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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Entscheidungshilfe gesucht: Trekkingrucksack für Frauen



Trotter
27.04.2012, 23:21
Guten Abend,
ich plane eine mehrwöchige Tour (Wandern mit Rucksack und Zelt) in Schweden (nördlicher Kungsleden), allerdings fehlt mir noch der geeignete Rucksack.
Bei meiner Suche nach einem Trekkingrucksack bin ich auf drei Modelle gestoßen, die mir sehr zusagen. Das ist einmal der Ariel 65 von Osprey, der Torlesse 65 von MacPack und der Gregory Deva 60. Und da stehe ich auch schon vor meinem Problem, wegen dem ich hier bin: ich kann mich nicht entscheiden welchen.
Ich habe alle drei heute beim Outdoorladen meines Vertrauens anprobiert und muss sagen, dass ich sie alle als angenehm empfand. Der Gregory Deva war auch bei schwerer Beladung noch sehr angenehm und bequem und erweckte daher mein Interesse. Allerdings qietschte der so unsäglich bei jedem Schritt, dass er trotz des Comforts nicht ganz überzeugen konnte. Meine Frage daher: kann man dieses Quietschen irgendwie unterbinden? Oder hat jemand hier vielleicht diesen Rucksack und kann ein wenig berichten, und sagen, ob das Quietschen eigentlich üblich für den Rucksack ist?
Wenn das Quetschen aber ganz normal sein sollte und man auch nichts machen kann, dann bleibt eigentlich nurnoch die Entscheidung zwischen Ariel und Torlesse, da ich während des Wandern schon gerne meine Ruhe habe.
Bei dem Torlesse von MacPack ist mir aufgefallen, dass ich den Hüftgurt nicht ganz so angenehm empfand (aber trotzdem noch gut) wie der des Ariels, allerdings war der Schultergurt beim Torlesse ein kleines bisschen angenehmer.
Ich weiß zwar nicht, ob ihr mir bei meiner Entscheidung helfen könnt, wäre aber über Erfahrungen oder Anregungen zur Entscheidungsfindung sehr dankbar.
Schonmal Danke im Voraus,
Trotter

Aktaion
28.04.2012, 01:55
Ich denke die endgültige Entscheidung wird dir niemand abnehmen können.

Das Du die Rucksäcke schon Probegetragen hast, ist auf jedenfall schonmal der richtige Ansatz.

Jetzt wäre evtl. noch ein Punkt, wie lange und in welchem Umfang das geschehen ist?

Also optimalerweise >1h und mit einer einigermaßen realitätsnahen Beladung mit tourengerechter Bekleidung..

Selbst danach wäre nicht gesagt, dass es jetzt DER Rucksack ist, aber zumindest wird ein Totalausfall eher unwahrscheinlich.

Zum Quietschen:
Dazu muss man lokaliesieren, von wo das Geräusch kommt.
Hatte das bei den Anfangstouren mit dem LA Cerro Torre auch, und es war auf die Hüftgurtaufnahme zurückzuführen, wo Plastik auf Plastik läuft.

Etwas Silicon Grease, oder dosiertes WD40 auf die Stelle und das sollte erledigt sein.
Somit kein Ausschlusskriterium.

Trotter
28.04.2012, 09:22
Danke schon mal!
Das Quietschen kam vom Hüftgurt - an der Stelle an der Hüftgurt und Rücken zusammenlaufen, allerdings von den beiden Stoffen, die dort aufeinandertreffen. Und ebenfalls vom Schultergurt (Schultergurt hat Kontakt mit der Rückenpolsterung und quietscht).
Das Problem ist nur, dass ich ja nicht einfach so im Laden diese "Schmiere" draufhauen kann, um zu hören, ob das wirklich das Aus des Quietschens ist.
Den Tipp mit dem langen Tragen mit richtiger Bekleidung werde ich beherzigen - das wird dann gleich als nächstes ausprobiert. :)
In meiner Familie kam jetzt noch die Diskussion auf, ob 60 bzw 65l für eine mehrwöchige Tour überhaupt reichen. Allerdings glaube ich, dass so ein 75l+ ein bisschen zu groß ist, da ich selber nur relativ klein (1,60m) bin und eh nur maximal 15-17kg tragen kann. Ich hab zwar schon in anderen Threads gelesen, dass da die Meinungen auseinandergehen. Ich habe eingentlich eine eher spartanische Tour vor, bei der ich mich komplett selbst versorgen möchte. Es kann auch gerne ein bisschen außen am Rucksack baumeln -stören tut das ja nicht sonderlich. Oder sollte man lieber zum größeren Rucksack greifen, den man dann nicht ganz füllt bzw. alles was beim 65l baumeln würde in den Rucksack packt?

