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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Tiere] Papageientaucher



Hobbyhiker
24.06.2012, 23:21
Möchte mal ein Bild vom diesjährigen Irlandurlaub einstellen. Aufgenommen auf der Skellig Michael vor der Südwestküste Irlands an einem herrlichen Tag und viel Glück da tausende Seevögel auf den Inseln unterwegs waren.
Hab mir vor dem Urlaub meine erste Dslr zugelegt, ne günstige Pentax K-x und nen Tamron 28-300 (zum rumspielen) um mal zu schauen ob ich mit so ner Kamera klarkomme.
Da ich mich net so wirklich auskenne wollt ich mal wissen was man bei so nem Bild evtl. das nächste Mal besser machen kann wie zb. Bildausschnitt, zu hell/dunkel etc.

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/25/medium/IMGP5330.JPG

motion
25.06.2012, 00:15
Also Bildaufbau usw. passt. Klasse Motiv und zur richtigen Seite genug Luft gelassen, um den Blick des Vogels Raum zu geben. So viel Glück hatte ich dieses Jahr nicht in Island ;-)

Was würde ich besser/anders machen?
- Mindestens 1 Blendenstufe abblenden bzw von Mehrfeldmessung(die wahrscheinlich eingestellt war) auf Spotmessung umschalten. Spotmessung genau auf den Papageientaucher richten und mit halb durchgedrücktem Auslöser auf den endgültigen Bildausschnitt schwenken. Alternativ die Messwertspeicherungstaste nutzen.

- Wahrscheinlich ist es mit 300 mm und 5.6 Blende aufgenommen. Ich wäre bei der Brennweite auf Blende 8 gegangen. Die Schärfenebene soweit ich das hier beurteilen kann liegt meiner Ansicht nach bei den Füßen und der Kopf ist leider schon aus dem Bereich draußen. Somit hast Du bei 8 einfach mehr Spielraum.

Ansonsten passt alles. Sind Kleinigkeiten, die mit ein bisschen Übung klappen :p

willo
25.06.2012, 00:17
Ich finde das Foto recht ansprechend, wäre aber etwas mehr in die Knie gegangen, sofern möglich. Der rechte Teil ist mir etwas zu unruhig und die Brust minimal zu stark belichtet.
Das Foto gefällt mir aber schon recht gut!

Chouchen
25.06.2012, 00:47
Der Bildaufbau gefällt mir.
Aber ich habe den Eindruck, dass der puffin unscharf ist. (Oder habe ich einen Knick in der Optik?)

Prachttaucher
25.06.2012, 09:48
Wenn nicht geschehen, mit Raw aufnehmen, wie schon gesagt entprechend unterbelichten und den Rest mit nachbearbeiten machen. Gefällt mir gut - hoffe demnächst auch einen vor die Linse zu bekommen.

Hobbyhiker
25.06.2012, 10:59
Danke für guten Vorschläge!
Mit der Spotmessung ist natürlich richtig, da hatte ich mir noch net so die Gedanken drüber gemacht und bisher die Mehrfeldmessung eingestellt gelassen. Mit Unterbelichten werd ichs auch mal ausprobiern wenn mal wieder ne Gelegenheit kommt, hab an dem Tag zwar etliche Bilder gemacht von den Vögeln dort aber die Brust von den Puffins ist fast immer so hell.
Aus der Hocke raus war leider nicht möglich da ich den an nem abschüssigen Hang von oben fotografiert hab, sonst wär das natürlich ne Idee gewesen :)
Während des Urlaubs sind wir öfter mal an Orten gewesen an denen man Puffins sehen kann (zumindest laut Touriinfo), werden halt werbewirksam ausgeschlachtet. Hatten an dem tag dann aber auch sehr viel Glück mit dem Wetter etc.

Prachttaucher
25.06.2012, 12:15
Ist bei strahlendem Sonnenschein wohl auch schwierig. Bei Wasservögeln (mit hohem Weißanteil) habe ich da manchmal auch Schwierigkeiten.

Nehme übrigens auch extra deswegen mein Tamron 18-270 mm mit. Hoffentlich paßt das Wetter so halbwegs, keine Nebelsuppe...

bjoernsson
25.06.2012, 17:47
Mein Kritikpunkt wäre auch die leichte Unschärfe und die leichte Überbelichtung gewesen.

Vom Bildaufbau finde ich das Foto dagegen sehr interessant. Wärst du etwas mehr in die Knie gegangen, wäre es schnell ein Bild wie viele andere geworden. Durch den von dir gewählten, auf den ersten Blick durchaus etwas gewöhnungsbedürftigen Blickwinkel hat man aber die Möglichkeit, die Tiefe bis zur Brandung abzuschätzen. Deshalb: Mir gefällt's!

Nicki
25.06.2012, 18:44
Mein Kritikpunkt wäre auch die leichte Unschärfe und die leichte Überbelichtung gewesen.

