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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wandern auf etablierten Wanderwegen



Dominik
26.11.2012, 18:25
Um die konstruktiven Vorschläge mal umzusetzen, starte ich einfach mal verschiedene Themen die auch in den Workshops besprochen werden.

Die 3 zentralen Fragestellung kann man dabei als Struktur im Kopf haben:
- Welche Auswirkungen hat mein Verhalten auf nachfolgende Menschen?
- Welche Auswirkungen hat mein Verhalten auf die regionale Fauna
- Welche Auswirkungen hat mein Verhalten auf regionale Flora

In diesem Thread also:
Wandern auf etablierten Wanderwegen

Grüße
Dom

BukitTimah
27.11.2012, 05:49
Ich glaube eine definition (hier und in weglosen gegend) Waere hilfreich. Zwischen wegloser gegend und etabliertem Wanderweg ist so viel dass genauer beschrieben werden sollte was gemeint ist.
Ist ein etablierter Weg ein:
-geteerer
-geschotterter
-markierter
-Trampelpfad

Bei Trampelpfad wirds dann auch schon wieder schwer- angelegt, oder ein Weg der sich "etabliert" hat und dabei schon wie im Erosionsfaden beschrieben auf die unterschiedliche Breitenlage (Im Hohen Norden etsteht ein Trampelpfad nach 20 Bodenberuehrungen) (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?66428-Auf-Wanderwegen-in-den-Bergen-Erosion-vermeiden&p=1099144&viewfull=1#post1099144)) eingegangen werden muss.

Ich bin meistens zivilisationsnah unterwegs und da bleibe ich auf dem Weg. Selbst wenn es "nur" ein Trampelpfad sein sollte. Ich umgehe dabei aber ein Schlammloch auf einem Trampelpfad, nicht jedoch eine aufgeweichte Stelle.

Sobald es markiert ist, oder in irgendeiner Weise befestigt kann die Dedevise nur sein auf dem Weg zu bleiben.

Goettergatte
27.11.2012, 08:32
"Etabliert" ist auch der nicht markierte Trampelpfad,
dessen Trasse vegetationsfrei und verdichtet ist.

Mus
30.11.2012, 23:44
Ich bin meistens zivilisationsnah unterwegs und da bleibe ich auf dem Weg. Selbst wenn es "nur" ein Trampelpfad sein sollte. Ich umgehe dabei aber ein Schlammloch auf einem Trampelpfad, nicht jedoch eine aufgeweichte Stelle.

Barfuß lässt sich dann auch die Schlammlöcher gut meistern. Sie sind gewissermaßen die Sahnehaube des Barfußlaufens. (Auch wenn der Vergleich vielleicht nicht ganz passend ist.)

Goettergatte
08.12.2012, 21:59
Barfuß ist die Erosion ohnehin geringer, da keine Harten Sohlenkanten und Profile auf den Boden einwirken.
Das ist auf etablierten Wegen zu vernachlässigen.

bran
15.12.2012, 11:38
Barfuß lässt sich dann auch die Schlammlöcher gut meistern. Sie sind gewissermaßen die Sahnehaube des Barfußlaufens. (Auch wenn der Vergleich vielleicht nicht ganz passend ist.)

das problem mit schlammlöchern ist, dass man nie weiß, was sich darin verbirgt. so hatte ich mir kürzlich erst einen glassplitter ordentlich tief in den fuß gerammt.

eigentlich wandere ich gerne abseits der wege; hier in der umgebung jedoch muss ich mich jedoch weitesgehend an die wege halten (und seien es auch nur trampelpfade oder wildwechsel), da alles andere abseits doch recht undurchdringlich ist. und mit ner machete einen weg freihacken ist mal voll nicht mein ding.

auf den wegen laufen halte ich jedoch auch nicht immer für das beste; so stampft man den boden auf dauer noch fester, als er ohnehin schon ist. ich persönlich sehe es ja immer gerne, wenn einstige wege von der natürlichen umgebung zurückerobert werden.
verdammt. flügel müsste man haben. andererseits: ist fliegen wandern? nicht wirklich. :bg: so bleibt mir letzendlich nur das, was ich sowieso die ganze zeit mache. wohin die füße einen auch immer tragen.
und solange wir was wiegen und die rucksäcke tragen, stampfen wir immer was ein, ob es uns passt oder nicht. gilt nicht für harten wegbelag wie asphalt und so, aber darauf läuft es sich auf dauer scheiße.

die geringste belastung des bodens wäre dann eigentlich, immer dort zu laufen, wo sonst niemand läuft. weil 'ne _einmalige_ menschenschwere belastung stecken selbst empfindliche gräser weg. als barfußläufer (bzw. noch werdender, gibt einige situationen, wo trotzdem die schuhe ranhalten müssen) habe ich da ein weniger schlechtes gewissen.

was die fauna betrifft: gut, hier und da wirds auch mal ein paar insekten erwischen. aber ob ich nu nen käfer auf ner wiese oder auf den wegen plattlatsche (falls ich das insekt nicht sehe), ist damit mehr oder weniger wurscht. manches lässt sich halt nicht vermeiden. verdammt. flügel müsste man- halt, das hatten wir schon.

größeres getier mag zwar der geruch des menschen abschrecken; ich _vermute_, das wird sie aber nicht davon abhalten, weiterhin ihre wechsel zu benutzen. haben ja meist mehrere alternativen (wie ich öfters mal bei uns im forst sehe...).

inwieweit andere menschen meine 'einweg'-wege (watten wort <.<) mitbenutzen, vermag ich nicht zu sagen. ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich als barfußläufer in der botanik sichtbare bleibende spuren hinterlasse. wenn nicht unmittelbar jemand mir am hintern klebt.
bei diesem wirren geschreibsel-gedöns gehe ich erst einmal von der hiesigen nordostdeutschen umgebung aus.

...
eigentlich ist das, was ich hier schreibe, eh für die katz. egal wie man es dreht oder wendet, irgendwas ist immer scheiße.

blue0711
15.12.2012, 14:15
Ich bleibe bei etablierten Wegen unserer Breiten idR auf dem Weg. Allenfalls nicht mehr übersteigbare Hindernisse åändern da was.

Wo ich etwas ins Grübeln komme, sind aufgelassene Wege, also solche, die niemand mehr pflegt, kaum jemand geht, die aber noch verzeichnet oder gar bezeichnet sind. Die wachsen in den Mittelgebirgen recht schnell zu, oft reicht eine Vegetationsperiode dafür.
Ansich glaube ich, dass ich da nichts kaputt mache,wenn ich die benutze, aber irgendwie bin ich mir manchmal nicht sicher, vorallem, wenn schon recht viel Totholz dort liegt.

Teilweise machen die Wege auch eher den Eindruck, dass einzelne Waldnutzer nicht wollen, dass man da lang geht, auch, wenn es sich um historische Wege handelt. Andererseits hab ich den Eindruck, das von der Seite eh erwartet wird, dass man auf den breiten Wirtschaftswegen bleibt.

blue0711
15.12.2012, 14:58
Ist ein etablierter Weg ein:
-geteerer
-geschotterterDie würde ich als befestigt ansehen. IaR sind die fahrzeugtauglich, da spielt ein Fußgänger IMHO keine Rolle.