Grüße, Trotter.

Schmusebaerchen
28.04.2012, 12:51
Du scheinst ja in der Nähe des Ladens zu wohnen: Frage nach, ob du ihn umtauschen kannst, falls er zu klein ist. Zuhause dann probe Packen.

Die Rucksackgröße ist bei absolut vollgestopftem Rucksack gemessen und aufgerundet. Ich würde nicht so genau kalkulieren. Vielleicht hat man beim nächsten mal eine Jacke zusätzlich mit und diese passt nicht mehr rein. Außerdem gehen die Rucksäcke leichter zu, wenn sie nicht ganz voll sind.
Der leere große Rucksack ist nicht höher, als der vollgestopfte kleine Rucksack. Daher macht es optisch kaum einen Unterschied. Aber darauf achten, dass es die gleiche Größe des Tragesystems ist.

Von Meru, Deuter, JW und anderen Herstellern gibt es universelle Außentaschen zum nachrüsten. Rund 10-15l pro Seite.

Daenni
02.05.2012, 23:32
So als Idee... meine Freundin hatte auch zig Rucksäcke auf und ist dann bei dem ACT Lite geblieben.
Ist ja auch egal.. ihr gefiel bei den meisten "hochgebauten" Rucksäcken nicht, dass die Kapuze der Jacke sie im Nacken einschränkt. Ich mag es auch nicht.. führt bei mir automatisch zu einer unbewussten Fehlhaltung (auch Tauben-Haltung genannt) und dann eben zu Nackenschmerzen.

Mache Dir doch mal eine Liste von dem was Du mitnehmen möchtest/musst. Packe alles in einen relativ festen Beutel und schon hast Du ein (komprimiertes) Volumen was Du halbswegs abschätzen kannst.
Eine Regenjacke kannst Du am Rucksack befestigen, das mache ich auch, hat vorallem den Vorteil die Jacke recht schnell parat zu haben wenn es anfängt zu regnen. Ausgerechnet in Schweden war ich schon völlig (wirklich völlig) durchnässt weil irgendwer "da oben" meinte mir eine Lektion erteilen zu wollen..

Wieviel Kilo hat er Dir denn reingepackt beim Probetragen?

Trotter
03.05.2012, 13:46
Beim Probetragen habe ich ungefähr 17kg im Rucksack gehabt. Bei meiner Tour werden es wahrscheinlich auch um die 17kg (eher mehr) werden, am Anfang wahrscheinlich noch ein bisschen mehr. Muss mal noch gucken, wo ich meine Ausrüstung noch aufbessere (Gewicht sparen), und wie viele Personen jetzt überhaupt mitkommen (bisher noch unklar, aber min. zwei).

Bei dem Volumen werde ich jetzt wohl eher zum größeren Rucksack greifen, da ich jetzt mal alles in einen alten Billigrucksack von einem Freund gestopft habe (70l) und alles gut verstauen konnte. Und da ich quasi ja den Rucksack auf einer Tour jeden Tag neu bepacken muss, ist da ein größerer Rucksack für mich glaube ich angenehmer. Da kann man auch mal stopfen... :ignore:

Prachttaucher
03.05.2012, 14:03
...(nördlicher Kungsleden)...



