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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [IS] Mit Rucksack und Kleinkind in den Norden Europas



LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 12:00
Hallo,
wir planen mitte August nächsten Jahres einen Urlaub in Island.

Früher sahen unsere Touren etwa so aus, dass in entsprechendem Land sowohl Stadtbesichtigungen, als auch mehrtägige Trekkingtouren auf dem Programm standen.
Nun sieht es etwas anders aus. Unsere Tochter wird zu besagtem Zeitpunkt fast 2 Jahre alt sein und kommt natürlich mit.
Wir sidn uns sicher, das ein Großteil de rReise problemlos sein wird. Nur um den Part mit der mehrtägigen Rucksacktour machen wir uns etwas Gedanken. Wir werden vermutlich zu 6. oder mehr plus Kind unterwegs sein. das bedeutet auch, dass es eine Kraxe weniger sein wird als erwachsene Teilnehmer. mit normalem Gepäck sicher kein Ding. ABER es wird vermutlich nicht machbar die komplette Verpflegung für eine mehrtägige Tour mitzuschleppen. Daher wäre eine Route mit der Möglichkeit Nahrungsmittel unterwegs zuzukaufen von Vorteil.

Gibt es hier vielleicht Jemanden der ähnliches schon durch hat? Welche Tour wäre zu empfehlen. Denn rund um diese würden wir uns dann an die restliche Planung machen.

Gruß und schonmal vielen Dank für die Antworten

motion
16.10.2012, 12:33
Hallo,
wir planen mitte August nächsten Jahres einen Urlaub in Island.

Früher sahen unsere Touren etwa so aus, dass in entsprechendem Land sowohl Stadtbesichtigungen, als auch mehrtägige Trekkingtouren auf dem Programm standen.
Nun sieht es etwas anders aus. Unsere Tochter wird zu besagtem Zeitpunkt fast 2 Jahre alt sein und kommt natürlich mit.
Wir sidn uns sicher, das ein Großteil de rReise problemlos sein wird. Nur um den Part mit der mehrtägigen Rucksacktour machen wir uns etwas Gedanken. Wir werden vermutlich zu 6. oder mehr plus Kind unterwegs sein. das bedeutet auch, dass es eine Kraxe weniger sein wird als erwachsene Teilnehmer. mit normalem Gepäck sicher kein Ding. ABER es wird vermutlich nicht machbar die komplette Verpflegung für eine mehrtägige Tour mitzuschleppen. Daher wäre eine Route mit der Möglichkeit Nahrungsmittel unterwegs zuzukaufen von Vorteil.

Gibt es hier vielleicht Jemanden der ähnliches schon durch hat? Welche Tour wäre zu empfehlen. Denn rund um diese würden wir uns dann an die restliche Planung machen.

Gruß und schonmal vielen Dank für die Antworten

Schau mal in den Reiseberichten da war vor kurzem eine Familie in Island mit Ihren beiden Kindern. Diese waren älter allerdings und der Bericht ist klasse. Ich finde ja Island zum Einstieg mit 2 jährigem Kind etwas rauh aber das ist Eure Sache ;-)

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 12:50
Danke
bei den Berichten hatte ich schon geschaut muss ich übersehen haben.

Es wäre ja nicht der Einstieg. Diesen September haben wir mit ihr 840km mit dem Rad gemacht ohne Probleme, daher denken wir das wird dnan auch klappen. Man muss natürlich den gesamten Tagesablauf auf das Kind einpegeln, aber das muss man ja überall ;)

Mus
16.10.2012, 14:49
Schau mal in den Reiseberichten da war vor kurzem eine Familie in Island mit Ihren beiden Kindern. Diese waren älter allerdings und der Bericht ist klasse. Ich finde ja Island zum Einstieg mit 2 jährigem Kind etwas rauh aber das ist Eure Sache ;-)

Er kann eigentlich nur diesen hier (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?59421-IS-Island-2010-Kinderkram&p=973322)meinen.

Diesen und andere Berichte über Reisen mit Kinder findest du im Unterforum "Unterwegs mit Kindern" (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?59421-IS-Island-2010-Kinderkram&p=973322).
Vielleicht findest du ja dort sonst noch Hilfreiches für eure Tour.

Cattlechaser
16.10.2012, 17:55
Nur um den Part mit der mehrtägigen Rucksacktour machen wir uns etwas Gedanken. Wir werden vermutlich zu 6. oder mehr plus Kind unterwegs sein. das bedeutet auch, dass es eine Kraxe weniger sein wird als erwachsene Teilnehmer. mit normalem Gepäck sicher kein Ding.

Liebe LittleFamilyOnTour,

zunächst willkommen im Forum.

Was bedeutet denn für dich in diesem Zusammenhang eine Kraxe? Ich verstehe darunter, dass du in einer Kraxe ein Kind transportierst. Wenn ihr nun mit 6 Erwachsenen unterwegs seid und mit einer Ausnahme alle ein Kind schleppen wollt, wird das ein bissle schwierig!

Oder meinst du, dass alle anderen fünf einen Rucksack (bzw. eine kraxe) mit Gepäck tragen und ein Erwachsener das Kind? Dann sehe ich nun überhaupt kein Problem, das Gepäck zu tragen. Das Zelt schnallst du dir unter die Kinderkraxe, ein bis zwei Luftmatratzen hinten dran, in die Tasche unter dem Sitz kommt soviel Kinderkleidung wie nur möglich. Der andere schleppt dann mit einem großen Rucksack den Rest und die Verpflegung werden ja hoffentlich die übrigen Erwachsenen tragen können. Oder hab ich dich falsch verstanden?

Es gibt eine sehr schönes Auflistung von Reiseberichten mit Kindern (http://www.outdoorseiten.net/forum/forumdisplay.php?138-Unterwegs-mit-Kindern). Der Reisebericht von tah ist grandios. Unter anderem findest du auch meinen Bericht über eine Tour in den schottischen Highlands mit einem 3,5-jährigen. Schau mal rein.;-)

bjoernsson
16.10.2012, 18:08
Unsere Tochter wird zu besagtem Zeitpunkt fast 2 Jahre alt sein


Diesen September haben wir mit ihr 840km mit dem Rad gemacht ohne Probleme

Beachte bitte, dass sich die Bedürfnisse zwischen einem ein- und einem zweijährigen Kind deutlich unterscheiden (ein zweijähriges Kind wird z.B. sehr viel mehr eigenen "Auslauf" haben wollen als ein einjähriges, was euch in der Kilometerleistung durchaus einschränken könnte).

Den Essenstransport sehe ich bei der von dir genannten Gruppengröße und einer nicht zu übermotivierten Tourenlänge nicht als das große Problem an. Da sollten die anderen fünf Erwachsenen doch in der Lage sein, deine Klamotten plus das Essen zu verteilen (das klappt ja schon manchmal bei einer Gruppe von drei Personen). Ich möchte dir aber ein anderes Problem nennen: Der Windeltransport. Dabei sind die leeren Windeln gar nicht mal das große Problem ... ;)

Weitere Dinge, die ihr bedenken solltet: Ein zweijähriges Kind ist deutlich wetterempfindlicher (vor allem Kälte) als ihr, die meisten Trekkingrouten auf Island besitzen keinen "Notausgang" - sondern ihr müsst im Notfall eventuell noch zwei, drei Tage laufen, vielleicht sogar mit der einen oder anderen Flussdurchquerung. Wollt ihr das eurem Kind wirklich antun - und seit ihr einer solchen Situation im Notfall pysisch und psychisch gewachsen (es ist schon etwas anderes, ob es um das eigene Leben oder das Leben des Kindes geht!)? Es gibt alternativ sehr schöne Tagestouren auf Island.

Enja
16.10.2012, 18:17
Die sechs Erwachsenen müssen natürlich auch damit einverstanden sein, dass sich die Tour mehr oder weniger am Kind ausrichtet. Wenn das Zweijährige laufen möchte, wird eben im Zweijährigen-Tempo gegangen. Wenn es irgendwo anhalten und spielen möchte, kommt ihr dem nach. Und wenn es nicht gut drauf ist, bleibt ihr eben an Ort und Stelle.

Nun müsst ihr noch irgendeinen Plan B bereit halten, was passiert, wenn das Kind krank wird oder sich verletzt.

Waldhexe
16.10.2012, 19:57
Ausgerechnet Island?!
Es ist zwar schon eine Weile her, dass ich dort war und man kann ja auch Glück haben mit dem Wetter - was ich damals zeitweise auch hatte - aber das würde ich meinem Kind und mir nicht antun. Ich war schon viel in Skandinavien und GB einschließlich Schottland unterwegs, nicht nur im Sommer, aber die Bedingungen in Island können schon sehr tough sein - auch für die Psyche - und meiner Meinung nach für kleine Kinder auf Trekkingtour nicht geeignet. Nicht umsonst ist ein viertel Islands unter Eis...
Seid Ihr sicher, dass Ihr Euch und Euer Kind nicht überfordert?
Wie wäre es statt dessen z.B. mit der Region des südlichen Kungsleden in Schweden? Ebenfalls sehr sehr reizvoll, herausfordernd und wenn man das "Jämtlanddreieck" zwischen Helagshütte, Blahammeren und Sylarna etwas meidet auch nicht überlaufen. Ihr könntet spätestens alle 2-3 Tage in den Hütten Lebensmittel nachkaufen, bei Sauwetter den Zwerg mal in der Hütte spielen und rennen lassen bzw. in der Hütte übernachten.

Gruß,

Claudia

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 20:04
Liebe LittleFamilyOnTour,

zunächst willkommen im Forum.

Was bedeutet denn für dich in diesem Zusammenhang eine Kraxe? Ich verstehe darunter, dass du in einer Kraxe ein Kind transportierst. Wenn ihr nun mit 6 Erwachsenen unterwegs seid und mit einer Ausnahme alle ein Kind schleppen wollt, wird das ein bissle schwierig!

Oder meinst du, dass alle anderen fünf einen Rucksack (bzw. eine kraxe) mit Gepäck tragen und ein Erwachsener das Kind? Dann sehe ich nun überhaupt kein Problem, das Gepäck zu tragen. Das Zelt schnallst du dir unter die Kinderkraxe, ein bis zwei Luftmatratzen hinten dran, in die Tasche unter dem Sitz kommt soviel Kinderkleidung wie nur möglich. Der andere schleppt dann mit einem großen Rucksack den Rest und die Verpflegung werden ja hoffentlich die übrigen Erwachsenen tragen können. Oder hab ich dich falsch verstanden?

