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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [CH, AT] Libertists Packrafting-Ausflüge



Libertist
08.10.2012, 16:20
Mein erstes Packraft habe ich 2010 gekauft, in Vorbereitung für eine Durchquerung der nördlichen Wrangells in Alaska (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/46604-USA-Sommer-2010-9-Wochen-Trekking-in-Alaska-mit-Packraft-Wrangell-St-Elias-Denali) im selben Jahr. Touren wie diese sind der Haupteinsatzzweck von Packrafts: Als ultraleichte und klein verpackbare Boote werden sie auf Trekkingtouren mitgenommen und erlauben unterwegs Fluss-, See- und Fjordquerungen, aber natürlich auch das Befahren von Flüssen verschiedener Schwierigkeitsgrade.

Dennoch machen sie auch einfach Spass. In diesem Thema hier soll es nicht um meine Packraftreisen gehen (diese sind unter "Meine Reisen" zu finden), sondern nur um kurze Ausflüge im Alpenraum. Zwischendrin gibt es allerhand Nachfragen und Kommentare; ich versuche, auf alles einzugehen, um das Packraften in Europa ein wenig voranzubringen. Inhaltliche Ergänzungen und Korrekturen durch andere Packrafter sind jederzeit willkommen! Auch wer Fragen zu Packrafts, zu Wildwassertechnik oder Sicherheit hat, kann jederzeit in diesem Thema posten.

Inhaltsverzeichnis

Salza (WW II-III), Österreich, Juli 2012, Beitrag 1 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1080398&viewfull=1#post1080398)


Gail (WW II-III), Österreich, April 2012, Beitrag 11 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1082067&viewfull=1#post1082067)


Möll (WW II), Österreich, April 2012, Beitrag 11 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1082067&viewfull=1#post1082067)


Salza (WW II-III), Österreich, Juni 2014, Beitrag 23 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1306495&viewfull=1#post1306495)


Vorderrhein (WW II-III), Schweiz, April 2018, Beitrag 33 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1666049&viewfull=1#post1666049)


Albula Waldschlucht (WW III-IV), Schweiz, April 2018, Beitrag 33 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1666049&viewfull=1#post1666049)


Soca und Koritnica (WW II-III-IV), European Packrafting Meetup, Slowenien, Mai 2018, Beitrag 55 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1671277&viewfull=1#post1671277)


Simme (WW II & III), Schweiz, April 2018, Beitrag 57 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1673884&viewfull=1#post1673884)


Sense (WW II-III), Schweiz, April 2018, Beitrag 57 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1673884&viewfull=1#post1673884)


Muota (WW III), Schweiz, Mai 2018, Beitrag 61 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1673991&viewfull=1#post1673991)


Fukareuss (WW III-IV-), Schweiz, Mai 2018, Beitrag 61 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1673991&viewfull=1#post1673991)


Simme (WW II & III), Schweiz, Mai 2018, Beitrag 68 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1675768&viewfull=1#post1675768)


Kander (WW III), Schweiz, Mai 2018, Beitrag 68 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1675768&viewfull=1#post1675768)


Saane (WW III-IV+), Schweiz, Mai 2018, Beitrag 77 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1677097&viewfull=1#post1677097)


Vorderrhein (WW II-III), Schweiz, Juni 2018, Beitrag 82 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1678749&viewfull=1#post1678749)


Hinterrhein (WW III & III+), Schweiz, Juni 2018, Beitrag 87 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1679008&viewfull=1#post1679008)


Inn, Imsterschlucht (WW II-III), Österreich, Juni 2018, Beitrag 91 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1680593&viewfull=1#post1680593)


Vorderrhein, Hinterrhein, Albula (WW II-III; III, III-IV), Österreich, Juni 2018, Beitrag 99 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1684296&viewfull=1#post1684296)


Landquart (WW III-IV), Schweiz, Juni 2018, Beitrag 100 (https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/66614-CH-AT-Libertists-Packrafting-Ausfl%C3%BCge?p=1687693&viewfull=1#post1687693)

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Los geht’s mit einem Video vom 1. Juli 2012. Es ist mittlerweile zwar schon Oktober, ich weiß, aber da ich am 2. Juli in Richtung Alaska aufgebrochen und erst vor einer Woche zurückgekehrt bin, kam ich vorher nicht dazu, es online zu stellen. Bevor hier nun in den nächsten Tagen und Wochen meine Alaska-Berichte nach und nach auftauchen werden, wollte ich das noch schnell erledigt haben.

Mit von der Partie waren diesmal die Forumsmitglieder MatthiasK und alptraum, außerdem mein Freund und Reisepartner Christian. Das Ganze wurde sehr kurzfristig entschieden: das Wetter sollte am Wochenende gut werden, also wurden schnell ein paar Anrufe getätigt und los ging’s.

Gefilmt habe ich wieder mit der GoPro Hero2. Am besten in HD anschauen.

J5T8xNuUMNE

sieb10er
08.10.2012, 19:12
Sieht sehr spaßig aus. Sollte ich kommendes Jahr vllt auch mal ausprobieren. Freue mich auf die anderen Berichte/Videos - am meisten allederdings auf den Alaska-Bericht!!!


LG
Phil

Bergtroll
08.10.2012, 23:18
1. Boah. Super. Da bekomme ich so richtig Lust auf's Packraften. *mit will*

2. Der unterspülte Felsen sah ein bissel gefährlich aus.

3. Die entspannte Musik passt ja total nicht zum fetzigen Video ;)

4. Ist das die untere Salza? So schön klares Wasser gab es in AK nicht ...

BenjiSquarepants
09.10.2012, 00:34
Hat euer Kollege das "Loch" am Campingplatz voll mitgenommen :bg: - bei etwas mehr Pegel hab ich da auch schon große Rafts drin hängen sehen.

Bis wohin seid ihr mit den Packrafts gefahren?

Gruß Benji

hrXXL
09.10.2012, 09:43
@Bergtroll

als ich das erste mal da unten war, war mit der unterspülte Felsen nicht ganz geheuer und ich hab ihn ausgelassen, aber wenn du ihn richtig anfährst und der Pegel nicht übermässig hoch ist müßte es gehen. In der Schlucht hat es etliche unterspülungen.

Libertist
09.10.2012, 10:17
4. Ist das die untere Salza? So schön klares Wasser gab es in AK nicht ...

Wir sind von Gschöder bis Erzhalden gepaddelt. Und doch, in Alaska gibt es auch so klares Wasser - nur eben nicht in den Flüssen, die von Gletschern gespeist werden. ;-)



Hat euer Kollege das "Loch" am Campingplatz voll mitgenommen :bg: - bei etwas mehr Pegel hab ich da auch schon große Rafts drin hängen sehen.

Ja, den Matthias hat's da aus dem Raft geworfen. Sieht niedlich aus, wie sich das kleine gelbe Bötchen da im Wasser windet, oder? :bg:

James35
09.10.2012, 13:04
Super cool auf der Salza - oder?
Finde das Video klasse ... auch wenn mein Computer beim Abspielen jetzt teilweise ein Standbild hatte --- ich werd's mir am Abend noch einmal ansehen (dann mit der Musik).

Glasklares Wasser und teilweise auch wild. Das macht bestimmt super viel Spaß.
Freu mich auch auf den Alaska Bericht :bg:

cu

Fliehender
12.10.2012, 17:49
Sieht wirklich nach nem geilen Tag aus. Bekommt man richtig bock, das auch mal zu machen.:bg:
Nach einer kurzen Googlesuche nach einem passendem Gefährt vergeht sie einem aber wieder etwas :o

Sarekmaniac
12.10.2012, 18:11
Man muss ja nicht wegen jeder Kleinigkeit gleich einen neuen Reisebericht verfassen, nicht wahr? Und solange es hier im Forum noch keine „Ausflugs-Rubrik“ gibt, werde ich Berichte von kürzeren Tages- und Wochenendtrips mit Packraft im Alpenraum hier online stellen. Meistens gibt es da ja sowieso nicht viel zu sagen. ;-)

http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?29203-Mein-Outdoorerlebnis-heute;-)

Ein schöner Tripp. Ich habe qnzes Packraft mal auf der eher dümpelnden Elbe antesten dürfen. Das war nicht so die ideale Kombi.

nicki1005
12.10.2012, 18:38
Hach, eine GoPro müsste man haben... Und ein Packraft :bg:
Freu mich schon auf mehr Videos!!!
Lg Nicki

Libertist
12.10.2012, 20:22
http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?29203-Mein-Outdoorerlebnis-heute;-)

Von "heute" konnte ja wirklich nicht mehr die Rede sein. :baetsch: Und ich hätte diese Packrafting-Geschichten gerne irgendwo gebündelt stehen, eventuell auch für Fragen oder Diskussionen zum Thema.



Ich habe qnzes Packraft mal auf der eher dümpelnden Elbe antesten dürfen. Das war nicht so die ideale Kombi.

Das kann ich verstehen! :bg: Einige nehmen ihr Packraft ja sogar auf Seen und Meere - mir wird sofort langweilig, wenn's nicht rauscht und spritzt.

Hier noch zwei ältere Videos von den Flüssen Gail und Möll, beide in Österreich.

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hrXXL
12.10.2012, 21:20
Sieht wirklich nach nem geilen Tag aus. Bekommt man richtig bock, das auch mal zu machen.:bg:
Nach einer kurzen Googlesuche nach einem passendem Gefährt vergeht sie einem aber wieder etwas :o

Immerhin kannst du es auch mieten, um es mal zu testen oder eine Tour zu machen.

Bergtroll
12.10.2012, 23:12
Bin auch für diesen Packraftingthread, zumal uns ja schon das Unterforum geklaut wurde.

Außerdem: Supportet mal das neue, spezielle Packrafting Forum http://www.packrafting-forum.de/forum.php

Packrafting auf langsam fliessenden Gewässern finde ich auch langweilig und bei Gegenwind sogar nervig.

Bergtroll
11.04.2013, 15:54
Im Mai gibt es bei uns Hessen Möglichkeiten für verlängerte Wochenenden:

9-12 Mai (Himmelfahrt)

um den 18-20 Mai (Pfingsten)

30 Mai - 2 Juni (Happy Kadaver)

Plant da irgendwer einen interessanten Packraftingtrip z.B. auf der Salza? Evt. kann man auch Wildwassertraining in Markkleeberg bei Leipzig machen (bis WW IV).

Libertist
11.04.2013, 18:05
Im Mai gibt es bei uns Hessen Möglichkeiten für verlängerte Wochenenden:

9-12 Mai (Himmelfahrt)

um den 18-20 Mai (Pfingsten)

30 Mai - 2 Juni (Happy Kadaver)

Plant da irgendwer einen interessanten Packraftingtrip z.B. auf der Salza? Evt. kann man auch Wildwassertraining in Markkleeberg bei Leipzig machen (bis WW IV).

Eigentlich hatten wir geplant, an einem der (verlängerten) Mai-Wochenenden nach Slovenien an die Soca zu fahren. Ich hoffe, daraus wird was; ein genaues Datum steht leider noch nicht fest. Käme die Soca für dich in Frage?

Bergtroll
11.04.2013, 18:22
Du meinst dieses harmlose Bächlein?

http://www.youtube.com/watch?v=dQIaO6meCOQ

Ja. Kommt in Frage, wobei ich aber spätestens ab WWIV umtragen müsste. Bin noch nicht so gut.

Libertist
11.04.2013, 18:35
Bin noch nicht so gut.

Keiner von uns ist so gut - aber wir machen's trotzdem! :bg: Nein, mal sehen. Soca wäre jedenfalls mal 'ne Maßnahme; ich hoffe, wir bekommen das organisatorisch auf die Reihe! Ich mach mir schon mal ein paar Gedanken.

Bergtroll
11.04.2013, 18:42
Keiner von uns ist so gut - aber wir machen's trotzdem! :bg: Nein, mal sehen. Soca wäre jedenfalls mal 'ne Maßnahme; ich hoffe, wir bekommen das organisatorisch auf die Reihe! Ich mach mir schon mal ein paar Gedanken.

Hier ist ne ziemlich gute Beschreibung.

http://www.kajaktour.de/soca.htm

Machbar ist das auf jeden Fall, wenn man auf die irren Abschnitte verzichtet. Wenn Ihr allerdings da sehr riskante Sachen machen wollt (und man das nicht umtragen kann) würde ich eher den Schwanz einkneifen ^^

Biki
13.04.2013, 12:08
Soca wär super, Salza würd ich aber auch nehmen.

Dahin soll's also gehen (http://youtu.be/vttdk5GaW68)

Ich würde auf den irren Abschnitten dann einfach die Augen zu machen.

9.-12.5. wär super.
(Abfahrt 8. am Nachmittag, Rückkehr 13.5. abends auch)

Biki
aus Nordbaden, @ Bergtroll Fahrgemeinschaft mit Hessen? :-)

Bergtroll
13.04.2013, 12:55
@Biki Im Prinzip gern. Aber - je nachdem wie zeitig ein Datum feststeht - würde ich auch von FFM nach Klagenfurt fliegen. NOCH sind die Tickets halbwegs ok.

