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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [CA] Hart River (Kanada, Yukon/Peel River Watershed)



Grizzly
23.09.2012, 14:21
Hallo Zusammen

Auf vielfachen Wunsch habe ich meinen Thread aus dem Kanuforum hierhin verschoben. Ein ca. 30min. Video kann hier angeschaut werden:
(Film entfernt am 12.10.2013 wegen allfälliger Urheberrechtsverletzungen)


Land: Kanada
Region: Yukon Territories, Peel Watershed
Reisezeit: 12. August bis 2. September
Paddelstrecke: ca. 300km auf dem Hart, 18km auf dem Peel River
https://lh3.googleusercontent.com/-M14wUWsZfEQ/UEXNg3kSinI/AAAAAAAAAv4/XmPKkG-C5Go/s912/IMG_0156.JPG

Dieses Jahr habe ich mir einen lange gehegten Traum erfüllt. Nachdem ich schon einige Male mit meiner Frau oder einem Freund im Yukon und Alaska diverse Flüsse gepaddelt hatte, träumte ich schon lange von einer Solotour. Vor fast 5 Jahren habe ich irgendwo mal ein paar Notizen zum relativ unbekannten Hart River im Peel Watershed des Yukon Territory gelesen, von da an hat sich dieser Fluss in meinen Kopf eingegraben. Glücklicherweise habe ich eine grosszügige Frau (und Kinder), die mich ziehen liessen.

