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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wandern mit Kindern und Pilgerwagen - erste Erfahrungen



Philipp
26.07.2013, 14:31
Damit angefangene Themen, Anfragen und Gedankenspielchen nicht immer im Nirwana verschwinden, möchte ich hier kurz und knapp über unsere ersten, etwas vertieften Erfahrungen einer Wanderung mit dem selbst gebauten Wanderanhänger berichten.
Mein Hänger ist von PWDs Lösung inspiriert und in diesem Thema

http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/57791-MYOG-Rucksack-Trailer

dargestellt. Änderungen, die ich seitdem gemacht habe, werde ich dort eintragen, um das Thema in sich schlüssig zu halten.

Der Hänger war nötig, weil wir zwei Eltern nicht in der Lage und/oder nicht gewillt waren, das gesamte Gepäck, volle Zeltausstattung einbezogen, alleine zu tragen.
So trug meine Frau einen Rucksack mit ihren eigenen und den Kinderklamotten, ich einen Rucksack (Golite Jam, M) mit den Schlafsäcken, einer Thermarest, meinen Klamotten, etwas Kleinkram und 2 l Wasser, und der Große seinen kleinen Proforma-Rucksack. Auf dem Wagen befand sich ein 60-l-Ortliebsack mit Matten, Essen, Ausrüstung, Kinderschlafsäcken, ein Ortliebsack mit Wassersäcken (aus Apfelsaft- und Weinkartons) für ins. 7 Liter und das Zelt (Keron 3), längs gefaltet oben aufgeschnallt.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/IMG_00914.JPG

(zu erkennen ist hier, wie sich das Tarpgestänge durchbiegt :()

Teilnehmer dieser „Testtour“: 2 Erwachsene, zwei Kinder (3 und 5 Jahre).

Beginn unseres Wandertests war der Römerkanalwanderweg, der von Köln nach Nettersheim in der Eifel führt und dabei immer wieder Reste oder Teile dieser alten, sehr beeindruckenden antiken Trinkwasserleitung berührt. Wir starteten westlich von Bad Münstereifel und legten auf dem Weg nach Nettersheim eine Zeltübernachtung auf der Höhe über der Urft ein. Der Weg führte recht viel über Feld- und Forstwege, teilweise auch einiges über Asphalt, was zwar dem Ziehen des Hängers, nicht aber den Füßen und der kindlichen Lauflust entgegenkam. Bis Nettersheim gab es keine nennenswerten Einschränkungen durch den Hänger, lediglich bei einer längeren Treppenpassage an der Kakus-Höhle mußte ich ihn einmal schultern und, um meinen Rucksack zu holen, zweimal gehen.

Nach einem zweitätigen Aufenthalt im netten Nettersheim ging es mit dem Zug nach Gerolstein und von dort streng dem „Eifelsteig“ folgend nach Blankenheim. Diese laut Eifelsteig-Info 64 km (der Weg macht unendlich viel Schnörkel und „vergebliche Kilometer“) legten wir in 5 Tagen zurück, wobei die Kinder fast die ganze Strecke selber liefen. Nur ab und zu mußte ich eines mal ein paar Hundert Meter auf den Schultern tragen, um die entschwundene Motivation wieder herzustellen. Eine nähere Beschreibung des Eifelsteigs möchte ich hier nicht geben.

Grenzwertig waren sehr schmale und geneigte Wege, v.a. verbunden mit dickem Wurzelwerk oder größeren Steinen, z.B. der Eifelsteig direkt ab Gerolstein, wo er auf die Höhe klettert, und später wieder runter vom Aussichtspunkt Munterley; der Weg auf den und runter vom Rother Kopf; der kurze Abschnitt von der Nohner Mühle (tolles Café, unbedingt mitnehmen!) zum „WachsendenWasserfall“; Aber mit etwas Konzentration und Geduld ließen sich auch diese kniffligeren Stellen überwinden.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/IMG_01613.JPG

(Grenzwertiger Weg: schmal und geneigt

Sogar einen umgestürzten Baum konnte ich, ohne den Hänger schultern zu müssen, passieren.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/IMG_0159_f_ODS.jpg

Allerdings ist mir der Pilgerwagen bei solchen Gelegenheiten zweimal umgekippt, was er aber ohne größeren Schaden weggesteckt hat. Glücklicherweise, muß man sagen, denn ein nicht mehr einsatzfähiger Hänger hätte uns vor echte Schwierigkeiten gestellt. Für solche, aber nur für solche, Situationen wäre natürlich ein einachsiger Hänger besser geeignet.
Gezeltet haben wir immer auf Wiesen oder an öffentlichen Grillplätzen, mit oder ohne Spielplatz. Gestört, oder gar zum Verlassen des Platzes aufgefordert wurden wir nie, selbst dann nicht, als wir einmal gezwungenermaßen direkt an einem Dorf zelten mußten, weil der Große der beiden Kleinen sich mit Fieber, das er sich irgendwo netterweise eingefangen hatte, nach 12 km einfach am Ende war und wir ihm keine weiteren Kilometer mehr abverlangen wollten.
Wasser besorgten wir uns größtenteils an Friedhöfen, denn die sind in der Einöde der Eifel wenigstens zuverlässige Quellen, wohingegen sich die Gastronomie entweder durch Nichtexistenz, Nichtmehrexistenz oder Ruhetage auszeichnet. Die letzten Überlebenden dieses Gewerbes, die das Glück haben, direkt an gut vermarkteten Wegen zu liegen, haben meiner Ansicht nach eine etwas verzerrte Vorstellung von angemessener Preisgestaltung.



