PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einhandmesser - Daumenöffnung/Spyderhole schließen und rechtlich anpassen



Aktaion
24.12.2011, 00:10
Ich habe zu dem Thread-Thema viel im Internet recherchiert und kam leider auch in Nachbarforen auf wenig Ausführliches/Aussagekräftiges.
Die paar Informationen die Ich gefunden habe, habe Ich zusammengetragen und mir daraus ein für mich praktikables Lösungsmodell gemacht.
Ich hoffe durch diesen Thread wird es anderen Interessierten leichter gemacht an Wissens-/Nachahmenswertes zu gelangen.

Zur Sache:
Bzgl. des geltenden Gesetzes unterliegen Einhandmesser sehr speziellen Auflagen.
Um dennoch sein , mit speziellem Mechanismus versehenes (Daumenpin, Daumenloch ...) Einhandmesser führen zu dürfen bedarf es einer gesetzeskonformen Anpassung um aus dem Messer ein "Zweihandmesser" zu formen.

[Ich klammere hier den Gesetzestext zum tragen von Einhandmesser bei "berechtigtem Interesse" bewusst aus.]

Im folgenden Praxisbeispiel habe Ich das sogenannte "Spyderhole" eines Spyderco angepasst.
Neben den gefundenen Lösungen wie einpassen eines Alupins gleichen Durchmessers, Holzeinlagen, Münzen;-) oder Hülsenböden:D:bg: wurde auch Füllung mittels Klebstoff erwähnt.

Für mich erwies sich der letzte Ansatz als praktikabelster, da er ohne große Schleifarbeiten vonstatten geht.
Schleifen vor dem Einarbeiten in die Öffnung beeinhaltet einen höhen Aufwand (gerade bei einer asymmetrischen Öffnung).
Anpassen im Nachhinein "gefährdet die Oberfläche des Messers durch möglichen Zerkratzen mittels Schleifmitteln.

Ein 2 Komponenten Epoxidkleber schien mir am sinnvollsten.
Benutzt habe Ich UHU Plus schnellfest - transparent.
Andere, ähnliche Kleber sind natürlich genauso denkbar.

http://www.abload.de/img/img_3932zro82.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_3932zro82.jpg)

Nach dem Reinigen der Öffnung habe Ich diese auf der einen Seite mit dünnem Klebeband (Paketklebeband) komplett abgeklebt.
Die andere Seite ebenfalls, jedoch habe Ich hier mit einem Cutter die Öffnung wieder freigelegt.
Hintergrund war, keine Klebereste auf dem Messer zu haben, welche dann mühselig entfernt werden müssten.

Der Kleber ist schnell angerührt und läßt sich einfach einfüllen.
Mit dem beigelegten Spatel habe Ich soviel Kleber wieder "abgeschöpft" , bis die Oberfläche plan war.
Nach 15-20 Minuten ist die Masse ausgehärtet und die Kleber können vorsichtig entfernt werden.
Das ging beinahe rückstandslos.

http://www.abload.de/img/img_3930y9pwj.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_3930y9pwj.jpg)
http://www.abload.de/img/img_3931iwr4c.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_3931iwr4c.jpg)

In der Folge wurden nur noch die minimalsten Überstände mit dem Cutter geglättet.


Lessons learned:

Die Lufteinschlüsse hätten sich evtl. unter zuhilfenahme einer Pipette, Spritze etc. minimieren lassen.
Evtl. kann man mit Farbpulver die Gestaltung noch individualisieren.(Glowpowder)

Fazit:

Für ca. 30 min. Zeit- und ca. 8 € Kostenaufwand ( wobei noch Kleber für 15 Messer übrig ist ;) ) läßt sich ein Einhandmesser schnell, einfach und ansprechend wieder für den Alltagseinsatz konform machen.

LG

feKnives
24.12.2011, 00:28
Hallo Aktaion,



deine Mühen, dir dein Messer gesetzeskonform umzuarbeiten, in allen Ehren.
Aber ich denke dem schönen Spyderco hast du mit dem quick-and-dirty-Ausgießen keinen Gefallen getan.

