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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Brennstoffpaste als Kocher?



NoFrontiers
11.01.2005, 08:13
Hi,

hat hier schon mal jemand Brennpaste als Kocher verwendet? Laut Globi soll das mit den Dosen ja funktionieren.

Falls ja, mich würde Verbrauch und Kochleistung intressieren, jeweils pro Liter.

Der Trangia ist doch nicht so das gelbe vom Ei in punkto Gewicht und vor Gaskochern hab ich Bammel, suche nun also nach Alternativen.

Lodjur
11.01.2005, 08:47
Hi NoFrontiers,
das kannste getrost vergessen. Globi schreibt auch viel wenn der Tag lang ist. Angeblich nutzt auch die Schweizer Armee diese Kocher Variante. Klar die sind ja auch neutral und brauchen das nie:-). Aber mal ernsthaft, die Heizleistung ist schlechter als mit fluessigem Spiritus und du schleppst noch mehr Gewicht mit. Der Peis ist falls du nicht Zugriff auf Grosshandel hast auch viel zu teuer. Mit etwas Glueck und Windstille bekommst du mit einer Dose evt. 2 x ne Kanne Wasser ans kochen. Das heisst du schleppst jede Menge Dosen mit von der Groesse einer grossen Dose Kondensmilch. Der zugehoerige Blechring als Topfaufsatz ist Murks und hat kaum Standfestigkeit. Alles in allem ein Windei!
CU Bernd

Hawe
11.01.2005, 09:28
Der Trangia ist doch nicht so das gelbe vom Ei in punkto Gewicht und vor Gaskochern hab ich Bammel, suche nun also nach Alternativen.Wieso hast Du vor Gaskochern Bammel ? Die Dinger sind völlig ungefährlich, bequem, leistungsstark, Du kannst bei Ultraleicht-Trips auch kleine Kartuschen mitnehmen.
Zur Brennpaste wurde alles Sagenswerte schon von Bernd gesagt.
Würde ich etwa gleichsetzen mit Esbit-Kocher. Der geht zur Notr auch, ist teuer, wird angeblich von irgendwelchen Armeen genutzt...
und taugt im Dauereinsatz nix
Hawe

ThomasMerten
11.01.2005, 09:44
das kannste getrost vergessen. Globi schreibt auch viel wenn der Tag lang ist. Angeblich nutzt auch die Schweizer Armee diese Kocher Variante. Klar die sind ja auch neutral und brauchen das nie:-). Aber mal ernsthaft, die Heizleistung ist schlechter als mit fluessigem Spiritus und du schleppst noch mehr Gewicht mit.

Gut gebrüllt, Kätzchen 8)

Die Brennpaste ist sicher nicht die Kochervariante meiner Wahl, aber wenn es Menschen gibt, die auch noch mit Esbit losziehen, dann hat das Zeug auf jeden Fall seine Daseinsberechtigung.

Grüße,

Thomas

NoFrontiers
11.01.2005, 10:15
Hm, war ein verzweifelter Versuch. Ich dachte daran das Ding in ne Hobo Dose zu packen und somit was rausreissen zu können. Aber das Flüssigspiritus bessere Brenneigenschaften hat sagt ja eigentlich schon die Logik.

Glaube die Vorgänge die in so einer Gaskartusche vor sich gehen entziehen sich einfach meinem Affenschädel. Selbst wenn ich physikalische Daten zur Hand hätte zu Kompression des Gases bzw. Druck innerhalb der Dose und der Festigkeit der Hülle - oder was auch immer schlaues hier genau von Belang wäre - und ich diese sogar verstehen würde, würd' ich der Sache nicht trauen. Für mich ist da einfach Steinzeit: unten ist Gas drinn das steht tierisch unter Druck und oben kommt Feuer raus. Wenn das Ding irgendwie hochgeht hab ich künftig nur noch ein halbes Primatenhirn um den Weg über die Strasse finden.

Ausser Gas wirds wohl aber keine Alternativen geben.

Dosenkocher macht höchstens 125 gr weniger, so toll das Ding auch ist, nehme ich nur den original Trangia Brenner sinds eben auch nur die besagten 125 gr mehr.
Hobo Ofen ist auch nicht wirklich der Bringer wenn der Verbrauch den ein User hier angegeben hat stimmt: er brauchte eine gute Hand voll 1 Meter langes Geäst um einen Liter zu kochen (Ofen brannte danach noch einige Minuten, aber dennoch).

