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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reicht der Tatonka Yukon 60 für 3 Wochen?



Kaesehobler
31.03.2013, 20:07
Hallo Leute,
das ist mein allererster Beitrag, also entschuldigt kleine Fehler .
Wir wollen im August mit 5 Leuten eine ca. 15-tägige Tour am Padjelantaleden machen. Wir wollen uns zu 90% selbstversorgen (aber nicht nur mit gefriegetrocknetem) und haben vorgestern im Globetrotter fleißig eingekauft.

Beim Rucksack habe ich mich für den "Tatonka Yukon 60" entschieden, weil mir das Tragesystem (vom Yukon 70) am Rücken nicht ganz gepasst hat. Laut Globetrotter hat der Rucksack auch 66 Liter.

Meine Frage ist nun, ob der Rucksack denn für 2-3 Wochen Schweden plus Essen und Gaskartuschen reicht ?!?!

Danke schonmal für eine Antwort.

Aelfstan
31.03.2013, 20:09
Beim Rucksack habe ich mich für den "Tatonka Yukon 60" entschieden, weil mir das Tragesystem am Rücken nicht ganz gepasst hat.

Verstehe ich nicht.

Kaesehobler
31.03.2013, 20:14
Verstehe ich nicht.

Sorry da geht es schon mit Fehlern los ;-).

Ich meinte, ich hab mich für Yukon 60 entschieden, weil Yukon 70 von der Rückenlänge nicht ganz gepasst hat.

Aelfstan
31.03.2013, 20:45
Deine Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Dafür müsste das Volumen und Gewicht deiner sonstigen Ausrüstung bekannt sein. Und bedeutet "90 Prozent Selbstverpflegung", dass ihr für 12 Tage eigenes Essen mitschleppt, oder wie? Grundsätzlich kann ein 60l Rucksack für eine solche Tour reichen, besonders, wenn sich mehrere Leute in Zelt und Kochausrüstung hineinteilen. Für eine Solotour sind 60l wahrscheinlich zu knapp bemessen.
Achso: Was wird außen am Rucksack befestigt? Wenn Zelt und Isomatte draußen angeschnallt sind, hat man wieder mehr Platz für's Essen...

Kaesehobler
31.03.2013, 20:55
Danke dir für die Antwort.



dass ihr für 12 Tage eigenes Essen mitschleppt, oder wie?
Achso: Was wird außen am Rucksack befestigt? Wenn Zelt und Isomatte draußen angeschnallt sind, hat man wieder mehr Platz für's Essen...


Genau, etwa 10-12 Tage eigenes Essen. Also Wurst, Käse, Brot, Mehl, etc. Da wir alle 5 blutigste Anfänger sind, müssen wir uns noch im Internet genauer nach Proviantlisten informieren.

Und der Yukon hat draußen eine Befestigungsmöglichkeit für Zeltstangen und die Isomatte würde dann oben drauf geschnallt werden.

Am meisten mache ich mir Sorgen, dass der Raum fürs Essen sehr knapp wird. Laut Reiseführer sollten wir nämlich auch leichte Winterkleidung einpacken, die dann noch zusätzlichen Platz im Rucksack raubt.

P.S.: "Jedermannsrecht in ganz Europa" wäre wirklich eine sehr feine Sache ;-)

geronimo
31.03.2013, 20:59
Bei 5 Personen kann man ganz schön Ausrüstung verteilen. Wahrscheinlich seid ihr da mit 2 oder 3 Zelten unterwegs. Natürlich kommt es jetzt auch darauf an, was für Rucksäcke und Ausrüstung sonst mitkommt. Bei mir würden 60 Liter reichen für 15 Tage zu zweit. Wir benötigen aber auch nicht so viel Nahrung und Luxus-Gepäck ist eh auch nicht viel dabei.
Im Endeffekt müsst Ihr die gemeinsame Ausrüstung (Zelt, Küche usw.) aufteilen und dann siehst Du schnell mit Deiner persönlichen Ausrüstung ob das mit 60 Liter klappt.

geronimo
31.03.2013, 21:06
Genau, etwa 10-12 Tage eigenes Essen. Also Wurst, Käse, Brot, Mehl, etc. Da wir alle 5 blutigste Anfänger sind, müssen wir uns noch im Internet genauer nach Proviantlisten informieren.)

