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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Windfestes Einwandzelt für eine GROßE Person



NoPanik
29.10.2012, 14:11
Nachdem ich hier eifrig mitgelesen habe will ich doch noch mein „neustes“ Projekt vorstellen...

Nachdem ich schon einmal ein versucht hatte ein einfaches Firstzelt zu nähen, was komplett in die Hose ging.... :-)
(bild kommt noch )
...... habe ich mir dann ein Singelwallzeltchen gebaut. Es war ein einfaches Kuppelzelt mit drei Stangen. Mit dem war ich in Wales und Island unterwegs. In Wales hat es fast nur geregnet und in Island (2011) war es recht windig => bin weder im Zelt abgesoffen noch davon geflogen.. allerdings gab es doch die ein oder andere Kinderkrankheit und nachdem ich in Island mein Zeltgestänge verloren hatte reifte der Entschluss was Neues zu basteln.... (Zeltgestänge seitlich am Rucksack in der Isomatte ... nur sollte man die auch richtig festmachen.... )
Erstes Zelt:
http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/543/thumbs/IMG_03563.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65533&title=selbstbau-i&cat=543)
http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/543/thumbs/IMG_03553.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65531&title=selbstbau-i&cat=543)

Warum ein Zelt bauen?

- nicht jeder hat einen Eigenbau dabei ;-)
- Ich finde mit 1,95m (fast) kein Zelt, in dass ich sinnvoll reinpasse ohne mit Kopf und/oder Füßen (Größe 48) anzustoßen oder mich wie in ner Konservenbüchse zu fühlen.
- Braucht man ein sooo "großes" Zelt? klare Antwort: nein, eigentlich nicht, aber wenn man mal abwettern muß ist es der Luxus pur! Bei Schönwetter tut es jedes "aldi-lidl-tchibo-odergarkeinzelt"

Was soll(te) das Zelt können?

- Windstabil
- Wasserdicht
- tragbares Gewicht, aber nicht unbedingt UL! (UL + Stabilität = sinnvoll)
- Auch mal (fast) ohne Zeltnägel aufstellbar sein
- Nutzung das ganze Jahr bzw. in Gegenden, in denen es auch mal im Sommer winterlich werden kann.
- Auch bei Starkwind (Sturm) aufstellbar => Außenklipse für Stangen
- !! Platz genug um auch mal ohne Koller einen Tag abwettern können => Innenzeltlänge 230 cm ++

Nach den Vorgaben kam ein asymmetrischer Geodät heraus (hoffe ist wirklich einer...). Zudem ist es ein Einwandzelt geworden, da sich der dickere Stoff VIEL einfacher nähen läßt. Nylon rutscht extrem und ich wollte auch irgendwann fertig werden... doch dazu später mehr.

Vorgebaut habe ich das Zelt am Rechner mit Skretchup. Danach alle Maße mit Hilfe von Meter und großem Winkelmesser auf Rollenpapier übertragen. Dabei dann gleich die Nahtzugaben mitberücksichtigt. Im Hof alles auf den Stoff übertragen und ausgeschnitten. Beim Schnittmuster habe ich mir VIEL Zeit gelassen und recht genau gearbeitet, was sich später dann rentiert hat. :-)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/543/thumbs/P6160204.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65529&title=zuschnitt&cat=543)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/543/thumbs/IMG_25362.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65512&title=zelteigenbau-ii&cat=543)

