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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [SE] Solotour Kungsleden September



Johannes2801
06.10.2004, 20:40
Region/Kontinent: Nordeuropa

So, dann will ich diesem Forum auch mal einen Reisebericht beisteuern, und zwar meine Solotour auf dem Kungsleden zwischen Abisko und Kvikkjokk im September. Bilder gibt es leider noch keine, weil ich die noch nicht entwickelt habe. Ich habe während der Tour Reisetagebuch geschrieben, welches ich hier, falls sich jemand dafür interessiert, Stück für Stück einstelle.

Viel Spass beim Lesen!


6/9 Abisko

Der Wind peitscht die Wellen auf dem Torneträsk in die Höhe, eine Brandung wie an der Meeresküste. Schwer hängen die Wolken in den Bergen. Alles scheint mir zurufen zu wollen: Herbst, die geliebte Jahreszeit, besteht nicht nur aus Farbenpracht und Klarheit sondern auch aus Sturm und Regen. Einen kleinen Aufschub habe ich mir daher noch gegönnt. Obwohl ich gute drei Stunden früher als erwartet hier ankam, quartierte ich mich noch eine letzte Nacht in der Bergstation ein. Angesichts der Preise bereue ich es fast ein wenig. Aber eine letzte Nacht in einem richtigen Bett, mit Dusche, Frühstücksbuffe und vor allem Sauna, bevor ich morgen früh aufbreche. Dann gilt es, Abschied zu nehmen von Bequemlichkeit und Zivilisation. Endlich!


7/9 Abisko morgens

Das Wetter treibt weiterhin sein Spiel, der Wind fegt Wolken von Norwegen herüber, die immer wieder kurz aufreißen und den Blick auf die von einer dünnen Schicht Neuschnee bedeckten, herbstlich glänzenden Berge freigeben. Der Anblick, den ich so liebe.

Ich werde langsam nervös. Bin schon eine Stunde über die geplante Aufbruchszeit hinaus. Das Frühstück hab ich nur halb aufgegessen.

Auf geht’s, 180 spannenden Kilometer Kungsleden warten auf mich!


7/9 Kieronpass

Wie soll ich diese Farben nur beschreiben? Ich müsste mich sämtlicher Herbstklischees bedienen und doch wäre es nur ein schwaches Abbild der Wirklichkeit. Neben Euphorie macht sich vor allem Erleichterung breit. Erleichterung darüber, dass mein Gedächtnis mich nicht getäuscht hat, meine Erinnerung diese Jahrszeit in Lappland nicht schöngefärbt hat.

Mein erster Tag auf der „Autobahn der Nordens“ bringt viel Vertrautes. Dazu zählt der Durchhänger auf den ersten Kilometern, eine Anlaufzeit zum Warm werden, Zweifel, ob mir das Ganze wirklich so viel Spaß macht, Unsicherheit, ob ich die Nacht im Zelt verbringen soll etc. Wind und Regen peitscht die Zweifel in mir zu einem Sturm hoch und viel zu spät sehe ich ein, dass es darauf nur eine passende Reaktion geben kann: Ich setze mich hin und koche mein Mittagessen!

Mit vollen Magen sieht die Welt immer gleich ganz anders aus. Auch das Wetter hat Einsehen, der Wind lässt nach, der Regen geht in Schnee über und ab und zu schaut sogar die Sonne hervor. So wandere ich gestärkt am Ufer des Abiskojaure entlang und versuche, mich, gegen die Verlockung der STF-Hütte vorzubereiten. Die idyllischen Abiskojaurestugorna verströmen wirklich einen besonderen Reiz und das Gespräch mit den netten Hüttenwirten, denen ich Post aus Abisko mitgebracht habe, trägt seinen Teil dazu bei. Doch die Sonne am Horizont erinnert mich an mein Vorhaben, so dass ich Bett, Holzofen und Plumpsklo hinter mir lasse und alleine weiter ziehe.

Die beiden Hüttenwirte erkundigten sich noch, ob mir einige Wanderern (eine am Knie verletzte Frau mit Hunden sowie in Plastiktüten eingepackte Franzosen) über den Weg gelaufen waren, baten mich, nach einer Gruppe deutscher Pfadfinder Ausschau zu halten. Sie gaben mir auch den Tipp, diesseits des Kieronpasses zu zelten. Jetzt liege ich nach einem ersten Wandertag in meinem Zelt, auf welches der Schnee prasselt. Zufrieden blicke ich auf diesen ersten Tag im Fjäll zurück und freue mich auf die Kommenden.


8/9 Alesjaure

Als ich morgens aufwache, sind die Farben unter einer dicken Schicht Schnee verschwunden. Nur allmählich kriechen sie wieder hervor und befreien sich von ihrer kalten Last. Es ist milder geworden, Tauwetter, ich sitze in meinem Zelt und verdaue das Abendessen, während mein Blick in die Ferne schweift. Und dabei war mir heute morgen noch nach Hütte zu mute.