Uh, dann wird's eng mit dieser Art von Verpflegung.




Und der Yukon hat draußen eine Befestigungsmöglichkeit für Zeltstangen und die Isomatte würde dann oben drauf geschnallt werden.


Bedeutet wahrscheinlich nass schlafen wenn's regnet. Ich nehme Isomatte immer in den Rucksack.

Homer
31.03.2013, 21:09
etwa 10-12 Tage eigenes Essen.

geh doch einfach mal mit deinem rucksack futter für 12 tage einkaufen, dann siehst du, obs passt bzw daß es nicht passt.

Kaesehobler
31.03.2013, 21:14
Uh, dann wird's eng mit dieser Art von Verpflegung.

Dann wohl eher mehr Expeditionsnahrung, oder?

Also etwa "gutes" Essen (aus dem Supermarkt) für 5 Tage und Expeditionsnahrung für 6-7 Tage (von Globetrotter).

Homer
31.03.2013, 21:18
oder einfach unterwegs nachkaufen (http://outdoorseiten.net/wiki/Padjelantaleden#Einkaufsm.C3.B6glichkeiten);-)

anfängerausrüstung ist schon idr nicht grade ultraleicht, dazu noch so nen haufen futter, da hätte ich sorge, daß der spaß auf der strecke bleibt.

wobei weiter oben steht
Eingeschränkte und nicht fest planbare Einkaufsmöglichkeiten, daher sollten Verpflegung und
Ausrüstung vor Beginn der Tour vollständig für die ganze Zeit im Rucksack sein. :o

geronimo
31.03.2013, 21:24
Dann wohl eher mehr Expeditionsnahrung, oder?

Nö, nich unbedingt. Ich sag mal eher einfache Küche. z.B. einfache Nudeln, Tüten-Sauce etwas vakumierten, geräucherten Speck als Einlage und Parmesan. Vorspeisse vielleicht eine Tütensuppe mit "Flädli-Einlage". Nachspeisse Schockoladencreme, natürlich in Pulverform, dazu selbstgesammelte Heidelbeeren.

Kaesehobler
31.03.2013, 21:34
Nö, nich unbedingt. Ich sag mal eher einfache Küche. z.B. einfache Nudeln, Tüten-Sauce etwas vakumierten, geräucherten Speck als Einlage und Parmesan. Vorspeisse vielleicht eine Tütensuppe mit "Flädli-Einlage". Nachspeisse Schockoladencreme, natürlich in Pulverform, dazu selbstgesammelte Heidelbeeren.

Huuui, klingt gut ;-).


Ich glaube, ich werde wirklich mal unseren Vorratsschrank plündern und alles mal in den Rucksack stopfen. Dann noch Gaskartuschen und sonstiges Zubehör dazudenken. Ein Riesendankeschön für eure Tipps...

geronimo
31.03.2013, 21:46
500-ca. 650 gramm Essen pro Person und Tag gelten als Faustregel. Ist aber alles sehr Individuell. Einige brauchen mehr, andere weniger. Ich trage etwas Reserve auf meinen Rippen. Meine Partnerin und ich brauchen zusammen ca. 600gramm pro Tag , also relativ sehr wenig. Dafür bin ich nach zwei Wochen Wandern meist auch ca. 5kg leichter. Ich kann nach einem langen Tag draussen, im Zelt einfach nicht so viel essen und Frühstück brauch ich auch praktisch nichts.

Schmusebaerchen
31.03.2013, 21:50
Genau, etwa 10-12 Tage eigenes Essen. Also Wurst, Käse, Brot, Mehl, etc. Da wir alle 5 blutigste Anfänger sind, müssen wir uns noch im Internet genauer nach Proviantlisten informieren.