Biki
13.04.2013, 13:07
Klar, fliegen wär auch 'ne Alternative. Ffm passt.

Libertist
13.04.2013, 13:30
Bitte HIER (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/71290-Packrafting-Tour-im-Fr%C3%BChsommer) weiter diskutieren.

Libertist
06.06.2014, 01:40
Am vergangenen Dienstag ging's mal wieder auf die Salza, Alan und Matthias waren dabei. :cool:

y7Gp32Qi2XY

heron
06.06.2014, 08:14
Soviel weisses Wasser und so viel leere Boote :shock: :angst:

Bei mir gehts an Thaya und March dieses WE :grins:

Libertist
06.06.2014, 10:54
Bei mir gehts an Thaya und March dieses WE :grins:

Da kannst du dir ja einen Picknickkorb und ein Glas Sekt auf's Spraydeck stellen. :ignore:

bblume
06.06.2014, 11:28
An die Salza würd ich auch gern mal, sieht ja gut aus...!

heron
06.06.2014, 12:34
Da kannst du dir ja einen Picknickkorb und ein Glas Sekt auf's Spraydeck stellen. :ignore:

YES! Und zwar ohne, dass der Kaviar vom Brötchen runterkollert und das Kugerlwasser rausschwappt! :grins:

Jonas108
06.06.2014, 13:54
Am vergangenen Dienstag ging's mal wieder auf die Salza, Alan und Matthias waren dabei. :cool:

y7Gp32Qi2XY


Cool. So einen Fluss vor der Tür zu haben hatt schon was. :bg:

mitreisender
12.06.2014, 13:54
Geil, gleich abonniert.

Antracis
14.08.2015, 00:55
Gabriel wird ja vermutlich nicht anworten, da "on the road", aber vielleicht kann ein anderer was sagen. Trotz des recht unzahm wirkenden Wassers schaut es für mich so aus, dass man nicht so extrem schwer wieder in die Pötte reinkommt, wenn man mal gekentert ist und auch, dass es nicht so schnell passiert, dass einem das Packraft abhaut. täuscht der Eindruck ?

Wir wollen uns an einem der nächsten WEs mal welche borgen und das erstmal im zahmen berliner Umlandgewässern austesten, aber irgendwann will man sich ja auch steigern. ;-)

Gruss
Sascha

Libertist
16.08.2015, 19:19
Gabriel wird ja vermutlich nicht anworten, da "on the road", aber vielleicht kann ein anderer was sagen. Trotz des recht unzahm wirkenden Wassers schaut es für mich so aus, dass man nicht so extrem schwer wieder in die Pötte reinkommt, wenn man mal gekentert ist und auch, dass es nicht so schnell passiert, dass einem das Packraft abhaut. täuscht der Eindruck ?

Wir wollen uns an einem der nächsten WEs mal welche borgen und das erstmal im zahmen berliner Umlandgewässern austesten, aber irgendwann will man sich ja auch steigern. ;-)

Gruss
Sascha

Hi Sascha, sorry, für die (zu) späte Antwort, war länger nicht online. Ich hoffe, ihr habt euch die Packrafts ausgeliehen und Ein- und Ausstieg getestet... ist wirklich easy. Meine Methode schaut wahrscheinlich nicht besonders elegant aus, aber sie hat bisher immer funktioniert. Auch im mäßig schwierigen Wildwasser. Nach dem Kentern sollte man halt schnell schauen, dass man das Boot zu fassen bekommt, aber auch das war für mich bisher selten ein Problem.

bblume
19.08.2016, 16:55
Plant jemand in den letzten Augustwochen oder ersten Septemberwoche Kurztouren mit Packraft (Alpen oder auch andere Gebiete in Europa)? Würde meins auch gerne mal wieder in den Alpen nutzen, kenne aus meinem Bekanntenkreis aber leider keine Packrafter. Ich denke mal das geht anderen Foristen ähnlich, deshalb frag ich mal hier...

Libertist
15.04.2018, 23:19
Hier zwei Videos aus der Schweiz. Ich war ein Wochenende lang mit einem Freund unterwegs, der noch nie zuvor in einem Packraft gesessen ist und keine Ahnung von Wildwasser hatte (er ist Windsurfer). Da sieht man, wie intuitiv diese Dinger zu fahren sind. Wir haben neue Boote getestet, die ich vom Packrafting Store in Deutschland bekommen habe: MRS Alligator 2S (und "Pro").

Vorderrhein: Ilanz - Versam - Reichenau, bei ca. 30m³/sek

Wildwasser II-III. War recht einfach zu fahren, kaum technische Schwierigkeiten. Gut für ambitionierte Anfänger geeignet.

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Albula Waldschlucht: Surava - Tiefencastel, bei ca. 12m³/sek

Wildwasser III-IV. Hat extrem Spaß gemacht! Enger Flusslauf mit vielen Verblockungen, dadurch technisch anspruchsvoller. Trotzdem wenig gefährlich, da nicht so wuchtig (zumindest bei diesem Wasserstand). Aufpassen muss man, sobald Holz im Wasser hängt; wir mussten einmal umtragen. Diesen Fluss will ich unbedingt noch mal fahren, wenn er mehr Wasser führt. :cool:

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Moderatoren: Kann jemand von euch bitte das "CH" im Titel ergänzen? Werde meine Packrafting-Ausflüge jetzt vermehrt in die Schweiz verlegen. Danke. :cool:

Edit: Wer von den Packraftern kommt eigentlich zum Treffen Ende April an die Soca (https://packraftingmeetupeurope.wordpress.com/)? Ich bin jedenfalls dabei und bring auch ein bisschen Demomaterial mit.

Becks
16.04.2018, 09:03
Moderatoren: Kann jemand von euch bitte das "CH" im Titel ergänzen? Werde meine Packrafting-Ausflüge jetzt vermehrt in die Schweiz verlegen. Danke. :cool:


Wenn Du in der Ecke St Gallen vorbei kommst kannste hier auch mal reinschneien.

Frage zum Vorderrhein Ilanz -> Chur: hat es da am Wasser auch Biwakplätze? Ich will irgendwann mal zu Fuss da durch, sollte es sich zeitlich ergeben.

walnut
16.04.2018, 09:15
Ich hab mal ne prinzipielle Frage, die Packraftings sind ja deutlich fehlerverzeihender als nen normales Wildwasserkajak, sprich die Lernkurve deutlich steiler, nen Dreier bis Vierer Bach kommt nen absoluter Anfänger im WWkajak praktisch nur schwimmend runter.
Beim langsameren Steigern fallen dann doch schon wahrscheinlicher so Kompetenzen wie Kameradensicherung, Risikoabschätzung mit an als wenn ich gleich beim ersten Mal auf nen Vierer Bach gehe.
Schwimmweste ist gut, aber gibt ja auch Bäche wo auch die einem bei nem Schwimmer nicht hilft, Syphone etc. ,wie macht ihr das mit de Risikioabschätzung, wo lernt man als Packrafte wanns sinnvoll ist auch mal ne Sicherung aufzubauen oder macht schlicht mal nen Wurfsacktraining?
In den Videos sieht man dazu halt nix, wobei beim letzten sahs einmal kurz wie geschnitten und umtragen aus?

GemeinsamDraussen
16.04.2018, 10:14
Frage zum Vorderrhein Ilanz -> Chur: hat es da am Wasser auch Biwakplätze? Ich will irgendwann mal zu Fuss da durch, sollte es sich zeitlich ergeben.
Links ist das Ufer häufig weglos und ziemlich steil, am rechten Ufer verläuft die Bahnstrecke. Am Fluss gibt es Kiesbänke mit oft sehr grobem Schotter. Einige Fotos davon: klickhier (http://gemeinsam-draussen.de#vorderrhein).

Libertist
16.04.2018, 12:28
Wenn Du in der Ecke St Gallen vorbei kommst kannste hier auch mal reinschneien.

Frage zum Vorderrhein Ilanz -> Chur: hat es da am Wasser auch Biwakplätze? Ich will irgendwann mal zu Fuss da durch, sollte es sich zeitlich ergeben.

Danke für’s Anpassen, Becks! St. Gallen klingt sehr interessant, ich habe gerade mal auf rivermap.ch geschaut. Da fliessen Sitter und Urnäsch – wenn da der Pegel steigt, sind das wahrscheinlich richtig schwere Wildbäche. Könnten aber etwas über meinem Niveau liegen. :( Mal schauen, ich würde mich ggf. per PN melden. Bist du über Pfingsten in der Gegend? Da hätte ich Zeit.

Biwakieren kann man am Vorderrhein bestimmt. Aber wie GemeinsamDraussen schon schreibt: auf der einen Seite ist das Ufer meist steil, auf der anderen verlaufen teilweise die Bahnschienen.



Ich hab mal ne prinzipielle Frage, die Packraftings sind ja deutlich fehlerverzeihender als nen normales Wildwasserkajak, sprich die Lernkurve deutlich steiler, nen Dreier bis Vierer Bach kommt nen absoluter Anfänger im WWkajak praktisch nur schwimmend runter.
Beim langsameren Steigern fallen dann doch schon wahrscheinlicher so Kompetenzen wie Kameradensicherung, Risikoabschätzung mit an als wenn ich gleich beim ersten Mal auf nen Vierer Bach gehe.
Schwimmweste ist gut, aber gibt ja auch Bäche wo auch die einem bei nem Schwimmer nicht hilft, Syphone etc. ,wie macht ihr das mit de Risikioabschätzung, wo lernt man als Packrafte wanns sinnvoll ist auch mal ne Sicherung aufzubauen oder macht schlicht mal nen Wurfsacktraining?
In den Videos sieht man dazu halt nix, wobei beim letzten sahs einmal kurz wie geschnitten und umtragen aus?

Walnut, da sprichst du ein sehr wichtiges Thema an. Es stimmt: Packrafts lassen sich recht intuitiv fahren und sind sehr verzeihend. Man kommt quasi ohne viel Technik recht problemlos 3er Stellen runter, was im Kajak undenkbar wäre. Das macht die meisten von uns faul: Wir erlernen die Technik nicht richtig, was okay ist, so lange wir uns nur in einfachem Wildwasser aufhalten – danach wird es umso schwieriger bzw. gefährlicher. Besser wäre es, jeden Anfänger in ein Kajak zu setzen, wo man gezwungen ist, ordentlich die wichtigsten Techniken zu lernen. Wer die drauf hat, kann dann im Packraft IVer Bäche und mehr fahren.

Ich hab leider nie ein richtiges Sicherheitstraining gehabt. Alles, was ich weiss, kenne ich aus Videos, Blogs oder habe es mir intuitiv zusammengereimt. Im Wasser-Lesen bin ich recht gut, glaube ich, auch im Erkennen von Gefahren, wie Syphone und Ähnliches. Aber im richtigen Umgang mit dem Wurfsack etc. bin ich nicht geschult genug. Dazu dient dann auch das Treffen an der Soca (https://packraftingmeetupeurope.wordpress.com/), bei dem einige Experten zusammenkommen und Workshops geben. Dennoch muss ich das ganze Thema Sicherheit und Paddeltechniken noch mal intensiver angehen, wenn ich mich im Wildwasser weiterentwickeln will. Anfangs war das Packraft für mich halt nur ein „Werkzeug“ auf Wildnisreisen, das ich in der Regel auf grossen, aber eher einfachen Flüssen eingesetzt habe. Jetzt ist das Teil für mich auch sportlich interessant, deshalb macht es Sinn, mir auch etwas mehr Technik anzueignen.

Bei der Stelle im Albula-Video haben wir einen Baumstamm umtragen, der den gesamten Bach blockiert hat. Wenn ich einen Fluss zum ersten Mal befahre und ich vor mir schon steile, uneinsichtige Stellen erahne, steige ich meistens kurz aus, vor allem in den Kurven.

walnut
16.04.2018, 13:45
klingt gut deine Herangehensweise, danke für die Antwort

LihofDirk
16.04.2018, 14:22
Links ist das Ufer häufig weglos und ziemlich steil, am rechten Ufer verläuft die Bahnstrecke. Am Fluss gibt es Kiesbänke mit oft sehr grobem Schotter. Einige Fotos davon: klickhier (http://gemeinsam-draussen.de#vorderrhein).

Mir ist aus dem einen Jahr regelmässig in die Schweiz pendeln nur noch in Erinnerung, dass ide Kiesbänke sehr überraschend unter Wasser stehen können. War damals die Emme, und der Regen viel im Napf Gebiet, war also kurz vor Solothurn erst Wahrnehmbar, als der Fluss sehr schnell anstieg.
Die treibenden Baumstämme und die Flutwelle waren zum Glück schon durch den Thuner See gepuffert. Aber zum Übernachten würde ich nicht direkt am Fluss Zelten wollen.