Ein eiskalter Wind peitscht mir den Schnee um die Ohren, als ich die letzten Meter des Kieronpasses hinaufstiefel. Erleichtert, dass ich den viel bewanderten Kungsleden gewählt habe, suche ich den unter dem Schnee begrabenen Pfad. Ich bin der erste an diesem Morgen, noch keine Schritte sind als Wegweiser in den Schnee getrampelt. Weiter oben auf dem Pass passiere ich ein Campingzelt, aus dem gerade ein von der weißen Pracht erschrockene Langschläfer kriecht.

Das Wetter zeigt sich von seiner rauen Seite und schafft es, verstärkt von den besorgten Blicken einer Gruppe älterer schwedischer Wanderer und deren Frage, ob ich den ganz alleine unterwegs sei, mich zu verunsichern. Dann bin ich alleine dem Schneetreiben ausgesetzt. Doch nach gut zwei Stunden erkenne ich weniger hundert Meter vor mir in einem schwarzen Punkt einen weiteren, einsamen Wanderer. Das Wissen der Anwesenheit eines anderen Menschen gibt mir neuen Mut. Der Abstand zwischen uns verringert sich, obwohl ich auf den glatten Steinen und rutschigen Planken nur langsam vorwärts komme. Beim Rentierzaun habe ich ihn eingeholt, wir wechseln ein paar freundliche Worte und jeder setzt den Weg für sich fort. Erst bei der Rasthütte verlieren sich unsere Wege.

Drinnen stoße ich auf zwei Österreicherinnen, die im Ofen ordentlich eingeheizt haben. Sie zelten nun schon den zweiten Abend neben der kleinen Hütte und berichten mir auch von den Pfadfindern, welche vom Waten im eiskalten Wasser mitgenommen, in der Hütte Zuflucht gesucht hatten. Während die beiden Frauen sich auf eine kleine Mittagstour aufmachen, trockne ich Zelt und Klamotten über dem kleinen Ofen, hacke Holz und breche nach ausgiebigem Mittagessen viel zu spät auf.

Als in der Ferne die Alesjaurestugorna neben der Samensiedlung sichtbar werden, weiß ich, dass es Zeit wird, mein Nachtlager zu suchen. Ich will der Versuchung der Hütten erst gar nicht ausgesetzt sein. So beginne ich, nach potentiellen Zeltplätzen Ausschau zu halten und werde bald fündig. Mein heutiger Zeltplatz ist ein echter Glücksgriff. Eine kleine terrassenförmige Fläche, nach Süden und Westen hin durch einen kleinen Hügel geschützt. Nur fünf Schritte weiter verschafft mir ein kleiner, gemächlich dahinfließender Bach Zugang zu Wasser. Der recht ungeschützten Ostseite habe ich die flache Seite des Zelte zugewandt. Nachdem ich noch einmal nachgespannt habe, schlüpfe ich bald in meinen Schlafsack.

Johannes2801
07.10.2004, 20:26
9/9 Tjäktjastugan

Nachts wache ich frierend auf. Fjällräven verwünschend ziehe ich mich dicker an, während der feuchte Schnee auf das Zeltdach drückt. Morgens ist aus dem Schnee Regen geworden und mir ist mollig warm in meinem Schlafsack. Also entschließe ich mich, den Tag ruhig angehen zu lassen, was sich später noch rächen soll.

Nach zwei einfachen Watstellen passiere ich die Alesjaurehütten. Die Hüttenwirtin sollte der einzige Mensch sein, den ich heute auf meinem Weg treffe. Kurz lässt sich sogar die Sonne blicken, doch je höher ich zum Tjäktjapass hinaufsteige, desto rauer und unfreundlicher wird das Wetter. Der Wind peitscht mir den Regen um die Ohren, die Steine sind klitschig, ich muss aufpassen, dass ich nicht ausrutsche. Nach jedem Hügel die Hoffnung, die gegen den Regen Schutz bietende Tjäktjastugan möge auftauchen, vergebens. Auf halber Strecke gerate ich ins Stocken, erliege beinahe der Versuchung eines sehr schönen Zeltplatzes. Doch eine Nacht im nassen Zelt, während der Sturm seine Muskeln spiele lässt, scheint mir wenig verlocken. Mühsam schleppe ich mich weiter auf den Pass hinauf und erreiche viel zu spät, erschöpft, hungrig und triefend nass die Hütte.


10/9 Sälkastugorna

Schon wieder Hütte! Doch es gibt zwei sehr gute Grunde dafür. Zum einen die Sauna, holzgeheizt natürlich, direkt neben einem eiskalten Gebirgsfluss gelegen mit unglaublichem Gebirgspanorama. Zumindest, wenn Regen, Schnee, Hagel und Wolken es zulassen. Wobei wir bei Grund zwei angekommen wären: das Wetter.

Morgens scheint es noch recht vielversprechend. Recht warm ist es, während ich mich die letzten Meter auf den Pass hinaufschleppe. Dann öffnet sich vor meinen Augen ein atemberaubendes Gebirgspanorama. Der Blick hinab ins Tjäktjavagge allein macht alle Strapazen und Anstrengungen wett! Langsam wandere ich hinab in diese Traumlandschaft, halte nach jeden zweiten Schritt inne, stehe und staune!

