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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bau eines Micro Windgenerators



Rumo
20.06.2012, 18:39
Hi,
Ich habe mir mal Gedanken gemacht, wie ich einen kleinen Windgenerator bauen kann, um unterwegs Strom zu haben. Käufliche Varianten sind entweder teuer, nicht das was ich will, auf jeden Fall aber viel zu groß und schwer, um sie zu transportieren.

Ich will den Windgenerator statt Solarpanel mitnehmen, also muss das Teil klein verpackbar, simpel, halbwegs robust und vor allem leicht sein.

Ich stelle mir das so vor, dass der Durchmesser des Rotors in etwa 30cm beträgt. Für die Flügel würde ich mich beim Modellbau bedienen. Ich denke ein 3-Blatt Spinner für Klappluftschrauben wäre ein guter Anfang. Nur weiß ich nicht, ob man die Klapp-LS auch "falsch rum" einsetzen und dann auch noch nach hinten wegklappen kann? Wenn sich da jemand auskennt bitte ich um Aufklärung.
Der Spinner wird dann direkt auf die Welle eines Schrittmotors/Generator geschraubt. An den Generator muss dann natürlich noch ein Gleichrichter (Diode). Wenn das dann soweit klappt würde ich eine Konstantstromquelle anschließen, die 5V, 500mA ausgibt (USB).

Über Gehäuse, Befestigung etc muss ich mir noch weiter Gedanken machen. Allerdings wüsste ich gerne, ob das bis jetzt halbwegs sinnvoll klingt? :)

Freue mich über Ratschläge!

Ingwer
20.06.2012, 18:48
Hi,

ich glaube so einen ähnlichen Thread gab es schonmal hier (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?48964-Kurbeldynamo-Umbau).
Selber habe ich leider keine Erfahrungen mit dem Bau eines tragbaren Windgenerators gemacht, deswegen kann ich dir da auch keine Tipps dazu geben. Ich würde dir aber zu dem Einbau eines Pufferakkus raten, sonst kannst du bei variablen Windstärken die teure Elektronik im angeschlossenen Gerät beschädigen.

Grüße

P:S:PN zu einem anderen Thema geht gleich an dich raus.

Hawe
20.06.2012, 19:12
Hi,
Ich habe mir mal Gedanken gemacht, wie ich einen kleinen Windgenerator bauen kann, um unterwegs Strom zu haben. ...Wenn das dann soweit klappt würde ich eine Konstantstromquelle anschließen, die 5V, 500mA ausgibt (USB).

Über Gehäuse, Befestigung etc muss ich mir noch weiter Gedanken machen. Allerdings wüsste ich gerne, ob das bis jetzt halbwegs sinnvoll klingt? :)

Freue mich über Ratschläge!Das ist ja mal ein interessantes Projekt, bin mal gespannt was dabei rauskommt... Ich glaube nicht so recht an Machbarkeit... Bin aber absoluter Laie.
Schwierigkeiten die ich sehe:
der Rotor muss gross genug sein, um vom Wind wirklich getrieben zu werden, wie dann aber verpacken/transportieren
woher nimmst Du einen Generator, der vernünftige Leistung bringt?
Und 500mA auf USB lädt lange nicht alle Telefone, geschweige denn was Anspruchsvolleres... Weiss ich aus leidvoller Erfahrung mit Netzteilen, die leider nicht austauschbar sind, trotz USB-Standard...
Hawe

Clubbie
20.06.2012, 19:28
Hallo,
ich kenne mich sowohl beim Modellflug, als auch in der Windenergie aus :)
Also prinzipiell ist es natürlich möglich und auch reizvoll, eine leichte und mobile Stromversorgung dabei zu haben.
Andererseits sprechen meist die nackten Zahlen dagegen, wenn man sich die Leistungsformeln der Windenergie anschaut. In deinem Fall hab ich das mal ganz grob gerechnet für einen Rotor mit einem Durchmesser von 50cm (entspricht den üblichen 20" Propellern) und einem cp von 0,3 (völlig aus dem Bauch heraus... o,59 ist das Maximum) und einem angenommenen Generatorwirkungsgrad von ebenfalls 0,3 (kann natürlich höher liegen, aber sicher nicht bei zweckentfremdeten Schrittmotoren :bg: ). Du brauchst für deine 2,5W eine Windgeschwindigkeit von 6,1m/s, entspricht 4 Bft. Ich weiß nicht wo du unterwegs bist, aber in unseren Breitengraden kommst du vor allem in Bodennähe nicht oft in den Genuss solcher Windgeschwindigkeiten.
Was darüber hinaus noch völlig offen ist:

Wie gut sich die Modellluftschrauben für einen Generatorbetrieb eignen. Prinzipiell kann man die so verwenden. Wenn ich bei meinen Modellen die Motorbremse deaktiviere, wird ein Anklappen der Luftschraubenblätter nach dem Ausschalten des Motors verhindert. Die Luftschraube dreht sich dann sehr ordentlich im Fahrtwind mit (was bei uns unerwünscht ist, deswegen eigentlich die Motorbremse). Der Unterschied: Die Modelle sind mit deutlich mehr als 6m/s unterwegs! Ich vermute, dass sich die schmalen Blätter bei 6m/s noch gar nicht in Bewegung setzen, vor allem weil dahinter noch ein Generator hängt, der von sich aus und unter Belastung ("Stromentnahme") ein ordentliches Gegenmoment entwickelt.


Die Leistungs-Drehzahl-Charakteristik deines Generators. Wenn die 2,5W bei 5000 1/min anliegen nützt das wenig...


Montage, Mast & Abspannung etc...


Also ich würde da keine Energie reinstecken, obwohl ich für so etwas immer zu haben bin. Eine einfache Plug&Play Lösung wird das nicht. Du wirst ordentlich Zeit und Hirnschmalz investieren müssen, mit ungewissem Ergebnis! Und ob die Sache am Ende noch so transportfreundlich ist, ist auch sehr unsicher. Ein Solarpanel ist m.M.n. die deutlich bessere Alternative.
Aber lass dich durch mich nicht entmutigen, wenn du dich daran versuchst, um so besser :)

Gruß Christian

Rumo
20.06.2012, 19:45
Geplant war die Verwendung dieses (oder ähnlich) Generators: eBay (http://www.ebay.de/itm/330748433842?ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1438.l2649)

Bei eBay.com (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=140775591036&ssPageName=ADME:B:WNA:DE:1123) verkauft jemand kleine "Windturbinen", mit denen er/sie angeblich schon Akkus geladen hat. Ich denke mir, wenn man das etwas durchdachter löst müsste dabei schon etwas mehr rausspringen.

