung an den Rücken): Ich schwitze da trotzdem, bin nur besser belüftet.

Ja und diese "nur" ist in der Praxis ein riesen Unterschied.

Chemiker
25.08.2010, 13:27
Ich habe den Ultrahike mit anfangs etwa 22 kg (Ausrüstung + 12 Tage Futter und Brennstoff + Wasser + Gipfelbier für den Skierffe + übrige Brotzeit von der Anreise) beladen durch den Sarek geschleppt. Damit war er ordentlich überladen, wodurch er durch den Hüftgurt nicht mehr richtig gehalten wurde und hinten etwas herunter hing. Das hat natürlich zu etwas schmerzenden Hüftknochen und Schultern geführt, hielt sich aber in Grenzen. Nach 2 Tagen (und etwa 2 kg weniger) war der Rucksack angenehm zu tragen und saß zunehmend besser. Im Bereich der von Lightwave angegebenen Zuladung spürt man den Ultrahike kaum noch auf dem Rücken. Da wir leider viel zu schnell unterwegs waren hatte ich am Ende noch für 4 Tage Essen dabei, kam also am letzten Tag nur bis auf etwa 13 kg Zuladung herunter. Aber selbst damit war es kein Problem noch ein kurzes Stück zum Boot in Saltoluokta zu Joggen, so gut sitzt der Rucksack ohne Rumgewackel am Rücken.

Besonders gefallen haben mir die sehr dehnbaren und geräumigen Netztaschen an den Seiten. Da bekam ich den Kocher, Sprit, Abfall, Salami und etwas Kleinkram unter und konnte noch das Zelt gegen herunterfallen sichern. Dieses hatte ich außen mit den Schnürzügen befestigt, die ich durch Gummikordel ersetzt habe. Auf der anderen Seite hatte an der Stelle die EVA Platz. Hinten drauf wurden die Crocs an den 4 Schlaufen befestigt, die dort zu finden sind.
Oben auf dem Deckelfach kann man mit dem Gummizug wunderbar Sachen zum Trocknen befestigen.
Sehr praktisch ist auch das geräumige Deckelfach. Da finden z.B. Regenjacke und -hose, Sonnenbrille und -creme, die DEET-Flasche, Tagesproviant und weiterer Kleinkram Platz.

Von der Wasserdichtigkeit hatte ich mir etwas mehr versprochen. An unserem (einzigen :) ) Regentag kam dann doch etwas Wasser durch den Reißverschluss des Deckelfachs und ins Hauptfach vermutlich über die vollgesaugte Rückenplatte. Die Menge war aber durchaus noch akzeptabel.

Etwas ungünstig ist die Farbwahl des Rucksacks. Erstens hat man Probleme ihn in einem Blockfeld wieder zu finden, wenn man damit einen potentiellen Zeltplatz markiert und dann noch ohne Rucksack weiter sucht :D, zweitens fällt man auf Bergfotos kaum auf, da man von weiter weg mit grauer Hose und schwarzer Jacke mit diesem Rucksack aussieht wie ein Stein. Und drittens sehen die weißen Gurte recht schnell ziemlich versifft aus.

Noch zur Frage nach den Laschen auf dem Hüftgurt: Die sollen diesen wohl minimal besser an die Hüfte anpassen.

Grüße aus Stockholm,
Stefan

BubiBohnensack
26.08.2010, 13:10
Ah Danke für den Bericht!

Cyrus2010
10.11.2010, 09:36
Zudem habe ich noch nicht so genau verstanden, wozu die insgesamt 4 Schnallen auf den beiden Hüftflossen genau gut sein sollen. Vielleich kann mich da mal jemand aufklären?

Das wuerde mich in der Tat auch sehr interessieren!
Der einzige Grund der mir spontan einfaellt waere ueppiger Bauchumfang, so dass das "dicke" Gurtband nicht mehr ausreicht... Muss mir das heute Abend nochmal im Detail ansehen.

Hierum geht's (Bild von geronimo uebernommen):
http://www.polarlicht.ch/fotos/Ultrahike9.jpg

Nicki
10.11.2010, 12:42
Diese Riemen hat doch jeder größere Rucksach- jedenfalls 1 davon.
Mit dem Anziehen dieser Riemen wird der Rucksack deutlich stabiler und sitzt fester auf der Hüfte.
Einfach mal den Rucksack packen und ausprobieren.
Ich spüre jedenfalls einen deutlichen Unterschied.