Es gibt eine sehr schönes Auflistung von Reiseberichten mit Kindern (http://www.outdoorseiten.net/forum/forumdisplay.php?138-Unterwegs-mit-Kindern). Der Reisebericht von tah ist grandios. Unter anderem findest du auch meinen Bericht über eine Tour in den schottischen Highlands mit einem 3,5-jährigen. Schau mal rein.;-)


Hallo und vielen Dank für die Auflistung das wird definitiv nach dem essen durchgeforstet. Ich meine die zweitgenannte Variante.einer trägt das Kind der Rest Rucksäcke (Kraxe eben), ABER die kleine kommt definitiv nicht in eine Kinderkraxe sondern in eine geeignete Tragehilfe, daher fällt da etwas Stauraum weg,wobei das Staufach durch eine entsprechende Hüfttasche ersetzt wird.
Wenn wir so packen wie sonst ist es auch definitiv kein Problem das zelt und auch die übrige Isomatte auf die anderen zu verteilen.In besagter Gruppe waren wir schon oft genug unterwegs um zu wissen wo noch Platz und vorallem Athem ist :)

Nun wäre es jedoch noch wichtig zu wissen welche Tour zu empofehlen ist zwecks Zivilisationsnähe und Verpflegungsnachschub.

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 20:09
Die sechs Erwachsenen müssen natürlich auch damit einverstanden sein, dass sich die Tour mehr oder weniger am Kind ausrichtet. Wenn das Zweijährige laufen möchte, wird eben im Zweijährigen-Tempo gegangen. Wenn es irgendwo anhalten und spielen möchte, kommt ihr dem nach. Und wenn es nicht gut drauf ist, bleibt ihr eben an Ort und Stelle.

Nun müsst ihr noch irgendeinen Plan B bereit halten, was passiert, wenn das Kind krank wird oder sich verletzt.


das ist klar:)

Und ich weiss auch, dass ein jahr bei den zwergen einen gewaltigen Unterschied ausmacht.
Natürlich muss isch dann alles nach der Kleinen richten,so wie es im letzten Urlaub auch war. Damit hat keiner ein Problem. Und Plan B haben wir bis Dato immer gebraucht :roll: keiner von uns geht noch davon aus, dass irgendeine super ausgeklügelte Erstvariante funktioniert.

Zur im anderen Beitrag erwähnten Wetterfestigkeit. Ja daran haben wir eben auch gedacht, daher die suche nach der Tour mit Zivilisationsnähe,oder eben kombinierbaren Tagestouren.

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 20:12
Ausgerechnet Island?!
Es ist zwar schon eine Weile her, dass ich dort war und man kann ja auch Glück haben mit dem Wetter - was ich damals zeitweise auch hatte - aber das würde ich meinem Kind und mir nicht antun. Ich war schon viel in Skandinavien und GB einschließlich Schottland unterwegs, nicht nur im Sommer, aber die Bedingungen in Island können schon sehr tough sein - auch für die Psyche - und meiner Meinung nach für kleine Kinder auf Trekkingtour nicht geeignet. Nicht umsonst ist ein viertel Islands unter Eis...
Seid Ihr sicher, dass Ihr Euch und Euer Kind nicht überfordert?
Wie wäre es statt dessen z.B. mit der Region des südlichen Kungsleden in Schweden? Ebenfalls sehr sehr reizvoll, herausfordernd und wenn man das "Jämtlanddreieck" zwischen Helagshütte, Blahammeren und Sylarna etwas meidet auch nicht überlaufen. Ihr könntet spätestens alle 2-3 Tage in den Hütten Lebensmittel nachkaufen, bei Sauwetter den Zwerg mal in der Hütte spielen und rennen lassen bzw. in der Hütte übernachten.

Gruß,

Claudia

Ja Kungsleden schonwieder?;9 also als wir dort waren hatten wir Nachts -4°C, 3tage regen am Stück und getroffen sind wir auf 4 weitrere Gruppen...Und entweder wir waren zur Falschen Zeit (wäre aber wieder der selbe Zeitraum,oder in den falschen Hütten denn Lebensmittel gab es dort keine,daher haben wir es ja auch ausgeschlossen.


was ich vergaß.in einem anderen Beitrag wurde an das Windelproblem erinnert. So wie es jetzt läuft stehen die Chancen gut,dass dieses bis dahin nichtmehr besteht. Aber ja auch das bedenken wir.

bjoernsson
16.10.2012, 20:22
daher die suche nach der Tour mit Zivilisationsnähe,oder eben kombinierbaren Tagestouren.

Eine Mehrtagestour in Zivilisationsnähe ist mir auf Island nicht bekannt. Selbst der Laugavegur, der bekannteste und wohl auch am meisten begangene Fernwanderweg Islands, geht durch eine "Wildnis" mit Flussdurchquerungen etc. Ein gutes Bild davon bekommst du in dem hier schön öfters erwähnten Reisebericht.

Ich will dir aber auch gar nicht komplett von eurer Idee abraten - im Gegenteil, wir haben mit unserer Tochter (damals zwei Jahre alt) auch eine wunderschöne Hüttentour in den bayerischen Alpen gemacht (und wurden vorher von vielen für verrückt erklärt ...). Aber aus diesen Erfahrungen kann ich heute auch einschätzen, was es heißt, mit Kleinkind "im Rucksack" unterwegs zu sein. Persönlich musste ich nämlich auch lernen, dass sich "Outdoor" mit kleinem Kind ganz anders gestaltet - und gestalten muss - als in meinem Leben vor dem Kind.

Die Idee mit den "kombinierbaren Tagestouren" halte ich aber für durchaus sinnvoll (sei dir einfach bewusst, dass selbst im Hochsommer immer wieder erwachsene Menschen im Hochland und auf auf vielbegangenen Wanderwegen sterben, da sie den Konditionen dort nicht gewachsen sind) - und auch mit kleinem Kind machbar. Die Region rund um Landmannalaugar (Naturschutzgebiet Fjallaback) hält schöne Ziele für zwei, drei Tage bereit - mit Kind vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Ansosnten fällt mir noch spontan der ehemalige Nationalpark Skaftafell ein. Im ehemaligen Jökulsargljufur-Nationalpark gibt es eine wohl recht einfache Zweitagestour parallel zum Jökulsa a Fjöllum.

bjoernsson
16.10.2012, 20:27
Ja Kungsleden schonwieder?;9 also als wir dort waren hatten wir Nachts -4°C, 3tage regen am Stück und getroffen sind wir auf 4 weitrere Gruppen...Und entweder wir waren zur Falschen Zeit (wäre aber wieder der selbe Zeitraum,oder in den falschen Hütten denn Lebensmittel gab es dort keine,daher haben wir es ja auch ausgeschlossen.

Jetzt verwirrst du mich aber doch ein bisschen. Wenn ihr den Kungsleden aus diesen Gründen ausgeschlossen habt - wie kommt ihr dann auf Island? Du weißt schon, dass du dort auch im Hochsommer drei Tage Schnee am Stück haben kannst, bei einem Sturm, bei dem du dich als erwachsener Mensch kaum auf den Beinen halten kannst? Das Wege tagelang unpassierbar sein können, weil Flüsse vor und hinter dir nur unter Lebensgefahr durchwatet werden können? Ich hatte bislang den "Verdacht", dass ihr euch schon ein bisschen mit dem Reioseziel Island auseinandergesetzt hattet...!?

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 20:34
soo, anscheinend habe ich mich unverständlich ausgedrückt.

Wir sind uns sehr wohl bewusst wie das Wetter in Islan aussieht.
Es geht keinesfalls um eine elendiglange Tour abseits jeglicher Zivilisation, sondern um wie schon oben mehrfach erwähnt. etwas Zivilisationsnahes mit der Möglichkeit sich unterwegs neu zu Verpflegen. auch Tagestouren die kombinierbar sind wären eine gute Option.

Und der Kungsleden wurde nicht auf Grund der Wetterlage ausgeschlossen,sondern weil wir dort auf unserer Tour 2010 nicht wirklich die Zivilisationsnähe und garkeine Verpflegungsmöglichkeit hatten.

Ich wollte hier keine Diskussion darüber hervorrufen was man "dem Kind antun" will.

Waldhexe
16.10.2012, 20:34
Im August gibt es in den Hütten definitiv Lebensmittel zu kaufen - zumindest auf dem südlichen Kungsleden!
Das Wetter in Island ist rauher als auf dem Kungsleden!
Und ein Kind das mit fast zwei keine Windel mehr braucht und das sich das schon ein dreiviertel Jahr vorher ankündigt: Fast ein Wunder!

Außerdem: Island ist nicht die bayrischen Alpen. Ich habe meine Große als sie noch klein (1 Jahr) war auch schon in den Alpen herumgetragen - auf Tagestouren!

Also ich fand Faltboottouren mit kleinen Kindern in Ordnung: Die Kinder können bequem schlafen wenn sie wollen, haben es in der Spritzdecke warm und ziemlich trocken und sie haben mehr Bewegungsfreiheit als in der Kraxe. Und: Ich muss das Gerödel nicht schleppen. Trotzdem fand ich die Touren mit kleinen Kindern sehr anstrengend. Die Kinder kamen oft an Ihre Grenzen und wir auch: "Hausarbeit" ohne Ende wie zu Hause - nur unter erschwerten Bedingungen.

Gruß,

Claudia

P.S.: Du willst keine Diskussion, ob man das dem Kind antun kann - war erwartest Du dann von uns? Warst Du schon in Island?
Meine ganz persönliche Meinung ist: Dein Plan ist egoistisch.

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 20:40
Ich will dir aber auch gar nicht komplett von eurer Idee abraten - im Gegenteil, wir haben mit unserer Tochter (damals zwei Jahre alt) auch eine wunderschöne Hüttentour in den bayerischen Alpen gemacht (und wurden vorher von vielen für verrückt erklärt ...). Aber aus diesen Erfahrungen kann ich heute auch einschätzen, was es heißt, mit Kleinkind "im Rucksack" unterwegs zu sein. Persönlich musste ich nämlich auch lernen, dass sich "Outdoor" mit kleinem Kind ganz anders gestaltet - und gestalten muss - als in meinem Leben vor dem Kind.


wie wahr. das haben wir selbst im Elbsandsteingebirge schon gemerkt. Und auch auf unserer radtour wurden wir zu einem Großteil blöd angeschaut oder gar verächtlich Kommentiert. Aber das war ja nun mitten durch Deutschland...



Die Idee mit den "kombinierbaren Tagestouren" halte ich aber für durchaus sinnvoll (sei dir einfach bewusst, dass selbst im Hochsommer immer wieder erwachsene Menschen im Hochland und auf auf vielbegangenen Wanderwegen sterben, da sie den Konditionen dort nicht gewachsen sind) - und auch mit kleinem Kind machbar. Die Region rund um Landmannalaugar (Naturschutzgebiet Fjallaback) hält schöne Ziele für zwei, drei Tage bereit - mit Kind vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Ansosnten fällt mir noch spontan der ehemalige Nationalpark Skaftafell ein. Im ehemaligen Jökulsargljufur-Nationalpark gibt es eine wohl recht einfache Zweitagestour parallel zum Jökulsa a Fjöllum.