Wenn ich nur nicht so'n, zugegeben, fast 100% irrationalen Bammel vor Gaskochern hätte. Kann mir nicht helfen, hätte ein ungutes Gefühl mit so ner Kartusche durch die Gegend zu ziehen. :lol:

Carsten010
11.01.2005, 10:20
Hast Du Dir mal Sal´s Dosenkocher angeschaut oder den Photon Stove?

Das sind ziemlich leichte Spirituskocherlösungen.

http://www.saloon12yrd.de/tipps/dosenkocher/index.html

und

http://mywebpages.comcast.net/photonstove/stove/HighPerfAlcoholStove.html

CU

Carsten

NoFrontiers
11.01.2005, 10:36
Yupp, das Ding mein ich mit Dosenkocher, super Sache aber gewichtsmässig nicht wirklich ein Fortschritt.

Der Alkohol-Kocher hat, wenn ich die US-Massangaben ungefähr richtig in Erinnerung habe, grob gepeilt 50% mehr Verbrauch als ein Spiritusbrenner. Schade, trinkbarer Brennstoff wäre ja auch mal was gewesen.

Wird wohl keine Alternative zu Gas geben wenn ichs wirklich leichter haben will - Kagge! :lol:

Lodjur
11.01.2005, 10:36
Hi, also in etwa den Abmessungen des photostove entspricht der simon stove der aber sicher da aus V2a deutlich stabiler und langlebiger ist. Der hat eine gute Leistung die aber nur mit einem Windschutz richtig zur Geltung kommt. Gewicht ist nat. etwas hoeher als beim photon. Das Ding ist aber wirklich fast unkaputtbar.
CU Bernd

NoFrontiers
11.01.2005, 10:39
Das Teil hab ich schon mal gesehen, werd mal gucken was der verbraucht, thx.

Saloon12yrd
11.01.2005, 11:10
Hi,

dieser Thread (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=2313) dürfte Deine Fragen hinsichtlich Verbrauch einzelner Kocher erschöpfend beantworten...
Alternativ, mein Vergleich des Energieverbrauchs (http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?p=25987#25987) meiner beiden Kocher.

Sal-

Lodjur
11.01.2005, 12:05
Hi, so jetzt habe ich noch ein Bild vom Simon aufgetan.
1.3 Liter Wasser in einem V2A Wasserkessel kochen mit Windschutz sprudelnd in 9 Minuten und 30 Sekunden. Benutzt man den Brenner freistehend, so dauert es (bei absoluter Windstille)
12 Minuten bis die 1.3 Liter Wasser kochen.
http://www.lodjur.de/werke1/brenneran.jpg
CU Bernd

NoFrontiers
11.01.2005, 15:28
@saloon
Thx, den Thread hab ich mir schon ein paar mal zur Brust genommen. So peinlich genau wie heute Morgen hätte ich's mal vor dem Kocherkauf tun sollen.

@Lodjur
Danke auch dir für deine Bemühungen. Hab mal ein wenig nach dem Simon Stove gegoogled und die Ergebnisse waren leider nicht so toll. Benutzer waren größtenteils nicht so zufrieden und der Verbrauch soll höher sein als beim Trangia.

Habe nun noch zwei Ansätze wenn die misslingen heisst es wohl Konfrontationstherapie oder weiter schleppen:

- werde den Trangia Brenner mal in eine Hobo Dose stellen, vermutlich bringt es nichts, der Kamineffekt ist ja im Original Trangia-Setup schon gegeben.
- versuche mich auch an einem Dosenkocher. Wenn ich Saloons und Christians Ingenieurshandwerk richtig verfolgt habe, hat sich der Erfolg erst eingestellt als der Brennerdurchmesser verkleinert wurde, vermutlich weil bei größeren Oberflächen zuviel Spiritus verdunstet - bzw. uneffizient verbrennt. Versuch: den Brenndurchmesser so weit veringern wie möglich, Topf so nah an die Flamme bringen das die dünne Flamme möglichst trotzdem die ganze Topfunterfläche umschliesst, evtl. einen engumschliessenden Trangia/ Hobo Ofen mässigen Topfaufsatz mit Kamineffekt dazu. Ziel: Brennstoffverbrauch senken. Kochleistung sekundär soweit in vernünftigem Bereich.

Naja, ma gucken. Wäre aber schon erstaunt wenn die verschiedenen Hersteller die Leistung von Spirituskochern nicht schon voll ausgelotet hätten.