Gruß FS

Cyrus2010
10.11.2010, 21:06
Habe das eben getestet, ich spüre keinen Unterschied.
Da diese 4 Gurte auch direkt am Band des Hüftgurtes angenäht sind, ziehen sie auch nur selbigen strammer und das kann man auch direkt am Hüftgurt machen. Für mich persönlich also eher sinnfrei... :roll:

BubiBohnensack
10.11.2010, 22:04
Ich halte den Effekt auch eher für gering. Was man damit jedoch machen kann, ist die Hüftflossen auf die Hüfte abstimmen. D.h. man kann damit geringfügig die belasteten Bereiche variieren bzw dafür sorgen, dass der Hüftgurt auf ganzer Breite auf dem Hüftknochen aufliegt.

Nicki
11.11.2010, 09:40
Vieleicht zieht ihr nicht kräftig genug-
Zieht die Dinger mal richtig stramm- die Lastübertragung wird deutlich besser.
Jedenfalls bei mir.....

Gruß Folko

Kirtan
14.11.2010, 15:14
Hi,

ich möchte mir einen neuen Rucksack zulegen (mein bisheriger wiegt gut 3 kg :) ). Schwanke zwischen dem Ultrahike und dem Wildtrek.

Drei Punkte, die bei mir Fragen aufwerfen:
1. Wie is das ohne Schlafsackfach? Habe den Schlafsack immer ganz unten. Ist das dann nicht eine ziemliche Wühlerei? Oder packt ihr ihn etwas weiter oben rein? Dachte aber, dass der Schlafsack immer nach unten sollte...
2. Wie is das mit dem Seitenfach beim Wildtrek. Trinken tu ich eigentlich aus der Trinkblase, aber eine Flasche habe ich trotzdem immer gern dabei. Im Winter wird's mit ner Trinkblase ja auch schwierig. Kann man in die Seitentaschen am Hüftgurt auch gut eine 1l Sigg Flasche oder Thermoskanne packen? Das sieht mir so aus als ob die da rausfallen würde.
3. Ich bin 196 cm groß. Habe momentan keine Möglichkeit meine Rückenlange zu messen. Was wenn mein Rücken länger als 58 cm ist? Kann ich den Rucksack dann vergessen?? Oder muss man das nicht ganz soooo eng sehen?

Danke!!!
Grüße,
Kirtan

Chiloe
14.11.2010, 17:09
Hi, hab' selber nen Ultrahike und bin sehr zufrieden, eben weil er so schlicht und funktional ist.
1) Hab' den Schlafsack ebenfalls ganz unten drin aber da ich meinen Rucksack am Abend eh immer komplett auspacke (Zelt ist zum Glück groß genug), ist das kein großes Problem. Bei meinem Cerro Torre hab' ich das Schlafsackfach auch nie benutzt und auch der Front Access war mir nicht sonderlich wichtig - reine Geschmacksache. Ich finde, dass man ohne Schlafsackfach das Volumen besser nutzen kann und man spart einen Reißverschluss, der potentiell kaputt gehen kann.
2) Kann ich nix zu sagen. Die Seitenfächer beim Ultrahike sind aber großzügig bemessen und bieten ausreichend Platz für Thermoskanne & Co.. Eine Tasche am Hüftgurt gibt's nicht.
3) Passen muss er! Da hilft nur ausprobieren und im ungünstigen Fall zurückschicken, Deine Größe ist aber in jedem Fall grenzwertig. Ansonsten mal den Exos von Osprey probieren, vlt. passt der besser...

hype
05.12.2010, 13:25
Hallo,

habe mir auch mal einen Ultrahike 60 bestellt und probiere gerade meinen ganzen Krempel da rein zu bekommen.
Da ich sonst einen Deuter 75+10 nutze, habe ich nun so meine Probleme in den Ultrahike alles rein zu packen (Ausrüstung ist aber schon reduziert).
Dabei habe ich gar nicht so viel an Ausrüstung (Standard halt: Schlafsack, 1-Mann-Zelt, Thermarest, Gaskocher, Kleidungssack, Verpflegungssack, DSLR).