Grizzly
16.04.2018, 21:46
Schöne Bilder! Du solltest den Vorderrhein allerdings nicht verharmlosen. Nebst den Verblockungen, starken Strömungen und einigen Prallwänden ist das kalte Wasser derzeit wirklich gefährlich. Ich war am Samstag auf dem Fluss und habe meinen Augen nicht getraut, als 2 Typen auf einem lecken Gummiboot, Aldipaddeln und Aldischwimmwesten mehr schlecht als recht von Versam nach Reichenau gepaddelt resp. Getrieben sind. Eigentlich hätte es mir ja egal sein können wenn sie abgesoffen wären, aber ich habe ihnen mit zwei anderen Kajakern Geleitschutz gegeben. Wenn es zu Unfällen kommt, sind nur wieder neue Gesetze die Folge. Will sagen, solche Videos sollten auch mit entsprechenden Kommentaren versehen werden, die YouTube Jugend macht sonst alles nach. Ein „gutes“ Negativbeispiel ist zb Kai Sackmann, was der macht mit seinen Packraftvideos ist in meinen Augen verantwortungslos. Sorry, falls off- topic.

Gruess

Stefan

Ps, ich denke nicht das biwakieren in der Rheinschlucht geduldet wird

geige284
16.04.2018, 22:55
Ein „gutes“ Negativbeispiel ist zb Kai Sackmann, was der macht mit seinen Packraftvideos ist in meinen Augen verantwortungslos. Sorry, falls off- topic.

Gruess

Stefan

Achja? Warum denkst du das?

AlfBerlin
16.04.2018, 23:09
Wundert mich auch. Beim Paddeln macht der Sacki doch eher harmlose Sachen, soweit ich mich erinnere.

Libertist
16.04.2018, 23:39
Schöne Bilder! Du solltest den Vorderrhein allerdings nicht verharmlosen. Nebst den Verblockungen, starken Strömungen und einigen Prallwänden ist das kalte Wasser derzeit wirklich gefährlich. Ich war am Samstag auf dem Fluss und habe meinen Augen nicht getraut, als 2 Typen auf einem lecken Gummiboot, Aldipaddeln und Aldischwimmwesten mehr schlecht als recht von Versam nach Reichenau gepaddelt resp. Getrieben sind. Eigentlich hätte es mir ja egal sein können wenn sie abgesoffen wären, aber ich habe ihnen mit zwei anderen Kajakern Geleitschutz gegeben. Wenn es zu Unfällen kommt, sind nur wieder neue Gesetze die Folge. Will sagen, solche Videos sollten auch mit entsprechenden Kommentaren versehen werden, die YouTube Jugend macht sonst alles nach. Ein „gutes“ Negativbeispiel ist zb Kai Sackmann, was der macht mit seinen Packraftvideos ist in meinen Augen verantwortungslos. Sorry, falls off- topic.

Danke für diese Episode, ich kann mir die Jungs sehr gut vorstellen. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass ich mit meinem Gummiboot sicher auch schon oft für lebensmüde gehalten wurde - so ein Packraft sieht ja auch aus, wie für €50 beim Baumarkt gekauft, oder? Mir hat allerdings noch niemand Geleitschutz gegeben. :roll:

Ich hab kein Wildwasservideo von Kai Sackmann gefunden, kannst du mal eins verlinken?

Ich finde das alles übrigens gar nicht Off-Topic, im Gegenteil: Wäre fein, wenn in diesem Thema auch ein paar Infos zu Packrafting, Wildwassersport und Sicherheit ausgetauscht werden würden.

Übrigens bin ich jetzt im Frühjahr noch ein paar Male in der Schweiz paddeln, wollen wir mal was gemeinsam unternehmen?

Grizzly
17.04.2018, 06:14
Hallo Libertist. Bei Sackmann meine ich die Videos wo er die obere Isar befahren wollte, mit Schlapphut und ungeeigneter Schwimmhilfe. Die Episode heisst „ Packrafting in bayrisch Kanada und Unfall“. Ist in meinen Augen sicher nicht die richtige Ausrüstung und schon gar nicht ein Vorbild.

Ich bin wieder am 10. Mai auf dem Vorderrhein, falls Du auch da bist,

Gruess

Stefan

Becks
17.04.2018, 10:22
Danke für’s Anpassen, Becks! St. Gallen klingt sehr interessant, ich habe gerade mal auf rivermap.ch geschaut. Da fliessen Sitter und Urnäsch – wenn da der Pegel steigt, sind das wahrscheinlich richtig schwere Wildbäche. Könnten aber etwas über meinem Niveau liegen. :( Mal schauen, ich würde mich ggf. per PN melden. Bist du über Pfingsten in der Gegend? Da hätte ich Zeit.
.

Da musste Meteoschweiz fragen, denn je nach Wetterlage bin ich einfach ausgeflogen. Einfach melden.


Hallo Libertist. Bei Sackmann meine ich die Videos wo er die obere Isar befahren wollte, mit Schlapphut und ungeeigneter Schwimmhilfe. Die Episode heisst „ Packrafting in bayrisch Kanada und Unfall“. Ist in meinen Augen sicher nicht die richtige Ausrüstung und schon gar nicht ein Vorbild.

Ist nicht der einzige Bockmist den der Sacki verzapft. Seine Überlebenstipps für Schneeschuhtouren in den Alpen (Abstieg in ein unbekanntes Tal) sind lebensgefährlich.

StevePeacewalker
17.04.2018, 11:48
Ein „gutes“ Negativbeispiel ist zb Kai Sackmann, was der macht mit seinen Packraftvideos ist in meinen Augen verantwortungslos. Sorry, falls off- topic.

Der Sackmann macht unzählige Videos zu unterschiedlichsten Themen. (Zum Großteil auch recht gut wie ich finde.)

Dass da auch einmal Bockmist dabei ist, ist wahrscheinlich unvermeidbar. Wäre gut ihm das direkt unter seine Videos zu posten, der Mann ist ja durchaus lern- und kritikfähig.

Und was heißt bitte Negativbeispiel, nur weil er in dem Isar Video nicht ausreichend ausgerüstet war? Der gute Mann macht zum großen Teil eine tolle Arbeit.

walnut
17.04.2018, 12:29
Weils nen Negativbeispiel ist, der Typ macht anderen vor sie sollen ohne Helm und vernünftige Schwimmweste 3er Wildwasser runter. In seinem Video kommt ja auch nur, dass er nach nem Drittel der Strecke nen Unfall hatte und die geliebte Knipse jetzt weg ist. Kein Lerneffekt dass nen Helm und ne vernünftige Schwimmweste auf Wildwasser durchaus einiges an Schmerzen vermeiden helfen, oder schlimmeres.

MaxD
17.04.2018, 13:02
Zum Thema "Sicherheit auf dem Wasser" gibt es eigene Fäden. Das Thema hier sollten Libertists Touren sein.

Libertist
17.04.2018, 22:02
Da musste Meteoschweiz fragen, denn je nach Wetterlage bin ich einfach ausgeflogen. Einfach melden.

Mach ich!



Hallo Libertist. Bei Sackmann meine ich die Videos wo er die obere Isar befahren wollte, mit Schlapphut und ungeeigneter Schwimmhilfe. Die Episode heisst „ Packrafting in bayrisch Kanada und Unfall“. Ist in meinen Augen sicher nicht die richtige Ausrüstung und schon gar nicht ein Vorbild.

Ich bin wieder am 10. Mai auf dem Vorderrhein, falls Du auch da bist,

Hab das Video gefunden, total langweilig, er erzählt ja fast nur. Hab ca. 10 Sekunden durchgehalten, dann vorgespult. Klar, ohne Schwimmweste und Helm kann man im Wildwasser natürlich niemandem ein Vorbild sein. Grundsätzlich gebe ich dir natürlich Recht, aber ich bin der letzte, der bei Fragen dieser Art den Zeigefinger heben darf. :kapituliere:

Am 10. Mai habe ich leider schon was anderes vor. Das Wochenende davor und danach ginge?!


Fragen und Unklarheiten bezüglich eines Modposts bitte per PN oder Meldebutton klären.

earlyworm
18.04.2018, 18:38
Hallo Libertists,

danke für die beiden neuen Videos. Seit 2 Jahren bin ich (bzw. wir da ich die meisten Touren mit meinem Kanu Buddy unternehme) auch immer mal wieder im Packraft unterwegs. Touren im Canadier machen wir schon seit mehreren Jahren.
Daher wollte ich dir ein paar Fragen stellen, da du ja schon mehr Erfahrung mit den Packrafts gesammelt hast.
Ihr seit ja mit einem MRS Alligator 2S und einem Alligator 2S Pro unterwegs gewesen. Wir haben ebenfalls die Alligator 2S Packrafts. Bin da grundsätzlich zufrieden, aber ein Erfahrungs- Austausch würde mir da weiterhelfen.

1. Du warst früher mit einem Alpacka Packraft unterwegs. Ist der Umstieg auf MRS Packrafts erfolgt da du da eine bessere Qualität erkannt hast, oder hat sich das einfach durch das Sponsoring ergeben?

2. Hatte ihr auf den Touren die Schenkelgurte angelegt. Bei ein / zwei Szenen kann man ja auch eine Kenterung bei euch (dir) erkennen. Du bist trotz Spritzdecke recht schnell wieder oben. Daher die Frage nach den Schenkelgurten.
Ich selber finde die Gurte hilfreich wegen der zusätzlichen Kontrolle welche man mit Hüfte und Schenkel auf das Packraft ausüben kann. Allerdings finde ich die Kontrolle auch ohne Schnenkelgurten schon recht gut im Alligator 2S. Habe die in den Wildwasserabschnitten dann aber oft weg gelassen um im Kenterfall schneller austeigen zu können. Was ist denn deine Erfahrung mit den Schnenkelgurten. Ja / Nein? oder machst du das von bestimmten Situationen abhängig?

3. Wir hatten letzten Jahr innerhalb 3 Tagen 4 Löcher in den Packrafts zu flicken. Teilweise waren sicherlich die teils sehr spitzigen Steine in dem Flussabschnitt schuld (Fluss Piteälven in Lappland). Einige Steine waren sehr rau und scharf.
Ich schiebe die Löcher aber auch teilweise auf das Internal Storage System zurück. Wenn die Schläuche mit Gepäck gefüllt sind, dann können die Luftschläuche nicht mehr so gut nachgeben. Das ist zumindest meine Erfahrung.
Hattet ihr auf den Touren das ISS genutzt? Meiner Erfahrung nach ist die zusätzlich Stauraum super für den tieferen Schwerpunkt und auf Stillwasser sowieso. Bei häufigem Kontakt mit Hindernissen bzw. im Wildwasser aber ein Nachteil wegen der geringeren Abfederung. Hast du da ähnliches schon festgestellt?
Hast du auch schon öfters mal deine Packrafts flicken müssen?

Die nächsten Fragen bzw. Kommentare beziehen sich auch auf Anmerkungen der anderen User gerade was auch die Touren von Kai Sackmann angehen. Bei deinen sehr anspruchvollen Touren musst du ja ebenfalls Kompromisse machen.

4. Helm und Schwimmweste.
Die aufblasbare Anfibio Schwimmweste (Video Kai Sackmann) ist ja nicht das "beste" was man im schweren Wildwasser tragen kann. Aber das Ding ist halt doch sehr gut für den "Trekking" und Anreise Anteil. Ein Feststoff Weste ist schwerer und verbraucht auch richtig viel Platz im Gepäck. Daher finde ich die aufblasbare Weste super um Volumen im Gepäck zu sparen. Etwas Sicherheit geht dabei halt verloren.
Hast du schon den richtigen Kompromisse für dich gefunden? Wann mit aufblasbarer, wann echter Feststoff Weste?

Das selbe ist mit dem Helm. Klar ist ein Helm super im Wildwasser und bringt Sicherheit. Macht man nur eine Tagestour kann man den auch locker mit einpacken.
Ich selber überlege für die nächste mehrtägige Packrafting Tour aber schon ob ich wieder einen Helm mitnehme, da der Helm eben doch relativ viel Platz wegnimmt im Reisegepäck.
Mir ist klar man beim Thema Sicherheit immer sagen kann das man gerade hier nicht sparen sollte. Aber auf deiner letzten Reise in Grönland habe ich auf den Bildern zwar ein Packraft aber keinen Helm gesehen... war ja nur Stillwasser.
Und ich wollte auch keine Diskussion aufmachen die die immer wieder selben Argumente hervorbringt. Mich würde es aber interessieren ob du für dich schon eine Regel aufgestellt hast wann du dir das zusätzliche Volumen mit einem Helm antust und wann du ihn weglässt?

5. Deine Lösung mit dem großen wasserdichten Packsack welchen du dir da selbst gebaut hast finde ich interessant. Du packst dort deinen großen Trekking Rucksack rein und schnalls diesen dann auf dem Bug fest, richtig? Ich überlege derzeit ob ich ihn kopiere bzw. mir ebenfalls nachbaue.
Würdest du den Packsack so weiterempfehlen?


Ein persönlicher Austausch an der Soca wäre klasse und hilfreich. Meine zur Verfügung stehenden Tage für Outdoor- Aktivitäten sind mit der Packrafting Tour im kommenden August leider schon aufgebraucht. Aber eventuell filmt ja jemand ein paar Sachen und es gibt ein paar Kommentare.