Ein Watstelle hält mich viel zu lange auf. Auf der Suche nach einer geeigneten Furt, zieht es mich immer weiter den Hang hinauf. Hier verzweigt sich der Flusslauf und ich hoffe, die vielen, schmalen Seitenarme schneller durchqueren zu können. Viel zu spät gebe ich die Suche auf, kehre zum Weg zurück, wo sich die Watstelle als einfacher als erwartet herausstellt. Ich muss nicht einmal die Turnschuhe anziehen, sondern kann in meinen Wanderschuhen über Steine balancierend das andere Ufer erreichen.

Dort angekommen werde ich von einem Hagelschauer begrüßt. Der Wind peitscht sich zu einem ordentlichen Sturm auf, der mich mehr als einmal zum Straucheln bringt. Kräftige Windböen zerren an meinem Rucksack und lassen mich, auf meinen Wanderstock gestützt, festen Halt suchen. So geht es mühsam im Stop-and-Go vorran. Plötzlich stehe ich vor den Sälkastugorna, die unerwartet nach einer Wegbiegung auftauchen, wie eine Oase im sturmumtobten Gebirgstal. Beinahe fegt mich der Wind noch von den schmalen Brettern, welche als Brücke den kleinen Fluss neben den Hütten überqueren. Auf allen vieren Halt suchend, klettere ich wieder hinab und ziehe es vor zu waten. In der Hütte erwarten mich bereits die Schwedinnen Kejsa und Anna sowie die Deutschen Birke und Christina, welche ich in Tjäktja getroffen hatte.

Elch
15.10.2004, 22:47
Hallo Johannes,

auch wenn noch kein anderer auf deinen Reisebericht regiert hat. Ich würde mich freuen, wenn du ihn (gerne auch mit Fotos :D , wenn du sie denn entwickelt hast) fortsetzt.

Gruß

Elch - der sich in der Gegend vor vielen Jahren mal rumgetrieben hat und sich immer gerne daran erinnert

Fjaellraev
16.10.2004, 15:22
Hallo Johannes
Auch ich gehöre zu den stillen Mitlesern :wink: , bis jetzt ein schöner Bericht und vielleicht kommen ja auch noch Bilder.
Ich bin natürlich schon gespannt wie es Dir von Saltoluokta aus südwärts erging, da ich ja kurz davor auch dort war.
Die Distanzen in Schweden werden mir bei deinem Bericht mal wieder so richtig bewusst, in Jokkmokk sah es noch gar nicht nach Schnee aus als Du schon im Schnee erwacht bist....

Gruss
Henning
(Der endlich auch mal wieder an seinem Bericht tippt :wink: )

Johannes2801
22.10.2004, 14:21
Danke für Euer Feedback. Leider hatte ich die letzten Wochen keine Zeit, an meinem Bericht zu schreiben, da ich mit meinem Umzug zurück nach Berlin und dem Semesterbeginn viel um die Ohren hatte. Die Bilder hab ich jetzt auch endlich zum Entwickeln gegeben. Dann muss ich mich nur noch mal schlau machen, wie ich die ins Netz stelle. Aber im FAQ gab es dazu glaube ich schon mal einen Beitrag.

11/9 Kaitumjaure

Ich werde dem heutigen Tag wohl kaum die wortreiche Schilderung zukommen lassen, wie sie ihm eigentlich gebührt. Das letzte Tageslicht treibt mich zur Eile, schon jetzt ist es fast zu dunkel. Doch ich will versuchen, den bisher schönsten Tag meiner Tour in Worte zu fassen.

Eine dünne Eisschicht liegt auf den Pfützen und die Luft riecht streng winterlich, als ich morgens von Sälka aufbreche. Doch der Wind hat seine Kräfte verbraucht und nur gelegentlich schneit es noch ein wenig. Immer wieder reisst der Himmel auf und die Sonne beleuchtet diese unwirkliche Szenerie. Zum ersten Mal verstecken sich die Gipfel der Berge nicht hinter einem Wolkenvorhang, sondern reflektieren in ihren Schneefeldern die Sonnenstrahlen. Blaubeersträucher und Heidekraut strahlen in ihren herbstlichen Orange- und Rottönen um die Wette, während sich der Tjäktjajåkka als türkisblaues Band durch das Bild schlängelt. Eingerahmt von steilen Felswänden folge ich dem Kungsleden talabwärts, bleibe immer wieder staunend stehen, genieße und fühle mich unendlich klein.

Im Kuoperjåkka-Rastschutz treffe ich Birke und Christina ein letztes Mal. Dann ziehe ich weiter an den Singistugorna vorbei gen Süden. Deren Hüttenwirt gibt mir noch den Tipp, in der Nähe der verfallenen Kåte zu zelten. Meine Frage, ob es Geistergeschichten zu dieser gäbe, bejaht er.

