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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tasmanian Tiger - Erfahrungen?



Wandermann
23.01.2013, 12:30
Hallo zusammen,

für dieses Jahr ist ein längerer Trip geplant. Drei Wochen werden es wohl schon werden, Nordafrika ist das Ziel. Dafür soll ein neuer Rucksack her.

Nach längerer Recherche habe ich mich in dieses Prachtstück (http://www.outdoor-treasure.de/tasmanian-tiger-range-pack/a-5775/) verliebt *g*. Allerdings habe ich mit Tasmanian Tiger keine Erfahrungen. Irgendwo habe ich gelesen, dass Tasmanian Tiger zu Tatonka gehört, was ich schonmal gut finde.

Aber meine Frage: habt ihr Erfahrungen mit der Marke? Insbesondere interessiert mich die Belastbarkeit und der Tragekomfort.

Würde mich freuen, wenn ihr mir dazu was sagen könntet.

Viele Grüße!

cast
23.01.2013, 12:41
TT ist die Behördenlinie von Tatonka.
Wenn dich das Gewicht von dem Trumm nicht stört...
Rucksäcke muß man anprobieren, dem einen passen sie dem anderen nicht.

Prinzipiell wäre mir eine grüne Schrankwand lieber (Bergans)

Der Foerster
23.01.2013, 14:10
Ich habe eine Softshell von Tasmanian Tiger, die Verarbeitung ist einfach hervorragend!
Also Rucksack habe ich den Bison von Tatonka, der hat das selbe Tragesystem (X1). Für mich ist es ein wirklich gutes Lastentragesystem (auch für über 25kg), hatte noch nie einen Rucksack, der schwer so gut zu tragen war. Ob es Dir passt musst Du natürlich selber probieren. Für Städtetrips ist es eher nichts, aber der von Dir verlinkte Rucksack ja auch nicht:bg:

Ich bin mit dem Bison schon sehr zufrieden, und gehe mal davon aus, dass die Militärserie (TT) noch besser in der Verarbeitung und vor allem robuster ist. Wäre wenn ich mir jetzt einen neuen kaufen müsste auch in der engeren Wahl.

Fazit: Wenn Dir das Tragesystem passt, Du so einen schweren Monsterrucksack willst/brauchst (was ich sehr gut verstehen kann), dann gibt es wahrscheinlich wenig besseres wenn man auch mal über 25kg tragen muss. Ich wollte eigentlich damals auch einen Bergans und habe mich wegen des tollen Tragesystems dann für Tatonka entschieden (und es nicht bereut).

Nachteil ist halt das Gewicht (da kommt man aber bei einem Schwerlastrucksack nicht drum herum) und das er nicht so vielseitig ist wie einer mit einem leichten Tragesystem (dafür kann er eines richtig). In labilen Gebieten in Nordafrika könnte natürlich noch das stark militärische Aussehen ein Nachteil sein;-)

Heimdall
23.01.2013, 17:12
Das X1 System wurde mehrmals überarbeitet. Dieser Rucksack ist für wirklich große/kräftige Jungs ausgelegt die noch voll im Saft stehen und sich den ganzen Tag durch die Gegend kutschieren lassen, wirklich tragen möchte man das Ding 8+h nicht wirklich. Bei den Militärmodellen ist zu viel Kram dran der unnötig wiegt,Day Pack,Molleschlaufen,Kompressionsriemen innen,Schnallen , Bergegriffe, so das man locker 1 kg sparen könnte. Ich kenne persönlich den TT Comrade,Bison 90 und 75(Vorgängermodelle) und behaupte mal, daß der Bison 75 in Cub der bessere Militärrucksack gewesen wäre und finde sie auch besser zu tragen als einen Bergans Alpinist. Ich weiß nun nicht was sie aktuell mit dem neuen Bison angestellt haben, aber der wiegt noch mehr.:roll:
Wenn Du körperlich fit bist, über 1,80 und Erfahrung mit dem Tragen von schweren Lasten hast (was sich nicht so anhört),dann kann man sich sowas im Angebot holen. In der Realität ist es meistens so, daß sich Leute mit nem Militärfimmel sowas kaufen, mit 25 kg beladen und nach 10 km Nasenbluten haben und das Ding auf Ebay oder in Militärforen landet. Dafür hätte dann auch ein gebrauchter Atlas gereicht...

