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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : peacock taschenofen



ml100
02.01.2005, 09:59
Habe oben genannten Ofen zu Weihnachten unter´m Baum gefunden.
Betrieben mit zwei Schluck Benzin, folgendes Resultat:
- nach 10 min: lauwarm
- nach 1 std: warm, aber nicht heiss. Ich begann entäuscht zu sein.
- nach 2 std: heiss :bg:
- nach 6 std: heiss, ohne Stofftäschchen in der Hand halten nur sehr kurzfristig möglich
- nach 9 std: unverändert
- nach 14 std: unverändert :kaffee:
- nach 17 std: unverändert :o
- nach 17std 20 min: fast abgekühlt.

Fazit: geniale Dauerleistung, sehr warm, perfekt für längere Aufenthalte in der Kälte oder als Backup im Schlafsack. Geringes Gewicht und sehr flach.
Gruss,
Markus

Hawe
03.01.2005, 15:20
Hallo Markus
Benzinbetriebene Taschenöfen kenne ich natürlich - hatte sogar mal eine grtossen von Optimus, der zu regulieren war. Geniale Konstruktion, leider nicht mehr hergestellt, keine andere Quelle gefunden.
Die Leistungswerte Deiner Tabelle sind ja ganz beeindruckend, auch wenn ich nicht verstehe, warum er so langsam anläuft.
Woher kommt denn Dein Peacock-Ofen eigentlich? Oder ist es der ganz normale, den es z.B. auch mit Herbertz-Label gibt ?
Hawe

Ranger
03.01.2005, 15:34
Hab auch mal eine Frage zu diesen Taschenöfen.

Woher nehmen die den Sauerstoff, haben die eine Öffnung?

LG Ranger

Thomas
03.01.2005, 15:49
Die Taschenöfen gehen nur langsam los, weil sich der Vergasungsprozeß erst mit der Erwärmung des gesamten Ofens richtig in Gang setzt. So interpretiere ich das zumindest mit meinem Physikverständnis.
Dadurch kommt es auch, daß man den Ofen zum Verlöschen bringen kann, wenn man ihn durch direktes Berühren mit eiskalten Griffeln zu weit herunterkühlt.
Ist auch irgendwie logisch, wenn man mehr Energie entnimmt, als das kleine Ding nachliefern kann, geht er irgendwann aus.

Sauerstoff bekommt er durch kleine Aussparungen in der Brennerkopf-Abdeckung.
Wenn man ihn auf einen warmen Heizkörper legt, welcher richtig Luft zieht und diese dem Ofen am Brennerkopf quasi vorbeibläst, dann wird das Ding enorm heiß (ich würde schätzen, daß er dann bis 80°C erreicht)

ml100
03.01.2005, 16:39
Hallo Markus
Woher kommt denn Dein Peacock-Ofen eigentlich? Oder ist es der ganz normale, den es z.B. auch mit Herbertz-Label gibt ?
Hawe
Den Peacock habe ich von Globetrotter, auf der Schachtel war interessanterweise noch ein kleiner Herbertz-Aufkleber. Ist das Peacock-Standardmodell.
Gruss,
Markus

ml100
03.01.2005, 16:43
[quote="Thomas"]Dadurch kommt es auch, daß man den Ofen zum Verlöschen bringen kann, wenn man ihn durch direktes Berühren mit eiskalten Griffeln zu weit herunterkühlt.
Ist auch irgendwie logisch, wenn man mehr Energie entnimmt, als das kleine Ding nachliefern kann, geht er irgendwann aus.

Die Wärmeenergie entsteht durch Verbrennung des Benzin; so kalt das Deine Griffel den Ofen ausmachen, werden Deine Finger nicht solange Du lebst.

Thomas
03.01.2005, 16:51
Also ich bekomme ihn ohne Probleme aus, wenn ich ihn eine Weile ohne das Stoffbeutelchen in den Händen halte. Die Brennstoffzufuhr wird durch das Herabkühlen immer magerer.

Vielleicht nehme ich ihm durch das Umschließen mit den Händen aber auch einfach nur die Luft zum Brennen?

Übrigens geht der Ofen mit Coleman Fuel richtig gut los. Und obwohl mir bei Globetrotter davon abgeraten wurde, den Taschenofen damit zu betreiben (agressiveres Brennverhalten, andere Zündtemperatur/Flammpunkt, etc), habe ich es noch nicht geschafft, eine offene Flamme zu erzeugen.

Hawe
03.01.2005, 18:21
Vielleicht nehme ich ihm durch das Umschließen mit den Händen aber auch einfach nur die Luft zum Brennen?
.Ziemlich sicher ist das der Grund fürs Verlöschen. Der oben erwähnte Optimus Taschenofen wurde reguliert, indem eine Haube über den Brennerkopf geschraubt wurde. Da das Ganze an einer Spindel sass, konnte durch mehr oder weniger Luft die Brennleistung verändert werden. Ganz runtergedreht ging der Brennerkopf mangels Sauerstoff aus.

Hawe

Thomas
03.01.2005, 20:04
Ah ja, ok.

Nichtsdestotrotz braucht der Ofen, einmal abgekühlt, wieder eine halbe Ewigkeit, um auf Temperatur zu kommen. Mit kurzer Unterstützung (mit einem Feuerzeug das Gehäuse anwärmen) ist er ruckzuck wieder da.