Jetzt laufe ich ganz alleine. Zwischen den Felswänden des Stuor Avrrik und des Stuor Jiertá verläßt mich mein Wetterglück kurzzeitig, doch sobald sich das Tal wieder öffnet, zeigt sich auch die Sonne wieder. Der Blick auf die weite Ebene des Gavgulvaggi macht mich neugierig. Es ist der ewige Wehmutstropfen einer jeden Wanderung, dass es so viele Seitentäler, Seen, Flußläufe und Hochebenen links und rechts des Weges gibt, die ich wohl nie im Leben zu Gesicht bekommen werde.

Wirklich finden sich in der ausgesetzten Ebene lediglich bei der Kåte einigermassen geschützte Zeltmöglichkeiten, doch die Spukgeschichten machen mich unsicher. So ziehe ich weiter. Meine Ansprüche an meine Nachtstätte setze ich wohl zu hoch an. Nach diesem wunderschönen Tag soll auch der Zeltplatz ein Höhepunkt sein. So finde ich mich bald im Wald auf den letzten Kilometern vor dem Kaitumjaure wieder. Nach vier Tagen im Kalfjäll eine schöne Abwechslung, doch meine Suche nach einem Zeltplatz und die drohende Dämmerung treibt mich immer weiter hinab in das Tal.

Hier im lichten Bergwald mangelt es an Zeltmöglichkeiten. Der Versuch, das Zelt auf einer kleinen Lichtung augzuschlagen, wird vom steinigen Boden verhindert. Immer tiefer ziehe ich duch den gelb leuchtenden Birkenwald hoch über den in seiner tiefen Schlucht brausenden Tjäktjajåkka. Doch ich habe nicht die Ruhe, dieser Landschaft die Bewunderung entgegenzubringen, die sie eigentlich verdient hätte. Auch der Ausblick auf den Kaitumjaure, welche wohl im Wettbewerb um die schönste Aussicht der Tour gute Chancen hätte, wird von der Suche nach einem Zeltplatz überschattet. So werde ich erst in Nähe der STF-Hütten fündig.

Nun liege ich in meinem Zelt mit Ausblick auf den See. Die letzten Sätze habe ich bereits im Schein der Taschenlampe geschrieben. Das Rauschen des Kaitumjåkka in der Ferne wird mich in den Schlaf wiegen.

Johannes2801
30.11.2004, 16:51
Hallo...
....und sorry an diejenigen, welche auf eine Fortsetzung warten. Der Umzug aus dem ruhigen Schweden nach Berlin war mit einer Rückkehr zum Stress des Alltags verbunden. Daher habe ich mich ein wenig aus dem Forum zurückgezogen. Aber ich werde auf jeden Fall den Tourbericht noch zu Ende schreiben und spätestens um die Feiertage hoffentlich mal wieder Zeit haben, zu lesen, was hier alles spannendes diskutiert wurde.
Liebe Grüße
Johannes

Nordland_peter
07.02.2005, 23:32
Hallo Johannes,

mir gefällt dein Bericht auch sehr gut. Ich war auch im September alleine unterwegs allerdings etwas später und südlicher. Ich wollte von Ammarnäs entlang des Vindelälven nach Hemavan wandern, allerdings wurde ich auch vom Schnee überrascht und mußte umkehren.

Ich freue mich auf die Fortsetzung deines Berichts.

sverdin
26.02.2005, 22:58
Hi Johannes

Kann gar nicht die Fortsetzung erwarten. Ich plane nämliche mit ein paar Freunden diese Tour zu gehen.

Gruß
Dominik

Scandic of North
12.03.2005, 18:34
Hallo Johannes,

schöner Bericht. Ich werde den Kunsleden ab mitte März unter die Kuven nehmen.

Dann geht es von Abisko bis Kvikkjokk


Grüssle Scandic

Johannes2801
15.03.2005, 16:02
Ähm, ja, sorry, dass hier so lange nichts von mir gehört habt. Habt ihr schon mal von dem Gerücht der faulen Studenten gehört? Das ist definitiv eine Lüge... ;-)

Ich werde die nächsten Tage mal weiter an dem Bericht schreiben, versprochen. Jetzt suche ich gerade nach einem spontanem Wanderziel für Anfang April und kann mich nicht entscheiden, ob ich mich lieber ins vertraute, kalte Schottland wagen soll oder mal was neues im Süden (Spanien, Italien) ausprobieren soll.....

Johannes2801
18.03.2005, 14:35
So, nach langer Pause geht's weiter mit meinem Bericht. Vor lauter Tourvorbereitungen für meinen Schottlandtrip nächste Woche hab ich wieder Lust bekommen, mein Tourtagebuch abzutippen. Hier geht es also weiter, nur der letzte Tag fehlt noch und dann natürlich die Bilder. :wink:

12/9 Teusajaure

Heute habe ich zum ersten Mal während dieser Tour vorm Zelt gekocht und gegessen. Und auch jetzt noch sitze ich auf einem flachen Stein, lasse den Blick über den See zu den Hütten am anderen Ufer wandern, weiter den dröhnenden Wasserfall hinauf bis zu den schneebedeckten Gipfeln des Kårsatjåkkamassiv. Dabei sah heute Morgen bei meinem Aufbruch noch alles ganz anders aus. Die Sonne hatte ihr kurzes Intermezzo beendet, tief hingen die grauen Wolken in den Bergen. Wegen der kurzen Tagesetappe ging ich den Tag langsam an. Es dürfte schon um die Mittagszeit gewesen sein, als ich meine Nachtstätte am Kaitumjaure – einem weiteren Favorit auf dem Kungsleden – verließ und mich über den steinigen Weg durch lichten Bergwald zu der Brücke über den reißenden Kaitumjåkka durchkämpfte.

