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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ultraleichte und auch erhältliche Trekkingrucksäcke



Wydliez
03.04.2013, 11:28
Hallo Leute,
bin bei der Planung für eine Trekkingtour durch die Highlands oder eine andere nordische Gegend.
Das größte Problem scheint mir das Finden eines Rucksacks zu sein. Also ich habe mal gesucht und
es gibt ja ziemlich viele Rucksäcke die UL sind:
Gossamer Gear G4 (482 g) .........../erhältlich
LAUFBURSCHE huckePack (385g)../erhältlich
usw.

aber z.B. Produkte von GoLite bekommt ja nirgendwo oder ?
Der GoLite Gust Pack ist einer der Leichtesten...

Was benutzt ihr so ? Und welche Erfahrungen habt ihr gemacht ?

gespannt auf Antworten, mit freundlichen Grüßen...

Saebler
03.04.2013, 11:46
Ich bin mir nicht sicher, ob die Rucksäcke geeignet sind. Der GossamerGear hat als Höchstbelastung 14kg angegeben.
Das wird bestimmt recht knapp, wenn man in einer nordischen Gegend als Selbstversorger unterwegs ist.

Für meine Tour habe ich mehr als 14 kg eingeplant. Es kommt allerdings nicht nur UL Gear zum Einsatz.

Ultraheavy
03.04.2013, 15:57
Schnapp: Gossamer Gear Mariposa Plus (http://www.trekking-lite-store.com/trekkingshop/Rucksaecke/Gossamer-Gear-Mariposa-Plus::489.html)
Knappe 70 l, 140 €, ~800 g.

sg-1
03.04.2013, 17:39
schreib doch mal Sackundpack (http://www.sackundpack.de/index.php?cPath=57_269) an. die führen Golite Rucksäcke

Ultraheavy
03.04.2013, 18:27
Schnapp: Gossamer Gear Mariposa Plus (http://www.trekking-lite-store.com/trekkingshop/Rucksaecke/Gossamer-Gear-Mariposa-Plus::489.html)
Knappe 70 l, 140 €, ~800 g.

Wer von euch hat den gerade gekauft? Los melden:(

anja13
03.04.2013, 18:50
Ich bin mir nicht sicher, ob die Rucksäcke geeignet sind. Der GossamerGear hat als Höchstbelastung 14kg angegeben.
Das wird bestimmt recht knapp, wenn man in einer nordischen Gegend als Selbstversorger unterwegs ist.

Für meine Tour habe ich mehr als 14 kg eingeplant. Es kommt allerdings nicht nur UL Gear zum Einsatz.

Auch bei einer Tour durch die Highlands gibt es Versorgungsmöglichkeiten ;-) kommt darauf an, was genau geplant ist. Mein Rucksack wiegt, inkl. Schlafsack, Zelt u. Essen f. 2-3 Tage ca. 12-15 kg, auch kein UL-Zeugs.

khyal
03.04.2013, 19:27
...Was benutzt ihr so ? Und welche Erfahrungen habt ihr gemacht ?..

Ich habe auch eine Zeit lang div Rucksaecke ohne Rahmen ausprobiert / benutzt, fand ich aber ab Gesamtgewichten > 6-7 kg ueber laengere Strecken ziemlich unkomfortabel d.h. fuer Tageswanderungen, leichtere Einkaeufe nahme ich noch Kleinere, vor allem den Exped Cloudburst (http://www.walkonthewildside.eu/Packen-und-Tragen/Tagesrucksaecke-bis-30-L/Exped-Cloudburst-25-Rucksack-Schwarz::3534.html).

Aber wenn ernsthaft Gewicht in den Rucksack kommt, trage ich lieber wieder ein paar Hundert Gramm mehr und kann dafuer das komplette Gewicht bedeutend komfortabler Tragen, je nach Tour benutze ich den Lightwave Ultrahike (http://www.walkonthewildside.eu/Packen-und-Tragen/Rucksaecke-ueber-50-L/Lightwave-Ultrahike-60-Rucksack-Gruen::3508.html) (inzwischen meist) oder den Golite Quest.

