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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Machete schleifen - wie?



BikeAfrica
16.09.2012, 21:33
Hallo zusammen,

ich habe mir mal vor einiger Zeit mehr als Andenken eine billige Machete aus Westafrika mitgebracht. Die Dinger kosten dort vielleicht 3-4 Euro und werden überall im Alltag benutzt - zum Palmwedel schneiden, Kokosnüsse spalten, Gestrüpp roden ...

Problem ist, dass die Teile beim Verkauf völlig stumpf sind. Wie schärfe ich so ein Teil, damit man es auch -z.B. zum Roden von Gestrüpp auf einem verwilderten Grundstück- vernünftig einsetzen kann? Ich habe überhaupt keine Ahnung vom Schärfen von Messern, Scheren, Sicheln usw. ...


Ich weiß, dass die Qualität nicht toll ist und das Material sicher nicht lange scharf bleibt und die Klinge immer kleiner wird (ich habe mal einen ca. Fünfjährigen mit einer Machete rumlaufen sehen, die nur noch ca. halb so groß war, dem Griff nach war es aber mal eine originale gewesen).
Doch warum soll ich jetzt irgendwelche Gerätschaften kaufen, wenn ich ein Werkzeug habe, das in Afrika tagtäglich effektiv für diesen Zweck genutzt wird?

Vielleicht hat jemand 'nen Tipp, wie man als Anfänger/Ahnungsloser so ein Ding in gebrauchsfähigen Zustand bekommt?
Oder wer kanns mir im Rhein-Main-Gebiet zeigen?

Gruß
Wolfgang

Benzodiazepin
16.09.2012, 21:44
wie man das ding selbst schleift, kann ich dir nicht erklären. aber ich bin in ecuador jeweils zu einem mechaniker (beispielsweise auto-garage) gegangen. die haben mir die machete dann mit einem schleif-gerät geschliffen.

falls du's dann auch selbst machen willst, weisst du danach immerhin, wie's aussehen sollte :bg:

BikeAfrica
16.09.2012, 21:47
... aus heutiger Sicht würde ich es natürlich genauso machen.
Ist jetzt aber leider zu spät ...

Gruß
Wolfgang

binom999
16.09.2012, 21:51
Schaff das Teil zum schleifen (kostet vielleicht 4-5 EUR) und fertig.

BikeAfrica
16.09.2012, 21:56
Erstens:
Wer schleift solches Zeug? (ernstgemeint)
Der nächstbeste Landwirt? ...

Zweitens:
Interessehalber wüsste ich trotzdem gerne, wie es geht und auf was man achten sollte.

Pylyr
16.09.2012, 22:07
Schaff das Teil zum schleifen (kostet vielleicht 4-5 EUR) und fertig.

Das sehe ich genauso, den Grundschliff sollte jemand machen, der das nicht zum ersten mal macht. Frag in einer Schreinerei, wo die schärfen lassen. (Gibt extra Schärfdienste)

Zum Nachschärfen hilft dir Tante Google zu Tausend Seiten zum Thema.

Eine Machete sollte nicht zu scharf sein, wenn du sie zum Abhacken von Gehölz verwenden willst. Scharf heißt dünne Schneide, dünn bricht leicht.

LihofDirk
16.09.2012, 22:17
Meine Erfahrung ist, in guten Rasiererfachgeschäften (ELRAS, ohne Schleichwerbung zu machen) wird alles zum Schärfen angenommen, was schärfbar ist, auch (das war mein exotischster Bedarf) gezahnte Messerscheiben von Allesschneidern, etc. Einfach dort mal nachfragen.

yorick
16.09.2012, 22:18
hallo wolfgang,

frage einfach den schlachter deines vertrauens.

gruß,olaf

khyal
16.09.2012, 22:52
Preiswerte, stumpfe, neue Macheten schleif ich auf einer normalen 20er oder 30er Schleifscheibe, zuhause im Doppelschleifer, in Camps mit Stromanschluss Schleifscheibe in der Bohrmaschine, die in eine Stationaer-Halterung eingespannt ist. Solltest drauf achten, nicht zu lange in einem Bereich der Schneide zu Schleifen, sonst ueberhitzt der Bereich.
Ist rel easy und geht ziemlich schnell...

Ist kein Stromanschluss vorhanden, grosse Werkzeugfeile, aber das ist nix fuer den Erstschliff, das dauert zu lange.