Das 500mA bei USB die absolute Untergrenze sind ist mir bewusst. Pufferakku ist auch schon vorhanden/eingeplant, aber erstmal fand ich die Überlegung zur Lösung des Rotors/Repellers wichtiger.

Den Nabendynamo-Thread hatte ich gefunden, aber das Ding wiegt 1.8kg. Glaube nicht, dass ich da abschauen kann. :) Und Solarpanel hatte ich mich auch schon informiert, aber ich finde nichts, was mich voll überzeugt. Am ehesten noch ein Goal0 oder Flexcell. Allerdings hatte ich bis jetzt immer so das Gefühl, dass eher Wind als voller Sonnenschein vorkommt.

Im Endeffekt finde ich das Thema einfach echt interessant und hatte die Idee schon früher mal. Jetzt steht die nächste Prüfungszeit an und da brauch ich noch was zur Ablenkung nebenher... :D

Danke schonmal für die Ideen!

Clubbie
20.06.2012, 20:37
So ein Schrittmotor ist bleischwer... Guck dir mal die Fahrraddynamos an (die modernen eingespeichten)! Zu denen gibt es auch schon viele Basteleien, zwecks Leistungserhöhung usw.
Der Generator sollte ohne Last bei Nenndrehzahl eine deutlich höhere Spannung liefern, als unter Last benötigt wird ( etwa das 2-fache...)

Viel Erfolg,
Christian

Rumo
20.06.2012, 20:59
Eingespeichter Dynamo hört sich schwer nach Nabendynamo an. Und ist damit aus dem Rennen, weil teuer, groß und schwer. Sollte ich dich missverstehen, könntest du dann bitte ein Beispiel machen?

milestone
20.06.2012, 21:00
meinst du den rotor des generators? oder ist roter = repeller? denn ein 30 cm rotor wird n ganzschönes monster. der rotor, der maschine, die ich grad nachrechne hat 247 mm durchmesser.. und das teil macht über 300 kw.
die blätter des repellers sind anders geformt, als antriebsblätter (propeller). dazu gibt es aber schöne bücher, mit bauformen und anstellwinkeln.

wenn du einen permanenterregten gleichstromgenerator nimmst, dann brauchst du keine diode. es gibt kennlinien des windes, die kannst du mit der generatorkennlinie übernander legen, dann siehste, was bei welcher v_wind raus kommt.

dazu kommt die masthöhe... ein wanderstock bringt da nicht sonderlich viel.
wenn dann müsste man das mit repellerfläche ausgleichen, auch dafür gibt es kurven und formeln wie sich die fläche zur leistung verhält. (mal sehen ob ich die irgendwo finde, oder du schaust mal in der literatur nach).
dazu kommt die ladeschaltung mit kondensatoren, charge pump und regelung.

ich würde das rückwärts aufziehen.

zuerst den leistungsbedarf, des verbrauchers, dann die ladeschaltung, und dann den repeller (anhand der windgeschwindigkeit) , dann den generator danach die befestigung.

bei 5 watt ausgangsleistung + 0,9*5W =5,45 watt

und jetzt kommt das problem....

es gibt generatoren (150 gr), die liefern 20 W bei 3000 min^-1 . nur wie 3000 min^-1 erreichen? das wären blattspitzen geschwinditgkeiten ( repellerdurchmesser = 1 m) von über 39 m/s....
und hier fängts an. realistische windgeschwindigkiten bestimmen, repellerdurchmesser und geometrie, generator, welcher mindestens 5,5 watt liefert. dazu kommt die frage, ob die achse überhaupt für die windlast usw. ausgelegt ist, oder ob es nicht einfach alles zerhaut.

man kann sich auch etwas besorgen, was ungefähr passt und dann selber wickeln.... aber davon hab ich keine ahnung.

GrouFu
20.06.2012, 21:09
Also zu dem Generator den du da gepostet hast... Wenn du da das Windrad dranbastelst muss du wohl oder übel mit einberechnen, dass das Rad an sich n Bisschen was wiegt und dadurch die Achse vom Generator nach unten zieht. Auch wenn der Generator, den du gepostet hast, zwar für Windräder sein soll, kann ich mir kaum vorstellen, dass das lange Wartungsfrei läuft. Außerdem müsstest du ständig die Richtung korrigieren, Wind dreht sich.
Wie willst du die ganze Geschichte denn in den Himmel bekommen? Ein paar Meter müssten das schon sein und son ein Gestell zu schleppen, könnte recht schwer werden, jedenfalls bist du schnell über 1,8kg.

Was vielleicht für deinen Zweck noch ein Bisschen einfacher wäre, wäre ein vertikales Windrad. So ein H-Rotor spricht schon bei geringen Windgeschwindigkeiten an und du musst ihn nich ausrichten. Wenn mal eine Böe aus einer anderen Richtung kommt, kann die z.B. auch genutzt werden. Auch kann man so einen Rotor, der ja im Prinzip nur aus einzelnen Stangen besteht, gut auseinanderbauen und transportieren.
Ich hoffe ich hab meine momentanen Zweifel nicht zu drastisch ausgedrückt, das Projekt an sich finde ich jedenfalls sehr interessant:)

aleX

milestone
20.06.2012, 21:22
für die blätter des repellers würde ich faserverbundstoffe nehmen, oder etwas spannbares. mein traum wären aufblasbare flügel...... repellerdurchmesser 1 m und packmass wie ne flasche bier.

Rumo
20.06.2012, 21:33
Ich meinte den Repeller mit 30cm.

Der Plan ist mit dem Windrad wenn möglich per USB Akkus zu laden. Der Staubsauger muss damit nicht laufen. Und ich will erstmal probieren, obs funktioniert. Wenn das passt, dann würde ich das ganze etwas überlegter von vorne beginnen.

Ein vertikales Windrad hab ich auch schon überlegt, weiß aber nicht, wie ich daran komme.

Clubbie
20.06.2012, 21:35
Der Meinung bin ich auch. Hatte den H-Rotor schon einmal in einem anderen Beitrag erwähnt, wo es um die gleiche Aufgabenstellung ging. Die Vertikalachser sind wesentlich einfach aufgebaut und für solche Aufgaben besser geeignet.

Ich würde mir einfach mal entsprechende Literatur besorgen (Rotorbau, Kleinwindanlagen etc), die gibt es reichlich. Es gibt auch ein Forum, kleinwindanlagen.de, da bist du deutlich besser aufgehoben!