Miss doch mal das Loch im Durchmesser.
8, 10, 12, 15mm sind gängige Größen von Astlochpfropfen und in jeder Tischlerei zu bekommen. Wenn die Jungs dort Bohrer dafür haben, kannst du auch eigenes Holz bzw. Kunststoffe mitbringen.

Alternativ kannst du noch einmal neuen Kleber anmischen und mit Fugenbunt aus der Fliesenabteilung des Baumarkts pimpen.
Schwarz bzw. Anthrazit dürfte zu den Griffschalen sehr gut passen.
Lufteinschlüsse kannst du dann auch hinterher in einem zweiten Arbeitsgang verschließen. Das fällt dann nicht auf.


Gruß
Fabian

iceman
24.12.2011, 00:41
:ignore:
Hallo Aktaion,



deine Mühen, dir dein Messer gesetzeskonform umzuarbeiten, in allen Ehren.
Aber ich denke dem schönen Spyderco hast du mit dem quick-and-dirty-Ausgießen keinen Gefallen getan.

Miss doch mal das Loch im Durchmesser.
8, 10, 12, 15mm sind gängige Größen von Astlochpfropfen und in jeder Tischlerei zu bekommen. Wenn die Jungs dort Bohrer dafür haben, kannst du auch eigenes Holz bzw. Kunststoffe mitbringen.

Alternativ kannst du noch einmal neuen Kleber anmischen und mit Fugenbunt aus der Fliesenabteilung des Baumarkts pimpen.
Schwarz bzw. Anthrazit dürfte zu den Griffschalen sehr gut passen.
Lufteinschlüsse kannst du dann auch hinterher in einem zweiten Arbeitsgang verschließen. Das fällt dann nicht auf.


Gruß
Fabian

Aktaion
24.12.2011, 00:44
Hallo Fabian,

Schonmal Danke für die Antwort und die Praxistipps.
Das es nicht perfekt ist, und was Ich anders machen würde habe Ich ja schon erwähnt.
Es geht mir hierbei ja auch genau um das was Du geschrieben hast:

Ein paar Möglichkeiten zusammenzutragen, um anderen bei geplanten Änderungen zu unterstützen.
Das hat meiner Recherche nach hier und anderswo evtl. gefehlt

Ich denke bei neuen Versuchen die noch folgen wird das Ergebniss ansprechender werden können.

Kernaussage sollte erstmal auch die Funktion sein, die man damit erreichen kann.

zedek
25.02.2012, 23:38
Servus, ich hab bei meinem Spyderco auch das Loch verschlossen, hier ein paar Bilder zur Entstehung

zuerst eine Seite abkleben und mit einem Cutter das Loch sauber ausschneiden

http://img190.imageshack.us/img190/639/20120225151148.jpg

dann ein Pulver zum einfärben der Epoxymasse herstellen / kaufen

http://img607.imageshack.us/img607/462/20120225151450.jpg

http://img33.imageshack.us/img33/8020/20120225152031.jpg

das ganze anrühren, in das Loch füllen und Überstände abstreichen. Danach mit Klebeband verschließen, so erhält man zwei optisch gleiche Seiten

http://img543.imageshack.us/img543/7205/20120225152532.jpg

das ganze trocknen lassen

http://img859.imageshack.us/img859/1136/20120225152638.jpg

und das Ergebnis

http://img59.imageshack.us/img59/8294/20120225201626.jpg

http://img857.imageshack.us/img857/2642/20120225201558.jpg

Peter83
01.03.2012, 07:49
Schöne Arbeit - glücklicherweise in der CH nicht notwendig.

Grüsse,
Peter

Almschreck
01.03.2012, 09:48
Schöne Arbeit - glücklicherweise in der CH nicht notwendig.

Ist in D auch nicht notwendig. ;-)
Wieso? Weil man in der Stadt mit so einem Ding nicht herumzuspringen braucht und ich es noch nie erlebt habe, dass mich in der freien Natur irgendeiner darauf angesprochen hat, was ich denn für ein Messer bei mir habe.:grins:

blumenkohl
03.03.2012, 18:47
Sieht gut verarbeitet aus, aber wäre es vom Aufwand nicht einfacher sich ein entsprechendes Messer zu besorgen ?