Fledi
11.01.2005, 16:42
- versuche mich auch an einem Dosenkocher. Wenn ich Saloons und Christians Ingenieurshandwerk richtig verfolgt habe, hat sich der Erfolg erst eingestellt als der Brennerdurchmesser verkleinert wurde, vermutlich weil bei größeren Oberflächen zuviel Spiritus verdunstet - bzw. uneffizient verbrennt. Versuch: den Brenndurchmesser so weit veringern wie möglich, Topf so nah an die Flamme bringen das die dünne Flamme möglichst trotzdem die ganze Topfunterfläche umschliesst, evtl. einen engumschliessenden Trangia/ Hobo Ofen mässigen Topfaufsatz mit Kamineffekt dazu. Ziel: Brennstoffverbrauch senken. Kochleistung sekundär soweit in vernünftigem Bereich
Och, so dünn ist die Flamme mit Windschutz um den Dosenkocher rum gar nicht. Da muß man doch schon aufpassen dass man sich die Finger nicht verbrennt wenn die Flammen mal bis an den Topfrand schlagen.

Gruß,
Britta

DerChemiker
11.01.2005, 16:52
Der Alkohol-Kocher hat, wenn ich die US-Massangaben ungefähr richtig in Erinnerung habe, grob gepeilt 50% mehr Verbrauch als ein Spiritusbrenner. Schade, trinkbarer Brennstoff wäre ja auch mal was gewesen.

OT:

Spiritus = ungeniessbar gemachter Alkohol (Ethanol, um genau zu sein) = denaturierter Alkohol = denaturated alcohol = :kotz: :lol:

aber du kannst natürlich auch mit Brandwein kochen oder reinem Alkohol zB. aus der Apotheke... wird allerdings nicht gerade billig :wink:

Felix
11.01.2005, 17:38
Mit Brennpaste habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht. Wir haben sie immer mal wieder für Fondues verwendet. Das Zeug ist immer wieder ausgegangen, vielleicht war sie zu alt. Das nächste mal verwende ich wieder einen Brenner für flüssigen Spiritus.
Man muss sich im Klaren darüber sein, das jeder Kocher ein Spiel mit dem Feuer ist. Wenn man entsprechend vorsichtig damit umgeht, dann bleibt die Unfallgefahr gering.

Gruß

Felix

Ranger
11.01.2005, 17:55
Auch ich kenne die Brennpaste nur von Fondues! Die Brennleistung ist nicht sehr gut und man muss oft nachfüllen, da das Zeug relativ schnell verbrennt. Dass das Feuer oft ausgehen würde kann ich nicht bestätigen, hab da keine schlechten Erfahrungen! Bei etwas Wind kann das natürlich anders sein.

Grüße, Ranger

Eifel-Yeti
11.01.2005, 19:07
aber wenn es Menschen gibt, die auch noch mit Esbit losziehen, dann hat das Zeug auf jeden Fall seine Daseinsberechtigung.


Für jene, die sich immer absichern müssen als "Notkocher", oder für jene die am Absolut falschem Ende sparen wollen als Hauptkocher. Die restlichen die du meinst sind doch ein Gerücht das die Hersteller in die Welt gesetzt haben :P

Fjaellraev
11.01.2005, 19:13
Ich kenne die Brennpastenbrenner sowohl von der schweizer Armee als auch von den Fonduebrennern her. Wenn die Fonduebrenner immer wieder ausgehen liegt das meistens daran, dass die Flamme zu früh runter geregelt wird, oder das die Paste schon ziemlich ausgetrocknet ist.
Bei der Armee wurde der Kocher explizit als Notkocher bezeichet, ansonsten wird im Feld mit Benzinvergasern gekocht, wir haben die Teile eigentlich nur benutzt um uns an gemütlichen Abenden im Wald Kaffeewasser zu kochen. Es wurden jeweils einige Dosen pro Abend geleert, also für den Dauereinsatz sicher nicht das Wahre.

Gruss
Henning

Bernie
11.01.2005, 19:55
Die Notkocher der CH Armee funktionieren durchaus, um sich auch mal ne Büchse oder was Kleines aufuwärmen.
Brenstoffverbrauch ist relativ hoch, Windschutz kann einfach gebastelt werden, resp. ist (als Halterung für die zu wärmende Dose) integriert. Wir haben die Dinger auch bei recht starkem Wind eingesetzt, sie lassen sich gemäss meiner Erfahrung nahezu nur löschen, wenn man den Deckel auflegt.