Gestänge habe ich mir bei verschiedenen Herstellern geordert. Eins ist von Nordisk (Mittelstange etwas dicker), eine von Tarpent und eine aus dem Decathlon. :-D.
Der Zeltstoff kommt aus Dresden von der bekannten Adresse. Und die Stangenklipse.. na ja.. die zu finden war gar nicht soooo einfach. Ich wollte in den Pfingstferien eigentlich anfangen zu nähen. Also schnell die Zeltklipse bei Shelby.fi bestellt. Nur kamen die nicht an..... Shelby hat dann nachgeforscht => verschollen. Letztlich kamen die doch noch an.. Ende August, mit einem Kleber vom Zoll, wo sie eigentlich dank Schengen gar nichts zu suchen hatten. DHL und Zoll haben sich den schwarzen Peter dann gegenseitig zugeschoben => Ich habe die Haken dann an Shelby zurückgeschickt (auf „Kulanzkosten“ von DHL, da Shelby mir SEHR ZEITIG mein Geld rückerstattet hatte). Ich habe dann kurz vor den Sommerferien in Deutschland bei www.funfabric.com Ersatz bekommen und war etwas unter Zeitdruck ,weil ich das Zelt unbedingt mit nach Island nehmen wollte. Um fertig zu werden habe ich dann beim Innenzelt etwas geschludert, was ich aber noch beheben werde....

Die harten Fakten und Eigenkritik

- Maße ca. Breite Fußende: ~ 65 cm, Kopfende: ~ 90 cm, Breiteste Stelle Innenzelt: ~ 110 cm, Höhe innen: ~ 105 cm. Absiss: ~ 55 cm, Gewicht mit Unterlage, zig Heringen, Leinen... ~ 2,6 Kg

Grundsätzlich bin ich SEHR zufrieden mit dem Zelt und seiner Konstruktion – aber.... grummel, grummel....

- die Lüftung ist NICHT ideal – Beim Vorgänger hatte ich KEINE Probleme mit Kondenzwasser. Ich vermute die Ursache ist dass die Entlüftung nach oben VIEL zu klein ist und nicht an der höchsten Stelle sitzt => wird bei einem eventuellen Neu-/Umbau muss das auf jeden Fall anders werden!
- Wasserdichtigkeit: Oberzelt gut, an der ein oder anderen Stelle hatte ich Probleme – nachdem die Naht abgedichtet war zu 99,?? % dicht. Keine 100, weil es bei STURM + REGEN doch ab und an einen Tropfen reingedrückt hat, aber so dass nichts im Wasser lag oder deswegen nass wurde; und Regen hatte ich gerade genug :-( .
- Wasserdichtigkeit Boden: Der Boden an sich zu 100% dicht, da er keine Naht hat. Aber ich habe eine Regenrinne eingebaut... Beim Übergang von Seite zu Boden. Auch mit Silikon habe ich das nicht ganz dicht bekommen.. :-) Hätte ich mal nachgedacht, wäre ich im Vorfeld darauf gekommen, dass das so gar nicht funktionieren kann. Momentan liegt das Zelt aber eh wieder auf der Nähmaschine mit ausgeschnittenem Boden. Ich habe den Zeltboden noch mal ausgeschnitten und die Seitenwände etwas weggenommen (= Zelt wird dadurch insgesamt etwa 5 cm tiefer) und werde die Bodenwanne etwas hochziehen und so die „Regenrinne“ beseitigen – Beim Vorgänger hatte es sich schon bewährt – diesmal wollte ich den vermeintlich einfachen Weg gehen => Eigentor. Unterwegs war es aber auch zu handhaben. Es waren ja kein Sturzbäche, die eindrangen. Teelöffelweise trifft es eher – nervig aber allemal.
- Windstabilität: Gigantisch!! Würde das Zelt gerne mal im Windkanal testen... Laut isländischem Wetterbericht hatte es vor dem Langjökull bis zu 18m/sec Wind. Und das war absolut kein Problem – wobei ich die Windgeschwindigkeiten in keinster Weise verifizieren kann. Zumindest konnte man nicht mehr gerade stehen...