Achso, Nabendynamos gibt es verschiedenen Größen. Der den ich am Rad habe, ist sicher nicht schwerer wie dein Schrittmotor aus Ebay. Aber die ganz einfachen Mabuchi oder Speed Motoren von Conrad sollten auch funktionieren.

Gruß Christian

Clubbie
20.06.2012, 21:42
Ich meinte den Repeller mit 30cm.

Der Plan ist mit dem Windrad wenn möglich per USB Akkus zu laden. Der Staubsauger muss damit nicht laufen. Und ich will erstmal probieren, obs funktioniert. Wenn das passt, dann würde ich das ganze etwas überlegter von vorne beginnen.

Ein vertikales Windrad hab ich auch schon überlegt, weiß aber nicht, wie ich daran komme.

Vergiss 30cm Rotordurchmesser und 5W einfach :)
H-Rotoren zu bauen ist sehr einfach. Google einfach mal danach und guck dir die Videos auf Youtube an, dann bekommste einen Eindruck davon. In Kurzform: Aufbau wie einen Modellfliegertragfläche. die Profilkerne mit dem heißen Draht aus Styropor schneiden und mit Furnier beplanken. Fertig... Ist an einem Tag erledigt und ist robust und leicht (Schwungmasse). Hier wie man den heißen Draht baut und die Kerne schneidet: http://www.extremflug.de/seite028.htm

milestone
20.06.2012, 22:01
auch für einen h-rotor brauchste ne lagerung / gestell, das teil kannste nicht einfach an die welle schrauben, die gleinen generatoren gehen hops dabei. und das teil soll ja transportabel bleiben. für mobile lösungen müsste das gestell verlegbar sein, die flügel robust und der generator wartungsarm. d.h. einen rahmen für den h-rotor, und dort dann den generator angeflanscht. dazu kommt je nach örtlichkeit noch ein mast (planen(tarp)stange) + abspanungen.

so als idee in den raum geschmissen:

der rahmen aus alurundprofil gefräst, gewindeschneiden und flügelmuttern (für die montage ohne werzeug), das ganze angeflanscht an den permanenterregten generator, flügelhöhe ca 50 cm. ich rechne mal mit 1 kg für den rahmen und 500-1000gr für die flügel, den generator und die sichere verpackung.

kosten: für den prototyp an material (kleinmengenabnahme)
30 € rahmen
20 € generator
20 € kleinteile
10 € schaumpolysterol (styropor)
30 € laderegelung, laminierung, gelumpe.
=
100 €

Clubbie
20.06.2012, 22:54
Der Generator wird nicht axial direkt an die drehende Welle angeflanscht, die Drehzahl reicht hinten und vorne nicht. Der Generator wird einfach radial versetzt, sodass man eine einfache Untersetzung realisieren kann (einfacher Keilriemen). So wie hier (Bilder in der Mitte http://www.fieldlines.com/index.php?topic=140022.0 oder http://www.youtube.com/watch?v=AbT_vX-nzQg&feature=related)
Die Streben, die die Rotorblätter verbinden und auf Abstand halten, können mit Kugelköpfen oder anderen Schnellverschlüssen in Sekundenschnelle gelöst und zusammengefaltet werden. Für 3 Rotorblätter, 50x 10 cm, sind mit 300g machbar.

Clubbie
20.06.2012, 23:05
Hier ist 1:1 der Flügelbau für einen H-Rotor dokumentiert! http://www.daswindrad.de/forum/viewtopic.php?f=3&t=270

GrouFu
20.06.2012, 23:24
Hier ist 1:1 der Flügelbau für einen H-Rotor dokumentiert! http://www.daswindrad.de/forum/viewtopic.php?f=3&t=270

Ich denke von der Stabilität und auch von der Effizienz ist das hier die beste Lösung (schönes Tutorial übrigens). Wiegen tut das auch nicht mehr als ein herkömmliches Windrad.
Meine Frage bzgl. der Aufstellung ist immer noch nicht geklärt oder?

Für die Gleichrichtung würde ich dir übrigens nicht unbedingt eine einzelne Diode empfehlen, da kommt am Ende dann doch relativ wenig Gleichstrom raus. Ein Brückengleichrichter mit einem nachgeschalteten Glättungskondensator sollte es schon sein.

aleX

milestone
21.06.2012, 00:49
keilriemen, zahnriemen, direktgetriebe.... alles schön und gut, ich denke trotzdem, dass die querbelastung auf die welle zu hoch wird. oder der generator wird schwerer. dazu eben noch die halterung des generators und der übersetzung. das ganze robust und ourdoortauglich, auch mit handschuhen montierbar, teleskopdreibein für aufstellung, abspannungen, laderegelung. dazu die kugellager für die welle des rotors.

bleibt noch die frage des gewichts und des transportes. aber da kann man ja optimieren.

interessant wären die h-räder mit fertigen schaufeln oder töpfen aus gfk (windmesser), auf die hauptwelle zwei lager geschrumpft (gepresst) welche über schellen am träger gefestigt werden. ich würde sowenig querlast wie möglich auf die generatorwelle wirken lassen, aber dafür kann man ja eine hilfswelle nehmen, welche auch kugelgelagert ist. , dazu ein 3 bein abspannleinen und laderegelung.

GrouFu
21.06.2012, 01:18
Also ich denke, dass dieses ganze Projekt zwar interessant und auch umsetzbar ist, letztendlich aber an der portablität scheitern wird. Man müsste das ganze wohl wenigstens auf 2 Rucksäcke verteilen, denn 3-4 kg hat man glaube ich schnell zusammen.
Eine andere Frage die ich mir stelle wäre noch, warum man so dringend Strom brauchen sollte, dass man es bei widrigen Bedingungen mit Handschuhen z.B. aufbauen können sollte ;-)

aleX

tommi
21.06.2012, 02:01
Ich hätte noch einen ganz anderen Ansatz:

Es gibt doch diese Drachen artigen Dinger, die man wo aufhängt und dann drehen sie sich halt im Wind. So etwas ca: http://www.drachenforum.net/forum/Turbine-7-5-m-Colours-Motion-feedback-gesucht-t61673.html

dann müsste man das Drehmoment nur mehr auf die Achse des Dynamos übertragen. Vorteil wäre dass es sich sehr klein zusammen falten lässt und vielleicht auch relativ leicht werden könnte. Keine Ahnung ob man das wirklich leicht umsetzen kann dass es auch wirklich Leistung überträgt.

