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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kuppelzelt im Eigenbau - klappt das?!



GrouFu
04.05.2012, 01:15
Hallo zusammen,
kurze Einleitung: ich war vor ein paar Wochen im Urlaub, aber das Zelt, das wir hatten, hat mir wenig zugesagt. Da ich ohnehin gern bastel und im Moment noch ein bisschen Zeit habe, dachte ich mir, ich bau mir einfach eins, wie ich es gern hätte!
Also ein bisschen gezeichnet, probiert, gebastelt... Im Internet finden sich - mit Ausnahme des Spreadsheets auf flusslinie.de leider kaum Berechnungsmöglichkeiten für Kuppelzelte, vor allem nicht für unregelmäßige Sechsecke. Ein Kuppelzelt soll es sein, damit es von allein steht.
Mein Entwurf mit SketchUp ist quasi eine Mischung aus dem HB Staika (Stangen kreuzen sich in der Mitte) und dem Forumszelt (unregelmäßiger Grundriss). Zuerst habe ich die Biegung der Stange so wie es SketchUp macht angenommen, nach dem ersten Papiermodell musste ich die Idee dann aber verwerfen. Mittlerweile ist das Schnittmuster berechnet/genähert und auch schonmal ein Papiermodell gebaut, das klappt jetzt soweit ganz gut.
Jetzt meine Fragen:
- Was für ein Gestänge würdet ihr mir empfehlen?
- Welcher Stoff eignet sich am Besten, damits auch lange hält?
- kann das ganze Unterfangen überhaupt gelingen oder nehm ich mir da zu viel vor?!?!

Ich würde mich über ein paar Ratschläge oder Erfahrungen freuen:)

Damit ihr euch das Ganze auch noch vorstellen könnt (ist noch das erste Modell mit Kreisbogen als Stangenkrümmung):

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/IZ.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52399&title=innenzelt&cat=500)

http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/thumbs/IZ_AZ.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52400&title=aussenzelt&cat=500)


aleX

Stephan Kiste
04.05.2012, 10:30
errinert mich stark an "unser" Forum 42?

GrouFu
04.05.2012, 10:32
Mein Entwurf mit SketchUp ist quasi eine Mischung aus dem HB Staika (Stangen kreuzen sich in der Mitte) und dem Forumszelt (unregelmäßiger Grundriss).

Ja, die ähnlichkeit ist nicht von der Hand zu weisen. Ich hoffe, das ist kein Problem?!

aleX

volx-wolf
04.05.2012, 10:39
Nö. Warum? Was man sich für den privaten Gebrauch bastelt, bleibt einem doch selbst überlassen.

david0815
04.05.2012, 11:21
Kennst du Felös thread zum Thema Kuppelzelt (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?38209-Diskussion-Zeltprojekt/page2)?

ToniBaer
04.05.2012, 11:35
Der Stoff hängt ganz speziell von deinen Anforderungen an das Zelt ab. Willst du es möglichst leicht haben, dann lohnt es sich vielleicht ein <40g Silnylon aus den Staaten zu bestellen. Soll es eher für Wintertouren sein, würde ich schon zu dem 65g Silnylon von Extremtextil raten. Wird das Zelt mit dem Rad transportiert und legst du hohen Wert auf Klima und ist das Gewicht nicht so relevant kommen auch Baumwollstoffe in Frage. Genauso sieht es beim Innenzelt aus: Sommereinsätze machen ein Mesh-Innenzelt sinnvoll, bei häufigem Mistwetter/Regen lohnt sich vielleicht ein wasserabweisender Stoff für das Innenzelt.

Wenn du ein günstiges Gestänge brauchst gibt es mehrer Wege. Du könntest Ausschau nach gebrauchtem halten und das entsprechend kürzen/verlängern. Ein meiner Meinung nach guter Kompromiss aus Preis/Leistung bieten die Kaikialla (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=133002&k_id=0609&hot=0) Gestängebögen von Globetrotter (soweit ich weiß sind es DAC Featherlite Gestänge). Wenn du mehr ausgeben willst, kannst du auch auf ein Gestänge von Shelby oder Fliegfix zurückgreifen. In den Staaten gibt es auch noch eine Bezugsquelle (http://www.questoutfitters.com/tent_poles.htm) von Gestängebögen. In der Bucht (GB) findest du auch oft welche. Oder du gehst mal zu deinem lokalen Outdoorhändler und fragst ihn, ob er nicht etwas für dich hätte. Aber wie schon beim Stoff kommt es hier vor allem auf deinen Geldbeutel und deine Prioritäten an (leicht, stabil,...).

Machbar ist das schon, man braucht nur sehr sehr viel Zeit und Durchhaltevermögen.

Viele Grüße
Toni

GrouFu
04.05.2012, 12:18
Kennst du Felös thread zum Thema Kuppelzelt (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?38209-Diskussion-Zeltprojekt/page2)?

Auch wenn ich eigentlich schon ziemlich viel rumgeklickt habe, hab ich den bislang noch nicht gesehen. Vielen Dank!

aleX

GrouFu
04.05.2012, 12:30
In der Bucht (GB) findest du auch oft welche.

Das ist super! Warum findet man die in der deutschen nur so schlecht?! Danke :)

ToniBaer
04.05.2012, 15:38
Meine Erklärung ist, das die aus Fernost kommen und nicht in der EU verkauft werden dürfen (nachgemachte Ware etc.). Großbritannien spielt da wohl eine Ausnahmerolle.

GrouFu
04.05.2012, 15:43
Das kann natürlich gut sein, aber ich denke als Möglichkeit sollte man die nicht ausschließen.

Hat evtl. schonmal jemand Erfahrung damit gemacht?!

aleX

dominiksavj
04.05.2012, 15:45
Gestängesets kannst Du Dir auch beim Decathlon holen:
http://www.decathlon.de/set-alugestange-85-mm-id_4743808.html

Scheinbar haben die noch mehr auf Lager und Nachfrage, oder nimm Carbon aus der Drachenabteilung :cool:

Mit was Erfahrung? Gestänge basteln?

GrouFu
04.05.2012, 15:48
Mit was Erfahrung? Gestänge basteln?

Mit den Fernost-Gestängen aus der englischen Bucht ;-)

ToniBaer
04.05.2012, 16:18
Gestängesets kannst Du Dir auch beim Decathlon holen:
http://www.decathlon.de/set-alugestange-85-mm-id_4743808.html


Die finde ich aber ehrlich gesagt ganz schön schwer. Die DAC Featherlite (Globi Kaikialla) wiegen etwa 53-60g/m, im Vergleich zu etwa 76g/m ist das schon ein deutlicher Unterschied. Außerdem weiß man, das man bei den Featherlite's einen gewissen Qualitätsstandard erwarten kann, bei den Decathlon Dingern bin ich mir da nicht so sicher.



oder nimm Carbon aus der Drachenabteilung :cool:


Ich glaube das wurde hier auch schonmal diskutiert und man kam zu dem Schluss, das Zeltgestänge aus Carbon besonders optimiert sind, um den starken Belastungen stand zu halten. Ich würde dann lieber ein speziell optimiertes Gestänge nehmen. Splittert so ein Eigenbau irgendwo in der Wildnis, dann hast du mehrere Probleme (unter Umständen wird dein Zelt auch in Mitleidenschaft gezogen -> Splitterbruch).

Viele Grüße
Toni

GrouFu
08.05.2012, 01:36
Moin,
ich war heute mal ein paar Zelte angucken und bin mir jetzt nicht mehr so sicher, wie ich die ganze Sache aufbauen will und was am einfachsten bzw. schnellsten zu nähen ist:
1.: Gestänge außen, Außenzelt wird eingehakt, Innenzelt ist integriert.
2.: Gestänge im Kanal außen am Außenzelt, IZ integriert.
3.: Innenzelt wird ans Gestänge gehängt, das Außenzelt wird übergeworfen.

Hat da jemand Erfahrung?

Kleiner Fortschritt: Ich habe ich die Stangenlängen berechnet: 2*3,6m und 1*4,04m. Wie auch immer ich das angestellt habe, das sind zufälligerweise genau die Maße die es in der Bucht gibt. Stangen sind bestellt, ich warte auf die Lieferung.
Noch eine Frage: Ist der leichte Zeltstoff von Extremtextil wohl ausreichend für mein Vorhaben? Im Moment habe ich keine Wintertouren geplant, allerdings möchte ich gern was unauffälliges bauen. Es würde sich der dickere SilNylonstoff wegen der Farbe also nicht anbieten, den gibt es momentan nur in rot...
Danke schonmal für eure Hilfe=)

aleX

ToniBaer
08.05.2012, 08:09
Variante 1+2 haben den Vorteil, das du bei dem Innenzelt nicht so "genau" nähen musst, das heißt, das Innenzelt muss nicht optimal passen, da es nur lose eingehängt wird. Bei Variante 3 muss das Innenzelt exakt genäht sein (damit das Gestänge passt) und das Außenzelt muss dazu angegossen passen. Das ist schwieriger. Variante 3 hat noch den Nachteil, das der Innenzeltstoff zumindest wasserabweisend sein muss, sonst bekommst du beim Zeltaufbau im Regen Probleme. Außerdem müsstest du bei Variante 3 einen robusteren Stoff für das Innenzelt nehmen, denn der nimmt die Kraft (im Sturm) auf. Letztendlich hast du bei Variante 1 den Vorteil, das du dein Zelt auch mal ohne Innenzelt nutzen kannst.

Ich habe auch hier den 50er Stoff rumliegen, und auch schon für einige Projekte verwendet und muss sagen, der trotzdem sehr robust ist. Sollte also optimal für dein Vorhaben sein.

Zum Schluss sei noch gesagt, das ein Kuppelzelt weder schnell noch einfach zu nähen ist, auch wenn die Nähte an sich nicht schwer sind, braucht man doch viel Zeit, wenn man einem gewissen "Qualtitätsanspruch" an die Sache hat. Das vorbereiten der Nähte dauert am längsten, erst recht wenn das Zelt wasserdicht sein soll und man sich jede Naht genau überlegen muss. (der Teufel steckt im Detail)

Viele Grüße
Toni

GrouFu
08.05.2012, 23:18
Danke erstmal für die Antwort, Nummer 1 oder 2 waren auch meine Favoriten. Jetzt stellt sich noch die Frage, was für Nähte ich am besten mache. 2 Ideen hab ich mal skizziert, wenn das völliger Humbug ist, würde ich mich über Verbesserungen freuen, wenn nicht wäre die Frage, was besser ist. Danke schonmal:)
aleX
http://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/na_776_hte.jpg (http://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=52787&title=nahtvarianten&cat=500)


Edit: das grüne ist der Zeltstoff, das schwarze der Aufhänger bzw. Gestängekanal, falls das nicht zu erkennen ist ;-)

ToniBaer
08.05.2012, 23:58
Bei Zelten verwendet man in der Regel die doppelte Kappnaht. Das entspricht in etwa deinem oberen Bild. Es gibt dann noch zwei Möglichkeiten, bei der einen fixierst du die Nähte mit Kleber vor (Pritt Stift, Elastosil), bei der anderen entfällt das (einfach mal googlen). Die erste Möglichkeit hat den Vorteil, das sich die Nahtlöcher später nicht so aufziehen, die Naht wirkt sauberer und subjektiv auch fester.