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/543/thumbs/IMG_34942.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65522&title=zelteigenbau-ii-in-starkem-wind281015-m-2fsec-3f-29&cat=543)

- Länge und Höhe.. für mich perfekt, in der Höhe würde ich sogar beim nächsten Mal weniger einplanen. Aber wenn man im Knien bei Schlechtwetter den Rucksack im Zelt packen kann. Und echtes Sitzen im Zelt hat auch was, wenn man mal einen Tag festhängt!
- Auf- und Abbau ist super einfach und auch bei starkem Wind alleine zu machen.. Palstikhaken sei dank
http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/543/thumbs/IMG_2788.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=65514&title=zelteigenbau-ii-mit26quot-3belo-26quot-3b&cat=543)

- Gewicht..... stark verbesserungsfähig, aber in Anbetracht der Größe auch wieder OK. Zelt komplett, also mit ALLEN Abspannungen, diversen Heringen (z.b. auch 6 lange Kunsstoffnägel für den Sand/Schotter in Island, 10 Abspannleinen.... diverse unterschiedliche andere Zeltnägel) ~ 2,6 kg..... wurde irgendwie es beim nähen immer schwerer – dafür bin ich nicht weggeflogen und UL war auch nicht mein Ziel.

Später mehr..

felö
29.10.2012, 20:14
Erstmal Glückwunsch zur Behausung. Die Konstruktion ist ja wirklich recht komplex und trotzdem gut gelungen, gefällt mir wirklich gut und ist sicherlich super stabil.
Es wäre nett, wenn Du noch ein paar Infos/Bilderchen nachliefern könntest;-):

Bild von Innen, Länge des Zelts (oder habe ich das überlesen?), sind die Bänder an den Clips verstellbar oder fest vernäht (kann ich auf den Bildern nicht genau erkennen, würde aber vermuten, dass sie vernäht sind). Wie sehen der/die Eingänge aus? Gibt´s Lüfter/Fenster/Details?

Welchen Stoff hast Du benutzt? Den roten kenne ich vermutlich, wird das Gore-Zelt_zeugs von Extremtextil sein. Was ist das gelbe und welchen Boden (PU beschichtet 90g/qm?) hast Du benutzt?

Was mich sehr wundert, ist das Gewicht. Natürlich ist die Konstruktion mit 3 Stangen schwer, aber 2,6kg?

Wahrscheinlich kennst Du mein Zeltprojekt (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?38209-Diskussion-Zeltprojekt/page2&highlight=zeltprojekt), das eher größer ist und ohne Häringe nur ca. 1700g wiegt?

Ich würde vermuten, dass Du mit besseren Stangen einige hundert Gramm Gewicht einsparen könntest: ich habe durch den Wechsel von einem alten Fjällräven Gestänge (Alu aus den 80er Jahren) auf ein 9mm DAC (von Hilleberg) ca. 200g gespart - naja, kostet auch etwas, aber beim eigenen Zelt wollte ich da nicht sparen, würde beim nächsten Zelt (falls es so etwas mal geben wird) allerdings auf ein 10mm Gestänge wechseln.

In diesem Sinne, viel Spaß mit Deinem Werk.

Felö

GrouFu
30.10.2012, 01:00
Ja schick!
Das erste ist so in etwa das, was ich mir auch bauen möchte (war hier mal vor ein paar Monaten im Gespräch). Dazu mal eine Frage zum Schnittmuster mit Sketchup: Wie hast du die Bogen der Stangen gemacht? Kreisbögen genommen? Oder was gemessenes? Da bin ich mir jedenfalls noch sehr unsicher. Bislang habe ich mit cosh-Funktionen gerechnet, ist das zu komplex? Würde mich jedenfalss interessieren wie das bei dir war, sieht ja ziemlich gut gespannt aus. Danke schonmal =)

aleX

NoPanik
30.10.2012, 14:27
erst mal danke für die Blumen...

ein paar Bilder stell ich noch ein...