GrouFu
21.06.2012, 02:10
Das sieht zwar echt schick aus, ich glaube aber, dass da eher wenig Kraft übertragen werden kann. Wenn man das in größer und stabiler nachbauen würde, wäre es vom Wirkungsgrad wahrscheinlich nicht sonderlich besser als ein richtiges Windrad, sonst würde man die wahrscheinlich so bauen;-)

aleX

milestone
21.06.2012, 02:17
Eine andere Frage die ich mir stelle wäre noch, warum man so dringend Strom brauchen sollte, dass man es bei widrigen Bedingungen mit Handschuhen z.B. aufbauen können sollte weil es auch mal kalt werden kann. man so ein ding nur mitschleppt, wenn es länger auf tour geht, und weil das teil ja auch im winter und in anderen bedingungen funktionieren soll.

grund: auf kurzen touren sind akkus kleiner und leichter. also kommt so ein gerät nur für längere touren in frage. und diese können auch in kältere regionen führen.

ich würde in ul bauweise mit 2-4 kg inkl. allem rechnen (wobei der ständer den mammutanteil ausmachen wird). problem wird das packmass werden (15*15*60 cm). da rechnet sich dann schon ein powerpot, biolite, oder solarpanel.

die von mir angesetzten 100 euro sind ohne das teleskopgestell.

ich hab da grad ne idee, wenn man statt der flugzeugflügel wirklich schaufeln formt (gfk und draht) und ein wenig maschinenbau einfließen lässt, dann könnte man das teil auch so bauen, dass es sich auch als wasserkraftgenerator verwenden lässt. ich mach mir die tage mal gedanken.....

GrouFu
21.06.2012, 02:31
Die Wassergeschichte klingt auf jeden Fall auch interessant!
Für eine kleine Stromversorgung würde ich aber aufgrund der Leistung, die die Dinger mittlerweile bringen, auch ein Solarpanel vorschlagen. Ich denke, das hat da schon eine ganze Menge vorzüge, man kann es z.B. tagsüber einfach an den Rucksack klemmen oder wenn man am Lagerplatz ist irgendwo auf die Wiese legen und gut. Das spart auf jeden Fall auch eine Menge aufbauarbeit;)
Gute Nacht,

aleX

Schmusebaerchen
21.06.2012, 03:00
Wasser ist ein besserer Energielieferant. Also wenn du häufiger an einem Fluss kampierst wäre das vielleicht eine Alternative. Muss man ja nicht jeden Tag laden. Oder zumindest sollte man sich überlegen das evtl. zusätzlich nutzen zu können, mit wechselbarem Kopf oder so konstruieren, dass er mit beidem klar kommt.

Vor allem gibt es da so schön viele Wege etwas günstiges, leichtes zu basteln. Paar Ideen, die mir gerade so durch den Kopf schießen:
Schaufelrad ähnlich wie bei alten Wassermühlen. Schaufeln zum abnehmen, 2Schwimmkörper, Schnur, 2Erdnägel.

Variante 2: Silnylon Trichter mit Miniturbine. 2 Stangen oder Schwimmer zum aufspannen. Eine längere Welle bringt den Generator+ Elektronik über Wasser.

Ein Kopf mit vielen kleineren Blättern wäre auch gut für Unterwasser und das Packmaß geringer.

Edit: Doofe Internetverbindung, da war jemand schneller :motz::grrr:

Weitere Idee: Über dem Kocher die aufsteigende warme Luft nutzen. Nur die Energieausbeute könnte gering sein und dann müsste alles hitzebeständig sein.

Rumo
21.06.2012, 09:12
OK, ich komm grad kaum hinterher mit all euren Antworten... :) scheint ja zumindest einige zu interessieren.

Der H-Rotor/Savonius wäre schon sehr interessant, aber vom Packmaß her riesig. Oder jedes mal zusammenbauen. Was haltet ihr von einem S-förmig gebogenen Blech, das an der Mitte des "S" auf einer Achse steckt? Hätte den Vorteil, dass man das am Mittelpunkt falten könnte. Und eigentlich müsste das auch als Wasserrad funktionieren, wobei ich bezweifle, dass einer "normaler" Fluss die nötige Fliessgeschwindigkeit hat.

Spricht was gegen die Verwendung eines Busch + Müller Dymotec 6 (http://www.google.de/products/catalog?q=Busch+%2B+M%C3%BCller+Dymotec&hl=de&safe=off&prmd=imvns&psj=1&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.,cf.osb&biw=1680&bih=919&um=1&ie=UTF-8&tbm=shop&cid=6488804782337271634&sa=X&ei=jRHiT_y0O8fssgaK9O1x&ved=0CJQBEPMCMAg4FA#scoring=p) Dynamos? Theoretisch müsste der ja auf Querkraft ausgelegt sein, 6V und 3W klingt ganz gut. Denke dass da aber auch noch mehr ginge.

milestone
21.06.2012, 10:02
der dynamo würde prinzipiell gehen. wenn du den umfang des reibrades und den eines 26 oder 28 er rades nimmst, dann hast du das übersetzungsverhältnis (ungefähr 1/44). wenn man von nem 26 er rad ausgeht, und von 4 m/s radgeschindigkeit, was so ca 14,5 km /h wären, dann muss der dynamo ca 5000 u/min machen.

wenn man dann bedenkt, das kleinwindenergieanlagen bei 16 m/s abschalten.... und in den umfang nichts quadratisch eingeht, müsste das übersetzungsverhältnis bei 8m/s 1:22 sein, oder bei 16m/s immer noch 1:10 sein. wobei ich nicht mit so hohen geschwindigkeiten rechnen würde.

fazit: der dynamo braucht eine zu hohe drehzahl, um für deine anwendungen ausreichend zu sein.



bei der wasserache, macht mir die wasserdichtigkeit sorgen und die länge der schaufelarme... lange arme -> V= gering , kurze arme -> v = höher, aber auch mehr spritzwaser.... also wieder lange leitung zum laden notwenig, oder wasserdichte box, was wieder zu schwer wird.

schwimmend lagern wird auch schwer zu realisieren sein, da es wenig passenden aufblasbaren schwimmkörper gibt dafür müsste man dann folie schweißen. dazu dad janze an nem bach verankern, welcher 8m/s macht.