...In meiner Familie kam jetzt noch die Diskussion auf, ob 60 bzw 65l für eine mehrwöchige Tour überhaupt reichen. Allerdings glaube ich, dass so ein 75l+ ein bisschen zu groß ist, da ich selber nur relativ klein (1,60m) bin und eh nur maximal 15-17kg tragen kann....

Du hast ja die STF-Hütten wo Du nachkaufen kannst. Ist vielleicht etwas teurer und alles gibt´s nicht, aber mit dem Hintergrund sollten die 60-65 Liter auf jeden Fall reichen. Wobei es auch da natürlich auf halbwegs vernünftige Ausrüstung ankommt. Also kein 3-Mann-Zelt mit voluminösen 2 kg Kufa-Schlafsack etc. auf Solotour nehmen.

Trotter
20.05.2012, 09:37
So... ich melde mich jetzt mal auch wieder zurück. Erstmal Danke für eure Anregungen und Tipps.

Es ist jetzt ein Deva 70 von Gregory geworden.
70l, weil ich auch in der Zukunft auch noch längere Touren plane. Zwar hätten 60l im Fjäll wirklich gereicht, aber ich möchte lieber gleich einen Rucksack, der für zufünftige Touren auch noch angemessen ist.

Falls jemand Interesse hat: ich werde nach einer Probewanderung zu Pfingsten (2Tage) noch einen Testbericht einstellen und kann auch gerne, falls Interesse, schreiben, was zu meiner Entscheidungshilfe beigetragen hat und warum genau es jetzt ein Gregory wurde.

Naturalista
24.02.2013, 21:52
So... ich melde mich jetzt mal auch wieder zurück. Erstmal Danke für eure Anregungen und Tipps.

Es ist jetzt ein Deva 70 von Gregory geworden.
70l, weil ich auch in der Zukunft auch noch längere Touren plane. Zwar hätten 60l im Fjäll wirklich gereicht, aber ich möchte lieber gleich einen Rucksack, der für zufünftige Touren auch noch angemessen ist.

Falls jemand Interesse hat: ich werde nach einer Probewanderung zu Pfingsten (2Tage) noch einen Testbericht einstellen und kann auch gerne, falls Interesse, schreiben, was zu meiner Entscheidungshilfe beigetragen hat und warum genau es jetzt ein Gregory wurde.

Ich weiß, dass der Thread schon etwas älter ist, aber da ich aktuell auch auf der such nach einem geeigneten Trekkingrucksack bin würde mich dein Erfahrungsbericht schon sehr interessieren. Ich habe gestern einen Deuter aircontact 55+15 SL probegetragen, der überaus bequem war (beladen mit ca. 17kg). Allerdings kommt er mit einem Eigengewicht von knapp 3kg recht schwer vor?!
Da ich im Sommer eine 4 wöchige Tour plane, bei der ich auch Verpflegung für ca. 10 Tage dabei habe, kommt er mir allerdings auch etwas klein vor, da würde ich eher zum 65+15 tendieren.

Wie ist denn das "Wohlfühlgewicht" vom Deva? Beim Deuter soll es ja bei ca. 25-30kg liegen!?

Sabine38
01.03.2013, 13:22
Ich weiß, dass der Thread schon etwas älter ist, aber da ich aktuell auch auf der such nach einem geeigneten Trekkingrucksack bin würde mich dein Erfahrungsbericht schon sehr interessieren. Ich habe gestern einen Deuter aircontact 55+15 SL probegetragen, der überaus bequem war (beladen mit ca. 17kg). Allerdings kommt er mit einem Eigengewicht von knapp 3kg recht schwer vor?!
Da ich im Sommer eine 4 wöchige Tour plane, bei der ich auch Verpflegung für ca. 10 Tage dabei habe, kommt er mir allerdings auch etwas klein vor, da würde ich eher zum 65+15 tendieren.

Wie ist denn das "Wohlfühlgewicht" vom Deva? Beim Deuter soll es ja bei ca. 25-30kg liegen!?