Das Gewicht kommt zustande, weil das Zelt für eine Person ein Palast ist.. es ist riesig! Aber so viel Raum will erst mal umbaut werden - leider. Die Stangen haben zusammen so um die 650 bis 700 Gramm. Und das Gewicht kommt zusammen, da ich die Heringe mitgewogen habe. Heringe und Abspannungen sind locker mal gute 200 Gramm. Ich kann die auch weg/schönrechnen - aber Sturmleinen gehören meiner Meinung auch zum Zelt, weil ohne geht es nicht ins Gebirge/auf die Reise.
Zudem habe ich im Absissbereich noch Schneelappen angenäht - So kann man noch die Absis mit Steinen gegen Wind schützen - Mangels leichtem Stoff habe ich hier auch das 90 g/m² Zeltbodenzeug aus Dresden genommen.

Der rote Stoff ist ein atmungsakrives Zeugs auf der Innenseite mit so ner Art Flies..... hält Kondenzwasser fest - wiegt aber auch 120 g m². Der Gelbe ist auch atmungsaktiv. Eigentlich ein Jackenstoff, wiegt 80g/m². Boden aus dem 90g/m² Zeltbodenstoff - alles von extremtextil - wobei die beiden ersten nicht mehr im Programm sind. Dazu kommt dann noch das "Innenzelt" Das ist im Prinzip so ne Art Halbmond mit Reisverschluß den ich einfach ans Außenzelt und den Boden eingenäht habe. Die Lüfter sind allesamt mit Minireisverschluß (YYK 0EF) verschließbar und mit Moskitonetz hinerlegt. Durch die beiden an den schmalen Stirnseiten bläßt es auch bei Bedarf gut durch. Ob sie für Schnee hoch genug liegen bezweifel ich aber, da sie wahrscheinlich ruck zuck zugeschneit/-weht sind. Die Stelle hat sich abergeradezu dafür angeboten ;-). Deswegen sind die Lüfter oben (einer im Vorzelt, einer im Innenzelt) deffinitiv zu klein!!! Und zumindest einen an der höchsten Stelle zu plazieren wäre SEHR sinnvoll gewesen.

Den Frontreisverschluß habe ich mit Abdeckung gearbeitet. Dazu habe ich einfach ein langes Stück einer alten sehr dünnen Jogamatte (3 mm oder so) eingenäht - allerdings sollte ich zusätzlich noch etwas Klett anbringen, da der Reisverschluss bei starkem Wind doch offen liegt. Ansonsten finde ich die Lösung gut - ich hatte bisher keinen Einzigen Reisverschlußklemmer.

@ GrouFu: Ich habe über Flächen (genaugenommen Dreiecke) gearbeitet. Das Program kann nur mit flächen/Ebenen arbeiten. Dafür kann man aber die Einzeldaten (Winkel/Längen) ablesen und leicht auf Papier/Stoff übertragen. Da sich der Stoff aber eh etwas zieht kommt und man später noch etwas korrigieren kann (siehe unten), kommt es bei diesen Dimensionen auch nicht auf +/- einen mm an.
Und wie ich auf die genauen Maße gekommen bin?? na ja.. Ich habe so lange rumgespielt bis es mir gefallen hat. Die einfachen normalen Bögen, die das Programm erstellt kann man noch mal in sich stauchen oder ziehen. Damit bekommt man dann auch hin dass der Bogen oben flacher ist...... sicher gibt es andere bessere und auch einfachere Methoden - nur muß man die kennen... und cosh und co ist nen leckeres Eis oder so was oder??? :bg: . Im Ernst - ich denke nicht dass das nötig ist. Wenn man will kann man ja mit einem biegsamen Profil das ganze auf "rund" trimmen. Bei der Kuppel hatte ich auch die Ösen in etwa an die Stellen gesetz wo im Modell ein Knick war. Beim Letzen einfach frei Schnautze alle +/- 25 cm :ignore: .

Wenn du mit "normalem" Zeltstoff arbeitest solltest du auf jeden Fall die Stoffdehnung und die Webrichtung mit berücksichtigen. Wenn man das nicht macht sieht das so aus wie bei meiner Kuppel im Eingangsbereich (grün)!