Clubbie
21.06.2012, 10:16
keilriemen, zahnriemen, direktgetriebe.... alles schön und gut, ich denke trotzdem, dass die querbelastung auf die welle zu hoch wird. oder der generator wird schwerer. dazu eben noch die halterung des generators und der übersetzung. das ganze robust und ourdoortauglich, auch mit handschuhen montierbar, teleskopdreibein für aufstellung, abspannungen, laderegelung. dazu die kugellager für die welle des rotors.

bleibt noch die frage des gewichts und des transportes. aber da kann man ja optimieren.

interessant wären die h-räder mit fertigen schaufeln oder töpfen aus gfk (windmesser), auf die hauptwelle zwei lager geschrumpft (gepresst) welche über schellen am träger gefestigt werden. ich würde sowenig querlast wie möglich auf die generatorwelle wirken lassen, aber dafür kann man ja eine hilfswelle nehmen, welche auch kugelgelagert ist. , dazu ein 3 bein abspannleinen und laderegelung.

Hi,
wieso sollte bei einem Riemenantrieb die radiale Lagerlast zu hoch werden? So eine Untersetzung wird in allen Bereichen zigfach eingesetzt. Wichtig ist halt die Vorspannung des Riemens. Dazu muss man, wie beim Auto auch, den Generator exzentrisch befestigen oder mit einem Langloch. Riemen auflegen und den Generator nach außen drücken bis der Riemen nicht mehr durchrutscht und Schrauben festziehen, fertig. Das halten alle Lager aus. Hier die Bilder http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/3228-Welcher-Antieb-f%C3%BCr-Piper-1-4?p=37800&viewfull=1#post37800
und
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/210700-Antriebsauslegung-mit-alten-Riemengetriebe-1-3-3?p=1907228&viewfull=1#post1907228 Das ist gängige Praxis und damit werden keine 2,5W übertragen. Zumal sind die Teile super günstig zu bekommen.

H-Rotoren mit Schaufeln sind sog. Savonius-Rotoren. Die mit den Halbkugeln werden bei den Schalenkreuzanemometern verwendet. Für einen Generator verwendet man aber besser längerer, halbe Zylinder. Einfach ein dünnes Rohr mit genügend großen Durchmesser teilen und beide Hälften versetzt um die Drehachse anordnen, fertig. Läuft bei sehr geringen Windgeschwindigkeiten an. Nachteil: Die Schnelllaufzahl bleibt unter 1! Um da auf die notwendigen Drehzahlen zu kommen, muss schon ordentlich untersetzt werden, was aber auch wieder das zu überwindende Anlaufmoment erhöht usw.

H-Rotor mit 3 Flügeln für 2,5W wird fertig sicher nicht über 1kg wiegen, eher darunter. Rotorblätter 300g, Generator 100g, Verstrebung mit Schnellverschlüssen 100g (aus Cfk-Rohren weniger), Motorhalterung und zwei Lager für den Rotor 150g, Mast 2m (Stipprute vom Angeln kostet 10€) 200g, Abspannleinen 150g. Teilweise ist da aber noch Luft nach unten...
Die Stipp- oder Kopfruten haben unterschiedliche Segmentlängen, gibts telekopier- und steckbar. Aber 50cm wird das Packmaß sicher werden.

Zum Wasserrad: Die brauchen mehr als 3 Flügel, sonst drehen die nicht durch.

gruß Christian

milestone
21.06.2012, 10:26
Hi,
wieso sollte bei einem Riemenantrieb die radiale Lagerlast zu hoch werden? So eine Untersetzung wird in allen Bereichen zigfach eingesetzt. Wichtig ist halt die Vorspannung des Riemens. Dazu muss man, wie beim Auto auch, den Generator exzentrisch befestigen oder mit einem Langloch. Riemen auflegen und den Generator nach außen drücken bis der Riemen nicht mehr durchrutscht und Schrauben festziehen, fertig. Das halten alle Lager aus. Hier die Bilder http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/3228-Welcher-Antieb-f%C3%BCr-Piper-1-4?p=37800&viewfull=1#post37800
und
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/210700-Antriebsauslegung-mit-alten-Riemengetriebe-1-3-3?p=1907228&viewfull=1#post1907228 Das ist gängige Praxis und damit werden keine 2,5W übertragen. Zumal sind die Teile super günstig zu bekommen.

ok, in diesem punkt lass ich mich eines besseren belehren, allerdings ist die übersetzung nach wie vor ein problem....

H-Rotoren mit Schaufeln sind sog. Savonius-Rotoren. Die mit den Halbkugeln werden bei den Schalenkreuzanemometern verwendet. Für einen Generator verwendet man aber besser längerer, halbe Zylinder. Einfach ein dünnes Rohr mit genügend großen Durchmesser teilen und beide Hälften versetzt um die Drehachse anordnen, fertig. Läuft bei sehr geringen Windgeschwindigkeiten an. Nachteil: Die Schnelllaufzahl bleibt unter 1! Um da auf die notwendigen Drehzahlen zu kommen, muss schon ordentlich untersetzt werden, was aber auch wieder das zu überwindende Anlaufmoment erhöht usw.

H-Rotor mit 3 Flügeln für 2,5W wird fertig sicher nicht über 1kg wiegen, eher darunter. Rotorblätter 300g, Generator 100g, Verstrebung mit Schnellverschlüssen 100g (aus Cfk-Rohren weniger), Motorhalterung und zwei Lager für den Rotor 150g, Mast 2m (Stipprute vom Angeln kostet 10€) 200g, Abspannleinen 150g. Teilweise ist da aber noch Luft nach unten...
Die Stipp- oder Kopfruten haben unterschiedliche Segmentlängen, gibts telekopier- und steckbar. Aber 50cm wird das Packmaß sicher werden.

du willst das drehende monster an eine angelrute binden und in 2 meter höhe hängen????? dann bin ich aber ganz schnell weg.

Zum Wasserrad: Die brauchen mehr als 3 Flügel, sonst drehen die nicht durch.

ist mir bekannt, aher wie bei einem windmesser 4 schaufeln nehmen, oder ggf kopf wechseln.

gruß Christian

fett ist von mir

Clubbie
21.06.2012, 11:06
Wo siehst du ein Problem mit der Übersetzung? Die müsste bei dem Wasserrad übrigens noch sehr viel höher ausfallen. Wahrscheinlich bestimmt dann die große Riemenscheibe das Packmaß :bg: Außerdem müsste man die ganze Sache auch noch einigermaßen gegen Wasser schützen. Bleiben wir lieber beim Windrad :grins:

Meine große Stipprute hat in 2m (schätzungsweise) noch einen Durchmesser von 40mm. Da biegst du nicht viel dran rum, geschweige denn dass die bricht. Außerdem sollte die Abspannung kurz unter dem Rotor angreifen, damit hat sich die Biegelast des Mastes eh erledigt (siehe Growian aus den 60ern) Leichter und günstiger kommst du an keinen Mast. Oder man nimmt den Gfk Mast "mini", ist nicht so leicht, aber ist eine saubere Sache. Link: http://www.dx-wire.de/fiberglasm.htm Der hat auch alles für die Abspannung etc.

