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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [LA];[TH] Eine Fahrradreise durch das abgelegene Thailand und Laos - inkl. Video



outdoorfeelinggermany
09.04.2013, 00:14
Eine Fahrradreise durch Thailand und des nördlichen Laos.

:oldman: ACHTUNG - sehr kurze Fassung und teilweise aus meinem Blog www.wasserrad2010.de übernommen. Wer mehr über uns, die Reise wissen will, besuche bitte die Homepage! Es stehen zahlreiche Fotos, Videos und Reisebericht zur Verfügung!! :oldman:

Kurze Vorgeschichte:

Am 22. März 2010 verließ ich zum ersten Mal Deutschland. Mit dem Fahrrad und dem Ziel Neuseeland!
Dieser kurze Bericht ist über einen Abschnitt Thailand und Laos, wo die Tour auch leider sein Ende fand.
Seit Januar 2012 ist auch meine brasilianische Freundin mit von der Partie.
Die Reise steht unter dem Motto "Radfahren für sauberes Trinkwasser!". Ich unterstütze die Hilfsorganisation "viva con agua" - Leben mit Wasser. Mehr Infos auf http://www.wasserrad2010.de

Auch Freuen wir uns über eine Spende für das Trinkwasserprojekt!
http://www.betterplace.org/de/fundraising-events/wasserrad2010

Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=EBA3hgMtr1w

Und nun zum Bericht :)

Gern beginn ich diesen Bericht in Deutschland.
In 2011 komme ich für sechs Monate zurück nach Deutschland. 16 Monate war ich zu diesem Zeitpunkt unterwegs und radelte von Hamburg bis nach Thailand. Mein Rad und meine Ausrüstung ließ ich in einem Gästehaus in Thailand stehen, da ich den Plan habe zurück zu kommen, um meine Reise zu beenden.

An einem Septembertag kommt eine hübsche, junge Frau in den größten Outdoorfachhandel Europas (dreimal dürft ihr raten..) spaziert, in dem ich arbeite um meine Reisekasse aufzubessern. Sie ist mit dem Fahrrad unterwegs - von Norwegen nach Marokko soll es gehen, aber aus dem Luftpumpenverkauf wird Liebe und mittlerweile sind wir verlobt und erwarten ein Kind. Südlicher als Hamburg ist Sie nie gekommen.

Im Januar 2012 treten wir gemeinsam durch - der Plan ist von Nordthailand nach Neuseeland zu radeln. Zwischenstopp im nördlichen Laos für eine Kanutour. Unser Faltbares Kanu haben wir auf einem Anhänger mit dabei.
http://wasserrad2010.wordpress.com/2012/02/10/chiang-mai-nach-chiang-rai/#jp-carousel-800

In Pai, weit im Norden Thailands bereiten wir uns auf unsere Reise vor. Mein Rad braucht einige Arbeitsstunden und eine Maus hat sich durch meine Fahrradtasche gefressen. Wir radeln zunächst durch die extrem bergige Strecke von Pai nach Chiang Mai. Zwei Tage brauchen wir dafür. Zumindest spenden uns die Bäume schatten für die kurvenreiche Strecke.

Einige Tage bleiben wir in Chiang Mai - es ist Blumenfestival und extrem schwierig ein Hotel zu finden. Es ist schon lange Dunkel, als wir endlich etwas finden... Wir genießen das Fest und sind erstaunt, was man so alles aus Blumen machen kann!!
http://wasserrad2010.wordpress.com/2012/02/07/chiang-mai-blumenfestival/#jp-carousel-721

Die Reise von Chiang Mai zur Grenze von Laos ist relativ einfach, aber entlang einer Hauptstraße die man nicht umgehen kann. Leider bietet diese auch keinen Schatten... Auf dem Weg treffen wir eine Thailänderin, welche uns mit großer Gastfreundschaft in ihrem Garten Zelten lässt. Sie ist sehr aufgeschlossen und freut sich wahnsinnig uns bei ihr zu haben. Ihr größter Traum ist es eines Tages mit dem Fahrrad Länder zu erkunden! Noch heute stehen wir in Kontakt!! Ein sehr spezielles Erlebnis!
Mit der LKW Fähre geht es über den berühmten Mekong! Auf der anderen Seite wartet Laos auf uns!!
Wir entscheiden uns die Strecke entlang des Mekongs zu radeln. Das Kartenmaterial ist nicht gerade besonders gut und so wissen wir nicht, auf was wir uns einlassen. Eines ist sicher - es sollte eine der schönsten Strecken werden, die ich je geradelt bin! Aber auch enorm hart - ich ziehe extra 30kg auf dem Anhänger hinter mir her, die Straße ist sandig, steinig, holperig oder schlammig - oder alles zusammen. Die meißten Flussläufe haben keine Brücken und wir müssen so einige Flussdurchquerungen hinter uns bringen. Es stellt sich heraus, dass es auf dieser einwöchigen Tour auch keine Einkaufsmöglichkeiten oder Trinkwasserversorgung gibt!!
Aber die Landschaft entlohnt 1000Mal. Es ist eine Dschungelartige Landschaft, immer mit Blick auf den Mekong.
Als wir nach einer Woche eine Stadt (Luang Namtha) erreichen, in der wir Versorgungsmöglichkeiten haben fühlen wir uns wie Gott in Frankreich...
http://wasserrad2010.wordpress.com/2012/05/08/houayxai-nach-luang-namtha/#jp-carousel-1118