Am 12. August war es dann soweit. Nachdem ich am Vorabend in Zürich mein Kanu (Grabner Outside), und das Gepäck (2 x 23kg) aufgegeben hatte bin ich mit LH nach Frankfurt und von dort mit Condor nach Whitehorse geflogen. In Whitehorse habe ich zuerst einen Mietwagen in Empfang genommen und mein Zelt auf dem Robert Service Campground erichtet. Das Mietauto benötigte ich für die Strecke von Whitehorse nach Mayo (und zurück), das war insgesamt wahrscheinlich günstiger als einen Transport zu arrangieren.
Am nächsten Tag habe ich am Morgen den Einkauf erledigt und bin gegen Mittag nach Mayo losgefahren, die Fahrt dauerte rund 5-6h Stunden….wobei ich mir sehr Zeit gelassen habe. Mayo ist sozusagen das Tor zum Peel Watershed. Diese Region ist praktisch unberührte Wildnis. Bekannte Paddelflüsse wie der Snake, Wind und Bonnet Plume, aber auch der Blackstone, Ogilvie und Hart fliessen Richtung Norden und sammeln sich im Peel, der immer mächtiger gegen Norden fliesst. Strassen und Ortschaften gibt es keine, ebenso wenig trifft man auf Menschen…insbesondere im Herbst.
https://lh3.googleusercontent.com/-HR0veIkE-mI/UEXJigdHwEI/AAAAAAAAAgc/Fczdb7FPreo/s912/IMG_0033.JPG
Ich liess mich mit einer Cessna 185 auf Floats von Mayo zum Elliot Lake ausfliegen. Der Flug dauerte ca. 35min und war schon an sich ein Erlebnis. Nachdem mich der Pilot abgesetzt hatte atmete ich erst mal tief durch und genoss die Stille und die Landschaft.
https://lh5.googleusercontent.com/-CRcI_5A9UGQ/UEXKL-3s_TI/AAAAAAAAAj0/YbSSp2iu8Mk/s912/IMG_0064.JPG
https://lh4.googleusercontent.com/-X06is7nM2m8/UEXK7zxbCcI/AAAAAAAAAmY/5NO5Mec70Hw/s800/IMG_0085.JPG
https://lh3.googleusercontent.com/-6hsN4v127A0/UEXKnjNfUDI/AAAAAAAAAlE/Ngth0gdz-e0/s800/IMG_0075.JPG
Das Outside wurde bepackt und los ging’s. Allerdings sind die ersten 23km dieser Tour recht strapaziös. Um den Hart River zu erreichen muss zuerst der Elliot Creek „überwunden“ werden…und dieser führt einerseits nicht viel Wasser, zum anderen hat es viele Biberdämme und Sweeper.
https://lh3.googleusercontent.com/-cS1zTQiySUw/UEXLBueTniI/AAAAAAAAAm0/b6XZIp97CM0/s912/IMG_0088.JPG
https://lh3.googleusercontent.com/-xGfoQ0_gWfk/UEXLDXz0a_I/AAAAAAAAAm8/cHxRqoEBuS0/s912/IMG_0089.JPG
https://lh3.googleusercontent.com/-vH_3qieS-7U/UEXLNlCLBFI/AAAAAAAAAng/yfQhnIV63E4/s800/IMG_0093.JPG
Am ersten Tag (ca. 15km) musste ich das Boot fast 90% ziehen und schieben und war am Abend dann fix und fertig. Ein Bach aus den Bergen brachte mehr Wasser, so das ich am nächsten Tag mehr paddeln konnte, aber wegen der vielen Sweeper (umgestürzte Bäume) doch recht vorsichtig sein und ab und zu mit der Säge den Weg freimachen musste.
https://lh6.googleusercontent.com/-dk_QIKpf8qo/UEXLgp0aQjI/AAAAAAAAAoY/xkfRDRfmKOs/s912/IMG_0100.JPG
Ich erreichte nach einigen Stunden den Hart River und errichtete mein Camp. Die Landschaft schaut ihr am besten im Video an, diese Schönheit in Worte zu fassen vermag ich nicht. Hier habe ich zum ersten mal geangelt, wobei ich bereits nach 10min drei schöne Äschen an Land hatte.
https://lh4.googleusercontent.com/-fGpbg_hcsV4/UEXL6LbsreI/AAAAAAAAApo/XurNS6aiQB8/s1049/IMG_0109.JPG
Der Hart mäandert die ersten 10km stark und hat wenig Geschwindigkeit.
https://lh6.googleusercontent.com/-_L68K_UqCIo/UEXMKvOearI/AAAAAAAAAqo/rhlnksMr-wc/s912/IMG_0117.JPG
https://lh6.googleusercontent.com/-uMdUvDKirv4/UEXMoqSAwQI/AAAAAAAAAsQ/PrAk3vdZhwE/s1049/IMG_0129.JPG
Noch ein Kommentar zur Sicherheit; an meiner Schwimmweste hatte ich am Rücken ein wasserdichtes Notfallpaket mit Feuerzeugen, Angelhaken, Schnur und Satellitentelefon angebracht, am Gurt war immer noch ein Messer und der Bärenspray.
https://lh5.googleusercontent.com/-CPewLoVMI_k/UEXMRz3mlCI/AAAAAAAAArA/P0iLQQ5wTYA/s1049/IMG_0120.JPG
Der Fluss wird allmählich schneller, nach 30km kommen die ersten Bouldergärten (WW2) und anschliessend gibt es ca. 20km starke Verästelungen, welche aufgrund neuer Kanäle, Sweeper und schneller Strömung Aufmerksamkeit verlangen. Dann fliesst der Fluss wieder in einem Bett bei flotter Geschwindigkeit und erreicht nach ca. 100km (vom Elliot Creek aus) das „Canyonland“.
https://lh3.googleusercontent.com/--IDhf5CxrSU/UEXQL_J2r0I/AAAAAAAAA5k/f-EDqPFfM-A/s912/IMG_0226.JPG
https://lh5.googleusercontent.com/-FXZIaE0Hnz8/UEXQrJg9EKI/AAAAAAAAA7Q/SW9rcD8VvhM/s1049/IMG_0238.JPG
https://lh6.googleusercontent.com/-k6YHfvSAb4E/UEXSY3tD8VI/AAAAAAAABBI/wlVjdbTdUYs/s1049/IMG_0280.JPG
https://lh6.googleusercontent.com/--vY3MO82gFE/UEXQ-iUaQ1I/AAAAAAAAA8M/tI4qoQ9cfPo/s912/IMG_0245.JPG