Viele Grüße
Toni

GrouFu
09.05.2012, 01:45
Ich habe gelesen, dass einige Leute auch Nahtabdichter in Form eines Klebebandes nehmen. Bisher konnte ich allerdings nichts finden, was für silikonbeschichtete Stoffe geeignet ist. Hat da jemand einen Vorschlag?
Danke schonmal,

aleX

ToniBaer
09.05.2012, 02:21
Nahband gibt es nicht für Silnylon. Da empfiehlt sich Silnet, oder Elastosil. Nahtband hat sowieso den Nachteil, das man es als Laie nicht optimal aufbügeln kann (unter richtiger Tempertur und Druck), was ein frühzeitiges lösen zur Folge hat. Selbst bei Namenhaften Herstellern passiert es, das sich dieses Nahtband mit der Zeit ablöst. Ausbessern ist da viel schwieriger als bei Silnet.

Viele Grüße
Toni

GrouFu
16.05.2012, 01:41
Nagut, dann wirds wohl eine flüssige Lösung ;-)

Mittlerweile habe ich mich für Material entschieden:

Gestänge von fliegfix, 8,9mm Scandium
AZ: 50g/m^2 SilNylon von ExTex
IZ: 35g/m^2 Innenzeltstoff, auch von ExTex
Boden: 90g/m^2 Bodenstoff.

Mein Modell aus Papier ist fertig, sieht schon so aus, wies mal werden soll :-)

Eine letzte Frage habe ich aber noch, bevor ich loslege: Wie kriege ich das Außenzelt ans Gestänge? Ich wollte eigentlich keine Kanäle annähen sondern lieber so Haken anbringen wie z.B beim HB Staika. Hat da jemand eine Idee wo man sowas her bekommt?!
Danke schonmal, gute Nacht,

aleX

ToniBaer
16.05.2012, 01:48
Die gabs auf jeden Fall vor kurzem noch auf Shelby.fi, kann sie jetzt auf die Husche aber nicht mehr finden. Wenn sie verschwunden sein sollten, einfach mal anfragen, vielleicht haben die ja noch welche oder bekommen wieder welche.

Viele Grüße
Toni

Edith: Alternativ kannst du auch so ein System mit Schüren machen, wie es bei Vaude angewendet wird. Die legst du um die Stangen und hängst sie auf der anderen Seite ein.

GrouFu
16.05.2012, 15:51
Edith: Alternativ kannst du auch so ein System mit Schüren machen, wie es bei Vaude angewendet wird. Die legst du um die Stangen und hängst sie auf der anderen Seite ein.

Das hatte ich auch schonmal überlegt, aber auch da brauche ich dann ja was wo ichs einhaken kann.

Laut meiner Skizze brauch ich ~10,6 also 11m Stoff fürs Außenzelt. Die Frage ist jetzt, ob ich lieber noch ein bisschen mehr bestelle oder ob das reicht.
Ich brauche ja auf jeden Fall noch ein bisschen was für die kurzen Gestängekanäle, oder sollte ich da lieber noch was stabileres nehmen??
Welches Moskitonetz nimmt man am Besten oder ist das nich so wild? Ich dachte an das hier: http://www.extremtextil.de/catalog/Moskitonetz-Polyester-155-Maschen-qcm-25g-qm-ultraleicht::1311.html
Auch bei den Schnüren bin ich mir noch nicht so sicher, hat da jemand DEN Vorschlag? Am Besten auch von Extremtextil, dann muss ich nicht so viele Einzelbestellungen machen.
Danke schonmal wieder,

aleX

ToniBaer
16.05.2012, 15:58
Ich würde auf jeden Fall mehr bestellen. Nichts ist ärgerlicher, als in einen Produktionsstopp zu verfallen, weil der Stoff alle ist. Manchmal hat Extremtextil dann nicht mehr alle Farben vorrätig (kurzzeitig), sodass es noch länger dauert. Bei dem Meterpreis bringt es dich auch nicht um 2-3m mehr zu bestellen.
Einhängen könntest du die Schnüre darin (http://www.extremtextil.de/catalog/Kordelhaken-geschlossen::619.html). Hab davon welche hier rumliegen, das sollte klappen.
Moskitonetz ist nicht ganz so tragisch, robust ist das leichte auch, nur schwarz sollte es sein (kannst du besser durchsehen).
Als Stoff für die kurzen Gestängekanäle kannst du den Zeltbodenstoff nehmen. Bei Markenherstellern ist das meist auch stärkerer Stoff.

Viele Grüße
Toni

NoPanik
19.05.2012, 22:39
hab den Artikel eben nur mal so kurz überflogen. Zum Thema Stangen hab ich eine Alternative.. wenn ich die nicht überlesen haben sollte...

http://www.trekking-lite-store.com/trekkingshop/Zelte/Zelt-Zubehoer/TarpTent-Moment-Crossbow::82.html

Qualität gut, sauber eloxiert, hab die Stangen als relativ flexiebel empfunden - aber als Dreistangenzelt sind die supi und haben auch SEHR starkem Sind gut getrotzt

hab die schon mal selber verbaut, auch nen Kuppelzelt dann aber dooferweise die Stangen in einem Augenblick geistiger Umnachtung in Island verloren - seitdem weiß ich dass man Ausrüstung wirklich ordentlich festmachen sollte... :ignore:

GrouFu
22.05.2012, 03:07
hab den Artikel eben nur mal so kurz überflogen. Zum Thema Stangen hab ich eine Alternative.. wenn ich die nicht überlesen haben sollte...

http://www.trekking-lite-store.com/trekkingshop/Zelte/Zelt-Zubehoer/TarpTent-Moment-Crossbow::82.html


Auf jeden Fall habe ich die auch schonmal gesehen;-)
Da ich Clips zur Befestigung am Außenzelt partout nicht finde wird es dann wohl doch die Vaude-Lösung, die ja vielleicht auch noch den Vorteil hat, dass das Innenzelt nicht all zu genau genäht werden muss. Daher könnte ich mir vorstellen doch kein genau passendes Gestänge von Fliegfix zu kaufen sondern das von Dir erwähnte. Dann könnte man einfach sehen wie viel es gekürzt werden muss damit es weit genug vom Zelt weg ist und nicht sofort passen. Verständlich was ich meine?!
Die nächste Frage die sich mir stellt ist, ob so ein normaler Kordelstopper wohl die Spannung der Leine hält, die dann das Außenzelt spannt oder ob ich da was spezielles kaufen muss.
Noch was: Da wo ich das Gurtband an das Zelt nähe, lass ich es da direkt nach innen laufen um den Aufhänger für das Innenzelt zu montieren oder ist das eher nicht so schlau weil sich das mit Wasser voll saugen könnte??
Danke schonmal wieder für eure Tips,

aleX

fjellstorm
23.05.2012, 16:26
Da ich Clips zur Befestigung am Außenzelt partout nicht finde
Voilà:http://www.tentspares.co.uk/search/results/clip

Edit: Gerade festgestellt, oben genannter Shop liefert nur innerhalb des UK. Vielleicht mal ne mail an die schicken, ob ein Versand trotzdem möglich wäre. Oder Paketweiterleitung, über welche in diesem Faden diskutiert wurde:http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?54226-UK-Bestellung-bei-UK-only-Versand

Oder alternativ könnten "Rohr-clips" vielleicht ebenfalls funktionieren, wie z.B.:http://www.funfabric.com/halli.php?020116_21147
Oder mal im Baumarkt stöbern..

GrouFu
23.05.2012, 17:16
Sagenhaft, danke:)

Darf ich mal fragen nach was du gesucht hast bzw. wo? ;-) Ich hab echt schon viele Seiten durchgestöbert aber beide kommen mir nicht bekannt vor. Danke nochmal :)

aleX

fjellstorm
23.05.2012, 17:19
Darf ich mal fragen nach was du gesucht hast bzw. wo? ;-)

Google in Kombination mit Google Bildsuche mit "tent pole clips" und "Rohr-clips";-)

felö
23.05.2012, 21:00
Gibt ja Firmen, die die Clips nutzen - vielleicht ist da etwas machbar, welche als Ersazteil zu bekommen (z.B. die von Hilleberg über Globetrotter´s Werkstatt)?

Felö

NoPanik
26.05.2012, 10:24
ich hab mir gerade bei http://www.shelby.fi 50 Chlipse geordert. leider sind die aber nicht mehr auf deren Homepage.

aber frage da mal an, vielleicht bekommen die die wieder. Die hießen : Tent Pole Hook, 9,5mm (TH9,5) Color Black und haben 0,75 Eurocent/stück gekostet.. so grob - alle 50 mit Versand 47€ irgendwas. Kann aber fut sein , dass ich davon dann über habe, da ich noch nicht weiß in welchem Abstand ich die verbauen soll.

Ansonsten, du hast doch sicher um drei Ecken wen in England sitzen, der dir bei dem anderen Link oben das Zeug bestellen kann und es an dich weiterleiten kann.. oder?

Juergen
29.05.2012, 18:45
Da empfiehlt sich Silnet, oder Elastosil.

Hast Du eine Quelle für Elastosil ? Hat das Vorteile zum Fixieren
(z.B. bei einer Kappnaht) gegenüber Silnet.

ToniBaer
30.05.2012, 11:45
Ich habe das Elastosil bei Quax (http://www.silikon-profis.de/index.php?f=sysnr&c=0003_14003&t=artikel&sid=btxnelrgy) gekauft. 13.95€ hat die Tube gekostet (90ml). Vorteil gegenüber Silnet ist der geringere Preis, wenn man größere Mengen benötigt. Außerdem trocknet es schneller an, sodass man zügig weiter arbeiten kann. Silnet hat bei mir immer länger gedauert.

Viele Grüße
Toni

GrouFu
30.05.2012, 14:45
Hi,
das ist auf jeden Fall gut zu wissen, danke.
Leider muss ich mit dem Bestellen des Materials noch warten, ich muss noch ein bisschen Geld sparen, bin ja Student ;-) aber am 15.6. wird es soweit sein:)
lg

aleX

Florian87
06.06.2012, 17:36
http://www.trekking-lite-store.com/trekkingshop/Zelte/Zelt-Zubehoer/TarpTent-Moment-Crossbow::82.html
Qualität gut, sauber eloxiert, hab die Stangen als relativ flexiebel empfunden - aber als Dreistangenzelt sind die supi und haben auch SEHR starkem Sind gut getrotzt


hi, würde mir auch gerne dieses gestänge besorgen weil der preis und das gewicht super sind :-)

würdest du sie mir für ein einfaches kuppelzelt mit 2 gestängebogen im 90°winkel empfehlen oder sind die da zu "flexibel" ??


@GrouFu
welches gestänge hast du genau genommen und wo in der "bucht" hast dus bestellt ;-)

vielen dank,
flo

GrouFu
06.06.2012, 17:52
@GrouFu
welches gestänge hast du genau genommen und wo in der "bucht" hast dus bestellt ;-)


Ich hab die Bestellung da doch wieder storniert, ich hatte dann doch ein paar Bedenken wegen der Qualität, Umtausch oder Reklamation wird da wohl schwer. Die, die ich rausgesucht hatten waren orangene und hießen "Aluminium Alloy Spare Tent Poles".
Wie gesagt, ich kann erst mitte Juni bestellen, aber entweder wirds eins von Fliegfix, wenn die dann wieder alle benötigten Teile haben, oder eben das was du erwähnt hast, mal sehen.

aleX

ToniBaer
06.06.2012, 18:31
Hat eigentlich jemand Erfahrung mit dem Easton Gestänge von Trekking-lite-Store?
Ich habe auch ein Easton 7075 Gestänge, jedoch mit einem Durchmesser von etwa 8,4mm. Das wiegt bei einer Länge von 400cm und nur 6 Segmenten stolze 225g. Kann das sein, dass ein dünneres Gestänge mit weniger Segmenten (jede Verbindung wiegt zusätzlich) vom selben Hersteller (selbe Legierung) 60g mehr wiegt (auf gleiche Länge hochgerechnet)? :o

Viele Grüße
Toni


Edith: Wie ich gerade auf der Herstellerseite lese (hier (http://eastonpoles.com/views/tent/nanolite.php) und da (http://eastonpoles.com/views/tent/expidition.php)) unterscheiden sich die beiden Rohre tatsächlich so stark in dem Wanddurchmesser. Wie sich das auf die Stabilität auswirkt, habe ich noch nicht rausgefunden.