Wie packt ihr denn den Ultrahike 60?

barleybreeder
05.12.2010, 16:02
Normalerweise sollte alles reingehen für etwa 8 Tage mit Verpflegung... A bissl was leichtes sperriges auch außen dran..

http://lh4.ggpht.com/_efsKdBgdn14/Srku76NHysI/AAAAAAAABso/Bqpak_4v-8s/001.JPG

hype
05.12.2010, 21:41
Egal wie ich packe, ein Teil bleibt immer übrig.
Meistens die Thermarest, die ist leider nicht lang und dünn sondern kurz und dick, sonst könnte man sie an die Seite packen :grrr:

Habt ihr mehr große Packsäcke oder liebe kleinere, welche man flexibler packen kann?
Z.B. bei Essen und Kleidung.

barleybreeder
05.12.2010, 21:50
Das Essen nur in kleine oder keine Packsäcke. So kann man am felexibelsten packen und Löcher stopfen.

Homer
05.12.2010, 21:59
die TAR lässt sich doch auch in andere formen knautschen - man muss sie nicht zwingend nach anleitung falten! ich hab meine auch schon als ,,rückenpolsterplatte" im BW-rucksack gehabt.
packbeutel nehme ich lieber etwas zu groß, dann lassen sie sich flexibler stopfen und sind nicht nur prall und sperrig.

lina
05.12.2010, 22:01
Kannst die TAR doch (erst falten und dann) längs rollen ;-)

hype
06.12.2010, 08:21
Kannst die TAR doch (erst falten und dann) längs rollen ;-)

Und dann ohne ihren Packsack dran?
Oder gibt's für die TAR auch einen langen Packsack, statt dem kleinen?

lina
06.12.2010, 08:24
Muss ja nicht der Original-Packsack sein.
Welche TAR hast Du denn?

hype
06.12.2010, 08:46
Ich habe eine Prolite Plus.
Was für andere Packsäcke sind denn zu empfehlen?

lina
06.12.2010, 09:02
Ok, die Prolite Plus faltet man, soviel ich weiß, einmal längs auf die Hälfte ihrer Breite und rollt dann auf.

Bei älteren TARs war das Längsfalten noch nicht vorgesehen, wahrscheinlich weil der Füllschaum nicht strukturiert war. Die hat man dann einfach gerollt ohne vorher zu falten. Also würde ich nach Packsäcken älterer TAR-Modelle suchen. Packsackmaß in Mattenbreite plus Rollendurchmesser x2. Beim Herrn-Merten-sein'-Laden hängen die als Ersatzteile in der Nähe der Schlafsäcke. Oder hier gucken (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=112196) und nachfragen.

Oder einen Silnylon-Packsack eines anderen Anbietern nehmen (z.B. Sea to Summit, Ortlieb, etc.), die haben zwar meist einen zu breiten Durchmesser, sind dafür aber wasserdicht und der Überhang kann durch das Befestigungsband zusammengehalten werden.

hype
06.12.2010, 09:07
Ok, die Prolite Plus faltet man, soviel ich weiß, einmal längs auf die Hälfte ihrer Breite und rollt dann auf.

Ja, genau.
Okay, danke, dann werde ich mal suchen :-)

hype
10.12.2010, 11:31
So, gestern war ich zum ersten Mal mit dem Rucksack unterwegs.
Zwar nur 2 Stunden, dafür im tiefsten Schneesturm ;-)

Fazit: TOP!
Der Rucksack sitzt optimal und trägt sich sehr gut, ich hatte 18kg drin.
Habe zwar nach 2 Stunden schon meinen Rücken gespürt, bin aber momentan auch absolut untrainiert.
Für seine Maximalbeladung trägt er sich immer noch gut, wenn dann etwas an Verpflegung weg ist, wird das ja auch noch besser.
Ich denke, ich werde ihn behalten.

hrXXL
21.02.2011, 17:24
könnte mir einer nen gefallen tun und das alugestell mal ausbauen und auf die waage legen

beni

Chemiker
22.02.2011, 07:03
78g laut Küchenwaage

hrXXL
22.02.2011, 13:11
ui das ist ok
besten dank

Bullit
15.04.2011, 13:44
Hallo Ultrahike-User,

mitte Juli werde ich zu einer einjährigen Weltreise aufbrechen. Es geht per RTW-Ticket nach Nord- und Südamerika, sowie Neuseeland und Australien. Währenddessen sind einige Treks geplant (z.B. WestCoastTrail).

In Südamerika nutzen wir größtenteils Busse.

Ich hab den Ultrahike gerade hier und bin u.a. von der Passform begeistert. Jedoch erscheint mir das Material sehr filigran.

