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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Testbericht] SPOT Satellite Messenger - Test in Nordskandinavien



Roene
04.03.2009, 10:59
Testbericht - SPOT Satellite Messenger

http://farm4.static.flickr.com/3542/3315644569_9be642ef26_m.jpg http://farm4.static.flickr.com/3343/3315695263_b1e9ec5302_m.jpg http://farm4.static.flickr.com/3584/3316480064_3c670d2a53_m.jpg

Alle Fotos bei flickr! (http://www.flickr.com/photos/roene/)

Region: Nordnorwegen (Bardu/Troms) and Teile Nordschwedens (Abisko)
Was: Skitour, 2 Personen, 1 Hund mit Pulka
Datum: 10.02.2009 – 19.02.2009
Wetter: meistens sonnig, Temperaturen zwischen -30°C und -10°C
Topografie: weitläufige Hochtäler, Hochebenen, steile Bergwände neben der Route
Vegetation: karg, einige kleine Birken in tieferen Regionen


Generell:
Der Spot war während der gesamten Tour auf der Pulka befestigt um jegliche Abschirmung durch Mensch oder Rucksack zu vermeiden.

Handhabung und Belastungen:
Die Knöpfe lassen sich mit Fingerhandschuhen gut bedienen (während der Tour wurde nur die Tracking und Okay-Funktion getestet). Die LED-Lichter zeigen klar den Modus, wobei ich mir einen farblichen Unterschied zwischen dem Blinken der Tracking- und Okay-Funktion gewünscht hätte.
Der Gürtelclip ist ausreichend stabil, um das Gerät an Rucksack oder Pulka zu befestigen. Eine zusätzliche Sicherung durch eine Schlaufe erfolgte nicht.
Auch Temperaturen von -30°C waren für das Gerät kein Problem, einzig die Batterien fühlten sich bei derart niedrigen Temperaturen etwas schwach.

Tracking und OK-Nachrichten:
Ich war mit dem Tracking sehr zufrieden. 70,5% aller Tracking-Punkte wurden im 10 Minuten-Abstand versendet und weitere 23% im 20 Minuten-Abstand. Da ich persönlich 20 Minuten auch noch für ausreichend halte, finde ich eine Erfolgsquote von 93,5% sehr gut. 3,5% wurden nach 30 Minuten versendet, der Rest nach 40 bzw. 50 Minuten. Eine Nachricht ging erst nach 90 Minuten raus, was allerdings an den stark unterkühlten Lithium-Batterien lag. Die häufigsten Gründe für eine verzögerte Nachricht waren sicherlich steile und dadurch abschirmende Bergwände
Es kamen alle Okay-Nachrichten an.
Weitere Infos in der PDF-Datei "Data-Analysis-Spot"

Batterieverbrauch:
Während der ganzen Zeit in Norwegen reichte der mitgelieferte und womöglich schon gebrauchte Satz Lithium-Batterien.

Verfolgung für Außenstehende:
Freunde und Familie kamen mit der Website schon ganz gut zurecht und konnten uns auf Schritt und Tritt verfolgen. Schade ist, dass die Trackingpunkte aber schon nach kurzer Zeit wieder von der öffentlichen Seite verschwinden. Ich fände es besser, wenn sie dort mehrere Monate (z.B. 3) verfügbar wären.

Verbesserungsvorschläge:
Ich hatte zwar keine Probleme mit dem Help- und 911-Knopf, da deaktiviert, aber ich würde mir eine bessere Sicherung wünschen, z.B. eine Klappe oder eine 2-er Tastenkombination.

Fazit:
Ich war mit dem Gerät sehr zufrieden da doch über 90% aller Trackingpunkte im Abstand von 10-20 Minuten übermittelt wurden. Auch die Okay-Nachrichten kamen zuverlässig an. Meiner Meinung nach ist das Gerät auch in der nordskandinavischen Bergwelt, mit seiner oft weitläufigen Topografie nahezu uneingeschränkt zu empfehlen.

Traeuma
04.03.2009, 11:14
hab mal nen eigenen Thread draus gemacht ;-)

Bin echt ganz schön überrascht von der enorm hohen Anzahl der erfolgreichen Trackingnachrichten. Bei mir lag das Mittel ja bei knapp 50%.
Jetzt wäre interessant zu wissen, ob das bei mir auf die Befestigung zurückzuführen ist (hatte ihn an der Rucksackdeckelklappe), oder auf die nördlichere Lage (Island).
Aber gut zu wissen, dass das Ding auch bei -30°C noch arbeitet.

KuchenKabel
04.03.2009, 12:07
Nur mal eine kurze Zwischenfrage. Wenn ich die kml Datei mit Google Earth öffne, wird der Track in Island angezeigt. Habe ich da was falsch eingestellt oder liegt es an der Datei?

Roene
04.03.2009, 12:37
Nur mal eine kurze Zwischenfrage. Wenn ich die kml Datei mit Google Earth öffne, wird der Track in Island angezeigt. Habe ich da was falsch eingestellt oder liegt es an der Datei?

Upps... mein Fehler! Jetzt ist die richtige Datei angehängt.

Roene

Roene
04.03.2009, 12:42
Bin echt ganz schön überrascht von der enorm hohen Anzahl der erfolgreichen Trackingnachrichten. Bei mir lag das Mittel ja bei knapp 50%.
Jetzt wäre interessant zu wissen, ob das bei mir auf die Befestigung zurückzuführen ist (hatte ihn an der Rucksackdeckelklappe), oder auf die nördlichere Lage (Island).
Aber gut zu wissen, dass das Ding auch bei -30°C noch arbeitet.

Könnte wirklich an der Befestigung liegen. Wir waren sogar noch eine ganze Ecke nördlicher (ca. 5°) unterwegs. Vielleicht lag es aber auch an der Topografie oder dem Wald, aber das kannst du besser einschätzen.

Roene

Neo
04.03.2009, 13:01
Es sind doch erstaunlich viele Trackingnachrichten angekommen. Ich nehme auch an dass es wohl an der Satelitenabdeckung und der Wahl der Befestigungsmöglichkeiten liegt. Ich glaube Tilo hat vor die Befestigungsvarianten mal zu vergleichen?

Thorsteen
04.03.2009, 15:34
Hallo!

@Roene

Hat wenig damit zu tun ob du 5° Nördlicher oder südlicher bist. Die Abdeckung ist nur sehr Punktförmig gegeben. Liegt wohl am Sat-Netzaufbau.

http://www.axonn.com/images/DataMap.jpg

Was mich persönlich mehr ärgert ist das verschwinden von Trackingpunkten wie ich es selber schon 2 x hatte.


Torsten