GrouFu
06.06.2012, 18:36
Hat eigentlich jemand Erfahrung mit dem Easton Gestänge von Trekking-lite-Store?
Ich habe auch ein Easton 7075 Gestänge, jedoch mit einem Durchmesser von etwa 8,4mm. Das wiegt bei einer Länge von 400cm und nur 6 Segmenten stolze 225g. Kann das sein, dass ein dünneres Gestänge mit weniger Segmenten (jede Verbindung wiegt zusätzlich) vom selben Hersteller (selbe Legierung) 60g mehr wiegt (auf gleiche Länge hochgerechnet)? :o

Viele Grüße
Toni

Hm, stimmt, das ist schon merkwürdig. So ein großer Messfehler kann ja auch eigentlich nicht auftreten... Kann ich mir so spontan auch nicht erklären. Vielleicht ist die Wandstärke größer, damit man bei kleinerem Durchmesser die gleiche Stabilität bekommt?

aleX

ToniBaer
06.06.2012, 18:51
Easton zu den .344 Nanolites:


Made from high-strength aerospace aluminum and designed to match the stiffness of Easton Expedition .340" at 15% weight savings, making the strongest, ultralite aluminum tent pole on the market.

Das klingt ja fast unglaublich. Und das dann zu dem Preis von 27,90€ für knapp 4,5m. Da lohnt es sich ja fast über ein Gestängewechsel nachzudenken.

Viele Grüße
Toni

Sarekmaniac
06.06.2012, 18:52
GrouFou, ein Tipp von mir wäre, dass Gestänge etwas zu lang zu kaufen. Bei einem Eigenbauzelt ergeben sich trotz sorgfältiger Planung/Berechnung mitunter unerwartete kleine "Toleranzen", da ist es schön wenn man Spielraum zum nachkürzen hat. Und anstückeln geht nicht, das ist dann sehr ärgerlich, wenn einem 3 cm fehlen.

GrouFu
06.06.2012, 18:56
GrouFou, ein Tipp von mir wäre, dass Gestänge etwas zu lang zu kaufen. Bei einem Eigenbauzelt ergeben sich trotz sorgfältiger Planung/Berechnung mitunter unerwartete kleine "Toleranzen", da ist es schön wenn man Spielraum zum nachkürzen hat. Und anstückeln geht nicht, das ist dann sehr ärgerlich, wenn einem 3 cm fehlen.

Auch ein Grund warum ich die eBucht Teile dann doch nicht wollte, die hätten nach meinen Berechnungen ja exakt gepasst, aber das war mir auch ein Bisschen unsicher.

aleX

chartinaelik
06.06.2012, 19:30
Wir haben das ebay gestänge aus fernost. es ist für einen staika verschnitt zu gering bemessen. ich empfehle zb hilleberggestängelängen zu erwerben oder halt helsport/fliegfix gestänge.

GrouFu
08.06.2012, 09:57
Wir haben das ebay gestänge aus fernost. es ist für einen staika verschnitt zu gering bemessen. ich empfehle zb hilleberggestängelängen zu erwerben oder halt helsport/fliegfix gestänge.

Was heißt denn in diesem Fall zu gering bemessen? Von der Länger her oder eher von der Stabilität?

aleX

chartinaelik
08.06.2012, 12:27
Alex, von der Stabilität,

Wir hatten das Gestänge im Auge für einen Eigenbau. Soll genauso werden wie Deiner, daher lese ich hier mit Interesse mit. Das Staika ist uns mit Baby leider zu klein.

Wir haben lange nach Staika Alternativen geschaut und keine gefunden. Wir hatten das Xtend Tornado daheim, abgespannt steht es halbwegs brauchbar, aber als Freisteher nicht zu gebrauchen. Auch sind die IZ-Maße mehr als nur optimistisch. Für 3 breite TAR ist da kein Platz, schon 3 kleine gingen nicht (140-45 statt 160). Am störendsten war aber der Eingang (baugleich zum aktuellen Meru Yukon 3, das haben wir uns dann auch bei Globi angesehen und fanden die gleichen Nachteile). Das IZ des Staika ist prima mit dem Mittelreißverschluß. Das neue Meru/Xtend hat aber ein Helsport-Type IZ und man muß in die Abside hinein, um ins IZ zu gelangen. Nee, das geht mit Baby im Arm gar nicht.

Jedenfalls ist uns noch beim Globi ein altes Meru Yukon 3 in die Hände gefallen mit großem IZ (180x230), aber auch das stand nicht so gut. Wir haben dann das Gestänge gekürzt, besser, aber die Stangen bauen einfach keine Stabilität auf und die Haken schlabberten auf den Stangen nur so rum. Also hab ich ein Hilleberggestänge auf Ebay geschossen. 10.25 im Durchmesser, das ist brauchbar in Verbindung mit den Rohrclipsen, die hier auch vorgeschlagen wurden. Ein 11mm Gestänge säße vermutlich noch besser, dazu würde ich Dir raten. Unser Meru hat im Endeffekt jetzt 3 Stangen a 435 cm Länge. Es hat im IZ mittig eine Höhe von ca. 110 und über 120 in einer Höhe von 95 ... Es ist wirklich massiv größer.

Alt mit Staika-Type IZ: http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=177392&k_id=0605&hot=1
Neu mit Helsport-Type IZ: http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=196152&k_id=0605&hot=0

Wir haben bereits einige Kleinigkeiten verändert und werden jetzt noch die IZ-Türen mit Moskitonetzen ergänzen. Irgendwann werden wir das AZ dann mit SIL-Polyamid nachnähen. Für 299 wäre uns das Zelt zu teuer gewesen, für 149 war es gut. 120 für das Gestänge noch dazu und damit haben wir ein wirklich geräumigen Freisteher wo wir durchaus auch zZ zu 4 drin schlafen können. Interessanterweise ist das alte leichter als das neue. Da wir ja also das Meru haben, ist bei der Eigenbau grade etwas ins Abseits geraten, aber zumindest kann ich Dir von unseren Gestängeerfahrungen berichten.

Ach so, Alex, wir wohnen übrigens auch in HH.

GrouFu
20.06.2012, 13:36
So, es ist Mitte Juni und jetzt wird wie geplant angefangen;-)
Erstmal nochmal Danke für die Gestängehinweise.

Da in der Zwischenzeit bei extremtextil noch ein paar neue Sachen aufgetaucht sind, würde ich gerne nochmal eure Hilfe bei der Entscheidungsfindung in Anspruch nehmen. Es wird wohl auf einen der 3 folgenden Stoffe hinauslaufen, habt ihr jeweils Pros und Contras?
1.: http://www.extremtextil.de/catalog/Nylon-silikonbeschichtet-40den-90g-qm-Zeltgewebe-2-Wahl::1694.html
2.: http://www.extremtextil.de/catalog/Polyester-silikonbeschichtet-Zeltgewebe-80g-qm::1199.html
oder das ursprünglich geplante
3.: http://www.extremtextil.de/catalog/Ripstop-Nylon-Zeltstoff-silikonbeschichtet-50-g-qm-2-Wahl::1195.html

Heute war ich nochmal bei Globi und da stand ein Zelt an dem ich mal ansehen konnte, wie man die Haken für die Stangen am besten annäht, die Abspannungen gut befestigen kann etc.pp.
Ich denke nach ein paar Nähübungen mit dem Stoff sollte das dann hoffentlich klappen, in meiner Vorstellung klappt es jedenfalls ;-)

aleX

ToniBaer
20.06.2012, 15:27
Als erstes müsstest du deine Prioritäten abstecken. Dann schaust du dir Angaben auf der Extremtextilseite an und ordnest die Stoffe ein (ggf. Tabelle).
Nur so als kleines Beispiel:
Nummer 1 wiegt fast doppelt so viel wie Nummer 2. Hat dafür "Light Block" Ausrüstung. Da musst du halt abwiegen (;-)), was dir wichtiger ist.

Sinnvoll ist es auch Muster (http://www.extremtextil.de/catalog/Muster-bestellen:_:11.html) von allen 3 (4 mit dem schwereren Silnylon (http://www.extremtextil.de/catalog/Ripstop-Nylon-Zeltstoff-silikonbeschichtet-65-g-qm-2-Wahl::1197.html)) Stoffen zu bestellen (kostenlos). Dann kannst du sie begrabbeln und deine eigenen Reiß-, Dichtigkeits- und Nähtests machen.
Spätestens danach sollte die Entscheidung leichter fallen.

Viele Grüße
Toni

GrouFu
20.06.2012, 15:40
Guter Tipp, danke, 5 Stoffe sind bestellt. Warum ich das bislang noch nicht gemacht habe... keine Ahnung ;-)

aleX

chartinaelik
20.06.2012, 15:48
Hier mal der link zum Meru

https://picasaweb.google.com/109140036485799814093/2012MeruYukon32011?noredirect=1

JonasB
21.06.2012, 09:19
Pros und Contras?
1.: http://www.extremtextil.de/catalog/Nylon-silikonbeschichtet-40den-90g-qm-Zeltgewebe-2-Wahl::1694.html
2.: http://www.extremtextil.de/catalog/Polyester-silikonbeschichtet-Zeltgewebe-80g-qm::1199.html
oder das ursprünglich geplante
3.: http://www.extremtextil.de/catalog/Ripstop-Nylon-Zeltstoff-silikonbeschichtet-50-g-qm-2-Wahl::1195.html



hier (http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?63439-Au%DFenstoff-f%FCr-ein-Zelt&p=1037461&viewfull=1#post1037461) habe ich genau zu den Stoffen einige Unterschiebe beschrieben.

GrouFu
23.06.2012, 14:08
Moin,
die Stoffproben lagen heute in der Post, nach einem Bisschen reißen, schneiden und nähen sind jetzt eigentlich nur noch 2 in der wirklich engeren Auswahl. Das sind einmal der hier:
http://www.extremtextil.de/catalog/Ripstop-Nylon-Zeltstoff-silikonbeschichtet-50-g-qm-2-Wahl::1195.html

und einmal der hier:
http://www.extremtextil.de/catalog/Ripstop-Polyester-silikonbeschichtet-75den-90g-qm-2-Wahl::1692.html

Mir wäre ja vom Gewicht her auf jeden Fall der Erste lieber, aber das wirkt bei der Probe die ich hier habe so dünn und wasserdurchlässig. Hier haben doch sicher einige Leute gute Erfahrungen damit gemacht, macht mir jemand Mut? ;-)
Danke schonmal,

aleX

GrouFu
25.06.2012, 00:28
N'abend.
Ich habe noch ein paar weitere Fragen, die ich gern klären möchte, bevor ich anfange zu nähen.
1.: Innen- oder Außenzelt zuerst? Ich würde jetzt erstmal das AZ machen, das ist aber mehr so intuitiv. Gibts da eine sinnvolle Reihenfolge?

