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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Brennstoffverbrauch Wintertour (Benzin)?



hal9000
09.01.2005, 16:35
Hallo,

weiss jemand wieviel man in etwa pro Person und Tag an Benzin bei einer Wintertour rechnen muss? Es muessen taeglich 3-4 Liter Schnee geschmolzen werden und Morgens und Abends wird gekocht. Hat jemand Erfahrungswerte an denen ich mich orientieren kann? :)

Danke schonmal!

Tiberius
09.01.2005, 16:42
Hallo
Schau mal hier nach:
http://forum.outdoorseiten.net/viewtopic.php?t=4118
Grüße

Tiberius

Robiwahn
09.01.2005, 22:23
Hallo Hal

Also wir hatten letztes Jahr in Schweden für 7 Leute ca. 3l Petroleum für meinen Nova (schwedisches lysfotogen) und 2l Spiritus für nen Trangia dabei. Und wir waren undgefähr 10 Tage unterwegs, inkl. Schneeschmelzen. Ok, wir haben teilweise die Hüttenöfen zum Schmelzen mitbenutzt und 2x auch Flusswasser, also würde ich mal über den Daumen gepeilt das doppelte nehmen. Aber 12l (aus dem anderen Thread) erscheinen mir etwas viel. Meist kocht man sowieso zusammen und nicht jeder einzeln.
Nebenbei, falls du einen Mehrstoffkocher hast, empfehle ich dir dringend, Petroleum/Lampenöl/Lysfotogen/Diesel zu nehmen. Ich habe mal live erlebt, wie ein Benzinkocher in Flammen aufgegangen ist, nicht sehr angenehm, das würde ich nicht im Zelt erleben wollen.

Grüße, Robert

Michael Boos
09.01.2005, 22:34
Mit einem MSR-Benzinkocher kamen wir in Alaska mit 1.5 dl/Person/Tag beim Bergsteigen ziemlich gut über die Runden.

Christoph123r
09.01.2005, 23:59
..................hast, empfehle ich dir dringend, Petroleum/Lampenöl/Lysfotogen/Diesel zu nehmen. Ich habe mal live erlebt, wie ein Benzinkocher in Flammen aufgegangen ist, nicht sehr angenehm, das würde ich nicht im Zelt erleben wollen.

Grüße, Robert

Petroleum lässt sich halt schwerer entzünden dadurch sicher und ist auch sonst wegen Brennwert zu empfehlen.

Aber:

Vorsicht du hast ja auch ne längere Vorheizeit, ergo wenn du wie gewohnt den Kocher startest werden u.U. hohe Stichflammen für mehr Kopffreiheit sorgen.
Also immer Merken was im Tank ist :wink:

Gruß,

Christoph

PS @ Robiwahn falls es nicht zu sehr off-topik ist kannst du ja mal mitteilen wie welcher kocher in flammen aufgegangen ist
(is ja topik da erhöhter Brennstoffverbrauch den wir ja vermeiden wollen :wink: )

Thomas
10.01.2005, 01:12
Bei Petroleum, Lampenöl oder Diesel brauchts aber noch eine zusätzliche, leichter entzündliche Brennflüssigkeit zum Vorheizen, oder? Also ein kleines Flächschen Spiritus oder so. Wie geht das bei großer Kälte?

Snuffy
10.01.2005, 03:02
Jap. Selbst bei Benzin merkt man das man das schwer anzünden kann, wenns kälter ist. (Streichholz zu ersäufen is kein Prob)


Snuffy

Robiwahn
10.01.2005, 10:00
Moin alle miteinander

Also ich habe zum Vorheizen des Nova keinen extra Brennstoff mitgenommen. Ventil ein bisschen aufdrehen, warten bis der komische Wattebusch feucht schimmert, anzünden (geht natürlich etwas schwerer bei Kälte, aber geht), vorheizen und fertig. Mittlerweile kenn ich meinen Kocher, erst brennt er leicht vor sich hin (Flammenhöhe ca. 5cm), dann kommt kurz eine größere Flamme (15-20 cm, auch mit Petroleum), dann fängt er an zu fauchen, die Flamme wird klein und blau und die Kochorgie kann beginnen. Geht bei Kälte genauso vonstatten. Und bisher hat er immer gezündet, notfalls beim 2. oder 3. Streichholz. Man könnte jetzt natürlich ausrechnen, wieviel Gewicht ich an Streichhölzern sparen würde, wenn ich Spiritus mitnehmen würde, aber das ist mir jetzt zu aufwendig :bg: .
Der in Flammen aufgegangene Kocher war übrigens ein Coleman Feather, der ca. 3 oder 4 Jahre auf dem Buckel hatte. Sehr spaßig wenn sich brennendes Benzin auf nem Holztisch in einer Holzhütte verteilt. :kotz: . Danach ging nix mehr bei dem Ding und ich musste immer die Hüttenöfen nehmen, um zu kochen. Waren immer sehr angenehme Saunatemperaturen in den Hütten 8) .