Wieso müssen diese klapprigen Konstruktionen eigentlich immer an den wildesten Stellen die Flüsse überqueren? Die tobenden Wassermassen unter meinen Füßen suchte ich mich zum anderen Ufer, wo der Weg weiter steinig und uneben fortsetzte. Erst aus dem Tal hinaus aufs Kalfjäll führend wurde er angenehmer zu laufen. Doch hier frischte der Wind auf und peitschte mir Schnee ins Gesicht. Innerlich stellte ich mich schon auf eine Nacht in einer geheizten Hütte ein, doch pünktlich zum steilen Abstieg zu den Teusajaurestugorna ließen Wind und Schnee nach. Zögernd erkundigte ich mich beim Hüttenwirt nach der Sauna, doch als ich erfuhr, dass sie abgebrannt war, ließ ich mich gleich über den See fahren. Somit war die Entscheidung fürs Zelt gefallen.

Am anderen Seeufer suchte ich mir ein paar Äste zusammen, um mein Zelt in der kleinen Rasthütte am Ofen trocknen zu können. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten schaffte ich es tatsächlich, das feuchte Holz zum Brennen zu bringen. Hier fand auch die Einsamkeit der letzten Tage hier Ende, als vier Belgier die Hütte stürmten. Deren „Are you leaving?“ war wohl eher Aufforderung als Frage. Sie waren von Kvikkjokk aufgebrochen und litten sehr unter dem rauen, lappländischen Herbst. Daher wollten sie auch in der Hütte übernachten. Also räumte ich nach einem kurzen Plausch über Wanderrouten das Feld und fand nur wenige hundert Meter weiter auf einer Lichtung einen idyllischen Zeltplatz.

Im Westen leuchtet der Himmel rot und ich versuche vergeblich, mich der alten Bauernregel über Abend- und Morgenrot zu erinnern. Spätestens morgen früh werde ich es erfahren. Die letzten Wolken verziehen sich allmählich und über mit klafft eine große, blaue Lücke. Es wird eine sternklare Nacht und sicherlich sehr kalt.


13/9 Saltoluokta

Für eine Nacht hat mich die Zivilisation wieder, in rustikaler Gestalt der Fjällstation Saltoluokta. Es ist nicht ganz so, wie ich es mir erhofft hatte, nach zwei Nächten in den kleinen Berghütten wirkt es anonym und unpersönlich. Viel lieber wäre ich bei der netten Alten in der kleinen Hütte an der Straße geblieben. Aber hinterher ist man immer klüger.

Nach anstrengendem Aufstieg durch den lichten Kiefernwald am Teusajaure führte mich die Tour über das herbstlich leuchtende Kalfjäll. Sonnenschein wechselte sich mit kurzen Schnee- und Hagelschauern ab. Dennoch dürfte dies der bisher sonnenreichste Tag der Tour gewesen sein. Schön wie anstrengend war auch der Weg durch den Wald hinab zu der einsam an der Straße gelegenen Vakkotavarestuga. Auf der gegenüberliegenden Seite des Tales erlaubten die Wolken einen kurzen Blick auf die Gipfel des Sarek, bevor sich der Vorhang wieder schloss und das Wetter verschlechterte.

Die Hüttenwirtin winkte mich, wie ich am Straßenrand auf den Bus wartete, zu sich in die warme Hütte. Die arme Alte hat die undankbarste Hütte des Weges erwischt. Direkt an der kleinen Strasse nach Ritsem gelegen, dürften sich nur wenige Gäste zu ihr verirren. Wer seien Tour hier beginnt, will gleich nach Teusajaure aufbrechen, während die von Norden her kommenden gleich in den Bus nach Saltoluokta oder Gällivare steigen.

Die kurze Fahrt in dem beheizten Bus und die Musik im Radio waren eine Erinnerung an die Errungenschaften der Zivilisation, die ich so wenig vermisste. Traurig stimmten mich auch die hässlichen Bauarbeiten am Suorvastaudamm. Die vielen Namen der Seen erinnern noch daran, dass all das, was jetzt unter einer riesigen Wasserfläche geeint ist, einmal ein System aus unzähligen Seen war. Jetzt liegt unter den Wassermassen ein verlorenes Tal begraben, welches meine Augen nie erblicken werden. An dem Ufer des neu entstandenen, zugegeben recht schönen Sees ziehen sich riesige Stromleitungen an den Zweck des ganzen erinnernd. Ein Tal wird überflutet, damit ich den Lichtschalter betätigen kann. Das ist der Preis für den Wohlstand.