2.: 2 Eingänge oder 4? Näh ich die RV's ein, bevor ich die einzelnen Segmente aneinander nähe?

3.: Reichen 5 cm Abstand zwischen AZ und IZ oder lieber doch ein Bisschen mehr?

4.: Nähe ich beim Innenzelt erst alle Segmente an die Bodenwanne und dann zusammen oder umgekehrt? Ich würde hier, wieder intuitiv, erste Variante wählen. Ich glaube das auch so aus ToniBaer's VE23-Bericht herausgelesen zu haben?!

5.: Ich wollte ja eigentlich in den Apsiden quasi einen Footprint haben, bzw. einen fest installierten Boden. Haltet ihr das für sinnvoll oder bleiben die Sachen dadurch eh nicht trockener als ohne? Wenn sinnvoll: Wie mache ich den am Besten an der Bodenwanne fest? Nur kleben? Oder nähen? Letzteres würde ja eher undichte Stellen im Boden produzieren, oder?

6.: Bei den Zelten, die ich mir bislang angesehen habe, habe ich das so herausgesehen, dass die Haken (z.B. fürs IZ) komplett in die Doppelkappnaht eingelegt waren, korrekt?



Ich hoffe so viel Text schreckt jetzt nicht alle ab ;-)

aleX

ToniBaer
25.06.2012, 00:45
Ich habe bisher weder beim 50g, noch beim 65g Silnylon Dichtigkeitsprobleme gehabt (Tarp, Regenhülle, Unterlage,...). Ich würde es bevorzugen.

1: Ich würde den Zeltteil zuerst nächen, an dem das Gestänge hängt. So kann man für den anderen Teil im aufgebauten Zustand nochmals genaue Maße nehmen.

2: Legst du dein Augenmerk auf Gewicht und einfache (schnellere) Verarbeitung würde ich nur 2 Eingänge nähen. Willst du mehr Komfort und hast genügend Zeit, dann nähe vier. Ich habe auch zuerst die Reißverschlüsse eingenäht und ganz zuletzt die Segmente zusammengeführt. Hat den Vorteil, das du bei Fehlern das Segment zur Not nochmal neu anfangen kannst und nicht eine Naht mit dem schon "fertigen" Rest auftrennen musst.

3: Ich würde mehr nehmen, oder Abstandshalter annähen. Sollten sich die Wände berühren (Wind) wird es sonst feucht/nass.

4: Genauso hab ich es gemacht. Hat ganz gut geklappt, subjektiv lassen sich so Ungenauigkeiten beim nähen besser vertuschen.

5: Halte ich für durchaus sinnvoll, da du Kondens im Zelt minimierst und gleichzeitig einen trockenen Boden für Ausrüstung/Klamotten hast. Allerdings würde ich darüber nachdenken einfach ein Groundsheet/Footprint zu nähen, was man je nach bedarf entfernen kann. Tyvek (http://www.trekking-lite-store.com/trekkingshop/Zelte/Tyvek-Softstructure-Rollenware::359.html) kann man dafür verwenden und ist leicht.

6: Würde ich abhängig davon machen, wie dick Zeltmaterial und das Material zur Befestigung der Haken sind. Ist letzteres viel stärker als ersteres, dann würde ich es nicht in die Kappnaht einnähen (jedenfalls nicht komplett).


Viele Grüße
Toni

GrouFu
25.06.2012, 01:01
Ich habe bisher weder beim 50g, noch beim 65g Silnylon Dichtigkeitsprobleme gehabt (Tarp, Regenhülle, Unterlage,...). Ich würde es bevorzugen.


Gut, dann leg ich mich da jetzt fest. Ich werde das 50g nehmen, weil es in grün vorhanden ist. Ich bin lieber etwas unauffälliger.


3: Ich würde mehr nehmen, oder Abstandshalter annähen. Sollten sie die Wände berühren (Wind) wird es sonst feucht/nass.

Was ist denn mehr? ;-)



5: Halte ich für durchaus sinnvoll, da du Kondens im Zelt minimierst und gleichzeitig einen trockenen Boden für Ausrüstung/Klamotten hast. Allerdings würde ich darüber nachdenken einfach ein Groundsheet/Footprint zu nähen, was man je nach bedarf entfernen kann. Tyvek kann man dafür verwenden und ist leicht.
Meinst du, man könnte dann nur für die Apsiden was zuschneiden, also in Dreiecksform, und das mit einem Klettband am Boden befestigen? Dann könnte man noch ein Bisschen Stoff sparen, ich muss ja unter den Boden eigentlich nicht noch eine Schicht legen, oder?

Und zu 6. bin ich mir immer noch nicht ganz sicher, ob ich die Haken-Variante nehme oder doch lieber die von Vaude, da könnte ich dann nachspannen, was ja beim SilNylon nicht schlecht ist, oder?

aleX

GrouFu
25.06.2012, 18:07
Moin,
ich würde mich echt freuen, wenn sich vielleicht eine oder besser noch mehrere Meinungen zum Thema Befestigung des Außenzeltes am Gestänge finden. Clips wie beim Hilleberg oder doch die Vaude Variante. Gerne auch Tipps zur Umsetzung des Kordelsystems. Dafür dachte ich bislang an folgende Haken:
für die feste Führung der Kordel:
http://www.extremtextil.de/catalog/D-Ring-13mm-mit-%D6se-Beastee-Dee::1023.html

zum Einhaken:
http://www.extremtextil.de/catalog/Kordelhaken-geschlossen::619.html

Dann müsste ich mir aber wohl auch noch was zum Einstecken des Gestänges ausdenken, die Variante mit den kurzen Führungen wie beim HB werden dann wohl schlecht...

Ich hoffe ich konnte mich verständlich machen?!

aleX

ToniBaer
25.06.2012, 19:13
Was ist denn mehr? ;-)


Das hängt von der Größe der Stoffflächen ab. Der Abstand sollte so gewählt werden, das du durch drücken an dem Außenzelt nicht unbedingt das Innenzelt berührst und umgekehrt (wobei die Umkehrrichtung nicht ganz so wichtig ist).



Meinst du, man könnte dann nur für die Apsiden was zuschneiden, also in Dreiecksform, und das mit einem Klettband am Boden befestigen? Dann könnte man noch ein Bisschen Stoff sparen, ich muss ja unter den Boden eigentlich nicht noch eine Schicht legen, oder?


Wenn du unbedingt Stoff sparen willst, dann kannst du das so machen, aber ich würde es nicht am Boden fixieren. Sollte eigentlich reichen wenn du es in die Gestängehalter einhängst. Ansonsten wäre mir das Stoffgewicht fast egal. Bei einer Liegefläche von 2m*1,25m sind das etwa zusätzliche 110g.



Und zu 6. bin ich mir immer noch nicht ganz sicher, ob ich die Haken-Variante nehme oder doch lieber die von Vaude, da könnte ich dann nachspannen, was ja beim SilNylon nicht schlecht ist, oder?

aleX

Nachspannen kannst du bei beiden Methoden. Als Stangenhalterung würde ich einfach Ösen nehmen, die in ein Gurband gestanzt sind. Ich habe bei meinem Zelt auch lange mit super-tollen Stangenhaltern rumexperimentiert, bin dann aber zu dem Schluss gekommen, das die Ösen die mit Abstand leichteste und einfachste Lösung sind. North Face und andere Zelthersteller machen das bei ihren 600+€ Zelten auch so. Zum Nachspannen nähst du einfach ein Gurtband an der Stangenhalter an und die andere Seite etwa 30m über dem Boden am Zelt. Mit einer Schnalle kannst du das Gutband dann kürzer und länger stellen. Ich hoffe es ist grob klar geworden was ich meine.

Die Haken/Ösen Kombi würde ich wahrscheinlich auch so nehmen.

Viele Grüße
Toni

GrouFu
26.06.2012, 14:32
Ich hoffe es ist grob klar geworden was ich meine.

Ja;-)

So, hier mal meine vorläufige Bestellliste, vielleicht fällt euch ja noch was auf, was ich vergessen habe.
Zum Nähen:
Rasant-Garn (http://www.extremtextil.de/catalog/N%E4hgarn-rasant-75Nm-PES-BW-Corespun::281.html)
Elastosil zum vorfixieren der Nähte (brauche ich dann auch noch was zum Abdichten der Nähte oder reicht das schon)
Eine Nadel muss ich mir noch aussuchen.

Außenzelt:
Ripstop Silnylon 50g/m^2, laubgrün (http://www.extremtextil.de/catalog/Ripstop-Nylon-Zeltstoff-silikonbeschichtet-50-g-qm-2-Wahl::1195.html)
5C-RVs (http://www.extremtextil.de/catalog/YKK-5C-Rei%DFverschlu%DF-Meterware::375.html)
Gurtband 13mm für die Ösen und Haken zum Einhängen für die Spannschnüre (Vaude-Prinzip) (http://www.extremtextil.de/catalog/Gurtband-Polyamid-13mm::1567.html)
Ösen und Haken zum Einhängen (http://www.extremtextil.de/catalog/D-Ring-13mm-mit-%D6se-Beastee-Dee::1023.html und http://www.extremtextil.de/catalog/Kordelhaken-geschlossen::619.html)
Für die Spannschnüre habe ich mir noch keine ausgesucht.
Zum Nachspannen der Schnüre noch 3 Tankas (kann mir jemand sagen, welche da am Meisten Zug aushalten?
Gurtband 20mm für die Verbindung der gegenüberliegenden Stangenhaltern (http://www.extremtextil.de/catalog/Gurtband-Polyamid-20mm::405.html)
Ösen für das Einstecken der Stangen hab ich noch rumliegen
D-Ringe für die Heringe (http://www.extremtextil.de/catalog/D-Ring-20mm::214.html)
O-Ringe für Innen, da wird das IZ aufgehängt (http://www.extremtextil.de/catalog/Zeltring-12mm::672.html)
Abspannleinen, da weiß ich auch noch nicht genau welche in nehme.
Oben soll wohl eine Hutze drauf, so wie beim HB Staika, die Werde ich dann auch noch befestigen müssen, mal schauen, was ich so finde.
EDIT: dann noch Leiterschnallen zum Nachspannen des AZ, so wie von Toni beschrieben

Fürs Innenzelt
Zeltboden (der ist im Moment nicht vorrätig, kommt aber in 1-2 Wochen wieder, ich hab schon gefragt)
Innenzeltstoff (http://www.extremtextil.de/catalog/Ripstop-Nylon-impr%E4gniert-Innenzelt-35g-qm-2-Wahl::1748.html)
3C-RVs (http://www.extremtextil.de/catalog/YKK-3C-Rei%DFverschlu%DF-Meterware::583.html)
Moskitonetz (da nehm ich das, das ich auch in meinem Fenster habe ;-) )
T-Stücke zum Einhängen ans Außenzelt (http://www.extremtextil.de/catalog/T-stopper::673.html)
Dann brauche ich noch ein paar Clips, um es unten am AZ festzuklemmen
Ein Gearloft habe ich auch noch geplant, da schau ich mal, welcher Stoff übrig bleibt.