Grüße

Blumi

Aktaion
03.03.2012, 19:32
Sieht gut verarbeitet aus, aber wäre es vom Aufwand nicht einfacher sich ein entsprechendes Messer zu besorgen ?

Grüße

Blumi

Dann nenn doch mal eins <50€ das an Spyderco rankommt.

sjusovaren
03.03.2012, 20:04
Ist in D auch nicht notwendig. ;-)
Wieso? Weil man in der Stadt mit so einem Ding nicht herumzuspringen braucht und ich es noch nie erlebt habe, dass mich in der freien Natur irgendeiner darauf angesprochen hat, was ich denn für ein Messer bei mir habe.:grins:
Wer ist denn überhaupt schon einmal diesbezüglich von der Polizei gefilzt worden?
Im normalen Leben durchsuchen einen doch nur Türsteher/Sicherheitsleute bei Eingangskontrollen zu xy.
Und die stören sich an jedem Messer.

Aktaion
03.03.2012, 20:04
@zedek:

Du scheinst den Graphenabtrag eines handelsüblichen Stifts als Beimischung verwendet zu haben?!

Hast Du einen nachträglichen Abrieb dessen, nach dem aushärten der Masse bisher feststellen können?

zedek
03.03.2012, 23:20
Genau, ich hab als Beimischung den Abtrag von einer Stiftmine genommen, allerdings einen auf Ölbasis.

Das Ergebnis fühlt sich an wie das Epoxyharz ohne Beimischung, also glatt und eben.

Ausgehärtet gibt es auch keinen Abrieb, hab mit nem Blatt Papier feste drüber gerieben und konnte keinen Abrieb auf dem Papier feststellen.

blumenkohl
03.03.2012, 23:32
@ Aktaion,

die 50 Öre Grenze ist natürlich schwierig, aber Böker hat doch immer was im Angebot.

BÖKER PLUS EXSKELIBUR 2
http://www.boker.de/taschenmesser/boeker-plus/innovative-taschenmesser/01BO015.html

oder

Böker Plus M-Type
Magnum Shadow

Den Daumenpin kann man bei Böker rausschrauben.

Grüße

Blumi

Aktaion
04.03.2012, 17:02
Böker Plus M-Type
Magnum Shadow


Na, jetzt woll ´mer mal nicht albern werden;-)

Das Tenacious ist nach eingehender Recherche und gestützt von mehreren Nutzern schon ein sehr guter Preis/Leistungsdeal für ein klappbares Messer.

Und Ich glaub, dass nach Zedek´s und meinen bescheidenen Ausführungen klar geworden sein dürfte, dass es nicht wirklich einen großen handwerklichen Aufwand darstellt.

Buck Mod.93
04.03.2012, 17:12
die 50 Öre Grenze ist natürlich schwierig, aber Böker hat doch immer was im Angebot.



Böker Plus M-Type



Recurve als User? Nee danke:-?

blumenkohl
04.03.2012, 22:01
Also ich bin mit Opinel und Böker bislang gut gefahren.

Grüße

Blumenkohl

Shuya
06.03.2012, 08:02
EInige Gedanken meinerseits. Es ist vorbildlich, dass ihr euch Gedanken bezüglich Einhandmessern macht.
Aber, und da beisst sich die Katze in den Schwanz, ist die Art, wie ihr versucht Messer an den Gesetzestext anzupassen.
Im Gesetz steht "einhändig verriegelbar". Da steht nix von Löchern oder Pins. Ich habe Berichte gelesen, wonach Polizisten Messer mit ihren Gummihandschuhen aufgemacht haben, einhändig, und dann meinten es wäre ein Einhandmesser. Und das, obwohl kein Pin oder Loch vorhanden waren.
Will damit sagen: Auf der sicheren Seite seid ihr mit den Umbauten womöglich nicht.

Ist in D auch nicht notwendig. ;-)
Wieso? Weil man in der Stadt mit so einem Ding nicht herumzuspringen braucht [...]
Ich finds immer wieder Klasse, wenn andere Leute meinen entscheiden zu müssen, was andere brauchen.
Bete zu Gott, dass ich nicht eines Tages derjenige bin, der entscheidet, was du so alles nicht brauchst.