DANKE! diese Informationen helfen uns ungemein weiter. Genau soetwas haben wir gesucht.

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 20:48
Im August gibt es in den Hütten definitiv Lebensmittel zu kaufen - zumindest auf dem südlichen Kungsleden!
Das Wetter in Island ist rauher als auf dem Kungsleden!
Und ein Kind das mit fast zwei keine Windel mehr braucht und das sich das schon ein dreiviertel Jahr vorher ankündigt: Fast ein Wunder!

Außerdem: Island ist nicht die bayrischen Alpen. Ich habe meine Große als sie noch klein (1 Jahr) war auch schon in den Alpen herumgetragen - auf Tagestouren!

Also ich fand Faltboottouren mit kleinen Kindern in Ordnung: Die Kinder können bequem schlafen wenn sie wollen, haben es in der Spritzdecke warm und ziemlich trocken und sie haben mehr Bewegungsfreiheit als in der Kraxe. Und: Ich muss das Gerödel nicht schleppen. Trotzdem fand ich die Touren mit kleinen Kindern sehr anstrengend. Die Kinder kamen oft an Ihre Grenzen und wir auch: "Hausarbeit" ohne Ende wie zu Hause - nur unter erschwerten Bedingungen.

Gruß,

Claudia

P.S.: Du willst keine Diskussion, ob man das dem Kind antun kann - war erwartest Du dann von uns? Warst Du schon in Island?
Meine ganz persönliche Meinung ist: Dein Plan ist egoistisch.

schön, dass ist deine Meinung und diese akzeptiere ich gern, aber sehr schön, dass ihr Verpflegung auf den Hütten hattet. Ich bin zwar Sehschwach aber nicht blind bei uns gab es das definitiv nicht.
(und wenn du ein 2jähriges Kind, welches trocken ist für ein Wunder hältst dann informier dich doch gern über windelfrei.)


Island ist auch nicht unsere einzige Option. Es geht darum abzuwägen wo dort und wie es möglich ist. Dabei beachten wir auch gern, dass du persönlich soetwas komplett ausschließen würdest.

Mus
16.10.2012, 20:56
Da es jetzt doch in die Richtung "Touren mit einem Kleinkind"-Beratung geht, kann ich vielleicht doch auch etwas dazu beitragen:
Windeln: Ja, das war in der Tat bei uns auch immer der größte Gepäckbrocken (neben der Babynahrung im ersten Jahr). Zumal ich nicht zu knapp kalkulieren wollte. Montezumas Rache kann die Kleinen unterwegs auch treffen, wo wir niemals Probleme haben würden. Schließlich hocken sie überwíegend auf dem Boden und untersuchen den nicht ausschließlich mit den Händen. Ich war ausgesprochen froh, dass wir die vollen Windeln spätestens nach zwei Tagen wieder entsorgen konnten.
Bedürfnisse:Ich fand ebenfalls, dass es mit einem einjährigen Kind wesentlich einfacher war, als mit einem zweijährigen. Das schläft weniger und will sich mehr bewegen. Nur bei nassem Wetter ist das zweijährige einfacher, da es nicht mehr im Schlamm hockt.
TransportBitte probiert vorher auch die Trage auf langen Strecken aus und schließt nicht vom Hänger auf die Trage. Bei uns gab es ein deutliches Gefälle wie gut es schläft und wie friedlich es in Wachphasen ist von "Hänger gefahren" über "Hänger geschoben" zu "Kind auf dem Rücken". Irgendwie lullt die Rollerei wohl besser ein.
Sicherheit: Spielt doch mal in Gedanken durch was so an "normalen Problemen mit Kind" auftreten kann (die Katastrophen kann man eh nicht abschätzen also nur Fieber, Durchfall, auf den Kopf fallen, Ohrenschmerzen, Platzwunde) und überlegt ehrlich, ob ihr dabei in der Pampa souverän bleibt oder ohne erreichbare Hilfe ehr Panik bekommt. Versteht mich richtig, ich will nicht sagen "Tut es bloß nicht!" sondern nur, dass ihr wisst ob es für euch persönlich bewältigbar ist. Das kann von Kind zu Kind bzw von Eltern zu Eltern sehr unterschiedlich sein. Meine eigene Erfahrung und Beobachtung bei anderen Eltern: Je älter die Kinder um so ehr kann man als Eltern einschätzen wie kritisch die Situation wirklich ist.

Edit: O.K. Dann vergiss den Teil mit den Windeln einfach mal. Das passiert halt, wenn man zwischen dem Schreiben erstmal die Kinder ins Bett bringt. ;-)Schwupp schon sind zig neue Beiträge da.:o

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 21:06
die Windeln, wenn dann noch vorhanden werden sicher das nervigste sein,das glaub ich gern:)

Die Trage müssen wir zum Glück nicht auf langsteckentauglichkeit überprüfen, wobei sich das bis dahin sicher auch ändenr kann.Die Kleine ist ein Vollzeittragling und hat in Ihrem Leben bis dato nur 2mal in einem Kinderwagen gelegen. und darin auch noch schlechter geschlafen als auf meinem Rücken.

Das die Kinder jedoch in solch eienr Kraxe schlechter schlafen kann ich mir gut vorstellen.

Vielen Dank für deine Anregungen

Mus
16.10.2012, 21:12
die Windeln, wenn dann noch vorhanden werden sicher das nervigste sein,das glaub ich gern:)

Die Trage müssen wir zum Glück nicht auf langsteckentauglichkeit überprüfen, wobei sich das bis dahin sicher auch ändenr kann.Die Kleine ist ein Vollzeittragling und hat in Ihrem Leben bis dato nur 2mal in einem Kinderwagen gelegen. und darin auch noch schlechter geschlafen als auf meinem Rücken.

Das die Kinder jedoch in solch eienr Kraxe schlechter schlafen kann ich mir gut vorstellen.

Vielen Dank für deine Anregungen

Ich rede auch von zwei Kindern die von Anfang an getragen wurden, Tuch oder Manduca. Der Hänger muss bei uns nur ran, wenn wir Fahrrad fahren oder viel Gepäck oder Einkäufe haben.
Ich sag ja auch nicht "Das geht nicht!", ich sage nur: Probiert es bitte unter ähnlichen Bedingungen aus: also lange Zeiträume an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen, Trage, älteres Kind, bevor ihr euch in die Pampa begebt, wo es keinen Ausweg mehr gibt. (Wegen dem Kind UND euren Nerven, das soll schließlich euer Urlaub sein.)

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 21:16
na das werden wir definitiv vorher machen, kann sich ja bis dahin auch nochmal total ändenr wie ihr das gefällt :)

aber nen 2jähriges würd ich auch nicht in die manduca packen die is ja jetz schon zu klein :(

fcelch
16.10.2012, 21:33
Hallo,

in meinen Augen (habe selber 2 Kinder, inzwischen 8 und 11) ist sowas nicht kindgerecht. Überhaupt nicht! So sehr es schmerzt wenn man gerne wandert: Das ist nichts für Kind und Eltern. Ihr tut dem Kind ehr einen Gefallen wenn ihr ein paar Jahre Ostsee- oder Alpenurlaub macht und wieder Mehrtagestouren macht wenn das Kind größer ist. Tagestouren sind in der Kraxe ja OK.....und damit meine ich ehr 2 bis 4 h und nicht 6 bis 10 h. Und wohlgemerkt auch nicht täglich. Ein Kind hat gerade in dem Alter andere Bedürfnisse (eine Wiese mit See oder Tümpel und ein paar Tiere sind völlig ausreichend), will sich bewegen, spielen, die welt entdecken. Und dafür muss man nicht bis an den A....der Welt fahren.
Ich will hier nicht den Klugscheißer machen sondern nur meine persönliche Meinung und Erfahrung kund tun. Wir haben das Wandern als Mehrtagestour wieder aufgenommen als die jüngere 5 war. Und selbst dann sollte man es nicht übertreiben. 3 h Gehzeit sind dann ausreichend. Ich bin mit meinen Kindern schon bis an die Grenze zur Erschöpfung gelaufen und wir haben uns hinterher Vorwürfe gemacht.

Gruß,
FCElch

Chouchen
16.10.2012, 21:50
Wie bjoernsson schon schrieb: Meines Wissens nach gibt es keine Mehrtagestrecks auf Island mit Versorgungsmöglichkeit auf Hütten.

Vielleicht wäre es neben Tagestouren ja auch eine Möglichkeit eine Hüttentour zu machen? Hüttenplätze müsstet ihr zwar dringend mit reichlich Vorlauf reservieren, aber ihr müsstet keine Zelte und Kocher mitschleppen und hättet dafür mehr Platz für die Lebensmittelmitnahme.

Relativ kurz, flach und einfach ist der Kjalvegur (http://www.isafold.de/trekking/trekkingrouten.htm#kjalvegur). Den könnte ich mir ganz gut mit einem Kleinkind vorstellen. Hier kommt man an Hütten vorbei und am Ende in Hveravellir kann man wenigstens ein bisschen was kaufen und kommt mit dem Bus wieder weg. Ausserdem gibt es da einen warmen Bach und einen Hotpot. Das könnte dem Kleinen Spaß machen.

Auf dem Laugavegur kann man auch Hüttenplätze buchen, inzwischen gibt es z.T. auch eine Busanbindung in der Hauptsaison, so das Notausstiege einfacher geworden sind. Den würde ich persönlich aber trotzdem nicht mit einem Kleinkind machen.

Sehr schön im Osten und wenig begangen ist die Strecke von Fjord zu Fjord von Borgarfjörður nach Seyðisfjörður (Ich glaub, das ist eine 4-tägige Route, müsste ich aber nachschlagen.). Hier gibt es sehr schöne, fast niegelnagelneue Hütten. Man latscht zwar schon einiges an Höhenmetern (runter innen Fjord, rauf aussem Fjord, runter innen Fjord...), aber der Weg ist recht einfach.
Überhaupt eignet sich Borgarfjörður eystri auch sehr gut als Standquartier für Tagestouren. In der Gegend gibt es sehr schöne Touren durch wunderbar buntes Gestein, der Campingplatz ist nett, im Ort kann man was kaufen, man kann sehr gut Papageientaucher beobachten... Nachteil: In den Ostfjorden hängt sich gerne mal der Nebel fest, dann kann es recht deprimierend sein.