Da ist der Fehler :-P
Die Listen im Internet sind immer nur Beispielhaft zu verstehen. Ob man völlig daneben liegt, was wichtiges vergessen hat oder paar Anregungen holen. Sie sind keines Wegs als universelle Lösung anzusehen.

Ich schreib der Übersichtlichkeit mal in Punkten zum abarbeiten für euch:
1. Du sagst selbst, dass ihr blutige Anfänger seid. Im Internet steht nicht alles. Und ich bin bekanntermaßen kein Fan davon, wenn welche sowas noch nie gemacht haben und die ersten paar Meter erst in Schweden gehen.
Macht hier ein paar Wochenendtouren. Wozu?
-Trainieren der Muskeln. Rucksack tragen kann man nicht im Fitnessstudio trainieren. Ihr würdet euch die Tour versauen, wenn ihr nicht ein wenig vorher trainiert.
-Testen der Ausrüstung. Materialfehler und ähnliches erst vor Ort festzustellen ist doof. Sollte etwas nicht optimal sein, kann man noch mal Hand anlegen.
-Optimieren der Packliste. Ihr werdet zu viel mitnehmen. Das macht eigentlich ausnahmslos jeder bei der ersten Tour.
-"Daten erfassen", Tageskilometer realistisch abschätzen, Aufbauzeit vom Zelt, Wasser, Nahrungs, Brennstoffverbrauch
-"Laut Reiseführer sollten wir nämlich auch leichte Winterkleidung einpacken" unbedingt testen, ob die Klamotten reichen, bestenfalls jetzt um die Jahreszeit mal mit Schlafsack rauslegen, je nach dem, mit welchen Temperaturen zu rechnen ist. Ne durchfrorene Nacht ist sch*****.....nicht schön.

2. Man kann sich auch im normalen Alltag darauf vorbereiten.
-Für 12Tage einkaufen, schauen wie viel Rucksackvolumen das einnimmt und danach versuchen 12Tage von dem zu leben. Muss ja nicht ganz exakt das sein. Trekkingnahrung hält sich, also kannst du die jetzt schon kaufen. Was sich nicht so lang hält, das verbrauchst du unter der Woche.
-Wenn du den Rucksack schon gekauft hast, dann packe es doch einfach mal ein. Wenn nicht, dann Koffer nehmen, einpacken, Volumen berechnen.
-Unnötiges Zeug in den Alltagsrucksack packen.

3. Sein und Schein.
-Internet ist nicht alles. Geht raus, testet euer Zeug.
-High Tech Ausrüstung ist nicht alles. Geht raus, sammelt Erfahrung.
-Ihr nehmt zu viel mit. Geht raus, schaut was ihr alles nicht braucht.
;-)

Zu deiner Frage: In dieser Konstellation würden mir 60l vermutlich reichen. Aber ich hoffe, du hast die Intention meines Beitrages verstanden. Wenn nicht: Die Frage kann man nicht beantworten, weil zu viel davon abhängt. Personenanzahl, wie viel Komfortgüter und Klamotten man mit schleppt, Art des Essens, persönlicher Verbrauch.....

In meiner Signatur sind noch nützliche Links.

geronimo
31.03.2013, 22:12
100% einverstanden mit Schmusebärchen.

Aelfstan
01.04.2013, 00:32
Noch ein paar Tipps:

Proviant: Ich nehme immer Müsli und Trockenmilch für's Frühstück mit - das läßt sich sehr kompakt verpacken. Dazu hole ich Nudelgerichte aus dem Supermarkt mit 5 Min. Kochzeit, d.h. Nudelzeugs mit Käsesoßenpulver o.ä. - ist wesentlich günstiger als Expeditionsnahrung und erfüllt den Zweck genauso. Wasser zum Kochen bringen, das Zeug reinschütten und dann ein paar Minuten zugedeckt im Kochgeschirr ziehen lassen. Da kommt man mit wenig Brennstoff aus. Dazu kommen dann noch selbstgebackene "Trekkingkekse", Schokolade, Riegel, Nüsse und Trockenfrüchte als Snacks für den Tag. Für die ersten zwei, drei Tage packe ich auch noch Brot und Käse ein.