Beim ersten Zelt hatte ich die Haken nirgens gefunden und hab D-ringe mit 20 mm zum Durchschieben genommen - Funkioniert ähnlich gut/schlecht wie ein Stofftunnel. Bei Wind und verschmutzt mit Lavastaub wird es aber sehr hakelig. ich würde auf jeden Fall wieder Haken nehmen. Die Haltebänder habe ich direkt mit eigenäht und erst auf die richtige Länge zusammengenäht nachdem das Zelt soweit fertig war. Ich hatte es auf der Wiese vor dem Haus zur Probe aufgebaut (siehe Bild oben). Dann mit Hilfe von Stecknadeln auf die richtige Länge gebracht. Das hatte den Vorteil, dass eventuelle Ungenauigkeiten vom Nähen ausgeglichen werden konnten. Allerdings würde ich beim nächsten Mal die Bänder DEUTLICH kürzer machen. Zudem habe ich dann im Laufe der Fahrt das, was zu lang war, noch abgeschnitten... Ich wollte mir eine Reserve lassen für den Fall, dass ich was flicken/ändern muss. (Das Bild mit "ELOphant" ist noch ungekürzt)

Nachtrag: ja das ist der rote Stoff den du auch hast -hätte vorher mal den link ansehen sollen. Für die anderen, die das Stöffchen nicht kennen - Recht steif, megarobust, super zu verarbeiten, wenn es nicht zu viele Lagen werden - dann wird sehr störrich, leider nicht mehr zu bekommen :sad:.

Sarekmaniac
30.10.2012, 15:00
Ein tolles Projekt. Im selbstgenähten Zelt schläft es sich am besten;-).

Dreiecke sind es ja eigentlich nicht. Eine sehr gute Berechnungshilfe ist der Kuppelzeltrechner von Christian Wagner (auf www.flusslinie.de). Vielleicht ein Tipp fürs nächste Zelt. (Das nächste Zelt kommt bestimmt:grins:).

Ganz wie Felö finde ich das Gewicht für die Konstruktion, drei gekreuzte Stangen etc., eher niedrig.

Die Weiterreißfestigkeit des roten Stoffs mit der Flauschinnenseite hat mich übrigens nicht so überzeugt, aber das ist wohl Glaubenssache.

NoPanik
30.10.2012, 15:18
doch doch .. sind im großen und ganzen Dreiecke... ich stell mal nen Planungsbildchen aus Sketchup rein.. (oder wie auch immer) rein .. sitze gerade bei den Eltern und hab die Daten nicht da.
- Nachtrag. Dreiecke.. da die Stangen sich unterschiedlich hoch kreuzen und unterschiedlich lang sind, das ganze also keinerlei Symetrie aufweist, kommen fast zwangsläufig Dreiecke heraus (beim neuen, hier vorgestellten!). Ich hatte auch die "Bögen" von Hand etwas angepaßt damit sich überhaupt Kreuzungspunkte ergeben. Das ist sicher meinem Nichtwissen von CAD-Programmen geschuldet. Aber es funktioniert. Und ja ich war selber mehr als überrascht dass der ganze Stoffberg ein ordentliches Zeltz ergibt.

Und ja im eigenen Zelt schläft es sich superdupermegamäßig :corton: ... vor allem wenn die Nachbarn rundrum entnerft abbauen :grrr: und das eigene nicht mal richtig flattert :ignore: .... lach.. . Und wenn man am nächstem Tag gefragt wird wo man das eil kaufen kann.. dann Fühlt man sich schon stolz wie Oskar
PS: nen tip am rande: wenn wer nach Kerlingarfjöll komme sollte - am Rand zelten, nah am Berg - zumindest wenn Wind vorhergesagt ist :bg:.