Grüße, Robert

jackknife
11.01.2005, 18:14
Wir nehmen für unseren Dragonfly 4 Liter mit nach Lappland im Februar. Reinbenzin benutzen, ist sicher und rußt nicht!!! Werden 10 Tage unterwegs sein. Übrigens kann auch Petroleum sprotzen und für Stichflammen sorgen. Daher egal ob Benzin oder Petro.
Matthias

Robiwahn
11.01.2005, 21:13
... Übrigens kann auch Petroleum sprotzen und für Stichflammen sorgen. Daher egal ob Benzin oder Petro...
Matthias

Eben nicht. Wenn das Zeug aus der Düse raussprotzt, egal, aber wenn es irgendwo anders (Leitungen, Dichtungen, Flaschen)raus kommt, dann brennt Petroleum eben nicht ganz so schnell, die Flammen breiten sich nicht so schnell aus und es entsteht nicht so eine Verpuffung wie bei Benzin. Und wenn dann dein Zelt in Flammen steht --> viel Spaß.
Nee, Mann, ich will nicht den Teufel an die Wand malen (wünsche diese Erfahrung auch niemandem) und bin generell auch Optimist und gelegentlich Pyromane, aber das muss nicht sein. Wie gesagt, die Benzinpfütze (ca. 1m²) auf dem Holztisch der Hütte hat innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde komplett gelodert. Flächiges Holz ist zum Glück nicht so leicht entzündlich, aber ein Zeltboden, ich will nicht dran denken. Kannst ja mal ein Experiment machen und eine Benzinpfütze und eine Petroleumpfütze irgendwo hinschütten, anzünden und die Ausbreitungsgeschwindigkeit messen.

Grüße, Robert

jackknife
12.01.2005, 00:40
Robi, glaube mir, mit Reinbenzin passiert das nicht, oder selten. Dann aber nur, wenn man echt nicht aufpasst. Außerdem nutze ich meinen Brenner in der beschneiten Apsis. Bei gutem Wetter wird er vor dem Zelt entzündet, bei schlechtem drinnen. Er hat noch nie mit Reinbenzin Spirenzchen gemacht.
Matthias

Thomas
12.01.2005, 10:46
Also 'ne bedrohliche Stichflamme gibts bei mir mit Reinbenzin immer, wenn beim Anheizen mit der klassischen Methode das noch flüssige Benzin aus dem Generatorröhrchen durch die Düse gedrückt wird.
Und spotzen tut er, wenn am Anfang zu viel Druck auf der Flasche ist. Leider kann man den Druck nachträglich nicht mehr reduzieren, das ist also eine reine Gefühls- und Erfahrungssache.

Soweit ich meinen Multifuel jetzt kenne würde ich ihn jedenfalls niemals im Zelt entzünden, zumindest wenn er mit Benzin geladen ist. Wenn er einmal richtig brennt, kann man ihn meiner Meinung nach aber auch im Zelt benutzen.

Thomas75
26.01.2005, 19:08
Hi,

also die Werte, die für Benzin genannt wurden passen auch für Petroleum (ja, "parafin"), also 0,4l/Tag/2 Personen. Zum Anheizen würde ich auch Spiritus mitnehmen. Mit Petroleum geht zwar bei manchen Kochern auch, russt aber wie verrückt.

Vielleicht kann man in Haukeliseter auch Petroleum bekommen? Einfach mal anrufen.

Wann soll's denn eigentlich losgehen?

Viele Grüsse,
Thomas

Kohlrabi
28.01.2005, 11:06
Tach auch,
letztes Jahr in der Hardangervidda war nach 13 Tagen ohne Zwischenstop immernoch ein Rest Tankstellenbenzin in meiner 1,5l-Flasche. Ach ja, PRIMUS!

Nicht übertreiben
28.01.2005, 11:11
Im Winter? Im Sommer? Wenn man Schnee schmelzen muss, dann ist der Wert schon sehr niedrig. Ich habe einmal 2l verbraucht (10Tage), das war aber bisher Minimum und war auch nur durch die warmen Temperaturen der Fall. Sonst sind die 400ml/Tag/2Personen schon normal.