Nach unserer kleinen Expedition entlang des Mekong brauchten wir in Luang Namtha einige Tage Pause, bevor wir wieder in die Pedale treten. Eine Woche sind wir am Ende dort – nichtsahnend, was uns bevorsteht: Die für mich bisher härtesten 10 Tage der kompletten!! Reise.

Zwischen 9 und 10 Uhr morgens wollen wir Luang Namtha verlassen. Wir sind nicht wirklich enttäuscht, als wir erst gegen 12 Uhr ernsthaft Rad fahren. Nächstes Ziel: Phongsaly im Norden von Laos.

Zunächst radeln wir auf Asphalt die nächste größere Stadt ist Oudomxay. Eine Stadt die ich schon kenne und für mich ein furchtbarer Platz ist. Bis dato die für mich schlimmste Stadt in Laos. Der Einfluss Chinas ist allgegenwärtig. Teure Hotels, Restaurants, uns Autos beherrschen das Stadtbild. Oudomxay ist auch eine enorm dreckige Stadt und rund 25% der Menschen die dort leben sind Chinesen.


Dennoch wollen wir unbedingt eine Nacht im Hotel schlafen, auch wenn wir noch genug Zeit gehabt hätten zum Markt zu gehen und die Stadt zu verlassen.

Der nächste Mittag kommt. Es ist weit nach 11Uhr, als wir das Hotel verlassen. Wir beschließen heute kein Frühstück zu uns zu nehmen und direkt Mittag essen zu gehen und dann radeln wir los. Eine kleine Straße bringt uns nun weiter in Richtung Norden – wir können es kaum noch abwarten endlich unsere Kanutour im Norden von Laos zu starten.

Auf dem Weg treffen wir einen Touristen auf einer Geländemaschine, er ist voll mit Sand und erzählt uns, dass die Straße nach Phongsaly furchtbar und selbst auf dem Motorrad sehr schwierig sei.
http://wasserrad2010.files.wordpress.com/2012/03/4-dirt-road-day-1-3.jpg
Wir radeln weiter bis nach „Pak Nam Neu“ ein kleiner Ort – ohne weitere Bedeutung, außer dass wir hier abbiegen müssen, um nach Phongsaly zu kommen und die nicht asphaltierte Straße startet.

Es ist der 3. März, als wir Pak Nam Neu erreichen. Es ist schon dunkel, als wir ankommen. Wir kaufen ein Kilogramm „sticky rice“, Reis den man mit den Fingern ist und aneinander klebt.

Wir radeln aus der Stadt heraus und es gestaltet sich als relativ schwierig einen Platz für unser Zelt zu finden. Letztendlich finden wir eine kleine, ebene Fläche direkt neben der Straße, dennoch schwer sichtbar und unser bisher unkomfortabelste Campingspot.

Wir beschließen an diesem Abend, dass wir am nächsten Tag nach „Muang Khoua“ radeln werden – 35km hin und weitere 35km zurück – das entspricht einem Tag Rad fahren, um meinem Vater und Micas Großmutter zum Geburtstag zu gratulieren – in Muang Khoua gibt es nämlich Internet und hier änderte ich meine Meinung über Oudomxay. Muang Khoa ist einfach nur furchtbar. Wir hatten eigentlich vor dort eine Nacht zu verbringen, aber dieser Ort ist sowas von furchtbar, dass wir sofort die Flucht ergriffen. Im gesamten Ort, welcher nicht unbedingt untouristisch ist, gibt es ein gutes Hotel. Damit meine ich vor allem sauber. Aber dieses Hotel sprengt einfach unser Budget – es sollte 200.000 Kip kosten – umgerechnet 20€ !! Unser Limit für Hotels liegt bei 60.000 bis maximal 80.000Kip, wenn es einen Kühlschrank, heiße Dusche, Möbel und ein gutes Bett hat.