In zwei Tagen kann man im Norden von der Schlucht Ásbyrgi zum Wasserfall Dettifoss gehen. Da gibt es zwar keine Hütte, aber man muss nur wenige Lebensmittel mitnehmen. Es ist ein einfacher, aber landschaftlich grandioser Weg. Allerdings geht es in weiten Teilen an einer Schlucht vorbei. Wenn der Zwerg selbst läuft, müssen die Erwachsenen wirklich gut aufpassen.

Ansonsten sind neben den schon erwähnten Skaftafell und Landmannalaugar auch Vík an der Südküste als Standquartier für Tagestouren geeignet.

Ganz allgemein: Ich finde, Island ist durchaus auch mit (Klein-)Kindern ein lohnenswertes Ziel. Isländer sind sehr kinderlieb und die allgegenwärtigen Schwimmbäder sind neben den Schafen und Pferden ein Highlight für Kinder. Es kann aber wirklich sehr übles Wetter geben. Deswegen würde ich mich mit einem so kleinen Kind vermutlich nur auf Plätze begeben, bei denen eine schnelle Flucht entweder in ein festes Gebäude oder in ein Auto möglich ist. Ich liebe mein Zelt, aber ich würde in so einer Gruppenkonstellation wie eurer auf Island vermutlich die Kombination Ferienhaus und Mietwagen nehmen.
Aber lasst euch von mir Unke nicht entmutigen! ;-)

Chouchen
16.10.2012, 21:53
Ach ja, Windeln: Ihr müsst beachten, dass ihr bei Mehrtagestouren euren Müll von den meisten Hütten auch wieder mitnehmen müsst. Das kann bei Windeln dann schon ganz schön nervig werden.

Mus
16.10.2012, 21:56
in meinen Augen ist sowas nicht kindgerecht. Überhaupt nicht! So sehr es schmerzt wenn man gerne wandert: Das ist nichts für Kind und Eltern. Ihr tut dem Kind ehr einen Gefallen wenn ihr ein paar Jahre Ostsee- oder Alpenurlaub macht und wieder Mehrtagestouren macht wenn das Kind größer ist.


Ich will hier nicht den Klugscheißer machen sondern nur meine persönliche Meinung und Erfahrung kund tun.

(Hervorhebung durch mich) Das widerspricht sich.




Wir haben das Wandern als Mehrtagestour wieder aufgenommen als die jüngere 5 war. Und selbst dann sollte man es nicht übertreiben. 3 h Gehzeit sind dann ausreichend. Ich bin mit meinen Kindern schon bis an die Grenze zur Erschöpfung gelaufen und wir haben uns hinterher Vorwürfe gemacht.

Gruß,
FCElch

Und wir haben mit beiden von Anfang an (naja ab 9 Monate) Mehrtagestouren, z.T. Mehrwochentouren gemacht. Es war kein Problem. Der Große hat sich beschwert als wir wegen der kleine ein Jahr stationär gecampt haben "das war gar kein richtiger Urlaub. Mehr als 3h Gehzeit sind gar kein Problem (nur weniger:bg:). Ich bin mit meinen Kindern als der Große 5 war auch schon bis an die Grenze der Erschöpfung gelaufen. Ähh meine, nicht seine. Der ist nach 33 km noch fröhlich über den Platz gerast und hat Holzklotzpyramiden geschichtet. Ich war froh einen Holzklotz zum drauf Sitzen zu haben.

Das ist meine persönliche Erfahrung. Die ist anders als deine. Und beide sind anders als alle anderen. Wir haben alle unterschiedliche Stärken, Schwächen und Bedürfnisse. Da kann man wirklich schlecht absolute Ratschläge aussprechen, was Tourgestaltung, Kilometerleistung, max. Gehzeit, max. in-was-auch-immer-hock-Zeit,....angeht. Das gilt für Kinder noch mehr als für Erwachsene. Und ein ganzes Familiensystem ist kann da noch extremer sein. Wenn Papa und Mama mit dem Urlaub kreuzunglücklich sind, wird auch das Kind nicht glücklich sein, egal wie kindgerecht es da ist.

Ich finde es nur wichtig das der TO seine eigenen Erfahrungen schon hat, bevor er sich in die Pampa begibt und sie nicht dort machen muss, wo es eben keinen einfachen "Seitenausgang" mehr gibt.

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 22:19
@chouchen: danke für die vielen ANregungen. ich habe jetzt eine Liste angefangen und arbeite mal langsam ab mir das alles anzuschauen :) leihwagen ist aber eher ausgeschlossen,da die gruppenstärke ja größer ist als nur wir 3 und ich auch nicht fahre sondenr nur mein mann. das wäre dann wohl weniger urlaub

und wegen der hüttentour, an sowas haben wir auch schon gedacht, jedoch weiss ich auch nicht...ich würd wohl eher nicht ohne zelt losmachen.allein weil es ja doch möglich ist, dass es blöd läuft mit der Kleinen und die nächste Hütte in endlose ferne rückt. da ist das zelt schon so eine gewisse Sicherheit die ich uns nicht nehmen möchte und dann eben genauso auch der kocher


@mus: das dachte ich mir auch schon was den widerspruch angeht, aber egal...ich glaube wenn wir alle Vorschläge aufgearbeitet haben werd ich dich nochmal gezielt nerven, da du hier bis jetzt die meisten Erfahrungen mit Zwergen in dem alter zu haben scheinst

(hach war das alles noch einfach als die Kleine noch nix zu essen sehen wollte ausser Mamis Milch das spart ungemein Gepäck und mit Minizwerg im Tuch vorne kann man auch selbst noch nen vollen Rucksack nehmen...)

chartinaelik
16.10.2012, 22:31
Darf ich fragen, wie das Kind dann mit Ü2 getragen werden soll, wenn es keine Kindertrage sein wird? Bitte laßt uns wissen, ob das Kind dann schon windelfrei ist. Wir haben in Schweden beim Kajaken aber auch nicht sonderlich viele Windeln verbraucht und mit 2 kann das Kind ja schon gut sagen, wann es muß. Werdet ihr für die Nacht eine Windel mithaben? Ich hatte für die Nächte einen kleinen Buddeleimer, denn wenn dann das Kind muß, muß es schnell gehen. Da kam der Buddeleimer als mobiles Klo immer gut zum Einsatz. Trotzdem war gelegentlich doch der Schlafsack naß.

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 22:36
Darf ich fragen, wie das Kind dann mit Ü2 getragen werden soll, wenn es keine Kindertrage sein wird? Bitte laßt uns wissen, ob das Kind dann schon windelfrei ist. Wir haben in Schweden beim Kajaken aber auch nicht sonderlich viele Windeln verbraucht und mit 2 kann das Kind ja schon gut sagen, wann es muß. Werdet ihr für die Nacht eine Windel mithaben? Ich hatte für die Nächte einen kleinen Buddeleimer, denn wenn dann das Kind muß, muß es schnell gehen. Da kam der Buddeleimer als mobiles Klo immer gut zum Einsatz. Trotzdem war gelegentlich doch der Schlafsack naß.


es soll eine Kindertrage sein, aber eine geeignete nicht die manduca die wie erwähnt ja jetzt schon zu klein ist.

Oh das mit dem Buddeleimer muss ich mir merken das is ja genial und den hat man eh dabei vermutlich :) danke!
Aber ich hab noch null plan wegen der windeln werden wir sehen wie der stand dann ist. tagsüber ist sie jetzt am wochenende eigentlich trocken, in de rkrippe nicht. für die nächte nehmen wir aber denk ich lieber was mit. nichts ist schlimmer als nen nasser schlafsack

bjoernsson
16.10.2012, 22:43
Ihr tut dem Kind ehr einen Gefallen wenn ihr ein paar Jahre Ostsee- oder Alpenurlaub macht und wieder Mehrtagestouren macht wenn das Kind größer ist. Tagestouren sind in der Kraxe ja OK.....und damit meine ich ehr 2 bis 4 h und nicht 6 bis 10 h. Und wohlgemerkt auch nicht täglich. Ein Kind hat gerade in dem Alter andere Bedürfnisse (eine Wiese mit See oder Tümpel und ein paar Tiere sind völlig ausreichend), will sich bewegen, spielen, die welt entdecken.

Ich möchte dir an dieser Stelle widersprechen.

Unser erster Outdoorurlaub mit unserer Tochter war eine Radtour auf Öland, da war sie elf Monate alt. Wir hatten uns bewusst für Öland entschieden, um jederzeit schnell (innerhalb von einem Tag) zum Auto zurückzukommen und eine gute Infrastruktur nutzen zu können. Unsere Tochter krabbelte jeden Morgen fröhlich in den Kinderanhänger, nachmittags war sie zunächst kaum daraus hervorzulocken - hatte dann aber einen Heidenspaß auf den Zeltplätzen, am Strand, ...

Die zweite Tour war die Tour im Alter von 14 Monaten in den bayerischen Alpen, mit Kraxe. Unsere Tochter hatte gerade angefangen zu Laufen - und probierte dsa in den Pausen immer wieder mit Freude aus. Die Zeit in der Kraxe hat sie aber auch genossen, uns viel gezeigt, was links und rechts vom Weg lag. Wir mussten nur einmal improvisieren, weil der von uns gewählte Weg mit Kraxe viel zu riskant war.

Jetzt ist unsere Kleine 26 Monate alt, wir waren gerade in der Sächsischen Schweiz. Sie ist jeden Tag vier bis sechs Kilometer gelaufen, je herausfordender der Weg, um so mehr Spaß hatte sie. Wenn wir morgens beim Frühstück saßen sagte sie schon: "Wandern gehn!", aus dem Auto ausgestiegen gab es für sie kein Halten mehr. Irgendwann meldete sie dann den Wunsch an, auf die Schulter oder in die Kraxe genommen zu werden - und dann auch wieder den Wunsch, selber zu laufen. Natürlich kamen wir nicht so schnell wie früher vorwärts, aber zu unserer eigenen Überraschung konnten wir doch mehr Kilometer am Tag machen, als wir befürchtet hatten. Allerdings mussten wir den Urlaub auch früher abbrechen, da unsere Tochter ganz plötzlich an einer Erkältung mit hohem Fieber litt - das möchte ich nicht in einer Situation ohne sofortige Ausstiegsmöglichkeit erleben.

Und auch im "Alltag" ist unsere Tochter wild darauf, wandern zu gehen. Liegt ein Spielplatz auf dem Weg, rutscht sie ein paar mal, schaukelt - und dann kommt "Weiter wandern!".