Saebler
03.04.2013, 19:42
Auch bei einer Tour durch die Highlands gibt es Versorgungsmöglichkeiten ;-) kommt darauf an, was genau geplant ist. Mein Rucksack wiegt, inkl. Schlafsack, Zelt u. Essen f. 2-3 Tage ca. 12-15 kg, auch kein UL-Zeugs.



Er schreibt ja, Highlands oder eine andere nordische Gegend. Ich gehe einfach mal davon aus, dass nicht jeder Weg eine so günstige Versorgungslage hat. Es wäre sicherlich ärgerlich, wenn der Rucksack für den WHW noch geht, aber in abgelegenere Gegenden zu "leicht" wird. Das Ziel war ja noch nicht richtig definiert.

Wydliez
03.04.2013, 19:55
Dann definier ich mal ein Ziel:
Highlands wären ein Traum, Island oder Norwegen auch. Aber soll schon so aussehen, dass ich ca. eine Woche mal aussteige aus der Zivilisation.

Stefan Dapprich (Trekking Ultraleicht) benutzt für so eine Tour einen Golite Gust mit 12,5 Kg beladen.

Nur diesen Rucksack gibts es scheinbar nichtmal im Ausland zu kaufen.

Ich will sogar noch weiter gehen als Herr Daprich der eine Checkliste für eine Wochentour durch Norwegen erstellt hat, denn ich will allein reisen und spare somit noch mehr Gewicht als er (min. 0,5kg).

Ich dachte daran erstmal Rescherche zu betreiben bevor ich richtig plane und kaufe, aber allein die Wahl des Rucksacks scheint schwierig zu werden wenn alles erstmal theoretisch geplant wird...

Williboyd
03.04.2013, 20:02
Der Golite Gust ist ein älteres Modell, welches nicht mehr hergestellt wird. Daher auch nur (selten) auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich.

Wenn du wirklich UL im Sinn hast, dann kauf beim Laufburschen einen huckePACK und werde glücklich ;-)

Chouchen
03.04.2013, 20:07
Ich habe Dich jetzt so verstanden, dass Du Dir erst noch Deine Ausrüstung zulegen willst. Dann würde ich ERST mal allen notwendigen Kram besorgen (zumindest den meisten) und DANN einen Rucksack kaufen, am besten mit Probepacken Deiner Ausrüstung und nach möglichst ausführlichem Probetragen.
Auch wäre es sinnvoll, erst ein paar Erfahrungen zu sammeln, bevor man mit Leicht-Ausrüstung in den Norden fährt.


(Ich habe übrigens auch den Golite Quest. Für mich ein guter Kompromiss aus Gewicht und Tragekomfort. Aber nach Möglichkeit sollte man Rucksäcke anprobieren.)

anja13
03.04.2013, 20:13
Ich dachte daran erstmal Rescherche zu betreiben bevor ich richtig plane und kaufe, aber allein die Wahl des Rucksacks scheint schwierig zu werden wenn alles erstmal theoretisch geplant wird...

Planen ist gut - aber zum Ziel kommt man nur durch ausprobieren! ;-) Loslaufen, kleine Touren, (vorhandenes) Material mitnehmen, testen, nach und nach austauschen ...
Meine erste Trekkingtour habe ich mit dem ollen 80l-Rucksack aus dem Studium gemacht - viel zu groß für mich (Rückenlänge), war auch nur 2/3 oder so gepackt, aber ging trotzdem. Danach hab ich mir dann einen passenden gekauft - passt immer noch, ist bequem zu tragen... (ist aber nicht UL)

geronimo
03.04.2013, 22:53
Ich bin mir nicht sicher, ob die Rucksäcke geeignet sind. Der GossamerGear hat als Höchstbelastung 14kg angegeben.
Das wird bestimmt recht knapp, wenn man in einer nordischen Gegend als Selbstversorger unterwegs ist.

Quatsch mit Sauce! Solche Aussagen bringen mich echt auf die Palme.
Wieviel Gewicht jemand für eine 1 oder 2 Wochentour in nordischen Gefielden mitnimmt ist doch wohl sehr individuell. Zu zweit komme ich für 14 Tage inkl. 1 An- und 1 Abreisetag auf keine 14kg. Wohl eher um 12kg und da ist ein 2,5 kg Zelt inkl. Also alles andere als UL. Alleine wäre ich also noch leichter unterwegs.