Grüße
Micha

Almschreck
06.03.2012, 08:20
Bete zu Gott, dass ich nicht eines Tages derjenige bin, der entscheidet, was du so alles nicht brauchst.
Grüße
Micha
Zwei kurze Anmerkungen:
a) ich bin kein gläubiger Mensch
b) jetzt hast Du mir wirklich Angst gemacht!!!

Shuya
06.03.2012, 08:50
Zwei kurze Anmerkungen:
a) ich bin kein gläubiger Mensch
b) jetzt hast Du mir wirklich Angst gemacht!!!
Deine Überheblichkeit und Ignoranz spricht für sich selbst.

GHL
15.04.2012, 19:35
EInige Gedanken meinerseits. Es ist vorbildlich, dass ihr euch Gedanken bezüglich Einhandmessern macht.
Aber, und da beisst sich die Katze in den Schwanz, ist die Art, wie ihr versucht Messer an den Gesetzestext anzupassen.
Im Gesetz steht "einhändig verriegelbar". Da steht nix von Löchern oder Pins. Ich habe Berichte gelesen, wonach Polizisten Messer mit ihren Gummihandschuhen aufgemacht haben, einhändig, und dann meinten es wäre ein Einhandmesser. Und das, obwohl kein Pin oder Loch vorhanden waren.
Will damit sagen: Auf der sicheren Seite seid ihr mit den Umbauten womöglich nicht.


Was die Polizisten meinen ist irrelevant. Klar können sie das Messer dann einziehen, aber die letztendliche Entscheidung fällt dann möglicherweise ein Richter.

Mit viel Fantasie könnte man beinahe jedes Messer als Einhandmesser bezeichnen, sofern man es mithilfe der Zähne oder anderer Hilfsmittel öffnen kann. Somit wäre es einem Einarmigen überhaupt verboten ein Messer mit sich zu führen, da er ja sein Messer mithilfe einer realen Hand und unter Zuhilfenahme einer Handprothese öffnen kann.
Genausogut könnte man ein feststehendes Messer als Einhandmesser bezeichnen, denn man kann es oft genug mit einer Hand aus dem Holster ziehen und wieder im Holster verriegeln.

Jogi
16.04.2012, 10:53
Hallo allerseits,

ich finde ja das Modifizieren der Ausrüstung immer interessant, kann aber die Motivation hier nicht ganz nach vollziehen.

Ich habe das gleiche Messer (Spyderco Tenacious) und bin ebenfalls vom Preis-Leistungsverhältnis begeistert. Und ich habe es jeden Tag und immer dabei. Nicht, weil ich ein übler Kerl bin, der ständig in Messerstechereien verwickelt ist, sondern weil ich für meine Jungs öfter mal ein Äpfelchen schäle oder auch mal einen Wanderstock zu Recht schneide. Und da ich mit meinen kleinen auch oft in Wald und Flur unterwegs bin, und dort leider auch auf die unglückliche Kombination von ignorantem Herrchen und unerzogenen Hund stoße, finde ich die "Einhandfunktion" diese Messers ganz gut (ob ich im Fall der Fälle wirklich was damit ausrichten kann, weiß ich nicht, ich fühle mich aber wohler). Die Einhandfunktion ist ja gerade ein Merkmal, was das Messer auszeichnet.

Und was das Gesetzt betrifft: Das geht mir schlicht am XXXXX vorbei. Wenn ich auf eine Demo gehe, lass ich es natürlich zu Hause, und ansonsten geht es niemanden was an, ob ich nun so ein Taschenmesser in der Tasche habe. Meiner Meinung sollte man sich nicht allzu schnell und im vorauseilendem Gehorsam jedem (teilweise auch idiotischen) Gesetzt unterordnen. Es hält sich zum Glück ja auch nicht jeder an die BTM-Gesetzte :cool:

Ditschi
16.04.2012, 11:29
Und was das Gesetzt betrifft: Das geht mir schlicht am XXXXX vorbei. Wenn ich auf eine Demo gehe, lass ich es natürlich zu Hause, und ansonsten geht es niemanden was an, ob ich nun so ein Taschenmesser in der Tasche habe. Meiner Meinung sollte man sich nicht allzu schnell und im vorauseilendem Gehorsam jedem (teilweise auch idiotischen) Gesetzt unterordnen. Es hält sich zum Glück ja auch nicht jeder an die BTM-Gesetzte :cool:

Hallo Jogi,

gut, Du möchtest Dich nicht ans Gesetz halten. Deine Entscheidung und Dein Risiko.