Gruss
Thorben

Kohlrabi
28.01.2005, 11:23
Selbstverständlich im Winter! Darum geht es ja hier. Das war November/Dezember 2003 mit Temperaturen zwischen +5°C und -18°C. Sämtliches Wasser habe ich aus Schnee gewonnen, wobei ich einen Tag aufgrund starken Sturms nicht kochen konnte und meinen Reis so gegessen habe. Also 12Tage.

Nicht übertreiben
28.01.2005, 11:58
Hmm, aber wenn Du alleine unterwegs bist, dann sieht der Wert ja schon wieder anders aus, das wären dann schon (grob) 3l/12 Tage für 2 Peronen
und damit 250ml/Tag, wenn es warm ist +5°C kann das gut sein!

Jürgen
02.02.2005, 13:07
Hallo,


Also 'ne bedrohliche Stichflamme gibts bei mir mit Reinbenzin immer, wenn beim Anheizen mit der klassischen Methode das noch flüssige Benzin aus dem Generatorröhrchen durch die Düse gedrückt wird.
Und spotzen tut er, wenn am Anfang zu viel Druck auf der Flasche ist.

Um das zu vermeiden habe ich bei meinem MSR Dragonfly immer ein feinmaschiges Edelstahlsieb mit. Wiegt 58gr. Gibt´s in jedem Hausrats-Geschäft und dient normaler Weise dazu, die Stellfläche von Gasherden so zu vergrössern, dass auch z.B. kleine Espressomaschinen drauf passen. Die Flamme kommt 1. nicht durch das Sieb, 2. wird sie etwas breiter, so dass die Hitzeverteilung günstiger ist und 3. stehen die Töpfe noch sicherer auf dem Brenner.

Gruss
Jürgen

seni
02.02.2005, 14:18
Hallo zusammen,
der thread verschiebt sich momentan zwar etwas von Benzinverbrauch zu Sicherheit, aber egal.

Ich Heize meinen Brenner (MSR Whisperlite) immer mit einer Brennpaste vor. Was gerade nicht wie das Zeug heisst, bin aber absolut zufrieden, Ne Filmdose davon dabei und ihr werdet nach zwei Wochen noch was nach Hause bringen. Durch das Vorheizen ist eine Stichflamme so gut wie ausgeschlossen. :D Und Theoretisch spart das Vorheizen ja auch Benzin :D

Im Zelt würde ich nie einen Kocher betreiben, in der Abside benutze ich ihn schon ab und an. Aber egal bei welchem Wetter ich zünde ihn draussen an und nehme ihn dann mit ins Zelt.

Grüßle
der Micha

Thomas75
02.02.2005, 18:09
Aber egal bei welchem Wetter ich zünde ihn draussen an... Also, ich bezweifle ja dass das bei jedem Wetter möglich ist. :wink:

Viele Grüsse,
Thomas,
der seinen Petroleumkocher bei schlechtem Wetter auch in der Apsis benutzt und immer ausgiebig mit Spiritus vorheizt.

seni
03.02.2005, 10:52
Ich bin offen für Beispiele:

Natürlich nicht in der Art, bei welchem Wetter würde ich meinen Kocher nicht mehr draussen anzünden, sondern ab welchem Wetter kann ich ihn nicht mehr anzünden.

Mfg Micha

Zombie025
03.02.2005, 11:01
Ich bin offen für Beispiele:

Natürlich nicht in der Art, bei welchem Wetter würde ich meinen Kocher nicht mehr draussen anzünden, sondern ab welchem Wetter
kann</br> ich ihn nicht mehr anzünden.

Mfg Micha
Kocher: MSR Whisperlite
Bei -12° und starkem Wind gabs Probleme mit dem Anzünden. Allerdings nicht durch den Kocher, sondern durch das Feuerzeug, was immer wieder ausgeblasen wurde (und durch die nach und nach erfrierenden Pfoten :D ). Sobald die Flamme am gut getränktem Kocher war, brannte er ohne Probleme, allerdings hat der Glühwein extrem lange gebraucht, ehe er heiss war. :P

Nicht übertreiben
03.02.2005, 11:04
z.B. Schneesturm 10-11 Windstärken, Sicht <1m...

Ich benutze meinen Kocher auf Wintertouren immer im Zelt, beim Anheizen einfach den Topfdeckel rüberhalten, starke Stichflammen kommen aber bei mir auch nicht (Dragonfly, sehr wenig Benzin zum Vorheizen, wenn das nicht reicht einen Moment mit Kerzenflamme brennen lassen).

Im Sommer koche ich normalerweise draußen, aber da ist mir der Kocher trotz Windschutz auch schon teilweise ausgepustet worden (Und der Dragonfly ist nicht windempfindlich...)

Gruss
Thorben