dominiksavj
23.01.2013, 17:34
Alternativ, nicht militärisch und schwerlasttauglich sind Gregory Rucksäcke.
Der Palisade hat in L 88l, was schon ein gewaltiger Koffer ist, zwei Aussentaschen ran, dann bist Du auch bei 104l

Edit Literangabe verändert, Tatonka Seitentasche 8l als Maß genommen

Eisenzwerg
23.01.2013, 20:59
Hervorragend verarbeitet, aber für ein ziviles Umfeld vollkommen überdimensioniert. Wer benötigt schon ein Daypack wenn er nicht wirkklich im "Feld" unterwegs ist? Da würde ich doch eher zum kleinen Tagesrucksack greifen.
Wenn es Schwerlasttransport sein soll, dann greif besser gleich zum Bergen von WebTex. Der hat 120 l und ist das Standardmodell der Britischen Armee. Der hat im übrigen auch noch ein Metallgestänge aus Aluschienen die du dann auch entsprechend anpassen kannst.

Schmusebaerchen
23.01.2013, 22:08
Nicht all zu schlimm, sollte aber erwähnt werden, dass das X1 (V2 oder wie sie auch alle heißen) System ein paar Schwachstellen hat. Sie sind gering, aber vorhanden:
Flexibilität: Für jede Stufe muss ein zusätzliches Gurtband eingenäht werden, dadurch gibt es meist nur einen kleinen Bereich und auch nur grobe Stufen zum verstellen der Rückenlänge.
Stabilität: Die Befestigung sitzt nur in der Mitte, kann also wackeln und etwas nach hinten entweichen. Aber vielleicht mag es ja der eine oder andere so.
Robustheit: Es werden permanent 2 Fäden belastet. Eine Reparatur unterwegs ist praktisch unmöglich, da es direkt durch Plastik der Rückenpartie genäht ist(zumindest bei den meisten Modellen mit diesem System). Es bleibt einem nur eine wesentlich größere Einstellung zu nehmen. Wenn man ihn nicht äußerst ungünstig packt, sollte das jedoch nicht zum Problem werden.
Komfort: Direkt an der Wirbelsäule zwischen den Schulterblättern ist ein ziemlich großer Wulst. Damit dieser nicht stört muss die Polsterung dick sein. Aber umso weiter weg ist die Last vom Rücken.

Der Karrimore Sabre hat ein anderes System, welches mich persönlich eher anspricht und diese Nachteile nicht hat.
http://www.karrimorsf.com/sabre/item/65-sabre-80-130-plce.html
(Oder die kleinere Version 60-100l oder Predator 80-130l)

Dieses System haben ebenfalls: Bergans Rondane, Deuter Pro (die ohne Pro haben das System wie der Pathfinder), ...
Der Bergans Alpinist hat ein ähnliches System ist für 35kg ausgelegt, jedoch sind es dort Plastikclips, statt der Gurtbänder. Ist mir zu anfällig.

Auspuff
25.01.2013, 00:33
Das X1 Schwerlasttragesystem von Tatonka ist schon sehr, sehr steif. Die Aluschienen verlaufen X-förmig und übertragen das Gewicht schön auf die Hüfte. Dadurch hängt dir auch ein sehr schwerer Rucksack nicht wie ein Kartoffelsack auf dem Rücken, sondern trägt sich echt gut. Wenn dann aber ein Stufen, Treppen, Berge kommen - eieiei. Das Ding sitzt so fest auf deiner Hüfte, das bei jedem Schritt das Ding nach rechts und links wankt, und das kostet ordentlich Treibstoff. So ging's mir zumindest.
:o

Die Aluschienen des V1 Trekkingsystems laufen halt in einem Punkt über der Hüfte zusammen. Dazu sind die Hüftflossen auch noch in diesem Punkt beweglich gelagert und beim Bergaufschritt wird dadurch die Neigung der Hüfte schön ausgeglichen und der Rucksack bleibt (fast) gerade - je nachdem, wie stramm man die Lastkontrollriemen am Hüftgurt anzieht.
Dafür trägt man damit aber auch nur bis - hmmm - 25kg einigermaßen bequem?