Der Kocher kann billig nachgefüllt werden (handelsübliche Nachfülldose für Fonduerechauds etc.).

Ich seh diese Variante durchaus ebenfalls nur für Tagestouren, auf denen man sich was Warmes zubereiten will oder als Reserve. Die Paste eigent sich btw. recht gut zum anzünden von nassem Holz. Bewährt hat sich hier eine Mischung aus Paste und Biskuits als Anzündmaterial :D

Mephisto
11.01.2005, 20:10
Bewährt hat sich hier eine Mischung aus Paste und Biskuits als Anzündmaterial
Oder mit Bundeswehrmaterial: Keks und Schuhcreme :wink:

NoFrontiers
11.01.2005, 20:19
Och, so dünn ist die Flamme mit Windschutz um den Dosenkocher rum gar nicht. Da muß man doch schon aufpassen dass man sich die Finger nicht verbrennt wenn die Flammen mal bis an den Topfrand schlagen.
Stimmt, so war das mit dem Trangia erinnere mich jetzt vage - eher infernalisch als kleine Flamme, richtig.
Trotzdem lass ichs mal auf nen Versuch ankommen, wenn sich auch die Hitze vielleicht nicht noch mehr bündeln lässt, vielleicht verringert sich ja aber der Brennstoffverbrauch doch etwas wenn die "Brandoberfläche" verkleinert wird.


Der Alkohol-Kocher hat, wenn ich die US-Massangaben ungefähr richtig in Erinnerung habe, grob gepeilt 50% mehr Verbrauch als ein Spiritusbrenner. Schade, trinkbarer Brennstoff wäre ja auch mal was gewesen.

Spiritus = ungeniessbar gemachter Alkohol (Ethanol, um genau zu sein) = denaturierter Alkohol = denaturated alcohol = :kotz:
Veranschaulicht vielleicht weshalb man Typen wie mir keinen Gaskocher in die Hand drücken sollte.

Kanem
11.01.2005, 22:18
Wenn es wirklich so einfach wäre, Gaskartuschen zur Explosion zu bringen, käme man nicht so leicht an welche ran!

Obwohl...
http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=4163
:bg:


Veranschaulicht vielleicht weshalb man Typen wie mir keinen Gaskocher in die Hand drücken sollte.
Wieso? Man muss nicht unbedingt genau wissen, wie etwas funktioniert, um es bedienen zu können.

Kanem

NoFrontiers
12.01.2005, 15:38
Man muss sich im Klaren darüber sein, das jeder Kocher ein Spiel mit dem Feuer ist. Wenn man entsprechend vorsichtig damit umgeht, dann bleibt die Unfallgefahr gering.

Wenn es wirklich so einfach wäre, Gaskartuschen zur Explosion zu bringen, käme man nicht so leicht an welche ran!
Ich hab da weniger Bammel vor dem Feuer, ich male mir da eher Produktionsfehler aus oder einen zünftigen Sturz mit der Kartusche im Rucksack voll auf einen Felsen.

Hawe
12.01.2005, 16:28
Ich hab da weniger Bammel vor dem Feuer, ich male mir da eher Produktionsfehler aus oder einen zünftigen Sturz mit der Kartusche im Rucksack voll auf einen Felsen.Trägst Du im Bett auch immer einen Sturzhelm ? Weil: es könnte ja... ;-)
Nix für ungut: manche Befürchtungen kann man getrost vergessen. "Bammel" kann zwar Leben retten, in richtigen Maßen und an den richtigen stellen als Wecker genutzt, er kann aber auch das Leben sehr einschränken...
Hawe

Kanem
12.01.2005, 16:57
Buthan hat bei 20°C einen Dampfdruck (Überdruck) von etwa 2,2 bar, Propan etwa 7,4 bar.
Also herrscht in einer Gaskartusche etwa soviel Druck wie in einem Fahrradreifen...

Kanem

NoFrontiers
12.01.2005, 17:45
Ich finds ja selber bescheuert, is aber so. :D

Vielleicht liegts daran das wir als Kids aus Jux gelegentlich diese kleinen Campinggas Kartuschen in die Luft gejagt haben, das gab bei guten "Sprengungen" im Durchmesser ca. 2-3 Meter große Feuerbälle. :roll:

Roene
12.01.2005, 18:08
Ich finds ja selber bescheuert, is aber so. :D

Vielleicht liegts daran das wir als Kids aus Jux gelegentlich diese kleinen Campinggas Kartuschen in die Luft gejagt haben, das gab bei guten "Sprengungen" im Durchmesser ca. 2-3 Meter große Feuerbälle. :roll:

Man kann den Teufel aber auch an die Wand malen.