Was ich damit sagen will: Jedes Kind ist anders. Wichtig ist, dass man als Elternteil die Signale des Kindes richtig zu deuten weiß - und vor allem auch in der Lage ist, gewisse Risiken richtig einzuschätzen. Ein Islandurlaub ist für mich durchaus mit Kind vorstellbar, solange man sich an Ein- oder Zweitagestouren hält, wo es jederzeit den "offenen Notausgang" gibt. Persönlich möchte ich dies für uns zwar hintenanstellen (nicht nur wegen der Risiken, sondern auch, weil Island ein so grandioses Erlebnis ist, das ich meine Tochter bewusst erleben lassen möchte - und auch ich fände einen Islandurlaub in "kompromissform" für mich persönlich zu schade), denn Island ist ja nun nicht unbedingt ein alltägliches Urlaubsziel. Persönlich würde auch ich mich nach Skandinavien orientieren - aber letztendlich muss diese Aspekte jeder für sich nach sorgfältigen Abwägen der Pros und Contras für sich entscheiden.

winnetoux
16.10.2012, 22:56
Ich halte einen Island-Urlaub ohne die eine große Trekkingtour nicht für einen Kompromiss, im Gegenteil. Am Ende sieht man mehr. Island ist so vielgestaltig, es ist kein Verlust, die große Tour (wie lange stellt ihr euch das eigentlich vor, viel mehr als 5 Wandertage kämen wohl kaum zusammen) beim ersten Mal auszulassen. Kuckt euch bisschen um, es sieht immer wieder anders aus und dafür muss man keineswegs nur mittendrin sein. Wie soll der Rest gestaltet sein? Ich würde schon rumfahren. Es gibt Busse, aber bei der Gruppenstärke mit Kind ist ein eigenes Gefährt vielleicht doch praktischer - zwei. Und noch flexibler. Man kann dann z.B. dem Wetter ausweichen.

An den verschiedenen Orten, die man so besuchen kann, gibt es oft die Möglichkeit für eine schöne Tagestour oder mehrere. Und ja, quasi immer ein Schwimmbad. Ich hab auch schon einen Dreijährigen durch die Lava stiefeln sehen, 5-6 Stundentour offiziell oder so – schien mir etwas sehr ambitioniert, aber gut, die Eltern wollten es so, es klang aber nicht nach Erholung, denn größtenteils muss dann doch getragen werden, die Sonne schien. Zu sechst geht das vermutlich besser. Informiert euch doch erstmal über die Insel, was man da alles sehen und besuchen kann, die ist nicht so riesig.

Mit Zwei – ist das nicht die Phase, in der Kindchen besonders agil wird? Es sollte nicht ins heiße Wasser patschen. Oder sich am heißen Stein verbrennen. Oder auf der Lava hinfallen, das tut besonders weh. Es gibt auf Island einfach Stellen, mit denen man gemeinhin nicht rechnet. In dieser Hinsicht finde ich ein Kind in der großen Entdeckerphase da auf langer Trekkingtour nicht so ideal.

Cattlechaser
16.10.2012, 23:03
Wir haben auch schon Mehrtagestouren mit unserem Kleinen gemacht, als er zwei Jahre war. Und das in Schottland, durchaus auch bei rauhem Wetter. Unser Kleiner hat es immer genossen und ist heute auch bei schlechtem Wetter kaum zu bremsen, wenn der draußen im Wald ist.

Mus hat es in seinem Post #20 ja schon so gut wie abschließend zusammen gestellt, was die Probleme / Bedenken sind. Unsere Faustregel war immer dass man im Notfall innerhalb eines halben Tagesmarsches aussteigen / Hilfe holen kann. Unterschätzt auf keinen Fall, dass das Kind im Sitzen und ggf. bei kaltem Wind viel, viel schneller auskühlt, als ihr, die ihr euch bewegt. Wir haben ihn in Schottland (im Juni!) teilweise sogar in Wintersachen in die Kinderkraxe gesetzt, und das war auch notwendig.

Noch ein Wort zu der Windelfrage: Es mag sein, dass eure Tochter mit 2 definitiv zu Hause trocken ist. Im Urlaub mag das etwas ganz anderes sein. Unserer hat sich beispielsweise einmal mit 3,5 Jahren mitten in der Wildnis -wir waren auf einer Tageswanderung- in Schottland eingenässt, weil er sich schlicht und einfach zu lange Zeit gelassen hat. Es war ihm schlicht zu kalt. ;-) Wir sind dann im Laufschritt zurück zum Auto. Wenn einem das auf Mehrtagestour passiert und/oder sogar der Schlafsack nass ist, besteht mehr als das Wer-wirft-denn-jetzt-die-Waschmaschine-an?-Problem, welches man zu Hause hätte. Ich kenne natürlich euer Kind nicht, da ist jedes anders. Aber: Lieber eine Windel zuviel als zu wenig mitschleppen.

chartinaelik
16.10.2012, 23:04
Wir haben eine Deuter Kinderkraxe. Ich konnte dort noch gut Isomatten und Schlafsäcke runterschnallen. Allerdings sind wir so nicht getourt, sondern nur über eine Insel gestapft für ein Wochenende. Für die Kraxe haben wir noch ein Moskitonetz genäht, so daß das Kind dort geschützt ist, selbst wenn wir von Herrscharen bösartiger Plagegeister angegriffen werden.

https://lh6.googleusercontent.com/-sWMtqBze5ec/UDY5dXUOvoI/AAAAAAAAHtk/S0UOn-Z0jTY/s640/IMGP5998.JPG

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 23:10
ok. danke,ich werde das mit den gefährten mal zur sprache bringen.kenn mich aber null aus stellen die autoverleihe angemessene kindersitze?

wir haben in europasonst interrail genutzt oder in spanien dank ganz toll ausgebautem schienennetz eben busse.
soweit ich das bis jetzt rausgefunden habe ist das mit den bussen in island ja auch machbar.

die Tour war schon mit 3-5tagen angedacht, aber es ist sicher eine schöne alternative 2-3 2tagestouren zu machen da sieht man sicher auch mehr unterschiedliches und dnan ist die Gepäckfrage hinfällig

Cattlechaser
16.10.2012, 23:12
Deuter Kraxe, oben drin: schlafender 3,5-jähriger, unter dran: Hillebergzelt, hinten dran: zwei komprimierte Luftmatratzen, unten drin: eine Menge Kinderklamotten und ein Teil unserer Verpflegung.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/Schottland_April_2012_40_.JPG (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=53109&title=schottland-april-2012-40-&cat=500)

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 23:13
Wir haben auch schon Mehrtagestouren mit unserem Kleinen gemacht, als er zwei Jahre war. Und das in Schottland, durchaus auch bei rauhem Wetter. Unser Kleiner hat es immer genossen und ist heute auch bei schlechtem Wetter kaum zu bremsen, wenn der draußen im Wald ist.

Mus hat es in seinem Post #20 ja schon so gut wie abschließend zusammen gestellt, was die Probleme / Bedenken sind. Unsere Faustregel war immer dass man im Notfall innerhalb eines halben Tagesmarsches aussteigen / Hilfe holen kann. Unterschätzt auf keinen Fall, dass das Kind im Sitzen und ggf. bei kaltem Wind viel, viel schneller auskühlt, als ihr, die ihr euch bewegt. Wir haben ihn in Schottland (im Juni!) teilweise sogar in Wintersachen in die Kinderkraxe gesetzt, und das war auch notwendig.

Noch ein Wort zu der Windelfrage: Es mag sein, dass eure Tochter mit 2 definitiv zu Hause trocken ist. Im Urlaub mag das etwas ganz anderes sein. Unserer hat sich beispielsweise einmal mit 3,5 Jahren mitten in der Wildnis -wir waren auf einer Tageswanderung- in Schottland eingenässt, weil er sich schlicht und einfach zu lange Zeit gelassen hat. Es war ihm schlicht zu kalt. ;-) Wir sind dann im Laufschritt zurück zum Auto. Wenn einem das auf Mehrtagestour passiert und/oder sogar der Schlafsack nass ist, besteht mehr als das Wer-wirft-denn-jetzt-die-Waschmaschine-an?-Problem, welches man zu Hause hätte. Ich kenne natürlich euer Kind nicht, da ist jedes anders. Aber: Lieber eine Windel zuviel als zu wenig mitschleppen.

oh ja.wie schon erwähnt klappt dsa anzeigen ja jetz auch daheim super und in der krippe und auch meist so unterwegs nicht.
das ist ein weiterer punkt, warum wir keien kinderkraxe nehmen. in der Trage bekommen die zwerge noch mamas/papas/onkels körperwärme mit ab udn kühlen nicht so schnell aus. und wenns doller kalt wird wird sie vorne getragen und mama zieht papas fleecepulli über beide an. (ode rbesser den vom onkel der is noch ne nummer größer)

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 23:21
ganz ehrlich, auch wenn es mit gepäck sicher gut geht habe ich doch bedenken gegenüber den kraxen. die kinder sitzen da nicht so optimal drinnen und das möchte ich eigentlich nicht den ganzen urlaub machen. mal abgesehen von dem schon benannten auskühl-problem. aber eine deuter kid comfort 2 könnten wir uns definitiv dafür von freunden leihen.

so sah es bis jetzt bei uns aus (Tagesrucksack hat er in der Hand):
http://i45.tinypic.com/207m9hs.jpg

Waldhexe
16.10.2012, 23:25
Solche (http://www.youtube.com/watch?v=ypIprpwUXVg&feature=related) und solche (http://www.youtube.com/watch?v=vx09DZOooJY) Bedingungen habe ich auf Island erlebt und sie sind nicht außergewöhnlich. Das Wetter ist sehr wechselhaft auf Island. Ich wollte da kein zweijähriges Kind dabei haben.
Nochmal: Es geht nicht darum, dass Wandern oder ein Trekkingurlaub mit Kleinkind nicht geht oder dass Island mit Kleinkind als Autorundreise mit Tagewanderungen nicht geht, sondern es ging um mehrtägiges Trekking.

Denk daran, dass Dein Kind - vorallem seine Füße - in der Rückentrage stark auskühlen, der Windchill-Faktor ist bei nasskaltem Sturm gewaltig. Von den heftigen Campingbedingungen mal ganz abgesehen...
Wenn Du bei waagrechtem Novemberniesel mit Deinem Kind zelten kannst und dass Gefühl hast, Du kannst ihm das antun, dann ist Island ok.

Jedenfalls wünsche ich Euch einen schönen Urlaub, wo auch immer und kommt alle heil nach Hause - darum geht es letztlich.

Claudia

P.S.: Verzeih mein penetrantes Nachfragen, auf welchen Hütten am südlichen Kungsleden wart Ihr, wo es nichts zu Essen zu kaufen gab, oder in welcher Gegend?