Sehe ich auch so....

und mir gefällt es ebenso

Gruß FS

Chouchen
26.06.2012, 00:08
Ist bei strahlendem Sonnenschein wohl auch schwierig. Bei Wasservögeln (mit hohem Weißanteil) habe ich da manchmal auch Schwierigkeiten.

Nehme übrigens auch extra deswegen mein Tamron 18-270 mm mit. Hoffentlich paßt das Wetter so halbwegs, keine Nebelsuppe...

Ein Grauflter kann Wunder bewirken.

An einigen Ecken kommt man so nah ran, da reicht auch locker eine Normalbrennweite.

motion
26.06.2012, 00:16
Ein Grauflter kann Wunder bewirken..

meinst Du das man hier mit nem stink normalen Graufilter eine Chance hat? Das macht ja einfach nur das ganze Bild dunkler bzw schafft DIr mehr Raum mit Blende und Zeit zu spielen. Würde nicht darauf kommen hier nen Filter einzusetzten. Am ehesten die Belichtungsmessung an der weißen Brust vornehmen und dann müsste es passen.

Libertist
26.06.2012, 03:51
Ohne die Beiträge gelesen zu haben auch eine kurze Kritik von mir. Im Prinzip ein schönes Bild und ein tolles Motiv. Was man eventuell hätte besser machen können:


Runter mit der Kamera, wenn möglich. Auf Augenhöhe fotografieren.
Mehr Schärfe. Eventuell abblenden, falls es daran liegt - muss es aber gar nicht. Vielleicht auch nicht ganz ruhig gehalten oder leichter Fehlfokus?
Die Brust des Vogels ist überbelichtet, da hättest du entweder mit der Belichtungskorrektur spielen sollen oder eine andere Methode der Belichtungsmessung wählen sollen (nehme an, du hast hier mit Matrix gemessen).

Prachttaucher
26.06.2012, 08:54
...An einigen Ecken kommt man so nah ran, da reicht auch locker eine Normalbrennweite....

:o Laut meiner Karte ist´s bei Hornbjarg aber nicht ganz ungefährlich...

Komtur
26.06.2012, 10:29
Bei diesem Motiv kann man nicht alles "richtig" belichten.
Das Gefieder auf dem Rücken ist schwarz, die Brust weiß. Bei Sonnenlicht gibt es hier ca. 16 Blendenstufen Dynamikumfang. Eine moderne DSLR kann aber nur je nach Hersteller und Typ von 11 bis 12,5 Blendenstufen aufnehmen.
Also entweder säuft der Rücken ab oder die Brust ist überbelichtet.

Wenn RAW aufgenommen wurde, gibt es noch Chancen mit einer guten Software etwas rauszuholen, zaubern kann sie aber auch nicht.

Eine halbe oder eine Blende weniger würde aber sicherlich dem ganzen Bild gut tun. Mit einer Software die Gradationskurve in der Mitte etwas absenken sollte auch etwas helfen.

Spotmessung ist ganz nett, birgt hier aber auch Gefahren. Je nachdem, wohin man bei den Papageitaucher zielt, kann sie hier mehr daneben liegen als die Mehrfeldmessung. Ist mehr schwarzes Gefieder im Spot, wird heller belichtet, ist mehr weiß im Spot, wird dunkler belichtet.
Zumindest hat sie einen Vorteil bei der Schärfe. Mit dem Sport auf die Augen zielen, dann den Ausschnitt wählen.

Für die Belichtung würde ich wie folgt vorgehen. Ein mal in die passende Richtung auf die Wiese zielen, Belichtung messen und die Werte für Blende und Belichtungszeit merken, dann auf M umschalten, Blende und Zeit manuell eingeben. Diese kann man nun für alle Fotos, welche in gleicher Richtung aufgenommen werden, verwenden.
Wird die Richtung geändert oder ändert sich das Licht durch Wolken, dann neu Messen.

Nun ein Foto aufnehmen und im Display das Histogramm ansehen. Der "Berg" sollte nun mittig liegen.
Wer sich damit noch nicht beschäftigt hat, einfach mal probieren. Durch Ändern der Belichtungszeit (bei gleichbleibender Blende) kann man nun die Kurve nach rechts oder links verschieben.

Hier ist mal eine kurze Erklärung dazu:
http://www.fotowelt-online.de/bildbearbeitung/histogramm.php

.

Hobbyhiker
28.06.2012, 00:31
Möcht mich dann nochmal bedanken für die hilfreichen Ratschläge, werde sicher ein paar Sachen ausprobiern und fürs private Fotoalbum reichts mir ja erstmal sowieso da mir das Bild selbst gut gefallen hat.

Hab auch nochmal nachgeschaut die Bilder ohne viel Sonne sind vom Gefieder her auch besser, man sieht die weißen federn und erkennt auch die schwarzen besser. Dafür war leider das komplette Bild meist net so toll :(

mfg Jo