Ach ja, ich nutze ein HuckePack ca. 400gr und bin begeistert. Für eine Woche oder Nachschubmöglichkeit und gemässigtem Wetter, würde auch ein HuckePäckchen reichen.
Und dabei sind nicht alle meine Gegenstände auf UL getrimmt. Bin eher leicht als ultraleicht unterwegs.

sjusovaren
04.04.2013, 22:40
Quatsch mit Sauce! Solche Aussagen bringen mich echt auf die Palme.
Wieviel Gewicht jemand für eine 1 oder 2 Wochentour in nordischen Gefielden mitnimmt ist doch wohl sehr individuell. Zu zweit komme ich für 14 Tage inkl. 1 An- und 1 Abreisetag auf keine 14kg. Wohl eher um 12kg und da ist ein 2,5 kg Zelt inkl. Also alles andere als UL. Alleine wäre ich also noch leichter unterwegs.

Apropos Quatsch mit Sauce ;-). Ißt du auch was?
Selbst ohne An- und Abreise sprichst du von 12 Tagen im Gelände. Macht bestimmt 8 kg Proviant. Wenn es lecker sein soll, eher mehr.
Damit bleiben dir noch 4 kg für den gesamten Rest.

geronimo
05.04.2013, 16:17
Apropos Quatsch mit Sauce ;-). Ißt du auch was?
Selbst ohne An- und Abreise sprichst du von 12 Tagen im Gelände. Macht bestimmt 8 kg Proviant. Wenn es lecker sein soll, eher mehr.
Damit bleiben dir noch 4 kg für den gesamten Rest.

Hab ich doch gewusst, dass diese Frage noch kommen wird. :cool:
Meine Frau und ich brauchen auf Tour relativ wenig Nahrung.
z.B.
- Frühstück Partnerin ca. 30gr Müsli inkl. Trockenmilch
Ich ca. 50gr Landjäger
- Zwischendurch 50gr Snickers
ab und an ca. 50gr Schockolade
70gr Trockenfleisch
- Abendessen Gemeinsam ca. 240gr Pasta & 60gr Speck & 50gr Tütensauce (ist die schwere Variante des Abendessens. Mit Kartoffelstock oder Trockentortelini wirds um einiges leichter. Dafür gibts dann selten auch ne Tütensuppe dazu oder mal eine Tütenschockoladencreme zum Dessert.)

Macht ca. 600gr für 2 Personen. Am Anreisetag Frühstück im Zug/Bus. Am Abreisetag Abendessen in der Zivilisation. Also 13 x 600gr entspricht 7,8kg. Wasser schlepp ich in Skandinavien praktisch nie mit und mit jedem Tag wird das Gepäck ja auch um ca. 600gr leichter.
Klar ist, dass diese Nahrungsmittelmenge niemals den Kalorienbedarf deckt, zumal ich vom Abendessen auch noch weniger esse als meine Partnerin. Ich nehme etwas Reserven auf meinen Rippen mit. Auf einer Zweiwochen-Tour verlier ich dann schonmal 5kg oder mehr an Gewicht. Wer jetzt denkt, dass das dann für mich eine Tortour und kein Genuss mehr ist, liegt falsch. Ich bekomme nach einem langen Wandertag einfach nicht mehr runter.

Gepäck wird wie folgt aufgeteilt:

Mein Rucksack:
2-Personen-Zelt ca. 2'300gr
Persönliche Ausrüstung bis ca 0° Celsius ca. 4'000gr
Standard-Kleider am Körper wird nicht gerechnet.
Essen ca. 4'000gr
Total also sogar nur kanpp über 10kg.

Partnerin:
Küche ca. 300gr
Sonstiges Verbauchsmaterial Gas etc. geschätzt ca. 1'000gr
Persönliche Ausrüstung bis ca 0° Celsius ca. 5'000gr
Standard-Kleider am Körper wird nicht gerechnet.
Essen ca. 3'800gr
Ebenfalls knapp über 10kg.