Mein Fazit zum Wandern mit Pilgerwagen: es geht bei unseren hiesigen Wegeverhältnissen erstaunlich gut, die gängigen Einschränkungen sind zu meistern (oder evtl. auch zu umgehen). Und wenn man den Hängern auch halbwegs angenehm schultern kann, läßt sich fast jeder Mittelgebirgsweg machen.
Für längere Wanderungen mit kleinen Kindern und Zeltausrüstung ist ein solcher Hänger fast unabdingbar, wenn nur einer der Erwachsenen hinsichtlich des erträglichen Rucksackgewichtes eingeschränkt ist (bei uns aktuell der Fall).

Ich habe ihn nie gewogen, gehe aber davon aus, daß er voll beladen (also mit allein schon mal 7 l Wasser) gute 25 kg gewogen hat. In der Ebene ist das kein Problem, bergauf merkt man das Gewicht natürlich schnell, die Physik gilt halt auch auf Rädern. Man muß sich aber einfach immer wieder vergegenwärtigen, daß die Alternative eben das Tragen sämtlicher Ausrüstung wäre, was immer sehr anstrengend ist, auch bergab.
5 kg mehr hätte ich meinem Anhänger, so wie ich ihn konzipiert hatte, noch zugetraut, mehr aber auf Dauer nicht. Meistens hatte ich den Pilgerwagen an der Hand geführt, was die flexibelste Führung und das schnellste Reagieren auf Wegehindernisse erlaubte. Auf ebenen oder leicht ansteigenden Feld- und Waldwegen hängte ich den Hänger mit einem Gurtband mit Klickverschluß in die Rucksackschlaufen meines Jam und hatte so die Hände frei. So konnte ich den Hänger locker hinter mir herziehen und dazu auch noch mal ein Kind auf den Schultern tragen.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/IMG_01852.JPG

Bei größeren Steigungen wollte ich meinen Rucksack nicht über Gebühr belasten und nahm den Hänger lieber an der Hand. Ist der Rucksack robust genug oder hat man die Möglichkeit, den Hänger ohne zerstörende Belastung des Rucksackes anzuschirren, dann spricht natürlich nichts dagegen, ihn auch bei stärkeren Steigungen angeschirrt zu ziehen.
Die Bodenfreiheit, die mein Hänger mit 12,5‘‘-Rädern (allerdings mit recht hohen und breiten Reifen) gewährt, reicht in der Praxis locker aus. Sind die Gegebenheiten so, daß diese Bodenfreiheit an ihre Grenzen stößt (Stein, dicke Wurzeln), dann ist das Prinzip des schmalspurigen Zweiradanhängers an sich schon fast ausgereizt, weil die Gefahr des Umkippens durch Aufschaukeln beim Auffahren auf Hindernisse immer größer wird.

Was ich ändern werde:
Bislang erfolgte die Übertragung der Zugkraft ausschließlich über ein nachgerüstetes 20-mm-Gurtband, das zwischen Handgriff und Bodenplatte gespannt war. Der Handgriff konnte durch die Verwendung einer Steckschnalle schnell abgenommen werden. Witzigerweise erlag diese Steckschnalle ihren Ermüdungserscheinungen just in dem Moment, als ich vorsichtig eine kleine Treppe zur Eisdiele von Blankenheim herunterrollerte. Früher wäre es äußerst doof gewesen. Das Prinzip der Zugkraftübertragung ausschließlich über ein Band oder eine feste Schnur, sollte das Tarpgestänge entlasten, ist aber nicht optimal. Mittlerweile sehe ich einen Kraftschluß zwischen Handgriff, Gestänge und Wagen als unabdingbar an, was aber ggf. die Verwendung eines anderen, belastbareren Gestänges nötig macht. Das ursprüngliche Konzept, als Zugstangen einen anderen Ausrüstungsgegenstand (Tarpstangen) verwenden zu können, wäre dann halt dahin (es sein denn, man verwendete solide Tarpstangen mit Rastung, die auch größere Zugkräfte vertragen).
Die Relags-Tarpstangen sind auf Dauer der Belastung auch nicht gewachsen, fürchte ich. Sie biegen zu stark durch und sind teilweise im Mittelsegment schon ein wenig verbogen (s. 1 Bild). Für längere Touren oder größeres Gewicht sollte etwas solideres her.
Aus Gründen des gut austarierten Gewichtes kam der Ortliebsack mit den vollen Wassersäcken immer ganz nach hinten. Damit er dort nicht rausrutschen kann, werde ich am Heck des Anhängers, anstelle des aktuellen mittigen Gurtes, auf voller Breite ein Stück feste Plane annieten, die mittels zweier Längsgurte, die am oberen Ende der Aluplatte befestigt werden, das Gepäck besser sichern sollte.
Zur noch angenehmeren Handführung bekommt der der Handgriff eine ordentliche, weiche dennoch stabile Schlaufe verpaßt. Meine Minischlaufe, die zum Ziehn mit einem oder zwei Fingern gedacht war, sagte nicht allen Tourteilnehmern zu, die auch mal gezogen hatten ;-).