Die Frage ist, ob dieses Material einer einjährigen Weltreise standhalten würde? An eine zusätzliche Schutzhülle (z.B. von Tatonka) für Bus und Flugtransporte habe ich schon gedacht.

Wie sieht es mit Langzeiterfahrungen aus?

MfG

Andreas

Reichhi
15.04.2011, 14:07
Ich hab zwar keinen (aber habe ihn oft genug gesehen :D lol): Ich glaube, dass ich mir für ne RTW-Reise lieber etwas robusteres zulegen würde und vor allem auch etwas größeres wie 60l.

Es ist zwar nett, wenn der Rucksack leicht ist, aber gerade für deine Zwecke ist ja z.B. ein Frontloader ganz net, oder ein Schlafsackfach. Ansonsten musst du ja jedes mal den "kompletten" Rucksack ausleeren wenn du an was bestimmtes ran willst.

P.S. für den WestCoastTrail das Moskitonetz nicht vergessen :D

Chiloe
15.04.2011, 16:06
Hab' den Ultrahike seit letztem Sommer und wenn er nicht auf Tour ist, dann befördert er Woche für Woche diverse Dinge zwischen Studentenbude und Heimatadresse hin und her. Auch wenn das nicht den totalen Härtetest darstellt, hat er bisher alles klaglos überstanden.
Soll heißen: Ich finde das Material ausreichend robust und traue ihm auch eine einjährige Weltreise zu!
Als kleine Negativpunkte könnte man aufführen, dass die hellgrauen Flächen an Rücken und Schultergurten doch recht schmutzempfindlich sind und dass Lightwave einen Kordelzug auf der Front eingespart hat.
Über das fehlende Schlafsackfach und den fehlenden Frontzugriff kann man unterschiedlicher Meinung sein. Für mich war es ein Pro-Kaufargument, weil ich diese Gimmicks auf Touren mit einem Cerro Torre sowieso nie benutzt habe. Abends packe ich den Rucksack eh komplett aus und für Sachen, an die man tagsüber schnell gelangen möchte, bieten Deckelfach, Seitentaschen und diverse Spannriemen genügend Stauraum. Vorteil sind 2 eingesparte Reißverschlüsse und weniger Frontnähte...

PS: Als Transportsack bieten sich bedruckte Getreide-/Mehl-/Sonstwas-Säcke an. Die sind reißfest, günstig und wenn den Aufdruck ein lokales Produkt ziert, schließt man nicht sofort auf den wertvollen Inhalt...

Bullit
16.04.2011, 11:14
Danke für die Antworten.

Nachdem ich meine Ausrüstung reduziert habe komme ich mit 60l (fast) klar ;-).
Auf den Komfort eines Front- oder Schlafsackfachzuganges würde ich bewußt verzichten, also ist das kein Negativpunkt.

Moskitonetz ist gesetzt, hat sich in Schweden u. Norge auch bewährt.

Zur Robustheit: Das Aussenmaterial beurteile ich durchaus als Robust. Was ich als filigran bewerte sind die Schnallen des Deckels, sowie den Schneefang, also der Zeltstoff zum zuziehen des Hauptfaches.
Dazu kommt, das der Rucksack fast immer mit so um die 16kg beladen sein wird. Beim Tourstart auch schon mal 18-20kg.

Vielleicht finden sich ja noch ein paar Erfahrungen. Den Wildtrek-thread hab ich auch schon durchgeforstet, da dieser ja ähnliche Eigenschaften besitzt.

MfG

Chemiker
16.04.2011, 12:03
16 kg sind bequem zu tragen, 20 musst du vorher mal testen, ich finde das noch ok, aber man merkt, dass das Tragesystem da langsam an seine Grenze kommt. Ich war mit max. 22kg unterwegs, da zieht er dann schon nach unten und ich war froh dass das Übergewicht nach einem Tag mehr in der Nähe des Körperschwerpunkts lag.
Für die Schnallen würde ich eh Ersatz mitnehmen. Die wirken echt filigran und könnten bei unsanfter Behandlung im Bus/Flugzeug eventuell mal zu Bruch gehen. Was ich aber als anfälligstes Teil sehe sind die seitlichen Netztaschen. Da musste ich nach der Tour im Sarek die Naht nachbessern. Wenn der Rucksack oft in Fahrzeugen ein und ausgeladen wird sollte da dann wirklich besser ein robuster Sack drumrum. Die Restlichen Teile am Rucksack wirken sehr robust. Da sehe ich kein Problem.
Die Idee mit dem Getreidesack oä. find ich super.