Dieser Abschnitt ist ca. 100km und wirklich atemberaubend schön. Hier sollte man sich möglichst viel Zeit lassen und die Gegend zu Fuss erkundigen.
https://lh4.googleusercontent.com/-h_a2qLu068s/UEXSE1crQtI/AAAAAAAAA_4/jCt6WOumW-Q/s800/IMG_0271.JPG
https://lh3.googleusercontent.com/-LjJ-MGW1L3s/UEXTaVWSqcI/AAAAAAAABE0/yD_p66QcBWk/s1049/IMG_0311.JPG
https://lh4.googleusercontent.com/-uo9vgZnhHIk/UEXS-R1xj-I/AAAAAAAABDM/VWohBhel_18/s800/IMG_0296.JPG
Es geht weiter Richtung Peel, wobei auf den letzten 50km des Hart die Stromschnellen kommen. Diese sind mehrheitlich WW2 oder WW3-. Die Schwierigkeit besteht darin, dass es sich meistens um Felsstufen handelt und vom Kanu her kaum zu sehen sind…es geht dann sozusagen auf kleinen Wasserfällen runter, wobei manchmal starke Walzen mit entsprechendem Sog entstehen. Ist aber unterm Strich gut zu machen, insbesondere in einem Outside.
Sobald ich im Camp war, resp. sobald die Sonne schien hiess es auslüften und Sachen trocknen. Das ist wichtig, um die Wärmeisolation des Schlafsackes zu behalten. War aber auch angenehm, weil am Fluss halt immer alles etwas feucht ist beim Einpacken am Morgen. Das sah dann halt jeweils aus, wie wenn eine Bombe eingeschlagen hätte.
https://lh5.googleusercontent.com/-22_DBlmiafE/UEXRGN8b2xI/AAAAAAAAA8g/ufQrcD58ISc/s912/IMG_0247.JPG
Mount Bunoz ist der letzte markante Berg am Hart River, auch hier sind (oder wären) tolle Touren möglich...vorausgesetzt, man findet ein gutes Camp und fährt nicht wie ich zu weit:
https://lh4.googleusercontent.com/-_Vn8XIIVEAY/UEXUMJs69mI/AAAAAAAABH4/0_ktYpT1d9E/s800/IMG_0333.JPG
https://lh5.googleusercontent.com/-a7hNQ4Dk7I0/UEXUqy3I3-I/AAAAAAAABJ0/7kyTLqofVS4/s800/IMG_0348.JPG
https://lh5.googleusercontent.com/-bbXalX2rpSc/UEXVDuHdwXI/AAAAAAAABLM/Ugtfji8i3ZA/s800/IMG_0358.JPG
Letztes Camp an Hart River, gegenüber von Hungry Creek. Die Strömung ist nach wie vor gut, dass Outside hat sich aus meiner Sicht bestens bewährt. Ein Wort noch zum Doppelpaddel; ich habe diese eher unkonventionelle Paddeltechnik für das Outside als am besten geeignet gefunden. Bei Gegenwind und mit viel Gepäck kann zumindest ich das Boot nicht genügend kontrollieren, mit dem Doppelpaddel war es hingegen sehr komfortabel. Die Länge des Paddels muss allerdings schon an die 240cm betragen.
https://lh6.googleusercontent.com/-giQkT0aIc0A/UEXVnrC8xDI/AAAAAAAABNY/d8GFuo8Tmf4/s1049/IMG_0374.JPG
Nach insgesamt 300km hatte ich den Peel River erreicht. Dieser führte eher wenig Wasser, dafür war die Strömung noch schneller. Auf diesen letzten 18km sind einige gröbere Stromschnellen zu erwarten, vor allem wieder Stufen und Walzen.
Erster Camp am Peel River, riesige Kiesbänke bieten viel Platz....anhand der Spuren ist auch anzunehmen, dass es hier sehr viele Grizzlies hat. Wer genau hinschaut, findet das Zelt auf dem Bild:
https://lh4.googleusercontent.com/-zI9TuOaaiXo/UEXWGWuxcfI/AAAAAAAABPE/-SeD9hTkvNc/s800/IMG_0386.JPG
https://lh3.googleusercontent.com/-sJcD7ThsjvM/UEXXJk6TS2I/AAAAAAAABSs/gdQ4xcpKmzM/s800/IMG_0417.JPG
https://lh6.googleusercontent.com/--kAUJHTbSj4/UEXW34T1K8I/AAAAAAAABRs/lfBKqQ6mLdE/s800/IMG_0409.JPG
https://lh3.googleusercontent.com/-YWzAKdyT9Aw/UEXWhTdY5_I/AAAAAAAABQk/EUebt7QbJnY/s800/IMG_0398.JPG
Ich war gut vorbereitet, habe jedoch nicht erwartet, dass die Rapids so wuchtig sind. Meistens habe ich deshalb getreidelt und einmal auch kurz portagiert. Auf jeden Fall hätte ich mich nicht getraut, die Stromschnellen ohne Absicherung zu fahren.
https://lh3.googleusercontent.com/-7AeLfrJ4jr4/UEXXAOp1fbI/AAAAAAAABSM/zHmNlYlpekA/s800/IMG_0413.JPG
https://lh3.googleusercontent.com/-TvIxLmY54uA/UEXYvPONqqI/AAAAAAAABX8/GBMlQYd_xbo/s800/IMG_0468.JPG
https://lh4.googleusercontent.com/-F6tCj3taFYo/UEXXfEyKijI/AAAAAAAABTs/YxLaeYC6_fk/s800/IMG_0425.JPG
Meine Tour endete am Canyon Creek, wo ich am 16. Tag von der Cessna wieder abgeholt wurde. Mit dem Wetter hatte ich mehrheitlich grosses Glück, ein paar Mal Regen und zum Schluss kalt (Schnee in den Bergen). Zwei Personen habe ich getroffen, ebenfalls beide Solo unterwegs. Stuart aus den USA und Juery aus Belgien. Stuart kannte ich bereits vorher aus dem Internet, er paddelt in dieser Region seit 20 Jahren jedes Jahr einen Fluss und hat vor 2 Jahren bei einer Kenterung sein Kanu und seine Ausrüstung verloren…er musste mehr als 14 Tage mit frischem Fisch und Beeren überleben, bis er gefunden wurde. Wir haben eine Nacht zusammen auf der gleichen Gravelbar verbracht und ich konnte seinen Geschichten lauschen…man könnte ein Buch füllen!

