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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lowe Alpine Cerro Torre 65:85 oder doch lieber den 75:95?



Corin
22.04.2012, 23:20
Hallo,

eigentlich hatte ich mich schon auf den 65:85 festgelegt. Nach der heutigen Diskussion mit meinem Schwager bin ich mir nun nicht mehr ganz so sicher. Er meinte ich soll auf jedenfall den 75:95 nehmen und auf den geringen Mehrpreis sowie das geringe Mehrgewicht pfeifen. Ich brauche den Rucksack hauptsächlich für Touren von 2 - 3 Tagen hier bei uns im Mittelgebirge oder auch mal für ein- bis maximal zweiwöchige Touren (keine Solotouren!) in Skandinavien - jeweils mit Zelt, Kocher, Verpflegung usw.. Auch würde ich ihn sicher mal für eine Hüttentour in den Bergen verwenden....

Eigentlich müsste doch hierfür der 65:85 vollkommen ausreichen!? Ich finde nämlich den 75:95 für's Mittelgebirge schon etwas überdimensioniert. Was meint ihr dazu?

Grüße

Corin

P.S.: Ich bin niemand der jeden Schnick-Schnack mit auf Tour nehmen muss, aber ggf. wollte ich in 3 - 4 Jahren mal mit meinen Kids auf Tour gehen. Da hat man dann als Vater wohl etwas mehr zu schleppen und ist vielleicht über zusätzlichen Platz im Rucksack froh. Allerdings will ich auch nicht unbedingt einen Rucksack der größer ist als nötig. Die Isomatte wollte ich übrigens außen anbringen um Platz zu sparen. Und ja - ich habe bereits beide Rucksäcke probegetragen ;-)

Aktaion
23.04.2012, 00:03
Bleib bei der kleinen Variante!

Ich komme mit den 65l+ meines Cerro Torre auch jenseits von 14 Tagen (davon meist 7-10 Tage ohne resupply) bestens zurecht.
Für die Phasen mit mehr Platzbedarf (z.B. Winter) habe Ich mir 2 Lowe Aussentaschen besorgt, welche Ich jedoch erst 2x wirklich gebraucht/benutzt habe.

Bedenke auch, dass der Cerro Torre, so fein der Rucksack auch ist, jedoch bei >~23kg anfängt, sich unbequem zu tragen.
Ich bin zumindest immer heilfroh, wenn Ich bei so einer Beladung jeden Tag etwas verbrauche und es, wenn auch minimal, leichter wird.

Mehr Platz würde mir da gar nichts bringen.

milestone
23.04.2012, 00:36
der 65.85er reicht zu für deine genannten vorhaben. mein partner auf der letzten tour hatte das ding mit. und platz ist da drin genug. und je mehr platz du hast, umsomehr schleppst du auch mit.

Jahang
23.04.2012, 00:37
Nimm den leichteren.. und das ist der größere 75:95.
Das Material des Expedition kann sich schlechter vollsaugen,
er verzichtet auf Schnickschnack wie das Schlafsackfach,
durch verzicht von Schnickschnack ḱönnen viel weniger Reisverschlüsse kaputt gehen oder klemmen,
er hat außen m.E. bessere Laschen und Befestigungsmöglichkeiten,
zwei Daisy-Chains, sehr praktische stabile Griffel an der Front,
links und rechts je drei Kompressionsgurte,
und man muss ihn nicht voll machen. ^^

leobuck
23.04.2012, 00:48
Würde auch zu dem kleineren raten. War 14 Tage damit unterwegs und er war nicht mal ganz voll ...

Aktaion
23.04.2012, 00:53
Nimm den leichteren.. und das ist der größere 75:95...


Es geht hier aber um die beiden Varianten des Cerro Torre und nicht um den Expedition.

Und wieso ein Schlafsackfach bei der Größe "Schnickschnack" sein soll, ist mir auch nicht klar.

Ähnlich wie beim KM Granit Classic musst Du dabei einfach sauakkurat packen und mit Packsäcken jonglieren, damit sich das Gewicht sinnvoll verteilt.
Wer´s draufhat bitte, aber das ist bestimmt nicht die "0815-Handlungssicher-Variante".

Jahang
23.04.2012, 01:00
OK,Da habe ich mich wohl verlesen, mit dem Modell..
Schnickschnack ist m.E. Frontaccess und das Schlafsackfach.. nunja: Wenn man den Schlafsack auspackt, dann hat man i.d.R. sein Lager aufgeschlagen und den Rucksack so gut wie geleert (Zelt?). Und nach dem Lager finde ich "neu packen", bzw. die Sachen halt wieder an Ort und Stelle zu bringen, dann eh angebracht. Eben wegen der sinnvollen Gewichtsverlagerung.

