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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Landschaft] Dalby Söderskog



bjoernsson
27.07.2012, 15:26
Ein Bild aus dem Nationalpark Dalby Söderskog in Südschweden. Der Nationalpark aus dem Jahr 1918 ist sehr klein (er umfasstr gerade einmal 36 Hektar), umgeben wird er von landwirtschaftlich genützen Flächen. Im Osten des Parks befindet sich ein Gebiet, dass durch das Ulmensterben in den 80er Jahren stark geprägt wird. Hier entstand mein Bild, wieder ein Diascan. Und natürlich bin ich auch wieder gespannt auf eure Kritik und Verbesserungsvorschläge!

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/06_-_Nationalpark_Dalby_S_derskog.jpg

cast
28.07.2012, 17:56
Und natürlich bin ich auch wieder gespannt auf eure Kritik und Verbesserungsvorschläge!

Was willst du denn hören?
Für mich ist das ein x-beliebiges Waldbild mit abgestorbenen Bäumen, ohne jedes "Thema".

bjoernsson
31.07.2012, 09:57
Was willst du denn hören?

Na, zum Beispiel sowas hier:


Für mich ist das ein x-beliebiges Waldbild mit abgestorbenen Bäumen, ohne jedes "Thema".

Das finde ich eine sehr hilfreiche Kritik, die mir wieder einmal zeigt, dass man sich als Fotograf manchmal Gedanken macht, die vom Betrachter nicht verstanden werden. :p

fjellstorm
31.07.2012, 10:39
ohne jedes "Thema"
wenn man mal überlegt, könnte man festellen, dass der bodennahe Aufnahmestandort sowie der Einsatz einen WW-Objektivs (waren das 24mm?) durchaus eine gewisse Dynamik vermitteln soll, auch wenn das Motiv an sich wenig spektakulär wirkt. Darin liegt aber mitunter auch der Reiz, relativ einfache Motive gekonnt in Szene zu setzten.
Zum Bild selbst:

die stürzenden Baumlinien vermitteln eine spezielle Dynamik
den unscharfen Vordergrund finde ich störend, vielleicht den Fokus etwas anders setzten (und sofern noch möglich, etwas abblenden)
das Bild hat für mich zuviel Grün, was u.U. auch am Scan liegen kann
der rechte, obere dunkle Bildrand wirkt störend

Die Idee an sich ist nicht schlecht, die Umsetzung jedoch etwas weniger gelungen. Was dem Motiv gut getan hätte, wäre z.B ein Ast am Boden im Vordergrund oder dergl., der den Blick in das Bild führt, der unscharfe "Grünteppich" im Vordergrund wirkt auch für mich etwas "x-beliebig".
Ich hatte neulich eine ähnliche Aufnahme gemacht, Bodennähe Wald, 24mm, aber mit einem schärferen Vordergrund ((u.a. ins Bild laufender Ast)- und etwas extremeren Baumsturzlinien;-)-vielleicht auch kein Meisterwerk, allerdings wirkt die ganze Szernerie etwas spannender

Rattus
31.07.2012, 10:56
Für mich ist es ein reines Stimmungsbild, das mir gefällt. Mir fiel sofort "unter Wasser" ein. Also ein Bild zur Beruhigung oder Meditation.

cast
31.07.2012, 10:57
Das finde ich eine sehr hilfreiche Kritik, die mir wieder einmal zeigt, dass man sich als Fotograf manchmal Gedanken macht, die vom Betrachter nicht verstanden werden.

Naja, ich mache meine Bilder prinzipiell so, daß ich sie verstehe, andere sind mir dabei eher egal.

SavinKuk
31.07.2012, 11:05
Ich finde derartige Waldbilder meist problematisch, da sie - so wie die Natur nunmal ist - sehr unordentlich wirken. Meines Erachtens wäre es besser gewesen, den unscharfen Vordergrund wegzulassen und stattdessen durch den Einsatz des WW-Objektivs die Bäume im Hintergrund stärker zu betonen.