Isomatte: Kann man außen an den Rucksack schnallen, gegen Regen mit reißfester Mülltüte o.ä. umwickeln.

Trinkflasche: Ich nehm immer eine 1l PET-Flasche (normale Cola-Flasche o.ä.) mit - ist leichter und billiger als Alu und kann vor der Rückfahrt einfach entsorgt werden (natürlich nicht in der Natur!).

Winterausrüstung: Solltet ihr für die Tour dabei haben. Leichte Minusgrade und auch Schneefall sind selbst im Sommer möglich. Normalerweise reicht ein dicker Pullover (Fleece) in Kombination mit einer regen- und winddichten Jacke, eine Wollmütze und ein paar Fingerhandschuhe (wenn man leicht friert), dazu lange Ski-Unterwäsche, die man auch als Nachtbekleidung anziehen kann.

Denk immer dran: Nur essentielle Dinge mitnehmen, keine überflüssigen. Diese Unterscheidung zu treffen ist die große Kunst beim Packen.

Fiippssii
01.04.2013, 01:04
Hallo Leute,
das ist mein allererster Beitrag, also entschuldigt kleine Fehler .
Wir wollen im August mit 5 Leuten eine ca. 15-tägige Tour am Padjelantaleden machen. Wir wollen uns zu 90% selbstversorgen (aber nicht nur mit gefriegetrocknetem) und haben vorgestern im Globetrotter fleißig eingekauft.

Beim Rucksack habe ich mich für den "Tatonka Yukon 60" entschieden, weil mir das Tragesystem (vom Yukon 70) am Rücken nicht ganz gepasst hat. Laut Globetrotter hat der Rucksack auch 66 Liter.

Meine Frage ist nun, ob der Rucksack denn für 2-3 Wochen Schweden plus Essen und Gaskartuschen reicht ?!?!

Danke schonmal für eine Antwort.

15 Tage mal min. 3 Liter Wasser/pro Person = 45 kg. Ob das in den RS passt?

MfG Fiippssii

Aelfstan
01.04.2013, 01:09
15 Tage mal min. 3 Liter Wasser/pro Person = 45 kg. Ob das in den RS passt?

MfG Fiippssii

Du bist wahrscheinlich noch nie in der Gegend unterwegs gewesen, oder du willst dir einen blöden Scherz auf Kosten eines Anfängers erlauben.

Kaesehobler
01.04.2013, 11:18
1. Du sagst selbst, dass ihr blutige Anfänger seid. Im Internet steht nicht alles. Und ich bin bekanntermaßen kein Fan davon, wenn welche sowas noch nie gemacht haben und die ersten paar Meter erst in Schweden gehen.
Macht hier ein paar Wochenendtouren.


Nur zu meiner Verteidigung: Ein paar kleinere Mehrtagestouren mit 40-Liter-Rucksack, Zelt und eigenem Essen haben wir in der Rhön schon hinter uns ;-). Aber da war bis jetzt immer Zivilisation in der Nähe und auf Platz und Gewicht musste man auch nicht wirklich achten. Und da der Padjelantaleden als relativ einfach erscheint und nicht ganz so einsam wie der Sarek ist, dachten wir uns, dort zum ersten Mal echte "Trekking-Luft" zu schnuppern.


Noch ein paar Tipps:

Proviant: Ich nehme immer Müsli und Trockenmilch für's Frühstück mit - das läßt sich sehr kompakt verpacken. Dazu hole ich Nudelgerichte aus dem Supermarkt mit 5 Min. Kochzeit, d.h. Nudelzeugs mit Käsesoßenpulver o.ä. - ist wesentlich günstiger als Expeditionsnahrung und erfüllt den Zweck genauso. Wasser zum Kochen bringen, das Zeug reinschütten und dann ein paar Minuten zugedeckt im Kochgeschirr ziehen lassen. Da kommt man mit wenig Brennstoff aus. Dazu kommen dann noch selbstgebackene "Trekkingkekse", Schokolade, Riegel, Nüsse und Trockenfrüchte als Snacks für den Tag. Für die ersten zwei, drei Tage packe ich auch noch Brot und Käse ein.



kannst du ungefähr abschätzen wieviel Kilo das verbraucht? Ist wahrscheinlich echt sinnvoller als nur auf Käse, Wurst und Expeditionsnahrung zu setzen...