Alle anderen Hotel waren zwar günstig – rund 40.000Kip aber für uns absolut indiskutabel. Unser Zelt ist 10x netter als diese Zellen. Wenn ich über Gefängniszellen in Asien nachdenke – die müssen in etwa so aussehen.

Dies ist die schlimmste Stadt, die ich in Laos gesehen habe und ist in den Top3 meiner schlimmsten Städte überall!!!

Also radeln wir den ganzen Weg zurück – den wir gekommen sind – eine wunderschöne Route und sehr einfach zu radeln. Leichtes auf und ab auf schöner Asphaltstraße – super!!

Am Abend finden wir einen super schönen Campingplatz direkt am Fluss!

Tag 5: die Tour im Dreck startet.
http://wasserrad2010.files.wordpress.com/2012/03/5-dirt-road-day-2-81.jpg
Von unserem schönen Campingplatz geht es zurück nach Pak Nam Neu, wo wir nun abbiegen müssen. Annähernd der ganze Weg wird nicht asphaltiert sein.

Und da wir in Muang Khoua kein Geld abheben konnten, müssen wir mit dem Rest, den Wir haben über die Runden kommen. Gute 100.000Kip – 10€ haben wir. Aber wenigstens genug Essen in unseren Packtaschen – oder besser in Micas Packtaschen. 5 Tage sind wir auf dieser furchtbareren Straße. Furchtbar ist sie eigentlich gar nicht. Die Landschaft ist wahnsinnig schön und wir kommen durch viele Dörfer, in denen hauptsächlich Minderheiten leben, die sich ausschließlich aus dem Dschungel ernähren. Dieser Dschungel wird allerdings mehr und mehr zerstört.

Große Flächen sind bereits zerstört, an anderen Stellen kann man zugucken, wie der Dschungel kontrolliert runter gebrannt wird – stets in der Nähe ein Schild mit Chinesischen und Englischen Beschriftungen, die Beschreiben, was hier in der Zukunft angebaut werden soll und dann in den Mächtigen Nachbar von Laos exportiert wird. Ich muss sagen dies ist wirklich furchtbar zu sehen. Die Straße auf der wir radeln ist derzeit im Bau – finanziert und durchgeführt von den Chinesen, die diese Straße brauchen um mit großen und schweren LKWS Waaren aus diesem fruchtbaren Land zu bringen. Es ist enorm traurig zu sehen, was mit diesem Land passiert.
http://wasserrad2010.files.wordpress.com/2012/03/8-reaching-asphalt-1.jpg
Die Minderheiten, die in den Bergen leben und sich aus dem Dschungel ernähren werden mehr und mehr vertrieben. Mangelnde Bildung und Umfeld wird es ihnen unmöglich machen in einer Stadt zu leben. Ihr Gebiet ist der Dschungel!

Das Rad fahren ist wahnsinnig hart. Die Sonne steht am Himmel – Schattenplätze zu finden ist schwierig. Die Straße ist in wahnsinnig schlechter Qualität. Es gibt nicht asphaltierte Straßen und Straßen, die gerade gebaut werden, diese wird gerade gebaut und soll in einem Jahr fertig sein.

Wir radeln und schieben 5 Tage lang auf lockerem Geröll und zentimetertiefem Sand. Es kommt sogar so schlimm, dass wir unsere Räder bergab schieben müssen!! Lockere Steine und dort drüber Sand – enorm tiefer Sand gibt eine Wahrscheinlichkeit von rund 99% zu fallen, wenn man nicht schiebt – dies zerrt an unseren Nerven.
http://wasserrad2010.files.wordpress.com/2012/03/5-dirt-road-day-2-68.jpg

Der Fakt, dass wir so gut wie kein Geld haben und es nur für Wasser und Benzin für den Kocher ausgeben können, macht das ganze nicht besser.