Rattus
31.07.2012, 12:07
Ich finde derartige Waldbilder meist problematisch, da sie - so wie die Natur nunmal ist - sehr unordentlich wirken
Ziemlich OT, aber ich musste hieran (http://www.google.de/imgres?q=kunst+aufräumen&hl=de&sa=X&biw=1127&bih=1048&tbm=isch&prmd=imvns&tbnid=WnNBtvrRHe79-M:&imgrefurl=http://jules-kleines-freudenhaus.blogspot.com/2011/10/kunst-aufraumen-mit-ursus-wehrli.html&docid=pCk8ARCKfiP3gM&imgurl=http://2.bp.blogspot.com/-rjHra2sVYNY/ToxZDXd0mjI/AAAAAAAABAc/8xA9L9jwIYY/s1600/the-art-of-clean-up-ursus-wehrli.jpg&w=550&h=344&ei=g58XUP-NL6Xg4QTu44HACw&zoom=1&iact=hc&vpx=275&vpy=523&dur=2257&hovh=177&hovw=284&tx=142&ty=113&sig=108322174944736546678&page=1&tbnh=119&tbnw=190&start=0&ndsp=25&ved=1t:429,r:11,s:0,i:160) denken. Bitte räumen Sie den Wald auf, ich möchte ein Foto machen :bg:

bjoernsson
02.08.2012, 16:29
wenn man mal überlegt, könnte man festellen, dass der bodennahe Aufnahmestandort sowie der Einsatz einen WW-Objektivs (waren das 24mm?) durchaus eine gewisse Dynamik vermitteln soll, auch wenn das Motiv an sich wenig spektakulär wirkt. Darin liegt aber mitunter auch der Reiz, relativ einfache Motive gekonnt in Szene zu setzten.

Zunächst einmal Danke für deine ausführliche Kritik! Es waren übrigens 28 mm... ;-)


den unscharfen Vordergrund finde ich störend, vielleicht den Fokus etwas anders setzten (und sofern noch möglich, etwas abblenden)

Werde ich beim näcshten Mal einmal beherzigen. Meine Idee war, den Vordergrund geziel unscharf zu belassen, als Kontrast zum eigentlichen Wald im Hintergrund.


das Bild hat für mich zuviel Grün, was u.U. auch am Scan liegen kann

Nein, die Farbgebung zwischen Dia und Scan stimmen - zumindest an meinem Bildschirm - überein.


der rechte, obere dunkle Bildrand wirkt störend

Stimmt. Ist mir so bewusst bislang noch nicht aufgefallen, aber wenn ich jetzt darauf achte, empfinde ich das genauso.


Ich hatte neulich eine ähnliche Aufnahme gemacht, Bodennähe Wald, 24mm, aber mit einem schärferen Vordergrund ((u.a. ins Bild laufender Ast)- und etwas extremeren Baumsturzlinien

Wenn du Lust hast, dann setzte das Bild doch mal als Kontrast hier hinein. Würde mich interessieren, wie man Wald aus der "Froschperspektive" noch in Szene setzen kann. Dieses Bild war mein erster Versuch - bin also durchaus noch "lernfähig"... :D


Mir fiel sofort "unter Wasser" ein. Also ein Bild zur Beruhigung oder Meditation.

Auch ein interessanter Aspekt. So habe ich das Bild nie gesehen - aber du hast Recht, die Assozation kann geweckt werden.


Ich finde derartige Waldbilder meist problematisch, da sie - so wie die Natur nunmal ist - sehr unordentlich wirken.

Die "Unordnung" stört mich bei Waldaufnahmen gar nicht - die gehört dazu. Viel schlimmer finde ich es, das Licht-Schatten-Spiel gekonnt in Szene zu setzen. Da habe ich für mich noch keine vernünftige Lösung gefunden. Deshalb freue ich mich immer über "schlechtes" Wetter, wenn ich in den Wald will. ;-)


Meines Erachtens wäre es besser gewesen, den unscharfen Vordergrund wegzulassen und stattdessen durch den Einsatz des WW-Objektivs die Bäume im Hintergrund stärker zu betonen.

Wie gesagt, der unscharfe Vordergrund war beabsichtigt. Ich hatte gehofft, dadurch den tiefen Standpunkt hervorheben zu können und die Trennung zwischen dem eigentlichen Hauptmotiv (Wald) sowie dem Vordergrund zu akzentuieren. Und ich wollte den Wald dadurch bewusst etwas "kleiner", "verletzlicher" erscheinen lassen. Ist mir aber anscheinend nicht gelungen... :roll:

SavinKuk
03.08.2012, 16:50
. Viel schlimmer finde ich es, das Licht-Schatten-Spiel gekonnt in Szene zu setzen. Da habe ich für mich noch keine vernünftige Lösung gefunden. Deshalb freue ich mich immer über "schlechtes" Wetter, wenn ich in den Wald will. ;-)



:


Ja, das Problem mit dem Licht kenne ich. Gibt immer so hässliche Punkte. Insbesondere bei sehr starken Kontrasten ist auch der Dynamikumfang der Kamera schnell ausgereizt und punktförmige Grauverlaufsfilter gibt es bisher ja nicht...