Die Cessna brachte mich in einem wunderschönen 90min Flug zurück nach Mayo, von wo ich dann zurück nach Whitehorse gefahren bin und die letzten Tage verbracht hatte.
https://lh3.googleusercontent.com/-AMwTFOk0VOA/UEXZlyEGo7I/AAAAAAAABbc/Xl_PMp-ETo8/s800/IMG_0497.JPG

Für mich ein unvergessliches Erlebnis, mein Traum ging so in Erfüllung wie ich es gehofft hatte (oder sogar noch viel schöner). Mit dem Alleinsein hatte ich keine Mühe, nur einmal nach 3 oder 4 Tagen hatte ich einen 15min Anfall von „Einsamkeit“. Tiere konnte ich ebenfalls viele Beobachten; Elche, Grizzlies, Dallschafe, Luchs, Pikas, Wasservögel, Weisskopfseeadler etc. Manche Tierbeobachtungen waren unverhofft etwas Nahe; der Luchs kam bei Eindunkeln ans Zelt und war ebenso überrascht wie ich, als ich den Kopf rausstreckte. Ein Elch machte ca. 70m von meinem Zelt Scheinangriffe (oder war Irre wegen seines juckenden Bastes) und grunzte und stampfte…und das beim Einschlafen. Einmal schlich ein grösseres Tier um 3 Uhr morgens ums Zelt, ich vermute es war ein Caribou. Für diese Situationen hatte ich einen Bärenspray dabei (zu diesem Thema gibt es im Forum einen eigenen Thread). Zur Sicherheit hatte ich auch einen SPOT-Messenger und ein Satellitentelefon dabei.
https://lh5.googleusercontent.com/-LFgqsymRiyE/UEXYG0OylzI/AAAAAAAABV8/pxAc8IOhqbI/s787/IMG_0448.JPG
https://lh6.googleusercontent.com/-R-UM2kv8LUg/UEXZE5hBmYI/AAAAAAAABZU/ic-vtIA_8Ag/s800/IMG_0480.JPG

Zum Schluss ist noch zu sagen, dass diese wunderschöne Region im Fokus der Bergbaugesellschaften ist. Momentan wird gestritten, ob der Peel Watershed zu 100% unter Schutz gestellt werden soll oder nicht. Informiert Euch bei Interesse bitte im FB bei „Friends of the Peel Watershed“ und gebt Eure Stimme, damit diese Region nicht der menschlichen Gier nach Energie zum Opfer fällt (ich hoffe, dass ich mit diesem Hinweis nicht gegen eine Foren-Regel verstosse!)

Stefan

Harriman
23.09.2012, 15:33
Sehr fein!

Die Tour schreit ja förmlich nach einem längeren "Tag-für-Tag"-Reisebericht.

Hoffentlich klappts noch mit den Fotos.

Robiwahn
23.09.2012, 17:38
Genial !

Danke für das Video

PS wg. Bilder einfügen: Keine Ahnung, wie es bei Picasa ist, aber wenn du von dort eine Bild-URL hast, kannst du die mit dem "Bilder"-Zeichen hier über dem Editierfenster (2. Reihe, 14. Symbol) einfügen.

Grüße, Robert

Grizzly
24.09.2012, 07:00
Irgendwie klappt das mit dem Bilder einfügen nicht...ich kann wohl die URL kopieren, das Bild wird aber nicht angezeigt. Na ja, bleibt ja noch die Diashow;-)

Einen "Tag für Tag" Bericht wird es wohl nicht geben, dafür fehlt mir einerseits die Zeit, andererseits der Fleiss. Aber wer Fragen hat, der soll sich melden,

Viele Grüsse

dooley242
24.09.2012, 08:51
Eine tolle Videoshow. Hat Spass gemacht , das anzusehen.

Hy!
24.09.2012, 10:36
5sterne Wirklich schöne Bilder und Videos, was für eine Kamera hattest du denn im Einsatz?

Grizzly
24.09.2012, 13:03
5sterne Wirklich schöne Bilder und Videos, was für eine Kamera hattest du denn im Einsatz?

Auf dem Helm eine GoPro und in der Hand eine Canon G11,

Gruess

Yaphi
25.09.2012, 21:48
Wow- was für eine wunderschöne Landschaft !
Tolle Bilder und Filmausschnitte, gerade letztere zeigen finde ich gut die Einsamkeit im hohen Norden.
Ohne je dagewesen zu sein, so stelle ich mir diese Idylle vor. Absolut geil !
Wieviele Jahre Erfahrung zu Wasser würdest du für eine längere Tour auf einem der größeren Flüsse in der Wildnis empfehlen ?

Grizzly
26.09.2012, 06:35
Wow- was für eine wunderschöne Landschaft !
Tolle Bilder und Filmausschnitte, gerade letztere zeigen finde ich gut die Einsamkeit im hohen Norden.
Ohne je dagewesen zu sein, so stelle ich mir diese Idylle vor. Absolut geil !
Wieviele Jahre Erfahrung zu Wasser würdest du für eine längere Tour auf einem der größeren Flüsse in der Wildnis empfehlen ?

Diese Frage kann ich Dir nicht pauschal beantworten. Ich fahre seit rund 12 Jahren Kanu, immer wieder Touren im hohen Norden und in der Schweiz. Allerdings nicht gleich jedes Wochenende. Wichtig scheint mir bei einer Solotour mehr die mentale Stärke, Einsamkeit kann auch bedrohlich wirken, insbesondere wenn das Wetter nicht so toll ist. Unüberlegte Reaktionen könnten die Folge sein.
Dann sollte man sich entsprechend über den Fluss informieren und jede mögliche Notfallsituation mal im Kopf durchspielen. Bei mir ist es in diesem Fall gut gelaufen. Wenn mir was passiert wäre würden jetzt wahrscheinlich alle den Kopf schütteln und sagen was ich anders hätte machen müssen. Fakt ist (wie beim Amerikaner, den ich getroffen habe), dass immer etwas passieren kann, Erfahrung hin oder her.