Mit 3kg ist der Rucksack sicher kein Leichtgewicht, allerdings haben die ganz leichten Rucksäcke häufig auch kein Tragesystem mit dem man noch angenehm 15kg oder mehr tragen kann. Das Modell selber kenne ich nicht, daher kann ich dazu speziell nichts sagen.

Was die Größe angeht: Ich komme für eine 14 tägige, autarke Tour mit meinem Ariel 65 (Größe S, daher "nur" 62 Liter) ohne Probleme aus. 65+15 ist daher in meinen Augen für 10 Tage autark übertrieben. Aber das hängt natürlich immer auch ein bisschen von den sonstigen Umständen ab.

Auf die Gefahr hin selbstversändliche Dinge zu sagen: Das Wohlfühlgewicht hängt nicht nur vom Rucksack, sondern natürlich auch von dir ab. Bei 25 bis 30 Kilo komme ich jedenfalls schon beim Gedanken daran ins Schwitzen. Ich (162cm groß, 62kg) versuche bei maximal 18kg zu landen, in absoluten Ausnahmefällen 20 (das macht dann aber keinen wirklichen Spaß mehr), auch wenn der Rucksack auf mehr ausgelegt ist. Dieses Gewicht überschreite ich im Übrigen auch bei den oben beschriebenen 14 Tagen autark nicht. Allgemein gilt die Faustregel, dass für eine Frau der Rucksack nicht mehr als 25% bis maximal 30% des eigenen Körpergewichtes nicht überschreiten sollte.

oesi
03.03.2013, 10:54
Ich weiß, dass der Thread schon etwas älter ist, aber da ich aktuell auch auf der such nach einem geeigneten Trekkingrucksack bin würde mich dein Erfahrungsbericht schon sehr interessieren. Ich habe gestern einen Deuter aircontact 55+15 SL probegetragen, der überaus bequem war (beladen mit ca. 17kg). Allerdings kommt er mit einem Eigengewicht von knapp 3kg recht schwer vor?!
Da ich im Sommer eine 4 wöchige Tour plane, bei der ich auch Verpflegung für ca. 10 Tage dabei habe, kommt er mir allerdings auch etwas klein vor, da würde ich eher zum 65+15 tendieren.

Wie ist denn das "Wohlfühlgewicht" vom Deva? Beim Deuter soll es ja bei ca. 25-30kg liegen!?

Wenn dir der Aircontact gefällt kannst du dir auch mal den Act Lite (https://www.globetrotter.de/shop/rucksaecke-taschen/tourenrucksack/deuter-act-lite-45-10-sl-136285/) anschauen. hat zwar nur 55 Liter, dafür wiegt er aber auch nur die Hälfte.

Schattenschläfer
03.03.2013, 12:34
Ohne jetzt genau zu wissen wie´s aussieht würde ich als Faustregel mal sagen, bei maximal 15kg Gesamtgewicht tut´s ein Leichtrucksack wie ein ACT Lite. Ein Kilo gespart. Und nach zwei Tagen hast du ja auch einiges an Essen weggefuttert. :DMehr sollte es aber nicht sein, dann lieber anständiges Tragesystem.

Der Osprey Ariel trägt auch mittlere lasten bei verträglichem Gewicht.

Der 55+10 wiegt aber 2580g und nicht 3 kg :D. Und die Regenhülle, die bei Leichtrucksäcken oft fehlt, ist bereits dabei, das macht ja auch nochmal 100-150g aus. Wenn er dir passt und du ihn bequem tragen kannst, würde ich ihn nehmen. Das Ding hat keine gravierenden Schwächen (auch wenn mir persönlich die Art, wie Deuter die unteren Kompressionsriemen platziert noch nie gefallen hat).

Naturalista
04.03.2013, 18:17
Mit 3kg ist der Rucksack sicher kein Leichtgewicht, allerdings haben die ganz leichten Rucksäcke häufig auch kein Tragesystem mit dem man noch angenehm 15kg oder mehr tragen kann. Das Modell selber kenne ich nicht, daher kann ich dazu speziell nichts sagen.