Homer
01.04.2013, 11:36
kannst du ungefähr abschätzen wieviel Kilo das verbraucht? Ist wahrscheinlich echt sinnvoller als nur auf Käse, Wurst und Expeditionsnahrung zu setzen...

ich bin recht gefräßig und komme auf rund 1kg/d - würde ich für jungs in eurem alter auch rechnen;-)

Thomasy
01.04.2013, 11:46
Hi Käsehobler,

ich denke pro Tag musst Du etwa mit 600 gr. - 800 gr. Trockennahrung rechnen. Das Gewicht des Essens für 10 - 12 Tage wird somit bei ca. 7,2 kg - 9,6 kg wiegen.

Du kannst bedenkenlos im Supermarkt in Schweden alles einkaufen. Ich freue mich immer, wenn ich andere Länder bereise und dort Lebensmittel einkaufe.

Aus Deutschland nehme ich persönlich nur für das warme Abendessen Lebensmittel mit, die ich zusammenstelle und abwiege. So verhindere ich das zuviel mitgenommen wird.

Meine Zutaten fürs Abendessen sind: Gewürze (in kleinen Gewürzstreuern von Primus), rote & gelbe Linsen, Reis, Ingwerknolle, Couscous, Bulgur, Hirse, Armarath, Weichweizengrieß (für Griesbrei), Vanilleschote und eventuell noch Puddingpulver.

Der Rest wird wirklich im Supermarkt in Schweden gekauft. Dort hole ich mir dann: Milchpulver, Kekse, Müsli, Schokolade, Tubenkäse, Schnittkäse, Wurst, Tee, Kakao, Kaffee, Varme Koppen (Fruchtsuppen), Nudeln, Tomatenmark, Marmelade in der Tube, Brote, Knöckebrot ect.

Das Gewicht im Rucksack senke ich, in dem ich eine Teil der Lebensmittel wie Tubenkäse Schokolade und Kekse auf den Hütten nachkaufe oder dort erst einkaufe.

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur raten. Nimm nicht alles aus Deutschland mit, denn einen Großteil bekommst Du in Schweden und Einkaufen gehört bei mir bei Urlaub einfach dazu.

LG


Thomas

Auf spezielle Trekkingnahrung setze ich persönlich nicht, da Sie mir nicht schmeckt und einfach viel zu teuer ist.

Schmusebaerchen
01.04.2013, 12:15
Bin zwar mehr im urbanen Gebiet unterwegs, aber manche Nahrungsmittel kommen aufs gleiche raus.
Knorr Hüttenschmaus, Maggi, .... 250g(eine Packung) reichen mir als Hauptspeise pro Tag. Gibt es als 5 bis 12 Minuten Kochzeit. Steht bei den Soßen und Suppen.
500g Salami ungeschnitten. Reicht bei mir 2 Wochen und hält auch so lang. Kann man zu den Fertiggerichten machen, aufs Brot oder einfach so essen.
Müsliriegel und Snickers billig Ersatz(Schokoriegel mit Karamell und Erdnüssen). Für Zwischendurch.

Möglichst fettig und süß. Und (dank dem Gesundheits und Diätenwahnsinn stehts drauf) möglichst viel Kalorien pro Gewicht.
Gibt noch einige tolle Threads hier mit Rezeptideen.

