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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [US] Alaska 2012 (4/4): 12 Tage Talkeetna Mountains



Libertist
14.11.2012, 18:50
So, bringen wir's zu Ende! :cool:

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Am Abend des 6. Septembers kam ich von meinem glimpflich ausgegangenen Eureka Creek Abenteuer (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?67135-US-Alaska-2012-%283-4%29-%D6stliche-Alaska-Range&p=1089551&viewfull=1#post1089551) zurück und verbrachte das Wochenende in Anchorage bei einer jungen Dame, die ich wenige Wochen zuvor in Alaska kennengelernt hatte. Am Montag, den 10. September ging sie wieder auf Arbeit und ich wieder auf Tour: diesmal brach ich in die Talkeetna Mountains auf.

Die Entscheidung für die Tour wurde schnell und recht spontan getroffen. Es sollte wieder eine Kombination aus Trekking und Rafting werden, schließlich wollte ich mein brandneues Paddel testen. In die wirklich hohen Berge konnte ich nicht, dafür gab es bereits zu viel Schnee.

Ich beschäftigte mich einen Vormittag lang mit der Topographie der Talkeetnas, zog ein paar rote Linien auf Google Earth und entschied mich letztendlich für eine Tour von Eureka nach Talkeetna. Mein Routenverlauf bestand im Wesentlichen aus zwei Etappen: zunächst erwarteten mich 200 km Fußmarsch, für die ich acht Tage kalkulierte. Dann würde ich auf den Talkeetna River treffen, etwa 30 km oberhalb des Zuflusses von Prairie Creek. Mein Plan war, dort ins Boot zu steigen und die restlichen 120 km bis Talkeetna in etwa drei bis vier Tagen zu raften. Kurzen Recherchen zufolge waren auf dem Talkeetna River keine allzu großen Überraschungen zu erwarten – Schwierigkeiten schon, aber keine tödlichen und nichts, was unvorhersehbar wäre. Das reichte mir erst mal. Ich riss vier Seiten aus meinem Alaska Atlas (1:300.000) und trampte am Nachmittag auf dem Glenn Highway nach Osten. Übrigens erfuhr ich später, dass es schon mal ein Alaska Wilderness Classic Race mit gleichem Start- und Endpunkt gab, allerdings wählten die Teilnehmer damals wohl eine kürzere, direktere Route.

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Meine selbstgebackenen Müsli-Riegel, frisch aus dem Ofen.

Es war ein wundervoller Tag, der erste nach einer langen Regenperiode im Süden Alaskas. Das Wetter sollte eine Weile stabil bleiben aber ich ahnte schon, dass ich bald wieder im Regen stehen würde – umso mehr genoss ich die wärmenden Sonnenstrahlen, als ich am Abend in Eureka ankam und mein Zelt etwa einen Kilometer von der Straße entfernt an einem kleinen Teich aufbaute. Nachts herrschten -12°C, am darauffolgenden Morgen erwachte ich unter blauem Himmel.

Die Talkeetnas sind eine beliebte Jagdregion mit relativ lockeren Nutzungsbestimmungen. Es führt ein ATV-Trail von Eureka entlang des (Little) Oshetna Rivers nach Norden, bis fast zum Denali Highway, der von vielen Jägern genutzt wird. Mit ihren ATVs verlassen sie öfter mal den Hauptweg und biegen in die Seitentäler ein, im Laufe der Zeit entstehen dadurch eine Menge kleinerer Pfade. Soweit ich weiß gibt es allerdings keine Karte, in die das Netz aus alten und neueren Trails eingezeichnet ist.

Ich ging davon aus, den gesamten ersten Tag einem Weg folgen zu können und dann nach Nordwesten abzubiegen, wo ich nur noch wegloses Terrain vor mir hatte. Zu Beginn der Tour, in der Nähe des Highways, sah ich noch viele Jäger in beide Richtungen an mir vorbeibrausen, alle warfen mir achtungsvolle Blicke zu. Eine junge Frau rief sogar „You are an inspiration!“ von ihrer allrad-betriebenen Maschine herunter, als sie mich überholte. Dann lass die Bude stehen und geh zu Fuß weiter, dachte ich mir nur und schüttelte den Kopf. Allerdings fühlte ich mich durch die Jäger nicht wirklich gestört, schließlich wusste ich genau, dass ich kaum noch jemanden sehen würde, wenn ich mich erst mal 20 km vom Highway entfernt hatte.

An diesem Tag folgte ich dem Trail bis zum Little Nelchina River – es war atemberaubend, in diesem Wetter durch die in voller Herbstpracht stehende Landschaft zu gehen. Genauso sollte Alaska im September sein.

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Am dritten Tag meiner Reise folgte ich dem Little Nelchina flussaufwärts. Mit meinen Wetterprognosen hatte ich Recht: tiefe Wolken hingen am Himmel, Regen und Schnee wechselten sich ab. Zu meiner Überraschung verlief der Hauptweg nicht direkt nach Norden, sondern bog, genau wie ich, nach Western zum Horsepasture Pass ein, wo ich am Abend mein Camp errichtete. Es begann bereits zu schneien. Am nächsten Morgen erwachte ich um 7.00 Uhr mit einer dünnen Schneeschichte auf meinem Zelt – da die Lichtverhältnisse gut waren, machte ich zunächst ein paar Fotos, bevor ich mit dem Zeltabbau begann.

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Ich marschierte weiter nach Norden und stieg zum Little Oshetna River ab. Der Hauptweg führte nun geradeaus weiter, ich bog erneut nach Western ein, stromaufwärts. Zu meiner großen Überraschung gab es auch hier noch einen Trail, der mich bis über den Pass und runter zum Gold Creek führte. Jäger waren hier keine mehr unterwegs.