Wenn ihr unterwegs Futter und Wasser nachtanken könnt, würde evtl. auch ein kleinerer Rucksack reichen (70-90l).

Wie auch immer: Probetragen mit Gewichten und auch mal bergauf/treppauf ist immer gut. (Und dann mal Deuter PRO probieren - da reißt schon nichts!:ignore:)

Okapi
27.01.2013, 09:04
Ich weiß nun nicht was sie aktuell mit dem neuen Bison angestellt haben, aber der wiegt noch mehr.:roll:
Der Bison 75 wiegt ohne Raincover ca. 3kg. Damit wiegt er ca.1kg bis 1,5kg mehr als vom Volumen her vergleichbare Leichtrucksäcke die etwas weniger robust sind, über kein nennenswertes Tragesystem verfügen, auch nicht ebenso komfortabel zu tragen sind und bei Beladung über 10-15kg über längere Zeit auch nicht unbedingt getragen werden wollen. Dafür finde ich ihn wirklich nicht zu schwer.


Wer benötigt schon ein Daypack wenn er nicht wirkklich im "Feld" unterwegs ist? Da würde ich doch eher zum kleinen Tagesrucksack greifen.
Ich habe das kleine Daypack meines TT schon etliche Male benutzt. Im Flugzeug als Handgepäck, den Rucksack als aufgegebenes Gepäckstück, am Flughafen wird das Daypack wieder angezippt und im Urlaub auf Tagesausflügen das Daypack mitgenommen während der Rucksack im Gästehaus/Hostel/Camp blieb.

Heimdall
27.01.2013, 11:40
3,8 kg (http://www.tatonka.com/Produkte/Rucksaecke-Taschen/trekking/Bison-75/1427),das Vorgängermodell wog 3,4 kg, genau so viel wie der kleinere Comrade, darauf wollte ich hinaus. Ich war auch gern mit dem Day Pack unterwegs, bis ich auf den Essential gewechselt habe und einen Lastenesel mit fester Rückenlänge,T Rahmen, 1000 Den Gewebe, der das gleiche Gewicht packt aber nur 2 kg wiegt.:roll:

dominiksavj
27.01.2013, 12:30
Gregory bietet beim Palisade ein Daypack an. Beim Baltoro eine Hüfttasche.
Osprey bietet bei den Aether und Ariel Modellen auch Hüfttaschen an, also scheint schon ein gewisser Bedarf da zu sein.

Okapi
27.01.2013, 12:43
3,8 kg (http://www.tatonka.com/Produkte/Rucksaecke-Taschen/trekking/Bison-75/1427),das Vorgängermodell wog 3,4 kg, genau so viel wie der kleinere Comrade, darauf wollte ich hinaus. Ich war auch gern mit dem Day Pack unterwegs, bis ich auf den Essential gewechselt habe und einen Lastenesel mit fester Rückenlänge,T Rahmen, 1000 Den Gewebe, der das gleiche Gewicht packt aber nur 2 kg wiegt.:roll:
Die dort angegebenen 3,8kg für den Bison 75 sind falsch. Bison 75 EXP und Bison 75 wiegen inkl. dem Raincover ca. 3,2kg. Wenn es dich interessiert kann ich den Bison 75 später genauer wiegen, den EXP besitze ich seit fast einem halben Jahr nicht mehr. Ich hatte zwar auch in Erinnerung dass der Vorgänger ca. 3,4kg wog, aber hier (http://www.odoo.tv/Tatonka-Bison-75.294.0.html) brachte einer wohl 3,7kg auf die Waage. Das Bison Vorgängermodell Katanga wog scheinbar auch über 3,4kg, dazu habe ich aber nichts konkretes.

Mein Comrade Pack wiegt 3kg ohne Daypack, 3,4kg mit Daypack. Ein bisschen Gewicht macht das Klimbim wie die Molle-Schlaufen, die innen liegenden Riemen und Schnallen aus, der Rucksack ist robust, die Molle-Schlaufen benutze ich manchmal mit zusätzlichen Seitentaschen, aber die innen liegenden Riemen habe ich noch nie gebraucht. Ich finde beide Rucksäcke für das was sie bieten nicht zu schwer. Welchen Lastenesel benutzt du denn mittlerweile?