Gerne hätte ich leicht schräg gestellte Räder, um den Hänger beim Traversieren von Hängen und auf geneigten Wegen stabiler zu machen. In diesen Situationen wandert der Schwerpunkt schnell zu weit nach außen, und der Hänger kippt um. Einen Hänger mit schräg gestellten Rädern zu bauen zieht aber andere Einschränkungen/Nachteile nach sich (größere Spurweite nötig), und die Konstruktion erfordert auch mir nicht zugängliche Metallbearbeitungsmöglichkeiten. Ideal wäre wahrscheinlich ein Anhänger mit geneigten 16“-Rädern und einer Gepäckablage unterhalb der (notwendigen Stummel)achsen für einen tieferen Schwerpunkt, ähnlich dem Fahrradanhänger Vitelli Camping. Das Konstruktionsprinzip wäre aber ein völlig anderes, und zur Durchführung müßte ich Schweißen können.

Gruß an alle Kinder- und Wagenwanderer

Philipp

FlorianHomeier
26.07.2013, 15:32
Danke für diesen Bericht.

Mit der Problematik gehe ich auch schon eine ganze Weile schwanger, und wandern bis jetzt notgedrungen mit dem Croozer for2, mit dem großen Vorderrad drin. Bis jetzt war immer nur mein kleiner Sohn mit, die Mannschaft wurde aber inzwischen noch um eine Tochter verstärkt.

Ich finde es absolut erstaunlich was der croozer schon mitgemacht hat, wir hatten da locker 30kg + Kind drin und sind teilweise übelst steinige und enge Strecken lang. Manchmal ging es nur weiter, wenn ein Mitwanderer, zum Gück waren immer noch Freunde mit, mit mir zusammen das ganze Gefährt durch schwierige Stellen getragen hat.

Fazit: Es geht zwar irgendwie, aber das Gerfährt ist suboptimal. Der Boden ist zerfetzt, habe ich mit einer 3mm PE Platte verstärkt, und ich warte nur auf erstes Materialversagen an wichtigeren Stellen.
Aber wenn es mal nicht besonders steil oder eng ist merkt man wie unglaublich komfortabel Wandern mit einer nachwuchsbedingten Menge an Gerödel sein kann. Der rollt auf der Ebene mit Mamas und Papas Zeug auch noch drin wie von alleine.

Über kurz oder lang muss ein Eigenbau her...

Mus
26.07.2013, 18:29
Ich habe mich ebenfalls über den Bericht gefreut. Sind wir doch gerade dabei unseren Eigenbauch für die Tour fertigzumachen. Noch hoffen wir das ganze Gerödel für uns viere dort unterbringen.
Davor haben auch wir unseren Fahrradhänger mit Joggingrad genutzt. Allerdings ein CaptainXL, der hat einen Kunststoffboden und ist hart im Nehmen. Über die Geländegängigkeit will ich mich auch nicht beklagen aber die Mitnahme im Zug macht mir Kummer. Drum sind wir am Umsteigen.
Wir haben übrigens die Hängerräder im Pilgerwagen verbaut, sind also mit 16 Zoll untewegs.

PWD
28.07.2013, 20:31
http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/IMG_00914.JPG

(zu erkennen ist hier, wie sich das Tarpgestänge durchbiegt :() Philipp

Schön Euren Trailer im Einsatz zu sehen.

Du hast aber auch die mittlere von den 3 Tarpstangen fast bis zum "Anschlag" ausgefahren (d.h. die Stelle des "doppelten" Rohres ist hier nur sehr kurz) u. dafür die dünnste Stange fast nicht benutzt - eingefahren gelassen.

Aber egal wie man es anstellt, es stimmt, vor allem, wenn man mit Kindern unterwegs ist und/oder viel Gewicht zusammen kommt, finden die dünneren Tarpstangen bald ihr Ende und wenn man nicht aufpasst, ihre Bruchstelle.
Deshalb bin ich von dieser filigraneren u. leichteren Form weg auf festere Alurohre (die man ja trotzdem zu Tarpstangen machen könnte).

Philipp
29.07.2013, 08:44
Hallo PWD,

schön, hier einmal wieder von Dir zu lesen! Ich hatte in der Vergangenheit den Eindruck erhalten, daß Du Dich von diesem Forum zurückgezogen hättest, denn ich sah Dich immer nur als „Gast“ ausgewiesen.
Ich hatte, wie Du richtig bemerkst, fast nur das mittlere Segment der Stangen und vom obersten nur 10 cm ausgezogen, um den dünnsten Teil so wenig wie möglich zu belasten. Ob es der Stabilität zuträglich wäre, die Durchbiegung gleichmäßig auf alle Segmente zu übertragen, weiß ich nicht. Hier werde ich in Zukunft wohl noch etwas experimentieren.

@Mus: ich hatte auch schon mit dem Gedanken gespielt, Wanderungen mit unserem Burley und dem Trekking-Set von Chariot durchzuführen und auch hier im Forum ein bißchen zu ersten Erfahrungen geschrieben. In unserem aktuellen Fall, hielt ich aber einen Kinderanhänger für eindeutig zu breit (was sich auch bewahrheitete), außerdem wollte ich den Kindern keine Möglichkeit geben, vorm Laufen zu kneifen. Aus diesem Grund blieb auch die Kraxe zuhause.