Gruzzly

ckanadier
26.09.2012, 23:10
Ich muss wohl blind gewesen sein, dass mir dein wunderschöner Film im Kanuforum durchgerutscht ist.
Danke
Jürgen

atlinblau
27.09.2012, 08:28
Beim Video bei 13:30 min
"...die landschaft ist atemberaubend..."
trotzden kann man in solchen Situationen irgendwie auch "befreiter" atmem

Frage: Wenn 143 kg beim Abflug mit der Cesna , wieviel kg beim Checkin in DE???

Thomas

Grizzly
27.09.2012, 11:52
Beim Video bei 13:30 min
"...die landschaft ist atemberaubend..."
trotzden kann man in solchen Situationen irgendwie auch "befreiter" atmem

Frage: Wenn 143 kg beim Abflug mit der Cesna , wieviel kg beim Checkin in DE???

Thomas

die Frage kann auch anders gestellt werden; wenn 1 x 28kg für ein Kanu und 2 x 23kg beim Einchecken in Zürich (und ca. 7kg Handgepäck), wie viel hat er wohl in Whitehorse eingekauft, um auf die 143kg zu kommen?:cool:

--> bei den verbleibenden 62kg waren nicht nur Lebensmittel, sondern auch ausreichend Bier und Hardware (Pfannen, Axt, ext) dabei, sowie die Tonnen und Materialkiste....wie ich im Video geschrieben habe....viel zu viel Material!:bg:

motion
29.09.2012, 22:57
Klasse Video und tolle Tour.

Könntest Du mal schreiben in wie weit die Transportkosten Dein Budget belastet haben. Wird ja nicht ganz unerheblich gewesen sein, alles im Flugzeug zu transportieren und dann die Cesna Flüge dazu.

Gruß
Sven

Grizzly
30.09.2012, 07:45
Klasse Video und tolle Tour.

Könntest Du mal schreiben in wie weit die Transportkosten Dein Budget belastet haben. Wird ja nicht ganz unerheblich gewesen sein, alles im Flugzeug zu transportieren und dann die Cesna Flüge dazu.

Gruß
Sven

Ja, war alles zusammen kein Schnäppchen. Es wäre wahrscheinlich teilweise auch billiger gegangen, aber mir war wichtig, möglichst wenig Zeit für Flug usw zu verschwenden.
Flug Zürich - Frankfurt - Whitehorse-retour, ca. 1250 Eur plus ca. 220 Eur für Zusatzgepäck
Mietwagen, ca. 1500 Eur
Cessna (ein- und ausfliegen), ca. 2200 Eur,

Dann kommen noch Lebensmittel hinzu,

Gruess
Grizzly

motion
30.09.2012, 20:16
Ja, war alles zusammen kein Schnäppchen. Es wäre wahrscheinlich teilweise auch billiger gegangen, aber mir war wichtig, möglichst wenig Zeit für Flug usw zu verschwenden.
Flug Zürich - Frankfurt - Whitehorse-retour, ca. 1250 Eur plus ca. 220 Eur für Zusatzgepäck
Mietwagen, ca. 1500 Eur
Cessna (ein- und ausfliegen), ca. 2200 Eur,

Dann kommen noch Lebensmittel hinzu,

Gruess
Grizzly

Da war ja der Hauptflug geradezu nen Schnäppchen. Ganz schön teuer der Mietwagen und die Cesna. Wollte in Neuseeland auch mal von einem Track ausgeflogen werden, das war aber weitaus günstiger( ich glaube 800 Dollar die Maschiene)

War der (ich glaube) Däne im Packraft unterwegs?

Gruß
Sven

Grizzly
01.10.2012, 05:47
Da war ja der Hauptflug geradezu nen Schnäppchen. Ganz schön teuer der Mietwagen und die Cesna. Wollte in Neuseeland auch mal von einem Track ausgeflogen werden, das war aber weitaus günstiger( ich glaube 800 Dollar die Maschiene)

War der (ich glaube) Däne im Packraft unterwegs?

Gruß
Sven

Der Typ mit dem Packraft ist ein Belgier. Ja, er war in dieser Badwanne unterwegs und ein richtiger ULFreak...Respekt, aber tauschen wollte ich nicht.

Ranger
13.10.2012, 11:25
Cooles Video von einer schönen Tour!
Danke fürs Zeigen!!!

Grizzly
21.10.2012, 17:57
http://www.canadiangeographic.ca/magazine/jun11/images/trip_map1_sm.jpg

Hier noch eine Übersichtskarte zur Tour

Mortias
23.10.2012, 17:35
Wunderschöne Bilder, die wecken so richtig das Fernweh endlich mal den hohen Norden Amerikas selbst kennenzulernen. Das überaus stimmungsvolle Video tut sein übrigens um dieses Fernweh noch enorm zu vergrößern, echt toll.

Rucksackmatze
25.10.2012, 16:34
5sterne
einfach nur stark:wohoo:

Grizzly
26.04.2013, 15:28
Aenderung 26.04.2013; weitere Bilder und Kommentare eingefügt....das Fernweh plagt mich...:(:(:(

bratgitarre
26.04.2013, 23:49
Das mit dem Fernweh kann ich gut verstehen nach einigen Paddeltouren im Yukon.
Irgendwie hat die Ecke Suchtpotential.
Dein Reisebericht ist so wie er sein sollte. Kurzweilige informative Texte, schöne Bilder.

weiter so
Guido





Aenderung 26.04.2013; weitere Bilder und Kommentare eingefügt....das Fernweh plagt mich...:(:(:(

Atze1407
27.04.2013, 03:52
Toller Bericht und wunderbare Tour. Danke.