BohnenBub
05.04.2013, 08:54
Ich hole diesen Thread noch mal hoch: Hat jemand den Sinn und Zweck hinter dem aus dehnbarem Mesh bestehenden Dreieck zwischen Seitentaschen und den zwei Verstellpunkten des Hüftgurts geblickt?

Wofür diese zwei Verstellpunkte da sind, über die wir vor 2 Jahren gesprochen haben, weiß ich mittlerweile. Sie dienen dazu den Winkel, mit dem der Hüftgurt auf der Hüfte aufliegt, zu variieren und an die Anatomie des Trägers anzupassen - insbesondere wohl bedeutsam für Frauen.

Juergen
05.04.2013, 09:25
Hat jemand den Sinn und Zweck hinter dem aus dehnbarem Mesh bestehenden Dreieck zwischen Seitentaschen und den zwei Verstellpunkten des Hüftgurts geblickt?

Vielleicht, dass der Rucksack weniger Falten bildet, wenn er wenig beladen ist ? Facelifting ?
So richtig verstehe ich den Sinn auch nicht. Einfach mal abtrennen und schauen, was passiert.

kleingestreift
11.05.2013, 00:40
Ich habe dort Sonnenhut oder Fleecejacke usw. eingespannt um es bei Bedarf griffbereit zu haben.

borni83
11.05.2013, 02:21
Ich habe dort Sonnenhut oder Fleecejacke usw. eingespannt um es bei Bedarf griffbereit zu haben.

Wobei das nicht der eigentliche Zweck sein dürfte :)

BohnenBub
30.05.2013, 17:19
Ahoi,

ich habe mein Exemplar gerade mal inspiziert und mache mir einige Sorgen um 2 Nähte. Es wäre toll, wenn ihr mir die Sorge nehmen oder Bestätigen könntet. Es geht um den Punkt, an dem der gepolsterte Teil des Schultergurtes in das Flachband übergeht, welches schließlich zur Hüfte führt.
Dieser Bereich ist naturgemäß hohen Zugbelastungen ausgesetzt und dementsprechend fett genäht. Allerdings zeigen die Nähte selbst bei recht geringer Zugbelastung ordentlich "Spiel". Ich weiß nun nicht, ob das eine Gebrauchserscheinung ist und auf ein baldiges Auseinanderreißen hindeutet, oder ob das immer schon war und ich es nur nicht bemerkt habe. Ich habe wenig Lust, dass mir mitten in der Pampa die beiden Schultergurte abnippeln - es wäre daher klasse, wenn ihr anderen UH60 Nutzer vielleicht einmal einen Blick auf die betreffende Stelle werfen- und mir sagen könntet, ob das bei euch genau so ist.

Vielen Dank!

http://www.vincent-kleine.de/1.JPG
http://www.vincent-kleine.de/2.JPG
http://www.vincent-kleine.de/3.JPG
http://www.vincent-kleine.de/4.JPG

Feurio
30.05.2013, 18:18
Hey, das schaut bei mir ganz genauso aus. Nach letztem Sommer ist allerdings auch ein Hüftgurt am Ansatz eingerissen darum habe ich ihn bei Fliegfix eingeschickt und die ihn weiter nach England zu Lightwave. Eigentlich dachte ich, dass sie es einfach nähen, aber stattdessen stand vor ein paar Wochen ein neuer vor der Tür.
Deine Frage beantwortet das aber natürlich nicht; ich fürchte das Problem mit den Schulterträgern ist ein Designfehler, denn auch der neue hat das schon wieder. Die nähte gehen einfach um das Ende des Schulterpolsters mit rum, und wenn sich das unter dem Druck komprimiert, dann rutschen sie ein stückweit vorne raus. Ich finde auch, dass das empfindlich aussieht.
Zur Not könntest Du ja selber mit der Nähmaschine mal drüber gehen.
Beste Grüße,
Franz

barleybreeder
30.05.2013, 18:25
Hallo,

die Nähte sehen bei meinem Wildtrek und den meiner Freudin auch so aus. Teilweise noch weiter gedehnt. Hält ohne Probleme seit über 100 Tourtagen. Betrifft aber eigentlich nur die Naht beim Lastkontrollriemen, welcher am Schultergurt angenäht ist.
Die Nähte welche Schultergurt-Gurtband-Rucksackboden verbinden sehen gut aus. Dort sind aber 2 Rieger vernäht. Beim Lastkontrollriemen nur einer.