Sowas ist natürlich auch Geschmackssache. Manche mögen Frontaccess. Ich kann damit nichts anfangen, weil ich nichts an der Seite herausziehen muss. Kleine Dinge habe ich eher oben im Fach und das hat der Expedition ja auch. (Ja, ich werfe den jetzt einfach nochmal in den Raum) ;)

OP schrieb, dass bei Touren mit den Kids mehr zu tragen wäre; ich würde da einfach tendenziell auch zu einem größeren Modell greifen um nicht zwei mal zu kaufen. Habe ich die Kompressionsgurte des Exp. erwähnt? :ignore:

Aktaion
23.04.2012, 01:15
Um´s tägliche neupacken gings ja nicht.
Das ist, meine Ich eh obligatorisch.

Für einen abgestuften Beladungsaufbau sind Unterteilungen halt eine Hilfe.

Kompressionsgurte hast du erwähnt ;-)
Nur liegt es leider in der Natur des (Rucksacktragenden-) Menschen, jeden Platz zu nutzen, der da ist.
Da muss man sich schon auf die Finger klopfen, um unnützen Kram auch wirklich daheim zu lassen.

Da du ja aber den Expedition hast, und ja augenscheinlich magst...
Wieviel kg tragen sich Deiner Meinung nach noch angenehm darin (Ich weiß, das ist subjektiv, aber dennoch), und hast Du mal einen anderen Lowe mit TFX 10 als Gegenprobe getestet?

Wenn die Kinder und deren Krimskrams ins Spiel kommen, würde Ich tendenziell eher zu Modellen, wie Pfad-finders "Schrankwand" greifen:D

Jahang
23.04.2012, 10:57
Da du ja aber den Expedition hast, und ja augenscheinlich magst...
Wieviel kg tragen sich Deiner Meinung nach noch angenehm darin (Ich weiß, das ist subjektiv, aber dennoch), und hast Du mal einen anderen Lowe mit TFX 10 als Gegenprobe getestet?

Ich muss sagen, das sich selbst den Expedition noch ganz neu habe und am Wochenende auf meiner ersten Tour damit war. Ich habe ihn im Laden mit dem kleineren Cerro Torre verglichen. Die Gründe für mich zum Expedition zu greifen sind wie gesagt hauptsächlich: Material ist Dyneema/weniger Gewicht, weniger Sollbruchstellen (Reissverschlüsse :grins:), imho die besseren Anbringungsmöglichkeiten.. und theoretisch mehr Platz.

Vom Tragegefühl nahm es sich im Laden nicht so viel. Wobei der größere vor Ort auch etwas schwerer bepackt war.
Dennoch glaube ich, dass es nicht unbedingt gut ist auf Herstellerangaben zu vertrauen, die z.B. "bis zu 35 kg" an ihr Produkt schreiben. Ob man das tragen möchte... naja.

Auf der besagten Tour habe ich (ohne es zu wiegen) ziemlich viel mitgeschleppt um mich und den Rucksack zu fordern.. das war sehr gut machbar.
Allerdings hatte ich gestern abend dann doch ziemlichen Muskelkater im Rücken. Bin noch nicht in Form...:ignore:

Chiloe
23.04.2012, 11:23
Also ich hab' meinen 75+20 (das Vorgängermodell) auf 2-wöchigen Skandinavientouren mit Selbstverpflegung immer gut gefüllt bekommen - und das ohne großartigen Schnickschnack. Ok, mein Zelt, die Isomatte und der Schlafsack sind nicht auf minimales Packmaß getrimmt aber den meisten Raum frisst einfach die Nahrung. Der Expedition sieht aber in der Tat auch nicht schlecht aus, Front-Access und Schlafsackfach hab' ich bisher nämlich auch noch nie gebraucht...

berni71
23.04.2012, 11:49
Tja, so ist das, die Meinungen sind sehr unterschiedlich.

Letztendlich kannst Du nur die genannten Argumente für Dich persönlich gewichten, dann abwägen und entscheiden.

Ich persönlich würde auch den größeren nehmen, gerade wenn man auch mit Personen unterwegs sein wird, die ihre Ausrüstung nicht komplett alleine werden tragen können.

Zudem empfinde ich es als sehr angenehm, möglichst viel in den Rucksack zu packen, das ist wesentlich komfortabler wenn man auch eine Anreise per Flugzeug, Bahn, Bus... hat. Ebenso beim Wandern durch schwierigeres Gelände bleibt man lange nicht so leicht irgendwo hängen.

Dem gegenüber steht natürlich das etwas höhere Gewicht und der höhere Preis.

Corin
23.04.2012, 13:26
Erstmal vielen dank für eure Meinungen! Es ist nicht einfach sich hier zu entscheiden, da ich einerseits in 2 - 3 Jahren wg. Platzmangel keinen neuen Rucksack kaufen wollte und andererseits nicht mehr als nötig mit mir herumschleppen will.

Der Lowe Alpine Expedition macht auch einen sehr interesanten Eindruck. Von dem hab ich bisher noch nie was gehört. Vielleicht wäre dieser der beste Kompromiss zwischen Ladevolumen und Rucksackgewicht. Ich werde mich mal etwas genauer zu diesem Modell informieren...