Angesichts des schlechten Wetters und des immer wieder aufkommenden Nebels war ich wirklich froh über den Trail. Überhaupt kann ich nicht so ganz verstehen, dass erfahrene Wildnisreisende hin und wieder mal bemerken, wie ungern sie doch auf Wegen bzw. Pisten gehen; erst neulich habe ich davon in einem Reisbericht hier auf ODS gelesen. Es ist doch so: entweder ist eine Gegend noch sehr ursprünglich, einsam und abgeschieden, oder sie ist es nicht. Wenn ich nun in so einer „wilden“ Gegend unterwegs bin und mein „Wildnisbedürfnis“ durch die Abgeschiedenheit grundsätzlich „befriedigt“ wird, dann ist es doch nur positiv, wenn ich auf einen Pfad treffe, der mir das Vorankommen erleichtert. Denn tatsächlich ist das Gehen auf einem Weg angenehmer, als im weglosen Gelände – mag ja sein, dass sich die Wildnisreisenden hier physiologisch unterscheiden; bei mir ist das jedenfalls so der Fall! :ignore:
Wenn eine Gegend allerdings eigentlich relativ erschlossen und gar nicht so „wild“ ist (vielleicht auch, weil hin und wieder mal Autos vorbeifahren, die irgendwelche Hütten versorgen müssen) und man deshalb auf Wege oder Pisten trifft, dann sind es doch nicht die Wege an sich, die „stören“, sondern die umliegende Zivilisation, die das „erlebte Wildnisgefühl“ einschränkt. Mit anderen Worten: ich freue mich immer, wenn ich beim Trekking zur Abwechslung mal auf einen Weg treffe und würde diesen Weg dann auch niemals meiden, nur um die Illusion „Wildnis“ aufrecht zu halten. Warum ich dann in Alaska fast ausnahmslos im weglosen Gelände unterwegs bin? Ganz einfach, weil es in den Gegenden, die ich sehen will, so gut wie keine Wege gibt.

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Schrott aus Goldgräber-Zeiten.


Am Nachmittag des 14. Septembers überquerte ich den Oshetna River und stieg auf der gegenüberliegenden Talseite wieder auf – Wege gab es nun nicht mehr. Mein Camp errichtete ich zwischen den Twin Hills und Crater Lake, ein ziemlich genialer Zeltplatz.

Zum dritten Mal auf dieser Tour hatte es nachts geschneit, an diesem Morgen kam allerdings noch Nebel hinzu, was mir die Orientierung auf dem Hochplateau stark erschwerte. Zum ersten Mal auf meinen Alaska-Reisen brauchte ich meinen Kompass, der mich nun verlässlich nach Norden führte. Irgendwann am Nachmittag klarte es auf und ich stieg zum Black River ab.

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Wie die meisten anderen Flüsse in der Umgebung war auch der Black River relativ leicht zu furten. Etwas mühsamer war der Aufstieg in ein weiteres, kleines Tal in nordwestlicher Richtung, das nun mit seinen sumpfigen Wiesen auf mich wartete. Allerdings traf ich dort auf die größte Caribou-Herde, die ich bisher in Alaska gesehen habe, etwa 70 Tiere.

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Am Morgen des 16. Septembers stieg ich zum höchsten Pass meiner Tour auf (über 1500 m). Da oben stapfte ich im tiefen Schnee und Nebel umher, der Wind wehte stark und mir wurde bitterkalt, sobald ich kurz stehen blieb. Ein paar Caribous kamen mir entgegen.

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Im nächsten Tal angekommen überquerte ich den Kosina Creek und verbrachte die Nacht nah am Wasser. John Creek folgend ging es dann auch schon auf zum letzten Pass, ab dem Nachmittag sogar ohne Regen oder Schnee.

Am 18. September stieg ich durch das dichte Gebüsch zum Talkeetna River ab, damit war der erste Teil meiner Tour erledigt.

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Kosina Creek, im Hintergrund ein Grizzly.


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Im Regen blies ich mein Packraft auf und begann zu raften. Der Fluss führte mehr Wasser, als ich vermutet hatte, trotzdem gab es keine technischen Schwierigkeiten. Zumindest nicht hier im Oberlauf – weiter unten vermutete ich schon stärkere Stromschnellen, davon hatte ich zuvor ja gelesen.

Nach etwa zwei Stunden auf dem Wasser hielt ich verstärkt nach potentiellen Zeltplätzen Ausschau, es wurde bereits Abend. Plötzlich sah ich am linken Flussufer, etwas erhöht im Wald stehend, ein paar Hütten. Toll, dachte ich mir, dort kann ich mein Zelt aufschlagen. Manchmal sind diese Hütten ja sogar offen, vielleicht gibt’s irgendwo einen Ofen? Bis Talkeetna waren es von dort aus noch etwa 100 km zu raften, dafür würde ich sowieso zwei volle Tage brauchen.

Ich hielt also links an und stieg aus dem Boot. Genau in diesem Moment trat ein Mann aus einer der Hütten, er hielt einen Besen in der Hand und schaute mich ungläubig an. Dieser Blick ist mir in Alaska schon oft begegnet: es ist der Blick eines Menschen, der sich in der einsamsten Wildnis wähnt und sich im Traum nicht vorstellen konnte, dass da plötzlich ein fröhlich dreinschauender junger Bursche aus dem Nichts auftaucht, so, als wäre es das Normalste auf der Welt.

Ich ging also auf ihn zu und erkundigte mich, was es denn mit diesem Ort auf sich hatte: zu viert waren sie, Männer zwischen 45 und 65 Jahren, mindestens einmal jährlich treffen sie sich hier für ein paar Wochen zum Jagen und Entspannen. Es gibt eine kleine Landepiste, einer der Männer war Pilot und hat sein eigenes Buschflugzeug, mit dem er jeden einzeln von Talkeetna aus einfliegen konnte. Jeder hatte seine eigene Hütte, außerdem gab es eine zusätzliche Hütte und mehrere kleine Gebäude zur Lagerung und Instandhaltung, außerdem die größere „main cabin“ mit Holzofen und Küche.

Ich fragte, ob ich irgendwo mein Zelt aufstellen könnte. Vern, so hieß der Mann, lachte nur kurz auf und zeigte mir die freie Hütte, in der ich schlafen konnte. „Mach‘s dir bequem, du kannst so lange bleiben, wie du willst. Um 7 Uhr ist Abendessen, da drüben in der großen Hütte. Und jetzt hol‘ ich dir erst mal ein Bier.“ Eine halbe Minute später kam er mit zwei Bierdosen zu „meiner“ Hütte, zeigte mir, wie der Ofen funktionierte und meinte, ich solle mich wie zu Hause fühlen. Meine Stiefel nahm er mit rüber; über dem Holzofen würden sie besser trocknen, meinte er. Na gut, dachte ich, besser konnte es mal wieder nicht laufen.