So, das ist jetzt der glaube ich unorganisierteste Beitrag im ganzen Thread, aber wenn jemand durchsteigt und noch Verbesserungsvorschläge hat, würde ich mich freuen:)

aleX

JonasB
26.06.2012, 15:13
Das Nähgarn ist gut.
Als Nadel nimm eine 70er Microtex
Du solltest die Nähte schon noch mit SilNet abdichten, Elastosil klebt nur und dichtet nicht (das ja nach dem Kleben entstandene Loch)

Denk daran das du bei den 5C RV noch die RV Schlitten brauchst. Da würde ich überlegen was du brauchst- mit Bremse, oder ohne...
Das Spannsystem habe ich noch nicht verstanden, habe aber auch keine VauDe Zelte vor Augen

Tankas für die Abspannschnüre? das funktioniert nicht. Da nimm die guten Zeltleinenspanner (http://www.extremtextil.de/catalog/Zeltabspanner-Clamcleat%AE-Line-Lok::697.html)
[QUOTE=GrouFu;1046099]Ja;-)

D-Ringe für die Heringe finde ich extrem unpraktisch, aber das musst du wissen.

Als Abspannleine kannst du Dyneemaschnur nehmen, oder du kaufst dir eine normale RipStop Schnur. Beid er Menge die du brauchen wirst empfehle ich dir aber bei ebay zu schauen..


Das Netzgewebe von deinem Fenster ist hart und wird nach einigen Jahren brüchig. Wenn du eh schon 200,-€ Material ausgibst, spar nicht an den 3,-€ für das Netz
Wenn du eine Eingang mit Netz und auch komplett verschlißbar machen willst, dann brauchst du noch einen 5C RV zusätzlich. der 3C ist zum ständigen Öffenen/ Schließen etwas fiddelig..

Gearloft würde ich auch aus Netzstoff machen, dann siehst du wo was liegt

GrouFu
26.06.2012, 15:48
Danke für den Nadel-Tipp, dann nehme ich die mal ;-)

Wie würdest du die Heringe denn befestigen? Einfach eine Schlaufe nähen?

Das mit dem Moskitonetz vom Fenster war mehr so "weil's hier noch liegt" aber wenn das nicht so dolle ist, nehme ich da auch noch geeignetes.,




Das Spannsystem habe ich noch nicht verstanden, habe aber auch keine VauDe Zelte vor Augen

Tankas für die Abspannschnüre? das funktioniert nicht. Da nimm die guten Zeltleinenspanner (http://www.extremtextil.de/catalog/Zeltabspanner-Clamcleat%AE-Line-Lok::697.html)

Ja;-)


Die Tankas sind für das Nachspannen der Schnüre, die das Außenzelt am Gestänge befestigen, das ist bei Vaude ähnlich gelöst.
Bild (http://www.swissfunrent.com/de/tent/vaude_mark_ll_light_new.php)

Danke für die Tipps :)

aleX

JonasB
26.06.2012, 17:30
ich habe bei meinem großen Lavvu am Ende vom Gurtband einen "Tunnel" genäht durch den ein Stück Dyneemaschnur geknotet ist. So lässt die Heringsschlaufe auch genug Platz für Alternativ- Heringe und wenn sie durch ist, einfach ersetzen.

Warum zum Nachspannen der Ausserschnüre nicht auch den Zeltleinenspanner?
Als Tanka würde ich den hier (http://www.extremtextil.de/catalog/Tanka-oval-ohne-Feder-einfach::213.html) nehmen

ToniBaer
26.06.2012, 20:05
Zur Befestigung der Heringe kann man an das Gurtband mit Öse eine Schlaufe nähen und durch die eine Schnur durchziehen. Diese kann man dann noch in der Länge variieren. Wenn du dir das Geld für Leinenspanner/Tanka sparen willst kannst du alternativ auch einen Knoten (http://www.canadierforum.de/t2611f3-Zeltleinenspanner.html) benutzen. Allerdings eignen sich die reinen Dyneemaschnüre dafür nicht.

Zum Reißverschluss: Bei Eingängen habe ich den 5er genommen (wird häufig benutzt), bei Moskitonetz den 3er (eher selten benutzt). Letzterer hat den Vorteil, das er sich besser um Rundungen nähen lässt. Ist das bei deinem Zelt kein Thema, dann würde ich den 5er nehmen.

Viele Grüße
Toni


Edith: Für Abspannschlaufen etc. kann man auch wunderbar das Ripsband benutzen. Das ist viel leichter, günstiger, lässt sich einfacher vernähen und hält in den meisten Fällen genauso gut wie Gurtband.

GrouFu
26.06.2012, 20:44
Gut, dann werde ich mir zu den Heringen nochmal was anderes ausdenken, danke für die Tipps.



Warum zum Nachspannen der Ausserschnüre nicht auch den Zeltleinenspanner?
Ich glaube, die sind nicht für meine Zwecke geeignet, wenn wir denn dann vom gleichen reden... Ich wollte die Tankas zum Spannen der Schnur nehmen, die das Außenzelt am Gestänge hält. Die kommt dann unten in der Ecke durch eine kleine Öse ins Zelt und kann da stramm gezogen werden.
Für die Abspannschnüre will ich dann solche Leinenspanner nehmen.

aleX

JonasB
26.06.2012, 21:00
Ich glaube, die sind nicht für meine Zwecke geeignet, wenn wir denn dann vom gleichen reden... Ich wollte die Tankas zum Spannen der Schnur nehmen, die das Außenzelt am Gestänge hält. Die kommt dann unten in der Ecke durch eine kleine Öse ins Zelt und kann da stramm gezogen werden.


Ob du die Schnur durch eine Öse ziehst und unten ein Tanka setzt, oder durch die Öse- wieder Hoch und den Leinenspanner auf die Schnur setzt, ist doch die gleiche Funktion.

Außer das du mit dem Leinenspanner eventuell mit dem Gestänge in die Quere kommst. Dafür hält er aber.

Der Tanka rutscht zumindest bei Dyneema und Reepschnur (Kernmantel) recht schnell. Wenn der Mantel recht wenige Flechtungen (http://www.extremtextil.de/catalog/Polyamid-Kordel-2mm-8-fach-geflochten::1190.html) hat, hält der Tanka hingegen recht gut.
Dafür ist solche Schnur eben nicht ganz so stabil, franst eher und dehnt sich ggf. bei Nässe.

GrouFu
26.06.2012, 21:08
Ob du die Schnur durch eine Öse ziehst und unten ein Tanka setzt, oder durch die Öse- wieder Hoch und den Leinenspanner auf die Schnur setzt, ist doch die gleiche Funktion.

Das hab ich leider jetzt noch nicht verstanden :( Kannst du das eventuell nochmal anders beschreiben oder visualisieren? Danke!

aleX

ToniBaer
26.06.2012, 21:43
Ich glaube, die sind nicht für meine Zwecke geeignet, wenn wir denn dann vom gleichen reden... Ich wollte die Tankas zum Spannen der Schnur nehmen, die das Außenzelt am Gestänge hält. Die kommt dann unten in der Ecke durch eine kleine Öse ins Zelt und kann da stramm gezogen werden.
Für die Abspannschnüre will ich dann solche Leinenspanner nehmen.

aleX

Ohne groß drüber nachgedacht zu haben würde ich die Gestängeleine einfach spannen, indem ich sie mehrmals um das Gestänge wickle und dann erst in den Haken klemme. Bei viel Spannung einfach an mehreren Stellen durchführen (vorzugsweise an den Enden). Ob das in der Praxis gut funktioniert weiß ich nicht. Erscheint mir aber einfacher als Spanner und Co. Zur Not kannst du im Nachhinein immer noch einen Tanka/Spanner hinzufügen.

Viele Grüße
Toni


Edith: Was mir grad noch einfällt. Von den Haken und Ösen lieber ein paar mehr bestellen und auch so annähen, das man sie im Notfall auf Tour mal "schnell" ersetzen kann. Man weiß ja nie...

GrouFu
26.06.2012, 21:52
Ohne groß drüber nachgedacht zu haben würde ich die Gestängeleine einfach spannen, indem ich sie mehrmals um das Gestänge wickle und dann erst in den Haken klemme.

Nur, damit ich das richtig verstehe: Du würdest die Schnur dann jeweils an den Enden fest vernähen? Ist sicherlich auch eine gute Option, aber wenn man nachts nochmal nachspannen möchte und dann rausgehen muss um an mehreren Stellen ein paar Wicklungen mehr zu machen... Ich glaube da ist es schon praktikabler, wenn man innen einfach nur an einer Stelle ziehen muss. Ob das wiederum in der Praxis klappt, kann ich auch schlecht abschätzen.

aleX

ToniBaer
26.06.2012, 22:04
Ja ich würde es festnähen. Allerdings könnte ich mir vorstellen, das eine "feine" Justage nicht möglich ist, denn die Verstellschritte wären etwa 2*Umfang des Gestängerohres. Ob das eventuell völlig ausreichend ist weiß ich nicht. Ist aber sicher die haltbarste Lösung.

Alternativ könnte man am Ansatz Gurtband (Stangenhalter)-Zelt so (http://www.extremtextil.de/catalog/Leinenspanner-LineLoc::651.html?XTCsid=150c6df13c54bfbb723c75cab68eafa9) einen Leinenspanner einnähen. Die Leine wäre frei verstellbar. Halten tun die Dinger auch, allerdings würde ich trotzdem keine reine Dyneema nehmen.

Viele Grüße
Toni

GrouFu
26.06.2012, 22:15
Alternativ könnte man am Ansatz Gurtband (Stangenhalter)-Zelt so einen Leinenspanner einnähen. Die Leine wäre frei verstellbar.
Das könnte vielversprechend sein!
Ich habe im Zelt-Bereich mal gefragt, ob jemand ein Foto von der Original-Lösung macht, vielleicht kann man da noch eine Idee abgewinnen, sonst würde ich es wohl mit den von dir genannten Abspannern machen, die freie Verstellbarkeit wäre mir schon wichtig...
aleX

ToniBaer
26.06.2012, 22:31
Wenn du dich dann für ein "Leinenspannsystem" entschieden hast, ist das Nachspannen der Stangenhalter überflüssig (was ich ein paar Beiträge vorher schrieb).

Viele Grüße
Toni

GrouFu
26.06.2012, 22:48
Wenn du dich dann für ein "Leinenspannsystem" entschieden hast, ist das Nachspannen der Stangenhalter überflüssig (was ich ein paar Beiträge vorher schrieb).
Das hab ich zwar in meinem Kopf noch nicht gelöscht, ist aber logisch. Danke trotzdem für den Hinweis, ich glaub ich hätte es sonst glatt doppelt gemacht;-)

aleX

GrouFu
27.06.2012, 00:41
Achso, hat jemand noch einen guten Tip, wie ich die Hutze nachher befestige? Ich dachte bislang an die Variante vom Innenzelt mit T-Stoppern und O-Ringen. Klappen sollte das so, aber vielleicht gehts ja noch besser?

aleX

JonasB
27.06.2012, 08:37
ich würde kleine Blitzverschlüsse nehmen...

ToniBaer
27.06.2012, 15:43
Ich würde mir das von Hilleberg abgucken (Klick (http://imageshack.us/f/125/p1050493yv8.jpg/), Klack (http://www.northernworld.de/img/raet08/tag3/slides/P1030010.JPG)). Blitzschnallen versuche ich an stark belasteten Stellen immer zu vermeiden. Hab hier ein Paar Duraflex Exemplare und die funktionieren nach ein paar Jahren nicht mehr ganz so prickelnd. Ich denke das T-Stopper-Ring System lässt sich schneller und einfacher reparieren. Ist aber auch ein bisschen subjektiv.

