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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : LED Lenser H7



Timpe
04.10.2012, 08:50
Ich habe mir letzte Woche eine LED Lenser H7 Stirnlampe gekauft und musste dann beim Lesen der Anleitung feststellen, dass man für diese Lampe keine Akkus bnutzen soll.
Da ich bisher immer für alles Akkus benutzt habe, stelle ich mir jetzt schon die Frage. Was ist an der Aussage dran?


Kann ich meine Lampe jetzt doch mit Akkus betreiben oder mach ich am Ende irgendetwas kaputt, was ja auf Tour eher unvorteilhaft wäre.

Fritsche
04.10.2012, 11:46
Die H7, wie viele LED Lenser, ist ungeregelt. Die Lampe zieht dann so viel Strom, wie der Akku hergibt. Akkus geben, vor allem wenn es LSD Akkus (z.B. eneloop) sind, viel mehr Strom als es Batterien tun können. Du riskierst bei Dauerbetrieb mit Akkus eine Schädigung des Emitters (wird dunkler, bekommt einen Grünstich).

Detti
04.10.2012, 12:07
Ich habe die Lenser P7 Taschenlampe. Da steht auch drin keine Akkus nehmen.

Mittlerweile habe ich diese fast 5 Jahre im Betrieb mit Eneloop Akkus. Bisher
ohne Probleme.

Timpe
04.10.2012, 13:08
Wenn die Lampe mit Akkus mehr Strom zieht, muss ich doch nur den Strom messen, der mit normalen Batterien fließt, und dann den Dimmer bei Akkubetrieb soweit runterdrehen, dass der gleiche Strom fließt.
Na und dann einfach mal schauen, ob die Helligkeit weiterhin ok ist. Ansonsten muss ich mir was einfallen lassen.

Fritsche
04.10.2012, 13:55
Das wird nicht so einfach, weil die Akkus und Batterien je nach aktuellem Strom und deren Belastbarkeit verschiedene Spannungen haben. Und das ändert sich noch mit dem Ladezustand.

Timpe
04.10.2012, 14:54
Richtig, aber bei maximal geladenen Batterien werde ich doch den maximalen Strom erreichen. Also sollte ich den mit maximal geladenen Akkus einfach nicht überschreiten. Wenn die Akkus an Ladekapazität nachlassen, fließt ja auch weniger Strom.
Denke ich jetzt mal.

Sigerl
05.10.2012, 08:45
Da wäre die Led Lenser H7R für Dich besser gewesen, die wird mit Akkupack verkauft.
Sigerl

recurveman
05.10.2012, 08:57
oder eine Fenix wie die HP11 oder HL21...

Jurilaris
05.10.2012, 09:53
Nimm einfach Akkus, ob die LED nun 50 Tausend oder 100 Tausend Stunden hält ist doch egal.

Fritsche
05.10.2012, 10:03
Nimm einfach Akkus, ob die LED nun 50 Tausend oder 100 Tausend Stunden hält ist doch egal.

Ganz so einfach ists dann doch nicht. Die Lampe, wenn sie denn geschädigt wird durch Akkubetrieb, wird ja nicht einfach ausgehen wie wenn man den Schalter umlegt, und das dann nur ein bißchen früher. Emitterdegradation läuft anders ab, da bekommt der nen Grünstich (was ich sehr unangenehm finde) und wird dunkler (dann hätt er sich auch ne 5€ Baumarktlampe kaufen können).

Abgesehen davon laufen solche Ausfallsachen eh logarithmisch ab, dann ist kaum was mit "geht halt etwas früher kaputt", das "etwas früher" ist dann eventuell eine Zehnerpotenz oder noch ne Null früher.


Aber vielleicht sind die in ihrer Betriebsanleitung nur vorsichtig und es passiert gar nichts. Ausprobieren, und wenns schief geht vernünftige Lampe (Zebralight, Fenix) kaufen.

Timpe
05.10.2012, 11:28
Nun, dass ich mir eine andere Lampe hätten kaufen können, hilft mir jetzt natürlich auch nicht wirklich weiter.
Außerdem habe ich nicht damit gerechnet, dass Akkus ein solches Problem darstellen. Bei einer renomierten Firma wie LED Lenser bin ich nunmal davon ausgegangen, dass der Aufpreis der H7R lediglich durch die bereits vorhandenen Akkus und das mitgelieferte Lade zustande kommt, nicht aber durch eine fehlende Strombegrenzung(Kosten ca 2€ im Elektronikfachhandel für Privatkunden, beim Kauf von einem Stück).