Zum Abendessen gab es Hühnchen, Kartoffeln, Salat und einige kleinere Snacks – ich schlug mir den Magen voll, hatte ja eine ganze Weile nicht Vernünftiges mehr gegessen! Dazu wurde ordentlich Bier getrunken, zu späterer Stunde mischte man dann härtere Drinks. Es gab eine kleine Bar in der Hütte, wir waren also mit allerlei Spirituosen versorgt. Im Gespräch machte ich dann klar, dass ich am nächsten Morgen weiter raften wollte, aber die Herrschaften überzeugten mich davon, einen Tag zu bleiben und Tom auf die Jagd zu begleiten. Die Entscheidung fiel mir nicht sonderlich schwer – meine Gastgeber waren alle großartige Gesprächspartner und draußen regnete es ununterbrochen, da machte das Raften sowieso keinen Spaß.

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Nachdem ich mit Tom auf der Jagd gewesen war und die Runde am Abend wieder in Feierlaune war, machte ich mir ernsthaft Gedanken über meine Heimkehr. Draußen regnete es, der Pegel des Talkeetna Rivers stieg. Am späten Nachmittag des 20. Septembers führte der Fluss Hochwasser, jede Minute sah man ganze Bäume den Fluss hinunter treiben. Der Pilot, der schon etliche Male über den Fluss geflogen war, berichtete mir von einigen großen Stromschnellen, die jetzt in diesen Wassermengen und mit all den Baumstämmen im Fluss vielleicht zu gefährlich, möglicherweise sogar tödlich wären. Klar, bei den schwierigen Stromschnellen hätte ich wohl sowieso umtragen müssen, aber mit Hochwasser hatte ich nicht gerechnet.

Am frühen Morgen des 21. Septembers hatte der Wasserstand sein Maximum erreicht. Es schien die Sonne, aber über ein Satellitentelefon wurden wir darüber informiert, dass man in Talkeetna mehrere Häuser evakuiert hätte, das ganze Gebiet sei überschwemmt und die Feuerwehr sei überall im Einsatz. Vor den Hütten in unserem Camp stand das Wasser mittlerweile schon sehr hoch; meine Gastgeber hatten Sorge, dass es die Landepiste mitsamt des Flugzeugs wegspülen könnte. Eine solche Flut hatten sie in den 20 Jahren, in denen sie hier waren, noch nie gesehen. Und das im September – ein eigentlich eher trockener Monat! Ich fühlte mich vom Pech verfolgt.

Man überredete mich dazu, mich ausfliegen zu lassen. Das war offensichtlich das Vernünftigste, zumal der Pilot so noch ein paar Kleinigkeiten in Talkeetna besorgen konnte. Als ich aus der Vogelperspektive auf den Fluss hinab sah, war sonnenklar, dass wir die einzig richtige Entscheidung getroffen hatten. Überall schwammen Bäume im Wasser und die Stromschnellen waren gewaltig!

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Am Nachmittag des 21. Septembers war ich wieder zurück in Palmer bei meinen „Alaska parents“. Die beiden hatten sich schon Sorgen gemacht, natürlich wurde in den Nachrichten von den Fluten berichtet.

Ich hatte mal wieder großes Glück, als ich auf die Männer in diesem Camp am Fluss traf. Nicht nur, weil sie mich beherbergten und mich letztendlich auf sicherstem Wege nach Talkeetna brachten, sondern auch, weil sie ihren Grund und Boden langfristig auf irgendeine Art und Weise kommerziell nutzen möchten und dann gegebenenfalls einen Guide brauchen, der die Talkeetna Mountains kennt. Sie fragten mich nach meiner Einschätzung der Lage und meinen Erfahrungen in der Gegend (das war ja schon meine dritte Tour in der Region), gemeinsam sammelten wir ein paar Ideen. Später traf ich Vern noch mal in Anchorage zum Essen, wo wir erneut über all das diskutierten – das alles könnte jedenfalls interessant werden, denke ich. Falls es konkrete Neuigkeiten gibt, werde ich auf meiner Website darüber berichten.

Damit kommt die vierteilige Reisebericht-Serie über meine diesjährige Zeit in Alaska nun zu einem Ende. 13 Wochen Alaska – es war mal wieder großartig! Im nächsten Jahr werde ich wieder den ganzen Sommer da oben verbringen, dann aller Voraussicht nach jedoch kaum auf eigenen Touren, sondern als Guide. Ich hoffe nur auf besseres Wetter. ;-)

Mortias
14.11.2012, 19:44
Klasse Bericht, ist immer wieder aufregend von Deinen Erlebnissen zu erfahren. Echt schade nur, dass Du mit dem Wetter so wenig Glück hattest. Die Bilder zu Anfang sahen echt wunderschön aus und haben wieder ein enormes Fernweh bei mir ausgelöst. Respekt auch, dass Du selbst bei so wiedrigen Bedingungen Deine (durchscnittlichen) 25 Kilometer pro Tag gelaufen bist. Da gehört sicherlich auch eine ordentliche Portion Ehrgeiz und Selbstdisziplin zu. Aber ich möchte nicht wissen wie die Tour ausgegangen wäre, wenn Du nicht die 4 freundlichen Herren getroffen hättest. Ich hab zwar keinerlei Rafting Erfahrung aber aus der Luft sah der Fluss schon echt übel aus. Umsomehr freut es mich natürlich zu lesen, dass Du da unbeschadet rausgekommen bist. Schade nur, dass für dieses Jahr Deine Alaska Berichte jetzt zu Ende sind, hat nämlich echt Spass gemacht die zu lesen.
Ich wünsch Dir auf jeden Fall viel Erfolg bei Deinem Job als Guide nächstes Jahr. Muss toll sein aus seiner Leidenschaft einen professionellen Beruf machen zu können. Ich hoffe nur, dass Du uns hier trotzdem auch weiterhin mit Deinen schönen Reiseberichten versorgst.;-)

Bergtroll
14.11.2012, 21:37
1.
Vielen Dank. Wieder ein sehr schöner Bericht!

2.
Tolle Fotos. Aber teilweise irritiert mich die Bearbeitung. Zum Beispiel bei Foto 2 (DSC...724) und 4 (DSC...742). Wirkt nach "künstlerischer Verfremdung" bzw. starkem Noise Filter/Weichzeichner i.V.m. massiver Schärfung?