Weiterreißdingens.. dazu muß es aber auch erst mal reißen... :bg:

und ja das nächste ist gedanklich in Planung, nur soll es diesmal LEICHT werden und deutlich kürzer, wenn, dann für meine Mutter :D - mal sehen ich muß mal grob durchrechnen auf was für ein Endgewicht ich kommen würde.. extremtextil hat ja einen neuen leichten Boden im Programm. Was für eins?? noch keine Ahnung - liebäugel mit so was wie einem Tarpent - Boden und Mosquitonetz fest angenäht. Eingang mit Stock; hinten Bogen. Für bis zu zwei Personen und im Vorzelt Platz für Rucksack/Packtasche.. mal sehen.. max 1,5 Kg MIT Kleinzeug

zudem hätte ich gerne ne Daunenweste/Jacke/Hose nen neuen Rucksack.. die angeblich so unzerstörbare Lundhagshose franselt am Bein auch aus, nen paar Überhandschuhe könnt ich gebrauchen,.... und ich brauch endlich mal Zeit da alles auch anzugehen.. (wer schnittmuster hat... :grins:, her damit..)

Sarekmaniac
30.10.2012, 15:32
Grad auf dem Lavagedöns geht das schnell mit einem Schnitt.

Habe mir aus dem letzten Urlaub selbst entsprechende "Erinnerungen" mitgebracht.:roll:

Halb abgebautes Zelt liegt bei viel Wind flach auf dem Boden, man zieht es zu sich hin, oder kniet sich zum sichern drauf, darunter ein scharfkantiger Stein...

Und wie so ein Riss sich weiterarbeitet, wenn er einmal da ist, habe ich auch schon erlebt.

Aber egal, wer Zelte nähen kann, kann sie auch flicken.

NoPanik
30.10.2012, 15:50
JAAAAA

hatte Nadel und Zwirn und ein paar Stofffetzen mit dabei ;-).
Lavagedöns: da zeltet man auch nicht.. man sucht sich die Sandnischen dazwischen! Deswegen auch die langen Heringe

(http://www.xtend-adventure.com/Zelte/Zeltzubehoer/Relags-Zelthering-ABS-Kunststoff-22cm.html?listtype=search&searchparam=hering&pos=28&opos=37&sp=hering)

da nen Stein drauf und gut ist! Bei Schnee - eher dein Ressource - sicher nicht die erste Wahl. Aber auf Asche mit Stein drauf erste Wahl!
Und was irgendwie witzig (und auch traurig) ist. Ich hab wirklich zum Teil da gezeltet wo echt KEIN Mensch hinkommt! Und was finde ich .. nen Zeltnagel! Letzes Jaht war ich um zwei Nägel reicher.. dieses mal hab ich drei gefunden...und mitgenommen.

Sarekmaniac
30.10.2012, 15:59
Wir waren im Kljutschevskoj-Nationalpark auf Kamtschatka. Da gibt es keine Sandnischen, nur ein 30 km³ Lavafeld von einer großen Eruption 1975-76. Bis zu 10 m stark. Auch für die Zeltleinen musste man Eruptionsgestein nehmen - eher suboptimal.

NoPanik
30.10.2012, 16:06
autsch.. zum Zelten sicher aua!

kann in etwa nachvollziehen was das bedeutet, denke ich ... die Querung der Askija bei Schlechtwetter (Schnee/Wind/Nebel) zeigt einem dann doch SEHR deutlich wie klein Mensch ist! eine Stunde ~ max 2 Km Wegstrecke immer der Kraterwand nach..

jaydisl
30.10.2012, 17:47
nen paar Überhandschuhe könnt ich gebrauchen,.... und ich brauch endlich mal Zeit da alles auch anzugehen.. (wer schnittmuster hat... :grins:, her damit..)

In diesem Thread (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?60840-Vorstellung-Kleinigkeiten&p=1088778&viewfull=1#post1088778) gibt's zwei Paar Überhandschuhe. Wenn du Interesse an dem Schnittmuster der roten hast, melde dich einfach bei mir.

wulxc
30.10.2012, 21:25
Sehr schön!