Schmusebaerchen
16.09.2012, 23:17
Ist doch eigentlich nichts weiter, als eine Axt. Also überall wo Äxte geschliffen werden.

Fächerscheibe für Winkelschleifer soll sich gut machen. Habs aber noch nicht probiert.

Waffengesetz beachten, wenn du zum Schleifer gehst ;-)

recurveman
17.09.2012, 07:52
Fächerscheibe auf Winkelschleifer geht zumindest für Äxte hervorragend...
Du solltest nur mit Gefühl an die Sache gehen.

BikeAfrica
17.09.2012, 13:10
Danke euch für die zahlreichen Vorschläge!

Gruß
Wolfgang

binom999
17.09.2012, 17:58
Erstens:
Wer schleift solches Zeug? (ernstgemeint)
Der nächstbeste Landwirt? ...

Zweitens:
Interessehalber wüsste ich trotzdem gerne, wie es geht und auf was man achten sollte.

1. ich habe bei uns in der Stadt auch erst lange suchen müssen, als ich dann aber für 5 Messer 35 EUR zahlen durfte und mächtig sauer war, ist mir aufgefallen das wahnsinnig viele Läden schärfen anbieten bzw. die Gegenstände zum Schärfen weiterleiten und als Annahmestelle fungieren.

Bsp.:
- der Hermesshop um die Ecke
- der Messerladen
- der Kippen-/Zeitungsladen um die Ecke
- (kein Scherz) ich habe ne Bäckerrei gesehen, da hing ein Schild "Annahme von Schleifarbeiten"
- Werkzeugläden
- usw.

2. Schleifen ist eigentlich keine sonst wie schwierige Sache (wenn es jedenfalls um eine günstige Arbeits-Machete geht)

- die meisten Schleifarbeiten werden eh mit der Maschine gemacht (wenn du Sachen zum schleifen abgibst, kannst du eigentlich sicher sein, dass diese NICHT von Hand gemacht werden), also einfach einen elektrischen Standschleifer zulegen (brauchbare Geräte die für den nicht professionellen Einsatz gedacht sind kosten so zwischen 50 - 100 EUR). Danach sich informieren was für ein Winkel sinnvoll ist (Grundsätzlich: um so kleiner der Winkel um so schärfer aber auch schneller wieder Stumpf - BITTE nicht weiter darauf eingehen, ich will keine Diskussion über die Qualität von Messerstählen anzetteln)

Bsp.: 25 Grad

90 Grad sind es wenn du die Machete mit der Schneide gerade auf den Tisch stellst also so hier: |
45 Grad: /

und davon wieder etwas mehr als die Hälfte.

Diesen Winkel dann von beiden Seiten anschleifen und fertig. Vielleicht noch etwas nacharbeiten mit einem groben Schleifstein. Aber eine Machte ist eh kein Filetiermesser.

woodcutter
19.09.2012, 10:39
Vielleicht hat jemand 'nen Tipp, wie man als Anfänger/Ahnungsloser so ein Ding in gebrauchsfähigen Zustand bekommt?


Beschreibe mal die denkbaren Herangehensweisen für unterwegs, zuhause und Abgabe an Profi-Dienste. Aus eigener Erfahrung und nicht als Profi, sondern Heimanwender.

Feile und Schleifstein
Mit einer billigen Feile aus dem Baumarkt und handelsüblichen Schleifsteinen in ausreichender Länge (wichtig für gute Ergebnisse) braucht es lediglich Zeit. Die Kosten sind minimal und der Lerneffekt maximal. Bei einem billigen Schärf- bzw. Schleifobjekt kannst du kaum etwas "verhunzen", höchsten Kratzer in Bereiche bekommen, die Klinge oder Griff unansehnlich machen. Deshalb abkleben (Griff und nicht zu schleifende Klinge). D.h. alles abkleben bis auf die zu schleifende Fläche. :oldman:

Mit einem Stift kann man die Klinge markieren, wie weit der Schliff gehen soll, ob bestimmte Rundungen einzuarbeiten sind oder eine Schleifkerbe am Heft, um einen scharfen Ansatz zu erhalten (bei einer Machete selten sinnvoll).