Christian

milestone
21.06.2012, 11:07
http://www.popularmechanics.com/science/energy/solar-wind/4224763 wäre auch eine idee...

http://www.google.de/imgres?q=mini+windenergieanlage&hl=de&client=firefox-a&sa=X&rls=org.mozilla:de:official&tbm=isch&prmd=imvns&tbnid=vmxbzBfm7usdrM:&imgrefurl=http://www.hartware.de/news_42475.html&docid=ZNZ0i6Fub-zf3M&imgurl=http://www.hartware.net/media/news/42000/42475_1b.jpg&w=227&h=281&ei=stTiT-X4L87Zsgbg9eTBBg&zoom=1&iact=rc&dur=567&sig=106315195485063229049&page=2&tbnh=152&tbnw=143&start=22&ndsp=26&ved=1t:429,r:2,s:22,i:149&tx=54&ty=92&biw=1280&bih=885

damit bin ich raus, denn warum das rad neuerfinden..... http://www.gotwind.org/diy/Orange_Wind_Generator.htm bei 150 gr. und 0,5 W

http://www.hymini.com/eshop/index.html

GrouFu
21.06.2012, 12:31
Ja, das ists dann wohl, viel einfacher wirds nicht gehen. Arbeitsaufwand zu Ersparnis stehen da denke ich in keinem Verhältnis

aleX

milestone
21.06.2012, 13:38
klick (http://www.google.de/imgres?um=1&hl=de&client=firefox-a&sa=N&rls=org.mozilla:de:official&biw=1280&bih=885&tbm=isch&tbnid=01-tMBVakCT6EM:&imgrefurl=http://magblog.audubon.org/foldable-portable-wind-generator&docid=h7DXfnJM-XDa8M&imgurl=http://magblog.audubon.org/files/magazine/u134/eolic_1st_opt.jpg&w=350&h=361&ei=GPjiT_G-JYbWtAbDzNTBBg&zoom=1&iact=hc&vpx=1018&vpy=531&dur=1327&hovh=228&hovw=221&tx=143&ty=97&sig=106315195485063229049&page=3&tbnh=179&tbnw=174&start=45&ndsp=26&ved=1t:429,r:5,s:45,i:233) wäre auch interessant, aber zu schwer...

alle berichte über den orange phone charger sind von 2007 und da ist immer nur von prototypen die rede... vielleicht hat orange das ding nie in serie gefertigt, und vielleicht bekommt man ja irgendwie die pläne direkt vom erfinder... oder er hat noch paar gebaut...

ich dachte immer irgendwie an flügel ala sowas (http://inhabitat.com/index-awards-wing-personal-windmill/wing-personal-windmill-wing-portable-windmill-wing-personal-wind-turbine-wing-portable-mini-wind-turbine-ines-vlahovic-and-mladen-oresic-of-croatia-index-awards-design-to-improve-life-wind-powe-3/)

Rumo
21.06.2012, 14:20
Das HyMini Teil kannte ich schon. Sieht aber irgendwie sehr nach Spielzeug aus... der Orange Wind Charger allerdings wäre in etwa das, was ich mir vorgestellt hatte. Hört sich ja so an, als wäre das theoretisch durchaus machbar. Zwar nur 0.5 Watt, aber das reicht anscheinend aus, um den Pufferakku zu laden.

Ich hab jetzt erstmal einen Generator gekauft und aus Hongkong einen billigen Modellbau-Spinner mit Klappluftschrauben. Wenn die Sachen hier sind werd ich vielleicht mal Bilder machen und auf jeden Fall testen, ob sich damit was erreichen lässt.

Gerade gefunden: Link (http://www.picoturbine.com/wind-lab-basic-plus/) Immerhin 0.8 Watt. Es wird! :D

Schmusebaerchen
21.06.2012, 14:23
Schade, dabei ist mir gerade Heute eine gute Idee gekommen:
Die allseits beliebten Ü-Eier. Da gibts die technischen mit Rillen an der Seite. Alustreifen(z.B. von Fertigbackwaren aus der Tüte die Backformen/Grillschalen). Eine Tupperdose beherbergt die Elektronik+zu ladendes Gerät. Die Welle wird von 2Lagern gehalten und ein Getriebe verbindet es mit dem etwas höher liegenden Generator. Eine Trennwand(Schottwand) verhindert, dass die ganze Tupperdose voll läuft. Dient dabei als Spritzschutz, Schwimmkörper, Gegenlager und Transportbox. Die Ü-Eier schwimmen praktischerweise von selbst, also braucht man nur noch Schnüre um das Teil an Ort und Stelle zu halten. Im Wind sollte das auch funktionieren. Wenn die Schaufeln ordentlich gebogen sond und zwischen den Eiern Knickstellen zur Verstärkung haben sollten sie auch einiges abkönnen.

milestone
21.06.2012, 15:22
Schade, dabei ist mir gerade Heute eine gute Idee gekommen:
Die allseits beliebten Ü-Eier. Da gibts die technischen mit Rillen an der Seite. Alustreifen(z.B. von Fertigbackwaren aus der Tüte die Backformen/Grillschalen). Eine Tupperdose beherbergt die Elektronik+zu ladendes Gerät. Die Welle wird von 2Lagern gehalten und ein Getriebe verbindet es mit dem etwas höher liegenden Generator. Eine Trennwand(Schottwand) verhindert, dass die ganze Tupperdose voll läuft. Dient dabei als Spritzschutz, Schwimmkörper, Gegenlager und Transportbox. Die Ü-Eier schwimmen praktischerweise von selbst, also braucht man nur noch Schnüre um das Teil an Ort und Stelle zu halten. Im Wind sollte das auch funktionieren. Wenn die Schaufeln ordentlich gebogen sond und zwischen den Eiern Knickstellen zur Verstärkung haben sollten sie auch einiges abkönnen.
die heutigen üeier bestehen doch nur noch aus einem teil, nicht mehr aus zwei hälftn, oder? die sache des getriebes ist im wasser vielleicht nicht optimal, gleiches gilt für den zahnriemen. daher müsste man die übersetzung kapseln. das frist platz und gewicht. dazu hat jedes getriebe wieder nen wirkungsgrad und erzeugt ein höheres moment welches überwunden werden muss.

und als tipp, nicht gleich mit solchen überlegungen anfangen, erstmal rechnerisch überschlagen, so mit armlänge der schaufeln, fließgeschwindigkleiten, übersetzungsverhältnissen, drehzahlen, leistungen. denn wie du es drehst und wendest... es hat einen grund warum die dinger so schnell drehen müssen... P= M*2*Pi*n M = F x r und F = p*A

P= p*A* r*2*Pi*n ... Pi, p kannste nicht beeinflussen
also musste n groß machen, oder A bzw r groß machen.... ein großes r und großes A geht zulasten von gewicht und platz.

der orangelader sieht wirklich nicht verkehrt aus, aber laut spec. muss das ding 12 stunden mit mindestens 12 mph löaufen um den puffer voll zu machen.
genauso der Wind Lab Basic Plus, der muss auch mit 12 mph laufen. also mit 5,3 m/s windgeschwindigkeit. das wären dann 3-4 bf.