Bitte stelle Euren Eigenbau hier im Forum ein! Es ist einfach zu schade, wenn immer wieder auf den gleichen Fragen herumgekaut wird, Lösungsansätze aber nicht dokumentiert werden.


Viel Spaß allen Eltern mit kleinen Kindern beim Unterwegs sein und Ausprobieren!
Gruß, Ph.

xsamel
29.07.2013, 22:46
Dann will ich mal ein paar Bilder einstellen. Im Vorfeld und während meiner Konstruktions- und Bauzeit habe ich mich mit PWD und Herrn Dr. Villmar (bei Bedarf einfach danach googeln) ausgiebig ausgetauscht.

Gebaut habe ich dann dieses Fahrzeug - Bilder aus der Rohbauphase und im Einsatz:


http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/1194.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=82258&title=1194&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/2157.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=82259&title=2157&cat=500)


http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/3126.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=82260&title=3126&cat=500)


http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/4104.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=82261&title=4104&cat=500)


http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/547.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=82262&title=547&cat=500)



Die Verbindungen sind teilweise geklebt. Bessere Bilder und Hinweise gerne bei Bedarf.

Mus
30.07.2013, 00:35
@Mus: ich hatte auch schon mit dem Gedanken gespielt, Wanderungen mit unserem Burley und dem Trekking-Set von Chariot durchzuführen und auch hier im Forum ein bißchen zu ersten Erfahrungen geschrieben. In unserem aktuellen Fall, hielt ich aber einen Kinderanhänger für eindeutig zu breit (was sich auch bewahrheitete), außerdem wollte ich den Kindern keine Möglichkeit geben, vorm Laufen zu kneifen. Aus diesem Grund blieb auch die Kraxe zuhause.

Das sind genau unsere Argumente gewesen für dieses Jahr umzusteigen. Dazu kommt noch die unkompliziertere Mitnahme in der Bahn.



Bitte stelle Euren Eigenbau hier im Forum ein! Es ist einfach zu schade, wenn immer wieder auf den gleichen Fragen herumgekaut wird, Lösungsansätze aber nicht dokumentiert werden.

Ich werde mal schaun, was ich an interfamiliärer Überzeugungsarbeit leisten kann. Leider hab ich nicht selbst gebaut und auch nicht so viel technische Ahnung, dass ich das hier gut beschreiben könnte.

Philipp
31.07.2013, 08:53
Leider hab ich nicht selbst gebaut und auch nicht so viel technische Ahnung, dass ich das hier gut beschreiben könnte.


Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! :D

Philipp
31.07.2013, 08:58
Bessere Bilder und Hinweise gerne bei Bedarf.

Hei, xsamel!

Danke für die Bilder! Deine bislang in der Praxis gesammelten Erfahrungen sind hier sicherlich von Interesse (und da Dein Einsatzbild ja im frühen Frühjahr gemacht zu sein scheint, müßten doch mittlerweile einige Erfahrungen vorliegen, oder? ;-)).

Gruß, Philipp

PWD
31.07.2013, 10:30
Meine Minischlaufe, die zum Ziehn mit einem oder zwei Fingern gedacht war, sagte nicht allen Tourteilnehmern zu, die auch mal gezogen hatten ;-).

Hallo Philipp,

vllt. fährst Du besser wenn Du die Minischlaufe in einen größeren Karabiner (http://rucksacktrailer.files.wordpress.com/2013/07/karabinerziehen.jpg) einhängst und daran ziehst. Diese Größe (ca. 10 cm) läßt sich gut in die Hand nehmen u. es schneidet auch nix ein. (Habe meine für 5€ von Decathlon.)

Gruß, Joachim

Werner Hohn
31.07.2013, 20:33
Habt ihr mal an eine Kombination aus Karre und Zelt gedacht? Zum Beispiel stabile Zugstangen, die als Aufstellstange für ein Tipizelt geeignet wären. Oder ein klassisches Firstzelt, MYOG selbstverständlich.

PWD
31.07.2013, 21:27
Habt ihr mal an eine Kombination aus Karre und Zelt gedacht? Zum Beispiel stabile Zugstangen, die als Aufstellstange für ein Tipizelt geeignet wären. Oder ein klassisches Firstzelt, MYOG selbstverständlich.
Haben wir auch schon => klick (http://rucksacktrailer.wordpress.com/2012/09/30/einfachere-tarpstangen-entnahme/);
dazu dann so was => klack (http://retail.luxeoutdoor.de/index.php?route=product/product&path=33&product_id=51); so hat man Zelt für sich und gleichzeitig ne Garage für die Karre dabei:bg: od. Karre parkt daneben u. hat Platz für 2. Person od. Hund ...

rumtreiberin
31.07.2013, 21:33
@Philipp

rein physikalisch betrachtet dürfte die Beanspruchung auf Biegung am stärksten in der Mitte zwischen Griff und Achse sein, eher sogar noch näher zum Gepäck als zum "Zugpferd". wenn nun ausgerechnet in deiesem bereich, wo ja offenbar auch der Übergang 1-Segment-2.Segment ist das Gestänge nur für wenige Zentimeter doppelt ist, ist das sicher ungünstig.

Ich kann die Gesamtgröße schlecht schätzen, nehme aber an daß die tarpstangen auf etwa 1,40 bis 1,50 ausgezogen sind und vermutlich auf 1,80 bis 2m maximal ausgezogen werden könnten. Also für 3 Segmente auch bei gleichmäßigerer Verteilung eher wenig Überlappung.