Da reicht also der Huckepack locker. Gehts nördlicher als Trondheim oder erwarten wir tiefere Temperaturen als 0° Celsius steigt das Gewicht nur gering. Etwas schwerer Schlafsack/Quilt + ca. 300gr + lange Unterhose oder so. ;-)
Willst Du noch etwas leckerer essen schlag nochmals 200gr Pro Tag drauf, heisst 2'200gr mehr, dann bin ich immernoch auf keinen 12kg. Es würde also sogar noch viel mehr nach oben offen möglich sein.

Was ich damit meine, es ist absoluter Quatsch zu sagen ob ein Ultraleichtrucksack für eine solche Tour reicht oder nicht. Es ist Matchentscheidend was man auf eine solche Tour mitnimmt. Was ich sagen kann ist, dass ein Ultraleichtrucksack für mich auf einer solchen Tour funktioniert.

Mario294
06.04.2013, 16:20
hey

Also mit meinem Huckepack komme ich auch locker eine Woche Autark aus mit 2,5 liter wasser und etwa 700 Gramm Nahrung pro Tag

700 gramm pro Tag sind bei 7 tagen 4900 gramm dazu kommen nochmal 100 gramm Schokolade für schlechtwetter oder sonstige schlechte Laune :D

also 5 kg nahrung + 2,5 kg wasser sind 7,5 kg

Rucksackgewicht sind etwa 4 kg bei mir mit allem was ich bis -5° brauche und ich sehe bei mir noch einige Einsparungsmöglichkeiten
das sind dann 11,5 Kg welche sich mit dem Huckepack locker tragen lassen und das sogar sehr Bequem

Man sollte ihn aber gewissenhaft packen

Zum Thema UL gibt es ja einige Informationen im netzt

Hier (http://www.laufbursche-gear.de/about-1/ultralight/), hier (http://www.ausgeruestet.com/2008/10/ich-packe-meinen-rucksackultraleicht.html), hier (http://blog.fastpacking.de/wordpress/die-positive-gewichtsspirale-warum-ultraleichte-ausruestung-mehr-spass-macht/), hier (http://www.stadtlandflucht.de/?p=878), hier (http://www.outdoor-blog.com/trekking-ultraleicht/) und hier (http://qbloggt.blogspot.de/p/leitfaden-trekking-ultraleicht.html)

Ich wäre damals froh gewesen ich hätte direkt Ultraleicht begonnen jetzt hab ich alle Ausrüstung doppelt weil ich nicht richtig nachgedacht habe

Meine UL Ausrüstung habe ich auch auf ein mal gekauft und nicht in Etappen wie manche sagen, wenn du eh noch keine Sachen hast würde ich nicht erst normale Ausrüstung kaufen da du sonst doppelt Geld weg hast

Falls du fragen hast kannst du mir gerne eine Pn schreiben ;)

mfg mario

geronimo
06.04.2013, 17:28
hey

Also mit meinem Huckepack komme ich auch locker eine Woche Autark aus mit 2,5 liter wasser und etwa 700 Gramm Nahrung pro Tag

Geht um ZWEI-Wochen-Touren!
Wenn Du die Wasserschlepperei weglässt, was in Schweden/Norwegen oft sehr gut möglich ist, bist Du dann genau bei den vom Threadersteller angepeilten 14kg.
An unseren Beispielen sieht man sehr schön wie individuell das mitgetragene Gewicht selbst im Leicht-Bereich ist. Es ist doch recht stark Nahrungsmittelabhängig. Dazu kommt noch der Vorteil, dass wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist, man doch einigens an Ausrüstung aufteilen kann.

Ich war zuerst auch normal unterwegs. Meine erste Tour in Schottland verbrachte ich mit 32kg auf dem Rücken. :ignore:
Rückblickend wollte ich aber die Erfahrung aller Touren mit mehr als 20kg Gepäck nicht missen. Ich habe mich langsam an das Thema Leichtwandern angenähert und so Schritt für Schritt meine Grenzen kennen gelernt, so dass ich heute ganz genau weiss wo mein Limit liegt.

Aus meiner Sicht gibt es zwei vernünftige Varianten:

1. Zu Beginn der Wanderkarriere zieht man mit "normalem" Gepäck los, begiebt sich gleich in rauhe Gebiet und sammelt Erfahrung mit viel Ausrüstungsreserven. Wenn man sich etwas besser kennt, lässt man Ausrüstung weg oder tauscht gegen UL-Ausrüstung. Mit dieser Variant tastet man sich langsam aber sicher an das Thema UL. Natürlich ist es nicht verboten schon von Beginn weg, statt Edelstalbesteck mit einem Light my Fire Spork loszuziehen.