Ich werde jetzt einfach erstmal schauen, wie lange die herkömmlichen Batterien halten und dann entscheiden, ob und wie ich mit Akkus arbeiten werde.
Und wenn es tatsächlich nur der Strom ist, auf den ich hier aufpassen muss, werde ich die Lampe wohl modifizieren müssen, wenn ich mit den Batterien nicht zufrieden bin. Vorrausgesetzt, dass die Lampe an sich hält, was ich mir von ihr versprochen habe. Doch das werde ich erst in 2 wochen erfahren.

blitz-schlag-mann
05.10.2012, 12:58
Da die Akkus eine kleinere Spannung haben dürfte der Strom auch geringer sein. Mach Akkus rein und gut is...

Viele Grüße
Ingmar

Fritsche
05.10.2012, 13:56
Da die Akkus eine kleinere Spannung haben dürfte der Strom auch geringer sein.
:bg:

ja ne is klar....die Erde ist ne Scheibe....und der Innenwiderstand von NiMH Akkus ist der gleiche wie der von Primärzellen....ich geh mich mal weglachen...

recurveman
05.10.2012, 14:24
LED Lenser und renomiert passen bei Taschenlampen-Liebhabern absolut nicht zusammen...

Leider war meine erste "bessere" Lampe die ich mir vor ein paar Jahren in einem angesehen Outdoorladen nach einer Beratung gekauft habe eine LED Lenser P7.
Die Lampe ist zwar keine Katastrophe aber total überteuert. Für 1/3 des Preises wäre sie wirklich in Ordnung gewesen.
Vernüftige Firmen führt dieser Laden übrigens bis heute nicht, wobei Taschenlampen auch ein Marktbereich sind wo man bei vielen Firmen wie Surefire, Eagletac, ThruNite, Wolf-Eyes etc. auf Internet-Läden angewiesen ist.

Aber diese Erfahrung hat mich gelehrt mich lieber selbst zu informieren anstatt den Verkäufern mehr oder weniger blind zu vertrauen.

Gruß,

Thomas

ApoC
05.10.2012, 14:37
Da die Akkus eine kleinere Spannung haben dürfte der Strom auch geringer sein. Mach Akkus rein und gut is...

Viele Grüße
Ingmar

Genau diese Rechnung geht bei hohem Strom und dann auch noch mit der exponentiellen Kennlinie der LED nicht auf... Die Leerlaufspannung der Batterie ist sicherlich höher als die der Akkus. Bei dem relativ großen Strom der in solchen Lampen fließt fällt die Spannung aber aufgrund des deutlich höheren Innenwiderstands (einfaches Modell der Ersatzspannungsquelle) der Batterien viel stärker ab. Das heisst die Betriebsspannung liegt bei Akkus deutlich höher. Da nun die LED sich nicht wie ein ohmscher Widerstand verhält also Strom proportional zur Spannung sondern die Kennlinie annähernd exponentiell ist reicht schon eine kleine Spannungsänderung aus um eine viel größere Änderung des Stromes hervorzurufen.

Dass die H7 auch keine Akkus verträgt wusste ich garnicht. Das Prinzip bei den LED Lensern war früher, dass normale alkaline Batterien sehr gut "erforscht" und alle relativ ähnlich sind. Nun kann man wenn man den Innenwiderstand der Spannungsquelle kennt die Spannung relativ einfach mit einem Vorwiderstand anpassen. Das ist günstig und relativ unkaputtbar. Problematisch wird es wenn man eine anderen Spannungsquelle (Akkus) verwendet. Dann stimmt die ganze Berechnung nicht mehr und ei LED wird überversorgt. Meistens geht das wohl gut. Ändert aber nichts daran, dass ein Vorwiderstand nichts an LEDs die viel Licht machen sollen zu suchen hat. Da gehört ein passender Treiber rein fertig...

Fritsche
05.10.2012, 14:49
Dass die H7 auch keine Akkus verträgt wusste ich garnicht.

LED Lenser sagt auf der Homepage auch nix dazu. Ich finde, das ist eine Täuschung und würde mich zum Zurückgeben der Lampe bringen.

Abgesehen davon, dass Akkus in Lampen seit einiger Zeit Standard sind, Batterien nur noch in Fernbedienungen usw. zu finden sein sollten.

Ein Hinweis für weitere Fälle der nicht korrekten Kennzeichnung bei Lampen: wenn eine Lampe mit 3 Zellen betrieben wird, ist Vorsicht angesagt. LEDs benötigen dreikommairgendwas Volt als Spannung. Das wird von drei Zellen recht passend geliefert, bei Batterien bricht die Spannung schnell auf diese 3,xV zusammen, NiMH Akkus überschreiten diese eh nicht.