3.
Extrem gute Entscheidung, Dich ausfliegen zu lassen. Die Bilder vom Fluss sehen teilweise echt unheimlich aus.

4.
Wieso ist die Hose aufgerissen?

Libertist
14.11.2012, 22:17
Muss toll sein aus seiner Leidenschaft einen professionellen Beruf machen zu können.

Naja, mal schauen. Momentan ist das bestenfalls ein "Nebenjob" :bg: ...




Tolle Fotos. Aber teilweise irritiert mich die Bearbeitung. Zum Beispiel bei Foto 2 (DSC...724) und 4 (DSC...742). Wirkt nach "künstlerischer Verfremdung" bzw. starkem Noise Filter/Weichzeichner i.V.m. massiver Schärfung?

Kann ich so jetzt nicht bestätigen. Hab leicht nachgeschärft, weichgezeichnet ist aber nichts. Trotzdem gefallen mir die Details (Blätter, Sträucher) in meinen Bildern auch öfter nicht; weiß leider nicht, woran es liegt. Man munkelt, es hat was mit der Schärfungsmethode (kubisch in meinem Fall) zu tun. Der Tipp kam von Jan Vincent. Keine Ahnung. :roll:




4.
Wieso ist die Hose aufgerissen?

Ach, die ist schon öfter aufgerissen. Den rote Flicken am rechten Bein hat mir fjellstorm mal angenäht, aber in diesem Sommer bin ich in der Brooks Range wieder mal recht heftig auf Felsen ausgerutscht. Dabei ging die Hose kaputt. Durch die zahllosen Sträucher riss das dann immer wieder auf. Bei so viel Nässe jeden Tag half da auch kein Duct Tape.

Ich mag es, meine Ausrüstung wirklich bis zur absoluten Zerstörung zu nutzen. Aber die Regenhose ging nach der Tour tatsächlich in den Müll; eine neue muss her. ;-)

Scrat79
14.11.2012, 22:34
Bei so viel Nässe jeden Tag half da auch kein Duct Tape.

Vielleicht nähen? :grins:


Wahnsinn tolle Bilder! Und ein erlebnisreicher Bericht!
Macht jedes Mal wieder Spaß durch deine Berichte zu schmökern.
Vielen Dank!

Libertist
14.11.2012, 23:16
Vielleicht nähen? :grins:

Hätte man machen können, ja. Aber so schlimm war's nun auch wieder nicht, ein bisschen Ventilation am Knie halt.

Bergtroll
14.11.2012, 23:20
Die Bilder verlieren ja beim Verkleinern an Schärfe und müssen deshalb nachgeschärft werden. Aber bei den von mir genannten Bildern ist es m.E. eindeutig zuviel des Guten. Gleichzeitig wirken einige Details im Hintergrund matschig. Wenn Du der Sache auf den Grund gehen willst (ist ja z.T. auch einfach Geschmackssache) könntest Du Deinen workflow verraten bzw. ein Bild in Originalgroesse zur Verfügung stellen (muss ja nicht gerade das Schönste sein, was man vielleicht ungern in Originalgroesse herausgibt).

fjellstorm
15.11.2012, 08:29
Sehr schöner Bericht , Danke!!
Und die Bilder find ich sehr gut,auch wenn das Wetter nicht so toll war.
- Was mitunter auch an der Landschaft selbst liegen könnte. Diese Talkeetnas reizen mich immer mehr- mir gefällt einfach die Komposition dieser Landschaft-die vereinzelten Fichtengruppen die dann in Strauchtundra übergehen bis hin zu den sanften Bergen mit dem gewaltigen Denali-Massiv in Blickweite. Einfach Toll!

Hab zwar noch nicht alles gelesen, aber dass mit der Jagttruppe war natürlich erfreulich in mehrerer Hinsicht. Dazu noch ein Wochenende bei/mit einer jungen Dame vor Beginn der Tour-da wurde ja sämtliches abgedeckt;-)

Was hast du eigentlich genommen, um das Müsli zu binden? Honig?


Man munkelt, es hat was mit der Schärfungsmethode (kubisch in meinem Fall) zu tun.
Ich weiß jetzt nicht was man genau unter einer kubischen Schärfungsmethode versteht, aber ich hab es im PS immer über Filter und "Unscharf Maskieren" gemacht". Ist das dasselbe ?

mhim
15.11.2012, 10:37
Super Bericht, unglaublich schöne Bilder!

Ich finde deinen Zugang zu wildfremden Menschen so schön, vor allem da mir das völlig fehlt...

Aber was anderes.
Was hättest du gemacht wenn du die 4 nicht getroffen hättest, wäre rausraften doch möglich gewesen oder gabs einen Plan B, also zu Fuß gehen? Genug Essen mit, Gelände bei dem Wetter begehbar?

Grüße
Mhim

Kuoika
15.11.2012, 13:11
Die Bilder sprechen wirklich fuer sich, wunderschoen. Und deinen Bericht dazu zu lesen, hat wieder sehr viel Spass gemacht. Ich mag deinen Schreibstil ungemein.




Aber was anderes.
Was hättest du gemacht wenn du die 4 nicht getroffen hättest, wäre rausraften doch möglich gewesen oder gabs einen Plan B, also zu Fuß gehen? Genug Essen mit, Gelände bei dem Wetter begehbar?



Die Frage kam auch gerade bei mir auf. Was waere, wenn...

Ingwer
15.11.2012, 13:26
Hi,

ach herrje, die Hose war wirklich kaputt? Ich habe das zuerst schlicht als modisches Änderung abgetan (wie man das bei Jeans öfters sieht). Was war das eigentlich für eine Hose?

Magst du uns dein Müsliriegel-rezept verraten?


Grüße

Libertist
15.11.2012, 15:19
Die Bilder verlieren ja beim Verkleinern an Schärfe und müssen deshalb nachgeschärft werden. Aber bei den von mir genannten Bildern ist es m.E. eindeutig zuviel des Guten. Gleichzeitig wirken einige Details im Hintergrund matschig. Wenn Du der Sache auf den Grund gehen willst (ist ja z.T. auch einfach Geschmackssache) könntest Du Deinen workflow verraten bzw. ein Bild in Originalgroesse zur Verfügung stellen (muss ja nicht gerade das Schönste sein, was man vielleicht ungern in Originalgroesse herausgibt).



Ich weiß jetzt nicht was man genau unter einer kubischen Schärfungsmethode versteht, aber ich hab es im PS immer über Filter und "Unscharf Maskieren" gemacht". Ist das dasselbe ?