Ich habe als Kind mal nen Stein direkt unters Auge geworfen bekommen. Seitdem renne ich in Norwegen immer mit einer Augenbinde herum :bg:

Mir ist auch mal beim missglückten Versuch eine Stechkartusche anzuschließen, selbige in der Hand "abgegangen". Mehr als kalte Hände und Gestank gabs nicht.

Tipp: Schocktherapie!!! Geh mal in einen Outdoor-Laden und lass dir alle Gaskocher auf einmal vorführen, hilft bestimmt.

Will damit nur sagen, deine Angst ist unbegründet. Noch sicherer ist ein Gaskocher mit Gasleitung (z.B. Trangia Gaseinsatz). Da steht die Kartusche weit genug vom eigentliche Feuer weg.

Nur Mut, René.

NoFrontiers
12.01.2005, 19:05
@Röne
Heisst abgegangen das Ding hats zerrissen (explodiert) oder ist nur das Gas schnell entwichen?

Wenn meine Bastelversuche und meine Suche nach alternativen Kocherlösungen fehlschlagen werd ich vermutlich wirklich auf einen Gaskocher wechseln.
Sehe mich jetzt schon brennend durch den Wald rennen (mit abgerissenen Gliedmaßen).

Roene
12.01.2005, 19:10
Die Kartusche war nicht fest am Kocher (war nicht meiner :D ), so ist am Einstichloch das ganze Gas raus. Ohne Feuer zereißt da garnichts.

Gruß, René.

P.S. Wenn du nicht gerade nach Skandinavien fährst, kannst du auch einen Sonnenspiegel (Sonnenkollektor, oder wie die heißen, so ne Schüssel halt) zum Kochen nehmen. :bg:

Kanem
12.01.2005, 19:12
Vielleicht kannst du dir ja ne Art Fangkäfig für um die Kartusche rum basteln?

NoFrontiers
12.01.2005, 23:41
Vielleicht kannst du dir ja ne Art Fangkäfig für um die Kartusche rum basteln?
Am besten massiv gemauert. :lol:

Thomas
13.01.2005, 00:34
Am besten während des Kochens in den nahegelegenen Atombunker. :bg:

Waldhoschi
13.01.2005, 11:13
Hallo, ich habe vor einigen Monaten bei mir hinter dem Wohnheim im Hardwald eine Stelle gefunden wo vor zwei /drei Jahren ein Inferno losgegangen war. Ich fand nurnoch zusammengeschmorte Zelthäute, Kucksack, ein Lederschildchen mit "Hilleberg" drauf und etwa 15 Gaskartuschen. Das Zelt muss seinem Besitzer abgebrannt sein; mit vollen Gaskartuschen. Die um das ehemalige lager verstreuten Kartuschen (Campng Gaz) haben im Moden eine Sollbruchstelle gehabt. Einige Kartuschen hatten sich nach unten ausgebeult, andere haben ihren Boden abgeworfe. Das gesamte Gasist so auf einmal ausgetreten und muss eine wansinnige verpuffung gegeben haben. Der Boden der Kartuschen waar jedoch nicht weit geflogen. Fazit ist, dass anscheinend bei explodierenden Gaskartuschen keine hineichende Gefahr durch Schrapnels entsteht sondern lediglich verbrennungsgefahr durch die Verpuffung wenn das Gas endzündet wird.

Hawe
13.01.2005, 12:42
Hallo, ich habe vor einigen Monaten bei mir hinter dem Wohnheim im Hardwald eine Stelle gefunden wo vor zwei /drei Jahren ein Inferno losgegangen war. ....Hej vicalranger
Ähem - ist das jetzt Ernst...oder willst Du uns verhupsen... ?
Wenn Ernst: wer hat denn da mit 15 Gaskartuschen im Wald gehaust ? Im Hilleberg-Zelt hinterm Wohnheim...? Wohnungsnotr unter Studenten ? Und warum so viele Gaskartuschen ? Hat jemand versucht, sich in die Luft zu sprengen ?
Verunsichert Hawe