Danke jedenfalls wenn du Zeit findest die Fragen zu beantworten .... und ich hoffe das die Fragen genug Bezug zu deinen Videos haben und ein Austausch ohne Zensur stattfinden kann.

Grüße
Earlyworm

Libertist
18.04.2018, 20:56
Hi Earlyworm,

puh, das sind ja ganz schön viele Fragen... aber allesamt sehr gute und wichtige. Ich versuch mal, so kurz und bündig wie möglich zu antworten:

1. Von Alpacka Raft zu Anfibio Packrafting Store und MRS: Sponsoring spielt da schon eine Rolle, ja, ich brauche ja wieder Boote für die Freunde, die mich dieses Jahr in Grönland begleiten. Aber vor allem hat das mit Logistik und Praktikabilität zu tun: Der Packrafting Store ist in der Nähe (ich bin sogar bei Leipzig aufgewachsen), dadurch ist die Kommunikation und Lieferung sehr einfach. Wenn ich irgendwas brauche (Ersatzteile, Reparatur, weiteres Zubehör), hab ich das innerhalb weniger Tage und muss nicht für Versand und Zoll zahlen. Dazu kommt, dass der Packrafting Store bzgl. der verkauften Produkte sehr breit aufgestellt ist: Es gibt eben nicht nur Boote, sondern auch Paddel, Schwimmwesten, Helme usw. Einen Partner für alles zu haben ist für mich ein riesiger Vorteil. Außerdem werden verschiedene Marken und Firmen vertreten, was immer für viel Aktuelles und Innovatives steht. Die Produkte an sich sind (genau wie bei der amerikanischen Konkurrenz) von ausgezeichneter Qualität, da gibt's überhaupt nichts zu Meckern. Mein neues MRS fährt sich auffallend sportlich, für's Wildwasser ist das Teil perfekt. Ich werde die Boote weiterhin testen und schon bald neues Videomaterial hochladen. :cool:

2. Schenkelgurte: Ja, im Video sieht man mich einmal kentern. Da wollte ich links ran fahren, um diese kleine Stufe zu filmen, aber es war zu spät dafür und so bin ich rückwärts runtergerutscht und umgekippt. :bg: Grundsätzlich halte ich die Schenkelgurte für sehr sinnvoll, im Wildwasser hat man dabei viel mehr Kontrolle über das Boot und kann besser auf verschiedene Strömungen reagieren. Allerdings ist das auch noch neu für mich, ich gewöhn mich gerade erst daran. Aufgefallen ist mir, dass man die Beine halt immer recht stark anziehen muss, damit die Gurte in Position bleiben (es sei denn, man ist so groß oder das Boot so klein, dass die Beine ohnehin immer angewinkelt sind). Ich bin 1,83 m und könnte mir bei sehr technischen Wildwasser noch ein kleines Polster vorn in den Fußraum geben, um die Knieposition anzupassen, ohne die Knie anziehen zu müssen. Sobald man die Beine streckt, rutscht man aus den Schenkelgurten heraus, so auch beim Kentern. Das geht ganz intuitiv und ist aus meiner Sicht komplett unproblematisch.

3. Mit Alpackas hatte ich schon ein paar Minilöcher, meine MRS Boote sind ja aber noch neu. Ich kann nicht sagen, inwiefern das ISS bzw. das Gepäck in den Schläuchen hier eine Rolle spielt, aber meine Vermutung: Man müsste schon sehr viel Ausrüstung ins Innere stopfen, damit der Widerstand bei einem Stoß höher ist, als er es bei einem voll aufgeblasenem Boot ohnehin schon ist. Ich blase meine Boote immer so stark auf, wie ich kann. Das Gepäck im Inneren liegt bei mir eher recht locker, das trägt eigentlich nicht zur "Festigkeit" dabei. Je schwerer das Boot insgesamt ist, desto "härter" sind natürlich irgendwelche Stöße und damit steigt die Gefahr einer Beschädigung, aber das hat ja nichts damit zu tun, wo man die Ausrüstung verstaut (Im Inneren des Bootes oder oben drauf). Also, ich sehe bisher nur Vorteile im ISS, keine Nachteile. Solange der Reißverschluss dicht bleibt... :o (was er bei mir bisher immer war).

4. Meine Kompromisslösung:

Bei Ausflügen oder kürzeren Touren: Immer höhere Sicherheit, das heißt, Trockenanzug, feste Schwimmweste, Helm und Wurfsack. Gewicht und Packmaß spielt dann keine Rolle, deshalb würde ich auch auf die Isar nicht ohne Schwimmweste gehen. ;-) Bei diesen Flüssen versuche ich auch, Technik zu erlernen und fahre bewusst in schwierigere Stellen hinein, um zu üben.

Bei langen Rucksack-Touren und WW I-II (z.B. Grönland): Nur Boot, Paddel und aufblasbare Schwimmweste.

Bei langen Rucksack-Touren und WW II-III (z.B Alaska-Reise mit ausgedehnten Packrafting-Abschnitten): Leichter Trockenanzug, aufblasbare Schwimmweste, evtl. Helm (je nach Fluss). Ich fahre dann immer die leichteste "Linie" und umgehe Schwierigkeiten bestmöglich.

Es ist eben immer ein Abwägen zwischen Schwierigkeit des Flusses, Ausmaß/Dauer der Packrafting-Abschnitte, Gewicht und Packmaß. Einen Helm nehme ich auf Tour immer dann mit, wenn der Fluss tatsächlich (zumindest abschnittsweise) so wuchtig ist, dass die Gefahr besteht, in Stromschnellen zu kentern und "festzuhängen". Einmal ist mir das ja schon passiert, anschließend hatte ich überall blaue Flecke am Körper, weil ich unter Wasser richtig gegen die Felsen geschleudert wurde. Natürlich hatte ich einen Helm auf. Auf der Albula bei Niedrigwasser beispielsweise würde ich, wenn ich die komplette Trekkingausrüstung und Verpflegung für 2 Wochen mitnehmen müsste, auf einen Helm verzichten. Allerdings mit dem Hinweis, dass mein Verhalten niemandem zum Vorbild dienen soll (auch, wenn das billig ist). Bei mehr Wasser - und bei Ausflügen oder kurzen Touren sowieso! - nur mit Helm.

5. Klar, so ein XXL-Packsack ist Gold wert, vor allem, wenn das Boot kein ISS hat. In Grönland hatte ich ihn nicht dabei, da Zahmwasser, die Regenhülle genügte dort. Aber im Wildwasser und viel Ausrüstung würde alles aus dem Inneres des Rucksacks in den Schläuchen des Boots verstauen und dann den leeren Rucksack mitsamt der Trekkingstiefel in einen großen Drybag packen und vorn drauf spannen.

Ich hoffe, das hilft dir so weit. Gib Bescheid, wenn du noch weitere Fragen hast.

Übrigens: Immer, wenn ich von diesem XXL Drybag rede, muss ich an Thomas K. denken ("fjellstorm" im Forum), der mir das Teil genäht hat. Thomas war ein guter Freund von mir und kam 2013 von seiner Solotour aus Norwegen nicht zurück, er gilt seitdem als vermisst. Das liegt jetzt fast 5 Jahre zurück und ist für mich noch immer die eindrücklichste Erinnerung daran, dass ich es mit dem Risiko besser nicht übertreiben sollte.

Grumpi
19.04.2018, 14:29
Hallo Libertist,

wundervolle Berichte von dir, ich habe fast alle gelesen und angeschaut. Eine Frage hätte ich aber, womit, also mit welcher Camera hast du die Aufnahmen gemacht? Da ist alles so ruhig, kein wackeln, richtig gut.

Grumpi

Libertist
19.04.2018, 19:16
Hallo Libertist,

wundervolle Berichte von dir, ich habe fast alle gelesen und angeschaut. Eine Frage hätte ich aber, womit, also mit welcher Camera hast du die Aufnahmen gemacht? Da ist alles so ruhig, kein wackeln, richtig gut.

Grumpi

Hi Grumpi, danke! Mit "die Aufnahmen" meinst du diese hier, beim Packrafting, oder? Die jüngsten beiden Videos hab ich mit einer GoPro Hero 6 gefilmt, meine neueste Errungenschaft. Die Videos davor mit dem 2er Modell. Für die Bilder in meinen anderen Reiseberichten hatte ich allerdings noch ein paar andere Spielzeuge dabei, wie du dir sicher denken kannst. ;-)

earlyworm
20.04.2018, 23:45
Hallo Libertist,

vielen Dank für deine ausführlichen Antworten. Das hat mich gedanklich weiter gebracht und in meiner ähnlichen Sichtweise auch bestätigt. Jetzt finde ich es noch mehr schade das ich nicht an die Soca kommen kann und deinen Vortrag / Diskussionsrunde zuhören kann um weitere Anregungen zu bekommen bzw. von anderen Erfahrungen zu lernen. Ein paar weiter Gedanken und Fragen habe ich noch bei ein paar Packrafting Szenarien, aber die formuliere ich später nochmal und hoffe das du wieder Zeit findest deine Erfahrungen dort einzubringen.

Zu deinem Kommentar mit dem Reißverschluss beim ISS. Da ist mir eines aufgefallen. Ich habe mir das Alligator 2S letztes Jahr gekauft. Bei mir war in der Verlängerung vom Reißverschluss eine extra Packschlaufe angebracht. Und zwar in genau dem Abstand so das ich den TZipper exakt einhängen konnte. Das bietet zusätzlich den Schutz das der Reißverschluss sich nicht von selbst etwas öffnen kann, z.B. wenn irgendwo hängen bleibt oder nach einer Kenterung irgendwie nach dem Packraft greift und dummerweise den TZipper zu fassen bekommt. Ich habe kein Bild vom eingehängtem TZipper, aber auf diesem Bild kannst du gut erkennen was ich meine:
https://www.canoeguide.net/images/outdoorguide/packrafting/MRS-Alligator-2S/Packraft-Rei%C3%9Fverschluss.jpg


Mein Paddel Buddy hat sich das Alligator ein Jahr früher schon gekauft (2016) und bei ihm ist diese Schlaufe nicht dran. Wie ich in deinem Video sehe ist diese extra Schlaufe beim roten Packraft auch nicht dran... vom Alligator Pro gibt es keine Aufnahme wo man sehen kann ob dort diese Schlaufe dran ist... und bei Schwarz auf Schwarz auch nicht leicht zu entdecken.
Du könntest ja beim Packrafting Store mal nachfragen weshalb diese extra Schlaufe beim roten Packraft fehlt. Zudem kann man die Schlaufe ja auch nachrüsten. Ich selber finde sie sehr praktisch und gibt mir auch ein "gutes Gefühl" beim Thema "Reißverschluss in einem Luftboot". Die Sicherheit wird mit der Einhängeschlaufe in jedem Falle erhöht.

Die Information zu deinem vermissten Freund sind traurig. Eines der besten Dinge wie man damit umgehen kann ist vermutlich genau den Gedanke welchen du formuliert hast. Sich dann einfach einzugestehen das man nicht so ein harter Hund ist und den Rückweg antritt, das Boot aus dem Wasser nimmt und umträgt, oder sonst wie sein Risiko entschärft. Ein ähnliche Nachricht habe ich im letzten Sommer auf Youtube gelesen. Ich habe den Paddler nicht gekannt aber immer seine Videos angeschaut da er auf tollen Flüssen unterwegs war. Und plötzlich steht da das er tödlich verunglückt ist auf einem Fluss auf dem ich selber schon zwei mal unterwegs war.
https://www.youtube.com/user/HannuYK/about

Freue mich über weitere Packrafting Videos von kurzen und längeren Touren

Sonnige Grüße

Libertist
08.05.2018, 19:43
Hier nun das Video vom Europäischen Packrafting-Treffen (https://packraftingmeetupeurope.wordpress.com/) an der Soca, 28. April bis 1. Mai 2018. Insgesamt waren knapp 50 Packrafter vor Ort, wir hatten eine richtig gute Zeit miteinander. Neben vielen Stunden auf dem Wasser und jeder Menge Kennenlern-Gespräche gab es auch kurze Workshops, eine Filmpräsentation und einen Vortrag von mir. Insgesamt ein sehr rundes Programm, das auch Platz fürs spontane Paddeln in kleineren Gruppen ließ. Das Treffen wurde von zwei Privatpersonen organisiert und vor allem über Facebook verbreitet. Wer Lust hat, über zukünftige Events informiert zu werden, kann sich dazu in diversen Packrafting-Gruppen auf Facebook umschauen (Zum Beispiel Packrafting in Europe (https://www.facebook.com/groups/packrafting)) oder einfach meiner Seite Outventurous (https://www.facebook.com/Outventurous/) folgen. Viel Spaß mit dem Video!

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TilmannG
10.05.2018, 09:30
Hi Gabriel, schöner clip!
Das sieht gut aus und macht Lust auf Wasser, Sommer und viel mehr...
Grüße von Tilmann

Libertist
20.05.2018, 14:13
Hier mal wieder was aus der Schweiz: Simme und Sense, beide im Berner Oberland, befahren im April.