Wenn eine Lampe mit was Anderem als 3 Zellen funktioniert, muss sie geregelt sein, entweder mit nem step up (1 oder 2 Zellen) oder step down Treiber.

Eine Regelung hat darüberhinaus noch den Vorteil, dass die Helligkeit konstant bleibt bis kurz vor Schluß. Bei ungeregelten hat man jede Minute später etwas dunkleres Licht.

Richtig helle ungeregelte Lampen mit aktuellen Emittern und ohne Vorschaltwiderstand funktionieren dagegen nur mit Akkus und glimmen bestenfalls mit Batterien, wenn überhaupt.

blitz-schlag-mann
05.10.2012, 17:43
:bg:

ja ne is klar....die Erde ist ne Scheibe....und der Innenwiderstand von NiMH Akkus ist der gleiche wie der von Primärzellen....ich geh mich mal weglachen...

Na dann eben nicht, is mir auch egal :p Kannst mich auch gerne wieder per PN beschimpfen wie beim letzten Mal :D:p:D

Viele Grüße
Ingmar

blitz-schlag-mann
05.10.2012, 17:45
Genau diese Rechnung geht bei hohem Strom und dann auch noch mit der exponentiellen Kennlinie der LED nicht auf... Die Leerlaufspannung der Batterie ist sicherlich höher als die der Akkus. Bei dem relativ großen Strom der in solchen Lampen fließt fällt die Spannung aber aufgrund des deutlich höheren Innenwiderstands (einfaches Modell der Ersatzspannungsquelle) der Batterien viel stärker ab. Das heisst die Betriebsspannung liegt bei Akkus deutlich höher. Da nun die LED sich nicht wie ein ohmscher Widerstand verhält also Strom proportional zur Spannung sondern die Kennlinie annähernd exponentiell ist reicht schon eine kleine Spannungsänderung aus um eine viel größere Änderung des Stromes hervorzurufen.

Dass die H7 auch keine Akkus verträgt wusste ich garnicht. Das Prinzip bei den LED Lensern war früher, dass normale alkaline Batterien sehr gut "erforscht" und alle relativ ähnlich sind. Nun kann man wenn man den Innenwiderstand der Spannungsquelle kennt die Spannung relativ einfach mit einem Vorwiderstand anpassen. Das ist günstig und relativ unkaputtbar. Problematisch wird es wenn man eine anderen Spannungsquelle (Akkus) verwendet. Dann stimmt die ganze Berechnung nicht mehr und ei LED wird überversorgt. Meistens geht das wohl gut. Ändert aber nichts daran, dass ein Vorwiderstand nichts an LEDs die viel Licht machen sollen zu suchen hat. Da gehört ein passender Treiber rein fertig...

Hmm das leuchtet ein. Was ist denn mit diesen teuren Lithiumbatterien?

Viele Grüße
Ingmar

ApoC
05.10.2012, 19:05
Hmm das leuchtet ein. Was ist denn mit diesen teuren Lithiumbatterien?

Viele Grüße
Ingmar

Ich denke das dürfte ähnlich aussehen wie bei den Akkus. Sind ja auch "verboten". Auf jeden Fall stimmt auch dort die Berechnung nicht. Ich gehe zumindest nicht davon aus, dass die Batterien die gleiche Kennlinie wie normale alkaline Batterien haben. Ich habe mit diesen Batterien allerdings keine Erfahrung weil sie mir schlichtweg zu teuer sind und ich hier soviele Eneloops liegen hab, dass ich damit einen Bären totschmeissen kann und anschließenes mit dem Rest den Grill betreiben :P

Fritsche
05.10.2012, 19:31
Ich denke das dürfte ähnlich aussehen wie bei den Akkus. Sind ja auch "verboten". Auf jeden Fall stimmt auch dort die Berechnung nicht. Ich gehe zumindest nicht davon aus, dass die Batterien die gleiche Kennlinie wie normale alkaline Batterien haben. Ich habe mit diesen Batterien allerdings keine Erfahrung weil sie mir schlichtweg zu teuer sind und ich hier soviele Eneloops liegen hab, dass ich damit einen Bären totschmeissen kann und anschließenes mit dem Rest den Grill betreiben :P

ApoC,

aus meiner Erfahrung mit ungeregelten Lampen gehen diese Lithiumbatterien (ich habe nur Energizer probiert) gut - im Sinn von: die Lampen sind hell..... fast so hell wie mit eneloop. Allerdings ist der Helligkeitsabfall flacher.

Auf jeden Fall funktionieren sie in Lampen, die mit Alkaline dunkel bleiben. Ich sehe sie zwischen Akkus und Alkaline, für die Dauerverwendung in ungeregelten Lampen, die möglichst nicht früh kaputt gehen sollten, würde ich sie deshalb nicht nehmen.