Viele Grüße
Toni

GrouFu
27.06.2012, 16:03
Ist ja lustig, dass Hilleberg das mit dem T-Stück so macht, das hatte ich noch gar nicht gesehen. Dann kann das ja nicht soo falsch sein;-)

aleX

GrouFu
28.06.2012, 19:47
Moin!
Ich bin gerade dabei die Sachen in den Warenkorb zu packen, da kommt mir gerade noch ein Einfall: Sollte ich vielleicht die Haken für die Aufhängung ans Gestänge nicht direkt mit Gurtband ans Außenzelt nähen, sondern zur besseren Kraftverteilung noch so dreieckige Stoffstücke dazwischen setzen? Dann wäre die Gefahr des Ausreißens doch sicher geringer oder?
Wenn das jemand verstanden hat: welchen Stoff nehme ich da am Besten? Cordura?

Danke schonmal wieder:)
aleX

JonasB
28.06.2012, 23:00
die Dreiecke kannst du auch aus 4 Lagen SilNylon machen. Selbst 2 Lagen würden wohl reichen.
Bei meinem SilNylon Lavvu sind alle Abspannpunkte für die Zeltleinen nur aus 2 Lagen, das hält auch.

GrouFu
28.06.2012, 23:04
Okay, umso besser, spart wenigstens ein Bisschen Geld, Verschnitt werde ich eh 'ne Menge haben;)
Danke für den Tip!

aleX

GrouFu
28.06.2012, 23:17
Hej JonasB, ich hab grad in nem anderen Thread gelesen, wo du herkommst, ist ja lustig. Ich komme ursprünglich aus Schwarme;)
aleX

GrouFu
03.07.2012, 14:38
Moin,
soll ich für die Aufhängung des Außenzeltes vielleicht doch lieber eine elastische Kordel nehmen oder ist die feste besser? Ich könnte mir vorstellen, dass die elastische besser für die Kraftverteilung bei einem Sturm ist aber leichter ausleiert. Ich bin mir nicht sicher, was überwiegt. Jemand Erfahrungen?
Danke schonmal,

aleX

ToniBaer
03.07.2012, 16:14
Elastische Kordel würde ich nicht nehmen. Erstens hat der Gummi-Kern nur eine begrenzte Lebensdauer (leiert aus, wird spröde) und zweitens erreicht er nicht die Bruchlast (bei selben Gewicht). Wenn du etwas "elastischeres" willst, dann schau dich mal nach Schnüren um, die eine gewisse Arbeitsdehnung haben. Beispielsweise haben die Dyneemaschnüre nahezu keine Arbeitsdehnung (ca. 1%), die Polyamidkordel (von Extremtextil) jedoch etwa 15% Arbeitsdehnung. Einfach mal im Netz gucken, da gibt es bestimmt noch günstigere Alternativen.
Praxiserfahrung, ob eine dehnbarere (nicht elastische) Kordel besser ist weiß ich leider nicht. Zur Not musst du es einfach ausprobieren, die Kordel lässt sich ja relativ einfach austauschen.

Viele Grüße
Toni

Schmusebaerchen
12.07.2012, 18:36
http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=122777&k_id=0609&hot=0

Bei allen Zelten, die wir haben wo so etwas dran ist, ist noch kein einziger Gummi ausgeleiert oder gerissen. Auch haben wir da noch nie nachgespannt. Die nicht dehnbaren Sturmleinen hingegen schon.

Ich stelle mir eher vor, dass bei böigem Wind das Zelt die ganze Kraft nicht auf ein mal abfangen muss sondern über diese 3cm Dehnung 1/10Sekunde die Kraft ein wenig verteilt wird.

Daher kommt es bei meinem neuen "Zelt" auch mit dran.

Kordelmaterial ist nicht geeignet. Ich habe das von Extex hier und man müsste es schon 4fach legen, damit es stark genug ist. Wird viel zu teuer.

ToniBaer
12.07.2012, 23:25
Wie willst du mit dem verlinkten Gummi das Gestänge am Zelt befestigen??? Den bräuchte man in einer Länge von 3+ m.

Ich hab hier eine ganze Reihe elastischer Kordeln, aus vergangenen Zeiten. Gerade jene, die dem Wetter ausgesetzt waren machen keinen guten Eindruck. Elastisch sind sie gar nicht mehr und halten tun sie nur noch dank des dünnen Mantels.


Viele Grüße
Toni

Schmusebaerchen
13.07.2012, 01:25
Entschuldigung, mein Fehler. Irgendwie habe ich Abspannung statt Aufhängung gelesen.

Zum Abspannen bleibt der Tipp bestehen. Minimiert auch etwas das angesprochene Problem.

GrouFu
21.07.2014, 11:36
Moin Moin liebe Leute!

Einige werden diesen Thread vermutlich schon vergessen bzw. noch gar nicht gesehen haben, andere werden ihn mit dem Gedanken "Der wird eh nicht fertig" in die hintersten Ecken des Kopfes verschoben haben, aber wie auch immer: Es geht jetzt weiter! Mein Stoff liegt jetzt vor mir ausgebreitet und die nächsten 2 Wochen sind ganz schön leer.

Nun, da auch ich mich die letzten 2 Jahre nicht durchgehend mit dem Zelt beschäftigt habe, kommen jetzt doch noch ein paar Fragen wieder auf. Zunächst aber mal die aktuelle Planung:

Form des Zeltes bleibt wie gehabt, ein nicht ganz gleichmäßiges Sechseck, von der Idee also fast wie das Staika. Auch die Aufhängung habe ich mir da nun abgeguckt und die passenden Gestängeclips gibts mittlerweile auch im Handel. Die Schlaufen, in die ich die Clips einnähen möchte, will ich aus Cordura machen und da ist nun auch die erste Frage: Muss ich Cordura unbedingt umsäumen oder ist das so stabil, dass das gar nicht unbedingt Not tut?

So, das wars erstmal von mir, die nächsten Tage gibts sicher auch die ersten Fotos:)

lg, aleX

JonasB
21.07.2014, 14:52
Ich würde kein Cordura nehmen, sondern dünnes Gurtband, LKW Plane oder (wenn du es bekommst) Hypalon
Beschichtetes Cordura franst zwar nicht direkt aus, wird es aber mit der Zeit ein klein wenig machen- das sieht dann nicht schön aus.
Unbeschichte franst es stark aus.
Die Beschichtung wird bei UV Strahlung auch nicht all zu dauerhaft sein.

Schmusebaerchen
21.07.2014, 17:52
Ich würde Zeltbodenstoff nehmen. Der ist mehr als robust genug, aber dennoch schön sanft und franst nicht ganz so stark es, wenn man ihn nicht säumt. Würde aber trotzdem säumen. 2 Trapeze mit verlängerter Nase, am Rand zusammengenäht, umgestülpt, Nase durch die Öse und am Dreieck festgenäht. So ähnlich hab ich es gemacht. Hält bombig.

Ansonsten Gurtband oder den Zeltstoff doppelt/drei/vierfach nehmen.

Cordura da, wo abrieb erwartet wird, als für die Gestängetaschen.

rumpelstil
21.07.2014, 20:38
Gurtband gibt es in sehr unterschiedlichen "Weichheitsgraden". Ich würde hier auch ein weiches Gurtband nehmen. Bei ZEltboden hätte ich Bedenken, dass der sich "zusammenknüllt". Ist halt kein Band,

GrouFu
23.07.2014, 01:20
2 Trapeze mit verlängerter Nase, am Rand zusammengenäht, umgestülpt, Nase durch die Öse und am Dreieck festgenäht. So ähnlich hab ich es gemacht. Hält bombig.


Hast du da evtl ne schnelle Skizze oder ein Bild von auf Lager? So ganz kann ich mir noch nicht vorstellen, wie da die Haken eingearbeitet werden sollen...
Danke schonmal,

aleX

GrouFu
28.07.2014, 15:39
Sooo, nach ca. 2-jähriger Wartezeit nun endlich die allerersten Bilder vom tatsächlichen Bau. Ich habe angefangen mit dem Außenzelt und heute zumindest die 6 Teile schonmal ausgeschnitten.

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/2014-07-28_12_16_15.jpg

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/2014-07-28_12_51_26.jpg

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/2014-07-28_13_34_11.jpg

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/2014-07-28_13_23_24.jpg

Gruß,
aleX

Schmusebaerchen
29.07.2014, 20:58
Hast du da evtl ne schnelle Skizze oder ein Bild von auf Lager? So ganz kann ich mir noch nicht vorstellen, wie da die Haken eingearbeitet werden sollen...
Danke schonmal,

aleX

Das was du gestern zugeschnitten hast, da wo die Spitze fehlt, lässt du ein Rechteck stehen. Ungefähr so:

----- <- durch Öse Stecken
| | <- A
| | <- Knickstelle
/ \
/ \ <- B
/ \
/ \
--------------- <- C

1. Das ganze 2x zunscheiden,
2. Beschichtete Seite nach außen zusammen nähen.
3. umstülpen
4. Rand umnähen(hauptsächlich für die Optik, aber auch Stabilität)
5. A durch die Öse der Gestängehaken stecken.
6. A auf B nähen.
7. C ggf. säumen und an Zelt festnähen.

Fertig

Der Winkel des Dreiecks sollte natürlich wesentlich größer sein. ca 90° und 2x45°.

Gurtband geht schneller, kann aber die Kraft nicht so gut verteilen und ist dicker, damit schlechter irgendwo in eine Naht zu integrieren(Doppelte Kappnaht) oder irgendwo zu integrieren, ohne aufzutragen(Zeltboden, Lüfter, etc.).

GrouFu
30.07.2014, 10:20
Super, danke. Ja, so ungefähr hätte ich es dann vermutlich nach der ersten Beschreibung auch gemacht, aber ne Anleitung ist natürlich was feines:)

Eine schnelle Frage noch. Wie leg ich denn wohl die Außenseite der Stoffe fest? also hauptsächlich Außenzelt und Boden? Zumindest das Außenzelt sollte ja von beiden Seiten beschichtet sein, sieht aber nicht auf beiden Seiten gleich aus. Eine glänzt viel mehr. Die hätte ich intuitiv jetzt erstmal als Innenseite definiert, stimmt das?
Denke schonmal wieder

aleX

Schmusebaerchen
30.07.2014, 17:24
Beschichtung nach Innen, damit sie geschützt wird.

Beim Zeltbodenstoff siehst du es am Rand. Die Stoffbahnen werden nicht bis zum Rand beschichtet. Die beschichtete Seite sieht mehr gräulich aus.

Das Silnylon ist, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, von der einen Seite 5fach und von der anderen 3fach beschichtet. Daher der Unterschied. Die glänzendere Seite ist die stärker beschichtete. Ohne Beschichtung siehst du auch hier am Rand, aber bei weitem nicht so deutlich, wie beim Zeltboden.

Linnaeus
30.07.2014, 20:53
Das was du gestern zugeschnitten hast, da wo die Spitze fehlt, lässt du ein Rechteck stehen. Ungefähr so:

----- <- durch Öse Stecken
| | <- A
| | <- Knickstelle
/ \
/ \ <- B
/ \
/ \
--------------- <- C


Schmusebaerchen, kannst du das noch mal erläutern? Ich steige einfach nicht durch.

(Vielleicht brauche ich aber auch einfach ein Bild ...)

GrouFu
31.07.2014, 02:06
https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/medium/2014-07-30_21_38_43.jpg (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=108597&title=2014-07-30-21-38-43&cat=500)

Schmusebaerchen
31.07.2014, 17:21
Die Forumssoftware hat die Leerzeichen entfernt :grrr:

Genau so, wie auf dem Bild.

Linnaeus
31.07.2014, 19:18
Ich danke euch vielmals!

GrouFu
14.08.2014, 00:32
Moin!
Mal wieder ein paar Tage rum, aber auch einiges passiert. Die Seitenteile sind gesäumt, die Reißverschlüsse vernäht, die Stangenclip-Halter sind fertig und an den 4 Seiten, die keine Tür haben ist eine Öse für Heringe angenäht. Ein paar Fotos sind da, ich denke das ist selbsterklärend, was man jeweils sieht...

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/k-Stangenhalter2.JPG (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=109544&title=k-stangenhalter2&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/k-Heringshalter3.JPG (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=109542&title=k-heringshalter3&cat=500)

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/k-Heringshalter4.JPG (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=109543&title=k-heringshalter4&cat=500)

aleX

rumpelstil
14.08.2014, 08:14
Danke für deine Dokumentation, es macht Spass, das mitzuverfolgen.
Ich habe auch ein sehr geschätztes Zelt, bei dem ich das Aussenzelt vielleicht mal ersetzen möchte. Ich musste es ausmustern, 20 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. Aber das Gestänge ist noch 1a, den Boden habe ich schon mal ersetzt.
Dein Thread ist sehr motivierend!

GrouFu
16.08.2014, 14:05
So, die ersten zwei Seitenteile sind zusammengenäht!

https://www.outdoorseiten.net/fotos/data/500/k-P1010586.JPG (https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=109638&title=k-p1010586&cat=500)

rumpelstil
16.08.2014, 16:14
Mit was für einer Naht hat du die Seitenteile zusammengenäht? Französische oder abgesteppt oder Kappnaht?

GrouFu
16.08.2014, 16:18
Auf dem Foto ist die Naht nur gesteppt, mittlerweile sinds alles Kappnähte;)

rumpelstil
16.08.2014, 19:50
Das habe ich mir schon gedacht, dass du die nicht 'nur gesteppt' lässt ;-)

Darf ich fragen, wie du die Kappnähte gefertigt hast? Denn bügeln wird bei dem Stoff ja höchstens eingeschränkt gehen, Stecken verbietet sich, vorkleben geht wohl auch schlecht. Zudem ist da die Kurve...
Ich kann mir höchstens vorstellen, sehr langsam zu nähen und den Stoff direkt vor dem Nähfuss händisch einzufalten. Oder hast du einen extra Fuss für die Kappnaht? Stelle mir auch da das Handling mit dem fludderinge Stoff schwierig vor.

Schmusebaerchen
17.08.2014, 08:17
Bin zwar nicht der TO...

Büroklammern haben sich bei mir als praktisch erwiesen. Braucht man auch nur bei der ersten Naht. Bei der zweiten Naht zieht man einfach beide Stoffteile auseinander und führt mit der anderen die zu vernähende Kante unter den Fuß.

Saumfuß hat bei mir kein bisschen funktioniert. Ob es an mir oder am Stoff liegt...keine Ahnung.

Stecknadeln kann man durchaus verwenden. Durch die Nähte entstehen viel mehr und bei schlechten Nähten sogar viel größere Löcher. Wie bei den Büroklammern braucht man die auch nur bei der ersten Naht. Dadurch bleibt es trotzdem dicht, sollte man nur Corespun Garn verwenden. In dem Fall müssen die Nadeln auf die Saumseite, von der Naht aus gesehen.

inselaffe
17.08.2014, 09:31
Ja, den Saumfuß kannst du dir schenken, viel zu frimmelig. Unser Mutter näht seit Ewigkeiten, hat früher auch die ganze Kinderkleidung für meine Schwester und mich selbst geschneidert. Aber den Saumfuß hat sie noch nie benutzt.

rumpelstil
17.08.2014, 14:01
Stecknadeln - solange man sie in die NZ stecken kann, ok. Aber ins Gewebe daneben möchte ich sie nicht stecken. Im Gegensatz zur Naht kommt da ja kein Garn rein und auch kein Seamseal drüber.

Dass ein spezieller Fuss bei dem "fludderigen" Gewebe nicht funktioniert, habe ich befürchtet (Ich nähe auch fast alle meine Klamotten selber und besitze keine speziellen Saumfüsse. Aber normale Kleidungsstoffe kann man auch problemlos bügeln. Würde es bei den Zeltstoffen sauber funktionieren, so wäre es mir den Kauf wert.).


Büroklammern haben sich bei mir als praktisch erwiesen. Braucht man auch nur bei der ersten Naht. Bei der zweiten Naht zieht man einfach beide Stoffteile auseinander und führt mit der anderen die zu vernähende Kante unter den Fuß.

Die erste Naht befestige ich auch oft mit Büroklammern. Die erste Naht ist ja eh nicht das Problem, sondern die zweite
Du plädierst also für das "Führen mit der Hand". Werden deine Nähte so richtig gut und sauber? Ich mache es auch so, bin aber mit dem Ergebnis nicht richtig zufrieden (bei den dünnen Kunststoffmaterialien). Oft verzieht es die Nähte, gelegentlich gibt es einen Wulst unten etc., vor allem, wenn es um die Kurve geht. Und bei den Zeltteilen geht es ja meist um die Kurve... Und trennen möchte ich ja vermeiden.

(Ich spreche von einer "richtigen" Kappnaht, hier manchmal auch doppelte Kappnaht genannt. Die "einfache Kappnaht" ist ja nur eine abgesteppte Naht, die ist weniger problematisch.)

FlorianHomeier
17.08.2014, 14:59
Silnylon nähen macht mich immer wahnsinnig, das Zeug ist einfach zu glitschig. Ich habe letzte Woche mal gefragt wie das eigentlich in der Fabrik gemacht wird. Dass dort Zweinadel-Doppelsteppstich-Nähmaschinen vmtl. mit zwei oder dreifachtransport benutzt werden war mir klar, aber wie kommt der Stoff sauber zu den Nadeln, und teilweise sind die Nähte der Serienzelte ja wirklich halsbrecherisch.
Es wurde mir gesagt ein Teflonfuss sei wichtig, und es hätte in der Fabrik spezielle "feeder", ich gehe dabei von den Blechkonstruktionen aus die vor dem Fuss auf den Tisch geschraubt werden, die man auf manchen Bildchen findet wenn man im Netz nach Infos zu dem Thema sucht. Mit viel Glück bekomme ich demnächst so einen feeder...
Ich bekomme auf jeden Fall Depressionen wenn ich höre dass ein Näher in der Fabrik so eine 5m lange Bogenförmige Doppelkappnaht in Silnylon in 10 Sekunden zusammenballert.

rumpelstil
17.08.2014, 19:52
Silnylon nähen macht mich immer wahnsinnig, das Zeug ist einfach zu glitschig.
Das beruhigt mich jetzt wirklich, das von dir zu lesen. Ich kriege die Nähte schon so hin, das sie halten und funktionieren, aber es ist ein Gefludder und meistens optisch nicht zufriedenstellend.

Wenn so was in 10s machbar ist, dann muss es funktionierendes Spezialmaterial geben - eben Feeder (ist ja vom Prinzip her wohl ähnlich wie ein Spezialfuss, nur davorgebaut)o.ä. , die mit solchem Material wirklich funktionieren. Falls du sowas kriegst, ich wäre total neugierig, das mal zu sehen und zu hören, wie es im "Hausgebrauch" funktioniert.

Ich habe mich auch schon gefragt, ob Zeltnähte irgendwie mechanisch "vorgefaltet" (statt bügeln) werden.

Mit Teflonfuss habe ich auch schon genäht (auf der Maschine einer Freundin), hilft, aber brachte mir auch nicht den Durchbruch.

FlorianHomeier
17.08.2014, 20:02
Ich hoffe ich habe nicht irgendwo den Eindruck erweckt ich sei der ober-silnylon-Nähweltmeister. Man kann die Sachen idR benutzen, aber die Leut in China würden sich vermulich kaputtlachen.

JonasB
18.08.2014, 17:31
Näht ihr echte Doppelkappnähte oder Kappnähte?
Ich nähe schon seit einigen Projekten nur noch Kappnähte und nachdem ich jetzt schon bei namenhaften (Zelt)herstellern gesehen habe das dort ebenfalls Kappnähte genäht werden, mache ich es jetzt eh nur noch.
Die Stabilität ist glaube ich minimal geringer, aber der Aufwand deutlich weniger.

Edit: [Naht-Belastungstest] Ich habe eben ein Testmuster genäht. Kappnaht neben Doppel Kappnaht. Bei gefühlt ca. 30kg riss die Kappnaht bei einer seitlichen Belastung auf. Die Doppelkappnaht ist noch ganz. Es war kein 100%iger Test da die Fadenspannung bei beiden Nähten nicht ganz gleich war, aber als Anhanltswert lässt es mich nun doch wieder nachdenken und nach einem geeignetem Nähfuß /Nähhilfe zu schauen mit der eine Doppelkappnaht sauber in einem Zug gelegt werden kann.

FlorianHomeier
18.08.2014, 19:40
Ich habe bis jetzt immer Doppelkappnähte verwendet, allerdings stellt sich ein bisschen die Frage ob es wirklich notwendig ist.
Bei diesen eingefassten Nähten, bei denen ja auch nur eine Stichreihe die Kraft abbekommt und nicht zwei, ist auch noch nie eine Reklamation aufgetreten. Es sei denn, da ist schon beim Nähen ein Fehler passiert. Aber korrekt genäht scheinbar absolut ausreichend.

Mal noch was: Jonas, wenn du mal die Doppelkappnaht auch noch zerreißt, wie sieht der Stoff danach aus, bzw. was von beidem ist besser reparierbar? Wäre evtl noch ein pro kontra Argument. Würd mich mal interessieren, hab noch nie ne ausgerissene Naht in silnylon gesehen wo kein Nähfehler oder Schnittfehler verantwortlich war. Hab gerade keine Möglichkeit zu nähen.

derray
18.08.2014, 19:48
Mir ist auch schon länger aufgefallen das es verschiede Nähte gibt die alle Kappnähte oder Doppelkappnähte genannt werden.
Ich verwende ausschließlich die Naht die hier Doppelkappnaht genannt wird:

http://www.duerkopp-adler.com/de/main/Support/Naehtechnik-Lexikon/1_Naehtechnik/Kappnaehte.html

Bei der gezeigten Einfachkappnaht würde die nicht gekappte Stoffkante ausfransen.


Es gibt auch noch diese Kappnaht (auch als Doppelkappnaht zu finden):

http://www.flusslinie.de/naehen.htm

Jedoch lässt mich mein Physikgrundwissen hier vermuten das die Kräfte nicht optimal auf beide Nähte verteilt werden.