Wen das etwas angeht, ob Du so ein Messer in der Tasche hast?

Etwas pathetisch könnte ich sagen : uns alle. Unsere Gemeinschaft ist darauf angewiesen, daß sich zum Funktionieren alle an die Regeln halten.

Aber ich hänge es mal , da es sich nur um eine Owi handelt, etwas tiefer auf und beschränke mich auf Polizei, Ordnungsbehörde, Staatsanwaltschaft und Gerichte.

Wieso "vorauseilender Gehorsam", wenn etwas schon konkret verboten ist? Das verstehe ich nicht. Wem oder was eilst Du voraus?

Zum letzten Satz: Was machtst Du beruflich? Ich hoffe nicht , Drogenhändler.

Ich empfinde es nicht als Glück, wenn zum Beispiel an unseren Schulen Rauschgift an Kinder verkauft wird.

Gruß Ditschi

Jogi
16.04.2012, 12:03
Hei Ditschi,

zur Beruhigung: ich bin weder Dealer, noch ist mir diese "Berufsgruppe" sympathisch.
Ich habe aber einen wohl einen anderen Zugang zu "Gesetzten" oder dem, was Du Regeln nennst. Kleines Beispiel: Alkohol am Steuer. Für mich persönlich habe ich eine strickte 0 Promille Grenze. Ich fahre nicht unter Alkoholeinfluss, weil es so Gesetzt ist, sondern weil ich es persönlich nicht verantwortbar finde. Denn wenn es nach der Durchsetzung dieses Gesetzes geht, hätte ich in meinen über 20 Jahren Teilnahme am Straßenverkehr munter angetrunken fahren können, denn ich musste bisher noch nie Pusten. Das Gesetzt hatte also bisher auf mich persönlich noch keine Auswirkungen. Und so gibt es viele Beispiele, bei denen ich mich durchaus an Gesetzte halte (oder sogar für mich strenger auslege), weil ich das vernünftig finde (sozusagen frei nach Kants kategorischem Imperativ). Da aber niemand einen Nachteil davon hat, wenn ich ein sog. Einhandmesser in meiner Hosentasche trage und ich auch nichts dagegen haben, dass Du eins in der Hosentasche hast, ist mir in diesem Fall das Gesetzt egal. Und genauso hat auch niemand einen Schaden, sollte ich mal ein kleines Gras-Tütchen aus heimischer Produktion zu mir nehmen..
Frei nach T. Leary: „Think for yourself, question authority!“

PS.: Ich heule aber auch nicht rum, wenn mich diese Einstellung mal was kostet.

Ditschi
16.04.2012, 12:40
Hei Ditschi,

zur Beruhigung: ich bin weder Dealer, noch ist mir diese "Berufsgruppe" sympathisch.
Ich habe aber einen wohl einen anderen Zugang zu "Gesetzten" oder dem, was Du Regeln nennst. Kleines Beispiel: Alkohol am Steuer. Für mich persönlich habe ich eine strickte 0 Promille Grenze. Ich fahre nicht unter Alkoholeinfluss, weil es so Gesetzt ist, sondern weil ich es persönlich nicht verantwortbar finde. Denn wenn es nach der Durchsetzung dieses Gesetzes geht, hätte ich in meinen über 20 Jahren Teilnahme am Straßenverkehr munter angetrunken fahren können, denn ich musste bisher noch nie Pusten. Das Gesetzt hatte also bisher auf mich persönlich noch keine Auswirkungen. Und so gibt es viele Beispiele, bei denen ich mich durchaus an Gesetzte halte (oder sogar für mich strenger auslege), weil ich das vernünftig finde (sozusagen frei nach Kants kategorischem Imperativ). Da aber niemand einen Nachteil davon hat, wenn ich ein sog. Einhandmesser in meiner Hosentasche trage und ich auch nichts dagegen haben, dass Du eins in der Hosentasche hast, ist mir in diesem Fall das Gesetzt egal. Und genauso hat auch niemand einen Schaden, sollte ich mal ein kleines Gras-Tütchen aus heimischer Produktion zu mir nehmen..
Frei nach T. Leary: „Think for yourself, question authority!“

PS.: Ich heule aber auch nicht rum, wenn mich diese Einstellung mal was kostet.