Du könntest entweder zu längeren Stangen greifen, die weder für den Wagen noch für den Tarpaufbau dann voll ausgezogen werden, um längere Stücke Überlappung zu bekommen, Oder du greifst zu den nestbaren Alu-tarpstangen von tatonka, die sind nach meinem Eindruck deutlich robuster als die teleskop-Stangen die du da verwendest. Gewichtsmäßig ein Klopper, aber auch robuster als das was du da hast wären dann eben noch Stahl-Tarpstangen.

Was mir sehr gut gefällt ist der lochblech-Schutz an der innenseite der Räder, um das Durchscheuern von Packstücken zu verhindern. Dieses auch bei Bootswagen und faltbooten bei der Anreise auftretende Ärgernis habe ich bisher immer mit irgendwelchen improvisierten Sachen wie dazwischengeschobener Kartonage die dann nochmal mit einem Gurt verspannt wurde gelöst. Hat zwar funktioniert, aber gerade bei längerem Rollern mußte ich doch öfter mal schauen ob da nix verrutscht war oder gar der Karton irgendwo durchgescheuert.

Werner Hohn
01.08.2013, 00:00
@ PWD
Das war schon geziehlt auf Touren mit Kindern und Wagen gemünzt. Tipizelte sind in meinen Augen gute Familienzelte. Groß und leicht und wenn man noch die stabile Aufstellstange als Zugstange verwendet, wird Gewicht gespart. Erwachsene vergessen oft, dass ein Tipizelt speziell für Jungs DAS Zelt ist.

Auf unserer Wanderung entlang der Costa Brava hatten wir ein SL3 mit. Auf den Campingplätzen dauerte es nie lange, bis die Jungs ums Zelt schlichen. "Papa, schau mal, die haben ein Indianerzelt."

Philipp
01.08.2013, 09:21
Ich kann die Gesamtgröße schlecht schätzen, nehme aber an daß die tarpstangen auf etwa 1,40 bis 1,50 ausgezogen sind und vermutlich auf 1,80 bis 2m maximal ausgezogen werden könnten. Also für 3 Segmente auch bei gleichmäßigerer Verteilung eher wenig Überlappung.

Du könntest entweder zu längeren Stangen greifen, die weder für den Wagen noch für den Tarpaufbau dann voll ausgezogen werden, um längere Stücke Überlappung zu bekommen

Deine Längeneinschätzungen stimmen so weit, die kleinen Relagsstangen, die ich verwendete, lassen sich bis ca. 180 ausziehen. Längere, nur teilausgezogene Stangen will ich eigentlich nicht verwenden, weil darunter dann wieder das Packmaß leidet.


Oder du greifst zu den nestbaren Alu-tarpstangen von tatonka, die sind nach meinem Eindruck deutlich robuster als die teleskop-Stangen die du da verwendest. Gewichtsmäßig ein Klopper, aber auch robuster als das was du da hast wären dann eben noch Stahl-Tarpstangen.

Was sind denn "nestbare" Alu-Tarpstangen :roll:? Falls Du die teuren Dinger (60 Euro/St.) meinst, die mittels Raster eingestellt werden, dann bin ich im Bilde. An die hatte ich auch schon gedacht, sind mir aber deutlich zu teuer.
Ich werde, je nach Rohrangebot, mal über selbst gefertigte Gestänge mit Rasterung nachdenken. Nur sagt mir das leicht erhältliche butterweiche Baumarkt-Alu nicht sonderlich zu...:(


Was mir sehr gut gefällt ist der lochblech-Schutz an der innenseite der Räder, um das Durchscheuern von Packstücken zu verhindern. Dieses auch bei Bootswagen und faltbooten bei der Anreise auftretende Ärgernis habe ich bisher immer mit irgendwelchen improvisierten Sachen wie dazwischengeschobener Kartonage die dann nochmal mit einem Gurt verspannt wurde gelöst. Hat zwar funktioniert, aber gerade bei längerem Rollern mußte ich doch öfter mal schauen ob da nix verrutscht war oder gar der Karton irgendwo durchgescheuert.

Der Lochblechschutz ist weniger Schutz für das Gepäck als eher Versteifung für das Hinterteil der Gepäckauflage. Diese Maßnahme war in meinen Augen unumgänglich, um den Teil der Auflagefläche, der hinter der Achse liegt und beim Wassertransport stark beansprucht wird, vor Durchbiegung oder gar späterem Bruch zu schützen. Auf Änderungen in der Konstruktion möchte ich aber im ursprünglichen Thema hinweisen, denn Orrrrtnung muß ßein!!! :D

@Werner Hohn: wie PWD schon schrieb, war ja der ursprüngliche Gedanke, durch Verwendung der Tarpstangen als Zugstangen gleich ein halbes Zelt ohne Gepäckmehraufwand dabei zu haben.

Pyramidenzelte sind ja schön und nett, ich finde sie aber nur bedingt praktisch. V.a. stört mich ihre große Höhe und damit gesteigerte Sichtbarkeit. Gerade in zivilisierten Ländern wie D bin ich gerne unauffällig unterwegs.
Aber es ist richtig, daß daß unser Keron 3 mittlerweile an seine Grenzen stößt. Als Ersatz finde ich das Bergans Wiglo 4 interessant, das ja ein modifiziertes Pyramidenzelt ist. Aber leider findet man zu dem Ding so gut wie keine brauchbare Info oder gar Erfahrungsberichte. Und es hat nur 1 Mittelstange, mein Hänger braucht aber 2 ;-).