Die Simme führte mit 32m³/s ziemlich viel Wasser und war uns abschnittsweise schon fast zu wuchtig. Man sieht gleich am Anfang, wie Sofia ins Wasser fällt, sich mitsamt Boot und Paddel aber an die Seite retten kann. Dabei steht sie einmal mitten in der Stromschnelle auf, was man tunlichst vermeiden sollte, da man sich im schlimmsten Fall den Fuß irgendwo einklemmen könnte. Die Regel lautet hier: Schwimmen, bis die Hände den Grund oder das Ufer berühren, erst dann aufstehen.

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Die Sense ist ein wunderschöner Wildfluss, der uns beim Wasserstand von 12m³/s um einiges leichter fiel (für mich schon etwas zu leicht). Landschaftlich wirklich genial! Stromschnellen gibt es viele, allerdings werden diese wohl erst ab einem Durchfluss von ca. 20m³/s oder mehr einigermaßen anspruchsvoll. Leider werden solche Pegel dort selten erreicht, wahrscheinlich nur nach starken Regenfällen. Die Sense ist bei einem Pegel zwischen 10 und 20m³/s jedenfalls sicher gut für Anfänger geeignet.

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Grundsätzlich möchte ich alle Packrafter hier motivieren, die Boote nicht nur auf Wanderflüssen und während der Reisen einzusetzen, sondern ruhig auch Tagesausflüge ins Wildwasser zu unternehmen. Es lohnt sich wirklich, ein paar Techniken zu erlernen, vor allem richtiges Kehrwasserfahren, Kanten, Wiedereinstieg ins Boot usw. Mir macht das jedenfalls einen Riesenspaß!

walnut
20.05.2018, 16:43
Net schlecht was mit den Dingern geht, auch wenn das Wort ankanten damit ne neue Bedeutung kriegt :bg:
Aber mitm Croc aufm Wildwasserbach?! Die paar Euro fürn vernünftigen Gesundheitsriken deutlich senkenden Paddelschuh sollten doch noch da sein wenn man das öfter macht, zumindest solange wie man nicht sicher sagen kann, daß man nicht schwimmen muß

Libertist
20.05.2018, 16:54
Net schlecht was mit den Dingern geht, auch wenn das Wort ankanten damit ne neue Bedeutung kriegt :bg:
Aber mitm Croc aufm Wildwasserbach?! Die paar Euro fürn vernünftigen Gesundheitsriken deutlich senkenden Paddelschuh sollten doch noch da sein wenn man das öfter macht, zumindest solange wie man nicht sicher sagen kann, daß man nicht schwimmen muß

Naja, bzgl. Ankanten bin ich selbst noch Anfänger, aber grundsätzlich kann man schon einiges machen, schau dir mal dieses kurze Beispielvideo an: https://vimeo.com/208502454

Crocs, hm. Natürlich kann man sich zum Paddeln einfach einen Neopren-Schuh kaufen oder irgendetwas, das im Kajakladen empfohlen wird. Ich hätte aber gern etwas Universelles, das ich auch fürs Reisen nutzen kann. So ein Schuh sollte leicht sein, keine Feuchtigkeit aufnehmen, als Camp-Schuh, Packrafting-Schuh und zum Furten taugen. Crocs eignen sich relativ gut, vor allem, wenn man (wie ich), die Version hat, bei der man hinten die Schnalle festziehen kann. Dennoch verliert man die Dinger manchmal. Also ja, zumindest für Ausflüge wie diese hier könnte man sich mal eine solidere Lösung suchen. ;-)

TilmannG
21.05.2018, 09:45
Furkareuss und Muota hab ich mir auch angeschaut - ihr seid fleissig! Und zeigt beeidruckend steile Lernkurven.
(Aber ein heiles Knie mit voller Beugung ist wohl leider auch dafür notwendig)
Woher hat du die Vorab-Infos über die Flüsse? (Fliessgeschwindigkeit...)
Hatte Sofia bei ihren Ausstiegen in der Simme die Schenkelgurte an?

Grüße von Tilmann

Libertist
21.05.2018, 13:23
Tilmann hat's schon angedeutet, es gibt wieder Nachschub:

Vor zwei Wochen waren Elias (Sofias Bruder), Timo (von Wild Out (https://www.facebook.com/OutdoorLife.WildOut/)) und ich auf der Muota. Elias ist im roten Boot, Timo im grünen und ich wie immer im schwarz-roten.

Die Schlüsselstellen der Muota liegen am Muotastein, im Video zu sehen zwischen 0:13 und 1:20. Timo hat die Stelle umtragen. Ich bin ganz links gefahren, Elias eher zentral. Man sieht bei 1:11 sehr schön, wie er eigentlich das richtige tut: Nach vorn lehnen und Paddel auf der flussabwärts gewandten Seite ins Wasser halten. Leider ist es da bereits zu spät, sein Paddel bekommt aufgrund der vielen Luft im Wasser keinen Druck und so fällt er (wie fast immer, wenn man fällt) flussaufwärts aus dem Boot. Wiedereinstieg haben wir mehrfach geübt, das war also kein Problem. Timo hat trotzdem mal das Seil geworfen.

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Elias und ich sind direkt im Anschluss noch zur Fukareuss gefahren, die über dem Gotthardtunnel fließt. Timo hatte erstmal genug, er paddelt ansonsten eher ruhigere Gewässer.

An der Fukareuss lag noch viel Schnee, die Frühjahrsschmelze hatte noch nicht richtig eingesetzt. Entsprechend niedrig war der Wasserstand, es ging gerade so... An einer Stelle blockierte eine Schneebrücke den ganzen Fluss, die mussten wir klarerweise umtragen (im Video bei 0:30), ansonsten konnten wir alles paddeln.

Gleich danach kam die Schlüsselstelle. Diese sind wir beide zweimal gefahren, man sieht sehr schön den Unterschied zwischen Helmkamera und Filmen "von draußen": Von der Helmkamera sieht alles viel einfacher aus, finde ich... oder?

Die Fukareuss möchte ich unbedingt noch mal befahren, wenn mehr Wasser drauf ist, so bei 30m³/s wär's bestimmt perfekt.

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(Aber ein heiles Knie mit voller Beugung ist wohl leider auch dafür notwendig)
Woher hat du die Vorab-Infos über die Flüsse? (Fliessgeschwindigkeit...)
Hatte Sofia bei ihren Ausstiegen in der Simme die Schenkelgurte an?

Hi Tilmann,

die Knie werden beim Paddeln eigentlich nicht so belastet. Im Wildwasser fährt man halt dauerhaft mit ca. 90° angewinkelten Knien, damit die Schenkelgurte besser greifen. Ansonsten könnte man die Beine auch ausstrecken (so fahre ich auf Fjorden :cool:).

Fast alle wildwassertechnisch interessanten Flüsse im Alpenraum sind auf der Rivermap (https://www.rivermap.ch) eingezeichnet. Dort sieht man auch die Schwierigkeitsgrade und aktuelle Pegelstände. Wenn ich dann genauere Infos zu einem Fluss haben möchte, schau ich in der Regel auf kajaktour.de (http://kajaktour.de/) oder 4-paddlers (https://4-paddlers.com/).

Zur Info: Ich fahre aktuell WW-Grade II-III, III und III-IV. Ein paar IVer Stellen sind manchmal dabei, aber dann nur bei niedrigen Wasserständen. Die Stelle bei 0:40 im Fukareuss-Video ist bei Mittelwasser wohl Grad IV, bei diesem Wasserstand aber eher III-IV, wenn überhaupt.

Ja, wir fahren wenn möglich immer mit Schenkelgurten. Wenn ich mit Sofia UND Elias unterwegs bin (wie auf Sense und Simme), bekommt Elias mein altes grünes Boot, da muss er ohne Gurte auskommen. Geht auch. Zum Kanten (also nach rechts oder links lehnen) sind Schenkelgurte halt super, man hat einfach mehr Kontrolle über's Boot und kann präziser fahren.

Die Schenkelgurte sind beim Ausstieg kein Problem. Einfach Beine ausstrecken und schon lösen sie sich.

Übrigens habe ich gute Verbindungen zum Packrafting Store (http://www.packrafting-store.de/), wer Rat braucht oder zur Bestellung gern einen kleinen Bonus hätte, darf sich vorher gern bei mir melden. ;-)

walnut
21.05.2018, 17:00
"Man sieht bei 1:11 sehr schön, wie er eigentlich das richtige tut: Nach vorn lehnen und Paddel auf der flussabwärts gewandten Seite ins Wasser halten. Leider ist es da bereits zu spät, sein Paddel bekommt aufgrund der vielen Luft im Wasser keinen Druck und so fällt er (wie fast immer, wenn man fällt) flussaufwärts aus dem Boot. "

Na wenn man quer in die Walze kommt ists halt schon schwer und bei euren Booten wird halt dann die Breite zum Nachteil, da kriegt man nicht nicht so einfach die stromzugewandte Kante hoch.

War da eigentlich noch mehr Strömung oder 3wart ihr bisserl eiliger unterwegs, in den Videos vorher hast du viel mehr Kehrwässer mitgenommen?
Schöner Bach! Schöne Videos

Libertist
21.05.2018, 17:08
"Man sieht bei 1:11 sehr schön, wie er eigentlich das richtige tut: Nach vorn lehnen und Paddel auf der flussabwärts gewandten Seite ins Wasser halten. Leider ist es da bereits zu spät, sein Paddel bekommt aufgrund der vielen Luft im Wasser keinen Druck und so fällt er (wie fast immer, wenn man fällt) flussaufwärts aus dem Boot. "

Na wenn man quer in die Walze kommt ists halt schon schwer und bei euren Booten wird halt dann die Breite zum Nachteil, da kriegt man nicht nicht so einfach die stromzugewandte Kante hoch.

War da eigentlich noch mehr Strömung oder 3wart ihr bisserl eiliger unterwegs, in den Videos vorher hast du viel mehr Kehrwässer mitgenommen?
Schöner Bach! Schöne Videos

Hi walnut,

das stimmt schon, Kanten ist im Packraft nicht so einfach. Aber absolut machbar, wir müssen nur mehr üben. Wenn ich mir da die Experten auf Youtube anschaue... Ich werde das demnächst mal gezielter machen, also versuchen, quer die Walzen entlangzufahren.

Es gab in der Tat weniger Kehrwasser, als zum Beispiel auf der Albula oder der Koritnica. Trotzdem versuche ich, möglichst viele Kehrwasser mitzunehmen, ich nehm das nur meistens nicht mit ins Video.

earlyworm
23.05.2018, 06:35
Sehr schön die vier neuen Videos. Ich schaue mir die echt gerne an und dein Input wie du verschiedene Situationen einschätzt finde ich ebenfalls sehr hilfreich. Aber eigentlich sollte ich ebenfalls viel mehr üben anstatt Kommentare in Foren abzugeben ;-)

Auf Tagestouren kann man durch das leichte Gepäck immer so schön spielen mit den Packrafts, das macht echt Laune. Auf einer Mehrtagestour ist das dann immer etwas schwerfälliger da man halt zum Teil das ganze Equipment für eine Woche oder mehr noch im oder am Packraft hat. Da sind Richtungsänderungen, Wiedereinstieg (Packraft flippen) usw. immer etwas aufwendiger als mit dem leeren Packraft. Und dann kommen Stellen welche man sich mit einem Tagestour-Packraft zutrauen würde, aber dann doch umträgt. Gefühlt traue ich mir mit voll beladenem Packraft immer so 0,5 bis eine WW Grad weniger zu. Oder wie ist das bei Dir?

Zu den Schuhen. Ich selbst verwende im Kanu seit Jahren die Crocs-mit-Schnallen-Neoprensocken Kombination und halte sie ebenfalls für sehr geeignet. Im Packraft selber sind sie etwas zu globig. Obwohl wir ungefähr die selbe Grösse haben hab ich im Alligator wenig Platz bei den Füßen.
Auf der nächsten Tour versuche ich es daher mal mit richtigen Paddel Boots (Palm Gradient). Damit ich diese dann auch abends im Lager tragen kann nehme ich noch Goretex Socken mit. Dann kann ich die Schuhe auch mit normalen Socken tragen ohne das man ständig nasse Füsse bekommt. Mal sehen wie diese Kombination dann in der Mehrtages Praxis sich bewährt.

walnut
23.05.2018, 09:59
Meine Bemerkung mit den Crocs bezog sich auch rein aufs Wildwasserpaddeln, und da auch darauf wenn man sich halt nicht sicher ist ob man mal schwimmen geht.
In einigen WW-Spielbooten paddeln Leute teils nen 3-4er barfuß weil sie keinen Platz für Schuhe haben, die wissen dann aber auch daß sie der Schwierigkeit gewachsen sind oder hochrollen können.
Wenn beides nicht der Fall ist und man wie Sophia aussteigen muß und den Croc verliert hat man ne richtig gute Chance auf nen kaputten Fuß, nicht alles im Flußbett ist glatt und rund geschliffen.
Und mir persönlich wären die Crocs halt auch zu gut geeignet um mal zwischen Steinen, Ästen damit hängen zu bleiben, ich bevorzuge eher was mit glatter geschloßener Oberfläche, aber das ist Geschmackssache, Schuh verlieren ist halt Scheiße im Wildwasser.
Ich versteh den Punkt daß wenn man Touren fährt wo man das Packraft längere Strecken aufm Rückrn transportiert man nicht noch Paddelschuhe mitschleppen mag für die man sonst keinen Nutzen hat, würd ich genauso machen.
Aber das hier waren doch fast schon regelmäßige Veranstaltungen mit, ich geh mal spielen aufm Bach :bg: ohne großartige logistische Herausforderungen.
Und ich mag ganz sicher nicht belehren, mag jeder nach seiner Facon glücklich werden.