Aber am Ende des Tunnels kommt immer ein Licht – wir kommen nach Boun Tai und ich sehe vom weiten ein eckiges gelbes Schild mit schwarzem Aufdruck. Ich kenne dieses Schild es ist überall auf der Welt das gleiche: Western Union!!! Wir können hier Geld bekommen. Kurz darauf sichte ich einen Geldautomaten und dann einen zweiten. Ein Freudenschrei kann ich mir nicht verkneifen. Wir sind beide den Tränen nahe – so schön ist es ein bisschen Geld in der Hand zu haben und es direkt für Essen und Getränke auszugeben. Wir schlafen diese Nacht sogar in einem Hotel. Alle Hotels in dieser Stadt scheinen in chinesischer Hand zu sein. Wir schauen uns einige Plätze an in denen es unmöglich ist zu bleiben. Wieder einmal sehen die Zimmer aus wie Kerker – nur in dreckig. Zigaretten auf dem Fußboden, Spucke auf dem Boden, ungemachte Betten – vom Badezimmer will ich gar nicht sprechen.

Letztendlich finden wir ein Hotel, welches einigermaßen sauber ist, auch wenn das Waschbecken vermutlich noch nie einen Feudel gesehen hat..

Der Mann spricht Französisch und so ist es für Mica möglich mit ihm zu sprechen. Wir können keinen Discount aushandeln, aber er versichert uns, dass es eine heiße Dusche gäbe. Also gut 60.000Kip ist ok.

Wie sich aber herausstellt ist die Dusche nicht heiß – nicht einmal lauwarm, das Licht im Badezimmer funktioniert nicht, in der Toilette finden wir letzte Grüße von Gästen vorher…

Ich bin wahnsinnig wütend und beschwere mich – es interessiert sich aber niemand wirklich für uns. Ich will nicht bezahlen für dieses Drecksloch und gebe der Frau am nächsten Tag 50.000Kip – 10.000Kip weniger als ausgehandelt – Meiner Meinung nach konnte sie glücklich genug sein überhaupt Geld für dieses Loch zu bekommen.

Sie wirft das Geld auf den Boden, schreit mich an (auf Chinesich) ich schreie auf einem Mix aus Deutsch und Englisch zurück. Mica kann die ganze Situation entschärfen, aber auch nur indem wir letztendlich die fehlenden 10.000Kip bezahlen.

Mein Ärger begleitet mich für einige Stunden, aber von hier ist die Straßenqualität zumindest besser und großenteils radelbar.

Zumindest haben wir wieder Geld in der Tasche.

Die letzten 50km nach Phongsaly ist gut ausgebaute Straße mit Asphalt. An diesem 10. Tag ist dies wirklich von nöten – und es ist bergig – sehr bergig. Wir sind beide vollkommen am Ende. Seit mehreren Tagen sagen uns unsere Muskeln – wir brauchen eine Pause. Manchmal wachen wir sogar auf – dank der Schmerzen in den Muskeln.

Wir erwarten eine Menge von Phongsaly, ist es doch die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.

Hochgelegen in den Bergen ist es hier 1460 Meter sind wir hoch. Dennoch – die Stadt bietet nichts besonderes, nicht einmal der Markt ist besonders nett. Es gibt 2 Plätze in der Stadt mit Internet, was uns das updaten der Homepages nicht besonders vereinfacht. Strom gibt es hier von 6 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags und von 17 bis 22 Uhr. Aber wir finden ein nettes Guesthouse mit heißer Dusche die ab und zu mal funktioniert (Das Wasser funktioniert hier meißtens auch nicht..) und es ist recht sauber hier. Wir können hier sogar unser Visa verlängern, was sehr, sehr hilfreich ist damit müssen wir nicht das Land verlassen. Ich werde hier relativ krank, habe Fieber und wir verlassen das Hotel so gut wie gar nicht. Es scheint hier nur ein Restaurant zu geben, welches meißtens geschlossen hat, dreckig und sehr unfreundlich ist. Wir essen dort 2-3 mal bevor wir beschließen uns dort nicht mehr blicken zu lassen – wir kochen alles selbst. Dies ist günstiger, schmeckt besser und vor allem sauber!
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Innerhalb von wenigen Stunden - Planänderung ! Es geht für uns nach Deutschland zur Hochzeit meiner Schwester und wieder zurück. Als wir zurück nach Phongsaly kommen geht es unseren Rädern gut und wenige Tage später wollen wir auf den Fluss, auch wenn es eigentlich noch weiter in Richtung Norden gehen sollte...
Durch den raffen Transport des Kanus lässt es sich aber zunächst nicht aufbauen, sodass wir ein Boot bis nach None Khiaw nehmen und das Boot dort in aller Ruhe wieder zusammenflicken.
Wir schaffen es tatsächlich all unser Equipment in das Boot zu laden und los zu paddeln.
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Wir verbringen unsere erste Nacht auf einer Sandbank im Zelt. Lagerfeuerromantik, Sonnenuntergang, Gitarrenklänge. Es scheint perfekt.