Wenn ich Bilder als JPGs ausgebe, mache ich das immer mit "Für Web speichern". Da kann man unten verschiedene Qualitäten einstellen, es geht dabei um die Schärfungsmethode. Ich werde mich diesbezüglich demnächst mal informieren und ein bisschen vergleichen. Wenn ich Hilfe brauche, melde ich mich noch mal - aber nicht hier im Reisebericht. ;-)

lina
15.11.2012, 15:22
Bicubic smoother/sharper (http://www.earthboundlight.com/phototips/bicubic-smoother-vs-bicubic-sharper.html)

Libertist
15.11.2012, 15:23
Diese Talkeetnas reizen mich immer mehr- mir gefällt einfach die Komposition dieser Landschaft-die vereinzelten Fichtengruppen die dann in Strauchtundra übergehen bis hin zu den sanften Bergen mit dem gewaltigen Denali-Massiv in Blickweite. Einfach Toll!

Genau! Vor allem sind dort unzählig viele Routen denkbar: anders, als in den Chugach Mountains (weiter südlich) gibt es kaum unüberwindbare Bergketten, Gletscher oder Flüsse. Bei guter Sicht kann man vielerorts kilometerweit auf Bergkämmen gehen. Die Höhenunterschiuede zwischen Bergkämmen und Tälern sind vergleichsweise gering: die Täler liegen über der Baumgrenze und die Bergkämme nicht so hoch, dass man ständig mit Schnee und Eis zu kämpfen hätte. Für die Talkeetnas habe ich persönlich auch noch einige Pläne ;-) ...

Libertist
15.11.2012, 15:41
Ich finde deinen Zugang zu wildfremden Menschen so schön, vor allem da mir das völlig fehlt...

Wie meinst du das? Du triffst keine Menschen oder dir gelingt es nicht, dich schnell mit ihnen anzufreunden?

Das ist in diesen "wilden" Gegenden (wie Alaska) vielleicht auch wirklich noch mal anders, als in stärker bevölkerten. Stell dir vor, du verbringst ein paar Wochen völlig abseits der Zivilisation, an einem Ort, der - deines Wissens nach - nur mit dem Flugzeug zu erreichen ist. Und plötzlich kommt da so ein Jungspund wie ich mit Rucksack und Wanderstöcken daher und fragt, wie's denn so geht :cool: ... Natürlich wollen die Leute dann "stories" hören und mich näher kennenlernen. Außerdem will sich jeder um mich kümmern; mich füttern und nachts warm zudecken! :bg: Ich habe bestimmt schon bei so einigen Leuten in Alaska Vater- oder Muttergefühle geweckt. ;-)




Was hättest du gemacht wenn du die 4 nicht getroffen hättest, wäre rausraften doch möglich gewesen oder gabs einen Plan B, also zu Fuß gehen? Genug Essen mit, Gelände bei dem Wetter begehbar?

Bis zum Prairie Creek wäre ich erstmal noch geraftet. Ganz vorsichtig halt - das Problem wären bei diesem Flussabschnitt nicht die Stromschnellen gewesen, sondern die im Wasser schwimmenden oder irgendwo feststeckenden Hindernisse (Bäume). Dann, beim Eintritt in den Canyon wäre ich dann nach rechts auf die Hügellandschaft ausgewichen, hätte die nächsten (ca. 50) Kilometer umgetragen - größtenteils durch dichtes Gebüsch! Das restliche Stück wäre ich wieder geraftet.
Für dieses Szenario hätte ich wahrscheinlich vier oder fünf Tage gebraucht, Essen hatte ich noch genug dabei. Also: in Wirklichkeit wäre das alles machbar gewesen. ;-)

Libertist
15.11.2012, 15:48
Hi,

ach herrje, die Hose war wirklich kaputt? Ich habe das zuerst schlicht als modisches Änderung abgetan (wie man das bei Jeans öfters sieht). Was war das eigentlich für eine Hose?

Modische Änderung? Da kennst du mich aber schlecht! :bg:

Die Hose war eine Berghaus Paclite. Und sie hat ihren Dienst stets treu getan...




Magst du uns dein Müsliriegel-rezept verraten?


Klar, mein Lieblingsrezept ist dieses hier: KLICK (http://relish.com/recipes/pistachio-power-bars/)

Bindemittel ist in diesem Fall Honig, um auch fjellstorms Frage zu beantworten. Ich werde in Zukunft nur noch dieses Rezept verwenden und lediglich die Früchte variieren. Statt Pistazien kann man natürlich auch andere Nüsse nehmen, genauso wie man statt Aprikosen auch Mangos nehmen kann.

Coenig
15.11.2012, 15:53
Du bringst Leben hier rein :-)
Sehr interessante 4 Berichte Deinerseits.

Nächstes Jahr gehts für mich wohl auch nach Alaska. Aber wohl mit dem Seekajakk.

Grüsse aus Tromsø
Christian

Libertist
15.11.2012, 16:00
Bicubic smoother/sharper (http://www.earthboundlight.com/phototips/bicubic-smoother-vs-bicubic-sharper.html)

Jep, da lag der Hase im Pfeffer! Danke Lina. Bei mir war "bikubisch automatisch" eingestellt, was offensichtlich nicht zu den besten Ergebnissen führt. Eigentlich hatte mich Jan Vincent auch schon mal darauf hingewiesen :roll: ...

Und nein, ich lade die Bilder deswegen jetzt nicht noch mal neu hoch. ;-)

Mika Hautamaeki
15.11.2012, 16:38
Nun bin ich komplett vom Alaska-virus infiziert. Bei den Bildern und den Berichten, muß ich da hin!
vielen Dank für den vierten teil und die tollen Bilder. Die Flußbilder ausm flieger sehen wirklich beeindruckend aus!

winnetoux
15.11.2012, 16:47
Besonders lieb ist natürlich, die haben da in Nordamerika immer noch irgendwelche Kleinigkeiten zu besorgen, wenn man irgendwo mehr oder weniger schlecht wegkommt. Man wäre sowieso los, vielleicht nicht gleich, aber es macht überhaupt keine Umstände. :cool:

Was wurde erlegt außer Hühnchen?

Libertist
15.11.2012, 17:03
Was wurde erlegt außer Hühnchen?