2. Man deckt sich mit UL-Ausrüstung ein und macht erstmal kurze Touren vor der Haustüre. Sollte der Quilt doch zu kalt und/oder das Tarp zu luftig sein, ist man schnell wieder in der Zivilisation.
Hier tastet man sich langsam an grosse Touren ran, nachdem man für sich erfahren hat was an UL für einem funktioniert und was nicht.

Egal welche Variante jemand wählt, man bezahlt oft Lehrgeld. Kauft man sich ein teueres UL-Tarp und merkt nach dem ersten Wochenede, dass man sich mit einer Dackelhüte bei Regen und Wind nicht wirklich wohl fühlt, ist das Geld auch rausgeworfen.
Ich bin mit Variante 1 gestartet und habe meine "normale" Ausrüstung die ich mit UL ersetzt habe entweder wieder verkauft oder jungen Menschen aus der Region geschenkt, damit diese erste Outdoorerfahrung sammeln konnten.

Was das Essen angeht, haben meine Partnerin und ich uns über Jahre an diese kleinen Mengen rangetastet. Vor sechs Jahren haben wir begonnen, genau ab zu wiegen und auf zu schreiben was wir an Nahrung mitnehmen und was nach der Tour übrig geblieben ist. In Tournotizen haben wir vermerkt wieviel Hunger wir hatten und ob wir gefühlt genug gegessen haben, auch in Abhängigkeit von Ettapenlänge und Witterungsbedingungen. Bei der nächsten Tour haben wir am Ernährungsplan etwas geschraubt, bis wir dort angekommen sind, wie ich's oben beschrieben habe. Auch wenn's nach wenig aussieht, uns reicht es.

sg-1
06.04.2013, 19:05
was ich nicht so ganz verstehe: warum willst du gleich UL anfangen, wenn du anfänger bist und erst noch ausrüstung brauchst? (habe ich zumindest so verstanden) und dann gleich teures zeug?

gerade ohne ul-erfahrung würde ich keinen ul-rucksack kaufen. denn der wäre dann sau unbequem, wenn ich nicht schon genaue vorstellungen habe, warum ich den will und wie ich den bepacke. ich würde da mit einem ordentlichen rucksack mit rückensystem bis ca 2kg anfangen. selbst damit ist es locker möglich, auf einer 2-wochen tour auf unter 15kg zu kommen.

Mario294
06.04.2013, 20:01
sg-1
was ich nicht so ganz verstehe: warum willst du gleich UL anfangen, wenn du anfänger bist und erst noch ausrüstung brauchst? (habe ich zumindest so verstanden) und dann gleich teures zeug?

gerade ohne ul-erfahrung würde ich keinen ul-rucksack kaufen. denn der wäre dann sau unbequem, wenn ich nicht schon genaue vorstellungen habe, warum ich den will und wie ich den bepacke. ich würde da mit einem ordentlichen rucksack mit rückensystem bis ca 2kg anfangen. selbst damit ist es locker möglich, auf einer 2-wochen tour auf unter 15kg zu kommen.

Ich finde es durchaus sinnvoll Ul zu beginnen man muss sich natürlich etwas mit der Sache Vertraut machen und zu erst kleine Touren machen

Viele Leute sind erst durch schmerzliche Erfahrung darauf gekommen Gewicht zu optimieren, ich z.b war auf meiner ersten 10 tägigen Tour mit 26 Kg unterwegs

Wenn man den Ul Rucksack zu hause 2 - 3 mal packt und ihn durch die wohnung spazieren trägt kann man ihn auf Tagestouren probetragen und ihn ggf. mehrmals umpacken falls man nicht zufrieden damit ist
danach sollte man erstmals auf Wochenendtouren etwas erfahrung sammeln bevor man dann größere Touren macht

ich bin dann auch mit recht wenig Erfahrung komplett umgestiegen und habe es auf anhieb hinbekommen den Pack ordentlich zu packen auch wenn es nach den ersten 4 tagen durchaus noch besser war und bestimmt immer noch besser geht