Am nächsten Mittag haben wir mit unserem Boot einen folgenschweren Unfall! Und ich lande 8Stunden später!! Im Krankenhaus und muss am Rücken genäht werden. Damit ist unsere Reise zunächst unterbrochen und wir brechen auf nach Australien, um dort zu arbeiten.
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Linksammlung:
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Facebook: Wasserrad2010


Vielen Dank für das Lesen!!

Werner Hohn
09.04.2013, 18:52
Hallo Tobias,

wer hätte 2007 gedacht, dass du es von der Wäscheleine in Grebenhain über die Via de la Plata bis auf die andere Seite der Erde schaffst. Glückwunsch, übrigens auch zum Papawerden. Habt ihr schon konkrete Pläne wie es weitergehen soll?

Werner

outdoorfeelinggermany
09.04.2013, 23:38
Ah! Moin, moin Werner!!
Tja meine Wäscheleine habe ich noch gut in Erinnerung :)
Wir werden vermutlich über kurz oder lang nach Deutschland zurück kommen - zum Studium. Ich will aber wenigstens vernünftig Portugiesisch lernen...
Aber konkrete Pläne gibt es noch nicht.

Liebe Grüße, Tobi

Werner Hohn
10.04.2013, 19:26
Hallo Tobi,

zwei Fragen habe ich noch.

Hattet ihr Schwierigkeiten Unterstellmöglichkeiten für eure Räder und Ausrüstung zu finden? Wenn ich deinen Blog richtig deute, waren das auch schon mal ein paar Monate. Vermutlich werde ich nie nach Asien kommen, doch Rad und Ausrüstung für Monate unterwegs abstellen, könnte auch in Europa hin und wieder praktisch sein.

Und dann noch: Wie kommt man auf die Idee einen Faltkanadier mit dem Fahrrad durchs hinterste Asien zu schleppen?

Grüße, Werner

outdoorfeelinggermany
10.04.2013, 19:58
Tja das Fahrrad mitsamt teurer Ausrüstung abzustellen habe ich mir auch nicht einfach vorgestellt, ging dann aber einfacher als ich dachte.
Ich habe mich relativ lange in dem Gästehaus aufgehalten und hatte mich relativ schnell mit den Besitzern angefreundet. Zwei Engländern und zwei Thais. Das eine "Besitzer Pärchen" lebt direkt auf dem Gelände und haben reichlich Platz und da konnte ich das unentgeltlich unterstellen! Ein paar nette Sachen aus Europa habe ich denen natürlich trotzdem mitgebracht :)

Wir mussten unsere Sachen ja noch ein zweites Mal unterstellen, als wir für die Hochzeit meiner Schwester nach Deutschland sind, da haben wir es in einem Touristenbüro gelassen, da hatten wir ein nicht ganz so gutes Gefühl, aber unsere Sachen wurden nicht angerührt und alles war in bester Ordnung. Ich habe dem Besitzer, wenn ich es recht erinnere 1 Euro/Tag bezahlt, freiwillig es währe sonst auch unentgeltlich gewesen - so haben sich beide Seiten riesig gefreut :)

Und die Geschichte mit Faltkanadier kann ich gar nicht so recht beantworten und es war zugegebener maßen auch eine Recht dumme Idee :) Nächstes mal werden wir unsere Räder vorher irgendwo unterstellen, damit wir die nicht im Kanu mitnehmen müssen :) Aus Fehlern lernt man...

Zum Material nochmal - ich glaube auch in Europa müsste das in Jugendherbergen oder netten, privaten Gästehäusern kein Problem sein. Ich habe auch immer mal Pakete in Hotel und oder Jugendherbergen schicken lassen und habe es dann dort abgeholt, wenn ich in die Stadt gekommen bin. ....

Liebe Grüße, Tobi

Werner Hohn
10.04.2013, 20:05
Das ging ja schnell. An Pakete habe ich nicht gedacht. Dein Bericht hat mich auf die Idee gebracht, dass meine Frau im Sommer ein Fahrrad in Spanien (wird vermutlich vor Ort gekauft) stehen lassen könnte, welches wir im Herbst abholen würden, weil wir dann sowieso wieder da runter kommen.

DerJo
24.04.2013, 15:16
:oWow, ein toller Bericht. Klingt ja abenteuerlich, auch das mit dem Bootsunfall. Respekt vor einer solchen Tour :o