LittleFamilyOnTour
16.10.2012, 23:40
nochmal: nicht kinderkraxe sondern kindertrage und wenn ichs mir weiter überlege auch eine allwetter tragejacke anstelle das allwetter tragecovers. da ist sie dann komplett mit unter meiner jacke. auch die füße ;)

boa ich hab grad mal auf den bildern gewucht wegen der kungsleden hütten.
die letzte beim ausstieg war die Björnholmstugan Tangästugan war auch dabei (ich hab die karte nicht auf dem laptop nur die bilder) war stück kungsleden (weiss grad garnich obs komplett dazugehört,m aber eben Fulu Fjellet)

chartinaelik
16.10.2012, 23:51
Kindertrage? Wie stellst Du Dir das denn bloß vor? Welcher Art soll das denn sein?

Waldhexe
16.10.2012, 23:54
So, ich weiß jetzt nicht genau, wo diese Hütten liegen, aber da wo ich auf dem südl. Kungsleden unterwegs war, hatten die Hütten alle Lebensmittel:
Blahammeren, Sylarna, Helags, Gasan, Valadalen, Fältjäger etc.


Claudia

Chouchen
17.10.2012, 00:11
ok. danke,ich werde das mit den gefährten mal zur sprache bringen.kenn mich aber null aus stellen die autoverleihe angemessene kindersitze?

wir haben in europasonst interrail genutzt oder in spanien dank ganz toll ausgebautem schienennetz eben busse.
soweit ich das bis jetzt rausgefunden habe ist das mit den bussen in island ja auch machbar.



Busspässe findet ihr z.B. hier (http://www.re.is/IcelandOnYourOwn/), Busverbindungen gibt es bei www.nat.is. (Man muss sich etwas unübersichtlich durchklicken, aber dann findet man im Prinzip alle Linien und Preise. Bei 6 zahlenden Erwachsenen kann es aber gut sein, dass sich gegenüber den Bussen ein Mietwagen (es gibt auch 7- und Mehr-Sitzer) oder 2 Kleinwagen rentieren.

Kindersitze kann man eigentlich überall dazu mieten, ob es sich aber um angemessene handelt, weiss ich nicht.

LittleFamilyOnTour
17.10.2012, 08:42
Kindertrage? Wie stellst Du Dir das denn bloß vor? Welcher Art soll das denn sein?


http://www.buzzidil.com/Front_v2.JPG sowas eben mit entsprechend breitem Steg und langem Rückenteil, sodass es auch für größere Traglinge noch anatomisch korrekt und bequem für längere strecken ist.
da kann man dann auch noch eine großvolumige hüfttasche mit festem hüftgurt drunter machen bzw dann nach vorn. haben wir schon getestet.


danke für die Bus-Links preisvergleich werden wir machen. leihwagen bleibt wie gesgat eine option und wegen der kindersitze schreib ich die dnan wohl mal an wenn es zur debatte steht.

chartinaelik
17.10.2012, 11:04
Oh ha, also die halte ich für nicht geeignet. Keinerlei Bewegungsfreiheit für die Beine der Lütten, viel zu angepreßt an den Körper des Tragenden, keinerlei Schutzmöglichkeit vor Sonneeinstrahlung, Regen und Mücken. Klar, Du kannst einen Poncho überschmeißen, aber darunter zu atmen ist für längere Touren äußerst unangenehm und in der Sonne erst recht. Hinzu kommt noch, daß das Kind da ja man so gar nichts sieht, sondern nur auf den Rücken des Tragenden schaut. Na holla, wenn Euer Lüttes das mitmacht, unsere würde es nicht. Die liebt die Kraxe und schläft da auch unproblematisch drin. Falls man doch mal im Geröll stürzt, ist sie dort auch recht gut geschützt, hier wäre das ja gar nicht der Fall.

LittleFamilyOnTour
17.10.2012, 13:26
jaa.. genau allesklar ;)

die bilder sidn nicht ideal. ich trage meien kleien aktuell auch viel im tuch auf dem rücken da schaut sieüber meien schultern.
was die bewegungsfreiheit de rbeine angeht. wenn die zwerge auf diesen dünnen stegen rumbaumeln die in den kraxen oder schlechten tragen sind dnan hocken sie mit ganzem gewicht auf ihrem genitalbereich würdest dud as angenehm finden? das ist auch schädlich für die hüfte wnen man es zu viel und zu lange macht.
aber egal darum soll es heir nicht gehen.

wegen wetterschutz. bei sonne entsprechende kleidung und mütze.
bei schlechtwetter was ja mal wahrscheinlicher ist ein tragecover das ist nicht wie nen poncho überwerfen unter dem das arme kind verschwindetsondern wie eine kombination aus jacke und kinderwagenfußsackdie über das kind kommt und es somit schützt.

sie hat es bis jetzt jedes wochenende mitgemacht das wir in der sächsischen schweiz wandern waren,jeden tag den ich sie ausschließlich in tuch/trage transportiere, also das ist wohl eher unbedenklich.

chartinaelik
17.10.2012, 14:02
Also ich finde nicht, daß die Kinder irgendwie komisch und auf dem Genitalbereich in den Kraxen sitzen oder eine unnatürliche Position einnehmen. Ich finde, die Position, die das größere Kind auf deinem Bild einnimmt, viel unnatürlicher, keinerlei Bewegungsfreiheit - die für kleine Kinder ja wichtig ist. Auch würde mich stören, daß ich nur das Kind trüge, wo man mit einer Kraxe nun wirklich noch mehr transportieren kann. Ein Hüftgurt reißt es auch nicht raus. Wie schon gesagt, alle Sachen für's Kind in die Kraxe, ich hab immer noch eine dünne silber/rote Isolierdecke als Picknickdecke drin, dort wo man die Trinkblase verstauen kann. Der Sonnenschutz ist prima und läßt bei warmen Wetter Luft an das Kinderköpfchen, welches mit einem Hut dies nicht mehr hätte.

Den Fußsack für Deine Trage halte ich auch für ungeeignet. Machbar, klar, aber ungeeignet. Das Kind wird mit 2 gerne selbst laufen. Ne Kraxe stellste einfach hin, Kind steigt aus und ein nach belieben und hat die adäquate bekleidung an. Mit einem Fußsack, brauchste drunter dünnere Kinderbekleidung, die wiederum zum selberlaufen zu dünne ist. Mit Matschefüssen dann dort rein, sit auch nicht der Bringer.

Ein weiterer Pluspunkt für eine Kraxe ist, daß man diese auch Abstellen kann, wenn das Kind schläft. Das geht mit Deiner Trage nicht.

Für den Träger gibt es bei Deiner Trageart auch keinerlei Kühlung, das Kind liegt ja immer an. Das wäre mir überhaupt nichts. Was machst Du, wenn es regnet? Was, wenn es stürmt? In einer Kraxe kann man das Kind dennoch gut abschirmen, in Deiner Trage nicht.

Alles in allem sind Kinderkraxen wirklich durchdachte angelegenheiten für leute, die gerne dort wandern oder unterwegs sind, wo man mit kinderwagen nciht so gut weiterkommt.

Randonneur
17.10.2012, 14:08
Wir sind mit unseren Kindern eigentlich jedes Wochenende in den Bergen unterwegs. Unser Sohn ist mit etwas weniger als zwei Jahren etwa 10km/400Hoehenmeter am Stueck im Gebirge gelaufen, und das gerne. Die Juengsten fanden es im gleichen Alter nach vielleicht 5km doof, aber mit etwas Ablenkung sind sie vergnuegt weitergegangen. Aber wir haben aber zu der Zeit versucht, die Strecken entsprechend eher etwas kuerzer zu halten. Es soll ja den Kindern Spass machen. Mit zunehmendem Alter wird es dann wieder besser und mit den Grossen habe ich auch mehr als 30km/900hm am Tag gemacht. Danach brauchte ich dringend eine Pause und die Kinder sind auf den Spielplatz gegangen.

Ich finde eine Serie von Tagestouren mit kleinen Kindern besser als Mehrtagestouren. Man ist nicht unter Druck es rechtzeitig zum Ziel zu schaffen (naja nur fuer den Tag, nicht fuer die ganze Tour). Man kann von Tag zu Tag auf die Erfahrung vom Vortag reagieren und mehr oder weniger Wegstrecke einplanen. Falls man moechte kann man auch auf das Wetter reagieren. Bei Krankheiten und Unfaellen ist die Versorgung besser. Das Essen ist auch meist besser. Und schliesslich macht es den Kindern genausoviel Spass wie eine lange Tour, man kann ja so oder so zelten. Falls die Erwachsenen mehr laufen wollen kann man sich auch mal fuer eine Zeit trennen.

Falls es doch eine Mehrtagestour sein soll wuerde ich unbedingt auf genug Reserve achten, auch wenn man sie meist gar nicht braucht.

Gute Kleidung ist sehr wichtig fuer die Kinder. In windausgesetztem Gelaende muessen auch alle Extremitaeten gut geschuetzt sein, Elterliche Koerperwaerme reicht nicht.

LittleFamilyOnTour
17.10.2012, 14:10
wie bereits erwähnt wollte ich keien diskussion darüber anzetteln welche trage wie geeignet ist. darum geht es ja nun wirklich ncht. und ich habe auch keine lust dsa hier jetzt auszulutschen wo du doch eine vorgefertigte feste meinung hast.
das ist einfahc zu off topic, denn es geht ums grundlegende und nicht um die geplante reise.

und glaub mir ich weiss wie ich das mit einer derartigen trage mache (die frauen in afrika tragen ihre kinde rübrigens genau in dieser haltung),denn ich mache es seit ihrer geburt jeden tag.

chartinaelik
17.10.2012, 14:17
Wer hier eine vorgefestigte Meinung von uns beiden hat, bleibt mal dahingestellt. Deine Islandtour mit der von Frauen in Afrika zu vergleichen, ist absurd. Bei Nomadenvölkern wurden übrigens oft junge Kinder, die getragen werden mußten, umgebracht, bevor man in ein anderes Gebiet aufbrach. Mannmannmann.

Du hast gefragt, wie man eine Rucksacktour mit Kleinkindern bestreiten kann. Du hast bisher nur ein kleines Kind, mit welchem Du bereits wieviele km pro Tag auf Tour gewandert bist?

LittleFamilyOnTour
17.10.2012, 14:25
ich habe nicht die Tour mit afrikanischen Frauen verglichen sondern die Haltung des Traglings. Tut mir leid, wenn das uneindeutig war.

und am wochenende machen wir meist 15-20km mit Ihr.

chartinaelik
17.10.2012, 14:32
ich habe nicht die Tour mit afrikanischen Frauen verglichen sondern die Haltung des Traglings. Tut mir leid, wenn das uneindeutig war.

und am wochenende machen wir meist 15-20km mit Ihr.