Libertist
23.05.2018, 21:13
Gefühlt traue ich mir mit voll beladenem Packraft immer so 0,5 bis eine WW Grad weniger zu. Oder wie ist das bei Dir?

Hi earlyworm, ehrlich gesagt bin ich in diesem Jahr erstmalig darum bemüht, richtig Technik zu erlernen und ein (technisch) besserer Packrafter zu werden. Ich kann noch gar nicht sagen, welche Flüsse ich nach all dem Training, das ich gerade habe, paddeln werde. Mein Ziel ist es für diesen Jahr, sicher im WW III zu sein, das heißt, auch nicht ins Wasser zu fallen, wenn man mal in einer Walze hängen bleibt (wie die am Muotastein). Einen WW IV Bach will ich einigermaßen paddeln können, aber bis ich da mit den Schwierigkeiten "spielen" kann, wird es noch dauern... Wie es dann mit Gepäck ist, muss ich mal abwarten. ;-)



Ich selbst verwende im Kanu seit Jahren die Crocs-mit-Schnallen-Neoprensocken Kombination und halte sie ebenfalls für sehr geeignet.

Hm, ich trage einen Trockenanzug von Anfibio mit angenähten Gewebesocken. Da sind die Füße schon wasserdicht verpackt, Neoprensocken sind für mich also nicht nötig.



Meine Bemerkung mit den Crocs bezog sich auch rein aufs Wildwasserpaddeln, und da auch darauf wenn man sich halt nicht sicher ist ob man mal schwimmen geht. [...] Und ich mag ganz sicher nicht belehren, mag jeder nach seiner Facon glücklich werden.

Nein, walnut, du hast schon Recht, es müssen ordentliche Schuhe her. Überlege gerade, ob billige Neoprenfüßlinge (https://www.amazon.de/Mares-Unisex-Tauchf%C3%BC%C3%9Flinge-Equator-41261309020/dp/B004Z5JK52/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1527098942&sr=8-1&keywords=paddelschuhe) reichen, oder ob es etwas Besseres (https://www.amazon.de/Merrell-Waterpro-Maipo-Herren-Bootsportschuhe/dp/B00114WRJQ/ref=cts_sh_1_vtp?th=1&psc=1) sein soll. Hast du eine Empfehlung?

walnut
23.05.2018, 22:52
Wenn Du eh schon Füßlinge hast, schau dir mal die Paddelschuhe von Five Ten, haben ne geile Sohle.

Libertist
29.05.2018, 23:56
Wir waren am vergangenen Wochenende wieder im Berner Oberland (Schweiz) unterwegs, gepaddelt wurden Simme, Kander und Saane.

Die Simme ist erst WW II und wird dann zu WW III. Wir sind sie ja schon einmal bei höherem Wasserstand gefahren, diesmal kamen uns die Schlüsselstellen überraschend leicht vor. Für uns genau der richtige Fluss zum Warmpaddeln und für den Start ins Wochenende.

Von Boltigen bis Erlenbach bei 24 m³/s

HzXl75mjCZU


Die Kander (WW III) ist deutlich kürzer und eigentlich auch nicht so schön, wie ich finde. Wir haben sie am späten Nachmittag noch mitgenommen. Bei Minute 1:22 sieht man mich ins Wasser fallen und gleich wieder einsteigen. :hahaa: Am Ende gab's dann noch ein Gewitter, das war eher unerfreulich.

Man kann die Kander auch weiter oben fahren, da ist sie mit WW IV-V beschrieben. Wir haben uns die Stellen angeschaut und entschieden, dass uns das noch etwas zu heikel ist. Vielleicht nächstes Jahr. ;-)

Von Kandergrund bis Frutigen bei 18 m³/s

EMkxUsvRWkw


Am Sonntag sind wir dann die Saane auf einer Länge von 26 km gepaddelt. Ein wunderschöner Fluss, mein schwierigster bisher, war sogar eine IV+ Stelle dabei. Das Video folgt wahrscheinlich in der nächsten Woche.

GemeinsamDraussen
30.05.2018, 02:07
Also, wenn ich nicht schon ein Gumotex Orinoco für Wildwassertouren hätte und nicht ohnehin meist zu zweit unterwegs wäre, so ein Packraft würde mich schon interessieren. Ist wirklich faszinierend, was die so aushalten...

Drei kleine Fragen am Rande: gibt es die Packrafts auch für sehr lange und ggf. auch schwere Menschen? Worauf sitzt man da eigentlich, gibt es ein Sitzkissen im Boot oder gibt es gelegentlich Grundberührung mit dem Allerwertesten? Gab es schon Bootsschäden und wenn ja, lassen die sich gut flicken?

Viele Grüße
Ralf

Libertist
30.05.2018, 09:42
Also, wenn ich nicht schon ein Gumotex Orinoco für Wildwassertouren hätte und nicht ohnehin meist zu zweit unterwegs wäre, so ein Packraft würde mich schon interessieren. Ist wirklich faszinierend, was die so aushalten...

Hi Ralf, es gibt auch voll wildwassertaugliche 2er Packrafts (https://www.packrafting-store.de/Packrafts/Performance/Barracuda-R2-Pro::616.html), mit Spritzdecke und allem drum und dran. ;-)



Drei kleine Fragen am Rande: gibt es die Packrafts auch für sehr lange und ggf. auch schwere Menschen? Worauf sitzt man da eigentlich, gibt es ein Sitzkissen im Boot oder gibt es gelegentlich Grundberührung mit dem Allerwertesten? Gab es schon Bootsschäden und wenn ja, lassen die sich gut flicken?

- Ja, gibt es, schau mal hier (https://www.packrafting-store.de/images/content/VT_DE.pdf). Das MRS Adventure X2 ist beispielsweise ein 2er, wird aber auch von Personen mit Hund oder extrem viel Gepäck verwendet. Zum Jagen wär's auch super, die Amerikaner nutzen ihre 2er Packrafts ja, um das Fleisch eines Karibous oder Elchs aus der Wildnis herauszuschiffen. Bis 1.95 m (oder sogar mehr?) und 140 kg solltest du aber auch in einem normalen wildwassertauglichen Packraft unterkommen.

- Es gibt einen aufblasbaren Sitz und eine aufblasbare Rückenlehne. Grundberührungen sind damit gut abgepolstert. ;-)

- Ja, erst an diesem Sonntag bin ich mit recht hoher Geschwindigkeit in ein (zu) kleines Kehrwasser gefahren und habe mir am Heck einen Riss zugezogen, weil das Ufer scharfe Schieferplatten hatte. Die Feldreparatur dauerte 15 Minuten: Stelle trocknen und auf die Innen- und Aussenseite Tesa-Tape (Isofix 2) draufkleben. Durch den Gepäck-Reissverschluss ("ISS", Internal Storage system), kommt man gut an das Innere der Schläuche, was die Reparatur erleichtert. Der Riss war dann gut abgedichtet, konnte den ganzen restlichen Tag damit WW III und IV fahren, ohne Luft zu verlieren. Demnächst sollte ich das dann mal ordentlich versorgen, also einen richtigen Patch mit Kontaktkleber draufgeben.

Libertist
30.05.2018, 10:29
So, ein Inhaltsverzeichnis ist nun im ersten Beitrag eingefügt.

geige284
30.05.2018, 16:37
- Ja, erst an diesem Sonntag bin ich mit recht hoher Geschwindigkeit in ein (zu) kleines Kehrwasser gefahren und habe mir am Heck einen Riss zugezogen, weil das Ufer scharfe Schieferplatten hatte. Die Feldreparatur dauerte 15 Minuten: Stelle trocknen und auf die Innen- und Aussenseite Tesa-Tape (Isofix 2) draufkleben. Durch den Gepäck-Reissverschluss ("ISS", Internal Storage system), kommt man gut an das Innere der Schläuche, was die Reparatur erleichtert. Der Riss war dann gut abgedichtet, konnte den ganzen restlichen Tag damit WW III und IV fahren, ohne Luft zu verlieren. Demnächst sollte ich das dann mal ordentlich versorgen, also einen richtigen Patch mit Kontaktkleber draufgeben.

Und wie siehts in dem Moment aus, wo der Riss entsteht? Strömt sofort viel Wasser rein (aber nur so viel, dass das Packraft noch weiterschwimmt)? Oder, wenn der Riss über Wasser ist, fällt das Boot quasi in sich zusammen oder kann man sich zum nächsten Ufer retten ohne komplett im Wasser zu sitzen?

earlyworm
30.05.2018, 22:17
Und wie siehts in dem Moment aus, wo der Riss entsteht? Strömt sofort viel Wasser rein (aber nur so viel, dass das Packraft noch weiterschwimmt)? Oder, wenn der Riss über Wasser ist, fällt das Boot quasi in sich zusammen oder kann man sich zum nächsten Ufer retten ohne komplett im Wasser zu sitzen?

Ich kann bei dem Thema etwas zur Einschätzung beitragen. Wir hatten letztes Jahr auf der Tour verschiedene Situationen mit Rissen im Packraft (Sehr scharfe Steine). Zur besseren Erläuterung erst mal ein Bild:
https://www.canoeguide.net/images/outdoorguide/reiseberichte/Piteaelven-2017/Packraft-Aufbau-nach-Reparatur.jpg

Wir vermuten das der Riss entstanden sind als wir die Enge an dem Haus gepaddelt sind (Siehe Hintergrund). Das haben wir nicht sofort bemerkt und paddelten gemütlich weiter. Nach ca. 1 Minute waren ungefähr auf Höhe von: oberes Bild rechter Rand Mitte. Dort hat Jens (Paddelpartner mit dem Loch im Packraft) bemerkt das er Luft verliert.
Als wir das bemerkt haben sind wir sofort Richtung nächstes Ufer gepaddelt. Dieses ist auf dem Bild zu sehen. Dieses haben wir gerade noch trocken erreicht und sind dort ausgestiegen. Das Packraft war kurz vor dem Ufer gerade noch paddelbar aber schon extrem lommelig. Wir schätzen das es nur noch ein paar Sekunden steuerbar gewesen wäre. Der Riss, unter der Wasserlinie sah so aus:

https://www.canoeguide.net/images/phocagallery/2017-08-09-Piteaelven/thumbs/phoca_thumb_l_packraft-abenteuer-34-2017-08-09.jpg

Geflickt haben wir das ganze dann mit Patch and Go. War kein Problem, aber ich empfehle eindeutig noch Alkoholpads dabei zu haben um die Stellen immer sauber zu machen bevor der Flicken drauf kommt.

Natürlich kommt es immer auf die Größe des Risses bzw. Loch an. Aber bei einer Luftkammer ist man schon relativ schnell manövrierunfähig falls man sich ein Beschädigung abholt im Wasser.

Hoffe die Beschreibung der Situation hilft etwas um Auswirkungen einschätzen zu können.

earlyworm
30.05.2018, 22:37
Drei kleine Fragen am Rande: gibt es die Packrafts auch für sehr lange und ggf. auch schwere Menschen? Worauf sitzt man da eigentlich, gibt es ein Sitzkissen im Boot oder gibt es gelegentlich Grundberührung mit dem Allerwertesten? Gab es schon Bootsschäden und wenn ja, lassen die sich gut flicken?


Ein Freund von mir hat das selbe Problem. Der ist knapp 2 Meter gross und hat sich daher ein Sonderanfertigung machen lassen. Und zwar in Russland von der Firma Time Trial (https://timetrial.ru ). Das Ergebnis siehst du hier:

https://www.canoeguide.net/images/outdoorguide/reiseberichte/obere-Isar-2018/Alligator2s-Packraft-Time-Trial.jpg
Bild: Unten ist das Alligator 2 S welches auch Libertists paddelt und oben das Time Trial Packraft.

Einen direkten Vergleich zu machen ist etwas unfähr da das Time Trial 400 Dollar gekostet hat und das Alligator bei ca. 1350 Euro liegt. Da ist es klar da das Time Trial nicht in der selben Liga spielt bezüglich Gewicht, Packmass und Robustheit. Für spassige Tageausflüge in WWW I bis II ist es aber ok.
Allerdings war die Bestellung etwas schwierig, hat am ende nur mit einer russisch sprechenden Kollegin geklappt.