LG
Atze

Trampelwurm
27.04.2013, 13:08
Danke. Ein Genuss diese Tour.
Wie bist du mit dem zelten auf den Kiesbänken zurechtgekommen? Materialverschleiss? Schlafkomfort? :roll:

tjelrik
27.04.2013, 13:30
heidenei ist das eine schöne Gegend!

Grizzly
27.04.2013, 17:57
@Trampelwurm

Ich habe schon einige solche Touren gemacht, und mir noch nie Gedanken wegen erhöhter Materialermüdung auf Kiesbänken gemacht, eine Plane gehört aber schon unters Zelt. Einzig ein richtiger Sandsturm auf einer sandigen Insel vor ein paar Jahren am Yukon hat dem Zeltreissverschluss wohl zugesetzt. Auf jeden Fall hat dieser nach rund 10 Jahren den Geist aufgegeben. Ansonsten bin ich auf Tour sowieso immer sehr vorsichtig mit dem Material, soweit es geht.

Grizzly

fjellstorm
01.05.2013, 10:39
Danke für den schönen Bericht Grizzly!!
Magst du vielleicht ein paar Worte zu deinen Erfahrungen mit Bären dort sagen?;)

Grizzly
01.05.2013, 13:00
Danke für den schönen Bericht Grizzly!!
Magst du vielleicht ein paar Worte zu deinen Erfahrungen mit Bären dort sagen?;)

Da kann ich meinerseits nicht viel spektakuäres berichten. Ich hatte lediglich einen Grizzly rund 100m vor mir auf einer Kiesinsel gesichtet, ich sass im Kanu und habe dann halt gewartet, bis er weg war. Spuren hatte es aber sehr viele, meistens auch frische. Einen Schwarzbären konnte ich noch am Highway beobachten. Bei Tripps in Alaska hatte ich schon wesentlich mehr Bären beobachten können, auch beim Camp.

Stuart, der Amerikaner den ich am Fluss getroffen hatte, konnte mir wesentlich spannenderes erzählen. Einmal wurde er in einem seichten Nebenfluss des Hart Rivers von einem Grizzly verfolgt (Scheinangriff bis auf 5m), als er am Bären vorbeipaddelte...die Flinte war sauber verstaut unter der Spritzdecke. Und im Jahr bevor wir uns getroffen haben, musste er einen Grizzly auf der selben Kiesbank auf der wir zusammen gecampt hatten, mit mehreren Schüssen vertreiben.

Juoery, der Belgier, welcher nach unserem Treffen noch 300km weiter paddelte, hatte mehrmals in der Nacht Bärenbesuch. Die Grizzlies statteten ihm jeweils einen Besuch am Tarp ab, unter dem er schlief, flüchteten aber immer sofort, als sie ihn bemerkten. Er hatte weder Spray noch Waffe dabei.

Was ich damit sagen will; ich hatte nie Angst wegen der Bären (aber immer Respekt), Wetterveränderungen machten mich viel nervöser. Der Kopf - zumindest war es so bei mir - schaltet irgendwie auf einen anderen Modus, wenn man alleine unterwegs ist. Ich habe zwar immer super geschlafen, bin aber auch sofort aufgewacht, wenn ein Tier ums Zelt schlich (1x Luchs, Elch, 1 x nicht identifizierbar). Ich glaube nicht, dass Bären in der abgelegenen Wildnis wirklich ein Problem sind wenn man sich richtig verhält - am Yukon oder Big Salmon hätte ich mich sicherlich weniger sicher gefühlt, weil die Bären dort eher an Menschen gewöhnt sind. Das beschriebene Verhalten der Bären am Hart und Peel River lassen vermuten, dass diese Tiere noch die richtige Scheu vor dem Menschen haben. Das Thema Bär wird in meinen Augen zu sehr aufgepuscht, Elche können in der Brunft viel unangenehmer werden.

Dem ist noch hinzuzufügen, dass mir die zwei Begegnungen (mit Stuart und Jouery) zuerst viel unangenmer waren - ich hatte da wohl immer den Film " beim Sterben ist jeder der Erste" im Hinterkopf:lol: Ist den beiden anderen aber wahrscheinlich genauso ergangen....

Grizzly

fjellstorm
01.05.2013, 22:36
Danke Grizzly!

ich hatte nie Angst wegen der Bären (aber immer Respekt), Wetterveränderungen machten mich viel nervöser
Interessant wie unterschiedlich andere Leute diverse Situationen warnehmen, wäre es bei mir doch eher umgekehrt bzw. hatte mir das Wetter noch nie allzugroße Sorgen bereitet;)

Grizzly
02.05.2013, 07:56
-->Interessant wie unterschiedlich andere Leute diverse Situationen warnehmen, wäre es bei mir doch eher umgekehrt bzw. hatte mir das Wetter noch nie allzugroße Sorgen bereitet;)[/QUOTE]

--> schlechtes Wetter (damit meine ich viel Regen) kann Hochwasser mit Schwemmholz bedeuten, dies kann wiederum zu Verzögerungen resp. Zwangspausen führen. Wegen Schlechtwetter hätte ich im schlimmsten Fall auch nicht ausgeflogen werden können...das wäre etwas mühsam geworden.