Runder Schleifstein in Bohrmaschine plus Bohrmaschinenhalterung für Tisch/Arbeitsplatte
M.M. die billigste und flexibelste Lösung. Falls Bohrmaschine vorhanden belaufen sich die Kosten auf ca. 15-20 Euro für den Schleifkörper und 15-25 Euro für die Halterung, mit der die Bohrmaschine auf Arbeitshöhe fixiert wird. Vorteil ist die Einstellbarkeit der Geschwindigkeit, Rechts-/Linkslauf für beengte Montagesituaton (also die richtige Drehrichtung zur Arbeitshaltung) und ein "freier Zugriff" hinsichtlich Winkel und Greifposition. Für den Anfänger sehr hilfreich. Obwohl ich einen Doppelschleifer besitze nehme ich gerne die Bohrmaschine, besonders für die großen Geräte wie Beil, Axt, Gartenhacken und die Hippe. Letztere ist einer Machete vergleichbar, jedoch bei Auslieferung sehr dünn ausgeschliffen, diese nachzuschleifen macht man i.d.R. händisch mit einem Sensen-Schleifstein o.ä. Eine Machete in 1095er Stahl besitze ich ebenfalls, diese ist wegen der Klingenstärke eher ein Haumesser und nicht dünn, sondern mit niedrigem Schleifwinkel ausgestattet. Je unübersichtlicher das Messer/Arbeitsgerät, umso übersichtlicher sollte das Schleifwerkzeug (für den Anfänger) sein. Beispiel: eine 6 cm breite Klinge verdeckt einen 3 cm breiten Schleifstein, der Anfänger wird dann quer ansetzen um etwas zu sehen. Auf diese Weise wird man einen Schleifstein asymetrisch abtragen, Vertiefungen einarbeiten und er ist ggf. nach einiger Zeit für andere Werkzeuge unbrauchbar geworden.
Dann besser einen rotierenden Schleifstein, mit übersichtlicher Breite und einstellbarer Drehzahl (Bohrmaschine) und man kann relativ sicher die Breite bis die Ränder nutzen. Die Ränder sind physikalisch gesehen bzw. logischerweise "brüchiger" als im inneren Bereich. Andererseits ermöglichen diese Ränder spezielle Schliffe, die anders kaum möglich sind, nutzbar lediglich bei speziellen Messer-/Schneid-Formen.
Je mehr "Angriffsfläche" umso schneller kommt man bei ungeschliffenen Geräten voran. Nachteil: höhere Hitze auf dem Stahl, mehr Kühlung erforderlich, d.h. öfter kühlen.

Geht man so ausgestattet mit Vorsicht, wenig Druck heran, ist das Schleifen und Schärfen weniger kraftaufwändig (als von Hand), es macht mehr Spaß, man hat mehr Geduld, das Ergebnis wird besser. Nebeneffekt: weniger Fehler/Kratzer.

Professionelle Schärf- und Schleifdienste
Das sind in meinem Fall die Alternativen:
- Messergeschäft, die alles Handwerkzeug annehmen (i.d.R. wenige Tage)
- Metzer-Fachhandel, die an Firmen weiterschicken (Sammeldienst, evtl. 2 Wochen)
- Fachhandel Werkzeug für spezielle Arbeiten (Kettensägen, Kreissägeblätter, Bandsägen u.ä.)

Ich sag´s mal so: teilweise hängt das Ergebnis von der Tagesform des Dienstleisters ab, war sehr zufrieden bis sehr unzufrieden. Irgendwann beschäftigt man sich selber mit dem Nachschleifen, investiert etwas Zeit und etwas mehr Geld und macht es zuhause. Mittelfristig lohnt es sich, im Zweifel kauft man sich Literatur (Beispiel Dictum - Bücher (http://www.mehr-als-werkzeug.de/category/Schaerfen-3297_6018.htm)), darin findet sich alles zum Thema elektrische Geräte, Feilen, unterwegs-Ausrüstung usw.).

Will man nicht in die Materie einsteigen, auf jeden Fall abgeben in bezahlte Hände. Das Ergebnis wird gut genug sein. Hinterher etwas am Schleifstein nachschleifen ist nicht ausgeschlossen, aber dann geht es in die richtige Richtung, falls der Grundschliff o.k. war. Macken ausmerzen muss man bei einem Schlagwerkzeug wie einer Machete in jedem Fall, aber nicht sofort oder als Automatismus nach jedem Arbeitsgang.
Deshalb Kosten anfragen und unbedingt den Einsatzzweck angeben, damit der Profi weiß, was er tun soll.

