PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Goretex Biwak



Anlu
21.09.2012, 12:32
Hallo Leute, ich bin nicht ganz neu in diesem Forum, aber diesmal soll es das erste mal sein, dass ich einen Eintrag erstelle.

Folgendes ist geschehen, ich hatte mich nach einen Biwak aus Goretex umgeschaut, weil man sonst in den ganzen Tüten ja im eigenem Saft gedünstet wird.
Der erste Biwak den ich fand hat es mir gleich ziemlich angetan, allerdings war der Stolze Preis von 500Euro doch etwas zu viel. Darauf hin habe ich weiter gesucht und zwar einige andere Gefunden aber keines Konnte meine nun entstanden Ansprüche wirklich befriedigen. Drum habe ich kurzer Hands mal selbst eingekauft und obwohl ich vorher noch nie genäht dieses Biwak hier zusammen Geschustert: http://imageshack.us/a/img6/6425/dsc00022kdt.jpg

http://imageshack.us/a/img26/884/dsc00024nk.jpg

Hat fast eine Woche gedauert, bis ich den Dreh mit dem nähen raus hatte, aber letzten endes sind die Nähte Doppeltvernäht und verklebt und das Biwak ist richtig dicht. Mehrere Regenschauer hatte ich schon darin erlebt ohne Nass zu werden und ein Tauchgang in der Badewanne könnte es sicherlich auch trocken überstehen.

Mitlerweile wiegt es ohne Stangen 672g . die Unterseite ist aus PU-Zeltstoff und die oberseite aus Goretex.


Was ich nun von euch will? Nunja ich finde das dieses Biwak noch etwas ausbaupotentzial hat und deswegen wollte ich euch mal fragen, da ihr wohl mehr Biwakerfahrung habt als ich, (2Nächte im neuen Biwak) was überflüssig ist und was vielleicht noch ausbau fähig ist?

Alprausch84
21.09.2012, 12:50
Hi Anlu,

schöne Sache. Als erstes könnte man den Schnitt in Richtung Mumienform optimieren. Spart zumindest ein wenig Gewicht.

Warum soviel "Kopffreiheit"? Ich persönlich hätte die Öffnung kleiner gemacht. Denn umso kleiner die Öffnung, umso geringer die Wahrscheinlichkeit das es dort hineinregnet wenn der Regen mal quer kommt.
Gleichzeitig spart man dann Gewicht da man den Gestängebogen evtl. durch einen Federstahl erstzen kann den man durch den Saum der Kapuze zieht.

Anlu
21.09.2012, 16:02
Hi, danke erstmal für die schnelle Antwort!

Ja, ich gebe zu das Kopfteil war eig. etwas anders geplant, ich wollte das die kaputze vorne übersteht und so auch verhindert das es rein regnet.

Dabei habe ich die länge hinten raus zu kurz gewählt un so kam ein enorm hoher bogen raus. Auch in der Breite bin ich etwas rüber geschossen, aber auf dem Fotos liege ich auch nicht drin, so dass wenn der Biwak gefüllt ist es auch nicht mehr so übertrieben weit aussieht.

Ein weiteres Faktum warum ich so weit geworden bin, ist dass ich auf jeden fall einen Reißverschluss vermeiden wollte und so es noch möglich ist bequem in den Biwak einzusteigen, allerdings war es erst so gedacht, dass man die eine Stange oben am Bogen raus nimmt und ihn nach hinten weg klappt um hinein zu steigen, was allerdingerdings sich im moment etwas überflüssig erweißt.

Habt ihr vielleicht eine bessere Idee wie man die kaputze gleichmäßig spannen könnt? Im moment muss ich nach hinten hin eine Schnur mit einem Hering spannen.

Alprausch84
21.09.2012, 16:14
Ich würde die Kapuze ähnlich dem MSR AC-Bivy (http://cascadedesigns.com/de/msr/tents/essential-series/acbivy/product)gestalten. Wenn du Sie ein bisschen weiter machst sollte Ein- und Ausstieg ohne Reißverschluss auch kein Problem sein.

Schmusebaerchen
21.09.2012, 16:26
Als ich die Farbe in Zusammenhang mit Biwaksack gesehen habe, hab ich erst ein mal überlegt, ob das meiner ist..

Windstabilität: Schlaffes Material flattert, rupft und zerreißt schließlich. Ohne Erdnägel könnte das Teil mal wegfliegen. Mein Vorschlag: Erdnägel ans Kopfende. 2 Stück sollten genügen. 1 weiterer ans Fußende. Eine Leine von dort bis ans Kopfende. Damit hast du eine sehr hohe Windstabilität. Weht kein Wind, dann reicht es wenn du die Ausrüstung ans Kopfende legst. Funktioniert zumindest bei mir. Erdnagel wiegt 17g mal 3. Stange geschätzt 50-100g.

Ein einfaches Fliegengitter im Kopfbereich wäre sinnvoll. Es gibt spezielles Klett für Fliegengitter, sollte dir RV einnähen zu heikel sein.
Bei der Befestigung der einen Stange(solltest du sie weiter behalten wollen), dann hätte ich bedenken bezüglich der aufgenähten Gurtbänder.
Die Seiten der "Decke" würde ich etwas hoch nähen, so dass auch bei längerem Regen das Wasser nicht ungehindert in den Innenraum fließen kann.