Schade das es das Material nicht mehr gibt, ich hatte mal an ein kleines 1-Personen Zeltchen ähnlich dem Sublite von Tarptent nachgedacht.
Flächen in Dreieicke aufzuteilen hat früher auch AutoCad bei jeder Form gemacht und konnte damit eigentlich alles (entsprechend zackelig) abbilden (machen sie wahrscheinlich heute immer noch so, nur kleinere Dreieicke besser geglättet). Das funktioniert sehr gut, wenn man klar definierte Flächen bekommen will (ein Dreieick ist immer eben).
Ich finde es sehr gut, dass Du die Heringe in das Gewicht einbeziehst, da die Stabilität von einem Zelt zu einem sehr großen Teil auf der Anzahl der Abspannungen beruht (siehe große Lavus mit unzähligen Abspannungen) und daher das Gewicht ohne Abspannungen ohne Aussagekraft ist.

grüße wulxc

Sarekmaniac
30.10.2012, 21:49
Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch. Die (optischen) Dreiecke an einem Kuppelzelt oder Geodäten haben doch keine geraden Kanten. Die Kanten sind konvex.

Ähnliches hatte bei meinem Tunnel, die Seitenwände der Apsiden. Wenn man die als Dreieck zuschneidet, kommt eine Katastrophe raus.

wulxc
30.10.2012, 22:32
Das passiert nur dann, wenn du zu große Dreieicke nimmt (z.B. den Bereich beim Tunnel definiert vom seitlichen RV-Eingang, unterer Saum, Gestänegkanal als ein Dreieick). Wenn du aber kleinere Dreiecke nimmst (in diesem Beispiel alle eine Kante eine Teilstrecke vom Gestängekanal zu dem Treffpunkt Saum und Eingangs-RV) dann ergibt die Summe dieser Dreiecke je nach deren Anzahl mehr oder weniger exakt die Fläche (bei Anzahl gleich unendlich sollte es exakt passen). Wenn man dann entweder durch die über die Dreiecke gewonnen Punkte eine Kurve legt oder einfach deren Anzahl so hochdreht, dass deren Abweichung kleiner als die Toleranzen beim Nähen sind, hast du ein ausreichend exaktes Ergebnis. Die Kunst ist nur, die Dreiecke so in die Fläche zu legen, dass sie die Fläche gut abbilden (was gerade bei dem vorgestellten Zelt wegen der Abhängepunkte hervorragend geht).
Ich verwende die Methode mit den Dreiecken immer, um von dem CAD-Modell die Zuschnitte abzugreifen (und da muss es eine ebene Fläche werden, da der Stoff auch eben ist). Ich denke, bis jetzt hat es funktionert, wobei ich noch nicht raushabe, wie ich die Materialdehnung vorab einschätzen kann (die auch noch je nach Belastungsrichtung sich unterschiedlich auswirkt).
grüße, wulxc

NoPanik
31.10.2012, 10:12
@ wulxc

Das mit den Dreiecken stimmt eigentlich, eigentlich sollte das so NICHT passen.... aber der Stoff zieht sich auch noch etwas, was vieles ausgleicht - wir reden hier von ein paar Millimetern. Und wirklich "rundes" Nähen trau ich mir auch nicht zu... :roll: . Und ich war selber überrascht , dass am Ende ei Zelt bei rauskam - zwischendurch hatte ich doch ab und an erhebliche Zweifel daran. Und "Perfekt" ist es bei weitem noch nicht...

Zudem konnte ich den Rest noch über die Bänder ausgleichen. Die habe ich zwar recht willkürlich alle 25 cm gesetzt, aber natürlich drauf geachtet dass ich zumindest in der Nähe der "Ecken" bin.... Wenn man es genau nimmt bleiben die Dreiecksflächen so sogar (zum Teil) erhalten.