Mit oder ohne Tourenequipment? Und jetzt müßte das Kind ja grade ein Jahr alt sein, oder? Das ist wirklich etwas völlig anderes als mit einem fast 2 jährigen. Du mußt bedenken, daß Dein Mann bzw Du dann für 3 trägt, ich finde es wirklich eigenartig, daß ihr das nicht aufteilen wollt, nur weil ihr eine solch vorgefestigte Meinung zu bösen Kinderkraxen habt.

LittleFamilyOnTour
17.10.2012, 14:39
sorry, aber jetzt merk ich erst, dass du den text am anfang anscheinend nicht ganz gelesen hast und verstehe die aufkommende Verwirrung aufgrund des Gepäcks.
Es werden nicht nur wir 3 unterwegs sein. Sondern eine Gruppenstärke von 6 Erwachsenen, auf die noch weiteres Gepäck aufgeteilt wird.

Und ja sie ist jetzt 14monate und es wird sich bis dahin noch vieles ändern. Gepäck haben wir an den Wochenenden nicht in vollem Ausmaß mit gehabt eben ohne Zelt weil Boofe.

und es ist keien reine vorgefertigte Meinung zu Kinderkraxen. Wir waren auch schon mit einer unterwegs und Maus fand das alles andere als schön.
ABER wie gesagt besteht auch weiterhin die Möglichkeit, dass wir uns die deuter kid comfort2 leihen
Klar liegen die Vorteile da definitiv im Stauraum und der Möglichkeit noch sperriges wie Isomatten anzuzurren.

Mus
17.10.2012, 14:46
Auch wenn's etwas offtopic ist (vielleicht können wir uns ja http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?58674-Kraxe-gesucht-stabil-mit-m%F6glichst-viel-stauraum-bequem weiterstreiten;-)) will ich doch mal einen Stab für die Trage brechen. Wir haben zwei Kinder die wir sowohl im Alltag als auch im Urlaub viel getragen haben. Den großen im Tuch und z.T. auf einer Bandschlinge, die Kleine im Tuch (Bauch und Rücken) und aktuell in einer Manduca. Als der Große zwei wurde, haben wir beschlossen den Tragekomfort zu verbessern und eine Kraxe zu kaufen. Mehrere Kraxen probegetragen und festgestellt: das ist weder für uns noch für das Kind ein Komfortgewinn, ganz im Gegenteil, wir fanden alle drei das Tuch wesentlich bequemer (der Große konnte bereits gut genug reden um für sich selbst zu sprechen).
Wir waren/sind bei jedem Wetter unterwegs. Es war kein Problem, das Kind mit unter die Jacke (zwei Nummern größer) zu nehmen. Bei Regen hat das Kind die Kapuze auf und wir eine Extramütze. Bei Schneesturm ist es seeeehr gerne ganz unter der Jacke und bei schönem Wetter binden wir es etwas höher, dann ist die Aussicht besser und die Schwitzfläche kleiner.
Schlafendes Kind in der Pause vom Rücken nehmen ist zu zweit kein Problem, alleine etwas kniffelig. Gepäck ist bei großen Touren beim Partner (da wären mir mehr Gewicht eh zu schwer) und bei kleinen Touren auf dem Bauch oder in der Hüfttasche, mittlerweile auch beim Großen auf dem Rücken, wenn wir ohne Papa losziehen.
Nuja, und zum Thema Bewegung: nicht nur Rumzappeln ist Bewegung. Der Große saß wie ein guter Jockey auf unseren Hüften (sonst wäre das mit der Bandschlinge auch nicht gegangen) und ist bei jeder Bewegung mitgegangen. Wenn ich überlege, was für einen Muskelkater ich nach meiner ersten Stunde auf einem Pferderücken hatte, kann ich mir vorstellen, was er da an Muskelarbeit leistet. Die Kleine zappelt auch in der Manduca und ich bin nur froh, dass ich sie dabei so nah am Rücken habe. Wenn sie das gleiche in einer rückenferneren Position veranstalten würde, würde sie mich wahrscheinlich regelmäßig umschmeißen.
Bei Zelttouren können wir bisher Kind&Gepäck allein vom Gewicht nicht tragen, da muss dann der Hänger in Joggermodus her.
Soweit meine persönlichen Erfahrungen zum Thema Transport.

Enja
17.10.2012, 15:08
Die afrikanischen Frauen mit ihren Kindern sind der Klassiker wenn es um die Diskussion Tragetuch/Kraxe geht. Die bezieht sich aber auf Babys bis zu etwa einem Jahr. Zweijährige sind keine Babys mehr. Unsere waren in diesem Alter bereits konsequente Selbstläufer, ließen sich also nur noch in Ausnahmefällen mal tragen. Andere Kleinkinder sitzen durchaus entspannt in Kraxen.

Wie sich das entwickelt, kann in diesem Fall keiner vorhersehen. Den dann Zweijährigen in einem Babytuch zu tragen - wird wohl sowieso ausfallen. Auch deshalb brauchen wir uns darüber jetzt keine Gedanken zu machen.

Vermutlich wird es so enden, dass einer der sechs immer aussetzt und mit dem Kind durch die Gegend tapert, während die anderen ihre Touren machen. Aber vielleicht haben auch alle sechs Erwachsenen große Lust drauf, sich im Zweijährigen-Tempo durch Island zu bewegen. Bei sechs Erwachsenen ist dann wieder das Transportieren des Gepäcks überhaupt kein Problem. Das lässt sich verteilen.

Mus
17.10.2012, 15:33
Zweijährige sind keine Babys mehr. Unsere waren in diesem Alter bereits konsequente Selbstläufer, ließen sich also nur noch in Ausnahmefällen mal tragen. Andere Kleinkinder sitzen durchaus entspannt in Kraxen.

Wie weit seit ihr den so gekommen. Eine 50%/50% Mischung aus tragen und selbst laufen ist bei unserer Zweijährigen eine Vernünftige Mischung. So gehen auch um die 16 km.


Den dann Zweijährigen in einem Babytuch zu tragen - wird wohl sowieso ausfallen.
Wieso? Bei unserem ging es beispielsweise hervorragend. Selbstverständlich auf dem Rücken und nicht mehr auf dem Bauch. Es war super zu regulieren: waches Kind: Quertuchbahn tief geschoben= viel Bewegungsfreiheit; müdes Kind: Quertuchbahn höher ziehen = mehr Stütze für den Rücken; schlafendes Kind: Diagonalbahnen über den gesamten Kinderrücken und den Kopf gezogen= gute Stütze für Kopf und Rücken, kein Zusammensacken oder umkontrolliertes Rumbaumeln von Körperteilen.


Vermutlich wird es so enden, dass einer der sechs immer aussetzt und mit dem Kind durch die Gegend tapert, während die anderen ihre Touren machen. Aber vielleicht haben auch alle sechs Erwachsenen große Lust drauf, sich im Zweijährigen-Tempo durch Island zu bewegen. Bei sechs Erwachsenen ist dann wieder das Transportieren des Gepäcks überhaupt kein Problem. Das lässt sich verteilen.
Da sehe ich das allergrößte Problem!!!! Erfahrungsgemäß sind Leute ohne Kinder oder Leute mit älteren Kindern dazu äußerst selten in der Lage/ bereit und können es sich auch nicht (mehr) oder nur schwer vorstellen, wie es sich anfühlt. Selbst uns Eltern nervt das Gezockele ja manchmal tierisch. Hier steckt meiner Meinung nach das größte Konfliktpotential.

chartinaelik
17.10.2012, 15:38
Da sehe ich das allergrößte Problem!!!! Erfahrungsgemäß sind Leute ohne Kinder oder Leute mit älteren Kindern dazu äußerst selten in der Lage/ bereit und können es sich auch nicht (mehr) oder nur schwer vorstellen, wie es sich anfühlt. Selbst uns Eltern nervt das Gezockele ja manchmal tierisch. Hier steckt meiner Meinung nach das größte Konfliktpotential.

Seh ich genauso. Daher käme es mir nicht in den Sinn, unser Zeug auf alle Personen aufzuteilen. Denn die kann man ruhig auch vorgehen lassen, die Eltern jedoch bleiben immer beim Nachwuchs und wenn man sich entscheidet hier und jetzt zu lagern, ist es doof, wenn 4 der anderen erwachsenen benötigtes zeug dabei haben. Ich würde nie mehr mitnehmen als mein mann und ich und ggfls kind groß schleppen können.

Mus
17.10.2012, 15:40
Ah, eine Sache fällt mir noch ein: da hier ja schon paarmal die kalten Beinchen angesprochen wurden (was in der Tat bei jeder Art des Tragens ein Problem darstellt) Papas große dicke langen Woolpowersocken (die weichen mit dem Frottee innen) können vor kalten Beinen schützen. Sie werden quasi als "Overknees" getragen und mit einem schmalen Fahrradhosenband fixiert. Sieht dämlich aus hält aber schön warm und lässt sich gut regulieren auch während das Kind in der (wasauchimmerfüreine) Trage sitzt. Auch im Hänger: nie wieder kalte Knie durch hochgerutschte Hosen.

Enja
17.10.2012, 16:03
Ich meinte im Prinzip nur, dass man das "Wie-auch-immer-Trageteil" für einen Zweijährigen schlecht für einen Einjährigen aussuchen kann. Und dass ich niemanden kenne, der einen zweijährigen Brocken im Tuch schleppt.

Wir haben als die Kinder klein waren, viele Alpen-Touren gemacht. Zunächst Tagestouren. Also im Tal gezeltet und von da aus auf die Socken gemacht. Als Familie. Nicht in größeren Gruppen. Da war es selbstverständlich, dass die Möglichkeiten und die gute/schlechte Laune der Kinder die Tour bestimmte. Gepäck stand nicht sehr im Vordergrund. Ich habe meine Kinder jeweils gestillt, bis sie normal mitessen konnten. Windeln - das ja.

Wir haben drei Kinder. Immer so mit 2,x Jahren Abstand. Schon die damit verbundenen drei Schwangerschaften haben unser zuvor übliches Tempo stark heruntergebremst. Da lässt der sportliche Ehrgeiz doch deutlich nach. Unsere Kinder hatten von Anfang an ein unglaubliches Bewegungsbedürfnis. Sie schlafend irgendwo herumzutragen, war uns nicht gegeben. Sie liefen alle drei mit 10 Monaten und wollten mit zwei Jahren eigentlich jeden Schritt auf eigenen Füßen machen. Was dann wieder zu sportlichen Höchstleistungen von uns Eltern führte. Ein Kind macht seine ersten Schritte, eines rennt ambitioniert in Richtung Abgrund und eines möchte schon mal abseits des Weges einen Gipfel erklimmen. Und irgendwann können/wollen sie alle nicht mehr. Wir haben ein hübsches Gruppenfoto davon. Mein Mann mit dem Kleinsten im Tragetuch vor der Brust, dem Größten auf den Schultern und großem Rucksack. Ich mit dem Mittleren in der Kraxe. Sieht romantisch aus. War aber anstrengend.