DerChemiker
13.01.2005, 12:49
Hallo, ich habe vor einigen Monaten bei mir hinter dem Wohnheim im Hardwald eine Stelle gefunden wo vor zwei /drei Jahren ein Inferno losgegangen war. ....Hej vicalranger
Ähem - ist das jetzt Ernst...oder willst Du uns verhupsen... ?
Wenn Ernst: wer hat denn da mit 15 Gaskartuschen im Wald gehaust ? Im Hilleberg-Zelt hinterm Wohnheim...? Wohnungsnotr unter Studenten ? Und warum so viele Gaskartuschen ? Hat jemand versucht, sich in die Luft zu sprengen ?
Verunsichert Hawe :bg: :bg: :bg: :popcorn:

DerChemiker
13.01.2005, 12:57
[quote="NoFrontiers Sturz mit der Kartusche im Rucksack voll auf einen Felsen.[/quote]

kauf dir eine Kartusche, such dir eine grosse Klippe wo unten bestimmt keiner rumläuft, und mach den "Kartusche fällt 100m auf Fels" Test :wink:

Waldhoschi
13.01.2005, 12:59
Wenn Ernst: wer hat denn da mit 15 Gaskartuschen im Wald gehaust ? Im Hilleberg-Zelt hinterm Wohnheim...? Wohnungsnotr unter Studenten ? Und warum so viele Gaskartuschen ? Hat jemand versucht, sich in die Luft zu sprengen ?

Das ist echt kein -scherz.
Wenn ich ne digicam demnächst mal dahab mach ich ein paar Bilder, kansein dass es sich um einen Student handelte.
Das sah echt nicht gut aus...

Kai
14.01.2005, 10:52
Moin!
Mal kurzes Statement von einem ehemaligen freiwillgen Feuerwehrmann.
Wir hatten bei uns in der Wehr mal die Diskussion ob Autos mit Gastank gefährlicher sind als mit Benzintank. Wie der heldenhafte Feuerwehrmann das dann löscht usw.
Jedenfalls hat einer einen sehr interessanten Lehrfilm aufgetrieben in dem verschiedene Fahrzeuge angezündet wurden...(Feuerwehrleute sind alle Pyromanen :bg: )
Fazit:
Benzinfahrzeug: Benzin läuft aus, entzündet sich und Bildet einen sehr schönen Feuersee in dem das Fahrzeug steht. (Explodiert aber nicht!!!)

Erdgasfahrzeug: Der Tank (keine Ahnung unter welchem Druck das Erdgas gelagert wird) riß auf, das Gas trat aus, entzündete sich, brannte sich durch die Kofferraumklappe und bildete eine sehr schöne Fackel am Heck des Fahrzeugs. (Explodiert auch nicht!!!)

(Also anders als es uns Hollywood weißmachen will explodieren Tanks nicht so schnell wie es sich so mancher gerne wünscht. Und sollte einer von euch je ein Unfallopfer in einem brenenden Wagen liegenlassen, weil er Angst hat der Wagen könnte explodieren, wünsche ich ihm das gleich Schiksal. :motz: )

In Autos sind die Tanks aus Plastik, ich weiß also nicht, inwieweit sich dieser Versuch auf Treibstoffflaschen aus Alu von Benzinkochern übertragen lässt. (Vielleicht explodieren die ja :wink: )
Für eine Explosion ist eine Mischung mit Sauerstoff in einem bestimmten Verhältnis notwendig, das in der Kartusche nicht vorliegt.
Es wird jedenfalls deutlich, dass Flüssige Brennstoffe in ihrem Brennverhalten wesentlich gefährlicher sind als Gasförmige.
@Nofrontiers, du solltest also mehr Angst vor Spiritus haben als vor Gas.
Kai

Mephisto
14.01.2005, 14:55
Hehe, habt ihr auch den Film von der BAM (http://www.bam.de) mit dem Eisenbahnkesselwagen gesehen?
Passt eigentlich zum Thema: Die schüren ein kleines Feuer unter einem Kesselwagen. Also gefüllt mit Flüssiggas (oranger Streifen außen rum). Nach ca. 8 min geht des Teil hoch, aber wie... (Zu diesem Zeitpunkt müsste die Feuerwehr gerade zum löschen begonnen haben :ill: )

Also, niemals die Gaskartusche ans Feuer legen oder gar hinein werfen und natürlich auch kein Feuerchen drunter zum erwärmen machen!