800g/Tag/Person ist so ne Faustregel. Aber kommt halt wieder auf wahnsinnig viele Faktoren drauf an. Macht 9,6kg pro Person an Nahrung. Wird dann ein geschätztes Rucksackgewicht von 25kg/Person ergeben. Sind schwächere oder stärkere dabei, kann es bei manchen auch an die 30kg gehen.
Kartuschen hab ich selbst nicht die große Erfahrung, würde aber sagen, dass ihr bei 1-2 Mahlzeiten pro Tag nicht mehr als 1Stechkartusche(230g Gas) pro Person braucht. Eher weniger. Also gegenüber der Nahrung ein zu vernachlässigendes Übel.
Kann man aber auch Zuhause ermitteln. Kartusche wiegen, Gericht draußen kochen. Kartusche danach wiegen. Die Aufschrift(z.B. 450g) durch die Differenz des Verbrauchs teilen. Der Verbrauch hängt von Wind, Temperatur, Kochart, Kocher, Kaffetrinker und Personenanzahl ab. Also möglichst realistisch vorher testen und Reserven einplanen.

Alles von mir sind Schätzungen.


Wenn ihr schon kleine Touren gemacht habt, dann seid ihr keine blutigen Anfänger mehr. Wäre eine wichtige Info gewesen. Der Eingangspost liest sich, wie Heute ne Zeitschrift gelesen, morgen bei Globetrotter einkaufen, übermorgen ne Expedition(leicht übertrieben wiedergegeben).
Auch, dass ihr eine Wochenendtour mit 40l Rucksack absolviert habt ist eine wichtige Info. Dann müssen die Wintersachen und die Nahrung in ca 20l untergebracht werden. Ist schon viel genauer, als ob ein 60l Rucksack für Ausrüstung reicht, die keiner hier im Forum kennt ;-)
20l...könnte knapp werden. Würde es aber nicht für unmöglich halten.

PS: Trekking ist nicht Ortsabhängig. Der Weg ist das Ziel ;-)

Thomasy
01.04.2013, 12:29
Hi Käsehobler,

Ich denke der Tatonka Yukon mit 66 Litern Volumen wird für euere Tour reichen. Denn Zelt und Isomatte kann man außen befestigen.

Persönlich habe ich einen 45 Liter Rucksack und da packe ich auch alles für 2 Wochen rein. Da ich mit 164 cm Grösse recht überschaubar bin, kann ich bei Schlafsack, Isomatte,Kleidung und Zelt Volumen sparen.

Zelt und Isomatte befestige ich außen am Rucksack zu Beginn der Tour und die Lebensmittel kommen dann eben in den Rucksack. Auf meinen Touren kaufe ich meistens nach oder dazu. Dadurch bin ich dann auch deutlich schneller unterwegs.

Das Gesamtgewicht im Rucksack liegt dann bei maximal 20 kg.

Ich würde wie es Aelfstan beschrieben hat, einfach die Ausrüstung reduzieren, bzw. mir leichte und kompakte Ausrüstung kaufen. Die muss auch in der Regel noch nicht mal teuer sein.

LG

Thomas

Aelfstan
01.04.2013, 12:36
Es ist wohl recht verschieden, was so auf Tour konsumiert wird. Ich habe Reserven auf den Rippen und nehme auf einer Tour immer ein paar Kilo ab. 600-800g am Tag sind eine realistische Schätzung. Gaskartuschen braucht ihr pro Person 1 kleine, würde auch ich schätzen, wenn ihr nur früh ein Heißgetränk und abends Tütenkram herstellt. Achtet auf jeden Fall auf guten Windschutz (Apsis!) und seid knauserig mit dem Gas.

Noch Tipps: Fertiggrießbrei o.ä. passt hervorragend zu Blaubeeren. Pilze (für den Fall, dass ihr welche findet) kann man mit einer Knoblauchzehe anbraten und dann mit Wasser aufgießen und eine Packung Kartoffelsnack (Pfanni o.ä., gibt es mit Frühlingszwiebeln oder Kräutern) hineinrühren, mach ich zumindest gern auf diese Art.
"Heiße Tasse" oder ähnliche Tütensuppen sind prima kalorienhaltige Snacks an kalten Abenden, wenn die Standardnahrung mal nicht so satt gemacht hat.

Thorsteen
03.04.2013, 18:05
Hallo!