OT:

Hallo Jogi,

an Deinem PS.-Satz hege ich Zweifel, weil er meinen 31-Jahren forensischer Erfahrung widerspricht.

" Herr Richter, ich sage ihnen etwas, was da im Gesetz steht, geht mir am XXXXX vorbei! Das darf jetzt ruhig was kosten!"

Da wäre dann mal Gelegenheit, zu der Überzeugung zu stehen und aufzutrumpfen.

Kar, geht nicht gut aus, aber grade deshalb wäre es doch mutig.

Aber das geschieht nicht. Es geschieht nie.

Deshalb halte ich Äußerungen wie die Deine für eine Großspurigkeit im Schutz der Anonymität des Forums, wie ich sie hier nicht das erste mal lese.

Und für diejenigen hier, die versuchen, mit Phantasie, Mühe und Handarbeit ihr teures Messer der Rechtslage anzupassen, muß doch eine solche Großspurigkeit wie Hohn klingen.

Gruß Ditschi

Jogi
16.04.2012, 12:53
OT:

Hallo Jogi,

an Deinem PS.-Satz hege ich Zweifel, weil er meinen 31-Jahren forensischer Erfahrung widerspricht.

" Herr Richter, ich sage ihnen etwas, was da im Gesetz steht, geht mir am XXXXX vorbei! Das darf jetzt ruhig was kosten!"

Da wäre dann mal Gelegenheit, zu der Überzeugung zu stehen und aufzutrumpfen.

Kar, geht nicht gut aus, aber grade deshalb wäre es doch mutig.

Aber das geschieht nicht. Es geschieht nie.

Deshalb halte ich Äußerungen wie die Deine für eine Großspurigkeit im Schutz der Anonymität des Forums, wie ich sie hier nicht das erste mal lese.

Und für diejenigen hier, die versuchen, mit Phantasie, Mühe und Handarbeit ihr teures Messer der Rechtslage anzupassen, muß doch eine solche Großspurigkeit wie Hohn klingen.

Gruß Ditschi

Och Ditschi,

es kann doch jeder sein Messer der Rechtslage anpassen, wie er will, dem bringe ich weder Hohn noch Spott entgegen. Und zu Deiner unterstellten Großspurigkeit (ungerechtfertigte Unterstellungen findet man auch oft in diesem Forum): Nach einer Sitzblockade einer US-Airbase, die geräumt wurde, war ich dann auch bereit, den entsprechenden Busgeldbescheid zu begleichen. Und bei der letzten Nazi-Demo habe ich mich ebenfalls zu einer "Ordnungswidrigkeit" hinreißen lassen, obwohl zuvor meine Personalien aufgenommen wurden, also in dem Wissen, dass mich das was kosten wird.
Und falls das jetzt hier wirklich noch weiter OT diskutiert werden muss, möchte ich Dich doch bitten, fair zu bleiben und mit Unterstellungen etwas zurückhaltender zu sein und mich bitte auch nicht mit forensischer Klientel zu vergleichen. Ich unterstelle Dir ja auch nicht gleich eine „Law and Order-Einstellung“.

Gruß Jogi

Buck Mod.93
16.04.2012, 12:59
Denk mal wieder über die Aussage mit dem kategorischen Imperativ nach. Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Du bist ja anscheinend im Stande ein Messer seinem Zweck als Werkzeug zuzuführen. Du handelst aber, wenn du immer ein Messer dabei hast, nicht so dass man daraus eine allgemeine Maxime machen könnte, da du nicht beurteilen kannst, was andere mit ihrem Messer anstellen,wenn sie immer Zugriff darauf haben.Oder willst du, dass jeder Spinner mit einem rasierscharfen Tenacious rumrennt;-)?