Gruess

Holzfuss
02.05.2013, 09:59
Vielen Dank für die schönen Bilder!


Dem ist noch hinzuzufügen, dass mir die zwei Begegnungen (mit Stuart und Jouery) zuerst viel unangenmer waren
Grizzly

Das Gefühl kenne ich gut ;-) Aber am Ende war's dann doch immer schön

earlyworm
04.05.2013, 00:04
Klasse. Wirklich toll. Hat wahnsinnig Spass gemacht sich den Bericht durchzulesen und das Video anzuschauen.
Es sieht alles nach einer top vorbereiteten Tour aus, und das mit dem zuviel Gepäck ... nun ja wer kennt das nicht. Es ist aber schön zu lesen wen so ein Lebens Traum in Erfüllung geht beziehungsweise sogar noch getopt wird.

Eine Frage zu deinen Doppelpaddeln:
Was für eines war das denn? Ich glaube im Video eine Teilung ganz nah am Blatt gesehen zu haben?
Ich frage deshalb da wir dieses ja ebenfalls wieder mit einem Outside bzw. Adventure unterwegs sind. Hierbei muss ein Teil der Strecke auch solo gepaddelt werden. Daher bin ich noch auf der Suche nach einem geeignetem Doppelpaddel. Und geeignet bedeutet halt das es halt in den Pack zu den Booten muss bevor es in den Flieger geht. Man benötigt daher eine 4 er Teilung. Oder hast du die Paddel am Ankunftsort gekauft?

Danke auf jeden Fall für Bilder, Bericht und Video

Holger

Grizzly
04.05.2013, 07:29
Hallo Holger

Das Doppelpaddel ist von TNP http://www.tnp.cz/de/ . Mein Modell ist vierteilig, aus Alu, Länge 240cm und sehr stabil, dafür eher schwer(702.4 Wildwasserpaddel Asymetric). Bestellt habe ich es hier in der Schweiz. Dürfte sehr schwierig sein, ein ähnliches Paddel im Yukon zu mieten.

Gruess

Fliir
08.05.2013, 08:58
Was für eine grandiose Landschaft!
Die leeren, halb verfallenen Hütten, die Du Fotografiert hast, sehen irgendwie nach Aussteigern aus, die es dann doch in die Zivilisation zurückgetrieben hat. Oder von irgendwelchen Jägern in der Vergangenheit genutzt. Du weißt wahrscheinlich aber auch nichts darüber, oder?

Zu der Gefahr durch Bären habe ich gestern noch etwas interessantes gelesen (http://www.walter-steinberg.de/Baeren/Baeren.htm):

in 89% der Bärenunfälle geschehen Einzelpersonen, nur 8% Personen, die zu zweit unterwegs sind und die restlichen 3% sind Dreiergruppen passiert. Es gibt anscheinend in Nordamerika nicht einen dokumentierten Fall, bei dem 4 oder mehr Personen beteiligt waren.
Ich erwähne das nicht, um jetzt Solotourern Angst zu machen. Vielmehr finde ich es für all jene beruhigend, die sich bei Touren dort draußen Sorgen um die Bären machen. Verhaltensregeln einhalten und mindestens zu zweit oder zu dritt unterwegs sein veringert das Risiko um mehr als das zehnfache!

Grizzly
10.05.2013, 09:31
[QUOTE=Fliir;1164552]Was für eine grandiose Landschaft!
Die leeren, halb verfallenen Hütten, die Du Fotografiert hast, sehen irgendwie nach Aussteigern aus, die es dann doch in die Zivilisation zurückgetrieben hat. Oder von irgendwelchen Jägern in der Vergangenheit genutzt. Du weißt wahrscheinlich aber auch nichts darüber, oder?QUOTE]

Hallo Fliir

Nein, zu den verfallenen Hütten weiss ich nichts. Die "Hütte" auf den Stelzen ist allerdings ein Foodcache, die war wahrscheinlich noch gebrauchstüchtig. Ich denke, dass die Hütten früher mal im Winter im Rahmen einer Trapline genutzt wurden und kann mir nicht vorstellen, dass es sich um Aussteiger handelte. Im Winter ist die Gegend mit dem Snowmobile erreichbar, im Sommer kommt man nur mit dem Kanu oder Helikopter dorthin.

Gruess

earlyworm
10.05.2013, 20:35
in 89% der Bärenunfälle geschehen Einzelpersonen, nur 8% Personen, die zu zweit unterwegs sind und die restlichen 3% sind Dreiergruppen passiert. Es gibt anscheinend in Nordamerika nicht einen dokumentierten Fall, bei dem 4 oder mehr Personen beteiligt waren.
Ich erwähne das nicht, um jetzt Solotourern Angst zu machen. Vielmehr finde ich es für all jene beruhigend, die sich bei Touren dort draußen Sorgen um die Bären machen. Verhaltensregeln einhalten und mindestens zu zweit oder zu dritt unterwegs sein veringert das Risiko um mehr als das zehnfache!