Die ermittelte Maximaltemperatur muß ich im übrigen auf gemessene 65°C korrigieren, 80°C schafft er nicht ganz (zum Glück :bg: )

Nammalakuru
03.01.2005, 20:39
ich hatte mal ... nein ich habe noch ... einen taschenofen mit kohlestäbchen. War zwei mal mit auf Tour um die leicht feuchten Schuhe zu trocknen. Der Arme ist jedesmal eingegangen :bg: Entweder es lag an meinen Schuhe, welche den ganzen Tag auf den Kopf gekriegt haben, oder das teil taugt nix.
Meine Erfahrungen mit Taschenöfen waren demnach nicht die besten. Oder ich hab keine Verwendung dafür. Zum Händewärmen brauch ich die nicht - zum Schuhetrocknen langst net.

Nam :-?

Felix
03.01.2005, 23:19
Als wir am 2. Advent draussen Klettern waren, hatte ich meinen Peacock-Ofen dabei. Das war schon sehr angenehm die vom Fels doch etwas abgekühlten Hände an dem Ding wieder aufwärmen zu können. Ausgegangen ist er dabei nicht (war aber auch die ganze Zeit im Samtsäckchen).

Gruß

Felix

Bernie
03.01.2005, 23:44
Der Arme ist jedesmal eingegangen :bg:

Kann es sein, dass der Ofen in den aufrecht stehenden Schuhen einfach keine Luft mehr bekam, da er die Schuhe mit seinen eigenen Abgasen füllte ?

Hawe
04.01.2005, 13:02
[quote="BernieKann es sein, dass der Ofen in den aufrecht stehenden Schuhen einfach keine Luft mehr bekam, da er die Schuhe mit seinen eigenen Abgasen füllte ?[/quote]Wenn die Schuhe einen engen Schaft haben, und zu wenig Sauerstoff im Schuh war, könnte CO statt Co2 produziert worden sein (unvollständige Verbrennung), das dann den Glimmprozess erstickt. Könnte sein. Lösung gegen so was fällt mir nicht wirklich ein. Ich kenne das Problem so auch nicht.
Alter schwedischer Trick aus oldtimer Tagen: Teelicht in den Stiefel stellen. Aber sehr gut darauf achten, dass der Schaft weit ist, der Stiefel nicht wegen zu weichem Schaft zusammenklappt oder gar umgeworfen wird...! Das Teelicht produziert ziemlich heisse Luft, die beim Hochgehen Feuchte mitnimmt. Wurde mir von oldtimern in Schweden gezeigt, habe ich höchst selten gemacht, da ich wahrscheinlich zu viel Schiss hatte, meine Stiefel zu ruinieren... . Geht auch nur bei Lederstiefeln.
Hawe

Christine M
04.01.2005, 13:15
Also wenn er mit kalten Händen schon ausgeht, wie verhält er sich dann bei kalten Temperaturen generell? Ich würde ihn ggf. auch gerne zum Anwärmen/Trocknen in gefrorene Stiefel stecken können oder ihn abends - natürlich gut isoliert - mit in den Schlafsack nehmen - würde das funktionieren? Meint ihr, man könnte ihn im Rucksack neben die elektronischen Geräte (Handy, GPS, Stirnlampe) packen, um diese einsatzbereit zu halten (anstatt das Zeug unter der Kleidung zu tragen)?

Mich macht etwas skeptisch, dass den meisten Bewertungen bei Globetrotter irgendwelche Winterspaziergängen in Deutschland zugrunde liegen, also vergleichsweise harmlose Bedingungen.

Christine

ml100
04.01.2005, 13:34
Also wenn er mit kalten Händen schon ausgeht, wie
Christine
tut er ja eben nicht, siehe oben.
Sind die Aussenbedingungen nicht sekundär?. Ich trage den Taschenofen doch in der Tasche!!! Da ist's meist nicht mehr so kalt wie draussen :bg:

Gruss,
Markus

Thomas
04.01.2005, 13:42
Wenn es mal wieder richtig kalt wird, kann ich ihn nochmal testen. Oder, wenn ich mal mehr Zeit habe, lege ich ihn mal in den Gefrierschrank.

Bei Zimmertemperatur (20°C) erreicht er jedenfalls folgende Temperaturen:

Offen: 65°C, geschlossen: 55°C, im Säckchen: 48°C, tief im Handschuh: 41°C.

Bei unzureichender Sauerstoffversorgung sinkt, wie gesagt, die Temperatur, und er geht irgendwann aus.

LuNAtiC
04.01.2005, 14:00
Als wir am 2. Advent draussen Klettern waren, hatte ich meinen Peacock-Ofen dabei. Das war schon sehr angenehm die vom Fels doch etwas abgekühlten Hände an dem Ding wieder aufwärmen zu können. Ausgegangen ist er dabei nicht (war aber auch die ganze Zeit im Samtsäckchen).

Gruß

Felix

ja da hätt ich noch ein beweisfoto von dem tag, daß man das ding auch gut als brustwarzenwärmer verwenden kann :o

Thomas
04.01.2005, 16:41
:o Erspar' uns bitte die Einzelheiten! :bg:

Felix
04.01.2005, 16:55
ja da hätt ich noch ein beweisfoto von dem tag, daß man das ding auch gut als brustwarzenwärmer verwenden kann :o
Lol, dann würdest du aber auch deine vorteilhafte Kleidung outen...

Nammalakuru
05.01.2005, 12:59
Hawe schrieb:

Alter schwedischer Trick aus oldtimer Tagen: Teelicht in den Stiefel stellen.
:shock: ... glaub des wär mir zu gefährlich. Dann doch lieber feuchte Schuhe als gar keine :bg:
Nam

Thomas
05.01.2005, 13:13
Immerhin brennen sie erst, wenn sie auch trocken sind. :bg:

Nammalakuru
05.01.2005, 16:25
Immerhin brennen sie erst, wenn sie auch trocken sind. :bg:
... :o ... darüber muss ich nachdenken

Nam :bg: