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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tipps für Urlaub mit Kleinkindern und umtriebigen Eltern :-)



caotina
21.05.2012, 17:55
Moin zusammen,

hach warum fällt mir einfach nichts ein?! Wir haben plötzlich Urlaub!! Anfang Juli (3 Wochen) und sind planlos was wir daraus machen sollen :bg:

Normalerweise sind wir Zelt, Kajak, Segelboot, draussen rum Urlauber. Berge hatten wir die letzten Jahre auch vor der Haustür (Schweiz). Wenn Hotel oder Ferienhaus, dann muss es auch richtig gut sein... sonst ziehe ich mein Zelt vor!
Wir haben zwei Kinder (Tochter 4 entspannte Paddlerin und Sohnemann 1,5 wilder chaot der keine Pfütze und keine Klettermöglichkeit auslässt und keine Minute still sitzen mag).

Für uns fallen die "Wasserdinge" (Paddeln, Segeln, Hausboot) momentan aus, weil es schon anstrengend genug ist mit Herrn Sohn auf heimischem Gewässer eine Stunde segeln zu gehen. Wandern ist auch nicht so ganz machbar, Sohnemann sitzt zwar gern in der Kraxe aber das Töchterlein ist momentan nicht wirklich lauffreudig.

Also was macht man?

Alle sagen: Hach .. in dem Alter fährt man an die Nordsee mit Schaufeln und Eimern, Softeis und Strandkorb ... :roll: Mein Horrorszenario und das meines Mannes auch: Sardinenbüchsenfeeling und tagelanges rumsitzen in irgendwelchen Strankörben und Sandburgen. Wir sind so gar nicht die Strandrumsitzmenschen und schlagen uns (ohne Kinder) lieber durch die nordschwedische Einsamkeit ;-). Trotzdem soll es ja Kinderkompatibel sein!


Unsere bisheringen Ideen:
- Wohnmobil (ziemlich teuer wenn man an die Spritpreise denkt)
- Mit dem Auto und Zelt nach ? (Südschweden - Pipi Langstrumpfurlaub) ... naja und da sind ja auch die Spritpreise (V70 Benziner :o)
- Wir haben nen Fahrradanhänger mit dem die Kids beim Langlaufen im Winter super dabei waren ... Küstenradwanderweg
oder so (hm, ich gebe zu das ist momentan nur meine Idee ... mein Mann ist in seiner Jugend zu viel Rad gefahren :grins:)

Was wir nicht wollen:
- Kinderhotel rund um Service und Vollanimation
- Urlaub auf dem Bauernhof ... das haben wir das ganze Jahr!
- Fernreise, fliegen

Ich mag es nicht so ganz stationär Ferienhaus für 10 Tage, das haben wir jetzt schon öfter gemacht.

Hat irgendwer von euch in den letzten Sommern etwas schönes gemacht, was sich mit einem 1,5 jährigen Quirl durchführen lässt oder sonst eine Idee?

Oder sehe ich etwas problematisch was gar nicht so ist?

Büüüüdde Büdde helft mir

volx-wolf
21.05.2012, 18:05
Fahrräder und Fahrradanhänger --> Mecklenburger Seenplattte.
Je nach belieben die Campingplätze wechseln (weiterradeln) oder eher stationär bleiben und Tagesausflüge machen (würde ich vorziehen, zumindest immer für 3/4 Tage).
Jede Menge Plätze, noch mehr Seen und noch viel, viel mehr Badestellen.
Ruhige Radwege, Felder, Wälder und Wiesen.
Aber auch für Regentage wurde in den letzten beiden Jahrzehnten viele Alternativen zum Draussen-Sein erschaffen.
Außerhalb der absoluten touristischen Highlights verlaufen sich die Massen selbst in der Hochsaison sehr schnell in den mecklenburgischen Weiten.

volx-wolf
21.05.2012, 18:07
edit: Ach so, Boote ausleihen geht natürlich auch super vor Ort (oder eben noch mitbringen).

bjoernsson
21.05.2012, 18:35
Auch ich würde den radurlaub vorschlagen. Geht prima mit "lauffaulen" Kindern - und man selbst bekommt genug Gelegenheiten, sich "auszutoben". Allerdings sollten die Tagesetappen nicht zu lang werden, damit die Kleinen sich auch noch austoben können!