Wenn man Dr. Gugel fragt bekommt man noch weitaus mehr unterschiedliche Kappnähte gezeigt.
mfg
der Ray

FlorianHomeier
18.08.2014, 20:03
Die Doppelkappnaht im zweiten link ist so ein bisschen die mogel Vereinfachung. Ist deutlich einfacher zu nähen ohne vor dem ersten Stich stundenlang rumzufummeln. Habe ich beim letzten Baumwollzelt so gemacht, bin mit dem Ergebnis und vor allem der Nähgeschwindigkeit ganz zufrieden. Wenn man die Naht ganz flach hinbekommt ist sie imho ähnlich stabil wie die aus dem ersten link. Problem ist imho eher dass bei der an der Kante liegenden Naht die Stichlöcher freiliegen und man da nach draußen gucken kann wenn richtig Zug draufkommt. Bei der anderen sind die Stichlöcher dann auch aufgezogen, aber man sieht es nicht weil immer noch ne Lage Stoff irgendwo ist.

rumpelstil
18.08.2014, 20:44
Das deckt sich mit meiner Erfahrung. Und die "echte" Doppelkappnaht (von der Duerrkopp-Adler Seite) ist mit normaler haushaltmaschine total frickelig, finde ich.

Sarekmaniac
18.08.2014, 21:40
Das habe ich mir schon gedacht, dass du die nicht 'nur gesteppt' lässt ;-)

Darf ich fragen, wie du die Kappnähte gefertigt hast? Denn bügeln wird bei dem Stoff ja höchstens eingeschränkt gehen, Stecken verbietet sich, vorkleben geht wohl auch schlecht.

Vorkleben von Silnylon geht hervorragend mit Elastosil (http://www.wacker.com/cms/de/products/product/product.jsp?product=9037), alternativ essigvernetzendes Silikon mit Aceton verrühren, d.h. verdünnen. Die letztgenannte Klebeverbindung ist nur eine Krücke, um den Stoff für das Nähen zu fixieren, Elastosil wird dagegen bombenfest, die Stücke sind nicht mehr zerstörungsfrei auseinanderzukriegen.

Es gibt hier im Forum mehrere Erfahrungsberichte, wo nur mit Elastosil geklebt wurde, z.B. ein Tarp (ganz ohne Nähen).

Selbst gebogene Schnittkanten kann man so sauber vorkleben. 1 cm Überlappung für perfekte, 12 mm breite Doppelkappnähte.

Bluebalu
18.08.2014, 22:22
Die Sache mit Elastosil hat nur einen Haken:

Es wird anscheints nur noch an Gewerbetreibende verkauft.

Egal, was, zB. Nageldesignerin (ich habs gefragt:bg:), nur nicht an Privatleute, egal mit was für einen beruflichen oder freizeitlichen Hintergrund.

Aber, wer nicht einen kennt, der einen kennt, der ein Geschäft betreibt, sollte sich mal einen grösseren Freundeskreis aufbauen.....

FlorianHomeier
19.08.2014, 06:31
Auf Silikon hält halt nur Silikon. Was wenigstens ein bisschen darauf klebt, zumindest am besten von den Klebebändern die ich probiert habe, sind die Siga-klamotten wie Rissan und Sicrall bzw. baugleiche Bänder, um mal nen Lüfter zum gucken hinzukleben langts. An so einer Klebestelle kann man aber kein Zelt durch die Nähmaschine ziehen...

Sarekmaniac
19.08.2014, 12:55
@bluebalu: Nich beim Hersteller fragen. Schau mal z.B. bei Amazon.

Bluebalu
19.08.2014, 13:29
Ja, kein Problem.
Wacker Chemie stellt das Zeug her;
Du kannst problemlos zB. über Ebay oder Amazon bestellen,den Kauf abschliessen, bezahlen und dann landete ich da an den Zwischenhändler der eben nur an Gewerbetreibende ausliefern darf (laut Herstellervorgaben, da das Zeug in der Verarbeitung halt gesundsheitsgefährdente Gase freisetzt).
Ich wurde per mail aufgefordert ein Nachweis über ein Gewerbe zu übermitteln, andernfalls wird der Kauf storniert.
Vorher war nirgends was von nur an Gewebrtreibende zu lesen.
Wenns bei anderen anders war, habe ich halt den falschen Händler erwischt.
Ich erinnere mich aber nur einen Händler entdeckt zu haben.
Und ich denke mal das Wacker Chemie alle seine Zwischenhändler gleich behandelt.

Sarekmaniac
19.08.2014, 13:44
Der hier (http://www.hoelleinshop.com/e-vendo.php?shop=hoellein&SessionId=&a=search&SearchStr=elastosil+e+43) z.B. verkauft laut AGB ausschließlich an private Endverbraucher.

JonasB
19.08.2014, 20:50
Das ist in meinen Augen eine normale Doppelkappnaht.
Die dort gezeigte Kappnaht ist für mich nur ein feststeppen der Nahtzugabe.



http://www.duerkopp-adler.com/de/main/Support/Naehtechnik-Lexikon/1_Naehtechnik/Kappnaehte.html



Das ist für mich eine Kappnaht, von der ich hier auch geredet habe. Nur nähe ich sie anders.


http://www.flusslinie.de/naehen.htm



Ich werde demnächst mal einen neuen Test machen mit (meiner) Kappnaht neben Doppelkappnaht.
Das von Florian beschriebene Problem das sich die Nahtlöcher bei der Kappnaht deutlich stärker auf ziehen, ist mir bei dem kleinen Test aber auch schon auf gefallen.
Ich denke es macht große Unterschiede ob man Sil-Nylon, PU Nylon, Polyester oder Baumwolle (Michgewebe) vernäht.

Bluebalu
19.08.2014, 22:25
OT:

Wie so oft kann man Unterschiedliches meinen, wenn man dasselbe sagt.
Mein Elastosil nennt sich N199, es gibt mehrere Elastosile, wie es bei den anderen kann ich nicht sagen.
Ich habe die Empfehlung N199 zu verwenden hier aus dem Forum, das an dieser Stelle zweitgenannte Elastosil hat eine kürzere Standzeit bis zum Abbinden, daher hatte ich mich für dieses entschieden.

Nichts für ungut, :bg: ich wollte nur meine Erfahrung mit der Bestellung kundtun.

rumpelstil
20.08.2014, 07:36
Von meiner Seite jedenfalls ein Dankeschön, mir war Elastosil nicht bekannt und ich werde es wohl mal ausprobieren, erst kleben, dann die Doppelkappnaht vorfalten und dann nähen.
Ich stell mir das vorkleben auch nicht ganz einfach, da man bei einer gebogenen Naht ja Aussenkurve auf Aussenkurve kleben muss - das muss ja eigentlich Fältchen geben...

FlorianHomeier
20.08.2014, 07:49
Vorkleben im Stil der "Mogelnaht", also links auf links gelegt um 1x Nahtzugabe verschoben. Wenn die Kurvenradien ähnlich sind sollte das besser gehen. Nähen kann man dann ja immernoch die richtige Doppelkappnaht. Wie trägt man das Elastosil am besten auf dass nichts rausschaut? Schablone, abkleben, Augenmaß?

rumpelstil
20.08.2014, 14:56
Na darauf hätte ich ja auch selber kommen können... ich hätte jetzt versucht, rechts auf links zu kleben, also quasi die NZ, die "übersteht" schon "umgeklappt" zu kleben - und dann die Klebenstelle einmal eingefaltet, sodass sie hinten und vorne "über deckt" wird..
Nunja, das wird wohl nur nachvollziehen können, wer es schon vorher verstanden hat. Sorry.

Ich denke, bei graden Nähten geht das leichter als zuerst re auf li zu kleben, weil man dann beim Nähen nicht mehr einfalten muss. Bei einergebogenen Naht ist es vermutlich fast unmöglich.

Sarekmaniac
20.08.2014, 18:33
Vorkleben im Stil der "Mogelnaht", also links auf links gelegt um 1x Nahtzugabe verschoben. Wenn die Kurvenradien ähnlich sind sollte das besser gehen. Nähen kann man dann ja immernoch die richtige Doppelkappnaht.

Wenn Du eine echte Doppelkappnaht nähen willst, also zwei parallele Nähte jeweils durch vier Lagen stoff, dann keinesfalls links auf links vorkleben. Sondern die zu fügenden Teile einfach mit einer überlappung von 10 mm aufeinander nähen, links auf rechts.

Dann nach etwas Aushärtungszeit (bei E 43 reichen 10 Minuten die Kappnaht falten (der gedoppelte Stoff liefert eine gute "Orientierungskante" um die herum der Stoff beidseitig eingefaltet wird.


Wie trägt man das Elastosil am besten auf dass nichts rausschaut? Schablone, abkleben, Augenmaß?.

Ich habe mir einen 10 mm breiten Künstlerpinsel aus weichem Silikon gekauft. Also keine Borsten, sondern ein kleiner Silikonspatel am Stil. Dann das Elastosil wie einen Alleskleber auf den Stoffrand geben und mit dem Pinsel breit streichen. andere Stoffkante auflegen und danach mit einer Linosdruckwalze drübergehen.

Wenn man nur klebt (noch nie probiert), muss man wohl sehr aufpassen, dass man überall Kleber hat, wenn man eh näht, ist das nicht so wichtig, wenn der kleberauftrag mal etwas breiter, mal etwas schmaler ist. Und wenn Kleber übersteht - bei einer echten Kappnaht wird das dann ja eh eingefaltet.

FlorianHomeier
20.08.2014, 20:19
Sarekmaniac so wie du es beschreibst geht es auch, allerdings ist es imho recht einfach hier aneinander vorbei zu reden wenn die Begriffe nicht 100% klar sind. Also nochmal möglichst präzise:

Du legst die beiden Hälften beide zB mit der Zeltaußenseite nach unten NEBENEINANDER aufn Tisch, lässt 10mm überlappen und innerhalb dieser 10mm nähst oder klebst du im Bereich der Über lappung, und nach der Aushärtung faltest Du die Naht und nähst fertig.

Hab ichs richtig verstanden?

Ws ich meinte war um zwei gegengleich runde Stücke zu vernähen wie zB bei einer Kuppel.
Ich lege eine Hälfte mit der Zeltaußenseite nach oben zeigend hin, die zweite Hälfte mit der ZA nach unten "kongruent" auf die erste OBENDRAUF. Dann schiebe ich die obere zur seite bis 10mm der unteren zu sehen sind.
Bei der Mogelnaht würde ich jetze 10mm vom Rand der Oberen Bahn bzw.20mm vom Rand der unteren eine Steppnaht setzen.
Alternativ könnte man aber auch die ersten 10mm kleben, warten, die Naht wie von dir beschrieben falten nur der Kleber ist an ner anderen Stelle, und dann schön zwei parralele Nähte durch 4Lagen setzen.

Kommt das gleiche bei raus, oder? Nur bei meiner Version nerven die Rundungen nicht so. Bei geraden Nähten ist Deine Version sicherlich besser, und vor allem erprobt. Ich habs nicht ausprobiert so wie ichs beschrieben habe.

rumpelstil
20.08.2014, 20:26
Ihr habt beide zumindest verstanden, was ich gemeint habe...
Bei Florians Methode muss man beim Nähen noch "händisch" den Überstand einklappen. Dafür kann man auch gebogene Nähte problemlos vorkleben.
Bei Sarekmaniacs Methode muss man die geklebte Naht nur noch einmar rumklappen und hat so die 4-fache Lage - zwei Nähte drüber, fertig. Ich fürchte nur, dass man gebogene Nähte nicht sauber (dh. faltenfrei) geklebt bekommt.

Hmmm... ich glaub, ich muss doch bald mein altes Geodätenzelt aus dem Keller holen und ein neues Überzelt nähen...

FlorianHomeier
20.08.2014, 20:51
Versuch macht kluch...