Was die Größe angeht: Ich komme für eine 14 tägige, autarke Tour mit meinem Ariel 65 (Größe S, daher "nur" 62 Liter) ohne Probleme aus. 65+15 ist daher in meinen Augen für 10 Tage autark übertrieben. Aber das hängt natürlich immer auch ein bisschen von den sonstigen Umständen ab.

Auf die Gefahr hin selbstversändliche Dinge zu sagen: Das Wohlfühlgewicht hängt nicht nur vom Rucksack, sondern natürlich auch von dir ab. Bei 25 bis 30 Kilo komme ich jedenfalls schon beim Gedanken daran ins Schwitzen. Ich (162cm groß, 62kg) versuche bei maximal 18kg zu landen, in absoluten Ausnahmefällen 20 (das macht dann aber keinen wirklichen Spaß mehr), auch wenn der Rucksack auf mehr ausgelegt ist. Dieses Gewicht überschreite ich im Übrigen auch bei den oben beschriebenen 14 Tagen autark nicht. Allgemein gilt die Faustregel, dass für eine Frau der Rucksack nicht mehr als 25% bis maximal 30% des eigenen Körpergewichtes nicht überschreiten sollte.

Ich habe bereits einen ca. 3 Jahre alten Kaikialla Sonna 50, da würde sich ein Neukauf wohl kaum lohnen, da der auch 50+10 Liter hat. Beim großen Volumen geht es mir auch eher darum auf zukünftigen Touren mal ein doch recht voluminöses Zelt und einen Kocher unterzubringen. Was das Gewicht angeht werde ich auch sparen wo ich kann! Am liebsten natürlich unter 20 Kilo, aber wenn ich mir jetzt schon einen neuen Sack kaufe, dann soll es auch einer sein, mit dem ich wirklich alles machen kann. Ich hatte auch schon ein Auge aud den Helsport Spitzbergen geworfen, weil der beim Outdoorbroker wieder im Angebot war, aber 95l erschienen mir dann doch ein wenig heftig für jemanden von 1,65m bei ca. 60 kg.


Der 55+10 wiegt aber 2580g und nicht 3 kg :D. Und die Regenhülle, die bei Leichtrucksäcken oft fehlt, ist bereits dabei, das macht ja auch nochmal 100-150g aus. Wenn er dir passt und du ihn bequem tragen kannst, würde ich ihn nehmen. Das Ding hat keine gravierenden Schwächen (auch wenn mir persönlich die Art, wie Deuter die unteren Kompressionsriemen platziert noch nie gefallen hat).

Ja da hast du wohl recht, mit den 3kg hatte ich mich aber auf den 65+15 bezogen, da hätte ich mich wohl klarer ausdrücken müssen, sorry.

Ich schwanke zwischen Deuter und Osprey, da die Rucksäcke von Osprey deutlich leichter sind, allerdings finde ich das "Zusatzvolumen" von Deuter sehr interessant, da man auf einigen Touren wahrscheinlich ein Zelt dabei hat, auf anderen allerdings nicht, da könnte man den Sack ja dann "schrumpfen".
Ich habe aber auch schon gehört, dass die Deuter durch ihren recht schmalen und hohen Schnitt eventuell sehr instabil werden können, wenn man in die Höhe baut, der Osprey hingegen ist eher bullig, hinter dem verschwinde ich aber komplett, da ich doch eher klein bin ;) ein Rucksack auf zwei Beinen sozusagen :D

Prachttaucher
04.03.2013, 18:34
Es gibt auch leichte größere Rucksäcke, z.B. den Crux AK 70 (vermutlich aber zu teuer). Mir reicht der, um 14 Tage autark unterwegs zu sein. Mehr als 18-20 kg packe ich aber nicht rein, da schlafe ich dann z.B. lieber in einer Hundehütte.