Schmusebaerchen
21.06.2012, 16:45
Statt einem Ü-Ei nimmt man einfach mehrere(die gehen ja so toll aufeinander), dann hat man ein größeres A. Ich dachte so an 3Stk und 5cm Schaufeln ca 7Stk(bin jetzt zu faul zum rechnen). Hab keine Ahnung, ob es die Ü Eier noch gibt. Wie sie auf gehen, ist ziemlich egal, mir kam es nur auf die Nut an. So muss man nicht erst aufwändig etwas basteln, sondern kann unterwegs einfach die Schaufeln einschieben, kleiner Knick am Ende und die Schaufeln sind verriegelt.
http://imageshack.us/photo/my-images/44/p4010025.jpg/sr=1
Das Ü-Ei da Links, habe kein besseres Bild gefunden.

Die Teile schwimmen spitzenmäßig, würde sagen die Welle sitzt locker über Wasser. Mit einem entsprechend kleinen(und damit leichtem) Getriebe oder sogar Berührungslos sollte das funktionieren.

Das Problem wird eher ähnlich wie bei Wind sein. Überall ist der Wind anders. Entweder er ist zu schwach und liefert keine Energie oder er ist zu stark und zerfetzt das auf leicht getrimmte Objekt.

Weitere Energienutzung: Windrad/Turbine am Strand im Wasser versenken, dann hat man ein Wellenkraftwerk :grins:

Da haben es Rad Fahrer doch echt "leicht"....

wulxc
21.06.2012, 22:19
Wenn Ihr weiter in Richtung Wasserkraft geht, dann sucht mal nach Schleppgeneratoren für Segelboote. Die sind zwar zu schwer zum Wandern, aber das Prinzip nutzt Wasserkraft, ohne das das Getriebe oder der Generator nass wird (und die großen Fische, die einfach den Propeller fressen, sollte es in nutzbaren Bächen auch nicht geben).
grüße, wulxc

milestone
22.06.2012, 00:58
so, ods macht komische sachen mit mir.
ich hab grad mal meinen venti zerlegt und scho durch pusten dreht sich das teil. ich vermute mal, es ist n reheinschlussmotor drin ( ich guck die tage mal). mal sehen, vielleicht finde ich irgendwo och nen permanenterregten. an der hochschule gibts ne messtrecke für sowas... nachteil: die pro/repeller sind aus m ganzen, keine 3 einzelflächen. spannweite ca 30 cm und ca die hälfte bis 2/3 des vollkreises ist mit flügelebene bedeckt. allerdings sehr leichtgängig... mal gucke wie mich die muse packt das teil zu zerlegen.

Rumo
14.07.2012, 15:21
So, wie versprochen ein kleines Update. Die Klapp-Luftschrauben aus dem RC-Flugzeugbereich konnten mich nicht so wirklich überzeugen. Habe daher nun einen Spinner mit 3-Blatt Luftschraube auf die Motorwelle geschraubt.

Durchmesser der LS: 38cm

Die Befürchtungen, dass Querkräfte den Generator relativ schnell zerlegen teile ich nicht, da doppelt kugelgelagert.

http://img703.imageshack.us/img703/5676/img4590s.jpg
http://img607.imageshack.us/img607/6465/img4589fl.jpg

Bei der Drehung mit den Fingern komme ich auf max. 8V. Stromstärke angeblich 100mA, allerdings bin ich da sehr skeptisch bei meinem Multimeter.

http://img407.imageshack.us/img407/6001/img4591v.jpg

Das Problem ist nun, dass die Windgeschwindigkeit relativ hoch sein muss, damit die LS sich zu drehen beginnt (ca 5m/s). Dann läufts aber dafür ziemlich schnell (um einiges schneller, als ichs mit den Fingern hinbekomme).

Nun bin ich gerade am überlegen, woher ich einen besseren Repeller herbekomme. Bei eBay gibts hin und wieder was. Allerdings wollen die Rotorblätter dann auf eine Nabe geschraubt werden... Und ich weiß nicht, wie und wo ich so eine Nabe herbekomme. Hilfe?

Am besten fände ich eine Nabe eine kleine (runde) Scheibe mit einem 8mm Loch in der Mitte und mehreren Bohrungen, damit ich die Rotorblätter daran festmachen kann.

Rumo
01.08.2012, 19:52
Update:

Nabe gefunden, größeren Repeller montiert. Durchmesser ca. 70cm.
Läuft nun auch schon bei geringen Windgeschwindigkeiten an.

Hat jemand ne Idee für den Laderegler? Ich hätte gerne konstant 12V, egal, was der Generator abgibt. Wie löse ich das am besten?

http://img152.imageshack.us/img152/1465/img4609be.jpg

albra
02.08.2012, 08:35
Hallo,
warum hättest du gerne konstant 12V ?

Albra

Komtur
02.08.2012, 09:40
Bringt der Generator Gleich- oder Wechselstrom?

Als Generator würde ich einen Brushlessmotor verwenden. Gibt es in vielen Ausführungen von sehr wenig bis viel Leistung. Dahinter einen Gleichrichter, dann den Laderegler.

Für 12 Volt gibt es:
http://www.conrad.de/ce/de/overview/0509051/?orderBy=price&insert_kz=NA&hk=SEM&WT.srch=1&gclid=CK_ppu-pyLECFUrP3wodylkAkg

Oder Spannungsregler:
http://www.pollin.de/shop/t/NzY4OTA5OTk-/Bauelemente_Bauteile/Aktive_Bauelemente/Spannungsregler/Spannungsregler.html

.

albra
02.08.2012, 09:56
Hallo,
genau deshalb frage ich.
Weil eine 12V Batterie, Auto z.B., bei 12V Spannung eigentlich leer ist.
Die Normale Ladeendspannung liegt bei 13,8V, bzw wird zeitweise auf 14,8V angehoben.