Ul muss aber auch nicht viel Teurer (http://www.ausgeruestet.com/2011/01/ultraleicht-trekking-ausrustung-unter.html) sein als eine ordentliche normale Ausrüstung

ich möchte hier niemandem etwas aufschwätzen nur habe ich erfahren dürfen dass das Wandern mit leichtem Gepäck nicht vergleichbar ist mit normalem Trekking

aber jeder muss wohl für sich selbst entscheiden wie er unterwegs ist und wenn man lange zeit Autark unterwegs ist macht nicht jeder Ul Rucksack sinn

mfg mario

Williboyd
06.04.2013, 20:12
Bei seiner Ausrüstung stark auf Leichtigkeit und Minimalismus zu achten ist doch kein Hexenwerk. Und einen rahmenlosen Rucksack im Burrito Style zu packen auch nicht;-)

Ich würde keinem Terkking Neuling davon abraten, mit UL zu beginnen. Erst recht nicht, wenn er sich schon dafür interessiert.
Warum erst schwere Ausrüstung kaufen, die einem dann gar keinen Spaß macht und unnötig Geld und Ressourcen verschwenden.

Der Thread-Steller kam mir jetzt nicht so vor, als wollte er 15kg und mehr in nen huckePACK packen.

Matthias1982
05.06.2013, 17:17
Hallo zusammen

Ich bin auch der Meinung dass wenn man sich schon neues Zeugs anschafft gleich in Richtung UL gehen sollte.
Erstens ist es nicht teurer und mach einfach mehr Spass. Wer will schon mit 20kg und mehr auf Tour gehen???

Ich komme auch mit 10-15kg (ohne Wasser) 10 Tage locker aus. Als wir ein teilstück des PCT`s gemacht haben wurden teilweise auch noch 5L Wasser dazugepackt. War für den Gosamer Rucksack auch noch kein Problem.

In Alaska habe ich einmal eine Tour gemacht mit geliehenem Rucksack und alles schwer, war auch schön -> nur das tragen nicht...

Ich finde ja auch nicht alles gut was aus der USA kommt, aber UL ist was da können wir noch etwas lernen.


Gruss

Waldwichtel
28.08.2013, 16:11
Kleine Anmerkung hierzu: der Rucksack von Carsten010 hat bei seiner (nicht ganz vollständigen) Nordkalottledentour 16 kg gewogen, als er einmal für 14 Tage Proviant eingesteckt hatte. Davon gibt es sogar ein Foto (Rucksack hängt an der Waage). Und Carsten war ausschließlich mit UL-Zeugs unterwegs.

Wer nur 300g Lebensmittel pro Tag isst, und das über einen Zeitraum von 2 Wochen, isst sich eben NIEMALS satt und man wird täglich schlapper. Absoluter Nonsens und Angeberei. Sowas kann man bei einer 3-4 Tagestour machen.

JonasB
28.08.2013, 16:35
.... Rucksack 16 kg gewogen...für 14 Tage Proviant.....300g Lebensmittel pro Tag....NIEMALS satt ....

16 kg für 14 Tage- da muss die restliche Ausrüstung wirklich UL gewesen sein. Bei mir wären 14 Tage Proviant allein schon ca. 12kg... (Nicht im Winter!) :ignore: :grrr:
Verstehe auch nicht wie so viele Leute mit diesen extremen Minimengen aus kommen

Carsten010
30.08.2013, 20:58
der Rucksack von Carsten010 hat bei seiner (nicht ganz vollständigen) Nordkalottledentour 16 kg gewogen, als er einmal für 14 Tage Proviant eingesteckt hatte.

Bitte nochmal nachschauen...

Es waren 20kg für die Strecke von Abisko nach Kvikkjokk in 13-14 Tagen ohne Nachversorgungsmöglichkeit.

Immer wenn es darum geht Essen gewichtstechnisch zu "optimieren" kann ich nämlich nur eines sagen

"Ich will nicht verhungern"

:-)

Homer
30.08.2013, 23:59
OT entfernt - bitte bleibt bei rucksäcken

Marhabal
31.08.2013, 01:19
Moin!