Schattenschläfer
05.03.2013, 00:07
Ich habe gestern einen Deuter aircontact 55+15 SL probegetragen, der überaus bequem war (beladen mit ca. 17kg). Allerdings kommt er mit einem Eigengewicht von knapp 3kg recht schwer vor?!

Ja da hast du wohl recht, mit den 3kg hatte ich mich aber auf den 65+15 bezogen.

Jetzt bin ich verwirrt. Vermutung: Du meinst den Aircontact pro. Dessen Tragesystem ist auch bei Lasten deutlich über 20kg noch bequem.
Dann könntest du stattdessen auch mal den Aircontact 60+10 Sl ohne Pro probieren, der wiegt incl. Regenhülle
2.690 g. Für 20 kg ist das Tragesystem jedenfalls ausreichend.

Abspecken ist natürlich immer gut, aber das macht man zuletzt beim Rucksack. Ich finde bei deiner Statur sind 20kg eigentlich schon zu viel. (Und ein 95 L Monster ist ganz sicher overkill). Ich würde die Ausrüstung ein wenig abspecken, so dass du auch mit Vorräten mit maximal 17-18kg losläufst (eher 15-16!) und dann z.B. zu einem ACT Lite greifen (50+10 plus dehnbare Fronttasche dürfte Reichen, die 65+10 Variante kenne ich nur als Auslandsbestellung).

Sabine38
05.03.2013, 12:45
Ich habe bereits einen ca. 3 Jahre alten Kaikialla Sonna 50, da würde sich ein Neukauf wohl kaum lohnen, da der auch 50+10 Liter hat. Beim großen Volumen geht es mir auch eher darum auf zukünftigen Touren mal ein doch recht voluminöses Zelt und einen Kocher unterzubringen. Was das Gewicht angeht werde ich auch sparen wo ich kann! Am liebsten natürlich unter 20 Kilo, aber wenn ich mir jetzt schon einen neuen Sack kaufe, dann soll es auch einer sein, mit dem ich wirklich alles machen kann. Ich hatte auch schon ein Auge aud den Helsport Spitzbergen geworfen, weil der beim Outdoorbroker wieder im Angebot war, aber 95l erschienen mir dann doch ein wenig heftig für jemanden von 1,65m bei ca. 60 kg.


Naja, also voluminöses Zelt bedeutet i.d.R. auch mehr Gewicht. Nun weiß ich nicht was du vor hast, aber du bist von den "Eckdaten" her jetzt ja nicht so weit von mir entfernt, d.h. ich vermute du trägst eine Kleidergröße kleiner und bist ansonsten in etwa wie ich.

Bei einer Tour die nicht in die Extreme geht (also Winter oder Hochalpin), solltest du daher meiner Meinung nach auch mit einer ähnlichen Rucksackgröße auskommen wie ich. Klar, dabei mache ich einige Annahmen, aber wenn du nicht ein absoluter Vielesser bist und einen absoluten Monsterschlafsack hast oder Berge an Wechselwäsche mitschleppst sehe ich nicht wo dein Mehrbedarf herkommen sollte.

Klar, man kann auch mit einem Rucksack losziehen der zum 1/3 leer ist, aber die Frage ist wieviel Sinn das macht.


Ich finde bei deiner Statur sind 20kg eigentlich schon zu viel. (Und ein 95 L Monster ist ganz sicher overkill). Ich würde die Ausrüstung ein wenig abspecken, so dass du auch mit Vorräten mit maximal 17-18kg losläufst (eher 15-16!)

Da stimme ich absolut zu! Wie gesagt, bei mir ist bei 20 Kilo absolute Sense und das bei nicht ganz unähnlichem Gewichts-/Größenverhältnis. Leider sind aber 15 bis 16 Kilo wenn es beispielsweise für 14 Tage autark in den Sarek geht schwer zu erreichen. Alleine an Lebensmitteln hat man dann ja 7 bis 8 Kilo dabei. Ich bin mit irgendwas um die 18kg Gesamtrucksackgewicht losgezogen letzten September. Vielleicht ein bisschen mehr. Aber die veringern sich ja auch immer schnell.