Gruß,
Benni

Lodjur
14.01.2005, 17:19
Hi, ich halte es da mit Kais Meinung, so schnell explodiert etwas nicht.
Was Mephisto da anspricht ist ja wohl auch eine andere Dimension. Wenn ein Kessel druch Überdruck platzt bzw. aufreisst denn nichts anderes passiert da erstmal, dann aber hunderte oder tausende von Litern Flüssiggas sich schlagartig abfackeln ist natürlich nicht nur der Tag sondern auch der Teint ruiniert. Irgendwie ist es doch wohl logisch das man Gaskartuschen oder Spiritus/Benzinflaschen nicht in Feuernähe legt oder? Die so überlastete Kartusche wird eben aufreissen und abfackeln aber nicht explodieren. Hält man seine Figur in den Feuerball oder die Stichflamme ist das nat. äusserst ungesund. Aber nur mal als Beispiel was es bedeutet ein zündfähiges Gemisch zu erzeugen. Habe ich mal bei einer Sicherheitsausbildung in natura gesehen.
Ein 2 Liter Messzylinder wurde mit 1 Liter Benzin gefüllt und dann die Öffnung abgedeckt und gut geschüttelt. Dann auf den Tisch gestellt und ein brennendes Streichholz hineingeworfen. Das verlöschte noch bevor es ins Benzin fiel. Über dem Benzin war durch das schütteln eine sauerstofflose Benzindampfwolke entstanden. Nun wurde das Benzin komplett ausgeschüttet und der Zylinder mit 1 Liter Wasser gefüllt und gut geschüttelt. Dann das Wasser ausgeschüttet und ein brennendes Streichholz rein. Das ging wieder sofort aus. Das Gemisch Benzindampf/Luft war noch viel zu fett und nicht zündfähig. Das wurde dann noch sechs mal !! wiederholt und es kam zu keine Zündung. Erst nach der nächsten also der achten Spülung stimmte das Gemisch und als das Streichholz hineingeworfen wurde zündete und verbrannte das Gemisch was sich durch ein kurzes hohles Fauchen bemerkbar machte. Es bedarf schon gewisser Umstände um eine Explosion mit brennbaren Flüssigkeiten , Gas oder auch Staub auszulösen. Von wieviel sich in Grillwürstchen verwandelnde Backpacker liest man denn so im Jahr? :o
Bei vernünftigem Umgang mit diesen Sachen ist die Gefahr wohl eher verschwindent gering.
CU Bernd

Mephisto
14.01.2005, 18:05
Die so überlastete Kartusche wird eben aufreissen und abfackeln aber nicht explodieren Hm, sind dir schon mal bei nem Innenangriff Spraydosen um die Ohren geflogen? Man glaubt dann im Krieg zu sein...
Schön is auch die Vorführung einer Spraydosenzerplatzung.

Die explodiert. Ende.

Gruß,
Benni

Lodjur
14.01.2005, 19:31
Hi, hmmm so wie ich das geschrieben habe klingt das nat. irgendwie nicht sonderlich gefährlich. War so aber nicht gemeint. Natürlich fliegen einem die Dinger um die Ohren aber das ist keine Explosion sondern eine eine nach dem zerplatzen erfolgende explosionsartige Endzündung sofern der Inhalt entflammbar ist. Ich weiss klingt wie Haarspalterei und ist es auch wohl... 8) . Aber dem jenigen dem es passiert ist sicher egal ob die Dose zerplatzt und dann einen Feuerball macht oder ob die Dose explodiert. Zu Schaden kommt man in jedem Fall wenn man zu nahe dran ist. Es sind halt so Feinheiten...Bei einer Explosion wird die Dose in der Regel in kleinste Teile zerissen, beim zerplatzen oder zerknallen wird die Dose an der schwächsten Stelle aufreissen. Das die dann beschleunigt wird und wenn man im Weg steht einem nicht gut tut ist klar. Auch das Druckgasbehälter und Spraydosen schwere Schäden anrichten können auch wenn sie "nur" zerknallen" ist schon klar. Ich möchte auch nicht in der Nähe sein wenn eine garantiert nicht brennbare Kohlensäure Druckgasflasche durch überhitzen zerknallt und mir die 200 bar Innendruck um die Ohren blasen. Darum ist die Feuerwehr ja auch so begeistert wenn solche Sachen im brennenden Gebäude sind :bash:
CU Bernd