Vor meiner Ankunft wurde ein Caribou geschossen, später noch ein Elch. Als ich da war, ging aufgrund des schlechten Wetters gar nichts. Aber das macht ja nichts: It's called hunting, not killing, wird immer wieder betont. ;-)

Übrigens: ich darf feierlich annoncieren - Trommelwirbel! - dass ich gestern Flüge nach Uganda gebucht habe. Im Februar/März wird Karamoja durchquert, zu Fuß und mit Wildniswanderer.
Die Idee für diese Reise kam nach meiner Rückkehr aus Alaska auf, als ich nichts anderes wollte, als zur Abwechslung mal eine warme und trockene Region zu bereisen. Warm und trocken - das war mein vergangener Sommer nämlich überhaupt nicht.

PeppermintPatty
15.11.2012, 20:15
Hallo,

großartiger Bericht, umwerfende Fotos...jajaja, das sagt jeder, aber ist einfach so, ich hoffe, dass es dich inzwischen nicht langweilt.

Ganz ehrlich, ich hab nie Reiseberichte gelesen, ich finde viele zu befindlichkeitenlastig usw. (mich interessiert ja i.d.R. die Gegend und "was man so alles erleben kann"), deine Berichte hingegen lesen sich super.
Falls du in 30 Jahren mal deine gesammelten Werke rausbringst, werde ich sie kaufen und lesen.

Ich hab jedenfalls unheimlich Lust auf Alaska bekommen, und das will was heißen - ich habe nämlich einigermaßen Angst vor Bärenbegegnungen.
Auf Fotos sind sie mir lieber :bg:

Grüße!

Thomasy
15.11.2012, 20:37
Hallo Libertist,

vielen Dank für deinen grandiosen Bericht. Der übertrifft wirklich vieles, was ich bisher so gelesen habe. Du bist ein interessanter Mensch, mit dem ich mich gerne mal näher austausen würde. Ich könnte mir sogar eine Reise mit dir vorstellen.

Hier noch ein Tipp von mir. Regenhose Berghaus Storm Overtrousers. Die finde ich gut in S/M liegt das Gewicht bei ca. 400 g und diese ist sehr robust. Ich habe allerdings eine Version von 2009. Im Angebot bekommt man die auch mal für 100 Euro.

Einen schönen Abend wünscht Dir


Thomasy

Bergtroll
15.11.2012, 21:12
Karamoja: Warm und sehr trocken wird es da schon sein. Aber was ist mit Wasserversorgung, wilden Tieren und den Militärpatrouillen, die da ab und zu ein paar Leute langsam und qualvoll zu Tode foltern? :cool:

Libertist
15.11.2012, 21:37
Ganz ehrlich, ich hab nie Reiseberichte gelesen, ich finde viele zu befindlichkeitenlastig usw. (mich interessiert ja i.d.R. die Gegend und "was man so alles erleben kann"), deine Berichte hingegen lesen sich super.

Danke, das freut mich sehr. Jeder, der öfter mal einen Reisebericht schreibt, entwickelt eben seinen eigenen Stil. Und mein Stil heißt "Faulheit". :cool:




Hier noch ein Tipp von mir. Regenhose Berghaus Storm Overtrousers. Die finde ich gut in S/M liegt das Gewicht bei ca. 400 g und diese ist sehr robust. Ich habe allerdings eine Version von 2009. Im Angebot bekommt man die auch mal für 100 Euro.

Danke Thomasy, aber es wird definitiv wieder eine Paclite Hose. Klein verpackbar, leicht und vor allem atmungsaktiv! Die Dinger halten eben nicht ewig, aber meine hat mich immerhin vier ganze Sommer begleitet - und das möchte schon was heißen, bei so intensiver Nutzung!

Libertist
15.11.2012, 21:38
Karamoja: Warm und sehr trocken wird es da schon sein. Aber was ist mit Wasserversorgung, wilden Tieren und den Militärpatrouillen, die da ab und zu ein paar Leute langsam und qualvoll zu Tode foltern? :cool:

Tja, das kann ich dir auch noch nicht so genau sagen, ich war noch nicht da. Aber ich werde Bericht erstatten. :cool:

bran
21.11.2012, 18:47
schöner, solider bericht und tolle bilder mit ebensotollen motiven. :o

a propos bilder: mir fallen da auf anhieb die merkmale für zu starke dynamik auf. dadurch wirken einige teile wie ausgeschnitten und nachträglich raufgepappt (starke scharfzeichnung und große verläufe), da könnte es durchaus etwas weniger sein. beim scharfzeichnen liegst du mit unscharf maskieren auf der richtigen spur, ich empfehle radii von 0.3 und stärken (je nach motiv) zwischen 60-160.
nichtsdestotrotz tolles zeug, eine wonne, das zu lesen. ;-)

nicki1005
30.11.2012, 21:35
Dein 4. Bericht ist ja schon online!!! :D Sehr gut, dass du auf diese vier netten Jäger gestoßen bist!!! Deine Fotos sind wie immer ganz toll 5sterne

Später irgendwann mal, wenn es meine finanzielle Situation zulässt, wünsch ich mir, dich mal als Guide zu buchen :bg: Auch wenn ich dafür dann nach Alaska "muss" :bg: (Aber nur Wandern, keine Wassersportarten!)

Lg Nicki

ckanadier
04.01.2013, 00:55
Bin absolut begeistert von deiner Tour und den Bildern und würde auch ganz gerne Alaska mal wieder besuchen.
Wünsche Euch viel Glück in Uganda!
Gruß Jürgen

Markus K.
04.01.2013, 11:13
Hallo Libertist,
das ist mal wieder ein sehr schöner Bericht.


Vor meiner Ankunft wurde ein Caribou geschossen, später noch ein Elch. Als ich da war, ging aufgrund des schlechten Wetters gar nichts. Aber das macht ja nichts: It's called hunting, not killing, wird immer wieder betont. ;-)

Der Spruch gefällt mir. Aber es handelt sich ja bei dem Erlegten Wild um jede Menge Fleisch, das auch erstmal versorgt werden muss.

Noch ein kleiner Tipp zu den Müsliriegeln, falls sie zu krümelig werden und der Honig nicht genug bindet: Marmelade oder Gelee ist auch sehr gut als zweites Bindemittel geeignet. Und gibt den Müsliriegeln eine fruchtige Note.

Sebastianos
16.01.2013, 14:43
Hallo Libertist,

vielen Dank für deine sachlichen Berichte.