Der Vorschlag von oben, sich bei einem UL-Spezialisten wie z.B. bei sackundpack in Krefeld (nicht die anderen, nur der in Krefeld ist auf UL spezialisiert) beraten zulassen finde ich schon ganz sinnvoll. Da erfährt man dann gleich auch, welche Ausrüstung noch zu so einem Konzept ansich passt und kann manches durchspielen. In "normalen" Trekkingläden" funktioniert das mit der entsprechenden Beratung m.E. nicht so gut, ich war zumindest immer wieder ziemlich enttäuscht.

Auch ich würde heute übrigens direkt mit [U)L-Ausrüstung beginnen, denn oft ist es gar nicht treurer, weil man für UL andere Sachen braucht. Jacke z.B. die einen UL-Rucksack aushält muss nicht Gore Pro-Shell o.ä. sein. Jacken aus Active Shell oder vergleichbarem sind aber meist billiger...

Ob ich aber ins SUL extrem gehen würde, weiß ich nun auch wieder nicht. Ich würde tatsächlich eher zu einem Lightwave, einem Crux AK oder - dem Klassiker - dem Jam von Golite greifen.

Vielleicht findest ja hier noch gebraucht Dein Glück, falls die Zahlung nicht eingeht: http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/74247-Reisefinanzierung-Vaude-GoLite-Lowa-Crashpad-Marmot-Deuter-Hagl%C3%B6fs?highlight=golite

Oder wenn doch UL: http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/74488-UL-Rucksack-wie-Laufbursche-mit-H%C3%BCftgurt-Front%C3%B6ffnung-R%C3%BCckenpolster, da sind die Kosten nicht so hoch, da kann man auch mal was falsch machen.

Lieben Gruß

Stephan Kiste
31.08.2013, 09:57
Hab lange über leichte Rucksäcke gelächelt, irgend wann in Krefeld nen Lightwave gekauft, der heimlich dank optimierter Ausrüstung zum Favoriten für längere Touren wurde und gestern kam dann noch von dort nen Crux AK 47 hinzu :-)

Becks
31.08.2013, 11:06
Auch ich würde heute übrigens direkt mit [U)L-Ausrüstung beginnen, denn oft ist es gar nicht treurer, weil man für UL andere Sachen braucht.

To UL or not to UL- das ist hier die Frage. Und immer wenn es um so etwas geht komme ich mit erhobenem Finger und bringe ein paar warnende Worte an. :oldman:

Ich bin der Meinung, daß man nicht generell alles über den gleichen Kamm scheren kann sondern näher ansehen muß, was der Anfänger denn so vor hat. Möchte er in Deutschland durch die Wälder wandern, dann nur zu. Da kann mit einer möglicherweise unterdimensionierten Ausrüstung (UL reizt die technischen Grenzen des Materials oft aus) recht wenig passieren. Geht es schief ist das nächste Dorf kaum ein paar Kilometer durch einfaches Gelände entfernt, das kann man notfalls kriechend zurücklegen.

Will derjenige jedoch in Regionen wie z.B. die Alpen starten, dann rate ich gerade am Anfang zu stabilerem Material, welches mehr Sicherheitspolster bietet. Die Alpen sind schlichtweg eine der letzten Wildnisse in Europa, und bei einer Fehleinschätzung (z.B. Wettersignale übersehen) kann eine einfache Tour sehr schnell sehr ernst werden. Hat bei mir auch eine Weile gedauert bis ich begriff warum mein Vater darauf bestand, auch auf Sommerwanderungen Handschuhe mitzunehmen...

Würde also ein Alpinneuling ankommen und mit mir in Trailrunnern auf eine Tour mitgehen wollen würde ich mir das wirklich zweimal überlegen ob ich den mitnehmen würde. Gleiches gilt für den Rest. Bevor jemand mit einer Kleiderkombi aufwartet, bei der jede Schicht erprobt und auf den Träger zugeschnitten ist (bezüglich Wärme, Komfort, Nutzung) würde ich einem Anfänger zu einer klassischen Kombi raten, die schlichtweg mehr Reserven bietet.

Ich habe auch erst letzten Monat entschlossen, meinen dicken Fleece (MH Monkey Jacket) auf Sommertouren in den Alpen gegen eine leichtere Variante zu tauschen (MH Compressor) nachdem ich auf einigen Testtouren in den Alpen mit weniger auskam. Aber generell jedem gleich diese Kombi zu empfehlen hallte ich für fahrlässig.