Hei Ditschi,

zur Beruhigung: ich bin weder Dealer, noch ist mir diese "Berufsgruppe" sympathisch.
Ich habe aber einen wohl einen anderen Zugang zu "Gesetzten" oder dem, was Du Regeln nennst. Kleines Beispiel: Alkohol am Steuer. Für mich persönlich habe ich eine strickte 0 Promille Grenze. Ich fahre nicht unter Alkoholeinfluss, weil es so Gesetzt ist, sondern weil ich es persönlich nicht verantwortbar finde. Denn wenn es nach der Durchsetzung dieses Gesetzes geht, hätte ich in meinen über 20 Jahren Teilnahme am Straßenverkehr munter angetrunken fahren können, denn ich musste bisher noch nie Pusten. Das Gesetzt hatte also bisher auf mich persönlich noch keine Auswirkungen. Und so gibt es viele Beispiele, bei denen ich mich durchaus an Gesetzte halte (oder sogar für mich strenger auslege), weil ich das vernünftig finde (sozusagen frei nach Kants kategorischem Imperativ). Da aber niemand einen Nachteil davon hat, wenn ich ein sog. Einhandmesser in meiner Hosentasche trage und ich auch nichts dagegen haben, dass Du eins in der Hosentasche hast, ist mir in diesem Fall das Gesetzt egal. Und genauso hat auch niemand einen Schaden, sollte ich mal ein kleines Gras-Tütchen aus heimischer Produktion zu mir nehmen..
Frei nach T. Leary: „Think for yourself, question authority!“

PS.: Ich heule aber auch nicht rum, wenn mich diese Einstellung mal was kostet.

Jogi
16.04.2012, 13:06
Denk mal wieder über die Aussage mit dem kategorischen Imperativ nach. Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Du bist ja anscheinend im Stande ein Messer seinem Zweck als Werkzeug zuzuführen. Du handelst aber, wenn du immer ein Messer dabei hast, nicht so dass man daraus eine allgemeine Maxime machen könnte, da du nicht beurteilen kannst, was andere mit ihrem Messer anstellen,wenn sie immer Zugriff darauf haben.Oder willst du, dass jeder Spinner mit einem rasierscharfen Tenacious rumrennt;-)?

Die Maxime heißt ja nicht, jeder muss mit einen Einhandmesser herumlaufen. Und nur, weil es ja erwiesenermaßen "Spinner" gibt, soll also allen (also auch den "Nicht-Spinnern") das tragen von Einhandmessern verboten werden? Ich habe auch schon "Spinner" hintern Lenkrad eines Autos gesehen, darf jetzt keiner mehr Autofahren?

Almschreck
16.04.2012, 13:11
Du handelst aber, wenn du immer ein Messer dabei hast, nicht so dass man daraus eine allgemeine Maxime machen könnte, da du nicht beurteilen kannst, was andere mit ihrem Messer anstellen,wenn sie immer Zugriff darauf haben.Oder willst du, dass jeder Spinner mit einem rasierscharfen Tenacious rumrennt;-)?

Was wird denn noch alles an den Haaren herbeigezogen?
Wieso ist man verantwortlich dafür, was andere für Blödsinn mit einem Messer anstellen?
Lässt Du Dich kastrieren, weil es Vergewaltiger gibt?

Aktaion
16.04.2012, 13:18
Und für diejenigen hier, die versuchen, mit Phantasie, Mühe und Handarbeit ihr teures Messer der Rechtslage anzupassen, muß doch eine solche Großspurigkeit wie Hohn klingen.



Verhöhnt fühle Ich mich jetzt nicht, aber das in einem von mir bzgl. einer handwerklichen Umsetzung gestarteten Threads eine erneute Rechtslagendiskussion Einzug hält, ist mir eher ein Dorn im Auge!

Für diesbzgl. Mittelungsbedürftige sei beispielsweise auf diesen Thread verweisen:
http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31817-Neues-Waffengesetz-Schon-kontrolliert-worden&highlight=einhandmesser.

Ditschi
16.04.2012, 16:11
Verhöhnt fühle Ich mich jetzt nicht, aber das in einem von mir bzgl. einer handwerklichen Umsetzung gestarteten Threads eine erneute Rechtslagendiskussion Einzug hält, ist mir eher ein Dorn im Auge!