Unsere erste mehrtägige Hüttentour machten wir als das Jüngste vier war. Da liefen uns die Kinder bereits davon und legten normale Wanderer-Distanzen zurück. Vorher war das von der Tagesform abhängig. Mit Kleinkindern? Vielleicht maximal die Hälfte von dem, was wir sonst so als Tagestouren planten. Wenn überhaupt. Eines der Drei bestand übrigens schon einjährig darauf, keinen Schritt mehr getragen zu werden.

Cattlechaser
17.10.2012, 16:58
Liebe LittleFamilyOnTour,

ich will euch die Island-Tour nicht vermiesen. Im Gegenteil, ich finde durchaus, dass ihr das machen könnt. Aber mit der Trage habe ich, wie so einige hier, einige Probleme. Das eigentliche Argument wäre für mich der Sicherheitsaspekt:


Oh ha, also die halte ich für nicht geeignet. Keinerlei Bewegungsfreiheit für die Beine der Lütten, viel zu angepreßt an den Körper des Tragenden, keinerlei Schutzmöglichkeit vor Sonneeinstrahlung, Regen und Mücken. .... Falls man doch mal im Geröll stürzt, ist sie dort auch recht gut geschützt, hier wäre das ja gar nicht der Fall.

Ihr wollt ja nach Island. Und Island ist, wie schon einige hier ausgeführt haben, vom wetter und Gelände her alles andere als einfach. Seid ihr schon einmal mit dem Kind in der Trage / in der Kraxe stundenlang durch sumpfiges Gelände oder über Geröll marschiert? Was ist, wenn ihr mal ausrutscht und hinfallt? Wenn man ein paar Stunden im deutschen Mittelgebirge geht, mag das absurd sein, aber in Island... Ein falscher Tritt, mangelnde Konzentration, eine gewisse Erschöpfung. Mir ist es selbst in Schottland MIT Kind passiert, dass ich ausgerutscht und hingefallen bin. Ich war heilfroh, dass meine 80 kg dann nicht auf einen ungeschützt in einer Trage sitzenden Sohn mit dato ca. 16 kg gefallen sind, sondern er in seinem robusten Kraxengestell ganz gut vor meinem Gewicht und den Steinen geschützt war. Die Trage ist für Gelände wie in Island ein echtes Sicherheitsrisiko.

Hinzu kommt, dass du auch den Wetterschutz gerade für die Extremitäten in einer Kraxe viel besser gestalten kannst.

Wesertom
17.10.2012, 17:12
Nur so als kleiner Wink, ich würde mir mal folgende Fragen stellen:

Wer will von Euch eigentlich nach Island?
Was sind eure Bewegründe für die Tour?

Kurzer Exkurs zum Kajakfahren (als Vergleich):
Ehrgeizige Eltern, die ihre Kleinkinder zum Kajakfahren bei widrigen Umständen mitnehmen, habe ich bereits genug kennengelernt. Komischerweise paddelt von den Kindern, seit sie groß sind, keiner mehr.

Gruß
Tom

Mus
17.10.2012, 17:31
Der Witz beim körpernahen, engen Tragen ist ja gerade, dass das Kind nicht so sehr hin und her wackelt und der Schwerpunkt der zusätzlichen Last ganz nah am Körper ist, also mit geringerer Hebelwirkung angreift und wesentlich tiefer liegt. Damit sind drei nicht unwesentliche Faktoren die zu einem Sturz mit beitragen können gegenüber einer Kraxe deutlich minimiert. Das ist nicht nur Theorie, ich habe es ausprobiert. Es war ein wesentliches Argument nicht von Tuch auf Kraxe zu wechseln.
Ich bin in sieben Jahren tragen noch kein einziges mal auf eines meiner Kinder gefallen. Sehr sehr selten auf alle viere. Schön das dann der Kopf des Kindes an meinen wesentlich besser gepolsterten Rücken gestoßen ist und nicht an meinen Kopf.

Enja
17.10.2012, 17:33
Das halte ich für eine zentrale Frage:


Wer will von Euch eigentlich nach Island?

Wollt ihr eine Tour machen, "obwohl" ihr ein Kind habt? Oder "weil" ihr meint, dass es für euch als Familie ein schönes Erlebnis werden wird? Oder weil ihr euer Kind an solche Touren heranführen wollt?

bjoernsson
17.10.2012, 18:15
So, ich weiß jetzt nicht genau, wo diese Hütten liegen, aber da wo ich auf dem südl. Kungsleden unterwegs war, hatten die Hütten alle Lebensmittel:
Blahammeren, Sylarna, Helags, Gasan, Valadalen, Fältjäger etc.

Um noch einmal kurz auf diese Frage zurück zu kommen. Im Fulufjället-Gebiet besteht tatsächlich keine Möglichkeit, Lebensmittel nachzukaufen. Das bieten i.d.R. nur die STF-Hütten (und hier auch nicht unbedingt jede - aber eigentlich zumindest jede zweite), die Hütten im Fulufjället werden von der Landesregierung Dalarna zur Verfügung gestellt und sind (bis auf die Rörsjöstugarna) unbemannt.

Damit aber auch zu meiner Erfahrung mit Tragetuch und Kraxe. Bis ca. zum ersten Geburtstag unserer Tochter haben wir sie auch nur im Tragetuch transportiert. Für die Tour in den Alpen haben wir dann aus Gepäckgründen über eine Kraxe nachgedacht. Für uns war es ein absolutes "no go", die Kleine auf dem Bauch zu tragen - wird dadurch doch die Sicht und damit die Trittsicherheit doch erheblich beeinträchtigt. Auf dem Rücken kam nicht in Frage - denn wohin mit dem Gepäck? Also haben wir, als unsere Tochter sitzen konnte, eine Kraxe ausprobiert.

Anfangs hat ihr das gar nicht gefallen (im Gegensatz zu uns - sahen wir doch die oben genannten Vorteile). Mittlerweile (mit 26 Monaten) gibt es für sie eigentlich nur noch die Kraxe. Stellen wir sie vor die Wahl ob Tuch oder Kraxe gewinnt jedes Mal die Kraxe. Und wir sind als Eltern von den Vorteilen überzeugt. Gerade für Island würde ich also noch einmal eine Liste aufstellen, auf der ich die Pros und Contras für/gegen Kraxe und Tuch eintrage - und dann solltet ihr ganz objektiv entscheiden.

LittleFamilyOnTour
17.10.2012, 21:23
Ah, eine Sache fällt mir noch ein: da hier ja schon paarmal die kalten Beinchen angesprochen wurden (was in der Tat bei jeder Art des Tragens ein Problem darstellt) Papas große dicke langen Woolpowersocken (die weichen mit dem Frottee innen) können vor kalten Beinen schützen. Sie werden quasi als "Overknees" getragen und mit einem schmalen Fahrradhosenband fixiert. Sieht dämlich aus hält aber schön warm und lässt sich gut regulieren auch während das Kind in der (wasauchimmerfüreine) Trage sitzt. Auch im Hänger: nie wieder kalte Knie durch hochgerutschte Hosen.

die socken sind die alternative zu den von mir shcon erwähnten babylegs (zwergenstulpen eben) :)

und schön, wiedermal zu hören, dass so lange tragen kein ding ist.in unserem umfeld ist das auch gang und gebe.

LittleFamilyOnTour
17.10.2012, 21:31
Das halte ich für eine zentrale Frage:



Wollt ihr eine Tour machen, "obwohl" ihr ein Kind habt? Oder "weil" ihr meint, dass es für euch als Familie ein schönes Erlebnis werden wird? Oder weil ihr euer Kind an solche Touren heranführen wollt?

2teres und wie schon gesagt soll e sdoch keine ewige tour abseits jeglicher zivilisation sein. aber ich glaube das sollte nun langsam mal klarsein.
ein großteil de rreise spielt sich definitv in den standarttouristenzielen ab, was dnan kinderfreundlich ist.

nach Island wollen alle gern (diekleien kanns natürlich noch nich entscheiden also alle erwachsenen ;) )


und thema kajaktouren. zu pfingsten waren wir mit ihr auf tagestouren und haben sehr schnell gemerkt wie vieloder eher wie wenig geht, daher ist paddelurlaub aufgeschoben bis sie da mehr davon hat und auch eher versteht warum sie nicht zappeln darf bis alle im wasser liegen.

LittleFamilyOnTour
17.10.2012, 21:35
@björnsson: wie du sicher schon mitbekommen hast ist uns absolut klar, dass wir jetzt eh noch nicht absehen können ob sie in dem alter überhaupt noch ins tuch/tai möchte und daher habe ich ja auch schon 2-3mal geschrieben, dass in unserem direkten umfeld eine kraxe zur verfügung steht.

ich hoffe die diskussion hat damit dann endlich mal ein ende.

thema fulu, ok dann bin ich nicht gänzlich verwirrt, denn habe schon gezweifelt oibs da nicht doch irgendwo etwas gab ausser moos und steine

Jakob
18.10.2012, 00:48
Bei so vielen Erwachsenen und nur einem Kind finden sich doch bestimmt immer zwei die das Kind "an die Hand" nehmen und so die Zeit in der Trage oder Kraxe verkürzen. Aus eigenen Erfahrungen kann ich euch nur ermutigen es zu versuchen und Island kann auch sehr angenehm vom Wetter sein! Solange allen klar ist dass sich beim Tempo und Pausen nach dem jüngsten Mitstreiter gerichtet werden muss sehe ich das Vorhaben unkritisch!

Jakob

LittleFamilyOnTour
18.10.2012, 10:34
Bei so vielen Erwachsenen und nur einem Kind finden sich doch bestimmt immer zwei die das Kind "an die Hand" nehmen und so die Zeit in der Trage oder Kraxe verkürzen. Aus eigenen Erfahrungen kann ich euch nur ermutigen es zu versuchen und Island kann auch sehr angenehm vom Wetter sein! Solange allen klar ist dass sich beim Tempo und Pausen nach dem jüngsten Mitstreiter gerichtet werden muss sehe ich das Vorhaben unkritisch!

Jakob

danke, das denke ich auch. und die "Onkel" stehen es ja sogar jetzt schon durch im Zwergentempo zu laufen(ich bin da selbst fast ungeduldiger manchmal...)