Gruß an alle und ein großes Dankeschön für Eure Teilnahme an diesem Thema , Philipp

rumtreiberin
01.08.2013, 11:42
https://www.globetrotter.de/shop/zelte/tarps-aufstellstangen/tatonka-tarp-stange-107528/ Das sind die nestbaren - die sind dann allerdings nicht teleskopierbar. Die sind fünfteilig, also zusammengepackt deutlich kürzer als die ausziehbaren Relags-Stangen (ich hab auch die 1,80er und deren Packmaß liegt bei über 60cm) Dümmstenfalls verwendet man halt für den Wagen nur 4 Segmente statt alle - du hast ja ohnehin Griffe drangebastelt. Schreib ggf mal Khyal an, der hat die in Verwendung. Ich hatte beim Ansehen bei ihm den Eindruck sie seien deutlich robuster als meine, hab mir aber nicht die Konstruktionsdetails angesehen, so daß ich nicht sicher sagen kann wie die Verbindung gemacht ist.

Andererseits: Das Packmaß ist für dich doch eher irrelevant. als Zugstange am Wagen brauchst du sie teilausgezogen, und als Zelt/Tarpstange eben auch teil bis voll ausgezogen. Und ob du da nun eine 1,80er mit um die 80cm Packmaß oder die längere mit 100cm nimmst ist bei DIESER Anwendung doch nicht wirklich ein Drama. So wie das Gepäck da drauf aussieht, ist doch selbst bei einer Bahnanreise für die man die Stangen auf die gleiche Höhe wie das Gepäck zusammenschieben würde 1m Länge nicht wirklich störend, das würde das Gepäck allenfalls um 20cm überragen. Allenfalls bei Flugreisen könnte das je nach Gepäckbestimmungen ein Thema sein. Und für Aktionen OHNE den Pilgerwagen könntest du ja immer noch zur vorhandenen 1,80er greifen. Und dümmstenfalls würde ich mal bei Campinganbietern wie Berger oder Pieper durchs Sortiment schauen, was so an Tarpstangen angeboten wird - bei genauerem Hinsehen findet sich da vielleicht was geeignetes.

Philipp
01.08.2013, 14:54
https://www.globetrotter.de/shop/zelte/tarps-aufstellstangen/tatonka-tarp-stange-107528/ Das sind die nestbaren - die sind dann allerdings nicht teleskopierbar. Die sind fünfteilig, also zusammengepackt deutlich kürzer als die ausziehbaren Relags-Stangen

Ja, an die dachte ich auch, aber ich gehe davon aus, daß sie, wenn sie nur zusammengesteckt sind, keine Zugkräfte übertragen können. Oder werden sie kraftschlüssig ineinander gesteckt?



Andererseits: Das Packmaß ist für dich doch eher irrelevant.

Jein, ich finde Packmaß immer ein Thema. Mit meinen Faltbooten hatte ich bislang auch noch nie ein echtes Problem, dennoch würde ich jede Möglichkeit zur Packmaßverringerung begrüßen ;-).

Gruß, Philipp

Mus
09.01.2015, 13:45
Ich werde mal schaun, was ich an interfamiliärer Überzeugungsarbeit leisten kann. Leider hab ich nicht selbst gebaut und auch nicht so viel technische Ahnung, dass ich das hier gut beschreiben könnte.

Ich sehe gerade, dass ich hier noch einen Bericht schuldig bin. Also:

So viel Überzeugungsarbeit hat es gar nicht gebraucht, mein Mann hat sich ganz gerne ans Basteln gemacht und so ist ein Wagen in Anlehnung an das Modell von PWD und Philipp entstanden.
Das Material war durchgehend im Baumarkt und Fahrradladen zu bekommen. Den teuersten Posten, die Räder, haben wir dadurch eingespart, dass wie uns einfach die aus unserem Fahrradhänger "geliehen" haben. (Während wir mit dem Pilgerwagen unterwegs sind brauchen wir den ja eh nicht:). Der Schiebegriff ist ein Fahrradlenker. Viel mehr Details zum technischen kann ich leider nicht geben, da ich ja nicht gebaut habe, aber ich werde später noch ein paar Fotos einstellen. Wer Fragen hat möge sie trotzdem stellen, vielleicht bekomme ich ja meine bessere Hälfte dazu, eine Antwort zu posten.

Wir haben mittlerweile zwei größere Touren mit dem Pilgerwagen hinter uns, zwischendurch haben wir es noch mal mit dem Hänger versucht, aber die Vorteile des Pilgerwagens, vor Allem im bergigen und unwegsamen Gelände, haben uns wieder zum Pilgerwagen greifen lassen und das, obwohl wir dadurch die Kleine (die mittlerweile auch ihre 16 kg wiegt) immer wieder mal schleppen mussten. Im Moment diskutieren wir gerade darüber, ob wir den Pilgerwagen nächstes Jahr noch einmal mitnehmen oder es nur mit Rucksäcken versuchen.