14/9 Sitojaure

Ein wenig Überwindung kostete es mich dann doch, Heizung und fließend Wasser und ein festes Dach überm Kopf hinter mich zu lassen und mich hinaus in das dichte Schneetreiben zu begeben. Wie der letzte Mensch auf Erden kam ich mir vor, einsam durch das baumlose, unter eine weißen Schicht verschwindende Fjäll marschierend. Der Schnee verschluckte alle Farben und Geräusche, übrig blieb eine gewaltige, weiße Stille. Zwei Begegnungen mit jeweils zwei Deutschen, ein netter Plausch und gute Wünsche, und dann war ich wieder alleine. In der Rasthütte Autsutjvagge kochte ich mir ein üppiges Mittagessen.

Neben Farben und Geräuschen schien sich auch die Zeit in diesem Brei aus Nebel, Wolken und Schnee zu verlieren. Ich weiß nicht, wie lange ich so wanderte, als plötzlich ein seltsamer Fremdkörper am Horizont auftauchte. Erst nach genauem Hinsehen erkannte ich ihn als schwarzen Fels, dessen Konturen sich immer deutlicher abzeichneten. bis letztendlich der ganze Berg samt Blick hinab zum Sitojaure auftauchten.

Der Hüttenwirt der Sitojaurestugprna ist in Saltoluokta, ein Zettel an der Tür gibt Instruktionen. So bin ich jetzt einsam hier mit Andreas, ebenfalls Deutscher, der seine Sarektour abbrechen musste. Statt die große, leere Hütte einzuheizen, haben wir uns in der kleineren Nothütte einquartiert und tauschen nun gemütlich bei einer Tasse heiße Blaubeersuppe und Kerzenlicht Wandergeschichten aus. Nach dem diesigen Tag scheint auch das Wetter uns nun vollends entlohnen zu wollen. Nach atemberaubendem Sonnenuntergang lockten uns eben gerade die ersten Polarlichter aus der warmen Hütte in die klirrende Kälte der sternklaren Nacht. Es ist noch nicht einmal richtig dunkel, und doch fesselt mich das Naturschauspiel in einer Intensität, wie ich sie in dem ganzen Jahr in Umeå nie gesehen habe. Jetzt ist die Tour wirklich perfekt: das herbstlich strahlende Fjäll und die ersten Polarlichter des Jahres.


15/9 Aktse

Nun bin ich also in Aktse, dem legendären Tor zum Sarek mit Skierfe auf der einen, Tjakkeli auf der anderen Seite, dazwischen das Rapadelta und mittendrin Nammatj. Es ist ein seltsames Gefühl, nun hier zu sein an diesem Ort und mit eigenen Augen zu sehen, was ich unzählige Male auf Photos bewundert habe.

Der Morgen begann klirrend kalt bei blauem, klarem Himmel und Sonnenschein überm Sitojaure. Sieben Grad unter Null waren es in der Nacht bereits, so informiert mich der Same, der mich morgen mit seinem Motorboot über den See fährt. Da bin ich froh, dass ich mich gegen eine Nacht im Zelt für die warme Hütte entschieden habe. Doch trotz des wärmenden Sonnenscheins und der atemberaubenden Aussicht werde ich heute nicht richtig warm. Müde schleppe ich mich durch den Wald hinauf auf die Njunjes-Hochebene. Der Weg verliert sich unterm Schnee. Ich wähle einen viel zu steilen Aufstieg und finde erst oben schweißgebadet die Wegmarkierungen wieder. Auf der anderen Seite wiederholt sich das Spiel der letzten Tage: Abstieg zum See, diesmal der Laitjaure, erst durch kargen, später immer dichteren Bergwald. Bei einer idyllischen, kleinen Lichtung im Wald mache ich kurz Pause, bin versucht, das Zelt aufzuschlagen. Doch meine müden Beine fordern vehement wieder eine warme Hütte. So komme ich recht früh in Aktse an, wo ich in langen, tiefen Mittagsschlaf falle. Morgen werde ich einen Tag Pause einlegen, längst überfällig.


16/9 Aktse

Wie ein wohlgeformter Notenschlüssel zogen sich die Polarlichter letzte Nacht über den Sternenhimmel bis in den Sarek hinein und tanzten ihren nächtliche, grün-weiß-roten Tanz. Ein atemberaubendes Spektakel von unschätzbarem Wert. Kein Gold der Welt vermag so zu leuchten wie die tanzenden Lichter am Nachthimmel Lapplands. Und ich hatte ernsthaft überlegt, nächstes Jahr in andere Gefilde aufzubrechen und neue Wanderreviere zu erkunden. Angesichts dieser herbstlichen Farbenpracht? Angesichts der Stille und Klarheit? Angesichts der Verführung der Polarlichter? Wie soll ich mich nur von dem Bann lösen, den Lappland auf mich gelegt hat?