Mein Rat
Gute Metall-Feile(n) besorgen, Schleifstein in Einsteiger-Qualität reicht locker, bereits beim öfteren (nicht einmaligen, dann lieber beauftragen) Schleifen von größeren Schneidwerkzeugen wie Hippe, Gartenwerkzeugen, Rasenmäher-Messern usw. lohnt sich der Kauf des o.g. Bohrmaschinen-Aufsatzes. Aber nur in Stein, die Diamant-Ausführungen finde ich unverschämt teuer, ebenso die Teile für Winkelschleifer.

Besitze einen hochwertigen, drehzahl-justierbaren Winkelschleifer, dafür benötigt man wiederum eine (teure) Haltevorrichtung, bspw. Machete in Schraubstock einspannen und dann mit einem Winkelschleifer samt Schleifvorrrichtung draufgehen, ist für Anfänger sehr heikel. Man hat selten das nötige Feingefühl für die Schwere des Gerätes noch den benötigten Druck. Vor solchem Aktionismus warne ich. Bzw. beglückwünsche die gemachten Erfahrungen. Läuft so ein Winkelschleifer mit fester + hoher Drehzahl ist das richtig gefährlich, für Messer/Machete und den Menschen hinter der Maschine.

Besser Schleifobjekt in die Hand nehmen und an den statischen Schleifstein herangehen. Bereits ein langsam rotierender Schleifstein benötigt Feingefühl für die Masse, für die Auflagefläche und die Länge des Kontaktes. Die Hitzeentwicklung ist anfangs das größte Problem und häufigste Fehlerquelle.

Viel Erfolg !

khyal
19.09.2012, 11:23
Beschreibe mal die denkbaren Herangehensweisen...

Schoen geschrieben..

Bei allen Schleifarbeiten mit elektrischen Geraeten, Schutzbrille nicht vergessen.

Wanderling
13.10.2012, 11:28
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Macheten von Walther sehr schnell stumpf werden im Vergleich zu andren Herstellern. Ich lasse alle meine Klingen von einem ansässigen Meister im Messerladen schleifen. Für 5€ / Klinge ist das kein Problem. Außerdem macht er immer etwas günstiger, weil ihm gleich mehrere Messer mitbringe.

Morta
26.10.2012, 15:06
Früher hab ich alles mit einem 5er Lansky-Set geschliffen, unter Anderem auch eine Machete von Herbertz. Man oh man war das eine Arbeit :roll: 3 -4 Tage mehrere Stunden lang^^

Mittlerweile benutz ich nur noch Banksteine, ist mit etwas Übung viel komfortabler und vorallem schneller!

Eine super Seite bezüglich Schärfen ist übrigends hier, mit Anleitungen und Empfehlungen:

http://www.messer-machen.de/index.html

Ich benutze kein Messer mehr, mit dem ich nicht wenigstens Armhaare rasieren kann.

Gismo834
26.10.2012, 16:52
Ich schleife meine Macheten/Messer mit Japanischen Wassersteinen.

Wo kommst Du her?
Irgendwo im Raum Köln-Düsseldorf?

Könnte mir Deine Machete ja mal vornehmen. Kostet Dich nix.

michaelg
13.11.2012, 16:03
Dieser thread ist hochgradig beängstigend.

Hier wird tatsächlich gefragt wo und wie ein Messer geschliffen werden kann. Beim Schlachter ist eine Antwort. Was mache ich wenn es in naher Zukunft nur noch die Fleischtheken im Supermarkt gibt und keinen "Schlachter um die Ecke"?

Rasiererfachgeschäfte ist eine andere Antwort. Das ist bei mir der Media Markt!

Fritsche
13.11.2012, 17:48
Dieser thread ist hochgradig beängstigend.

Hier wird tatsächlich gefragt wo und wie ein Messer geschliffen werden kann. Beim Schlachter ist eine Antwort. Was mache ich wenn es in naher Zukunft nur noch die Fleischtheken im Supermarkt gibt und keinen "Schlachter um die Ecke"?

Rasiererfachgeschäfte ist eine andere Antwort. Das ist bei mir der Media Markt!


Und aus genau diesem Grund gilt für so viel möglich Möglichkeiten: selber machen. Selber machen lernen, selber machen können. Eigener Garten, Schmiedekurs, Schweißkurs, beim Renovieren dem Handwerker nen halben Tag bezahlen, damit er einem das Fliesen oder das Verputzen zeigt - danach selber machen, etc....

woodcutter
14.11.2012, 07:47
Dieser thread ist hochgradig beängstigend.