Wenn ihr in Deutschland bleiben wollt könnte noch der Norseeküstenradweg eine Option sein.

Ansonsten ist Schweden natürlich DAS Kinder-Abenteuerland schlechthin. Übrigens auch ganz toll zum Radfahren geeignet. Eine Option könnte sein: Mit dem Auto bis zur Fähre (ich kann verstehen, wenn ihr nicht mit zwei Kindern + Fahrrädern + Anhängern in die Bahn steigen wollt), mit Fahrrädern dann nach Schweden und von dort aus los. Zum Beispiel von Göteborg nach Oslo (beide Städte sind mit der Fähre ab Kiel erreichbar) auf dem Nordseeküstenradweg.

caotina
22.05.2012, 14:56
Danke schon mal für Eure Ideen!

Mein Problem ist ja, dass ich das mit dem Nordseeküstenradweg (Dänemark oder Holland??) oder generell unterwegs mit dem Rad (Meckpom wird definitiv demnächst angesteuert ... auf dem Wasser ;-) ) super finde, aber ich glaube, dass ich meinen Mann dieses Jahr dazu nicht bewegt bekomme (Toll, dass er aber auch keine anderen Ideen mit einbringt sondern nur auf dem generellen "dies und das will ich nicht Trip" ist :motz:)

Wenn ich nicht irgendwelche ganz hervorragenden Überredungskünste ansetze fällt radeln wohl aus. Hm, auf dem Wasser geht nicht, wandern geht nicht, radeln will die "Zugmaschine :bg:" nicht ... bleibt nur rumsitzen?!?

Doch Schweden mit Wohnmobil oder Auto und Zelt?

bjoernsson
22.05.2012, 16:23
Doch Schweden mit Wohnmobil oder Auto und Zelt?

Hätte den Vorteil, du könntest deinen Mann (plus die lauffaulen Kinder) am Zelt sitzen lassen und selber (mit den abenteuerlustigen Kindern) losziehen! :bg:

Aber ich könnte mir vorstellen, dass Schweden wirklich ein Kompromiss für euch sein könnte. Die meisten Campingplätze liegen am Wasser, oft können dort Boote (für kleinere Ausflüge) geliehen werden. Es gibt viele kurze, aber schöne Wanderwege. Und die Kinder werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen!

Mus
27.05.2012, 00:18
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann geht Wandern deshalb nicht, weil die Vierjährige gerade ziemlich lauffaul ist (und natürlich niemand ne Vierjährige in der Kraxe rumtragen kann und will).
Vielleicht ist ja euer Fahrradanhänger die Lösung. Ich weiß nicht welches Modell ihr habt und ob er sich mit einem Joggerrad ausrüsten lässt.
Wir haben es so letztes Jahr gemacht, weil wir auch keine andere Chance gesehen haben ein Kind und das (Camping-)Gepäck für vier Personen vernünftig auf dem Rücken von zwei Erwachsenen zu verteilen. Außerdem wollten wir ein Backup für den Großen (5) haben, das wir aber im Endeffekt fast nie gebraucht haben.
Ich kann nur begeistert davon berichten. Die Wegwahl ist natürlich etwas eingeschränkt, aber es geht mehr als man denkt. Außerdem ist es echt prima den Rücken wirklich komplett frei zu haben. Es fällt dann auch wesentlich leichter, den Großen an der Hand zu haben, was für diesen wiederum sehr motivierend war.
Wir hatten uns Dänemark für die erste Tour vorgenommen, weil es viele Naturlagerplätze in kurzen Abständen gibt und die Anreise doch noch verhältnismäßig kurz ist. Für uns hat es wunderbar gepasst. Ich hoffe das Konzept lässt sich dieses Jahr auch auf ein anderes Land übertragen. Im Moment sind wir noch am Überlegen.