Was bringt uns der Pilgerwagen im Verhältnis zum Hänger:
+leichtere Anreise ob mit Bahn oder Auto oder Fähre
+leichter unterzubringen, wenn wir ein Gebäude betreten (Gaststätte, Laden, Herberge,...)
+normales Gehen bergab (da wir am Hänger keine Bremse haben, mussten wir ziemlich gegenhalten und das war bei dem Gewicht ein absoluter Kniebrecher)
+leichteres Grundgewicht
+schmalere Spurweite
+relativ einfach und leicht zu tragen, wo man nicht mehr schieben kann
+freie Hände (außer in schwierigem Gelände, da muss man doch händisch mithelfen)
+keine Versuchung eine Menge Zeug mitzuschleppen, dass man nicht wirklich braucht

der Kompromiss ist hier:
-weniger Zuladung
-Kind muss wenn, dann auf dem Buckel geschleppt werden
-weniger "ich stopf es mal kurz rein" Möglichkeiten, als im Hänger
-kein "Regenspielraum" und Luxusbank mehr für die Kleine

Und die Vorteile gegenüber einem puren Rucksackkonzept:
+man hat das ganze Familiengepäck nicht die ganze Zeit auf dem Rücken
+man hat den Rücken (meistens) noch frei für ein Kind
+man kann den Kinder wunderbar ans Rucksack Tragen heranführen, da er notfalls einfach auf der Karre landet
und die Nachteile:
-man ist weniger wendig
-an schwierigen Stellen braucht man die Hände für die Karre aber eigentlich auch für die Kinder
-etwas größerer Platzbedarf in Verkehrsmitteln und in Gebäuden
-bei Portagen das zusätzliche Gewicht der Karre
-zusätzlicher Zeitaufwand zum Auf- und Abschnallen der Säcke

Im vorletzten Jahr hatten wir auf ein reines Pilgerkarren-Konzept gesetzt: Also das meiste Gepäck in einem großen Ortliebsack untergebracht, den Rest auch in Packsack& Billigrucksack. Das war nicht so dolle für schlechte Strecken, da die Karre so schneller instabil wurde und die Tragestrecken recht mühselig wurden und wir für Essen und Regenjacken und ... häufig erst mal abpacken mussten.

Letztes Jahr haben wir so gepackt, dass wir ziemlich flexibel umstellen konnten:
Wir hatten drei unterschiedliche Rucksäcke und haben diese in unterschiedlichen Konstellationen auf Rücken und Karre verteilt. Das war wirklich super. Denn auch wenn ich zwischendurch für kurze Strecken sogar mal an die 30 kg auf dem Rücken hatte (Rucksack+Kind), war es insofern machbar, da sich der Rücken anschließend kompett erholen konnte. Wir waren also frei jeden gewünschten Weg zu gehen und konnten trotzdem etwas "Strecke machen" bzw. ein gewünschtes Ziel noch erreichen, auch mit kleinem Kind, das zu 20% noch getragen werden muss.

In den großen Ortliebpacksack mit Rucksackträgern kamen die sperrigen, leichten Sachen, die unbedingt trocken bleiben mussten (Kleidung, Schlafsäcke,...)und die wir eigentlich nur abends brauchten. Also einmal gut festgezurrt und gut ist. Die Rucksackträger waren dabei so positioniert, dass wir an schwierigen Stellen den Sack und die Karre zusammen auf den Rücken nehmen konnten. Dadurch, dass dieses Gefährt aber verhältnismäßig leicht war, konnten fast alle Wege auch (in dem Falle dann) schiebend bewältigt werden.
Ein zweiter Rucksack mit einem guten, auf meinen Rücken abgestimmten Tragesystem war mit Essen und Kocher und Kleinkram bestückt. Je nach Vorratsstand so um die 12kg, also tragbar. Ich habe ihn weite Strecken auf dem Wagen gehabt. Getragen habe ich ihn, wenn der Weg es nicht zugelassen hat oder wenn es sich nicht gelohnt hat, wegen des kurzen Stückes ihn extra auf die Karre zu schnallen (also nur so um die zwei km vom Zelt bis zur Fähre, vorm Einkaufen bis zum Mittagessen,…). Ausnahmsweise hat auch mein Mann ihn auf dem Rücken gehabt, wenn wir ein schlechtes Wegstück hatten und die Kleine auf meinem Rücken war. Er hat dann zusätzlich noch die Karre geschoben. Gelegentlich hatte ich den Rucksack auf dem Rücken und die Kleine obendrauf. Das war dann das absolute Limit und nach zwei km musste ich dann dringend beides loswerden.
Der dritte Rucksack ist von der Größe so gewählt, dass er sowohl mir als auch unserm Großen passt. Darin befanden sich im Wesentlichen das Tarp, unser Regenzeug, unser Badezeug nebst Sonnencreme und Sonnenhüte, unsere Handtücher und was man halt so zwischendurch immer wieder mal braucht und wieder wegstecken muss und was gelegentlich auch nass ist. Gewicht so um die 7kg (wenn alles drin war und alles trocken war). Der war nur auf der Karre, wenn wir wirklich mal eine "Rennstrecke" hatten oder wir abends einfach noch mal ein paar Kilometer bis zum Zeltplatz machen mussten. Ansonsten hat ihn mein Großer getragen oder auch ich mal, wenn der Rücken nicht anderweitig belegt war.