Was genau ängstigt dich, der (a) Titel des Threads, (b) der Inhalt oder (c) die Antworten ?

Lobo
14.11.2012, 09:11
Was genau ängstigt dich, der (a) Titel des Threads, (b) der Inhalt oder (c) die Antworten ?


Ich denke am meisten ängstigt ihn daß es hier so viele Leute gibt die noch einen "Fleischer um die Ecke" kennen/gekannt haben, bzw. Rasiererfachgeschäfte... Scheint ein ganz schöner Seniorenhaufen hier zu sein :grins:

Grüße von einem der auch heute noch sein Fleisch beim "Fleischer um die Ecke" kauft
Thomas

markrü
14.11.2012, 13:06
Gibt´s da noch keine Schleif-App?! :ignore:

Markus

binom999
14.11.2012, 13:29
mich würde es auch beängstigen, wenn ich soviel zeit hätte, um alle erdenklichen Arbeiten selbst autodidaktisch zu erlernen.........

- Kleidung nähen
- Elektriker sein
- Schreiner
- Fleischer
- Bauer
- Schleifmeister
- usw

da fällt mir ein Spruch ein "Hartz4 und der Tag gehört dir"

markrü
14.11.2012, 18:51
Einerseits ist es natürlich toll, wenn man von vielen Sachen etwas versteht. Andererseits kann 'fundiertes Halbwissen' beispielsweise bei Gas oder Elektrik schon ziemlich ins Auge gehen.

Wer keinen Schlachter um die Ecke hat, kann auch Schleifdienste nutzen, die man online kontaktieren kann...

http://lmgtfy.com/?q=messer+schleifen

Markus

Fritsche
14.11.2012, 21:39
mich würde es auch beängstigen, wenn ich soviel zeit hätte, um alle erdenklichen Arbeiten selbst autodidaktisch zu erlernen.........

- Kleidung nähen
- Elektriker sein
- Schreiner
- Fleischer
- Bauer
- Schleifmeister
- usw

da fällt mir ein Spruch ein "Hartz4 und der Tag gehört dir"


Musst nur deinen Fernseher auf die Straße stellen (in 2 Stunden war der bei uns weg). Wirst dich wundern, wie unglaublich viel Zeit plötzlich übrigbleibt.

Buck Mod.93
14.11.2012, 21:47
"Hartz4 und der Tag gehört dir"

Super Spruch:roll:

binom999
15.11.2012, 09:15
Musst nur deinen Fernseher auf die Straße stellen (in 2 Stunden war der bei uns weg). Wirst dich wundern, wie unglaublich viel Zeit plötzlich übrigbleibt.

ich habe keinen Fernsehr......

Das ändert aber nichts daran, dass man 5 Tage die Woche für 9-10 Stunden durch die liebe Arbeit gebunden ist.

woodcutter
15.11.2012, 22:10
Dann bleiben 2 Tage am Wochenende, um sich mal 1-2 Stunden dem Nachschärfen der Messer im Haushalt zu widmen, vielleicht reicht sogar 1x Monat, bei herausragendem Stahl seltener.

Wer genug verdient, um für alle Haushaltsarbeiten Handwerker zu bezahlen, der mag im Laufe seiner Biographie irgendwann von der Neugier oder dem Selber-Machen Trieb gepackt werden, diesen oder jenen Mythos zu lüften und sich daran zu versuchen. Mein Vater war aus Not ein Allrounder, in seiner Disiplin ein halber Künstler, wenn ich schaffen könnte, sein Wissen und seine Handwerkskunst in der doppelten Zeit zu erwerben, hätte ich mein Lebensziel erreicht.

Die liebe Arbeit hält uns nicht ab, wir entscheiden uns lediglich für die liebe Arbeit. Siehe Matrix, zweiter Teil: "Candy?"

markrü
16.11.2012, 09:05
Die liebe Arbeit hält uns nicht ab, wir entscheiden uns lediglich für die liebe Arbeit.

Oh, dann ziehe ich als fahrender Scherenschleifer durch die Gegend! Muß ich dann wahrscheinlich auch, denn für eine feste Unterkunft wirds in dem Job nicht mehr reichen, heutzutage... :bg:

Markus

Fritsche
16.11.2012, 09:12
Dann bleiben 2 Tage am Wochenende, um sich mal 1-2 Stunden dem Nachschärfen der Messer im Haushalt zu widmen, vielleicht reicht sogar 1x Monat, bei herausragendem Stahl seltener.