Zum Löcher flicken.
Wir haben auf der letzten Tour am Piteälven insgesamt 4 Löcher gehabt. Wurden alle schnell und Problemlos mit Patch and Go geflickt:
https://www.packrafting-store.de/Repairs-stuff/Patch-n-Go-universal-tape::168.html?MODsid=ldmfnbjs6lol7mbb62a63e1852
Das war dann die Lösung bis zum Ende der Tour (mehrere Tage)

Zuhause wurden die Löcher dann mit Ersatzmaterial und Kleber "professionell" dicht gemacht.

Libertist
04.06.2018, 10:46
Und wie siehts in dem Moment aus, wo der Riss entsteht? Strömt sofort viel Wasser rein (aber nur so viel, dass das Packraft noch weiterschwimmt)? Oder, wenn der Riss über Wasser ist, fällt das Boot quasi in sich zusammen oder kann man sich zum nächsten Ufer retten ohne komplett im Wasser zu sitzen?

Ich hatte bisher nur Löcher/Risse im Schlauch, nie im Boden. Bei kleinen Löchern merkt man erst nach einigen Minuten, dass der Druck langsam abnimmt und hat dann genügend Zeit, an Land zu paddeln. Auf Fjorden, wo man nicht ohne weiteres anlanden kann, bläst jemand anderes nach, wenn nötig mehrmals, bis man an Land ist. Ist man allein, kann man auch selbst nachblasen, nur muss man sich dafür im Boot drehen, was mit Spritzdecke etwas mühsam sein kann.

Der Riss, den ich neulich hatte, war etwas grösser. Da liess innerhalb einer halben Minute der Druck deutlich nach, das Boot sackte in sich zusammen und ich musste direkt am Rand des Flusses aussteigen. Ob der Riss unter oder über Wasser ist, spielt wahrscheinlich erstmal keine so grosse Rolle. Wasser im Inneren der Schläuche hatte ich noch nie.

Libertist
04.06.2018, 10:50
Zuhause wurden die Löcher dann mit Ersatzmaterial und Kleber "professionell" dicht gemacht.

Hallo Holger, eine solche Reparatur steht bei mir auch noch aus. Hab das noch nie zuvor gemacht, hat es bei dir recht gut funktioniert? Ich habe vom Tesa-Tape erhebliche Kleberückstände auf dem Schlauch, allein das Säubern wird wahrscheinlich schon ziemlich mühsam...

Libertist
06.06.2018, 11:49
Hier nun das Video von der Saane, gepaddelt am 27. Mai bei gutem Wasserstand (leicht über Mittelwasser). Wir konnten an der höchstmöglichen Stelle einsetzen, bei Gsteig, was nur während der Schneeschmelze oder nach Regen möglich ist. Von dort aus haben wir den Fluss auf eine Länge von über 26 km gepaddelt, bis zum Ausstieg in Chateau-d´Oex.

Man sieht Elias im roten Boot, mich im schwarzen.

Die Saane ist mit einer Schwierigkeit von WW III-IV angegeben, wobei die Schlüsselstelle (das „Saane-S“) mit IV+ bewertet wird. Zuvor kommt eine schöne Klamm, im Video ab Minute 3:20 zu sehen. Elias ist leider gleich am Klammeingang baden gegangen, stieg aber sofort wieder ein und konnte den Rest der Klamm paddeln.

Ziemlich anspruchsvoll war dann das Saane-S, im Video ab Minute 4:13 zu sehen. Ich bin recht gut durchgekommen, Elias hat mich gefilmt. Im Anschluss hat er die Helmkamera übernommen und ist leider gleich in der ersten Walze ins Wasser gefallen, was dazu führte, dass er die halbe Schlucht durchschwimmen musste. Nicht weiter tragisch, aber erstmal ein kleiner Schock.

Die Saane ist der schönste und abwechslungsreichste Fluss, den ich bisher gepaddelt bin; mit dem Saane-S bestimmt auch der schwierigste. Habe mich während der gesamten 26 km eigentlich ziemlich sicher gefühlt und bin auch kein einziges Mal schwimmen gegangen. Das ist aber sehr Tagesform-abhängig: Es hätte genauso gut ich sein können, der am Saane-S baden geht.

4xC9pibROsk

Antracis
06.06.2018, 18:24
Da gehts ja mächtig zur Sache. :o

Wie ist eigentlich Dein Eindruck zum Thema Packraft-Tour und Totalverlust der Ausrüstung beim Kentern ?
Du stehst ja sicher mit vielen Leuten im Dialog bzw. Bekommst einiges mit auf Packraftmeeting und Co. Soweit ich mich erinnere, ist Dir das ja auch schon mal passiert ?

Sicher muss man auf sowas vorbereitet sein, vor allem Solo, aber auch in der Gruppe. Würde mich interessieren, ob es da Erfahrungsberichte gibt, Vorkehrungen (vom "Mini-Survival-Set" bis hin zu der Frage, wie man eigentlich die Ausrüstung aufteilt ect.


Wir haben die Anschaffung ja bisher leider immer noch nicht gewuppt ( Für zwei Leute sind Boot, Drysuit und Paddel echt ein Posten, irgendwie floss dass Geld immer woanders hin. :roll:) , aber ich rechne fest mit Anfang nächsten Jahres.

Die erste Tour werden wir dann vermutlich im gefürchteten Wildwasser der finnischen Seen absolvieren. :bg:

Libertist
06.06.2018, 18:57
Hi Sascha,

zum Thema Survival und Totalverlust kann ich dir leider nicht viel sagen. Ich hab einmal ein Paddel verloren und musste deshalb die Tour abbrechen und in zwei Tagen zurück Straße marschieren, aber Schlimmeres hab ich noch nicht erlebt. Am Körper trägt man ein paar Gegenstände, die der Sicherheit im Wildwasser dienen, aber eigentlich nichts, was im Zweifel auch die im Boot verstaute Ausrüstung ersetzen könnte. Naja, Streichhölzer und ein Messer vielleicht, aber wer will schon davon leben... :bg: Wenn ich mal wieder eine längere, anspruchsvolle Tour mit schwierigem Wildwasser plane, werde ich deine Frage mal ordentlich angehen.


Wir haben die Anschaffung ja bisher leider immer noch nicht gewuppt ( Für zwei Leute sind Boot, Drysuit und Paddel echt ein Posten, irgendwie floss dass Geld immer woanders hin. :roll:) , aber ich rechne fest mit Anfang nächsten Jahres.

Cool, lass mich wissen, wenn du irgendwie Hilfe brauchst. Und wenn du beim Packrafting Store in Deutschland bestellst und meinen Namen erwähnst, bekommst du sogar ein kleines Geschenk dazu. ;-)

Antracis
07.06.2018, 10:31
Cool, lass mich wissen, wenn du irgendwie Hilfe brauchst. Und wenn du beim Packrafting Store in Deutschland bestellst und meinen Namen erwähnst, bekommst du sogar ein kleines Geschenk dazu. ;-)

Danke für das Angebot, Gabriel. Wir schwanken aktuell noch zwischen Alpacka und MRS. Für ersteren spricht aus meiner Sicht die immense Erfahrung, andererseits ist Leipzig nicht weit und da könnte man alles ausprobieren. Bei der Summe, die bei Booten, Suit, Paddeln und Schwimmweste für zwei Personen zusammen kommt, überlegt man schon mal länger.

Vorbehalte gegen Made in Fernost sind ja so eine Sache, wenn ich so schaue, was alles von meiner überteuerten Ausrüstung dort gefertigt wurde. :bg:

Ich komme aber gerne nochmal auf Dich zurück, wenn es konkreter wird. Im Februar bin ich wahrscheinlich beruflich auch einige Tage in Wien, vielleicht ergibt sich ein Kaffee, falls Du dann nicht auf der anderen Seite der Erdkugel bist.

Libertist
07.06.2018, 11:11
Wäre schön, schreib mir, wenn's so weit ist!

Libertist
13.06.2018, 14:28
Hier ein Video vom vergangenen Wochenende aus dem Bündner Land, Schweiz. Der Vorderrhein hat mehrere paddelbare Wildwasserabschnitte, hier sind wir den oberen Teil von Tavanasa nach Versam gefahren, vorbei an Ruein und Ilanz. Am Aussstieg lag der Pegel bei ca. 70m³/sek (Mittelwasser), weiter oben war deutlich weniger Wasser. Die Schwierigkeiten lagen bei WW II-III.

Der Abschnitt ist landschaftlich echt schön und sehr naturbelassen. Ganz oben wäre etwas mehr Wasser gut gewesen, aber ein paar Grundberührungen halten die Boote natürlich locker aus. :cool:

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Canadian
14.06.2018, 09:24
Hier nun das Video vom Europäischen Packrafting-Treffen (https://packraftingmeetupeurope.wordpress.com/) an der Soca, 28. April bis 1. Mai 2018. Insgesamt waren knapp 50 Packrafter vor Ort, wir hatten eine richtig gute Zeit miteinander. Neben vielen Stunden auf dem Wasser und jeder Menge Kennenlern-Gespräche gab es auch kurze Workshops, eine Filmpräsentation und einen Vortrag von mir. Insgesamt ein sehr rundes Programm, das auch Platz fürs spontane Paddeln in kleineren Gruppen ließ.
Das sieht nach einer Menge Spaß aus. Sicherheitseinweisung gab es ja offensichtlich von Annika aus Augsburg. Fand die Gespräche mit ihr zum Thema Sicherheit sehr spannend. Da merkte man schon den 'Konflikt' zwischen Gewicht/Packmaß (zum Beispiel auf Gewicht getrimmte Schwimmwesten und Wurfleinen) und Sicherheit.


Also, wenn ich nicht schon ein Gumotex Orinoco für Wildwassertouren hätte und nicht ohnehin meist zu zweit unterwegs wäre, so ein Packraft würde mich schon interessieren. Ist wirklich faszinierend, was die so aushalten...

Drei kleine Fragen am Rande: gibt es die Packrafts auch für sehr lange und ggf. auch schwere Menschen? Worauf sitzt man da eigentlich, gibt es ein Sitzkissen im Boot oder gibt es gelegentlich Grundberührung mit dem Allerwertesten? Gab es schon Bootsschäden und wenn ja, lassen die sich gut flicken?
Da du das Gumotex schon hast, würde ich wohl eher zwei Einer nehmen.
In meinem Adventure X2 sitze ich hinten auf zwei Sitzkissen, da ist der Allerwerteste schon gut gepolstert. Das lässt sich auch ganz ordentlich alleine fahren.

Libertist
14.06.2018, 10:06
Da merkte man schon den 'Konflikt' zwischen Gewicht/Packmaß (zum Beispiel auf Gewicht getrimmte Schwimmwesten und Wurfleinen) und Sicherheit.

Ja, aber das ist wie mit allen Disziplinen im Outdoor-Bereich: Wenn man stets dem Rat derer folgt, die Sicherheit über alles stellen, bleibt neben all den dringend benötigten Sicherheits-Kursen keine Zeit mehr für eigene Touren, was egal ist, weil man den eigenen Rucksack, vollgepackt mit all dem zertifizierten und von Experten empfohlenen Sicherheitsmaterial, sowieso nicht mehr heben kann. ;-)

Canadian
14.06.2018, 10:49
Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.

Persönlich finde ich es gut, sich mal alle Meinungen angehört/diskutiert zu haben (und vor allem auch die, die aus der WW-Szene und nicht nur aus dem Trekking-Bereich kommen) und dann selbst eine Entscheidung zu treffen. Dann kann ich später wenigstens sagen "ich habe es besser gewusst".

Libertist
14.06.2018, 10:53
Persönlich finde ich es gut, sich mal alle Meinungen angehört/diskutiert zu haben (und vor allem auch die, die aus der WW-Szene und nicht nur aus dem Trekking-Bereich kommen) und dann selbst eine Entscheidung zu treffen. Dann kann ich später wenigstens sagen "ich habe es besser gewusst".

So sehe ich es auch. Ein gutes Grundwissen zum Thema Sicherheit ist schon allein deshalb sinnvoll, weil man erst dann überhaupt weiss, welche Risiken man eingeht, wenn man auf bestimmte Sicherheitsvorkehrungen verzichtet. Das grösste Risiko ist immer das, das man nicht kennt.

Libertist
14.06.2018, 12:18
Und wieder was Neues, gepaddelt am vergangenen Sonntag im Bündner Land (Schweiz): Der Hinterrhein vom Dorf Hinterrhein bis Splügen.

Die Strecke ist ca. 11 km lang und hat fast durchweg Wildwasser III bzw. III+. Ein wirklich genialer Flussabschnitt; kaum längere Ruhephasen, aber auch keine super-schwere Schlüsselstelle. Wer im WW III sicher ist, wird hier seinen Spass haben.