Du hast zwar schon eine Menge Lob kassiert, aber ich will das trotzdem nicht unterlassen: TOP! Wirklich wunderbar und prima zu lesen - übrigens auch deine Antworten auf konkrete Fragen.

Ich habe in den letzten Tage alle deine Alaska-Berichte und einige mehr gelesen und mich auch durch die meisten Antworten gekämpft.

Eine Frage zu den Temperaturen in Alaska hätte ich noch. Dass es in der Nacht -8, -12 oder auch bis -20 °C werden kann, hast du ja berichtet, auch dass du tagsüber selbst bei leichten Minusgraden noch mit kurzer Hose und der PacLite darüber läufst. Doch wie kalt oder warm ist es denn normalerweise tagsüber und wie maximal während deiner Reisezeit in Alaska? Sicher hängt das nicht nur von der Reisezeit ab. Alaska ist groß. Hast du bei gleicher Reisezeit tagsüber große Temperaturunterschiede wahrgenommen?

Und wenn ich dir noch eine zweite Frage stellen dürfte ... Die PacLite ist ja nicht unbedingt die robusteste, trotzdem hast du sie die ganze Zeit über getragen, also nicht nur als leichtgewichtigen Regenschutz für alle Fälle im Rucksack gehabt, stimmt das? - bis sie jetzt mal ersetzt wird. Wie kamst du klar, wenn du dich mit der Hose durch Gestrüpp schlagen musstest? Ich kann mich an ein Bild erinnern, wo sonst nichts anderes in der Landschaft zu sichten war. :grins:

Beste Grüße aus dem Erzgebirge
S.

Libertist
16.01.2013, 17:05
Danke für das Lob.


Doch wie kalt oder warm ist es denn normalerweise tagsüber und wie maximal während deiner Reisezeit in Alaska? Sicher hängt das nicht nur von der Reisezeit ab. Alaska ist groß. Hast du bei gleicher Reisezeit tagsüber große Temperaturunterschiede wahrgenommen?

Meiner Erfahrung nach unterscheiden sich die Temperaturen innerhalb Alaskas zum gleichen Zeitpunkt nicht allzu stark. Und es waren auch noch nie die Temperaturen, die eine Reise besonders schwierig oder "weniger angenehm" gemacht haben, sondern viel mehr die Niederschläge. Und das Wetter hat einen großen Einfluss auf die Temperaturen: ein sonniger Tag im Juli kann sich richtig warm anfühlen, da könnte man sich manchmal locker mit freiem Oberkörper in die Sonne legen. Allerdings kenne ich auch Juli-Wetter, das sich eher nach einem nasskalten Novembertag in unseren Breiten anfühlt.

Die genauen klimatischen Bedingungen für die jeweiligen Gegenden findest du ja alle online. Mal so ganz grob würde ich das folgendermaßen einschätzen:

Juli: 10° - 20° (nachts 0° bis 10°)
August: 5° - 15° (nachts -5° bis 5°)
September: 0° - 10° (nachts -10° bis 0°)

Das sind Werte, mit denen man typischerweise rechnen kann. Natürlich kann es auch im Juli schneien und im September des nachts mal -17°C werden.




Und wenn ich dir noch eine zweite Frage stellen dürfte ... Die PacLite ist ja nicht unbedingt die robusteste, trotzdem hast du sie die ganze Zeit über getragen, also nicht nur als leichtgewichtigen Regenschutz für alle Fälle im Rucksack gehabt, stimmt das? - bis sie jetzt mal ersetzt wird. Wie kamst du klar, wenn du dich mit der Hose durch Gestrüpp schlagen musstest? Ich kann mich an ein Bild erinnern, wo sonst nichts anderes in der Landschaft zu sichten war. :grins:

Ja, ich lieb(t)e meine Paclite Hose, inzwischen habe ich schon eine neue. ;-) Ich halte die Kombination von kurzer Hose und einer dünnen, wasserdichten Überhose für optimal, nämlich aus folgenden Gründen:

Hohe Beweglichkeit: fühlt sich viel flexibler an, als eine richtige Trekkinghose
Winddicht
Wasserdicht, falls es regnet
Sehr atmungsaktiv: Wenn es mir zu warm wird, öffne ich einfach die seitlichen Reißverschlüsse ein Stück.
Nachteil ist natürlich die mangelnde Robustheit, da hast du schon Recht. Aber das Material ist wahrscheinlich doch robuster, als man erwarten würde - nur mit Steigeisen habe ich es geschafft, die Hose unten im Knöchelbereich aufzureißen. Und dass die Hose im Kniebereich aufriss, lag an einem Sturz auf Felsen. Im Gestrüpp hatte ich nur das Problem, dass bereits vorhandene Löcher oder Risse weiter aufgerissen werden, das war aber schon alles. Ich gehe schon vorsichtig mit meiner Ausrüstung um (ein bisschen achte ich im Gestrüpp auch auf meine Hose, inbesondere bei Dornen), aber nicht übervorsichtig. Bei dem, was meine Paclite Hose aushalten musste, ist es okay, alle drei Jahre mal eine neue kaufen zu müssen; etwas Verschleiß geht in Ordnung. Für mich ist das der beste Kompromiss.

Sebastianos
16.01.2013, 17:28
Danke für die schnelle und wie gewohnt kompetente Antwort.

Irgendwie musste ich den letzten Tagen an unzähligen Stellen an Beispiele aus deinen Reiseberichten oder Erfahrungswerten denken ... Natürlich gleiche ich die, wenn möglich, mit meinen eigenen und den anderer ab, aber du hast so eine Art zu schreiben, die bei mir Vertrauen weckt - auch wenn wir uns persönlch vermutlich noch nicht über den Weg gelaufen sind.

Also, noch mal danke für's Teilen deiner Erlebnisse.

Libertist
16.01.2013, 17:40
...aber du hast so eine Art zu schreiben, die bei mir Vertrauen weckt...