Mus
09.01.2015, 14:45
Hier liefere ich mal noch ein paar Bilder zur Veranschaulichung hinterher. Leider habe ich erstmal nur die vom letzten Jahr gefunden.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Pilgerwagen14_1.png (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=121057&title=pilgerwagen14-1&cat=500)
Das ist der vollbebackte Pilgerkarren im Rennmodus. Da noch in der Experimentierphase nicht optimal gepackt. Wie ihr seht liegt der Schwerpunkt recht hoch und die Bänder hängen wild rum: Für die ebenfalls sichtbare Rennstreckte gut geeignet aber nicht besonders geländegängig.


https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Pilgerwagen14_5.png (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=121061&title=pilgerwagen14-5&cat=500)Nochmal Rennmodus bei verbesserter Packweise. Oben quer der schwere Rucksack. Die Trinkflasche und die blaue Brombeertasse sind mit einem Griff abnehmbar, seeehr wichtig.
Gut erkennbar: Der Fahrradgriff mit den Hörnchen, damit lässt sich der Wagen in "angeschnalltem Zustand" in unwegsamem Gelände ganz gut dirigieren.


https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Pilgerwagen14_4.png (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=121060&title=pilgerwagen14-4&cat=500)
Rennmodus beim abendlichen Endspurt. Gut erkennbar: die Hände und Schultern sind frei für Wichtigeres. Leider nicht so gut erkennbar: die Karre ist mit einer um den Lenker gewickelten Bandschlinge und einem Karabiner (blau) an einem Hüftgurt befestigt.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Pilgerwagen14_7.png (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=121063&title=pilgerwagen14-7&cat=500)
Normalmodus bei Regenerwartung: Der schwere Rucksack ist oben quer gepackt und mit Regenschutzhülle versehen. So ist der Schwerpunkt der Karre so ausgeglichen, das die Griffe nur ganz leicht nach unten ziehen. Mein Mann sagt, so zieht sich die Karre am bequemsten.
Gut erkennbar: die Träger des Ortliebsacks sind so positioniert, dass man sie direkt aufziehen kann (dann aber ohne zweiten Rucksack an der Karre). Auch gut erkennbar: die realtiv große Bodenfreiheit des Gefährts.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Pilgerwagen14_2.png (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=121058&title=pilgerwagen14-2&cat=500)
Hier jetzt der "Stock-und-Stein-Modus" in Aktion. Man kann schön sehen: große Bodenfreiheit, nah an der Radnabe liegender Schwerpunkt und die Möglichkeit sich die Karre schnell wie sie ist auf den Buckel zu ziehen.
Ebenfalls gut erkennbar: die beiden (klappbaren) Abflussrohrstücke die als Parkständer dienen. Ultraleicht, ultrabillig, geländetauglich und versinken nicht in weichem Boden.


https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Pilgerwagen14_3.png (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=121059&title=pilgerwagen14-3&cat=500)
Das ist die Kehrseite des Stock-und-Stein-Modus. Aber mit dem Kinderhänger wäre hier kein durchkommen mehr gewesen, da wären wir einfach so im Schlamm stecken geblieben. Die deutlich leichtere und erleichterte Karre hat sich da mit Schwung noch durchziehen lassen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Pilgerwagen14_6.png (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=121062&title=pilgerwagen14-6&cat=500)
Hier einmal noch die Karre im Tragemodus oder vielmehr sogar im Transportmodus auf der Fähre: die Räder sind abgenommen und oberhalb des Sacks an den Stangen befestigt. (Für eine Sackkarre zahlt man, für einen Rucksack nicht:-?)

EDIT: Hab doch noch Bilder vom vorletzten Jahr gefunden, waren sogar schon auf ODS.Also:
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Pilgerwagen_1.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=86156&title=pilgerwagen-1&cat=500)
Hier mal unser ziemlich hoch beladenes Gefährt noch ohne Lenkerhörnchen, das war nicht wirklich geländegängig. Trotzdem kann man erkennen, dass so noch gut ein Kind auf den Buckel passt. (Letztes Jahr lag der Trageanteil fürs Kind noch bei ca. 80%).

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Pilgerwagen_2.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=86157&title=pilgerwagen-2&cat=500)
Manchmal war es sogar noch mehr bepackt. Das machte dann nicht mehr so wirklich Spaß. Da fängt man dann schon mal an auf bequemere Wege auszuweichen, die wieder den Kindern keinen Spaß machen.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Pilgerwagen_4.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=86159&title=pilgerwagen-4&cat=500)
So sieht es aus, wenn getragen werden muss.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/Pilgerwagen_5.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=86160&title=pilgerwagen-5&cat=500)
Und einmal noch der Wagen in "nackig" und die Parkständer in Aktion. Die halten aber auch locker die vollgepackte Karre, nur dann sind sie auf dem Foto nicht zu sehen.

PWD
14.02.2015, 21:18
Vielleicht interessiert das den einen od. anderen Pilgerwagen"anhänger" - zwar hier ohne Kinder, aber mit viel Gepäck über 14.000 km, klick (https://vimeo.com/119146073) (lt. Johannes wohl nur noch bis 16.02. geschaltet)
m.E. schöne Aufnahmen

Mus
14.02.2015, 23:53
Vor einiger Zeit stand noch der gesamte Reisebericht online. Ich glaub hier. (http://www.4kmh.com/neo/) Da ist er jetzt aber auch nicht mehr zu finden, nur auszugsweise einzelne Tage. Ich kann mich noch erinnern, dass ich ihn mit viel Vergnügen gelesen hab.