Mein Pausentag wäre beinahe wieder zu einem Wandertag geworden. Strahlend blauer Himmel und wärmender Sonnenschein lockten mich, zum Gipfel des Skierfe und der von dort zu erwartende Aussicht aufzubrechen. Doch schon auf den ersten Metern beschwerte sich mein ganzer Körper und klagte den versprochenen Ruhetag ein. So kehrte ich zurück, legte mich mit meinem Gogol (in wanderfreundlicher Reclamausgabe natürlich!) in die Sonne und ließ die Zeit verstreichen. Später organisierte ich noch bei einer sehr unfreundlichen Person meine Bootstour für den morgigen Tag – welcher Gegensatz zu dem kleinen, freundlichen Samen vom Sitojaure – und unterhielt mich noch mit zwei Wanderern aus Skåne, die sich ausgerechnet den Sarek für ihre Jungferntour ausgesucht hatten. Über die Karte gebeugt ließ ich mir deren Routenplanung erklären, wie lachten alle drei herzlich über die Idee, das Rapadelta zu Fuß zu durchqueren und in meinem Kopf entstanden bereits Pläne und Ideen für eine eigene Tour in diese sagenumwobene Stück Wildnis. Doch morgen hat mich der Kungsleden erst einmal wieder.


17/9 Pårtestugorna

Morgens um neun fahren wir bei strahlendem Sonnenschein über den Laitjaure, ein sehnsüchtiger Blick hinauf in den Sarek – ein anderes Mal. Die ersten Kilometer laufe ich mit den beiden Schweden Emil und Tomas, die sich mit ihren schweren Rucksäcken abschleppen. Doch ich will mein eigenes Tempo laufen und lasse sie bald hinter mir. Die Sonne ist mittlerweile hinter Wolken verschwunden, als ich mich ein letztes Mal mit der Steigung auf Kalfjäll abmühe. Auf 800 Höhenmeter wird das Laufen wieder einfacher. Vor der schäbigen Rasthütte Rittak koche ich mir mein Mittagessen. Hier holen mich Emil und Tomas wieder ein und mit ihnen läßt sich auch die Sonne wieder blicken. Jetzt verstehe ich auch, wie die beiden auf jeweils 40kg kommen, dank Videokamera, Konserven und Salz- und Pfefferstreuer!

Weiter geht es nun gemeinsam durch die farbenprächtige Landschaft, immer wieder bleibe ich stehe, um die Farbfacetten, welche Moose, Gräser und Flechten auf die Berghänge zaubern, zu genießen. Pünktlich zum Pass am Huomnasj, der spektakulärer ausfällt als es die Karte erahnen lässt, fängt es an zu schneien. So wandern wir vom Schneefall eingehüllt in das gelbe Farbenmeer der Bergbirkenwälder hinab, teilweise recht mühsam über Geröllfelder und Wurzeln. Der Schnee geht in Regen über und als wir dann vor der Pårtehütte stehen, schüttet es wie aus Eimern. Wieder eine Nacht in der Hütte.

Fjaellraev
18.03.2005, 18:12
Schön endlich weiterlesen zu können :D , jetzt fehlen echt noch die Bilder :wink: .
Auffällig ist schon, dass sich meine teilweise mehrere Jahre alten Erfahrungen mit deinen decken.
Auch als ich in Vakkotavare war, vor etwa 5 Jahren, war dort eine ältere Frau als Stugvärd, ob es die Gleiche ist? Möglich dass der Busfahrplan damals für die Hütte besser war, auf jeden Fall war die Hütte damals von Wanderern in beiden Richtungen belegt. Es war ein echt gemütlicher Abend, nur geschnarcht wurde in der Nacht recht heftig...
Auch die Freundlichkeitsunterschiede der Bootsfahrer in Sitojaure und Aktse ist uns im Sommer aufgefallen. Ob es daran liegt dass die Familie in Aktse ein Exklusivrecht hat, und es in Sitojaure doch zwei "dörfer2 sind, die sich in die Aufgabe teilen?

Gruss
Henning

Elch
18.03.2005, 22:27
Ich kann Fjaellraev nur zustimmen: Schön dass es noch weitergeht!

Jetzt ring dich nur noch durch und lass uns bitte auch bald die Fotos sehen. :D

Gruss

Christian

gorbi
19.03.2005, 10:03
Und auch ich sage Danke für die Fortsetzung.
Dein Bericht hat zu meiner Inspiration beigetragen, diese Tour zu laufen und jetzt geht es ende Juni los!

Danke!

michael

Johannes2801
21.03.2005, 19:44
Danke für Euer Feedback.

@Fjaellraev: Der Hüttenwirt in Aktse hat mir erzählt, dass das ein typisches Problem ist. Die Leute, welche die Tour über den Laitjaure machen, kämen sich vor, als würde ihnen Aktse gehören. Emil und Tomas, die beiden Schweden mit den schweren Rucksäcken, haben mir erzählt, sie wären ziemlich böse angeschissen worden, als sie am Ufer zelten wollten und die hatte echt richtig Schiss, dass der Typ durchdreht. :x

@gorbi: Ich kenn die Gegend nicht im Juni, aber Du wirst wahrscheinlich statt der Farben viel mehr Mücken erleben. :wink: Für mich gehören Lappland und September irgendwie zusammen. Aber gib gern mal Bescheid, wie's war.

sverdin
25.03.2005, 11:51
Klasse Bericht Johannes! Hat mir sehr gut gefallen. :D Freue mich auf die Fotos.