Jakob
27.05.2012, 01:04
generell unterwegs mit dem Rad...super finde, aber ich glaube, dass ich meinen Mann dieses Jahr dazu nicht bewegt bekomme (Toll, dass er aber auch keine anderen Ideen mit einbringt sondern nur auf dem generellen "dies und das will ich nicht Trip" ist :motz:)

Wenn ich nicht irgendwelche ganz hervorragenden Überredungskünste ansetze fällt radeln wohl aus. Hm, auf dem Wasser geht nicht, wandern geht nicht, radeln will die "Zugmaschine :bg:" nicht ... bleibt nur rumsitzen?!?


warum ist er denn so strikt gegen eine Radtour mit den Kindern?! wir hatten gute Erfahrungen mit unseren Kindern im ähnlichen Alter auf einer Radtour in Dänemark (http://bike-nord.de/daenemark10.html) gemacht. mit einem quirligen Kleinkind bis/durch Schweden mit dem Auto/Wohnmobil zu fahren stelle ich mir da schwieriger vor.

Jakob

fcelch
27.05.2012, 09:41
Norwegen!
Einfach losfahren,treiben lassen und dann spontan auf dem Campingplatz fuer 1 od mehrere Naechte eine Huette mieten. Grandiose Natur. Kinderfreundlich. Kein Stress. Wander u Paddelmoeglichkeiten meist vor Ort.
Nur lange Anreise.....
Gruss
Fcelch

Robiwahn
27.05.2012, 19:42
Moin

Mein Vorschlag wäre Kroatien mit Mischung aus Strand (ohne Strandkorb), kleine Familienwanderungen an den Plitvicer Seen (sehr voll, aber schön) oder im Paklenica-NP und Stadt (z.B. Sibenik, Split, Dubrovnik, je nachdem wie weit ihr fahren wollt). Oder mal nen Bootsausflug zu den vorgelagerten Inseln. Oder mal ein bisschen schnorcheln, während die Kinder plantschen. Oder, oder, oder.

Grüße, Robert

Canyoncrawler
28.05.2012, 11:26
Moin

Mein Vorschlag wäre Kroatien mit Mischung aus Strand (ohne Strandkorb), kleine Familienwanderungen an den Plitvicer Seen (sehr voll, aber schön) oder im Paklenica-NP und Stadt (z.B. Sibenik, Split, Dubrovnik, je nachdem wie weit ihr fahren wollt). Oder mal nen Bootsausflug zu den vorgelagerten Inseln. Oder mal ein bisschen schnorcheln, während die Kinder plantschen. Oder, oder, oder.

Grüße, Robert

Genau das wollte ich auch vorschlagen. Kroatien ist ein geniales Ziel für Familienurlaub.

Nachdem wir uns in den beiden letzten Jahren als Paar die diversen Nationalparks auf dem Festland angeschaut und erwandert haben und auch die interessanten Städteziele in Dalmatien (Split, Dubrovnik, Sibenik, Zadar, Trogir ...) besucht haben, werden wir in 2012, erstmals als kleine Familie unterwegs, in 3-4 Wochen über die Inseln der Kvarner Bucht hoppen.
Geplant sind die Inseln Krk, Cres, Losinj, Rab und evtl. noch Pag.

Es gibt jede Menge tolle, direkt am Meer gelegene Campingplätze. Und schöne Ziele zum Wandern in Küstennähe bietet das Land auch. Ausserdem wollen wir unsere Räder und den Knderanhänger mitnehmen und einige Touren auf den Wirtschaftswegen fahren (Tourvorschläge mit GPS-Routen für die Inseln findet man z.b. bei Everytrail).
Dazu die schöne Landschaft mit dem Karstgebirge das sich die ganze Küste runterzieht und auch auf den Inseln vorhanden ist. Die Insel Rab bietet dazu auch noch schönen Sandstrand (was ansonsten in Kroatien eher rar ist, da meist Fels-Kiesstrände).