So und nun zurück zu den Rucksäcken. Da ist die Entscheidung einfacher fällbar. Ist der Rucksack unterdimensioniert und hält das Gewicht nicht aus ist die Tour eben unbequem, aber man gefährdet sich nicht selber dabei.

sjusovaren
31.08.2013, 16:24
bin bei der Planung für eine Trekkingtour durch die Highlands oder eine andere nordische Gegend.
Das größte Problem scheint mir das Finden eines Rucksacks zu sein. Also ich habe mal gesucht und
es gibt ja ziemlich viele Rucksäcke die UL sind:

UL bin ich nicht unterwegs, allerdings habe auch ich in letzter Zeir zu leichteren Rucksackmodellen gewechselt.
Mein großer Trekkingrucksack ist seit letztem Jahr ein Golite Terrono 90 (http://www.sunnysports.com/p-golt90/golite-terrono-90l-internal-pack-for-men). Das Modell gibt es wohl nicht mehr, daher bin ich sehr froh, ihn relativ spontan angeschafft zu haben.
Die Kaufmotivation war schlicht, ich brauchte für Touren bis drei Wochen einfach mehr Platz für Proviant. Das bietet er und ist (2 kg sind für viele sicher nicht UL ;-)) trotzdem noch etwas leichter als mein Bergans Rask.

Ansonsten nutzte ich fast nur noch den Mariposa (http://gossamergear.com/packs/backpacks/mariposa-ultralight-backpack-all.html) von GossamerGear. Sozusagen die Allzweckwaffe, egal ob für ein paar für Stunden oder mehrere Tage. Hat sogar meinen geliebten Rucksack von Aarn in den Ruhestand geschickt.
Wobei mich, neben der Ersparnis von einem halben Kilogramm, v.a. die sehr funktionalen Außentaschen des Mariposa überzeugen.

Marhabal
31.08.2013, 22:06
Will derjenige jedoch in Regionen wie z.B. die Alpen starten, dann rate ich gerade am Anfang zu stabilerem Material, welches mehr Sicherheitspolster bietet. ....

Dem würde ich empfehlen, sich erstmal einen Bergführer zu nehmen. Oder mit jemanden (wie bei dir der Vater) zu gehen, der sich auskennt. O.K. ich bin auch früher alleine oder mit Freunden in Turnschuhen auf kleinere Berge rauf (Türkenkopf, Mittagskogl usw.), aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, z.B. meinen Alpen-Wintercross auf den Spuren des Gangs nach Canossa ohne professionelle Unterstützung zu machen, obwohl ich zu dem Zeitpunkt schon 2 Jahrzehnte Erfahrung hatte.

Ich sehe in den Alpen als Norddeutscher gar nicht, ob etwa Lawinengefahr besteht in Bereichen, die dann außerhalb von Pisten usw. sind. Da hole ich mir einen Spezialisten. Ins Watt hingegen gehe ich auch auf großen Touren allein, auch wenn ich z.B. zu den Inseln rüber wiederum einen Führer nehmen würde, allein schon, weil sich die Priele ständig verlagern.

Aber nochmal zum Rucksack: ich würde auch keinen Huckepack empfehlen, weil der schlicht auch weniger Reserven hat. Deshalb auch der Tipp zum schlicht ausgestatteten und dadurch leichten, aber voll tauglichen Rucksack (der dann ja auch oft schon 1,5 bis 2kg leichter sein kann) und nicht zum Materialwunder, bei dem man am Ende vielleicht den Rucksack in den Armen trägt.

ChrisB76
04.09.2013, 14:52
[QUOTE=sjusovaren;1201000
Ansonsten nutzte ich fast nur noch den Mariposa (http://gossamergear.com/packs/backpacks/mariposa-ultralight-backpack-all.html) von GossamerGear. Sozusagen die Allzweckwaffe, egal ob für ein paar für Stunden oder mehrere Tage. Hat sogar meinen geliebten Rucksack von Aarn in den Ruhestand geschickt.[/QUOTE]

Der Aarn soll ja ein sehr gutes Tragesystem haben. Wie siehst du denn einen direkten Vergleich zum Mariposa?