Frage: Wie viel hast du insgesamt für die Bootsfahrten gezahlt?

Gruß
Dominik

Fjaellraev
25.03.2005, 13:58
Frage: Wie viel hast du insgesamt für die Bootsfahrten gezahlt?
Hab grad meine Zahlen griffbereit:
Kebnats-Saltoluokta 60 SEK (Mit Jugendherbergsausweis, sonst 90 SEK)
Sitojaure-Svinje 100 SEK
Aktse dürfte auch etwa 100 SEK kosten
Teusajaure 50 SEK (Angabe STF Website) hier macht aber auch das rudern Spass es ist schliesslich nur 1 km...


Die Leute, welche die Tour über den Laitjaure machen, kämen sich vor, als würde ihnen Aktse gehören
Tja dem ist tatsächlich so. Ein Teil von Aktse gehört wirklich noch der Familie Ländta, die das Gebiet um 1830 in Besitz genommen hat, sie wohnen zwar nicht mehr ganzjährig dort, aber sind nach wie vor für den Bootsverkehr zuständig.
Das übrige Gebiet von Aktse gehört übrigens der Naturschutzvereinigung die das Gebiet 1945 kaufen konnte.

Gruss
Henning

sverdin
26.03.2005, 08:01
@ Fjaellraev: Danke, hat mir sehr geholfen :D

fechter
14.08.2005, 15:23
hallo,

ich werde mich in gut zwei wochen auf der gleichen route herumtreiben. ich suche jetzt seit einger zeit nach busfahrplänen von vakkotavare nach saltoluokta. gibt es die irgendwo online?

zusatzfrage boote - gibt es fahrpläne oder läuft alles nach vereinbarung?

bzw. hat jemand erfahrungen mit den verbindungen (zug, bus) nach kiruna? von wo aus (vakkotavare, kvikkjokk) kommt man wie schnell/leicht dorthin?

besten dank,
wolfgang

14.08.2005, 15:42
Schau hier


Die Boote:

http://www.svenskaturistforeningen.se/templates/Page.aspx?id=2506

Die Busse:


11:25 Vakkotavare
12:10 Kebnats Turistanläggning Buss 93 (Länstrafiken)


16:25 Vakkotavare
17:10 Kebnats Turistanläggning Buss 93 (Länstrafiken)

ist alles aufeinander abgestimmt...

Peter

14.08.2005, 15:44
Und da der Link icht funktioniert:

Abfahrt des Bootes Kebnats--> Saltoluokta 12.25 und 17.25

Peter

foo
14.08.2005, 15:59
Hallo Wolfgang,

hallo,

ich werde mich in gut zwei wochen auf der gleichen route herumtreiben. ich suche jetzt seit einger zeit nach busfahrplänen von vakkotavare nach saltoluokta. gibt es die irgendwo online?

zusatzfrage boote - gibt es fahrpläne oder läuft alles nach vereinbarung?

Im Outdoorwiki hab ich mal einen Teil der Links für Padjelantatouren zusammengestellt:
http://wiki.outdoorseiten.net/index.php/Padjelantaleden

Die meisten Busverbindungen sollten sich nicht unterscheiden, zum Padjelantaleden muß man eigentlich nur ein paar Stationen weiter fahren. Die STF-Boote für den Kungsleden sind auch bei den Bootslinks zu finden, da dort sämtlicher Bootsverkehr des STF dokumentiert ist. Der Bootsverkehr über den Sitojaure und Laitaure wird privat betrieben. Da läuft alles (wie Du aus den Vorberichten ersiehst) etwas unkonventionell. D.h. es gibt feste Zeiten, die aber besonders in der Nachsaison nicht unbedingt auch wirklich bedient werden. Ferner gibt es Bojen mit denen man den Wunsch übergesetzt zu werden signalisieren kann. Aber ob der Betreiber diesem Wunsch auch folgt ist eine andere Sache. Das sicherste ist vor Ort die Überfahrt zu vereinbaren, die Hüttenwirte können dabei auch helfen.

fechter
15.08.2005, 18:39
danke, jetzt ist soweit alles klar. :)

sehr hilfreich ist auch http://www.resplus.se/

lg,
wolfgang

foo
17.08.2005, 01:54
Hallo Wolfgang,

danke, jetzt ist soweit alles klar. :)

Prima, viel Spaß da oben!


sehr hilfreich ist auch http://www.resplus.se/

Lustig, ich hab den Link immer nur benutzt um die An-/Abreise bis/von Gällivare u.ä.. zu planen, das die Fjällbusse da auch drinn sind ist mir nie aufgefallen. Danke, auf das naheliegenste kommt man oft zuletzt.

Bei weiteren Fragen ist es vielleicht sinnvoll diese im Unterforum "Reisplanung" zu posten statt als Antwort auf einen Reisebericht. Dort lesen mehr Leute mit, die gerade solche Fragen beantworten können und wollen.