Mein Rat zu Gaskartuschen: Nehmt lieber 2 x 225g als 1 x 450g Kartuschen ,wobei ihr wohl mehrere Kocher/Kartuschen dabei habt und es somit nicht ganz so starker Redundanz bedarf. Sollte sich ein Ventil verabschieden hat man bei den 2 x 225g immer noch eine Kartusche in der Hinterhand (abwechselnd draus kochen vorrausgesetzt!) um doch noch einige Tage was warmes im Bauch zu haben. Nachteil ist das man dann natürlich mehr Gewicht hat da die 450g Kartusche in der Summe leichter ist. Wobei das ganze allerdings nur meiner eignen Sicherheitsparanoia entspringt. :)

12 Tage Verpflegung sind bei mir 5244 g.
Setzt sich zusammen aus 1 x 250g Trekkingmahlzeiten (1/2 je früh/abends), 2 x Minisalami oder 1 x Gaucho, 1 x "Süßer Moment" und 1 x "Kinder Country"-Riegel. Dazu kommt noch Tee und paar Beutel "Ahoi"-Colapulver, 1 x 570g Dose "Swiss Miss" und 1 x kleine Flughafen-Plastikflasche Baileys (Kakao+Baileys=echt lecker, das ist da im Gewicht noch nicht mit drin und müsste man noch dazu zählen). Je nach Tag kann es schonmal vorkommen das sogar noch was über bleibt, also man sieht mal wieder das ganze ist sehr individuell.

Mach doch mal eine Liste was du so mitnehmen willst und stell die dann nach paar Tagen überlegen hier rein, dann kann man vieleicht noch paar Ratschläge geben.


Torsten

Kaesehobler
03.04.2013, 18:26
Mach doch mal eine Liste was du so mitnehmen willst und stell die dann nach paar Tagen überlegen hier rein, dann kann man vieleicht noch paar Ratschläge geben.

Alles klar. Wird erstellt... ;-)

borni83
12.04.2013, 08:34
Also auch wenn jetzt schon öfter konkret auf deine frage eingegangen wurde möchte ich auch nochmal meine Meinung kundtun.

Ich denke grundsätzlich das 60l reichen wenn man die Möglichkeit hat sich Ausrüstung zu teilen, allerdings ist es - wie erwähnt - bei Anfängern wirklich immer so das sie zuviel sinnloses einpacken und unbenutzt wieder mit nach Hause bringen.

Bzgl. Essen gibt es in meinen Augen keine Allgemeingültigkeit, dafür sind die Bedürfnisse zu unterschiedlich. Ich war mit 1,6kg eine Woche unterwegs und habe nur einmal nachgekauft. Bei mir ersetzen Süßigkeiten teilweise ne Mahlzeit, ich könnte auf Tour tonnenweise nimm zwei essen ;)

Mach dich nicht verrückt, freu dich darüber das du kein Wasser schleppen musst, das macht einiges aus an kg.

wanderODIN
12.04.2013, 09:55
Also ich denke das 60l reichen.
Wir sind am Mittwoch. Vom gr221 wieder gekommen,das war unsere erste große Tour.
Wir hatten eindeutig zuviel Zeug mit,sind nach 3 Tagen zur Post und haben fast 6kg an Ausrüstung zurückgeschickt.
Ich würde an eurer stelle nochmal eine kleine Tour mit soviel Gepäck machen.
Das Gewicht ist nicht zu unterschätzen.

Wir sind vorher auch los zum üben aber eben nicht mit soviel Gewicht.

Gruß Andreas

Rhodan76
12.04.2013, 10:40
Ich denke für 3 Wochen wird es eng. Auch wenn man als Anfanger nicht zuviel mitnimmt, so besteht die Ausrüstung doch meistens aus "voluminöseren" Sachen wie z.b. KUFA-Schlafsack und dickes Kochset. etc. Das nimmt schonmal mehr Platz weg.
Und das böse Erwachen kommt beim Packen meist erst dann, wenn auf einmal zum Schluss noch ein riesen Berg Futter, der bei 3 Wochen anfällt, noch irgendwohin gequetscht werden soll.

ABER: Ihr wollt ja nur für 10-12 Tagen Essen dabeihaben, das bedeutet eigentlich nur für 2 Wochen, das könnte gehen.