Sofia im roten Boot, ich im schwarzen. Und ab geht's! :cool:

byIb1rg_sbo

TilmannG
14.06.2018, 12:47
...sehr gleichmäßig, falls du hier nicht eine kurze Sequenz als Loop vorführst:D
...sehr eleganter Wiedereinstieg von Sofia...
...wie haste dein Boot nun geflickt?
Grüße von Tilmann

Libertist
14.06.2018, 13:32
...sehr gleichmäßig, falls du hier nicht eine kurze Sequenz als Loop vorführst:D
...sehr eleganter Wiedereinstieg von Sofia...
...wie haste dein Boot nun geflickt?
Grüße von Tilmann

Hi Tilmann, ja, Sofia hat sich technisch überhaupt stark verbessert, schau dir mal die sauberen Drehungen ins Kehrwasser bei 2:33 und 5:30 an. Wirkt schon ziemlich routiniert, wie ich finde.

Mein Boot ist noch gar nicht geflickt, hält nach wie vor mit Tape zusammen. ;-) Im Juli, wenn ich wieder Zeit habe (und bevor's nach Grönland geht), werde ich das ordentlich mit einem Patch und Kleber versorgen, das Material hat mir der Packrafting Store schon zugeschickt.

TilmannG
14.06.2018, 14:13
Hi Tilmann, ja, Sofia hat sich technisch überhaupt stark verbessert, schau dir mal die sauberen Drehungen ins Kehrwasser bei 2:33 und 5:30 an. Wirkt schon ziemlich routiniert, wie ich finde...

Das sieht super gut aus, wirklich eine steile Lernkurve!

Libertist
21.06.2018, 21:40
Am vergangenen Wochenende habe ich mich zur Vorbereitung mit den Freunden getroffen, die mich in diesem Jahr nach Grönland begleiten werden. Unter anderem sind wir einen einfachen Abschnitt auf dem Inn gepaddelt, nur um ein Gefühl für die Boote zu bekommen. Zum Abschluss bin ich mit der Hälfte der Gruppe noch die Imsterschlucht gefahren, der Pegel lag etwas über Mittelwasser. Große technische Schwierigkeiten gibt es auf dem Abschnitt nicht, aber die Wasserwucht und die hohen Wellen sind schon was Besonderes.

Imsterschlucht (WW II-III) von Imst bis Haiming bei einem Pegel von 340 cm.

JyVHz7ocxJ0

earlyworm
22.06.2018, 01:16
Sauberle Herr Auberle! Das sieht echt nach einer Menge Spass aus. Und mittlerweile machst du ja deine Eddy Turns im Schlaf... klasse!
Hast du immer noch das Dampfsperren Klebeband auf dem Packraft oder hast du es mittlerweile anders geflickt. Im Grunde wird ja empfohlen das Isofix bzw. Tyvek Tape nicht all zu lange drauf zu lassen. Oder ist das mittlerweile eine Dauerlösung bei dir geworden?

earlyworm
22.06.2018, 01:35
Hallo Holger, eine solche Reparatur steht bei mir auch noch aus. Hab das noch nie zuvor gemacht, hat es bei dir recht gut funktioniert? Ich habe vom Tesa-Tape erhebliche Kleberückstände auf dem Schlauch, allein das Säubern wird wahrscheinlich schon ziemlich mühsam...

Ich habe ein kleines Video von der Reparatur gemacht. War eigentlich keine große Sache. Und jetzt fühle ich mich wirklich save das ich die entsprechenden Stellen vor der nächsten größeren Tour bestmöglich versorgt habe. Hier ist das Video zur Reparatur.

JVUddoLLmMw

Libertist
22.06.2018, 09:31
Sauberle Herr Auberle! Das sieht echt nach einer Menge Spass aus. Und mittlerweile machst du ja deine Eddy Turns im Schlaf... klasse!
Hast du immer noch das Dampfsperren Klebeband auf dem Packraft oder hast du es mittlerweile anders geflickt. Im Grunde wird ja empfohlen das Isofix bzw. Tyvek Tape nicht all zu lange drauf zu lassen. Oder ist das mittlerweile eine Dauerlösung bei dir geworden?

Hallo Holger,

ja, die Eddies gehen ganz gut, mittlerweile. Bei den grossen Flüssen ist das vielleicht gar nicht so wichtig, aber an diesem Wochenende geht's wieder in die Berge, auf die Wildbäche... ;-)

Das Tape ist immer noch drauf bei mir. Im Juli habe ich wieder mehr Zeit, da werde ich die beiden Löcher ordentlich versorgen.

Sehr cooles Video, vielen Dank dafür! Entspricht ja ziemlich genau der Empfehlung vom Packrafting Store Blog. Eines der Löcher an meinem Boot ist direkt am hinteren verklebten Ende des Boots, etwa 2 cm entfernt von dem gewellten Rand. Da werde ich das Material leider nicht ganz so flach auslegen können, wie du im Video. Mal schauen, wie ich das am besten mach... hast du einen Tipp?

earlyworm
22.06.2018, 18:55
Sehr cooles Video, vielen Dank dafür! Entspricht ja ziemlich genau der Empfehlung vom Packrafting Store Blog. Eines der Löcher an meinem Boot ist direkt am hinteren verklebten Ende des Boots, etwa 2 cm entfernt von dem gewellten Rand. Da werde ich das Material leider nicht ganz so flach auslegen können, wie du im Video. Mal schauen, wie ich das am besten mach... hast du einen Tipp?

Hallo Gabriel,
klar das Luftboot flicken habe ich nicht neu erfunden, allerdings habe ich Flicken wie Packraft zuvor leicht aufgeraut mit Schmiergelpapier. Das ist bei der Packrafting Store Anleitung nicht dabei. Allerdings hab ich mal vor Jahren mit jemandem bei Grabner telefoniert, und der hat mir das auch empfohlen. Damals ging es um eine Reparatur von meinem Adventure Luftboot. Nun ja ich denke das anrauen hilft einfach nochmal etwas mehr.

Zu deiner komplizierteren Stelle bei dir? Schwer zu sagen, aber eventuell kannst du ja mal ein Bild einstellen? Hast du Bedenken das es an dem gewellten Rand nicht hält oder dicht wird? Ich könnte mir vorstellen das du den Flicken dort trotzdem einfach drauf knallen kannst. Die Flicken und der Kleber sind ja recht fexibel. Eventuell noch einen zweiten von Innen? Doppelt hält besser.
Ist ja nicht so das ich jeden Tag mich mit dem Thema beschäftige und mich da als Experte bezeichnen würde. Ich denke aber das man da nicht so viel falsch machen kann. Der Kleber verbindet sich schon sehr stark.

Viel Erfolg jeden Falls in der Bastelstunde

Libertist
27.06.2018, 15:14
So, bin wieder zurück, bald gibt's neue Packrafting Videos... ;-) Ein Bild habe ich gerade nicht von der Stelle mit dem Riss, aber es ist genau neben dem hinteren Rand, an dem sich das Material etwas wellt. Die Wellen könnten für mich als Klebe-Anfänger zum Problem werden. Mal sehen, ich werde dann Bericht erstatten.

earlyworm
05.07.2018, 18:49
Hallo Gabriel,
welchen Helm hast du denn auf beim Packrafting? Bzw. es interessiert mich mehr welche GoPro Halterung Lösung du da hast? Ich überlege da gerade was man da machen könnte. Schließlich will man sich ja darauf verlassen das die Kamera auch beim Kentern dran bleibt... sonst sind Aufnahmen und Euros ja futsch :(

Libertist
05.07.2018, 19:16
Hallo Gabriel,
welchen Helm hast du denn auf beim Packrafting? Bzw. es interessiert mich mehr welche GoPro Halterung Lösung du da hast? Ich überlege da gerade was man da machen könnte. Schließlich will man sich ja darauf verlassen das die Kamera auch beim Kentern dran bleibt... sonst sind Aufnahmen und Euros ja futsch :(

Hallo Holger,

den Helm habe ich mal spontan in einem Kajak-Laden gekauft; weiß gar nicht, welche Marke das ist. Die GoPro habe ich mit der mitgelieferten Klebe-Halterung montiert, hält super. Bin schon öfter damit gekentert und auch mal gegen Steine gekracht. ;-)

Libertist
06.07.2018, 00:02
Hier ein weiteres Video aus der Schweiz, wieder mal ein Wochenende im Bündner Land. Ich war gemeinsam mit drei Schweizer Freunden unterwegs, für die die meisten Flüsse in der Gegend noch neu waren. Ich bin fast alle diese Flussabschnitte zuvor schon mindestens einmal gefahren (siehe vorherige Videos), nur den oberen Vorderrhein von Cumpadials bis Tavanasa kannte ich noch nicht.

Alle Flüsse hatten niedere oder mittlere Wasserstände. Teilweise war's schon grenzwertig, aber die Boote halten ja viel aus. Steine im Wasser haben mir übrigens noch nie ein Boot beschädigt, bisher ist mir das nur bei spitzen Gegenständen (Holz oder scharfe Felskanten) am Ufer bzw. in Kehrwassern passiert.

Hier die Abschnitte:

1) Vorderrhein, 30 km (WW II-III): Cumpadials - Truns - Tavanasa - Ruein - Ilanz - Versam
2) Hinterrhein, 11 km (WW III & III+): Hinterrhein - Splügen
3) Albula Waldschlucht, 2,5 km (WW III-IV)

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Libertist
18.07.2018, 17:49
Ende Juni konnten Elias Vetter und ich endlich die Landquart paddeln. Das ist der schwierigste Fluss, den ich bisher in der Schweiz gefahren bin. Die Landquart hatte in den Frühjahresmonaten fast durchweg Hochwasser, erst ab Mitte Juni gab's dann Mittelwasser - und das war schwierig genug für uns! Elias (im roten Boot) ist ein paar mal baden gegangen, ich (im schwarz-roten Boot) bin trocken durchgekommen, habe mich aber auch nicht gerade unterfordert gefühlt. :o

Gepaddelt sind wir ca. 15 km, von Küblis über Schiers bis Grüsch, bei ca. 22 m³/s. Wir sind alle Stellen gefahren, haben also nichts umgetragen. Die Schwierigkeitsgrade der Landquart liegen bei WW III-IV, wobei auch ein paar IVer Stellen dabei sind.

Das war's jetzt erstmal mit meinen Packrafting-Videos, morgen fliege ich nach Grönland. Vielleicht gibt's hier im Herbst wieder was Neues. :cool:

F9ZIvFGL62g

Antracis
19.07.2018, 15:57
Sehr unterhaltsam, sieht nach Spaß aus. :bg: Und wirklich nicht ohne. :o


Die Schwierigkeitsgrade der Landquart liegen bei WW III-IV, wobei auch ein paar IVer Stellen dabei sind.



Ist das ein Schreibfehler (und Du meinst V), oder ist quasi die durchschnittliche Schwierigkeit bzw. das meiste, was man im Video sieht, III-IV und nur einige Stellen sind eine klare IV ? Falls Du gerade nicht da bist (viel Spaß in Grönland ;-)), gerne auch Rückmeldung von anderen Wassererfahrenen!)

Ich hab keine Ahnung und Erfahrung, interessiere mich aber zunehmend fürs Wasser und finde deshalb Einschätzungen von Videos immer hilfreich, was man da sieht. Der Fluss hatte ja hochwasser, das dürfte ja die Grundschwierigkeiten auch noch mal hochstufen, oder ?

walnut
19.07.2018, 16:57
https://4-paddlers.com/gewaesser/abschnitt/Landquart/Kueblis_Schiers-1001130.html

im Normalfall steigt die Schwierigkeit mit mehr Wasser, gibt aber auch Abschnitte oder ganze Flüße die bei "zuviel" Wasser dann glatt gebügelt werden und dann gehen die Schwierigkeiten zurück

Libertist
19.07.2018, 17:07
Die Landquart ist bei Mittelwasser mit III-IV klassifiziert, wobei ein paar IVer Stellen dabei sind - stimmt schon so, wie ich's geschrieben habe. III-IV ist quasi eine eigene Kategorie, die nächstschwerere wäre IV. Wir sind bei Mittelwasser gefahren, für Hochwasser auf diesem Fluss sind wir längst nicht gut genug.

Danke, dir auch einen guten Sommer!

earlyworm
30.07.2019, 21:20
Ich habe vom Tesa-Tape erhebliche Kleberückstände auf dem Schlauch, allein das Säubern wird wahrscheinlich schon ziemlich mühsam...

Hallo Garbriel,
ich stehe jetzt auch vor der Aufgabe das ich ein paar Stellen welche ich während der Tour mit Tesa-Tape geflickt habe ausbessern muss. Wie war das denn bei dir bzw. mit was hast du die Stellen denn dann gesäubert. Dachte ich hole mir da erst mal einen Tipp bevor ich mich da dran machen.
Danke und Gruß

Libertist
31.07.2019, 08:59
Wie war das denn bei dir bzw. mit was hast du die Stellen denn dann gesäubert. Dachte ich hole mir da erst mal einen Tipp bevor ich mich da dran machen.

Hi earlyworm, ich hab dieses MEK (https://www.packrafting-store.de/Reparatur/Loesit-MEK-Reiniger-Verduennung-500ml::841.html) zum Säubern verwendet, ging ganz gut. Auf dem packrafting.de Blog gibt's auch irgendwo eine gute Anleitung zum Flicken von Booten, an die hab ich mich gehalten. Viel Erfolg!