Hat sich nach meiner Erinnerung aber gleich nach der ersten Tour so gedehnt und seitem nicht weiter verschlimmert.

Vermutlich wird die Naht nicht so straff genäht, der Schaumstoff beim Nähen nicht so stark komprimiert wie er eventuell müsste.

BohnenBub
31.05.2013, 09:16
Das ist gut, danke. Dann hält er hoffentlich noch eine Saison.

eisen
31.05.2013, 09:36
ich habe mein Exemplar gerade mal inspiziert und mache mir einige Sorgen um 2 Nähte.

Ahoi Vincent,

die Naht am Lastriemen war bei meinem Wildtrek neu schon leicht lose. Für mich eine klare Schwachstelle am ansonsten sehr netten Rucki. Bin deshalb damit zum Schuhmacher ums Eck mit Sattlernähmaschine. Der hat für 3 Euro kurz nachgearbeitet. Nun reißt da nichts mehr:

http://www.bilder-hochladen.net/files/big/cn9o-5-e4da.jpeg

Hast Du Deine Netztasche mittlerweile fertig? Gibts da nen Foto? Welches Netzmaterial hast Du verwendet? Ist das in der Art: klick (http://www.extremtextil.de/catalog/Netzstoff-Polyamid-hochelastisch-200g-qm::1759.html)? Beim Wildtrek vermisse ich nämlich die Seitentaschen sehr.

Grüße,
Eisen

BDK
20.06.2013, 11:03
Ich habe mir den Ultrahike ebenfalls zugelegt und hatte ihn jetzt mit auf der ersten Tour, 11 Tage Irland. Zu Spitzenzeiten habe ich mit Essen und Wasser ca. 15kg getragen, alles kein Problem. Fühlte sich sogar angenehmer an, als mit dem von mir sonst verwendeten Bach Specialist. Und selbst bei einem kompletten Tag Dauerregen und Durchquerung von Nebelfeldern/tiefhängenden Wolken ist alles trocken geblieben. Ein Traum, ich bin völlig begeistert!

Nicknacker2
20.06.2013, 15:39
Pass aber gut auf die seitlichen Netztaschen auf. Nach 3 Touren (15 + 11 + 10 Tage) mit dem Ultrahike hatte ich leider beidseitig Löcher in den Taschen. Ansonsten ist der Rucksack bis 15-17 kg Zuladung top. Mit mehr Kilos drückt er schon ordentlich auf den Schultern sowie der Hüfte und bereitet nicht so viel Freude.

Juergen
26.10.2013, 09:47
Bei meinem Lightwave Ultrahike 60 beginnen sich einige Tapes abzulösen.
Keine 2 Jahre alt und nur auf drei Urlauben genutzt.

Kennt jemand das Problem ?

Juergen
30.09.2014, 12:36
Der Händler hat meinen Ultrahike 60 anstandslos umgetauscht.

Aber: Der neue Rucksack wurde gerade mal 10 Tage genutzt und
die Tapes beginnen schon wieder sich zu lösen.

Mein Fazit: Lightwave hat hier ein erhebliches Qualitätsproblem!

Es ist schade, dass ein so gut konstruierter Rucksack durch mangelhafte
Verarbeitung erheblich an Wert verliert.

Wenn ich Zeit habe, folgen noch Bilder.

SilentRunning
30.09.2014, 15:38
Bei mir hat der Rucksack etwa 50Tage Nutzung gesehen und die Tapes lösen sich ebenfalls. Ansonsten ist alles im Rahmen - nur die üblichen Abnutzungspuren.

Allerdings ist der Rucksack keinesfalls Wasserdicht - bei stärkerem Wind wird das Wasser früher oder später reingedrückt.

Kann man die Tapes mit Seamgrip ankleben bzw, ersetzen?

Juergen
30.09.2014, 23:20
Kann man die Tapes mit Seamgrip ankleben bzw, ersetzen?
Lightwave hat lebenslange Garantie, melde Dich beim Händler. Ich finde es wichtig,
sich zu melden, bei mir hat man so getan, als ob es ein Einzelfall war.