Danke, ich führe das demnächst als Gegenargument an, wenn ich mal wieder dafür kritisiert werde, dass sich der Leser meiner nüchternen Berichte nicht "mitten in die Situation versetzt" fühlt. :bg: Nein, passt schon - man hat sich hier ja längst an mich gewöhnt. ;-)

Wir sehen dann also demnächst einen Alaska-Bericht von dir...? :baetsch:

Sebastianos
16.01.2013, 17:52
Wir sehen dann also demnächst einen Alaska-Bericht von dir...? :baetsch:

Schön wär's. Auch ich bin Student und traue mir momentan nicht zu, dieses Jahr noch die Flugkosten aufzubringen, deshalb müssen oder vielmehr sollten meine diesjährigen Ziele erst mal noch irgendwo innerhalb von sehr wenigen Tausend Kilometern liegen ... :steuermann:

Der Foerster
16.01.2013, 19:03
@Libertist: Was spricht für Dich dagegen eine drei Lagen (Gore) Hose zu nehmen? Die wäre stabiler und das sie schwerer ist spielt ja keine Rolle solange Du sie trägst. Z.B. so eine Norrøna wäre doch ziemlich ideal?! http://www.norrona.com/Concepts/dovre

Ich selber gehe irgendwie lieber mit einer nicht-wasserdichten Hose. Eine elastische Trekkinghose und Gamaschen reichen mir bisher. Ich war aber auch noch nicht in Alaska, allerdings sieht das Wetter da auch nicht so anders aus als in Nordskandinavien, oder?

Libertist
16.01.2013, 19:15
@Libertist: Was spricht für Dich dagegen eine drei Lagen (Gore) Hose zu nehmen? Die wäre stabiler und das sie schwerer ist spielt ja keine Rolle solange Du sie trägst. Z.B. so eine Norrøna wäre doch ziemlich ideal?! http://www.norrona.com/Concepts/dovre

Das Gewicht spielt schon eine Rolle, denn meistens laufe ich ja nur mit kurzer Hose durch die Gegend und hab die Hose im Rucksack. Und zwar ganz oben im Deckelfach, zusammen mit einigen anderen Utensilien, die ich öfter mal brauche; von daher ist es auch praktisch, dass meine Paclite so ein minimales Packmaß hat.

Sebastianos
16.01.2013, 22:32
Ach, so. Meine Annahme war ja folgende:

(...) trotzdem hast du [die Paclite] die ganze Zeit über getragen, also nicht nur als leichtgewichtigen Regenschutz für alle Fälle im Rucksack gehabt, stimmt das?

Jetzt kommt natürlich Licht ins Dunkel:

(...) meistens laufe ich ja nur mit kurzer Hose durch die Gegend und hab die Hose im Rucksack.

Wenn meistens also meistens ist, dann verstehe ich endlich, warum es dir auf eine leichte und klein verpackbare Hose ankommt.
:grins:

Der Foerster
17.01.2013, 08:43
Dito;-) Auf den meisten Bildern sah es so aus, als ob Du eigentlich immer mit Gorehose läufst:grins:

Das die Bilder sehr schön sind hast Du ja nun schon oft gehört;-) Ich finde vor allem Deine Touren super, auch vom Organisatorischem. Da ahnt man ja nur was da für ein Aufwand hinter steckt. Hut ab:-)

Wie vereinbarst Du das mit Deinem Studium? Urlaubssemester? Oder schaffst Du das so "nebenher"?

Libertist
17.01.2013, 10:38
Wie vereinbarst Du das mit Deinem Studium? Urlaubssemester? Oder schaffst Du das so "nebenher"?

Meine beruflichen und finanziellen Aussichten sollen im Outdoorbereich liegen, speziell im Guiding. Mit meinem Studium hat das inhaltlich nicht allzu viel zu tun, weshalb ich das Studium gerne als mein "Hobby" bezeichne, das ich aus Gründen des Interesses gerne weiterverfolgen möchte. Aber wie das mit Hobbies eben so ist: manchmal muss man sie hinten an stellen. ;-)

Konkret bedeutet das, dass ich nicht in Regelstudienzeit abschließen werde, mir also etwas mehr Zeit lasse. Aber ja, das läuft so "nebenher".

Horst24
17.01.2013, 14:12
Tolle Tour, spannender Reisebericht und prima Fotos. Herzlichen Dank.
Schön zu sehen, welch überraschende Wendungen so eine Tour manchmal haben kann. Diese Sachen sind es, die ich (besonders im nachhinein) ja ganz besonders am Reisen schätze.

Zwei Fragen:
Das sind ja eine ganze Menge Müsliriegel, waren die nur für die Tour? Da brauchst du ja fast nichts mehr anderes.

Wir sind bisher immer in Nordskaninavien (Touren bis 12 Tage; Nachsaison; selbst verpflegt; meist auf einsamen Wegen, aber mit guter Orientierung wenns mal weglos ist; spannende Touren, aber nicht abenteuerlich; bisher meist eine Mischung aus Zelt und Hütte) unterwegs gewesen. Deine Reiseberichte - und dafür nochmal vielen Dank - sind jetzt aber endgültig der Anstoß für uns, nach Kanada/Alaska zu reisen. Auch wenns vielleicht eine blöde Frage ist: Hast du spontan ein/zwei Empfehlungen an Touren (nur Zeltübernachtung ist kein Problem/fürs erste ohne Rafting) für uns mit unserem Profil als erste Orientierung?
Danke
Horst

Libertist
17.01.2013, 14:39
Das sind ja eine ganze Menge Müsliriegel, waren die nur für die Tour? Da brauchst du ja fast nichts mehr anderes.

Ja, die waren nur für die Tour. Mittag- und Abendessen halt, ich hatte ja sonst nicht viel dabei.




Wir sind bisher immer in Nordskaninavien (Touren bis 12 Tage; Nachsaison; selbst verpflegt; meist auf einsamen Wegen, aber mit guter Orientierung wenns mal weglos ist; spannende Touren, aber nicht abenteuerlich; bisher meist eine Mischung aus Zelt und Hütte) unterwegs gewesen. Deine Reiseberichte - und dafür nochmal vielen Dank - sind jetzt aber endgültig der Anstoß für uns, nach Kanada/Alaska zu reisen. Auch wenns vielleicht eine blöde Frage ist: Hast du spontan ein/zwei Empfehlungen an Touren (nur Zeltübernachtung ist kein Problem/fürs erste ohne Rafting) für uns mit unserem Profil als erste Orientierung?


Am besten machst du mal einen eigenen Reisevorbereitungs-Thread auf, dort ließe sich deine Frage besser diskutieren. Für eine 10- bis 12-tägige Tour würde ich jetzt mal spontan Denali oder die Talkeetna Mountains empfehlen, aber auch in anderen Gegenden Alaskas ließe sich sowas realisieren. Denali ist halt der Klassiker.