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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rucksack-Suche: Ultralight oder einfach nur Lightweight?



Charon
08.10.2012, 20:58
Tag
Mein Problem: Ich habe meine Ausrüstung auf knapp 7kg Basisgewicht (OHNE Rucksack) reduziert, hier stosse ich an meine Komfortgrenze. Nicht mit dabei ist Gas, Essen und Wasser.

Nun suche ich das passende Gefäss dafür, Ziel sind mehrtägige Touren und lange Trails. Das heisst, es kommen auch mal Vorräte für bis zu einer Woche rein, unter Umständen in nem Bear Canister, der auch nochmal was wiegt. Grob geschätzt reden wir also locker von zusätzlichen Lasten von ca. 7kg, dazu kommt Gas und Wasser für den Tag.

So. Nun hatte ich eigentlich schon fast einen UL-Rucksack bestellt, besonders der GG Mariposa 2012 ist mir ins Auge gestochen: http://gossamergear.com/packs/backpacks/mariposa-2012-ultralight-backpack.html

ABER: damit wäre ich bei ca. 8kg Basisgewicht inkl. Rucksack (ich rechne jetzt mal eher zuviel). Wenn ich Essen, Gas und Wasser draufpacke werden das im schlimmsten Fall schon mal 18kg. Und das scheint mir doch sehr schwer für einen UL-Rucksack und liegt auch deutlich über der maximalen Last von 14kg, die der Hersteller angibt.

Geht also nicht. Oder? Hier tauchen in meinem Kopf die grossen Fragezeichen auf, denn selbst ein dedizierter Ultralighter kommt doch noch auf 5kg Basisgewicht, also "nur" 3kg weniger als ich. Wie um alles in der Welt machen DIE das denn, wenn sie mal Vorräte für längere Phasen mitschleppen müssen, oder massenhaft Wasser in heissen Regionen? Ihr Essen wiegt am Schluss auch nicht weniger und damit werden doch auch die mal auf 15kg kommen. Trotzdem haben sie alle irgendwelche 500g Rucksäcke komplett ohne Frame (der Mariposa besitzt ja immerhin noch ein Alu-Gestell).

Ich habe also Angst, dass ich aus Leichtgewichts-Wahn einen zu leichten Rucksack kaufe, der schlussendlich nicht die nötige Lastübertragung bringt, was ich dann bereue. Als Alternative habe ich den Lightweave Ultrahike 60 gefunden: http://www.flyo.eu/chde/produkt/lightwave-ultrahike-60/3825

Der scheint laut diversen Berichten auch Lasten bis 18kg gut auf die Hüfte zu übertragen und scheint auch sonst ganz ordentlich zu sein. Allerdings ist er ein halbes Kilo schwerer. Ausserdem gefallen mir beim Mariposa die Features VIEL besser, vor allem die Möglichkeit, mein Z-Lite als Rückenpolster zu benutzen und die Taschen am Hüftgurt. Aber es nützt halt alles nichts, wenn er sich am Schluss nicht gut trägt.

Erfahrungen? Vorschläge? Tipps?

Juergen
08.10.2012, 21:13
Ich habe den Lightwave Ultrahike 60 und kann bestätigen, dass man 18 kg noch
ganz gut tragen kann. Besonders dann, wenn es jeden Tag etwas weniger wird.

Ich kenne die noch leichteren Modelle nicht, aber ich bin skeptisch. Ich würde so
einen "Ultraleichen" nicht für 18 kg nehmen, sondern wahrscheinlich nur bis 12 kg.

Jens2001
08.10.2012, 22:22
Also ich war diesen Sommer mit meinem Mariposa unterwegs und war wirklich begeistert!

Ich hatte mit Wasser ca. 18 kg aber etwa 4 kg davon in der Holstertasche auf der Brust (Kamera) die Holstertasche habe ich aber an den Mariposa angebastelt, habe zusätzliche Schnallen angenäht...

Ging super!

lg Jens

Indi66
25.10.2012, 04:57
Hallo
der GG Mariposa 2012 würde mir auch sehr gefallen.. hab allerdings den vom letzten Jahr gekauft und bin so zufrieden das es keinen triftigen Grund zum wechseln gibt.
Habe auch ein Baseweight von ca. 7.7Kg, da bleiben also noch 6.9 Kg für Food & Wasser !
Damit bin ich gute 7 Tage autonom unterwegs.

Gruss

mhim
25.10.2012, 11:51
UL ist nur als Gesamtkonzept sinnvoll!
Wenn du also sagst: bei 7 kg BW ist für mich aus Komfortgründen Schluß, wirst du mit einem dezidierten UL Rucksack nicht wirklich glücklich werden bei längeren Touren.

Ich habe selbst den GG Mariposa, gehe aber auch Wochentouren mit meinem huckePÄCKchen da mein 3-Jahreszeiten BW bei 4 kg liegt...

Schau dich besser mal bei so 1 kg Rucksäcken um, Osprey Exos zB.

zampano
27.10.2012, 20:49
Ich nutze auch den Ultrahike 60 von Lightwave und mit 17 Kg hatte ich auch keine Probleme.

Meiner Meinung nach kommt es vor allem auf die Planung der Tour bzw. auf die Länge an, also kannst du unterwegs Verpflegung kaufen, Wasser nachfüllen, ggf. Brennstoff nachkaufen oder musst du komplett autark für z.B. 3 Wochen alles mitschleppen.

Wie auch schon angesprochen ist das Gesamtkonzept deiner Ausrüstung wichtig. Ein UL Rucksack nützt dir wenig wenn der Rest nicht dazu passt.

Für kürzere Touren nutze ich den Murmur von GG und bin absolut begeistert von dem Pack. Außerdem finde ich es super spannend mich mit UL auseinander zusetzen, was für mich bedeutet das ich mich mit meiner Ausrüstung beschäftige und diese immer wieder optimiere ohne dabei gewisse Sicherheitsaspekte aus den Augen zu lassen.

Natürlich lassen sich der Murmur und der Ultrahike 60 auch nicht wirklich miteinander vergleichen, allein schon vom Fassungsvermögen her.

Wenn du die Möglichkeit hast einen UL Pack günstig oder gebraucht zu ergattern, probiers einfach mal aus, ohne direkt viel Geld zu investieren und dann wirst du schon merken ob passt oder wo es noch hackt.

Gruss zamp

Buck Mod.93
27.10.2012, 21:19
Das hängt lediglich von der Tourlänge ab, die du anstrebst.

8kg sind ja wohl das 3JZ Setup. Das würde bei einem Rucksack ohne Frame bedeuten: Du kannst für 14 Tage Essen tragen
(bei 500 Gramm am Tag, was recht wenig ist) und noch 2 Liter Wasser. Dann ist zumindest meine Komfortgrenze beim huckePack absolut ausgereizt. Soll heißen: Wenn du auch mal im Winter los willst, mehr als 500 Gramm Futter am Tag haben willst und länger als 14 Tage autark unterwegs sein willst, würde ich evtl. überlegen etwas zu kaufen, was mehr in Richtung Lightwave Ultrahike oder Osprey Exos gehen.

LG