Heimdall
27.01.2013, 13:25
"Zu schwer" ist ja auch relativ. Jeder hat das so seine eigenen Vorstellungen und man kann es auch nicht jedem recht machen. Aber ich hätte mir das Ding so minimalistisch wie möglich gewünscht und hätte folgende Dinge weggelassen: Daypack,Riemen im Inneren,Frontzugriff,Bergegriffe an den Seiten,alle Molleschlaufen.Der hätte dann knapp über 2 kg gewogen. So ist er von der größe, Taschenaufteilung/Taschengröße,Riemenanordnung,Tragesystem tip top. Aber mit so Typen wie mir ist auch kein Geld zu verdienen...;-)
Nun hab ich einen 80er Jahre Rucksack der aufs Wesentliche reduziert ist, für mich die beste Kombination aus Haltbarkeit, Volumen,Trageeigenschaften und Gewicht:

-robustes und wasserdichtes Material
-top Rahmen aus vernieteten Alustreben, der so verwindungssteif ist wie ein Außengestellrucksack
-Hüftgurt/Flossen innen weich gepolstert, außen härtere Schale,Schnalle mit einem Finger zu öffnen
-sehr gute Absimmung zwischen Tragekomfort,Stabilität und Flexibilität
-Rückenpolster folgt der Muskulatur,transportiert durch den Stoff und einen Kanal die Feuchtigkeit vom Körper weg
-Polster für den Beckenkamm extra verstärktes, rutschfestes Material
-alle Fächer da wo sie sein sollen und in der richtigen Größe
-es passen auch schwere Kufamonster quer rein
-brachiale YKK Reißverschlüsse
-durchdachte Riemenanordung, nix bammelt rum
-bruchsichere Schnallen auch bei starkem Frost
-lebenslange Garantie
-höherer Coolnessfaktor als ein Crux AK 70 :hahaa:


Damit das Hobby für alle interessant genug bleibt und man lange was davon hat, denn die Suche nach dem Ulltimativen ist doch am schönsten, verrate ich nicht das Modell.:bg:

dominiksavj
27.01.2013, 13:29
Hört sich an wie ein Palisade :cool:

Okapi
27.01.2013, 13:54
Das klingt schon interessant, hättest du das Modell verraten hätte ich mal danach geschaut, aber der Bison 75 reicht mir. Warum ich ihm einem Crux AK70 auch ohne weiteres vorziehe habe ich oben geschrieben. :)

Heimdall
27.01.2013, 14:12
Das klingt schon interessant, hättest du das Modell verraten hätte ich mal danach geschaut...

Das hätte auch nicht viel gebracht, weil so gut wie nix im Netz zu finden ist...

Der Foerster
29.01.2013, 12:26
Das hätte auch nicht viel gebracht, weil so gut wie nix im Netz zu finden ist...

...ist ja eh keine Alternative die auf dem Markt so ohne weiteres zu erwerben ist:roll:

Klättermusen Granit wäre vll auch noch eine Alternative.

Wandermann
22.03.2013, 15:30
Hi,

danke für eure zahlreichen Rückmeldungen. Nach eineigem hin uns her hab ich mich jetzt doch für eine kleinere, abgespeckte Version entschieden;-)

Grüße!

skywolf
14.04.2013, 19:13
hi!
hab viel über den comrade pack gelesen,
leider gibts den nirgends mehr=(

hat jemand einen zum vorkaufen?
(oder ist das zu fragen im forum verboten?).

cheers!

BookerTheKraut
17.06.2013, 17:18
TT ist sehr robust und relativ preisgünstig. Würde mir in Nordafrika aber überlegen, ob ein militärisch aussehender Rucksack das richtige ist. Empfehle irgendetwas ziviles, dass so aussieht, als wenn der Träger nicht viel Geld haben kann. Mann kann ja auch was gutes, neues künstlich auf alt trimmen ...