Entfernungsmässig ist Kroatien auch noch gut mit dem Auto zu erreichen (von meinem Wohnort in Rheinland-Pfalz bis zur Insel Krk sind es knapp 1200 km). Mit einer Zwischenübernachtung in einem Autobahnhotel sollte das auch mit kleinen Kindern zu schaffen sein.

Wanderzwerg
06.06.2012, 12:20
Hallo!

Du machst es ja nicht gerade einfach, Rumsitzen, Wandern, Paddeln, Radfahren, Kinderhotel, Ferienwohnung und Bauernhof sind ausgeschlossen, bleibt eigentlich nicht viel übrig;-)

Nach meinen Erfahrungen (habe selber nur ein Kind, inzwischen wieder im Mobilen Alter), hat man im Urlaub am meisten Spaß, wenn die Kinder Spaß haben und die Eltern nicht zu genevt von nur Strand sind. Richtig "outdoor" mag mit machen Kindern gehen, ist aber für viele auch nicht gerade Freude pur. Meine Tochter hat zwar Kraxe und Fahrradsitz stoisch ertragen, aber da mein Anspruch an Urlaub auch für den rest der Familie höher ist als nur ertragen, haben wir es letztlich nur selten gemacht.

Es bleibt nur Kombinieren von mehreren Möglichkeiten, ein gewisser Prozentsatz an Wasser/Strand/Pool und eine gewisse Ortsfestigkeit danken die meisten Kinder sehr. Ob es dann in den Süden geht (ehr für Frostbeulen wie meine Tochter) oder in den Norden (für Sonnenbrandgefährtete) ans Meer (besser bei hoher Empfindlichkeit gegen Mücken) oder an einen See (meist billiger und weniger überlaufen) muß man individuell entscheiden.

nach meiner Erfahrung sind wanderung mit "schwierigen" Wegen für Kinder spannender und werden mit mehr Freude gelaufen als breite ebene Wege. Eine Wanderung mit viel Anstieg und steinigen Pfaden machte meiner Tocher (auch mit 4) immer auch Spaß, Flachland, breite Weege und Kraxe nie (es sei denn es ging an Pferdekoppeln lang, dann war die Geschwindigkeit ehr unterhalb 1km/2h.

Am meisten Spaß hatten wir auf Sardinen (allerdings im September, wäre mir in Juli zum Wandern zu heiß), Norditalienische Seen, Kroatien, westplnische See und Mecklenburger Seenplatte. Mit der 5 jährigen Tochter meiner Schwester waren wir auch erfolgreich auf einer kurzen Hüttentour (3 Nächte, ehr Halbtagesetappen mit ausgedehnten Pausen und lagem Spielen am Nachmittag an und um der Hütte).

Plätze wo viele Menschen sind, sind zwar machmal nervig, aber auf einem Campingplatz sind viele andere Kinder, und nach einem Tag mit anderen Kindern am Campingplatzpool ist die Akzeptanz für andere Aktivitäten an den nächsten zwei Tagen ungleich höher.

Tja! ist leider kein echter Tip dabei, aber vieleicht hilfts ja doch.

Gruß
Zwerg

champ
15.06.2012, 15:12
Auch ich würde den radurlaub vorschlagen. Geht prima mit "lauffaulen" Kindern - und man selbst bekommt genug Gelegenheiten, sich "auszutoben". Allerdings sollten die Tagesetappen nicht zu lang werden, damit die Kleinen sich auch noch austoben können!.

Ich hätte dir genauso geraten, doch einen Radurlaub zu machen. Wie Bjoersson sagt, ist das eine perfekte Kombi für Kind und Eltern und würde sicher viel Spaß machen. Canyoncrawler hat Krk erwähnt, was ich nur sehr empfehlen kann. Ist wirklich wunderschön!