wulxc
31.10.2012, 21:18
Die Materialdehnung ist immer die große Unbekannte. Deswegen müsste man auch mehrere Vorversionen aus dem gleichen Endmaterial nähen, um zu einem perfekten Zelt zu kommen (darum wird auch kein Hersteller herum kommen).
Aber was zählt, ist doch der Gebrauchswert. Und der ist nach Deinem Bericht gegeben, also voller Erfolg. Die kritische Betrachtung ist dann nur das Lernen für das nächste Zelt (was dann aber wieder ganz anders ist, weil es zu langweilig ist immer das gleiche Zelt zu bauen - und werd braucht schon 3 x das gleiche Zelt, was immer perfekter wird?). Außerdem habe ich noch kein Zelz gesehen, das perfekt verarbeitet war, auch wenn man ganz genau hinsieht.
Rundes Nähen kann sehr einfach sein, wenn Du zwei gleiche Stück erst gleich aufeinanderlegen und mit einer Naht zusammennähen kannst und anschließend den Saum einnähst. Dies ist bei den meisten CAT-Schnitten der Fall. Einen Reißverschluss gerundet einzunähen hat mich aber an den Rand des Wahnsinns gebracht...
grüße, wulxc

jeha
28.01.2013, 09:27
Hallo,

auch von mir erstmal den gezogenen Hut vor der MYOG-Leistung!!




Der rote Stoff ist ein atmungsakrives Zeugs auf der Innenseite mit so ner Art Flies..... hält Kondenzwasser fest - wiegt aber auch 120 g m². Der Gelbe ist auch atmungsaktiv. Eigentlich ein Jackenstoff, wiegt 80g/m². Boden aus dem 90g/m² Zeltbodenstoff - alles von extremtextil - wobei die beiden ersten nicht mehr im Programm sind.

Hat sich der atmungsaktive Jackenstoff im Vergleich zu dem Zeltstoff mit Innenvlies bewährt? Läuft da nicht das Kondens, das nicht durchgeht, schnell innen runter?

Man muss ja nach Alternativen gucken, seitdem extremtextil das nicht mehr hat...

Viele Grüße
Jens

NoPanik
28.01.2013, 20:53
der Stoff ist Klasse - leider etwas schwer. Kondenz wird gut zurückgehalten. Richtig trocken ist es zwar nicht aber trocknet sehr schnell ab. Wenn es deutlich unter Null hat kann es aber gut sein, dass man im Schneegestöber steht.... habe aber noch keine Erfahrung mit... Nach Ostern vielleicht - dann geht es in die Schottischen Highlands.... hoffe dass es noch schön winterlich ist.. :-)
Ab hier edit - hatte ich vergessen. Die gelben Teile sind aus glattem atmungsaktiven Stoff - hier kann schon mal der ein oder andere Tropfen runterlaufen..leider..

jeha
29.01.2013, 08:30
Ab hier edit - hatte ich vergessen. Die gelben Teile sind aus glattem atmungsaktiven Stoff - hier kann schon mal der ein oder andere Tropfen runterlaufen..leider..


Ja, genau den meinte ich. Den "richtigen" Single-Wall-Zeltstoff gibts ja nicht mehr bei extremtextil, deswegen müsste man irgendeinen "Jackenstoff" nehmen.

Wenn es bei dem Stoff innen ggf. runterläuft, tendier ich wohl doch eher zu einem Double-Wall...

Eine schöne Tour in Schottland!

jeha
05.02.2013, 09:23
Moin,

ich bin's nochmal... ;-)

Sind die Bänder an den Haken elastisch oder festes Gurtband?

Schönen Gruß
Jens

NoPanik
05.02.2013, 21:04
die sind fest... und kann man mit Schnallen nachspannen.

GrouFu
06.02.2013, 02:23
die sind fest... und kann man mit Schnallen nachspannen.
Wie das? Hast du nicht geschrieben, dass du sie nach einem Testaufbau fest vernäht hast?

lg, aleX

jeha
06.02.2013, 20:07
Wie das? Hast du nicht geschrieben, dass du sie nach einem Testaufbau fest vernäht hast?

lg, aleX

Erstmal danke für die Antwort! Das würd mich jetzt aber auch nochmal interessieren - bist du da nochmal drangewesen?