Und diese Laderegler brauchen eine Batterie um diese Batteriespannung ausregeln zu können.
Auch kann man für eine Windturbine keinen "normalen" Laderegler verwenden. Ein Solarladeregler, schaltet bei erreichen der Ladeendspannung das Modul weg, somit wird die Ladung beendet.
Wenn man aber nun eine Windturbine von der Last, hier die Batterie, abhängt. Fehlt die Belastung und der geht durch. Besser ist es hier die überschüssige Leistung an einem zusätzlichen Verbraucher oder Widerstand zu verbraten. Dafür gibt es spezielle Windregler.

Albra

atlinblau
02.08.2012, 11:20
Woher outdoor die Energie für die technischen Geräte...
über Solar und Wind gibt es schon Berichte.
mein Gedankengang...der Mensch als Energiequelle...
(Matrix lässt Grüßen :bg:)
hier aber mal der Stand der technischen Möglichkeiten:
Kraftwerk Mensch (http://www.energie-tipp.de/energietrends/energieplus/3923168)
"…ein Mensch durchschnittlicher Größe speichert in seinem Körperfett so viel Energie,
wie eine tausend Kilogramm schwere Batterie..."
der Mensch ist in etwa in der Lage, zwischen 2 und 6 Watt pro kg Körpergewicht zu generieren.
siehe gewichtsbezogene Leistung (http://de.wikipedia.org/wiki/Gewichtsbezogene_Leistung)
Doch leider musste ich lesen,
dass "Saft aus Muskelkraft" auch nicht so öko ist.
Energiebilanz Fahrrad fahren (http://www.energiechance.de/rad-kea.htm)



Thomas

Rumo
02.08.2012, 12:21
12V wären einfach sehr praktisch, weil ich damit problemlos auf 5V (USB) runterregeln könnte, aber auch z.B. meine Kamera laden könnte.

Der Generator liefert erstmal Drehstrom, daher hängt dann ein Gleichrichter (http://www.neuhold-elektronik.at/catshop/product_info.php?products_id=3288) dran.
Ich dachte, dass der Laderegler einfach 12V bringt und die Leistung dann über die Stromstärke regelt. Alternativ ein Widerstand, der überschüssige Leistung abfängt. Warum schadet es dem Generator, wenn keine Last dran hängt?

albra
03.08.2012, 09:02
Hallo,
wenn eine Windanlage läuft und durch einen Verbraucher belastet wird, wird der Generator durch die entnommen Leistung gebremst. Fällt diese Leistung weg, weil der Verbraucher ausgeschaltet wird, dann hat der Generator keine Bremse mehr und läuft ungebremst mit der vollen Drehzahl die der Wind ihm aufbrummt.

So ein Laderegler oder auch ein Spannungsregler kann nur von einer höheren Spannung auf eine niedere abregeln. Bei einem Laderegler beginnt das Laden der Batterie meist so bei 1.5 x Batteriespannung. Ein Spannungsregler braucht ungefähr, je nach Typ, 0,1 - 3,5V mehr am Eingang als am Ausgang.

Um mit weniger Spannung mehr Spannung zu erzeugen btrauchst du einen StepUp Regler, aber mehr Leistung kriegst du da auch nicht.

Von deiner Anlage hab ich mal was von 8V gelesen, wie siehst das denn unter Last aus ?
Wenn deine Anlage nur 8V liefert warum baust du keine 6V Batterie ein? Da kannst du dann auch auf 5V runterregeln, wär sogar besser weil hier die Verluste kleiner sind. Eine entsprechende Reglelung wird sich schon finden. Wobei ich einen Windregler für 6 V noch nie gesehen habe, nur normale Solarregler. Aber evtl. kannst du hier über eine entsprechende Z-Diode was machen. Nicht toll wird auch auch funktionieren.

Albra

Tungdil
03.08.2012, 09:58
Hi,

interessantes Projekt. Ich hab hier mal was gefunden, mit dem Du vllt. die Machbarkeit/Effektivität testen könntest.
Die Anleitung ist zwar schon sehr alt, aber Physik bleibt Physik und die Materialien kosten fast nichts ...

http://www.schulbiologiezentrum.info/AH%2019.04%20Windgenerator%20mit%20Akku-Lader%2031.01.05.pdf

Hinter dem Gleichrichter solltest Du aber mindestens noch einen Elko hängen, damit Du auch so was wie Gleichspannung hast ...

Bye Jörg

albra
03.08.2012, 12:58
Und dabei aufpassen, dass dein Akku nicht überladen wird und platzt.

Rumo
05.08.2012, 00:31
Mein Generator ist laut Beschreibung bereits ein Brushless Motor.

Hab heute noch ein genaueres Multimeter bekommen. Etwas frickeligen Testaufbau und mit den Fingern gedreht (vllt. 120 U/min). Stromstärke lag bei 50mA, Spannung so um die 8V. Bin etwas enttäuscht, das macht gerade mal 0,4W. Im Leerlauf... Ein bisschen mehr hatte ich mir schon erhofft.

Wie kommt denn so ein kleiner kommerziell erhältlicher Windgenerator auf 50-100W? So viel größer sind die zumindest von den Repellern auch nicht. Vielleicht ein größerer Generator, der dann allerdings wieder die Anlaufgeschwindigkeit anheben dürfte. Und mehr wiegt, was ich ja nicht umbedingt will, solange das Teil noch halbwegs transportabel sein soll.

Zugegeben, die gehen dann meist von um einiges mehr RPM aus, trotzdem sehe ich da irgendwie schwarz. Gewicht liegt bis jetzt übrigens bei 483g.

Die Überlegung als Laderegler ist ein DC DC Wandler, der mit variablen EIngangsspannungen zurechtkommt, 12V ausgibt und stabilisiert.

Nordlandfreak
05.08.2012, 03:46
Hej

Ohne jetzt alles ganz aufmerksam und komplett durchzulesen meine zwei Ideen.

Als Nabe nimmst du ein Nabendynamo vom Rad (recht effektiv und leichtgängig) und als Ladegerät den Forumslader von Forumslader.de

Sowas in der richtung habe ich zumindest vor. Weil dann kann man das ganze mit längerem Kabel auch ins Zelt legen, und bei Regen laden;-)

Gruß und gute nacht, Nordlandfreak