Wie heißt es so schön: "Traue keiner Statistik welche du nicht selber gefälscht hast".
http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13507297/Aggressiver-Grizzly-Baer-faellt-ueber-Jugendliche-her.html

Fliir
11.05.2013, 18:03
Da bleiben einem die Worte weg. :o
Tja, war ja auch nur theoretisches Statistik-Halbwissen, dass ich im Netz aufgeschnappt habe. :ignore: :bg:

efbomber
16.05.2013, 08:26
Hallo Grizzly,

spitzenmäßiger Bericht, superschöne Fotos, sehr stimmungsvolles Video!
Meine Güte ist das ne tolle Tour gewesen! Hut ab :grins:

Der Bericht über die Bärenattacke ist irgendwie komisch. In der Regel sind Raubtiere mit Jungtieren sowieso immer gefährlicher als im Regelfall üblich, aber man mag doch meinen, dass gerade eine Gruppe von mehreren Jugendlichen genug Lärm verursacht um sich der Bärenmama rechtzeitig kenntlich zu machen. Kann mir den Vorfall nur so erklären, dass die Bärin auf Grund ungünstiger Windverhältnisse keine Witterung aufnehmen konnte und die Fließgeräusche des Flusses, den die Jungs laut Bericht überquert haben, die Geräusche so dermaßen unterdrückt hat, dass die Gruppe es geschafft hat, die Bärin am anderen Ufer tatsächlich zu überraschen.

fjellstorm
17.05.2013, 17:39
[OT]Der Bericht über die Bärenattacke ist irgendwie komisch.
Hier ist übrigends eine sehr ausführliche Analyse/Diskussion über betreffenden Bärenangriff. Interessant wie ich finde:

http://media.trb.com/media/acrobat/2012-03/351719860-26151808.pdf

efbomber
17.05.2013, 18:36
Hier ist übrigends eine sehr ausführliche Analyse/Diskussion über betreffenden Bärenangriff. Interessant wie ich finde:

http://media.trb.com/media/acrobat/2012-03/351719860-26151808.pdf

Danke fjellstorm! Das ist wirklich sehr interessant! So wie es aussieht haben die Jungs riesen Pech gehabt und den Weg zwischen dem Kalb und der Bärenmama gekreuzt. Ein Glück ist da nicht mehr passiert! Das laut sein sollte ja verhindern, dass die Bären einem so dicht im Buschwerk über den Weg laufen, aber wenn so ein Tier erstmal wenige Meter vor einem auftaucht, kann lautes Rufen oder Schreien sogar einen Angriff provozieren. Ich möchte nicht in so eine Situation kommen... :(

Fabian485
28.06.2013, 13:43
Wow, sehr geiler Bericht; das Video werde ich mir gleich mal zu Gute führen.
Als ich in Kanada war, war es ungefähr das Gleiche. Man ist einfach überwältigt von der Natur, den Eindrücken und Ausblicken.
Darf man fragen, was dich die Reise alles in allem gekostet hat?

Gruß Fabian.

Grizzly
28.06.2013, 15:21
Wow, sehr geiler Bericht; das Video werde ich mir gleich mal zu Gute führen.
Als ich in Kanada war, war es ungefähr das Gleiche. Man ist einfach überwältigt von der Natur, den Eindrücken und Ausblicken.
Darf man fragen, was dich die Reise alles in allem gekostet hat?

Gruß Fabian.

Guckst Du Post#14....

Vielle Grüsse

Grizzly

cane
25.10.2013, 21:03
Leider ist das Video entfernt, hat jemand den Link oder eine Aufzeichnung?

mfg
cane

Roccabird
19.06.2014, 11:21
Hi, erst einmal klasse Reise und super geniale Bilder! Glückwunsch :)

Ich habe vor ab nächsten Sommer ein Auslandsjahr in Kanada zu machen und jetzt wollte ich mal fragen, wie hast du gekocht? Hattest du einen Brenner, wenn ja wie war die Versorgung mit Katuschen?
Oder ist man mit einem Spirituskocher besser aufgestellt?

Danke dir :)

Grizzly
19.06.2014, 13:59
Hallo Roccabird

Ich kann nur für Whitehorse resp den Yukon sprechen. Brennsprit ist meistens kaum oder gar nicht erhältlich, meistens wird einem als Ersatz Methanol aufgeschwatzt, welches ich persönlich aber nicht zum Heizen nehmen möchte. Ich habe meistens auf dem Feuer gekocht, zur Not hatte ich auch noch einen MSR Whisperlite (Benzin) dabei, den Du in Canada übrigens fast 50% billiger kriegst (als hier in der Schweiz),

Viele Grüsse

Grizzly

earlyworm
31.03.2015, 22:41
Leider ist das Video entfernt, hat jemand den Link oder eine Aufzeichnung?

mfg
cane

So, nach Genehmigung und Absprache mit Grizzly hab ich das Video nochmal hochgeladen und es steht wieder allen zur Verfügung. Ich musste die (viel schönerer) Musik vom Original aber ausblenden und habe welche darüber gelegt welche keinen Anruf vom Anwalt verursachen.

P4p8Exddsus