Ansonsten: Tolle Arbeit. Gefällt mir.

jeskodan
21.09.2012, 17:19
kommt drauf an was du mit dem ding machen willst. wenn du vorhast den als gut wetter sack im waldigen mittelgebirge zu nutzen ist er so voll ok.

Falls du dass ding irgendwo nutzen willst wo es zieht, dann mach die Kopffreiheit ganz schnell weg, sonst fliegst du, es hat schon seinen grund weshalb es keinen käuflichen sack mit so einer Form gibt.
Das er nicht komplett geschlossen ist disqualifziert ihn für schlechtes wetter, sprich wenn du bei sturm darein musst wird er dir nichts bringen und bei schönem Wetter ists halt ein 1 Mann Zelt.

Ich will dir das nicht schlecht reden, die auführung hats du gut gemacht, aber ich glaube du hast noch nie ein echtes notbiwack oder ähnliches hinter dir? Das ganze erinnert halt mehr an ein Zelt als einen Biwacksack.

ich hab auf verschiedenen Touren 2 mal bei Sturm, Regen/Schneefall drin in nem Sack geschlafen und es gehört zu den schlimmsten Erfahrungen meines Lebens. Ich emfehle nur mal in nen schlafsack einzusteigen, schuhe ausziehen etc in nem sack der geschlossen ist:( dazu ist man absolut "direkt" im unwetter(man kriegt alles viel unmittelbarer mit als im Zelt.

ich appeliere nur an dich zu wissen für was du das Ding verwendest. Ich würde mich damit von Bergen (sprich Alpen) verhalten.

Anlu
23.09.2012, 15:55
Okay, muss ehrlich sagen, dass ich einige Sachen nicht so gesehen habe wie ihr. Vielleicht mal ein bisschen zu der Hintergrund geschichte.

Ich bin schon mehrmals unterwegs gewesen laufe meist alleine und raste über die Nacht im Wald, zumal ich auch schon einmal in Norwegen eine Hochebene durchquert habe und letztes Jahr eine Kanutour in Schweden gemacht habe. Wie dem auch sei, ich versuche ständig mein Gepäck zu verleichtern, da mein ein Personen-Zelt mit 1,7kg mir doch ehrlich gesagt zu schwer geworden ist.:roll:

Der Biwak sollte daher zum einen Günstig, zum anderen leicht und klein im Packmaß sein, dann sollte die Isomatte mit hinnein, weil ich sonst zu 100% in der Nacht hinunter rolle und es so unter umständen Kalt wird. Ich habe schon einige Nächte in einem Iglo und mehrere Nächte bei rund -18°C hinter mir und hatte unter umständen auch vor den Biwak im Winter zu benutzen.

So kam es auch, dass er so Sackig wurde, mal ganz davon abgesehen, dass man ecken und gerade kanten einfach viel viel besser nähen kann als Rundungen :grins: ,aber das wisst ihr ja bestimmt ;-)

Ich hatte als ich mir die Überlegungen gemacht habe diesen Biwak http://mega-preishit.com/Carinthia-Gore-Tex-Biwak-Sack-EXPLORER-TWO-RC41850_p52026_rx62_x2.htm im Sinn und wollt etwas ähnliches nur ohne RV schaffen.

Der Biwak ist übrigens nicht ganz so locker wie auf den Bildern, es liegt nur daran, dass nur ein Schlafsack und keine Person drinen liegt.

Nutzten wollte ich den Biwak eig. für alle möglichen aktivitäten, ich hatte mir keine weiteren Gedanken über das Einsatzgebiet gemacht, halt alles was mal anstehen wird. Und das kann so ziemlich alles sein ;-)

Wobei ich ehrlich gesagt auch finde, dass der Bogen viel zu hoch wurde. Ich konnte das beim entwerfen nicht wirklich ausmessen, da ich alleine war und leider keine 4Hände besitzte^^ Der Sack ist übrigens noch mit einem Erdharken am Kopf an der Stange befestigt.

Ich denke ich werde Die seiten etwas höher zunähen und gucken, dass ich vielleicht die kaputze weiter überstehen lasse, vielleicht verlagere ich den bogen weiter zu den Füßen und sichere ihn von hinten mit einem Seil gegen das umkippen.

Denke das wird noch ein bisschen dauern bis ich Bilder der geänderten Variante hochlade, da ich studiere und der Stoff doch ziemlich in Buget schlägt.

Danke aber für die vielen Tipps!

Schmusebaerchen
24.09.2012, 14:24
Vorschlag: Kürze die Stange um 1 Segment oder nimm eine etwas kürzere.
Trenne entweder nur eine Seite auf, oder mach mit Leiterschnalle ein Spannsystem. Der Nähaufwand ist minimal, du brauchst keinen neuen Stoff und hast das was du willst. Kannst bei Nässe sogar nachspannen. Wenn der Bogen niedriger wird, dann kommt er auch etwas weiter nach vorn.

Sollte es dir trotzdem nicht gefallen hast du keinen neuen Stoff verschwendet.