Bei meiner Kamera haben die Energizer Lithium einen größeren Bildervorrat als die eneloop.

Fritsche
05.10.2012, 20:02
Na dann eben nicht, is mir auch egal :p Kannst mich auch gerne wieder per PN beschimpfen wie beim letzten Mal :D:p:D

Viele Grüße
Ingmar

Je nu, du kannst super Reiseberichte schreiben! Tu das weiter! Die lesen sich wirklich gut!

Aber poste doch nicht bei jeder Gelegenheit zu einem Thema, von dem dir bewiesenermaßen die Erfahrung und vollkommen das Verständnis fehlen, und vor allem: beschimpfe dann nicht andere als DAU (wie du es damals gemacht hast), nur weil sie dein esoterisches Technikvoodoo nicht teilen, aber stattdessen gar noch widerlegen.

Übrigens, diese von dir angesprochene PN war genau diesen obigen Inhalts, also keine Beschimpfung, nur muss das, bei normalen Menschen, nicht in der Öffentlichkeit diskutiert werden.

Sawyer
10.10.2012, 11:26
Im geoclub.de Forum wurde das Thema auch schon diskutiert und einer der User hat eine offizielle Antwort von LED-Lenser eingestellt. Hier mal der relevante Auszug:



...
Entscheidend dabei ist, daß Akkus mit 1,2V zwar eine niedrigere Spannung haben, aber unter Umständen resultierend aus ihrem geringerem Innenwiderstand höhere Ströme liefern können, genau wie andere hochstromfähige Batterien (z.B. RAM-Zellen)und das über einen längeren Zeitraum als Alkaline-Batterien.

Diese hohen Ströme fließen in der Taschenlampe über die LED und verursachen eine zusätzliche Wärmeentwicklung. Die Folge davon ist eine wesentlich schnellere Alterung der LEDs oder sogar deren Ausfall. Je nach Leistungsfähigkeit der verwendeten Akkus sublimiert die fluoreszierende Schicht (Coating) auf dem Diodenkristall und die LED leuchtet dann leicht bläulich. Wird die Erwärmung zu groß, stirbt in den meisten Fällen zuerst das Board.

Durch die Verwendung von Akkumulatoren und wieder aufladbaren Batterien erlischt Ihr Gewährleistungsanspruch. Bitte verwenden Sie Alkaline Batterien, da deren Innenwiderstand (ca. 50 Milli-Ohm im Vergleich zu ca. 15-35 Milli-Ohm bei Akkus) auf die Lampe abgestimmt ist.
...


Der Thread hierzu: Click (http://forum.geoclub.de/viewtopic.php?f=107&t=41741&view=viewpoll)

Interessant ist, dass etliche Leute ihre LED-Lenser trotzdem seit längerer Zeit mit Akkus betreiben, ohne dass es zu den von LED-Lenser genannten Ausfallerscheinungen kommt.

Die Tatsache, dass LED-Lenser nicht gewillt oder in der Lage ist, die Lampen so zu konstruieren, dass offiziell die Verwendung von Akkus möglich ist, war und ist für mich ein absolutes KO-Kriterium.

Von daher:
I like my FENIX and my ZEBRAlight. Basta.:grins:

blitz-schlag-mann
10.10.2012, 13:52
Je nu, du kannst super Reiseberichte schreiben! Tu das weiter! Die lesen sich wirklich gut!

Aber poste doch nicht bei jeder Gelegenheit zu einem Thema, von dem dir bewiesenermaßen die Erfahrung und vollkommen das Verständnis fehlen, und vor allem: beschimpfe dann nicht andere als DAU (wie du es damals gemacht hast), nur weil sie dein esoterisches Technikvoodoo nicht teilen, aber stattdessen gar noch widerlegen.

Übrigens, diese von dir angesprochene PN war genau diesen obigen Inhalts, also keine Beschimpfung, nur muss das, bei normalen Menschen, nicht in der Öffentlichkeit diskutiert werden.

Ich kann zum Thema Erfahrung sagen, dass ich seit etlichen Jahren alle Geräte mit Akkus betreibe und auch viele Jahre Flugmodellbau mit Akkuvoodo betrieben habe :D

So sei mir mein falscher laut ausgesprochener Gedanke, den du sogleich als Angriffspunkt genutzt hast, ohne mich großmütig aufzuklären, verziehen. Im Übrigen verstehe ich nicht, warum ich dein Posting lesen kann (Ignorierliste). Schönes Leben noch :thumbup:

Viele Grüße
Ingmar