Wer genug verdient, um für alle Haushaltsarbeiten Handwerker zu bezahlen, der mag im Laufe seiner Biographie irgendwann von der Neugier oder dem Selber-Machen Trieb gepackt werden, diesen oder jenen Mythos zu lüften und sich daran zu versuchen. Mein Vater war aus Not ein Allrounder, in seiner Disiplin ein halber Künstler, wenn ich schaffen könnte, sein Wissen und seine Handwerkskunst in der doppelten Zeit zu erwerben, hätte ich mein Lebensziel erreicht.

Die liebe Arbeit hält uns nicht ab, wir entscheiden uns lediglich für die liebe Arbeit. Siehe Matrix, zweiter Teil: "Candy?"


Guter Beitrag. Bei mir kam das Selbermachen-Wollen und dann auch –machen in Schüben, je nach Lebensphase. Aber im Wesentlichen hats mit den Faktoren

-Zeit (ein Auto 3 Tage in der Werkstatt zu lassen, dann noch stundenlange An- und Abreise mit Öffis für ne Reparatur, die ich an einem oder zwei Tagen selbst mache),
-Geld (ganz einfache Rechnung: die Werkstatt kostet mich ca. 100€/Stunde mehr, als ich verdiene. Schön blöd, wenn ich 4 Tage lang ins Büro gehe, um einen Werkstatttag zu finanzieren, das ist ein ganz schlechter Wirkungsgrad),
-Nerven (die 6. Absage eines Handwerkers, bei zwei Zusagen, wo aber beide Typen einfach nicht kamen, führten dazu, dass die Altbausanierung in weiten Teilen selbst in die Hand genommen wurde)
-Spaß (nach 2 Schmiedekurswochenenden habe ich nun mein eigenes Traumoutdoormesser, welches es im Handel einfach nicht so gibt, noch dazu in Damast)
-Qualität (wir müssen von Mai bis Oktober keinen Gemüseladen mehr betreten, der eigene Garten gibt’s her)
-prinzipielle Neugier (wie funktionierts? Mal einen Kurs mitgemacht der nannte sich „Vom Schwein zur Wurst“. Das war bei einem Metzger von Anlieferung der Sau bis zur Wurst alles selbst gemacht – unter Anleitung des Metzgers natürlich.)

zu tun.

Je mehr man selbst macht, desto mehr geht plötzlich selbst zu machen. Da öffnen sich Querverbindungskanäle und Synergieeffekte enstehen. Und das meiste macht Spaß. Solange man seine Grenzen kennt und Kritisches doch abgibt, ist die Qualität des Selbstgemachten nicht schlechter als der teuer eingekaufte Dienst.

Oder, langer Rede kurzer Sinn: Abhängigkeiten zu reduzieren ist ein gutes Gefühl :-)

binom999
16.11.2012, 13:39
auch wenn wir jetzt wirklich sehr ins OT treiben:

grundsetzlich ist es immer gut, dinge zu hinterfragen wie diese funktionieren und wie man sie selbst erledigen könnte (autark zu sein hat noch niemanden geschadet - außer er hat an der elektrik rumgefummelt und keine ahnung gehabt)

ich bin auf einem bauernhof groß geworden und konnte mit ansehen, wie von lebensmitteln bis handwerksarbeiten dinge selbst hergestellt wurden

ABER: ich wohne in einer stadt, wenn ich alle werkzeuge haben würde, mit denen ich die arbeiten erledigen kann (vorausgesetzt ich hätte das wissen dazu), bräuchte ich zusätzlich noch wohnfläche, diese wohnfläche muss ich wieder bezahlen, um diese aber bezahlen zu können muss ich arbeiten gehen.............

zuhause auf dem land haben wir 3 scheunen, unmengen an platz (inkl. einer feldschmiede) aber ich lebe und wohne nunmal in der stadt

klar kann man sich gegen dieses leben entscheiden, aber möchte ich wirklich dauerhaft auf den komfort verzichten der ein modernes leben mit sich bringt? NEIN (zeitweise auf reisen ja, aber nicht für immer)

ich glaube keine würde mir widersprechen, wenn ich sage, dass es nichts besseres nach einer langen wanderung gibt, als ein heißen bad, eine ausführliche sitzung auf der toilette :grins: und eine warme suppe