Für diesbzgl. Mittelungsbedürftige sei beispielsweise auf diesen Thread verweisen:
http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?31817-Neues-Waffengesetz-Schon-kontrolliert-worden&highlight=einhandmesser.

OT
Hallo Aktaion,
um Messer geht es geht nicht, und dann hilft der link auf den Messerthread s.o. nicht weiter. Jogi selbst hat`s ja gleich selbst auf BTM-Sachen ausgedehnt.
Es geht um eine immer wieder anzutreffende Verhaltensweise hier im Forum, aber nicht nur hier: wann immer wir uns über Normen unterhalten und darüber, was erlaubt und verboten ist, kommt wie beim Amen in der Kirche jemand und erklärt, daß die Normen für ihn nicht gelten; -daß er selbst entscheidet, welchen er folgt und welchen nicht; ...daß er über dem Gesetz steht; daß das, was im Gesetz steht, ihm am XXXXX vorbei geht, usw. usw. .
Dem halte ich einfach mal 31 Jahre forensische Erfahrung entgegen, nach denen ich solche Sätze von Foren, Stammtischen etc. her kenne, aber nicht mehr höre, wenn einer tatsächlich mal erwischt wird. Der ist dann ganz klein ist mit Hut und will nur noch eines: möglichst ungeschoren davonkommen.
Was ist also von solchen Sätzen zu halten? Heiße Luft, mehr nicht. Im Grund wissen wir das alle und erleben es jeden Tag, wenn wir bei Menschen, die erwischt wurden, das großspurige Vorher und das kleinlaute Nachher vergleichen.
Sollen wir es hinnehmen, wenn hier mal wieder einer auf die Kacke haut, daß es spritzt, und alle wissen, daß es nur Angabe ist? Darüber können wir ja mal nachdenken.
Gruß Ditschi

Aktaion
17.04.2012, 13:32
Ditschi, völlig d’accord.

Derjenige, der jetzt evtl. nach Informationen zu diesem Threadthema sucht, muss wieder einmal mehrzeiligen Nonsens mitlesen.

Deswegen wäre es auch wünschenswert, wenn so gehaltlose Aüsserungen wie die von Jogi entweder unterbleiben, oder in eine andere Plattform eingebracht werden, wo sich die Betrachter evtl. nicht über die Begriffe "Messer" und "Betäubungsmittel" in einem Absatz wundern :roll:.

Ditschi
17.04.2012, 15:55
Ditschi, völlig d’accord.

Derjenige, der jetzt evtl. nach Informationen zu diesem Threadthema sucht, muss wieder einmal mehrzeiligen Nonsens mitlesen.

Deswegen wäre es auch wünschenswert, wenn so gehaltlose Aüsserungen wie die von Jogi entweder unterbleiben, oder in eine andere Plattform eingebracht werden, wo sich die Betrachter evtl. nicht über die Begriffe "Messer" und "Betäubungsmittel" in einem Absatz wundern :roll:.

Hallo Aktaion,

danke für die grundsätzliche Zustimmung, und Deinem Anliegen zuliebe nicht mehr OT:

Hier wurden Zweifel laut, ob denn Dein Umbau lohnt und letztlich von Erfolg gekrönt ist, oder ob nicht doch jemand kommt und feststellt, das Messer sei nach wie vor "einhändig verriegelbar".

Eine Garantie, daß so jemand nicht kommen könnte, gibt es nicht.

Ich bin mir aber ziemlich sicher, du müßtest ihn nicht fürchten. Wie schon erwähnt wurde, entscheiden letztlich die Gerichte.

Und da kann ich mir kaum vorstellen, daß unberücksichtigt bleibt, welche Mühe Du dir gegeben hast, Dein Messer den rechtlichen Erfordernissen anzupassen. Das gilt auch für die anderen, die sich in ähnlicher Weise mühen.

Ich glaube, es kommt dann nicht mehr darauf an, ob der Umbau zu 100% gelingt oder nur zu 93 %. Wie immer das Messer nach dem Umbau cum grano salis zu qualifizieren sein mag -- das schreit nicht mehr nach einer Ahndung.

Ich würde mich daher an Deiner Stelle von solchen Befürchtungen nicht beirren lassen.

Gruß Ditschi